AGRITECHNICA 2019

AGRITECHNICA – The World’s No. 1

Das Motto der Macher: Nirgendwo liegen Innovationen näher. Auf der Weltleitmesse für Landtechnik der DLG präsentierten alle führenden Unternehmen der Branche ihre Neuheiten und Innovationen.

Die AGRITECHNICA ist das Schaufenster der globalen Landtechnikindustrie und Forum für die Zukunftsfragen der Pflanzenproduktion.


Agritechnica 2019 war großer Erfolg - weltweite Funktion wurde erfüllt

Rund 450 000 Besucher waren auf dem Messegelände in Hannover

Anteil der Auslands-Aussteller und -Besucher erneut gestiegen

Mit rund 450 000 Besuchern - davon kamen rund 130 000 aus dem Ausland - war die Agritechnica in diesem Jahr mal wieder ein voller Erfolg. Die Agritechnica habe ihre Stellung als Weltleitmesse der Landtechnik mal wieder unterstrichen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen  Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Reinhard Grandke (Foto rechts), zum Messeabschluss am 9. November nach sieben Tagen. Erfreulich sei auch der Anteil der Aussteller aus dem Ausland gestiegen, sie sei nun bei 62 Prozent. Auch die Zahl der ausländischen Gäste stieg, wie schon erwähnt, auf 130 000, in 2017 waren es 109 873). Die meisten Aussteller kamen aus Italien, China, den Niederlanden, der Türkei und Frankreich.

Laut DLG war die Stimmung der Besucher auf der Weltleitmesse trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen recht zuversichtlich. Dies schlage sich aber auch in einer hohen grundsätzlichen Investitionsbereitschaft  nieder, hieß es in einer Mitteilung der DLG. Und nach einer Besucherumfrage wollten zwei Drittel der befragten Landwirte und Lohnunternehmer in den nächsten zwei Jahren auch investieren.

Denn die Landwirtschaft stehe weltweit vor großen Herausforderungen wie Produktivitätssteigerung, Klima, Umwelt- und Ressourcenschutz, betonte Grandke.

Auch vor diesem Hintergrund informierten sich auf der Agritechnica Landwirte aus ganz Europa über die neuesten Trends der Automatisierung und der Digitalisierung, die auch in der Agrarbranche längst ein zentraler Faktor ist. Denn etliche Höfe führen ihre Betriebe mithilfe spezialisierter Software  und Technik.

Nicht zufrieden sind die Veranstalter mit dem Messestandort Hannover. "Die Infrastruktur in Hannover ist am Anschlag", meinte Hauptgeschäftsführer Grandke. Viele Aussteller und Besucher hätten sehr lang im Stau gestanden. Und dann diese Hotelpreise... Übernachtungskosten von 300, 400 oder mehr pro Nacht seien nicht mehr nachzuvollziehen! Angesichts der hohen Übernachtungskosten im sechsstelligen Bereich überlegten Aussteller, ob sie noch zur Agritechnica kommen wollen.

Hans Nolte, Chef der Hannover-Marketing-Tourismus GmbH, kann die Kritik nachvollziehen. In den vergangenen Jahren habe es keinen signifikanten Zuwachs an Hotelbetten in Hannover gegeben. Und das bei steigenden Übernachtungszahlen. Doch das Problem werde sich bald lösen. Laut Immobilienbericht werden bis 2021 neun neue Hotel gebaut, zwölf weitere seinen projektiert. Nolte: "Der Markt hat reagiert."

Auch bei der Platzkapazitäten auf dem Messegelände stoße die Agritechnica an ihre Grenzen. Es gibt Wartelisten für Aussteller und auch Klagen von kleineren Betrieben, die mehr Ausstellungsfläche möchten, aber nicht bekämen.  Bernd Scherer, Geschäftsführer VDMA: "Wenn die Bude voll ist, was wollen Sie machen"? 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 17.11.2019