Indien zieht um in hannöversche Gastronomie

Das Erfolgsstück „Indien“ wird jetzt im Gasthaus gespielt

Eine wunderbare Tradition: Im Innenhof des Schauspielhauses fand im August das Sommer Hof Theater statt, und kulinarische Genüsse begleiten wie immer das Programm. Jetzt zieht dieses wunderbare Stück - wie versprochen – in eine passende Location, nämlich in das Brauhaus Ernst August in der Schmiedestraße.

“Die Wirte sind alle Idioten” findet Heinz Bösel (Janko Kahle lks.), und da können Kurt Fellner (Günther Harder r.) nur lachen wobei der Wirt Frank Wiegard gute Miene zum bösen Spiel macht. © Karl-Bernd Karwasz

Da gibt es dann Bierchen und leckere Schnitzel weil das Stück „Indien“ von den österreichischen Autoren Josef Hader und Alfred Dorfer vom Intendanten des Schauspiels Hannover, Lars-Ole Walburg, ins Brandenburgische verlegt wurde.
Zur Story: Die recht unterschiedlichen Gastronomie-Inspektoren Heinz Bösel und Kurt Fellner, für die das Leben eine Dienstreise ist, inspizieren im Auftrag der Landesregierung Lokale im Brandenburgischen. Eigentlich können sich die beiden “nicht auf’s Fell gucken”, aber die Handlung führt sie Schritt für Schritt auf skurrilen Wegen zusammen, das verdeutlicht dann die tragische Schlussszene. Die Darsteller der Gastrokritiker sind Günther Harder und Janko Kahle, der „Mann für Alles”, Frank Wiegard, schlüpft in die Rollen der unterschiedlichen Wirte und zum Schluß gibt er noch den Arzt ab. Genial!

Josef Hader (*1962) und Alfred Dorfer (* 1961) gehören zu den bekanntesten Kabarettisten Österreichs. Ihr 1991 geschriebenes Stück „Indien“ wurde 1993 in der Regie von Paul Harather verfilmt. Hader und Dorfer genießen seither Kultstatus. 

Es gab viel Beifall für die witzige Inszenierung und die hervorragenden Akteure. 
Diese Inszenierung war so angelegt, daß sie auch Andernorts spielbar ist: Das Schauspiel zieht jetzt mit der Aufführung nach den 15 Vorstellungen im Innenhof ins Brauhaus Ernst August. 
Die Hausherren dort haben nämlich schon Erfahrung mit kulturellen Veranstaltungen Auch dort sollte die Bereitstellung der Bierchen und Schnitzel keine Schwierigkeiten bereiten!

Vorstellungen im Brauhaus Ernst August: 17. Oktober, 19.30, 31. Dezember, 19 und 21 Uhr. Da bleibt noch Zeit für die Silvesterparty ab 23 Uhr im Schauspielhaus!  Karten für alle Veranstaltungen im Schauspielhaus

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Bald heißt es: Wort ab!

Die Zeit läuft, denn Ende Oktober wird Hannover zur Bühne für die besten Live-Poetinnen und Poeten des deutschsprachigen Raumes. Bei den 21. Poetry-Slam-Meisterschaften ringen die Super-Stars der Slamszene aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg um den Titel im Einzel- und Team-Wettbewerb.

Insgesamt knapp 200 Bühnenkünstler nehmen teil und rund 10 000 Besucher werden zu diesem Event erwartet. Mittelpunkt des fünftägigen Spektakels ist das Kulturzentrum Faust, das als Festivalzentrum zehn Vorrunden, zwei Team-Halbfinals und das Rahmenprogramm beherbergt.

Hier ein Tipp für Kurzentschlossene: Da die Halbfinals und Finals bereits ausverkauft sind, noch schnell Karten für die gerade ausgeloste Vorrunde oder die hochkarätige Eröffnungsgala buchen. Da heißt es schnell sein!

Seit Jahren rocken die Poetry-Slammer mit größtem Erfolg das Opernhaus

24. bis 28.Oktober: Kulturzentrum Faust, Galerie und Orangerie Herrenhausen, Staatsoper Hannover und Theater am Aegi.

Fotoausstellung zur Poetry-Slam-Meisterschaft

Selbst seit vielen Jahren aktiver Slam Poet, begleitet Marvin Ruppert (Foto) die Szene auch als Fotograf. Im Lauf der Jahre hat er eine bestimmt fast vierstellige Anzahl an Poetry-Slam-Auftritten absolviert, ist ein paarmal Hessenmeister geworden und hat immer seine Kamera dabei, ob zum Spaß oder als offizieller Slam-Festival-Fotograf. Im Rahmen des SLAM 2017 zeigen seine ausgestellten Bilder die deutschsprachige Poetry-Slam-Szene der letzten Jahre vor und hinter den Kulissen – von runtergerockten Stadtrand-Backstages über die großen Best-of-Poetry-Slam-Bühnen bis zu Landes- und den deutschsprachigen Meisterschaften. Auch beim SLAM2017 ist Marvin Ruppert wieder als Fotograf unterwegs. SLAM – Die Foto-Ausstellung in der Kunsthalle  bis 29. Oktober 2017,  Do und Fr 18-21 Uhr, Sa und So 15-19 Uhr (vom 24. bis 28. geschlossen), Eintritt: 3, erm. 2 Euro,

(Siehe auch "Herrenhäuser Gärten")

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„Deutschland 8“ in China

Die größte deutsche Kunstschau in China eröffnet

Mit „Made in Germany“ oder auch „Deutschland 8“ wird die bislang größte Ausstellung zeitgenössischer deutscher Kunst in Peking eröffnet. Zu sehen ist die Kunst in sieben Museen und einem Dialogforum.

Die Kunstschau zeigt bis zum 31. Oktober insgesamt 320 Werke von 55 Künstlern der Nachkriegszeit. Die Schau ist die Antwort auf die Darstellung „China 8“ vor gut zwei Jahren, die seinerzeit 500 Werke chinesischer Künstler zeigte.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Stiftung für Kunst und Kultur mit der Pekinger Central Academy of Fine Arts.

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Haarmann rührt dann schon mal die Suppe um

Die Stadtgeschichte von Hannover als riesiger Bilderbogen im Künstlerhaus

Die äußerst schaurige Miniatur, die Fritz Haarmann zeigt, stammt von der britischen Künstlerin Sophie von Hellermann. Sie ist Teil eines bombastischen Bilderbogens zur Stadtgeschichte Hannovers. Diese Treppenhausgeschichte sollte man sich näher anschauen: Da entdeckt man in einem Suppentopf ein paar schwimmende Lippen. Nicht gerade lecker!

Dem Betrachter zeigt sich ein Gemälde, das 17 Meter hoch und 350 Quadratmeter Fläche aufweist. Es ziert das das Treppenhaus im Ostflügel des Künstlerhauses. Das Kunstwerk ist ein Jahr lang zu sehen und der Betrachter kann es Stockwerk für Stockwerk erleben, enträtseln oder einfach nur auf sich wirken lassen. Das Werk der Künstlerin wurde für die  Projektreihe „Stufen zur Kunst“ entwickelt und ist ein weiteres Werk der Stiftung Niedersachsen und des Kunstvereins.

Im Keller des Kunstvereins beginnt es mit einem mystischen Mädchen, das aus der Leine steigt, vorbei am Löwen und dem Wald der Eilenriede. Kurfürstin Sophie taucht einfach so auf, Herrenhausen und Händel ist mit ein paar Pinselschwüngen auch da.

Die Geschichte von Hannover sollte man schon gut kennen, um bestimmte Ereignisse und Personen ahnen zu können. Die Künstlerin lebt nicht in Hannover sondern in London und doch schafft sie es mit prägnanten Pinselstrichen die Orte und Personen auferstehen zu lassen. Und noch dabei: Emil Berliners Schallplatte, die Lancester-Bomber und Timm Ulrichs sitzt in einem Café. Am Ende springt so leicht und locker das Niedersachsen-Ross in die Zukunft – aufgefangen vom Engel der Geschichte. Und dann geht es wieder hinunter und der Besucher erlebt die Geschichte dann rückwärts.

Di.-Fr. von 9 bis 19 Uhr, Sa. und So. 12-19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos

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NDR Kultur Sachbuchpreis 2017: 16 Bücher nominiert für die Longlist

Zum  „NDR Kultur Sachbuchpreis“ und zum Förderpreis „Opus Primum“ treten ein eindrucksvolles Spektrum an Buchtiteln an

263 Bücher sind eingereicht worden – 16 Titel haben es auf die Longlist des „NDR Kultur Sachbuchpreises“ geschafft.

Das Spektrum ist eindrucksvoll: Es geht um Europas Selbstbewusstsein, um Macht und Spiel an Königshöfen, den Umbruch Afrikas und Lösungen in der Flüchtlingspolitik. Und es werden spannende Fragen verhandelt: Wie weit ist die Emanzipation, was bedrängt den Islam – und warum ist schlechte Laune besser als ihr Ruf?

Bis Anfang November wird die Jury eine Shortlist zusammenstellen und auf deren Basis das beste Sachbuch des Jahres küren.

Der NDR Kultur Sachbuchpreis wird am 22. November mit dem Förderpreis „Opus Primum“ der VolkswagenStiftung im Schloss Herrenhausen zu Hannover überreicht. NDR Kultur überträgt live ab 19.00 Uhr.

Neben dem Jury-Vorsitzenden und NDR Programmdirektor Hörfunk, Joachim Knuth, gehören der Jury an: Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger Ph.D., Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, Dr. Franziska Augstein, Journalistin der „Süddeutschen Zeitung“, Hendrik Brandt, Chefredakteur der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Hilal Sezgin, Publizistin, Dr. Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland.

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Kooperation zwischen Schulen und Kulturpartnern

Kontaktstelle soll Kulturschaffende und Schulen in nachhaltigen Kooperationen zusammenbringen.

Das Wissenschaftsministerium hat mit der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen und dem Kultusministerium eine neue Kontaktstelle eingerichtet, die Kulturschaffende und Schulen in nachhaltigen Kooperationen zusammenbringen soll.

Für dieses Projekt stellt das Land jährlich 400 000 Euro zur Verfügung.

So bekommen Schüler die Chance, unabhängig ihrer Herkunft  Kultur zu erleben, sagte Ministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne). Außerdem soll die Stelle sicherstellen, dass die freien Künstler korrekte Verträge bekommen, die unter Anderem von der Renten- und Krankenversicherung vorher unter die Lupe genommen werden sollen. Denn zuletzt waren mehrere langjährige Kooperationen zwischen Schulen und Kulturpartnern aufgrund arbeitsrechtlicher Probleme gescheitert.

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Kinospass verpasst? LA BOUM ist immer noch zu sehen!

Der Kultfilm  LA BOUM – Die Fete (1980) wurde in Hannover im Apollo (deutsch) und im Kino am Raschplatz (franz. OmU) im Rahmen des Ciné Club Francais gezeigt.

Jetzt ist er erstmal nur im Fernsehen auf sky zu sehen oder als DVD zu erwerben.

Auch "La Boum II - Die Fete geht weiter" ist auf DVD und auf sky präsent (alle Infos: www.La Boum)   

Der LA BÄMI-Filmverleih wurde dafür eigens von Wiebke Thomsen (Hannover) und Anne Lakeberg (Berlin) gegründet.

Thomsen und Lakeberg betreiben seit 2014 gemeinsam das City Kino Wedding in Berlin. Vor einem halben Jahr haben sie LA BOUM in ihrem Kino zeigen wollen und festgestellt, dass es keinen deutschen Verleih für diesen Film gibt.  Gespielt wurde der Film in Berlin trotzdem, natürlich verbunden mit einigen organisatorischen Hürden durch den Direktbezug aus Frankreich und auch mit einigen Kosten.

Als der 220 Plätze-Saal des City Kino Wedding komplett ausverkauft war, wussten sie, dass sie einen Nerv getroffen hatten: Die Zuschauer haben sich so über den Film gefreut, dass es spontan Applaus gab, als der Vorspann begann.

Nach diesem Erfolg gründeten Thomsen und Lakeberg den LA BÄM! Filmverleih, um den Film als Wiederaufführung zurück in die Kinos zu bringen. Am 20. Juli war Filmstart – der Film wurde schon in 50 Vorstellungen gebucht, vor allem für Events sowie Open-Air Kino, Ladies Night, französische Filmabende oder sonstige Vorstellungen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe