CORONAVIRUS - Meldungen


Telefonische Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen

Zentrale Hotline der Landesregierung

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius:  „Wir wollen dem enormen Informationsbedarf der Menschen in unserem Land gut, verständlich und transparent gerecht werden“.

Die Niedersächsische Landesregierung stellt für Fragen der Bürger*innen ab sofort von montags bis freitags von 8 Uhr bis 22 Uhr eine neue, zentrale Hotline zur Verfügung. Die Hotline ist unter der Telefonnummer +49 (0) 511 120 6000 erreichbar.

Diese vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport geschaltete neue Hotline soll allgemeine, direkt verfügbare Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen geben, oder zur Vermittlung an zuständige Ansprechpartner*innen aus verschieden Bereichen der Landesregierung weiterleiten. 

Die Landesregierung hat bereits am 26. Februar 2020 eine zentrale Internetseite mit umfassenden Informationen und zahlreichen FAQs eingerichtet. Diese Seite enthält sowohl allgemeine Informationen für alle Bürger*innen, aber auch spezifische Hinweise für Eltern und Kinder, für Beschäftigte und Unternehmen, für Rettungsdienste und Krankenhäuser sowie einige weitere Gruppierungen. Abzurufen ist sie unter: niedersachsen/Coronavirus

Zu diesen Themen sind spezifische Hotlines zu den Folgen des Coronavirus geschaltet: 

Gesundheit: +49 (0) 511 4505555 (Mo.- Fr. 9 - 18 Uhr) 

Land- und Ernährungswirtschaft: +49 (0) 511 120 2000 (Mo. - Fr. 9 - 17 Uhr)

Wirtschaft und Arbeit: +49 (0) 511 120 5757 (Mo. - Fr.  8 – 20 Uhr)

Darüber hinaus haben die Ministerien weiterführende Informationen auf den jeweiligen Internetauftritten zur Verfügung gestellt.

MI/Ute Micha PreDiNo/Sigrid Lappe/HaWo


Auch in den Osterferien findet Notbetreuung in Schulen statt

Eltern aus besonders benötigten Berufsgruppen sollen arbeiten können

In Hannovers Schulen wird seit Beginn der Schulschließungen eine Notbetreuung angeboten. In der Zeit von 8 bis 13 Uhr ist diese Betreuung durch Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeitende gesichert.

Während der Osterferien stellt die Stadt vom 30. März bis zum 14. April eine Notbetreuung in der Zeit von 7 bis 17 Uhr sicher. Eltern aus derzeit besonders benötigten Berufsgruppen sollen so weiterhin ihre Jobs ausüben können.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

05.04.2020


Hilfe für Unternehmen läuft auf Hochtouren

Die NBank hat bis jetzt mehr als 100 Millionen Euro bewilligt

In der Corona-Krise hat die NBank für Unternehmen bis jetzt mehr als 100 Millionen Euro bewilligt. Dabei seien Bundes- und Landesmittel eingesetzt worden, teilte die niedersächsische Investitions- und Förderbank mit. Und dies bedeute direkte Hilfe, weil die Gelder im Regelfall einen Tag nach Anweisung auf den Konten der Unternehmer seien.

Desweiteren habe die NBank den Betrieben mehr als 16 Millionen Euro über einen Liquiditätskredit zur Verfügung gestellt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

05.04.2020


Coronavirus: Volkswagen produziert im 3-D-Druck Teile für Gesichtsschutz

Initiative mit Airbus und dem 3-D-Druck-Netzwerk „Mobility goes Additive“

Der Volkswagen Konzern hat im Rahmen der Corona-Krise damit begonnen, Halterungen für Gesichtsschilde im 3-D-Druck-Verfahren zu produzieren. Dies ist Teil einer transnationalen Initiative mit Airbus und dem 3-D-Druck-Netzwerk „Mobility goes Additive“, in dem sich 250 Unternehmen zusammengeschlossen haben.

Die von Airbus entwickelten Halterungen sollen in Spanien genutzt und kommende mit Airbus von Hamburg nach Madrid geflogen werden.

Wer hätte das gedacht: 3-D-Drucker gegen Corona! Foto VW  

Der industrieübergreifenden Initiative war eine Anfrage der spanischen Behörden vorausgegangen, die auch die Verteilung vor Ort übernehmen werden. Ziel ist es, bis dahin so viele Halterungen wie möglich zu produzieren. Darüber hinaus drucken auch weitere Konzernmarken medizinisches Material.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.04.2020


Gesundheitsministerin Carola Reimann im Radio

Carola Reimann beantwortet Fragen bei NDR 1 Radio Niedersachsen

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) ist mit der Wirkung der Corona-Maßnahmen nur bedingt zufrieden. "Wir haben mittlerweile mehr als 5.000 Infizierte im Land und sehen bei den Ansteckungen noch keinen spürbaren Rückgang", sagte sie am Sonnabend, 4. April, bei NDR 1 Niedersachsen. Ohne die Einschränkungen im öffentlichen Leben und das Kontaktverbot hätte es aber viel größere Zuwächse bei den Erkrankungen gegeben. "Von daher habe ich vorsichtige Zuversicht, dass die Maßnahmen wirken", sagte Reimann.

Carola Reimann und Claudia Schröder vom Krisenstab stehen Rede und Antwort. Foto NDR
"Ich warne alle davor, falsche Erwartungen zu wecken, dass es schnell wieder in das alte Leben gehen kann", so Reimann. "Das Ostern, das wir letztes Jahr gefeiert haben, werden wir nicht feiern können. Wir werden unsere Ostergewohnheiten alle umkrempeln müssen, und wir werden ein neues Ostern feiern müssen."
Viele Anrufer interessierte die Frage, ob die derzeitigen Einschränkungen nach den Osterferien wieder gelockert werden können. Eine konkrete Antwort darauf konnte Reimann noch nicht geben. "Die nächsten Tage und Wochen werden entscheidend sein, damit man das wirtschaftliche Leben wieder aufgenommen werden kann", sagte Reimann. "Ich warne aber vor zu großen Erwartungen, dass schnell wieder Normalität herrschen wird. „Wir werden ein neues Ostern feiern müssen". Nach Ostern würden sich die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin die Entwicklung der Infektionszahlen genau anschauen und auf dieser Basis Entscheidungen treffen. „Wir werden ein neues Ostern feiern müssen“. 14.742 Anrufversuche und 170 App-Nachrichten sind zwischen 9 Uhr und 12 Uhr bei NDR 1 eingegangen. Das zeigt, wie groß der Gesprächsbedarf in der Bevölkerung ist. Die  Moderation übernahm Georg Poetzsch. 
Weitere Informationen und ein kompletter Mitschnitt der Sendung sind online unter
ndr1niedersachsen/corona.

In den letzten Wochen waren schon Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann im NDR Studio zu Gast.

NDR/Sigrid Lappe, HaWo/Uter Micha, PreDiNo

04.04.2020


Ministerpräsident Stephan Weil besichtigt Behelfsklinik

Rundgang auf dem Messegelände am Sonnabend 

Seit einer Woche entsteht auf dem Messegelände in der Halle 19/20 ein Behelfskrankenhaus, um dort notfalls – wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind – Covid-19-Patientinnen und -Patienten behandeln zu können, die aufgrund ihres Krankheitsverlaufs nicht mehr zu Hause betreut werden können, aber keine Behandlung auf einer Intensivstation benötigen.

Messechef Jochen Köckler begrüßt interessierte Gäste

Ministerpräsident Stephan Weil, Regionspräsident Hauke Jagau, Prof. Michael P. Manns, Präsident und Prof. Tobias Welte, Vizepräsident der Medizinischen Hochschule, sowie Oberst Manfred Schreiber, Stellvertretender Kommandeur des Landeskommandos Niedersachsen informierten sich am 4. April auf einem Rundgang über den Stand der Arbeiten des Behelfskrankenhauses.

Am Aufbau des Zwölf-Millionen-Euro-Projektes sind ca. 1 000 Mitarbeiter beteiligt, In Windeseile wird das Brandschutzkonzept auf die Beine gestellt. In Rekordzeit haben die Region und ihre Partner auf dem Messegelände das Notfall-Krankenhaus mit 500 Betten auf ca. 15 000 Quadratmetern realisiert. In etwa drei Tagen soll der Aufbau beendet sein.

Dann startet eine rund zweiwöchige Testphase, bevor 84 Ärzte und mehr als 100 Pflegekräfte im Krisenfall endgültig ihre Arbeit aufnehmen könnten. Betrieben wird die Einrichtung von der MHH, unterstützt von Bundeswehr, Klinikum Region Hannover und Messe AG.

Region/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe/Hannover Woche/Fotos Matthias Falk

04.04.2020


Regeln für Beerdigungen bleiben bestehen

Sozialministerin verteidigt Regelung

Die Niedersächsische Sozialministerin Dr.Carola Reimann (SPD) hält an der Regelung für Beerdigungen fest und verteidigt diese wegen der Corona-Gefahr. Es sei zwar die härteste Maßnahme, die man getroffen habe, aber sie sei nötig – sie sei auch unter anderem zum Schutz der Angehörigen von Verstorbenen getroffen worden, "die oft selbst zu den Corona-Risikogruppen" zählten. Auch wegen der Kontaktsperre sollen Beerdigungen zurzeit nur "im engsten Familienkreis" stattfinden und auf Abstand geachtet werden. Auch sind Friedhofskapellen gesperrt.

Unterdessen fordert CDU-Landtagsfraktionschef Dirk Toepfer, die Regelungen zu lockern. Toepfer wies darauf hin, dass Gartenbaucenter und Baumärkte wiederöffnen dürften, Friedhofskapellen jedoch nicht. Sozialministerin Reimann sagte, dass die Kontaktsperrregeln auch auch falsch ausgelegt würden: Sie seien nicht so zu verstehen, dass die Trauergemeinde nur noch aus zwei Personen bestehen dürfe. Die hannoversche Landeskirche hat in einem  Schreiben als Richtwert bis zu zehn Personen genannt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

04.04.2020


ABO-Kündigungen bei der GVH verdoppelt

Die Gesamtabozahl liegt bei rund 100 000

Im Zuge der Corona-Krise haben sich die Kündigungen von Jahresabos beim GVH verdoppelt. Im März wurde von rund 2 000 Kunden das Abonnement gekündigt, üblicherweise sind es ca.1 000 pro Monat. Die Gesamtabozahl liege bei rund 100 000.

Der Verkehrsverbund arbeite im Augenblick an einer "kundengerechteren" Lösung, sagte GVH-Sprecher Tolga Otkun.  Firmen- und Privatkunden wurden gebeten, sich mit Anfragen bis zum 15. April zurückzuhalten.

Ein Aussetzen des Abos, wie es der Hamburger Verkehrsbund (HVV) derzeit anbietet, sei aktuell hier noch nicht möglich. Auch wenn sich die Lebensumstände geändert hätten - "wir fahren ja noch", sagt Otkun. In Hamburg können Kunden ihr Jahresabonnement  mit sofortiger Wirkung per E-Mail oder Anruf pausieren lassen. Hamburg bildet ein Ausnahmefall unter den Verkehrsverbünden, sagte der GVH-Sprecher - auch, weil die Umsetzung via Chipkarte dort viel einfacher sei als bei den GVH-Papierkarten.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.04.2020


Corona-Krise und Jazz

"Enercity Swinging Hannover" findet nicht statt und der Jazz-Club pausiert

Das ist bitter: Denn nicht nur das beliebte "enercity Swinging Hannover"  m Himmelfahrtstag wird durch die Corona-Krise abgesagt. Auch der Jazz-Club auf dem Lindener Berg musste seine Konsequenzen daraus ziehen.  Alle Veranstaltungen, die bis zur Sommerpause geplant waren, sind abgesagt worden.

Denn: "Alle Beteiligten brauchen Sicherheit", sagt Jazz-Club-Vorstand UweThedsen: "Das gilt für uns und mehr noch für die Künstler, die gerade sehr verunsichert sind, aber auch für die Dienstleister und die Gastronomie."

Darum habe man sich "schweren Herzens" zu diesem Schritt entschlossen. Auch das traditionelle Sommerfest im Garten des Jazz-Clubs, das am 13. Juni stattfinden sollte, ist davon betroffen - es entfällt ersatzlos!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.04.2020


Schnelle Hilfe durch zusätzlichen Standort des Frauenhauses24

Stadt und Region schaffen weitere Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen und Kinder

Die Fälle häuslicher Gewalt nehmen im Zusammenhang mit den notwendiger Weise verordneten Verhaltensmaßnahmen durch die Corona-Virus-Pandemie erschreckend zu. Um gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern in dieser Situation einen sicheren Rückzugsort zu bieten, haben Stadt und Region Hannover zusammen mit dem Verein Frauenhaus Hannover – Frauen helfen Frauen e.V., der auch das kürzlich eröffnete Frauenhaus24 betreibt, dreiundzwanzig zusätzliche Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder geschaffen. Dieses Angebot wird durch die Stadt und die Region Hannover zu gleichen Teilen finanziert.

Die „Sofortaufnahme für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder“ ist rund um die Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 77 080 77 erreichbar und dann wird die Aufnahme organisiert. Die Arbeit des FH24 in dieser Notunterbringung wird von den drei hannoverschen Frauenhäusern unterstützt.

 Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover: „Schnelles Handeln ist gefordert. Besonders jetzt, da die räumliche Enge sowie existenzielle Ängste und Nöte Familien schwer belasten, müssen wir schnelle Auswege aus häuslicher Gewalt schaffen.“ 

„Das tatsächliche Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Kinder in dieser Krise wird sich vermutlich erst in einigen Monaten zeigen – trotzdem müssen wir schon jetzt unterstützen. Die vorübergehenden Schutzplätze sind auch deshalb erforderlich, um in den Frauenhäusern und im FH24 zusätzlichen Raum zur Umsetzung der Abstandsregeln zu schaffen“, so Silke Dietrich vom Trägerverein Frauen helfen Frauen e.V. „Sollte es nötig sein, dass eines der Frauenhäuser unter Quarantäne gestellt wird, sind Ausweichquartiere unbedingt notwendig, um die Notfallkonzepte sicher umzusetzen.“

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe,HaWo

03.04.2020


Hilfe wird geleistet, organisiert und koordiniert

hannover.de bietet eine Übersicht städtischer und privater Hilfsangebote zu Corana

Viele Einwohner*innen, Organisationen, Vereine und Initiativen halten zusammen und engagieren sich während der Corona-Krise. Es wird Hilfe geleistet, organisiert und koordiniert. Hilfe, die in dieser Zeit Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen dringend benötigen.

Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) hat unter hannover/coronahilfe einen Überblick über bekannte Hilfsangebote veröffentlicht. Diese Seite wird fortlaufend aktualisiert – das Anmelden der Hilfsaktionen in Hannover kann direkt an hilfsangebote(at)hannover-stadt.de geschickt werden.

Auf der Seite findet man unter anderem aktuelle und fachlich gesicherte Informationen rund um das Coronavirus, die wichtigsten Anlaufstellen des Landes Niedersachsen und der Region Hannover, Plattformen für die Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie, Beratungsangebote, Spendenabgabestellen, aber auch Tipps zur Freizeitgestaltung für Familien.

„Diese Übersichtsseite ist eine Möglichkeit für alle, sich zu informieren, Hilfe in Anspruch zu nehmen oder sich als Helfer*in zu melden“, sagt Ralf Sonnenberg, Leiter Eventmanagement bei der LHH, dessen Team die Seite zusammen mit dem Fachbereich Senioren, weiteren zahlreichen Fachbereichen und externen Partner*innen initiiert und aufgebaut hat. 

Die LHH weist darauf hin, daß für die Angebote die Anbieter verantwortlich sind.

LHHannover/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe/HaWo

02.04.2020


Hilfe die auch ankommt

Prämien für Beschäftigte bis 1 500 Euro steuerfrei

Beschäftigte, die wegen der Corona-Krise von ihrem Arbeitgeber Prämien bekommen, müssen darauf keine Steuern zahlen. Das gelte für Sonderzahlungen und Sachleistungen bis zu 1 500 Euro, teilte das Finanzministerium mit. Voraussetzung ist, dass die Prämien zwischen dem 2. März und dem 31. Dezember 2020 zusätzlich zum Lohn ausgezahlt werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.04.2020 


Wabco beschließt Kurzarbeit

Es sind fast alle Bereiche betroffen

Kurzarbeitergeld wird vom Konzern aufgestockt

Die Geschäftsführung und der Betriebsrat haben beim Zulieferer Wabco eine Vereinbarung zur Kurzarbeit geschlossen. Davon sind fast alle Bereiche und nahezu alle Mitarbeiter betroffen, erklärte Betriebsratschef Jens Schäfer der Neuen Presse gegenüber. Laut der geschlossenen Vereinbarung, die vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 gilt, stockt der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld gestaffelt auf 80 bis 95 Prozent des Nettoentgelds auf, im Durchschnitt werde auf 90 Prozent aufgestockt, so Schäfer.

Die Arbeitnehmervertretung sei „sehr zufrieden“ mit der Abmachung, sagte der Betriebsratschef. „Wir halten das für einen guten Kompromiss.“ Man schätze „ausdrücklich die soziale Verantwortung“ der Geschäftsführung für die Belegschaft. Auch sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. Juni ausgeschlossen.

Die Kurzarbeit betreffe sowohl die Produktion als auch Verwaltung und Forschung an den Standorten Hannover (hier sind rund 2 200 Mitarbeiter betroffen) und Gronau (hier sind 260 Beschäftigte davon betroffen). Während in der Produktion die Arbeitszeit vermutlich im Schnitt um rund 50 Prozent reduziert werde, betrage der Wert in Verwaltung und  Forschung rund 30 Prozent.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.04.2020


Zender Germany GmbH hat Produktion umgestellt

Jetzt werden hier Schutzmasken hergestellt

Die Firma Zender Germany GmbH in Osnabrück hat ihre Produktion umgestellt  und näht in großen Stückzahlen mit ihrem CNC-Maschinenpark hochwertige FFP2-Schutzmasken für Kliniken und Arztpraxen. In absehbarer Zeit werden vor Ort bis zu 100 000 Masken pro Tag hergestellt.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wird sich persönlich am Montag bei der Firma Zender Germany GmbH einen Eindruck über die Abläufe verschaffen.

Zender kann auch Schutzmasken! Foto Zender

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.04.2020


Kritik an Aufnahmestopp kommt von den Patientenschützern

Denn Pflegeheimplätze werden dringend gebraucht

Patientenschützer haben den Aufnahmestopp in Pflegeheimen als "Brandbeschleuniger in der Krise" scharf kritisiert. Denn damit versage das Land Niedersachsen beim Schutz der Schwächsten, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. "Denn Pflegeheimplätze werden dringend gebraucht."

Mit der Übernahme von Zehntausenden von Patienten entlasteten sie kurzfristig die Krankenhäuser, die Heime müssten aber auch gerüstet sein, der Infektionsgefahr zu begegnen. "Ein Stopp trifft auch die Familien zu Hause", warnte Brysch. Die pflegenden Angehörigen dürften "nicht Opfer des Bundesbehördenversagens werden".

Dazu müssten Corona-Tests in der Altenpflege oberste Priorität erhalten. Jeder Pflegebedürftige  müsse vor einer  Aufnahme auf das Virus getestet werden, und gewartet werden bis ein Ergebnis vorliege. "Ein Stopp für Pflegeheime ist aber politisch Verantwortungslos", sagte Brysch.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.04.2020


Viele Einrichtungen benötigen dringend Schutzmasken

35.000 Mund-Nasen-Schutzmasken für Alten- und Pflegeheime in der Region

Morgen, am 3. April, werden die ersten 35.000 Mund-Nasen-Schutzmasken an die Alten- und Pflegeheime in der Region Hannover übergeben. Die Region hatte den Einrichtungen das Hilfsangebot gemacht, dringend benötigte Bedarfe zu bündeln und  über Großbestellungen die Einrichtungen mit Schutzmasken zu unterstützen.

„Es haben sich sehr viele Einrichtungen bei uns gemeldet, die dringend Schutzmasken benötigen. Sie sind auch weiterhin gefordert, über ihre bisherigen Wege die Versorgung mit Ausrüstung selbst sicherzustellen. Da es aber weltweit derzeit sehr schwierig ist an Schutzkleidung zu kommen, versuchen wir die Einrichtungen in der Region Hannover in dieser Notsituation so gut wie möglich zu entlasten“, so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover.

Region/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

02.04.20


Changde bietet Hilfe im Kampf gegen Corona an

N95-Masken, OP-Masken und Schutzkittel kommen aus China

Die mit Hannover partnerschaftlich verbundene chinesische Stadt Changde bietet Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus an. Das berichtet Bürgermeisterin Regine Kramarek, die in ständigem Kontakt mit der Repräsentanz Changdes in Deutschland steht.

Auf offene Türen stoßen dürfte da Ballan Xia, Geschäftsführerin von Changde Centrum GmbH. „In Changde ist die Viruskrise fast vorbei, und die Produktion von Schutzmaterialien hat sich wieder normalisiert. Wir helfen unserer befreundeten Stadt sehr gerne!"

Von Changde ist eine Spende von 1 000 N95-Masken, 50 000 OP-Masken und 1 000 Schutzkitteln geplant. Für die nötige Logistik wird gerade eine partnerschaftliche Kooperation organisiert. Auf der hannoverschen Seite wird dies das Büro des Oberbürgermeisters übernehmen,  Bereich Internationale Angelegenheiten. „Die großzügige Geste aus Changde zeigt, wie wichtig Städtekooperationen nicht nur zur internationalen Verständigung und zum kulturellen Austausch sind. Sie können auch Solidarität und gegenseitige Hilfe freisetzen", findet Bürgermeisterin Kramarek.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

31.03.2020


Cur Vac aus Tübingen testet Impfstoff für Menschen im Frühsommer

Vielleicht ist das der Silberstreifen am Horizont der Corona-Krise.   

Das Unternehmen CureVac aus Tübingen, in das unter anderem auch SAP-Mitbegründer und TSG-Hoffenheim Mäzen Dietmar Hopp investiert, liegt mit der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus recht gut im Zeitplan.  Investor Friedrich von Bohlen sagte dem "Focus" in einem Interview: "Stand heute: Im Frühsommer können wir mit dem Test des Impfstoffs an Menschen beginnen. Der Impfstoff kann, wenn alles glatt geht, Ende dieses Jahres verfügbar sein." Zurzeit laufen ungefähr 120 klinische Studien für verschiedene Mittel gegen das Virus, sagte von Bohlen weiter: "Natürlich ist das ein Wettrennen - aber nicht in dem Sinne, dass die Unternehmen darum ringen, schneller als andere Wettbewerber zu sein.

Made in Tuebingen. Ein-Impfstoffkandidat des Biotech

Nein, die ganze Branche ist vielmehr beseelt davon, den Menschen in dieser Pandemie, die wir alle so noch nie erlebt haben, so schnell wie möglich zu helfen."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

30.03.2020 


Französische Arzneimittelbehörde warnt vor Nebenwirkungen von Medikamenten

Bei Behandlung mit Medikamenten seien schwere Nebenwirkungen aufgetreten

Die französische Arzneimittelbehörde ANSM hat teils tödliche Nebenwirkungen bei neuen Methoden zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 festgestellt. Bei den mit Coronavirus infizierten Patienten, die mit Plaquenil oder anderen Medikamenten wie Kaletra behandelt wurden, seien rund 30 verschiedene schwere Nebenwirkungen aufgetreten, sagte ANSM-Direktor Dominique Martin der Nachrichten Agentur AFP.

So habe es unter anderem auch drei Todesfälle gegeben. Plaquenil enthält den Wirkstoff Hydroxychloroquin, der in der Malaria-Prophylaxe Anwendung findet. Kaletra enthält u. a. eine Kombination aus den Wirkstoffen Lopinavir und Ritonavir, die üblicherweise zur Behandlung von HIV-Patienten wirkungsvoll eingesetzt werden. Die Nebenwirkungen wurden aus Krankenhäusern gemeldet. Ob sie auf die genannten experimentellen Methoden zur Behandlung der Lungenkrankheit  Covid-19 zurückzuführen sind, muss laut Martin noch genau untersucht werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Die Auszahlung von Corona-Soforthilfen läuft bundesweit

Es flossen bereits rund 1,3 Milliarden Euro an in Existenznot geratene Unternehmen

Der Ansturm auf die Corona-Soforthilfen war gewaltig, jetzt kommt die Auszahlung in Schwung. Bis Dienstagabend wurden in neun Bundesländern mehr  als 370 000 Anträge bewilligt, wie eine Länderumfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Es flossen demnach bereits rund 1,3 Milliarden Euro an in Existenznot geratene Unternehmen.

Doch in zwölf Bundesländern summierte sich die Anzahl  der bei den zuständigen Landesförderbanken eingegangenen Anträge auf mehr als 921 000! Nach ersten Meldungen aus den Ländern  zeichnete sich ab, dass besonders Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern sowie Solo-Selbständige und Freiberufler die Hilfen in Anspruch nehmen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.04.2020


VW spendet medizinisches Material für Ärzte und Kliniken

Stephan Weil und Gunnar Kilian nehmen das Material in Braunschweig in Empfang

Die Spende von Volkswagen mit medizinischem Material aus China zur Versorgung von Ärzten und Kliniken in Deutschland kam als erste Lieferung per LKW in Braunschweig an. Sie wurde vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und Volkswagen (VW) Personalvorstand Gunnar Kilian am Samstag, 28. März um 13 Uhr auf dem Gelände der Schnellecke Transportlogistik in Braunschweig in Empfang genommen.

Mit der ersten Lieferung trafen zunächst 400.000 Atemschutzmasken ein. 240.000 für medizinische Einrichtungen im Bund, 160.000 für Kliniken und Ärzte in Niedersachsen. Die Verteilung wird durch öffentliche Stellen organisiert.

Stephan Weil sagte: „Wir leben in schwierigen Zeiten, und in solchen Zeiten freut man sich besonders über positive Nachrichten und Zeichen der Solidarität. Ein solches Zeichen ist die großzügige Spende von medizinischem Material durch VW. Die Materialen werden den im Gesundheitswesen tätigen Menschen in Niedersachsen, aber auch in ganz Deutschland zugute kommen. Ich danke den Verantwortlichen, aber auch vielen Mitarbeiter*innen bei Volkswagen, für die große Bereitschaft, trotz eigener Sorgen in dieser Corona-Krise zu helfen. Sie tun das sehr engagiert und selbstverständlich. Dieses Beispiel zeigt: Wir halten gut zusammen in Niedersachsen!“

VW Personalvorstand Gunnar Kilian betonte: „Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte im öffentlichen Gesundheitswesen brauchen im Kampf gegen Corona volle Unterstützung. Mit unserer Spende wollen wir dazu beitragen — in Deutschland und besonders auch in Niedersachsen. Denn Niedersachsen ist die Heimat von Volkswagen. Unser Konzern beschäftigt hier mehr als 130.000 Menschen, hinzu kommen viele tausend Beschäftigte in rund 3500 Zulieferbetrieben. Sie alle setzen auf Volkswagen. Wir helfen. Damit wir Wort halten konnten, haben unsere Teams hochprofessionell zusammengearbeitet. Ich danke ihnen sehr dafür.“

Bereits in der vergangenen Woche hatte VW kurzfristig rund 200.000 Atemschutzmasken der Kategorien FFP-2 und FFP-3 für die öffentliche Gesundheitsvorsorge gespendet. Nun treffen sukzessive die Bestellungen aus China ein und werden durch öffentliche Stellen verteilt. Die Hilfslieferung aus China wurde gemeinsam vom Gesundheitswesen, der Beschaffung, der Finanz und der Logistik des Konzerns umgesetzt mit dem Ziel, Ärzte und Krankenhäuser schnellstmöglich versorgen zu können.

Volkswagen hatte kürzlich eine Spende von Atemschutzmasken, Handschuhen, Desinfektionsmitteln, Fieberthermometern, Schutzbrillen und Schutzanzügen in einem Gesamtwert von 40 Millionen Euro angekündigt, die medizinischem Personal bei der Notversorgung von Patienten zur Verfügung stehen soll.

 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.03.2020


Aha und KRH unterstützen Transport mit Fahrzeugen

Feuerwehren transportieren rund 500 Betten zur Messe

Rund 150 Helfer*innen haben am Wochenende rund 500 Betten sowie 350 Nachtschränke auf das hannoversche Messegelände transportiert. Dort entsteht derzeit ein Behelfskrankenhaus. Hier sollen künftig Corona-Patientinnen und -Patienten behandelt werden, die aufgrund ihres Krankheitsverlaufs nicht mehr zu Hause betreut werden können, aber auch keine Behandlung auf der Intensivstation benötigen.

Die Betten und Nachtschränke stammen aus dem Bestand des Regions-Klinikum und waren durch die Modernisierung der Ausstattung in den Häusern des KRH frei geworden und zwischengelagert worden.

Neben zwei Zügen der Regionsfeuerwehrbereitschaft III (Laatzen, Hemmingen, Springe, Pattensen) waren auch aha und das Klinikum Region mit 28 bzw. vier Fahrzeugen beteiligt. Insgesamt waren für den Transport am Wochenende knapp 50 Fahrzeuge im Einsatz!

„Wir sind dankbar für die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren und von aha“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. „Wir erleben eine Situation, in der Solidarität unheimlich wichtig ist. Ich bin froh, dass wir in dieser Krise – neben all den Unsicherheiten – auch eine enorme Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung erleben.“

Region/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Foto: Region Hannover, P. Westphal

28.03.2020


Sozialministerin Reimann verfügt Aufnahmestopp

Pflegeheime in Niedersachsen dürfen Niemanden aufnehmen

Sozialministerin Dr. Carola Reimann (SPD) hat für Niedersachsen einen Aufnahmestopp für alle niedersächsischen Pflegeheime verhängt! Es geht darum, die Ausbreitung des Coronavirus vor allem in Pflegeeinrichtungen zu verhindern, deshalb sollen - bis auf wenige Ausnahmen - keine neuen Heimbewohner aufgenommen werden. Es sei denn, ein Pflegeheim könne eine zweiwöchige Quarantäne eines Neuzugangs sicherstellen.

Die Sozialministerin appellierte eindringlich, sich auch an das Besuchsverbot zu halten, das für Pflegeheime zum Schutz der Bewohner gilt. In der Vergangenheit habe es Verstöße gegeben, die streng verfolgt und geahndet werden sollen.

Und Reha-Kliniken sollen nun zu Tagespflege-Einrichtungen umfunktioniert werden, um dort die Lücke zu schließen. Zudem nehmen landesweit 22 Reha-Kliniken rund 2 000 Patienten, die nicht an Coronavirus erkrankt sind, aus regulären Krankenhäusern auf.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

30.03.2020


Hannover: Rehakliniken werden Krankenhäuser

Coronavirus: Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen

In Niedersachsen haben Bau- und Gesundheitsministerium angekündigt, Rehakliniken zu Ersatzkrankenhäusern für leichter erkrankte Corona-Patienten umzurüsten. 77 Rehakliniken gibt es in Niedersachsen. 1.200 zusätzliche Betten könnten nach Berechnungen des Gesundheitsministeriums geschaffen werden, so Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD).

Auf dem Messegelände entsteht ein Behelfskrankenhaus mit 500 Betten auf 15 000 Quadratmetern. Bauminister Olaf Lies (SPD) hat angekündigt, die baurechtlichen und bürokratischen Hemmnisse zur Einrichtung von Behelfskrankenhäusern aus dem Weg zu räumen.

Mit Duldungserlassen soll auch die Nutzung von Kurzzeitpflegeeinrichtungen als Behelfskrankenhäuser ermöglicht werden.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

26.03.2020


Mobile Teststationen für Kliniken und systemrelevante Unternehmen

Thümler: „Ein großer Schritt für die Bekämpfung des Virus“

Ein hannoversches Forschungs- und Entwicklungskonsortium unter Koordination der Leibniz Universität (LUH) hat für die Mitarbeiter*innen großer Kliniken und systemrelevanter produzierender und forschender Unternehmen ein Konzept für Corona-Teststationen entwickelt. An den Standorten Hannover, Wolfsburg/Braunschweig und Göttingen sollen MCA-Testeinrichtungen entstehen, bei denen Belegschaften schnell, zuverlässig und effizient auf eine Infektion mit dem Coronavirus untersuchen.

Der Projektname MCA steht für Mobile Corona-Analytik. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt die Aktion. Die mobilen Systeme sollen mittelfristig für ganz Niedersachsen und auch in anderen Bundesländern als Modellsysteme zur Verfügung stehen.

„Die neue Testmethode bringt die Bekämpfung des Coronavirus einen großen Schritt weiter“, sagt Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Wenn wir es schaffen, viele Menschen in kurzer Zeit zu testen, vermeiden wir lange Quarantänezeiten. Diejenigen, die sich nicht angesteckt haben, sind schnell wieder einsatzfähig, ohne Angst haben zu müssen, Schwächere anzustecken. Das Entwicklungsteam des neuen Konzepts belegt eindrucksvoll – Niedersachsens Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten Hand in Hand für die Menschen in unserem Land.“

Das Entwicklungsteam des neuen Testkonzepts besteht aus Forscher*innen des Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik, Implantat-Forschung und -Entwicklung (NIFE), einem Zusammenschluss von MHH und LUH, Ärzten, Virologen und  Labordiagnostikern aus Hannover sowie Chemikern, Biologen, Ärzten, Biochemikern, Physikern und Innovationsforschern der LUH und Fachleuten für Journalistik und Kommunikation der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH). Mit diesem Konzept kann die Anzahl der Testsysteme und -stationen deutlich erhöht werden.

Der neuartige Diagnoseverlauf liefert Probanden binnen sechs bis acht Stunden ein sicheres Ergebnis. Ein weiteres Plus: Das Verfahren macht es möglich, unterschiedliche Influenza-Viren gleich mit zu testen. So könnten zum Herbst, wenn eine neue Influenza-Welle kommt, Patientengruppen eindeutig zugeordnet und das Risiko-Management verbessert werden.

„Wir alle stehen in der Corona-Krise vor immensen Herausforderungen. Ich bin stolz darauf, dass auch die Wissenschaft ihren Beitrag leistet und dass sich Wissenschaftler*innen der Leibniz Universität in diesen schwierigen Zeiten hochengagiert einsetzen, um das Virus zu bekämpfen. Ihnen gebührt unsere Anerkennung und unser Dank“, erklärt Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität.

„MHH und LUH entwickeln gemeinsam eine Plattform zur Kontrolle und Analyse der Corona-Pandemie. Dabei können die jeweiligen Stärken der Partner auf den Gebieten der Infektionsforschung, der Chemie, der Robotik und Kommunikationswissenschaften genutzt werden.“ sagte Professor Michael Manns, Präsident der MHH.  

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Käfige und Volieren voll

Tierschutzzentrum muss ohne Helfer auskommen

Auch das Tierschutzzentrum in Leiferde im Kreis Gifhorn hat mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Das vom Naturschutzbund betriebene Zentrum habe seine  Praktikanten und Freiwilligen nach Hause schicken müssen, sagte Leiterin Bärbel Rogoschnik. Dabei seien Käfige und Volieren voll.

Weil Veranstaltungen abgesagt worden seien, fehle es auch an Spenden. Außerdem arbeiteten die Menschen während der Kontaktsperre mehr im Garten oder gingen spazieren, sagte Rogoschnik. Und deshalb häuften sich die Fälle, dass vermeintlich hilflose Tiere mitgenommen und abgegeben werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

25.03.2020


Wie erkläre ich meinen Kindern die Corona-Krise?

Das Netzwerk Familienberatung unterstützt beim Umgang mit der Situation

Enges Zusammenleben, emotionaler Stress, wirtschaftliche Sorgen: Die Corona Krise ist auch für das familiäre Miteinander eine besondere Belastung. Die Beratungsstellen im Netzwerk Familienberatung geben Tipps, wie der Alltag zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung trotzdem konfliktfrei gelingen kann.
Kinder stellen sich in der aktuellen Situation viele Fragen: Was ist da los mit den Erwachsenen? Warum verhalten sich alle so seltsam? Habe ich etwas falsch gemacht? „Schon Kleinkinder haben ein sehr feines Gespür für Veränderungen und Anspannung innerhalb der Familie“, erklärt Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Sebastian Uhlig.

Der Experte rät: „Eltern sollten über das Virus und die daraus folgenden Einschränkungen des Alltags unbedingt mit ihren Kindern sprechen. Entlastung geschieht oftmals durch Aufklärung.“
Als Hilfestellung hat das Netzwerk Familienberatung unter 
hannover/netzwerkfamilienberatung eine kurze Vorlesegeschichte von Prof. Dr. Björn Enno Hermans bereitgestellt. Sie eignet sich gut, um Kindern im Kita- und Kindergartenalter die Lage zu erklären. Für Kinder im Grundschulalter empfehlen die Beratungsstellen einen Trickfilm der Stadt Wien. aufzurufen auf YouTube über die Suche „Das Coronavirus Kindern einfach erklärt“.
Betroffene Eltern können sich auch mit ihren Fragen per Mail an netzwerkfamilienberatung(at)region-hannover.de wenden.

Zum Netzwerk Familienberatung gehören neben den Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche der Region Hannover auch die Jugend- und Familienberatung der Landeshauptstadt sowie Beratungsstellen freier Träger. Die Kontaktdaten aller Einrichtungen für eine telefonische Beratung sind ebenfalls unter hannover/netzwerkfamilienberatung gelistet.

Region/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Eine gute Idee - Marktkirche stellt Impulse ins Netz und Fernsehen

Online und auch auf dem Bürger-TV-Sender h1

Orgelmusik erklingt,  die Marktkirche ist zu sehen und Pastor Norbert Liebermann zitiert Worte aus der Bibel : "Berge mögen wohl weichen und Hügel wanken, aber meine Treue wird nicht von dir weichen", so heißt es beim Propheten Jesaia, kann man das online und im TV verfolgen.

Angesichts der Corona-Krise lebten wir in einem Ausnahmezustand, sagt Pastor Liebermann und ruft dazu auf, das Gottvertrauen nicht zu verlieren.

Das Video ist gut zehn Minuten lang und ist jetzt auf der Website der Marktkirche zu sehen. Zwar ist die Marktkirche geschlossen, Veranstaltungen und Gottesdienste abgesagt, doch online veröffentlicht die Gemeinde täglich geistliche Impulse.

Auch auf dem Bürger-TV-Sender h1 werden diese Impulse täglich um 15.30 und um 18.35 Uhr ausgestrahlt. "Es ist uns wichtig, dass die Marktkirche somit für einige Momente gewissermaßen offen ist und Menschen geistlich begleitet werden", sagt Marktkirchenpastorin Hanna Kreisel-Liebermann.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover  Woche


ÄKN führt weiterhin Facharztprüfungen durch

Wichtige Maßnahme um Erhalt der Patientenversorgung

Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) führt weiterhin Facharztprüfungen durch, die – natürlich unter Beachtung der gegebenen Abstands- und Hygienevorschriften – in den Räumen der ÄKN in der Karl-Wiechert-Allee stattfinden. Ziel ist es, das Funktionieren des Gesundheitssystems auch in Zukunft sicherzustellen und den bestehenden Bedarf an Fachärzten zu decken.
Ärzteforen, Patientenforen, Kenntnisprüfungen und Fachsprachprüfungen sind weiterhin bis zum 19. April abgesagt

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Bild ÄKN


Schutzmasken werden in der JVA gefertigt

In den nächsten Tagen sollen 8 500 Stück produziert werden

Es ist nicht zu übersehen, der Bedarf ist riesig - jetzt helfen auch die JVA-Insassen mit, diesen Bedarf zu decken. In mehreren Gefängnissen des Landes werden Schutzmasken für den medizinischen Kampf gegen das Coronavirus hergestellt. Und laut Justizministerium sollen in den nächsten Tagen 8 500 Stück produziert werden.

Die Masken werden in den Justizvollzugsanstalten in Vechta und Uelzen genäht. Geplant sei auch eine Einbindung der JVA-Sehnde. Durch die zertifizierte Wäscherei könnten hier die Hygienebedingungen für Reinigung und Desinfektion der Masken eingehalten werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


20 Frauen aus Nähprojekt liefern 1 500 Schutzmasken

DRK- Clementinenhaus bekommt 350 Atemschutzmasken

Auch die guten Nachrichten hören nicht auf: Am Mittwoch bekam das DRK-Krankenhaus-Clementinenhaus 350 Atemschutzmasken geliefert. In den kommenden Tagen sollen noch 1 150 Masken dazukommen. Sie stammen von rund 20 Frauen aus einem Nähprojekt des Vereins Miteinander-Wedemark, die die wiederverwendbaren Stoffmasken nähen. Bestimmt sind die Masken für Pfleger und Ärzte des Krankenhauses - sie sind ein Basisschutz und dürfen maximal eine Schicht getragen werden und müssen anschließend bei 60 Grad gewaschen werden.

Tolle Idee und Geste!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

25.03.2020


Technologiekonzern Bosch entwickelt Corona-Schnelltest

Das Ergebnis ist in weniger als zweieinhalb Stunden da

Nach eigenen Angaben hat der Technologiekonzern Bosch einen Coronavirus-Schnelltest unter  anderem für Krankenhäuser und Arztpraxen entwickelt. Das vollautomatische Verfahren zum Nachweis von Virenerbgut soll von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis weniger als zweieinhalb Stunden brauchen.

Laut Bosch hat der neue Test auf Sars-CoV-2 eine "Genauigkeit von über 95 Prozent". Bislang beträgt die reine Testzeit laut Robert-Koch-Institut (RKI) etwa vier bis fünf Stunden. Der Bosch-Test soll auch direkt in Arztpraxen oder Krankenhäusern gemacht werden können.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.03.2020


VW kauft in China für 40 Millionen Euro Schutz-Ausrüstung

Die ersten Lieferungen aus China sind angekommen

Unter den Waren sind Sicherheitsanzüge, Masken, Brillen und Fiebermessgeräte. Von den Behörden werden die Schutzmaßnahmen an medizinisches Personal in ganz Deutschland verteilt. Allein in Berlin mussten 30 Arztpraxen wegen Mangel an Schutzmaterial ihre Türen schließen.

Der VW-Konzern sieht das Ganze als einen Beitrag, die Krise zu bewältigen. Am Freitagnachmittag landeten die Ausrüstungen in Frankfurt am Main. Die VW-Logistikerin Anna Levina aus Wolfsburg hatte wegen dieser Aktion gewaltig stressige Tage hinter sich.

„Normalerweise dauert so ein Transport mindestens eine Woche. Doch dieses Mal mussten wir es in der Hälfte der Zeit schaffen“, sagte sie der Bild-Zeitung. "Uns war klar, dass es um Menschenleben geht. Es geht darum, dass Ärzte gesund bleiben. Alle haben sich voll reingehängt." Und: "Zehn Minuten vor Abgabeschluss haben die Kollegen in China als Letztes die Exportdokumente eingereicht. Wir waren unendlich erleichtert, als wir die Freigabe bekommen haben." „Unsere globale Ausrichtung ist dabei unsere Stärke, sagte VW-Chef Herbert Diess (Foto lks.).

Auch in dieser Ausnahmesituation. China ist auf dem Weg zur Normalisierung - das nutzen wir genau wie unsere weltweiten Logistikketten, damit diese Spende so schnell wie möglich Ärzte und Kliniken erreicht und damit Kranke weiterhin bestmöglich versorgt werden."

Das ist eine tolle Geste, denn der VW-Konzern ächzt unter der Corona-Krise – hat somit auch ein wirtschaftliches Interesse, die Corona-Pandemie bald möglichst einzudämmen.

Mittlerweile liegt die VW-Aktie nur bei 120 Euro, vor der Krise lag sie bei fast 185 Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

26.03.2020 


Rettungsschirm für Heime und Pflegedienste

Mehrkosten für Schutzausrüstung und Personal werden übernommen

Eine umfassende finanzielle Unterstützung haben die Pflegekassen für Heime und Pflegedienste in der Corona-Krise zugesagt. Vize-Vorstandschef des Verbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Gernot Kiefer (Foto), sagte zur Deutschen Presseagentur: "Wir haben einen Pflege-Rettungsschirm aufgespannt, der sofort hilft."

Mehrkosten für Schutzausrüstung oder Personal würden voll von der Pflegeversicherung übernommen. Dies solle den 11 700 Heimen und mehr als 15 000 Pflegediensten konkret helfen, um die rund vier Millionen Pflegebedürftigen weiterhin versorgen zu können. Und Pflegekräfte können nicht auf körperliche Distanz gehen oder gar im Homeoffice sitzen und arbeiten. Daher sei für sie persönliche Schutzausrüstung enorm wichtig. Kiefer:  "Jede zusätzliche Atemmaske, jedes zusätzliche Paar Einmalhandschuhe und jede zusätzliche Flasche Desinfektionsmittel wird eins zu eins finanziert."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.03.2020


Für Obdachlose werden Hotels angemietet

Hotels werden Quarantänestandorte

Die Ansteckungsgefahr für die Bewohner der städtischen Flüchtlings- und Obdachlosenunterkünfte sollen verringert werden, darum hat sich die Landeshauptstadt dafür entschieden, eigene Quarantänestandorte zu schaffen.

Aus diesem Grund sollen zum 1. April zwei Hotels angemietet werden, die zur vorübergehenden Unterbringung genutzt werden können, teilte die Stadt mit. Diese Maßnahme erfolgt in Kooperation mit der Region Hannover.

Insgesamt stehen 90 Zimmer zur Verfügung. Die Hotels befinden sich nach Angaben der Stadt beide im Innenstadtbereich. Die Namen der Hotels und Standorte teilte sie aus Sicherheitsgründen allerdings nicht mit.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.03.2020


Hilfspaket wird vom Bundesrat abgesegnet

Der Staat nimmt ungeheuer viel Geld in die Hand

Endlich können die gewaltigen Hilfen in der Corona-Krise fließen. Der Bundesrat beschloss ein milliardenschweres  Hilfspaket mit Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unterstützung von Kliniken sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Die Beschlüsse fielen einstimmig. Und die ersten Gelder sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen. Der Staat nimmt ungeheuer viel Geld in die Hand, um bedrohte Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze zu retten. Auch für kleinere Unternehmen und Selbständige gibt es direkte Zuschüsse in Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellt das Milliardenhilfspaket vor.

Die Anträge laufen über die Bundesländer. Bereits gestartet ist zudem ein unbegrenztes Kreditprogramm über die Förderbank KfW.

Große Unternehmen können unter einen 600 Milliarden Euro umfassenden Schutzschirm kommen und notfalls auch ganz oder zum Teil verstaatlicht werden. Die Kliniken bekommen eine Finanzspritze für neue Intensivbetten mit künstlicher Beatmungsgeräten und für den Ausfall vorsorglich verschobene Operationen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.03.2020


Angebot „Gutzureden“

Allein zu Hause – und niemand der sich meldet?

Die Einschränkungen in der Corona-Krise stellen besonders Menschen, die allein leben, vor psychische Herausforderungen. Der tägliche „SmallTalk“, das kurze zwischenmenschliche Gespräch beim Einkaufen, auf der Straße, im Treppenhaus birgt eine Ansteckungsgefahr und muss vermieden werden. Das Diakonische Werk Hannover hat daher die Aktion „gutzureden“ ins Leben gerufen.

Beteiligte aus der #nachbarschaftschallenge, ebenfalls ein Projekt des Diakonischen Werkes, haben sich bereit erklärt mit „Nachbarn“, die aus ganz Hannover kommen können, sich auszutauschen und auch einmal einander gut zuzureden. Mögliche Gesprächspartner werden über die Hotline des Diakonischen Werkes unter der Rufnummer 0511 3687-108 vermittelt.

In der #nachbarschaftschallenge können Einkäufe für Nachbarn mitgebracht und benötigte Rezepte vom Arzt oder Medikamente aus der Apotheke geholt werden. Ehrenamtliche und Mitarbeitende im Diakonischen Werk und in vielen Kirchengemeinden Hannovers können bei Bedarf notwendige Botendienste übernehmen.

Auch die TelefonSeelsorge Hannover, bietet Bürger*innen der Region in schwierigen Zeiten die Möglichkeit, mit einfühlsamen und kompetenten Gesprächspartnern, unter den Rufnummern 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 zu sprechen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

26.03.2020


Carsharing-Branche hat mit deutlichen Umsatzeinbußen zu kämpfen

Einbrüche von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Nach Angaben des Verbands in der Carsharing-Branche  hat diese in der Coronavirus-Krise mit deutlichen Umsatzeinbußen zu kämpfen. „Einige Unternehmen berichten von Einbrüchen von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilweise mehr", sagte eine Sprecherin des Bundesverbands Carsharing.

Denn aufgrund der geltenden Ausgangsbeschränkungen gingen die Buchungen zurzeit deutlich zurück. Deshalb befürchten einige Anbieter, Insolvenz anmelden zu müssen, sollten die Beschränkungen  über den April hinaus weiter bestehen.

„Es könnte also so kommen, dass das Carsharing-Angebot nach der Corona-Krise in Deutschland deutlich verkleinert sein wird."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

01.04.2020


Auto-Papst Dudenhöffer erwartet drastischen Stellenabbau

100 000 Arbeitsplätze bei Autobauern und Zulieferern in Deutschland gefährdet 

Aus Sicht des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer droht in der deutschen Autoindustrie der Verlust von mehr als 100 000 Arbeitsplätzen durch die Corona-Krise. Seiner Meinung nach dürfte die Nachfrage dieses Jahr um 15 Prozent einbrechen, und nach den Erfahrungen der Finanzkrise werde der Aufholprozess mehr als zehn Jahre dauern, schreibt der Professor in einer Studie, die der Deutschen Presse Agentur vorliegt.

In den deutschen Werken gebe es über Nacht Überkapazitäten von 1,3 bis 1,7 Millionen Fahrzeugen. Kurzarbeitergeld überbrücke die nur kurze Zeit. Denn kein Unternehmen könne ungenutzte  Produktionskapazität jahrelang vorhalten.

Deshalb seien 100 000 der heute 830 000 Arbeitsplätze bei Autobauern und Zulieferern in Deutschland gefährdet - "unter optimistischen Annahmen", schrieb Dudenhöffer.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.03.2020


Wirtschaftsminister befürchtet dramatischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Althusmann betont den Ernst der Corona-Krise für Mensch und Wirtschaft

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) rechnet im Zuge der Corona-Krise mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Eine genaue Prognose wollte er bei seinem Besuch am Sonnabend im Studio von NDR 1 Niedersachsen aber nicht abgeben. Einige Branchen müssten sicher nach der Pandemie wieder aufgebaut werden, sagte er.

Althusmann betonte noch einmal, wie ernst die Corona-Krise für die Menschen aber auch die Wirtschaft sei. „Wir müssen jetzt alles tun, um unsere Bevölkerung zu schützen, aber gleichzeitig auch unsere Betriebe im Blick behalten“, sagte der Minister. Er verwies auf umfangreiche und schnelle Hilfen für die betroffenen Unternehmen.  

Der Wirtschaftsminister ging auf die anfänglichen Probleme bei der Beantragung der Corona-Soforthilfen über die Webseite der landeseigenen NBank ein. Dies habe am enormen Ansturm gelegen. „Wir haben die 17-fache Server-Kapazität geschaffen,“ so Althusmann, „aber dennoch waren es am Anfang einfach zu viele Zugriffe.“ Inzwischen sei die Antragstellung online möglich; mit Stand Samstagvormittag lägen bereits 15.000 Anträge vor. Knapp 160 davon seien bereits bewilligt. Der Minister weiter: "Gehen Sie davon aus, dass wir bis Ostern das Gros der Anträge bearbeiten können."

Der Wirtschaftsminister beantwortete am Sonnabend (28.3.2020) zwischen 10 Uhr und 12 Uhr viele Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Corona-Krise. Er war live im Radio-Studio bei NDR 1 Niedersachsen zu Gast, Moderation Georg Poetzsch.

Althusmann beantwortete Fragen von Unternehmer*innen zu Hilfsmaßnahmen, Auszahlungszeiträumen und zur späteren Versteuerung von Zuschüssen. Auch zu Privatvermietungen, Mini-Jobs, Ausbildungsplätzen und der Lage von Studierenden nahm er Stellung. Für manche Themen gebe es aber auch noch keine Antwort. „Lassen Sie uns erstmal anfangen, wir werden die Detailfragen und Probleme dann später pragmatisch lösen“ versprach der Minister.

Man werde sehen, wo man stehe, wenn die Wirtschaft sich im zweiten Halbjahr oder im letzten Quartal 2020 wieder erhole, sagte der Minister. Eine Prognose gab er allerdings nicht ab. Im Februar lag die Arbeitslosenquote landesweit  bei 5,3 Prozent.

Wichtig sei nun, die Digitalisierung voranzutreiben, etwa in Arztpraxen oder Schulen. Behörden müssten besser auf Ausnahmesituationen vorbereitet werden. "Das müssen wir alles in der Schublade haben", sagte der CDU-Politiker

Vor einer Woche war Ministerpräsident Stephan Weil im NDR Studio zu Gast. Infos: ndr1niedersachsen/corona

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Auch die Hamburger Elbphilharmonie weicht ins Internet aus

Virtuelle Hausführungen, Konzerte, ein Kinderprogramm u. v. m.

Wegen der Corona-Krise ist die Hamburger Elbphilharmonie geschlossen. Dennoch müssen Freunde des wunderschönen Konzerthauses nicht ganz auf die Angebote des Hauses verzichten. 

Unter dem Titel #ElphiAtHome gibt es jetzt virtuelle Hausführungen, Konzerte in kleineren Besetzungen, ein Kinderprogramm und vieles mehr...

Ute Micha, PreDiNord/Sigrid Lappe, Ha Wo


Aufforderung zur Schulanmeldung in Hannover kommt erst nach Ostern

Anmeldetermin für das Schuljahr 2021/2022 erst Ende Mai

Alle Kinder, die bis zum 30. September 2021 das sechste Lebensjahr vollenden, werden mit Beginn des Schuljahres 2021/2022 schulpflichtig. Aufgrund der aktuellen Schulschließungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 werden die diesjährigen Anmeldetermine zur Einschulung auf den 26. und 27. Mai 2020 jeweils von 15 bis 18 Uhr verschoben.

Die Schreiben an die Erziehungsberechtigten mit der Aufforderung zur Schulanmeldung werden erst nach den Osterferien versandt, um gegebenenfalls die aktuelle Entwicklung berücksichtigen zu können.

LHH/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Geplante Glitterbox-Party verschoben

Fans können sich die Wartezeit mit der Glitterbox-Radio-Show vertreiben.

Die Hannover Veranstaltungs GmbH (HVG) als Veranstalterin kommt ihrer Verantwortung zum Schutz von Künstlern Partygästen nach: Die geplante Glitterbox-Party am 9. Mai 2020 wird verlegt.

 Die gute Nachricht: Die HVG konnte zusammen mit dem Hannover Congress Centrum und allen beteiligten Partnern die Glitterbox auf den 17. Oktober 2020 verschieben.
Im Oktober auch mit dabei: Todd Terry, The Shapeshifters, Mousse T. und Phil Fuldner!

Alle Tickets behalten natürlich weiterhin ihre Gültigkeit, ein Umtausch der Tickets ist jederzeit möglich - bitte wenden Sie sich an ticket2go (info(at)ticket2go.de) oder die entsprechende Vorverkaufsstelle, wo Sie das Ticket erworben haben.

Alle Glitterbox-Fans können sich die Wartezeit bis dahin mit der Glitterbox-Radio-Show unter glitterboxibiza vertreiben.

 Informationen unter: visit-hannover/glitterbox

HVG/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


VW stellt medizinisches Personal für das öffentliche Gesundheitswesen bezahlt frei

Personal in medizinischen Bereichen benötigen dringend Unterstützung

Die Volkswagen AG (VW) stellt Beschäftigte mit medizinischer Qualifikation für bis zu 15 Arbeitstage frei und zahlt deren Entgelt fort, wenn sie sich freiwillig im öffentlichen Gesundheitswesen engagieren. Zu der Zielgruppe zählen Ärzte, Notfallsanitäter, Rettungsassistenten und -sanitäter sowie Krankenpflegekräfte und Praxispersonal, das an den deutschen Standorten von VW arbeiten. Zusätzlich zu Beschäftigten, die bei Volkswagen bereits hauptberuflich in diesen Berufsfeldern tätig sind, sollen bei Bedarf auch Beschäftigte freigestellt werden, die über entsprechende medizinische Qualifikationen verfügen und sich beispielsweise ehrenamtlich als Rettungskräfte engagieren.  

VW Personalvorstand Gunnar Kilian sagt: „Die Beschäftigten in Krankenhäusern, Arztpraxen und Rettungsdiensten leisten im Einsatz gegen Corona Herausragendes für die gesamte Gesellschaft. Es genügt nicht, ihnen dafür aufrichtig zu danken. Sie brauchen dringend unsere volle Unterstützung und Solidarität. Dazu zählt auch personelle Unterstützung. Deshalb hat der Vorstand beschlossen, unsere Beschäftigten mit medizinischer Qualifikation unbürokratisch für unterstützende Einsätze im öffentlichen Gesundheitswesen freizustellen, ohne dass ihnen daraus Einkommensverluste entstehen.“

Volkswagen kommt mit der Regelung auch dem Wunsch von Beschäftigten nach, ihre medizinischen Qualifikationen für das Gemeinwohl einzubringen. Aus Sicht von VW bieten sich je nach Qualifikation vielfältige Einsatzmöglichkeiten für medizinisch geschulte Beschäftigte an, unter anderem in Notaufnahmen, in Notfallpraxen, in Rettungsdiensten, bei der Unterstützung von Hotlines oder bei der Entnahme von Abstrichen.

VW/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

26.03.2020


Förderer starten Hilfsprogramm für die Film- und Medienbranche

Die Corona-Krise stellt die gesamte Branche vor existenzielle Herausforderungen.

Um die Film- und Medienbranche mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln bestmöglich zu unterstützen, haben die Bundes- und Länderförderer ein gemeinsames Hilfsprogramm mit Maßnahmen für die Bereiche Produktion, Verleih und Kino entwickelt, das schnell und unbürokratisch umgesetzt werden soll.

Das Gesamtvolumen umfasst 15 Mio. Euro und wird gemeinsam getragen von den Länderförderern Bayern, Hamburg Schleswig-Holstein, Film- und Medienstiftung NRW, HessenFilm, Medienboard Berlin-Brandenburg, Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, Mitteldeutsche Medienförderung, nordmedia sowie der Filmförderungsanstalt und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, und Kultureller Filmförderung.

Das Hilfsprogramm bezieht sich auf von verschiedenen Fördereinrichtungen gemeinsam geförderte Projekte und soll dort greifen, wo alle anderen im Kontext der Corona-Krise ergriffenen Hilfsmaßnahmen und Förderprogramme des Bundes und der Länder nicht in Anspruch genommen werden können.

 „Es freut mich sehr, dass die Filmförderer von Bund und Ländern sich angesichts der Corona-Krise so schnell und solidarisch auf ein gemeinsames unbürokratisches Hilfsprogramm für die Film- und Medienbranche verständigen konnten, das in den kommenden Wochen und Monaten wesentlich dazu beitragen kann, größeren Schaden von Projekten und Produktionsunternehmen abzuwenden“, so Thomas Schäffer, Geschäftsführer der nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen Bremen mbH.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

26.03.2020


Das Procedere zur Hilfe

In Not geratene Unternehmen können ihre Anträge per PDF-Datei herunterladen

Rund 90 Prozent der Unternehmen im IHK-Bezirk Hannover spüren bereits jetzt die Auswirkungen vom Wirtschaftsrisiko Coronavirus. Bereits 40 Prozent haben den Betrieb zurückgefahren müssen oder sogar komplett eingestellt. 15 Prozent der mittelständischen Unternehmen sind laut IHK-Umfrage von der Insolvenz bedroht. 

Zusätzlich zum Online-Portal ist es aber möglich, Anträge im PDF-Format runterzuladen und auszufüllen (unter www.soforthilfe.nbank.de). "Das Verfahren ist allerdings zeitaufwändiger", betont der Finanzminister und verspricht: "Kein einziger Antrag geht verloren." Das Geld werde auch reichen, notfalls aufgestockt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.04.2020


Sportfeste und Marathon entfallen

Stadtstaffel und Veranstaltungsreihe "Sport im Park" abgesagt

Aufgrund der des Corona-Pandemie muss die für den 10. Mai vorgesehene Veranstaltung SportFESTival einschließlich der 106. Stadtstaffel abgesagt werden.

Auch die für den Zeitraum 10. Mai bis 23. August geplante Reihe "Sport im Park" entfällt.

Der 30. HAJ Hannover Marathon kann nicht wie geplant am 26. April 2020 stattfinden. Das Jubiläum des Laufspektakels soll jetzt am 18. April 2021 an den Start gehen. Veranstalterin Stefanie Eichel am Montag: „Wir werden uns dann mit aller Kraft dem neuen Termin im nächsten Jahr widmen.“ 

Wir müssen bis zum April 2021 auf das beliebte Laufspektakel warten!

Laufen im Park ist erlaubt - aber nur mit Abstand!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

23.03.2020


Jetzt auch Kurzarbeit am Flughafen Hannover

Kurzarbeit soll bis zu einem Jahr lang andauern

Am Mittwoch beginnt am Flughafen Hannover-Langenhagen eine längere Phase der Kurzarbeit. Der Luftverkehr ist in der Corona-Krise weltweit eingebrochen. Und damit  erhielten die 1 500 Mitarbeiter der Airport-Gesellschaft  nun das gesetzliche Kurzarbeitergeld, sagte ein Sprecher am Dienstag. Dieses sollte ein Jahr lang andauern.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

22.02.2020


MHH sucht Helfer

Eine "handvoll Ärzte und Pfleger" in häuslicher Quarantäne

Es geht weiter: Denn die Zahl  der Neuinfektionen steigt - und das seit einigen Tagen. Aus diesem Grund hat die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ihren Notfallplan aktiviert: Kapazitäten wurden erhöht, nicht dringende Operationen abgesagt und der Lehrbetrieb eingestellt.

In der Klinik werden zur Zeit zwei Covid-19-Patienten  behandelt. Und das ist nur der Anfang. Es werden händeringend Pflegekräfte gesucht.

Unter anderem hat die MHH Aufrufe in sozialen Netzwerken gestartet. "Die Corona Pandemie stellt die Hochschule vor eine große Herausforderung.  "Du kannst helfen", heißt es darin. Es werden Studenten der Human- oder Zahnmedizin, Pfleger oder anderweitig medizinisch ausgebildetes Personal gesucht. Diese Menschen sollen Patienten versorgen, und die Ablauforganisation im Krankenhaus unterstützen.

Schon in der vergangenen Woche hatte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) dafür geworben, die rund  6 000 Medizinstudenten im Land als zusätzliche Hilfskräfte in der Krankenpflege einzubinden. Denn mehr als 162 000 Personen hatten den digitalen Hilferuf der Klinik erreicht, teilte MHH-Sprecher Stefan Zorn mit. "Es haben sich schon extrem viele Freiwillige gemeldet. Noch nie  in der Geschichte de MHH hat es so schnell ein so schlankes Bewerbungsverfahren gegeben."

Auch sind mittlerweile "eine handvoll Ärzte und Pfleger" in häuslicher Quarantäne - sie waren zuvor in Risikogebieten, die meisten in Österreich. Und als wichtige Arbeitskräfte der Medizinischen Hochschule fallen sie im Klinikalltag jetzt aus. In der MHH-Kardiologie sollen es gleich mehrere Mediziner sein. Dennoch sei man personell gut aufgestellt, verlautet es aus Klinikkreisen. Eine Urlaubssperre für Mediziner und Pflegekräfte gebe es daher nicht, Solidarität und Einsatzbereitschaft seien hoch, das zeige sich auch unter anderem an den wenigen Krankmeldungen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

22.03.2020


Wertstoffhöfe geschlossen

Gewerbebetriebe können weiter auf den Deponien anliefern

Gestern hat die Landesregierung weitere Maßnahmen beschlossen, mit denen das öffentliche Leben eingeschränkt werden soll, damit sich der Corona-Virus langsamer ausbreitet. Dazu gehört beispielsweise auch die Schließung von Spielplätzen. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover, aha, orientiert sich an dem Erlass und schließt die Wertstoffhöfe in der gesamten Region Hannover. Damit reagieren wir vorsorglich und übernehmen Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Kundinnen und Kunden.

Die Wertstoffhöfe bleiben bis auf weiteres geschlossen. Foto aha 

Die Deponien Hannover, Burgdorf und Wunstorf nehmen weiterhin Material gewerblicher Anlieferer an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.03.2020


Kundenzentren der Katasterämter nur per Telefon, Mail oder Online erreichbar

Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung meldet Schliessung

Die Kundenzentren aller niedersächsischen Katasterämter bleiben wegen des Coronavirus bis auf Weiteres geschlossen.

Anfragen werden telefonisch und per Mail angenommen und zügig bearbeitet. Alle Kontaktdaten sind unter lgln/ Wir über uns und Organisation/Organisation & Kontakt/ zu finden. Um Kartenauszüge und digitale Geodaten zu bestellen, steht der Dienst Katasterkarten-online unter geobasisdaten/katasterkarten-online/ rund um die Uhr zur Verfügung.

Niedersachsen hat 53 Katasterämter. Sie gehören zu einer der neun Regionaldirektionen des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN). Über 300.000 Auskünfte und Beratungen jährlich zeugen davon, wie intensiv die Kundenzentren der Katasterämter gefragt sind.

Im Katasteramt wird das Liegenschaftskataster gemessen, berechnet, dokumentiert und geführt. Der Nachweis der Liegenschaften wird unter anderem als Datengrundlage beim Verkauf von Grundstücken, der Beleihung eines Grundstücks und für die Planung von Baumaßnahmen benötigt.

LGLN/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Besuchsverbot in allen städtischen Alten- und Pflegezentren

Die aktuelle Situation in Zusammenhang mit der Ausbreitung Coronavirus macht weitere Maßnahmen der Landeshauptstadt Hannover erforderlich: Seit Montag, 16. März 2020, bis vorerst Sonntag, 19. April 2020 besteht in den städtischen Alten- und Pflegezentren ein generelles Besuchsverbot. Die Einrichtungen dürfen nur noch von Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen betreten werden. 

Es wird um Verständnis für diese einschneidende Maßnahme gebeten, die einen möglichst weitgehenden Schutz dieser besonderen Risikogruppe gewährleisten soll. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

17.03.2020


Corona-Virus: Das Kulturzentrum Faust stellt Veranstaltungsbetrieb komplett ein

Aufgrund des Corona-Virus wird das Kulturzentrum Faust zunächst bis einschließlich 1. Mai seinen Veranstaltungsbetrieb komplett einstellen. Einige geplante Konzerte und Kulturveranstaltungen werden in Absprache mit den Agenturen verschoben und mehrere Monate nach hinten verlegt. Die meisten Veranstaltungen müssen aber leider entfallen. Alle Ticketkäufer*innen bekommen ihr Geld zurück.

Das Faustteam findet, dass Kultur stärker ist als das Virus! „Wir werden weiterhin für ein lebendiges kulturelles Leben eintreten und für Solidarität mit allen, die sie benötigen. Doch die Gesundheit geht vor. Wir organisieren uns daher gerade intern um und versuchen, so viele Arbeitsbereiche wie möglich ins Home Office zu verlegen. Wir sind weiterhin für Euch da. Bitte bleibt uns gewogen, lest gute Bücher, helft einander und vergesst auch ohne uns nicht, zu tanzen!", sagt das Faust-Team.


Die Autostadt Wolfsburg ist dicht

Auch die Autoabholung wird gestoppt

Die Geschäftsführung der Autostadt in Wolfsburg hat auf Empfehlung der Stadt Wolfsburg beschlossen ab 14. März den Parkbetrieb, die Pavillons und Restaurants vorsorglich bis auf Weiteres einzustellen.

Die Fahrzeugabholung im KundenCenter wird am Montag nach der letzten Auslieferung für Handelskunden eingestellt. Fahrzeuge, die bereits eingeplant sind, werden bis einschließlich Montag, 16. März an Kunden übergeben. Noch nicht angereisten Kunden wird es für ihren Termin bis zum 16. März freigestellt, ob sie ihren Neuwagen bis dahin in der Autostadt abholen. Nach dem 16. März ist die Übernahme der Fahrzeuge – bis auf weiteres – nur über die Volkswagenpartner möglich. Neue Fahrzeugabholungstermine werden zunächst nicht vereinbart.

Die Gesundheit und Sicherheit der Gäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben oberste Priorität. Die Autostadt bittet um Verständnis.

Aktuelle Informationen auf der Autostadt Homepage: autostadt/aktuell

Autostadt/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

13.03.2020


Frühlingsfest fällt aus!

Das diesjährige Frühlingsfest sollte vom 11. April bis 3. Mai 2020 stattfinden – jetzt dreht sich aber nichts auf dem Schützenplatz!

 

13.03.2020


Spielbanken Niedersachsen stellen Betrieb vorläufig ein

Die Schließung von zehn Spielbanken sei geordnet und ruhig verlaufen

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der der Corona-Pandemie ist der Spielbetrieb in allen zehn staatlich konzessionierten Spielbanken in Niedersachsen mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Die Maßnahme wurde bereits am Samstagabend eingeleitet und ist zunächst bis zum 31. März 2020 befristet. Geschäftsführer Max Rösle unterstrich, dass der Schutz von Gästen und Mitarbeiter*innen oberste Priorität habe und die Spielbanken Niedersachsen GmbH mit dieser kurzfristigen Entscheidung die Eindämmung des Virus unterstützen will.

Die Schließung der zehn Spielbanken sei geordnet und ruhig verlaufen, die Gäste hätten Verständnis gezeigt. Die Spielbanken Niedersachsen GmbH betreibt im Bundesland staatlich konzessioniertes Glücksspiel an zehn Standorten und beschäftigt rund 430 Mitarbeiter*innen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

15.03.2020