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neues24.com In der Diagnostik der Prostata rücken neue technische Möglichkeiten in den Fokus: Denn sie basieren auf Ultraschall-Computertomographie, die in Verbindung mit einer „Artificial Intelligence“ (AI) die Daten auswertet und auffällige Areale in der Vorsteherdrüse markiert. Die Weiterentwicklung des etablierten Systems ANNA/C-TRUS bietet eine Langzeit Auswertung von Veränderungen der Bildinformationsmuster im zeitlichen Verlauf und damit ein Trendmonitoring. Urologen können über ein Ultraschallgerät Bilder digital zu speichern und erhalten damit ohne weiteren apparativen Aufwand ein Instrument für individualisierte Medizin mit der Möglichkeit, Veränderungen im Verlauf zu beurteilen. Dieses Trendmonitoring von Läsionen in der Prostata bietet sich zur Früherkennung als auch bei der Verlaufsbeobachtung von Risikopatienten an. Desweiteren kann es bei der Therapieoption der aktiven Überwachung von Tumoren eingesetzt werden. Auch die echte Hauptfunktion dieses Systems der computergestützten Analyse des transrektalen Ultraschalls (C-TRUS), nämlich krebsverdächtige Areale in der Prostata zu erkennen und für gezielte Biopsien exakt zu lokalisieren, wurde weiter verfeinert. Dies gilt für den Algorithmus, mit dem in den Ultraschall-Bildern nach Mustern gesucht wird, wie auch für seine Einbindung in die artifizielle neuronale Netzwerkanalye (ANNA). Eine Datenbank mit histopathologisch verifizierten Vergleichen zwischen Ultraschall-Bildern und Präparaten radikaler Prostatektomien bildet die Basis des Systems. Aktuell umfasst die Datenbank mehr als 1000 biometrische Beispiele. Doch nach wie vor ist die pathologische Begutachtung von Gewebeproben aus der Prostata das einzige Verfahren für eine eindeutige Diagnose eines Prostatakarzinoms. Bei einer Erstbiopsie werden den Leitlinien gemäß 10 bis 12 Proben aus allen Arealen der Prostata entnommen. Dagegen erreicht das neue System mach sechs gezielten Probeentnahmen signifikant erhöhte Detektionsraten, wie beim 67. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) in einer Veranstaltung mit Wissenschaftlern sowie klinischen und niedergelassenen Ärzten zu erfahren war. So konnte bei weit über 1000 Patienten auch nach unauffälligen Vorbiopsien ein behandlungsbedürftiger Krebs festgestellt werden. Krebsverdächtige Areale sind in den Bildern farblich markiert und interne Landmarks bieten eine exakte Lokalisierung, um direkt über das Ultraschallbild vor Ort gezielte transrektale oder perineale Biopsien vorzunehmen. Anders als bei einer vom Radiologen durchgeführten Magnetresonanztomographie, der dann in einer zweiten Sitzung die gesteuerten Prostatabiopsie beim Urologen folgt, ist hier keine aufwändige externe Fusion notwendig.                                                            Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe Es ist nur ein kleiner Pikser in den Finger – den gewonnenen Blutstropfen auf ein dünnes Stäbchen aufnehmen, um nach 30 Minuten Gewissheit zu haben. Die bekommt man, wenn sich nur eine einzige rote Linie im weißen Sichtfenster zeigt, ist das Testergebnis negativ. Zeichnen sich aber zwei rote Striche nebeneinander ab, lautet die Schnelldiagnose: HIV. In Großbritannien und Frankreich ist dieser Schnelltest legal erhältlich, soll nun auch in Deutschland Einzug halten – der HIV-Schnelltest für den Hausgebrauch. Zurzeit wird die Zulassung noch vom Bundesgesundheitsministerium geprüft. Angeboten werden Tests allerdings zum Preis ab ca. 20 Euro im Internet - als Lieferungen über das Ausland. „In Europa sind seit einiger Zeit erstmals Schnelltests mit einer CE-Kennzeichnung erhältlich, die weniger genauer aber einfacher zu handhaben sind als frühere Tests“, erklärte eine Referentin des Ministeriums. Bisher durften nur Ärzte, medizinische Laboratorien und Behörden mit Schnelltests Diagnosen erstellen. Nun hofft die Deutsche Aids-Hilfe, daß noch in diesem Jahr die Zulassung für deutsche Apotheken und ausgewiesene HIV-Beratungsstellen erfolgt. Dann könnte bei den genannten Institutionen für rund 25 Euro der Test gekauft werden. Am 12. Mai startete die Aids-Hilfe eine neue Kampagne, die für möglichst frühe HIV-Tests wirbt. Ziel ist es, daß bis 2020 niemand mehr in Deutschland an Aids erkrankt. Die Hoffnung: Wer um seine Erkrankung wisse, gebe das Virus nicht mehr fahrlässig an andere weiter. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) beobachte die Entwicklung in Großbritannien und Frankreich, sagte Sprecherin Marita Völker-Albert. Die gesetzlichen Krankenversicherer (GKV) halten sich mit einer Einschätzung noch zurück. „Der Vorstoß ist eine politische Initiative von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Wir sollten zuerst die Ergebnisse der Prüfung abwarten“, erklärte Florian Lanz, Sprecher des GKV-Spitzenverbands. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) kündigte an, die Schnelltests nicht zur Voraussetzung für die Aufnahme eines Versicherten machen zu wollen. „Bei Antrag in der PKV muss kein Ergebnis eines HIV-Tests beigebracht werden. Daran wird sich nach unserer Einschätzung auch dann nichts ändern, wenn sich die erwähnten „Schnelltests für den Hausgebrauch“ durchsetzen“, sagte PKV-Sprecher Stephan Caspary.  Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat sich seit etwa zehn Jahren auf einem gleichbleibenden Niveau eingependelt. Laut Robert-Koch-Institut steckten sich 2015 rund 3 900 Menschen an. Insgesamt tragen in Deutschland 84 700 Menschen das Virus in sich, 28 100 Menschen sind an den Folgen verstorben.                                                                Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe Das Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult, bekannt auch als Diabetes-Zentrum, hat in der litauischen Hauptstadt Vilnius mit internationalen Forschungseinrichtungen ein europäisches Referenznetzwerk für seltene Erkrankungen gegründet. Das Projekt „Endo-ERN“ soll helfen, seltene Hormonerkrankungen zu erforschen. Dazu gehören genetisch bedingte Formen des Diabetes mellitus, Wachstumsstörungen, Schilddrüsen- und Geschlechtsentwicklungserkrankungen. Die europaweite Koordination für die Diabetes-Themengruppe wird das Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult übernehmen.  „Wir haben rund 900 Fälle von seltenen Diabetes-Erkrankungen registriert, die zum Teil einmal unter 100 000 Personen auftreten“, sagt Chefarzt Prof. Thomas Danne. „Wir wollen für alle teilnehmenden Einrichtungen aus 26 Ländern die praktische Umsetzung in der Betreuung und Behandlung der Patienten erleichtern.“ Abtasten, Jungs! Dem Hodenkrebs keine Chance geben Die häufigste Tumorerkrankung bei jungen Männern ist der Hodenkrebs. Wer das Organ regelmäßig abtastet, kann Veränderungen erkennen und sollte bei einer urologischen Praxis einen Termin machen. Werden Tumore rechtzeitig erkannt, bestehen gute Heilungschancen. Leider kommen die wenigsten Männer dieser Empfehlung nach. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie will das jetzt ändern. Unter www.hodencheck.de wird vor allem jüngeren Männern erklärt, wie die eigene Vorsorge funktioniert.                                                                         x                                                  Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe Ein aufgeschobener Besuch wurde nachgeholt und hinterlässt Eindruck: „Hier spürt man Innovationen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok, als er sich die Forschungsaktivitäten des Niedersächsischen Zentrums für Biomedizin, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) zeigen und erklären ließ. Schostok holte einen Besuch nach, den er zur Eröffnung des Zentrums im letzten Jahr nicht wahrnehmen konnte.  NIFE-Vorstandssprecher Dr. Manfred W. Elff erläuterte die Schwerpunkte, an denen die Forscherinnen und Forscher der Medizinischen Hochschule, der Leibniz-Universität sowie der Stiftung Tierärztliche Hochschule im NIFE arbeiten, um innovative Implantate zu entwickeln, die anfallenden Organfunktionen wieder herstellen können. Professor Dr. Axel Haverich, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie der MHH, erläuterte, daß Implantate biologisiert und Infektionen vermieden werden müssen, um lebenslang halten zu können.  Bei der Führung bekam Schostok Versuche verschiedener Disziplinen zu sehen:  So demonstrierte Professor Dr. Alexander Heisterkamp vom Laser Zentrum Hannover e.V., daß mit Laserlicht Nervenimpulse ausgelöst und somit Muskelzellen stimuliert werden. Professorin Dr. Meike Stiesch, Direktorin der Klinik für Zahnärztliche Prothetik und Biomedizinische Werkstoffkunde, erklärte Arbeiten zu implantat-assozierten Infektionen im Mundbereich.                  Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe In der gemeinnützige Mosaik GmbH arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam im Team.  Den Berater/innen mit Behinderungen kommt dabei eine besondere Rolle zu: Für sie ist Beratung auf Augenhöhe eine Selbstverständlichkeit, denn sie wissen, was es bedeutet, mit einer Behinderung zu leben.    Die vertrauliche und kostenfreie Beratung richtet sich an Menschen mit Behinderungen, deren Familie, Bezugspersonen und Freunde sowie an alle Interessierten. Beraten wird u.a. bei Fragen zum Wohnen, zur Arbeit, zu finanziellen Angelegenheiten, hilft bei Ämter- und Behördenangelegenheiten, beim Erstellen und Bearbeiten von Briefen, bei der Suche nach Freizeitmöglichkeiten, nach Selbsthilfegruppen und vieles mehr.    Auch hat die Beratungsstelle ihr Angebot ausgeweitet: Im Heinemanhof, stehen Mitarbeiter alle 14 Tage (in den geraden Kalenderwochen) donnerstags von 16 bis 18 Uhr für ein Gespräch zur Verfügung. Im Freizeitheim Vahrenwald ist die Beratungsstelle alle 14 Tage (in den ungeraden Kalenderwochen) montags von 15 bis 17 Uhr.  Nach telefonischer Terminvereinbarung können auch jederzeit Beratungen in den Räumen von Mosaik – inklusiv Leben, Bleekstr. 26, in Hannover angeboten werden.    Kontakt Tel. 0511/700 237 80 oder per mail beratung@mosaik-inklusiv-leben.de                                                                                    Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe Bult-Klinik gründet europäisches Referenznetzwerk Seltene Erkrankungen sollen in Vilnius erforscht werden Das Ernährungsberatungsteam des Kinder- und Jugendkrankenhauses AUF DER BULT führt im Rahmen der ambulanten und stationären Versorgung von Kindern und Jugendlichen Schulungen und Beratungen für Patienten und deren Eltern und Betreuer durch. Kommt der offizelle HIV- Test für Zuhause? Aids-Hilfe hofft auf Genehmigung für Deutschland noch 2017 Gesundheitsministerium prüft noch Zulassung Im NIFE steckt großes Potential Oberbürgermeister Stefan Schostok im Implantatforschungszentrum Inklusion hautnah - Tandem-Beratungsstelle  für Menschen  mit und ohne Behinderung Die Cardior Pharmaceuticals GmbH arbeitet an einer neuartigen Therapie gegen Herzschwäche. Das 2016 aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) heraus gegründete Unternehmen kann die Entwicklung durch eine 15 Millionen schwere Finanzspritze von den fünf Investoren Life Sciences Partners (LSP), Boehringer Ingelheim Venture Fund, Bristol-Myers Squibb, BioMedPartners und dem High-Tech-Gründungsfonds voranbringen. „Die Ausgründung ist ein weithin sichtbarer Beleg dafür, daß in der MHH die Translation von Wissen aus den Laboren hin zur klinischen Anwendung erfolgreich verläuft“, sagt MHH-Präsident Professor Dr. Christopher Baum. Cardior-Geschäftsführerin  Dr. Claudia Ulbrich freut sich, daß Cardior mit dem hochmotivierten Team eine neue Klasse an Medikamenten und Diagnostika für Patienten mit Herzinsuffizienz entwickelt.  Das Biotechnologie-Unternehmen will sogenannte nicht-kodierende Ribonukleinsäuren (RNA) therapeutisch beeinflussen, um krankhafte Umbauprozesse in den Herzmuskelzellen zurückzubilden. Professor Thomas Thum ist Gründer des Unternehmens und Leiter des MHH-Instituts für Molekurlare und Translationale Therapiestrategien. An diesem Institut ist die Cardior GmbH auch angesiedelt, die Patente der MHH in Lizenz nutzt. Das Institut von Professor Thum ist in den Exellenzcluster Rebirth eingebunden.  Der Kardiologe rechnet damit, dass die Medikamente in rund sechs Jahren marktreif sind.                   Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe
Finanzspritze für Biotec-Firma Investoren unterstützen Unternehmen mit 15 Millionen für Medikament gegen Herzschwäche
Den selten Krebs aufspüren
Prof. Thomas Thun  und Dr. Claudis Ulbrich freuen sich über die Finanzspritze.         Foto: MHH/Kaiser Neue, technische Möglichkeiten in der Prostatadiagnostik  durch datenbankgestütztes Ultraschall-Trendmonitoring Die Häufigkeit des Prostatakarzinoms steigt in Deutschland seit dem Ende der 80-er Jahre kontinuierlich stark an. Dies ist u.a. auf die längere Lebenserwartung und die empfindlicheren Möglichkeiten in der Diag-nostik zurückzuführen. Auch bei den Prostata karzinomen ist für die Chance der Heilung die möglichst frühe und optimale Diagnostik der Schlüssel. Vielzahl von Initiativen gegen den Landarztmangel Eine Vielzahl von Initiativen gegen den Landarztmangel wurde unternommen wie: Zuschüsse für Praxisgründer, Stipendien für Medizinstudenten sowie Gelder für innovative Projekte wie zum Beispiel den Patientenbus. So will Niedersachsen dem drohenden Hausärztemangel in ländlichen Regionen entgegenwirken.  Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) und Mark Barjenbruch, Vor-sitzender der Kassenärztlichen Verei-nigung Niedersachsen,  unterzeichneten gemeinsam eine Erklärung zur Sicherung der Versorgung auf dem platten Land. Diese Erklärung ist wichtig, da im Jahr 2030  das Angebot an Hausärzten um etwa 20 Prozent kleiner sein könnte als zur Zeit.
Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe Mark Barjenbruch, Vorsitzend der der KVN Gesundheitsministerin Cornelia Rundt