neues24.com YouTube Seite 1 Seite 3 HANNOVER - REGION - NIEDERSACHSEN  Seite 2 Schallplatten aus der  Kniestraße in Hannover Seite 5 Hans Karl Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe Seite 4 Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe Sprengel-Direktor Reinhard Spieler  setzt  auf  große Ausstellungen, möchte  aber auch mit kleineren und feineren Exponaten punkten. „2017 wollen wir den Kunst- und Produktionsstandort Hannover noch stärker in den Vordergrund stellen“, so Spieler.  Das Museum bietet auch ein vielfältiges Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm. Unter dem „Slogan 130% Sprengel“  hat das Museum noch richtig was zu bieten Und dann sind da noch die fantastische Foto-Welten: Vier Ausstellungen, die Fotokuratorin Inka Schube als „eher poetische Beiträge“ betrachtet, setzen gleichzeitig regionale Akzente.  Die Bildwelt von Sascha Weidner  (29.07. bis 19.11.) zeigen traumhafte Fotografien, die für eine neue Romantik stehen können. Weidner (1976 bis 2015), fand in Sydney, Kyoto, Los Angeles, Berlin und Braunschweig seine fantastisch-magischen Motive. Es folgen die Werke Jochen Lempert. Der Biologe und Fotograf und setzt seine Berufe in einen verblüffenden Bildkosmos (29. 11. bis 18. 02. 2018). Was Niki de Saint Phalle und Joseph Beuys per Brief oder Postkarte (teilweise aus Metall und Filz) an besonderen Grüßen und bemerkenswerten Auslassungen verschickt haben, steht im Mittelpunkt von „Zwischen den Zeilen“. Gezeigt wird eine konzentrierte Auswahl von Künstler-briefen und -postkarten seit den 1960er-Jahren, die belegt, wie spannungsreich KünstlerInnen mit diesen Medien arbeiten. Neben den Brief-zeichnungen von Niki de Saint Phalle werden auch Neuerwerbungen – eine abstrakte Briefserie von Günther Uecker, „Fettbriefe“ und eine „Schwefelpostkarte“ von Beuys gezeigt.  Die Sammlung wird ergänzt mit Leihgaben unter anderem von Mary Bauermeister, James Lee Byars, Sophie Calle, Hanne Darboven, Elena del Rivero und Dieter Roth. Absolut sehenswert! Im Rahmen dieser Ausstellung startet das Museum mit Citipost eine Postkartenaktion: Museumsbesucher können vorfrankierte Karten kostenfrei in Deutschland verschicken. Motiv der Karte ist die Grafik „Last Night I had a Dream“. Die ausgefüllten Karten kommen in den Postkasten der Citipost im Foyer des Museums und werden dann kostenfrei an die Empfängeradresse geschickt.(Ausstellung und Postkartenaktion bis 27. August 2017).  Das heiße Eisen der Erinnerung - die erste Museumsschau Wenzel Storchs im Sprengel Museum. Gezeigt werden 65 Skizzen, Entwürfe, Zeichnungen sowie Filmausschnitte, Fotografien und Requisiten, die Einblicke in das Ideengewebe und die Film- und Theaterinszenierungen des Künstlers geben. Die Bildwelt des Künstlers ist geprägt von kirchlicher Körpermystik und der deutschen Pop- und Literaturgeschichte. Man trifft auf den Würzburger „Kinderbuchkaplan“ Bertold Lutz die SchriftstellerInnen Ingeborg Bachmann, Berthold Brecht oder Arno Schmidt und die ihm von Wenzel Storch zugeschriebene Kafka-Kinderzimmertapete, sowie Peter Alexander oder Wim Thoelke.  (Bis 16. August)
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 Niki de Saint Phalle, Last Night I had a Dream, 1968, Siebdruck auf glattem, festem Papier, 50,2 x 70,3 cm, Sprengel Museum, Schenkung Niki de Saint Phalle (2000), Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum, © N.C.A.F. - Donation Niki de SAINT PHALLE - © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Von „Zeichenlust“ und „Dämonen“ Das Museum Wilhelm Busch  zeigt Karikaturen und Skizzen von F. K. Waechter  und Johann-Heinrich Füsslis berühmtes Gemälde „Nachtmahr“ online Reinhard Spieler, seit 2014 Direktor des Sprengel Museums © Sprengel Museum Fotograf: Herling/Gwose Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe Der Cirque du Soleil kommt mit seiner neuen Show vom 14. bis 18. März 2018 in die TUI-Arena. „Ovo“ heißt übersetzt aus dem Portugiesischem Ei. Und in der Show liegt das Ei im Nest, das zu einem Raum für akrobatische Einlagen wird. Gefeiert wird das 25-jährige Jubiläum des Cirque du Soleil, der sich mittlerweile zum Groß-unternehmen mit 4000 Mitar-beitern, darunter 1300 internatio-nale Künstler entwickelt hat, und somit eine der erfolg-reichsten Artistikgruppe der Welt ist.  Karten schon an allen bekannten Vorverkaufsstellen, sie kosten zwischen 46,65 und 96,15 Euro, Kinder unter 12 J. ermäßigt.                        Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe „Produktion.Made in Germany Drei“ in der Erfolgsspur Bislang kamen 28 000 Besucher Ein spektakuläres Ei kommt nach Hannover Cirque du Soleil mit neuer Produktion „Ovo“ Seit 2005 hat Hannover sein sommerliches Open-Air-Kino auf der Park-Bühne als festen Spielort für Besonderheiten. Am Dienstag, 25. Juli, wird das „Seh-Fest-Fest“ mit einem tollen Film („SMS für Dich“) gefeiert, und die Veranstalter rufen auf, sich schick zu machen: „Kommt gern auch im Abendkleid, Anzug oder einem spektakulärem Bekleidungsstück  – overdressed gibt’s nicht. Werft Euch in Schale und lasst Euch ein besonders originelles Picknick einfallen. Wer am leckersten, feinsten, witzigsten auftischt, dem winkt ein VIP-Abend beim Seh-Fest.“  Weiter auf dem Programm u.a.: Toni Erdmann, Bridget Jones Baby, Tschick. Manchester by the Sea, Ein Dorf sieht schwarz und als Seh-Fest-Joker: Baywatch, zum Abschluß dann: Ich – Einfach unverbesserlich (3)  Zehn Unterstützer sichern die Reihe bis zum Jahr 2019 ab, Hauptsponsor ist die Hannoversche Volksbank, weiter engagieren sich aha, Lotto Niedersachsen, die Gilde Brauerei, protec, Möbel Staude, htp, regiobus, Core 4 und die Üstra.  Bei facebook verfolgen 18.000 Freunde alles Wissenswerte rund um den Kino-Sommer. Einlass ist stets um 20 Uhr, Eintritt: nur 6 Euro inklusive Vorverkaufsgebühr, Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen (http://www.seh-fest.de/news.html) . Das Seh-Fest geht in die heiße Phase Keine Perle bis 5. August verpassen: Den Vorverkauf nutzen  Wenzel Storch, Der Sohn des Bärenjägers, 1985, Bleistift auf Papier, 15,8 x 13,5 cm.              © Wenzel Storch Das läuft doch richtig gut: Seit dem Start im Juni haben rund 28 000 Besucher die Ausstellung „Produktion. Made in Germany Drei“ in Hannover gesehen. Die Resonanz der Menschen auf die Schau sei äußerst positiv, sagte Sprecher Stefan Wimmer.  Das Kooperationsprojekt vom Sprengel-Museum, Kestnergesellschaft und Kunstverein stellt alle fünf Jahre parallel zur Documenta in Kassel in Hannover junge Gegenwartskunst vor. In diesem Jahr sind in den drei Häusern Arbeiten von 41 Künstlern und Kollektiven zu betrachten.  Im Mittelpunkt stehen Produktionsbedingungen, Netzwerke und digitale Kommunikationswege.  Das Künstlernetzwerk „Berlin Program for Artists“ (BPA) zeigt als zweite Ausstellung im Rahmen von „Produktion. Made in Germany Drei“ im Kunstverein Werke von Richard Frater, Mia Goyette und Nile Koetting. Während der Laufzeit von „Produktion. Made in Germany Drei“ finden drei Ausstellungen mit neun Teilnehmern des BPA Programms von 2016 statt. Bei dem BPA-Programm bieten erfahrene „Mentoren“ jungen Kollegen nach deren Studium die Möglichkeit des Austauschs. Das kostenfreie Programm versteht sich als Forum des wechselseitigen Transfers von Wissen, Erfahrung, Anschauungen, Standpunkten und Fragestellungen. Initiatoren und Mentoren des Programms sind u.a. Künstler wie Angela Bulloch, Simon Denny, Willem de Rooij und Wolfgang Tillmans. Am 4. August gibt es im Sprengel Museum von 17 bis 19 Uhr einen Round Table / Diskussion: Produktion. Made in Germany Drei - Produktion Berlin: Globaler Hinterhof der Kunst?- Produktion: Globale Ökonomie? Bündnisse und Kooperationen als Folge? mit Dominikus Müller, Hans-Jürgen Hafner, Noemi Smolik und Timo Feldhaus, Moderation: Martin Fritz (Eintritt: 7, ermäßigt 4 Euro) Um 21 Uhr geht es weiter mit der Performance IMPURE FICTION (ca. 60 min) im Calder-Saal Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 4 Euro. Die Organisatoren freuen sich über den Erfolg. Und die Nähe und zeitlichen Deckung mit der Dokumenta Kassel wird allgemein als befruchtend gesehen.   Glücklich sind Sie auch über die vielen Förderer und Sponsoren. (Von links: Ute Stuffer, Christiane Végh, Carina Plath, Gabriele Sand, dahinter Milan Ther, Kathleen Rahn und Reinhard Spieler.)  Foto: Reza Salimi-Asl
Beeindruckendes   Entre   im   Kunstverein Hannover:   Willem   de   Rooijs      Skulptur Bouquet IX
Da pfeifen die Winde: Das Künstlerkollektiv Das Numen übersetzt das meteorologische Phänomoen des Windes in einen ästetischen Erfahrungsraum. Automatisierte und digital vernetzte Wetterstationen sind der Ausgangspunkt der Installation im Sprengel Museum
Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe Der Palaisgarten im Museum Wilhelm Busch wird zum Genussgarten Am 28./29. Juli eröffnet das Museum die traditionsreiche sommerliche Kultur-und-Genuss-Reihe im Pagodenzelt hinter dem Museum mit einem Bier-Tasting.  Das Craft Beer erlebt eine Renaissance: Es werden wieder zahlreiche unabhängige, regionale Bierbrauereien gegründet und besinnen sich auf alte Herstellungstechniken und Rezepturen. Biersommelier Christoph Digwa und sein Bruder aus Rethmar (Foto) entführen in die Welt der Biere, die Gutshofküche serviert passende Snacks. Beim ersten Termin dreht sich – neben der Verkostung – um die Geschichte des Bieres, während es beim zweiten um den Herstellungsprozess geht. 29 Euro p. P. Weitere Veranstaltungen der Reihe (jew. 19 Uhr): 29. Aug.: Rosa Zeiten mit Axel Conradt. Lernen Sie in einer Blindprobe sieben roséfarbene Weine, Perlweine und Schaumweine als ernstzunehmende Genussmittel kennen.  25./26. Aug.: Gin-Tasting mit Dietmar Althof. Gin Tonic gehört weltweit zu den beliebtesten Getränken. Gin-Experte Dietmar Althof, Seniorpartner der hannoverschen Schlossküche (Foto), nimmt Sie mit auf eine Reise durch die Geschmacksvielfalt von neun verschiedenen Gin-Sorten – und durch ganz Europa: von England über Hannover bis nach Spanien.  Passend dazu werden kulinarische Köstlichkeiten gereicht. Karten im VVK an der Museumskasse oder unter 0511/69999-11 sowie per mail@karikatur-museum.de). Weitere Genussabende: 1., 2., 9. und 23. Sept.ember(17 Uhr), Veranstaltungsübersicht unter www.karikatur-museum.de.
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Die Sommerakademie ist eine Vortragsreihe, die schon seit Jahren Pflanzen- und Gartenfreunde in das Museum lockt.  Jeweils donnerstags um 18 Uhr gibt es Vorträge von kompetenten Kennern von Grün und Historie rund um Gärten, Parks und auch ungewöhnliche Orte. 27. Juli: Burkhard Spellerberg „Die Rispenhortensie, ein Klassiker wird neu entdeckt“ 3. August: Katja Triplett „Heil und Heilung. Medizinalpflanzengärten im vor- und frühmodernen Japan“ 10. August: Ronald Clark „Die Welt als Garten – Gartendenken für Großstädte“ 17. August: Christian Tietze „Das Grabmal als Denkmal – Friedrich Franz von Dessau und Fürst Pückler“ 24. August: Regine Leo „Der Garten als pädagogischer Erlebnis-  u. Erfahrungsraum – heute wichtiger denn je“ 31. August: Christian Werthmann „Warum der Garten im Zeitalter planetarischer Urbanisierung noch nicht ausgedient hat“ Minimalistisches Lebenskonzept - die Kunst von Alice Musiol VGH Galerie zeigt „Gone for Good“,  also auf Nimmerwiedersehen   Die Künstlerin bescheinigt sich selbst ein jahrzehntelanges Noma-denleben und überträgt das damit verbundene „minimalistische Lebens-konzept“ auf ihre Kunst. So vereint die Kölnerin unter dem Ausstellungstitel „Gone for Good“, also „Auf Nimmerwiedersehen“, außer-gewöhnliche Objekte, die nach der Ausstellung leicht verschwinden oder abgebaut und platzsparend verstaut werden können.  Da sind fragile Skulpturen aus Gymnastikreifen oder Wände, an denen sich Musiols Fingerabdrücke tausendfach wiederfinden. Kurator Reinhard Spieler: „Obgleich sich Alice Musiol in hohem Maße auf Situationen, Räume, auf ein Repertoire von Vorhandenem einlässt, steht der Bezug zu ihrer eigenen Identität, zu ihrer Biografie und Körpererfahrung und den damit verbundenen Möglichkeiten immer im Mittelpunkt ihres Schaffens.“ Musiol lässt kaum ein Medium aus: Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken, Wandarbeiten, Objekte, Skulpturen, Installationen und Projektionen vermitteln den unmittelbaren Kontakt zum zum Material als ein zentrales Element ihrer Arbeitsweise. So kommt der Besucher der kleinen aber feinen VG galerie in den Genuß einer Vielfalt von künstlerischen Ausdrucksformen. Zur Ausstellung gibt es einen Katalog (Schutzpreis zwei Euro) Alice Musiol wurde 1971 im polnischen Kattowitz geboren, 1981 siedelte sie in die Bundesrepublik über. Sie studierte von 1993 bis 1996 an der Academie Beeldende Kunsten in Maastricht und bis 1999 an der Kunstakademie in Düsseldorf als Meisterschülerin bei Prof. A. R. Penck.  Stipendien führten die Kunstpreisträgerin der Stadt Bonn unter anderem nach Italien, Spanien, Kanada und Österreich.  Nach einer Gastdozentur an der Freien Kunstakademie Mannheim (2012) lehrte Musiol von 2013 bis 2015 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Sie hatte 1998 zahlreiche Einzelausstellungen und war an bedeutenden Gruppenausstellungen beteiligt.  Die mit Preisen und Stipendien überhäufte Künstlerin lebt und arbeitet heute überwiegend in Köln. Bis 31. Oktober, VGH galerie, Schiffgraben 4 (Eingang Warmbüchenkamp), täglich 11 bis 17 Uhr.                                                                               Hannover Woche, Sigrid Lappe / Pressedienst Nord, Ute Micha
F. K. Waechter beschäftigt sich mit der Rolle des Humors in all seinen ihm zur Verfügung stehenden Facetten. So mit „Adele zeigt  ihre  Brüsten den Männern“, und er forderte als die Bundesrepublik durch die Nachrüstungsdebatte im Jahr 1983 nachhaltig bewegt wurde zeichnerisch zotig: „Sommer-Feten trotz Raketen“.  Das Museum widmet dem Zeichner und Karikaturisten nun eine Ausstellung mit sehr, sehr persönlichen Skizzen und Notizen. Zum 80. Geburtstag von F.K. Waechter, *1937, werden bisher unveröffentlichte Werke des 2005 verstorbenen Künstlers unter dem Titel „Zeichenlust“ gezeigt.  Das Augenmerk liegt auf den Skizzen- und Notizbüchern, Zeichenstudien aber auch Gemälden und Kunstwerken, denn Waechters Erben überliessen dem Museum hunderte von Notizbüchern und Kladden in welcher Waechter mit den verschiedensten Zeichenmethoden und Materialien gearbeitet hatte, und die einen tiefen und auch einen sehr persönlichen Einblick in die Entwicklung des in Danzig geborenen Künstlers geben. Neben den Zeichnungen und Karikaturen sind auch viele Selbstporträts von F.K. Waechter zu finden. Friedrich Karl Waechter wurde mit seinen Beiträgen für die Satirezeitschrift „Titanic“ und das „Zeit-Magazin“ bekannt – er veröffentlichte unter anderem auch zahlreiche Bücher. Mit der Ausstellung erhalte man einen intimeren Blick auf die Persönlichkeit und das Schaffen des Künstlers, sagte die Direktorin des Museums Wilhelm Busch, Gisela Vetter-Liebenow, bei der Ausstellungseröffnung. Während sich der Humor in anderen Ländern nach dem Krieg weiterentwickelte, habe er im Nachkriegsdeutschland erst einmal wieder erfunden werden müssen, so die Museums-Direktorin. Waechter habe sich diesem Ziel gewidmet.  Das Museum stellt rund 130 Werke von ihm aus. Bereits 2009 hatte es eine Ausstellung mit Werken von F. K. Waechter unter dem Titel „Zeichenkunst“ gezeigt. Der Katalog zur Ausstellung enthält neben Reproduktionen der ausgestellten Werke einen Essay von Karl Jahnke (170 Seiten, 27,90 Euro im Museumsshop und Buchhandel)  Zeitgleich wird im Wilhelm-Busch-Museum für Karikaturen & Zeichenkunst die Ausstellung von Johann Heinrich Füssli (1741-1825) berühmtem Gemälde „Nachtmahr“, eine Leihgabe aus dem Frankfurter Goethe-Museum,  gezeigt.  Die Schau „Vom Sublimen zum Lächerlichen“ rankt sich um eins der berühmten Bilder der „schwarzen Romantik“: Da hockt ein fetter Kobold hämisch grinsend auf dem Körper einer Schlafenden und ein geisterhaft anmutendes Pferd zerteilt mit seinem Kopf den Vorhang.  Das Frankfurter Goethe-Museum hat für die Ausstellung im Museum Wilhelm Busch rund 100 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Bücher zur Verfügung gestellt. Sie alle nehmen ein Thema auf: das Ausgeliefertsein in einem Albtraum, „Die Dämonen“, mit denen das Unterbewusstsein kämpft. Aber auch Erotik, die der Betrachter in der Schlafenden sieht.  Gezeigt werden auch in einer Nische hinter einem Vorhang (nicht jugendfrei) Filmausschnitte wie aus Murnaus „Nosferatu“ bis hin zum „Nachtmahr“ von Akiz. Der reichbebilderte Katalog zu dieser Ausstellung mit einem Essays von u.a. der Kuratoren Werner Busch und Petra Maisak sowie Erläuterungen zu den Exponaten (248 Seiten, 27 Euro, erschienen im Imhoff Verlag, erhältlich im Museumsshop und Buchhandel)  Es gibt zahlreiche attraktive Begleitveranstaltungen zu beiden Ausstellungen: U. a. bietet der Künstler und Zeichenlehrer Andreas Palm zur Ausstellung Waechter am 30. Juli sowie am 20. August, jeweils ab 11.30 Uhr, den Workshop „Einführung in die Zeichenkunst für Erwachsene“ an, 25 Euro inkl. Museumseintritt und Arbeitsmaterial, Anmeldung erforderlich unter 0511 169999 11 oder mail@karikatur-museum.de) Zur Fuessli-Ausstellung  hält  Prof. Dr. Busch, bis 2010 Lehrstuhlinhaber für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und Kurator der Ausstellung am 13. August um 11.30 Uhr einen Vortrag zur Rezeptionsgeschichte des „Nachtmahr“. Beide Ausstellungen sind bis zum 15. Oktober 2017 zu sehen.  Öffnungszeiten: Di.-So. von 11 bis 18 Uhr, Eintritt: 6, ermäßigt 4, Familienkarte 14 Euro. Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe
Und noch ganz viel Programm bei Busch
In den oberen Sammlungsräumen fndet regelmäßig ein „Szenenwechsel“ statt  Zu sehen ist ein Querschnitt durch das Bildergeschichtenœuvre von Wilhelm Busch mit Zeichnungen aus bekannten Geschichten wie »Die Haarbeutel« oder »Fipps der Affe« sowie weniger bekannte Werke wie »Der hinterlistige Heinrich«.  Bei der Präsentation von Buschs malerischem Œuvre stehen Interieurs und Genreszenen im Mittelpunkt. Der Streifzug durch die Sammlung Karikatur widmet sich der Gesellschaftskritik vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.  Eine eigene Abteilung ist dem Kinderbuch gewidmet. Hier treiben »Max und Moritz« ihr Unwesen, Volker Kriegels trötender Nasenbär Erwin reist um die Welt, und auch hier ist F. K. Waechter vertreten: Aus seinem „Anti-Struwwelpeter“ sind die Abenteuer des „Fliegenden Robert“ zu sehen.  (Bis 24. September). Ganz schön schräg: F.K. Waechter lässt den Kasper im Haifischbecken tauchen! Ohne Titel. 1976, Aquarell. Tusche/Pinsel, Bleistift auf Karton, 35,1 x 26,1 cm
Johann       Heinrich       Füssli,       Der Nachtmahr,          1790/91,          Freies Deutsches   Hochstift   –   Frankfurter Goethe Museum,   Foto: David Hall
Die   Häuser   haben   auch   verlängerte   Öffnungszeiten ,   und   es   gibt   wieder   Kombitickets,     einen   Flyer   mit   dem   velfältigen   Begleitveranstaltungen   -   soweit   sie   jetzt   schon   feststehen. ( www.hannover.de/madeingermany )
„Made in Germany Drei“ ist noch bis zum 3. September zu sehen.
Eine   kleine,   von   Museums-Direktor   Spieler   kuratierte   Ausstellung    mit   Skulpturen   und Papierarbeiten   von   Emil   Cimiotti   startet   ist   eine   Hommage   an   den   Informel-Künstler   zum   90. Geburtstag. (19. August bis 19. November)
Am 10. September gibt es Gänsehautmomente: Bei diesem Hör-Event nimmt Dirk Heinrichs den Zuschauer mit in die fantastische Welt der Schauerliteratur, Komponist Carsten Sygusch unterlegt die Lesung mit Geräuschen, Sounds und einer einzigartigen Atmosphäre.  Präsentiert werden Kurzerzählungen von bekannten Autoren wie Edgar Allan Poe, H. P. Lovecraft oder Bram Stoker.
Video: VGH