KULTUR- FÖRDERUNGEN

 


Niedersächsischer Medienpreis verliehen

Zweimal räumte Radio Hannover ab

Die Medienpreise, die die Landesmedienanstalt (NLM) vergibt, sind eine Anerkennung für besondere Leistungen. Für die privaten Funk- und Fernsehanstalten ist das so eine Art Topakt. Und da die öffentlich-rechtlichen Sender nicht antreten, werden Klamaukbeiträge wie etwa "Kurvenmutti Christel Neumann" (Friederike Gründkern für "RTL Nord") oder "Alex erklärt: ‘Lindnern‘“ (André Albers und Alexander Wehrmann für Radio Nordseewelle) ausgezeichnet.

In der ernsthaften Kategorie "Information" ging der erste Hörfunkpreis an Radio Hannover im Doppelpack für zwei Beiträge über besondere Geschäfte: an Jasmin Kohler für einen Bericht über die Putzmacherboutique Hut up in Linden und an Oliver Vollmering, der das Herrenunterwäschegeschäft "Stefan am Marstall" vorstellte.

Grosse Preisverleihung im Alten Rathaus in Hannover. Foto Scheffen 

Und beim Fernsehen bekam Alisha Elling ("RTL Nord") den Info-Preis für ihren Beitrag  "Der Würger vom Lichtenmoor", in dem Beitrag geht es  um einen gefräßigen Wolf, der 1948 sein Unwesen trieb.

Für den Journalisten-Nachwuchs gab es auch noch Preise: Fernsehvolontär Alexander Schoenen ("SAT.1 Regional") wurde für den Beitrag über die Pferderennbahn  Neue Bult ausgezeichnet, beim Hörfunk erhielt Volontär Hauke Mucha (Radio Nordseewelle) den Preis für seinen Bericht über die Schneekatastrophe von 1979. Der Sonderpreis für Schulinternetradio ging wie im Vorjahr an die Grundschule Bad Münder - dort  wird eine  intensive Medienarbeit betrieben.

Insgesamt waren 269 Einreichungen am Wettbewerb beteiligt. Zudem ehrte die NLM Franky von radio ffn für 20 Jahre ffn-Morgenmän.

Der Festakt wurde mit 550 Gästen im Alten Rathaus so richtig gefeiert. In Vertretung des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, der auch Schirmherr der Preisverleihung ist, sprach Staatssekretär Dr. Jörg Mielke das Grußwort. Als Laudatoren begrüßte Moderator DESiMO unter anderem Sven Plöger, Franziska Reichenbacher, Fabian Böhm, Bella Lesnik, Gisa Zach, Nadine Krüger und Annika Begiebing.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

01.12.2019


Eine Million Euro für kleine Kultureinrichtungen in Niedersachsen

Thümler: Projekte zeigen große Bandbreite der Kultur im ländlichen Raum

Museen, Theater, Kulturvereine – insbesondere in den ländlich geprägten Regionen Niedersachsens sichern kleine Kultureinrichtungen die kulturelle Infrastruktur und Teilhabe. Deshalb unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) diese Einrichtungen mit insgesamt einer Million Euro. Landesweit profitieren 18 Einrichtungen von der Förderung.

„Ob in der Stadt oder auf dem Land – Kultur hält unsere Gesellschaft zusammen und stärkt die Demokratie. Die geförderten Vorhaben spiegeln die große Bandbreite dessen wider, was kleine Kultureinrichtungen als Ankerpunkte des aktiven und kreativen Miteinanders für die Infrastruktur in den ländlich geprägten Regionen Niedersachsens leisten“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Das Niedersächsische Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen besteht aus zwei Förderlinien und umfasst insgesamt 2,5 Millionen Euro. Davon vergibt das MWK eine Million Euro für Projekte von jeweils mehr als 25.000 Euro. Projektanträge von weniger 25.000 Euro bearbeiten die regional zuständigen Landschaften und Landschaftsverbänden – hierfür stehen insgesamt 1,5 Millionen Euro bereit. Mit dem Programm werden Einrichtungen gefördert, die in der Regel über nicht mehr als drei Vollzeitstellen verfügen oder nicht mehr als fünf eigenproduzierte Neuproduktionen pro Jahr durchführen.

MWK/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Musik-Innovation fördern / Bewerbungsfrist 15.01.2010

Kompositionsstipendien 2020 ausgeschrieben

Musik lebt von Innovation. Deshalb fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) auch im Jahr 2020 wieder herausragende junge Komponistinnen und Komponisten aus den Bereichen Neue Musik und Jazz mit insgesamt 36.000 Euro. Die Stipendien sollen freiberufliche Künstler*innen in die Lage versetzen, über einen Zeitraum von bis zu einem Jahr verstärkt künstlerisch tätig zu sein. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit, ein bis zwei Monate in den Martin-Kausche Ateliers und Künstlerwohnungen in Worpswede zu verbringen, und ihnen stehen monatlich 1.000 Euro zur Verfügung.

In idyllischer, ruhiger Lage fügen sich die einstöckigen, weißgestrichenen Bungalows harmonisch in die Landschaft am westlichen Rand des Künstlerdorfs Worpswede ein. Fünf Wohnateliers bieten Bildenden Künstlern, Schriftstellern und Musikern Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten auf Zeit. Foto: Verein Künstlerhäuser Worpswede 

„Mit den Kompositionsstipendien unterstützen wir talentierte Musikerinnen und Musiker dabei, sich ganz auf ihr künstlerisches Schaffen zu konzentrieren. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten 2019 überzeugen durch eine einzigartige Kompositionssprache, eine große stilistische Bandbreite und ungewöhnliche Konzepte“, sagt der Niedersächsische Kulturminister Björn Thümler.

Sechs Landesstipendien wurden 2019 im Bereich der Neuen Musik an Ansgar Beste, Petros Leivadas, Jieun Noh, Malte Schiller, Timo Vollbrecht und Lukas Akintaya vergeben.

Jetzt können Bewerbungen für die Kompositionsstipendien des Landes Niedersachsen 2020 beim MWK eingereicht werden. Antragsberechtigt sind Künstler*innen, die ihren Wohnsitz oder Produktionsstandort in Niedersachsen haben und das 40. Lebensjahr (Schwerbehinderte: 45. Lebensjahr) zum 31.12.2019 noch nicht vollendet haben. Antragsfrist ist der 15.01.2020.

Informationen zur Ausschreibung auf der Website des MWK: mwk.niedersachsen_musikland_niedersachsen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

20.11.2019


Hochschulen erfolgreich bei Bewerbung um geförderte Digitalisierungsprofessuren

Thümler: „Weitere Antragsrunde wird kommen“

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (Foto Wikipedia)hat die ersten Digitalisierungsprofessuren auf den Weg gebracht. Die Umsetzung kann sofort starten. Bei der Ausschreibung zur Förderung der Digitalisierungsprofessuren haben sich als Verbundprojekte die TU Clausthal und die Ostfalia Hochschule mit ihrem Antrag „Digitale Transformation nachhaltiger Prozesse und Dienste“, die Universität Göttingen und die HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen mit Ihrem Antrag zur „Data Science Region Südniedersachsen“ und das Verbundprojekt „Digitalisierung sicher gestalten“ der Universität Oldenburg und der Jade Hochschule durchgesetzt.

Die Hochschule Osnabrück wird für ihren Antrag „Applied Sciences go digital – Chancen für digitale Regionen (UAS.digital)“ gefördert und die Universität Osnabrück für ihren Antrag „KI Campus Universität Osnabrück: Realisierung der zweiten Ausbaustufe“.

Zunächst können von diesen Hochschulen bis zu 40 Professuren geschaffen werden. Die Mittel werden aufgestockt, bis ab 2021 jährlich sieben Millionen Euro Landesmittel bereitstehen. Zusätzlich werden die erfolgreichen Antragsteller temporäre Mittel in Höhe von insgesamt rund 33,6 Millionen Euro für weitere Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen sowie Infrastruktur erhalten.

„Die Einrichtung der Digitalisierungsprofessuren ist eine der wichtigsten Weichenstellungen für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Landes“, so

 Thümler. „Wir stärken damit nicht nur Forschung und Transfer, sondern ganz gezielt auch den Bereich Studium und Lehre. Durch die neuen Professuren erwarten wir eine hohe Dynamik in Form neuer Studienangebote. Nicht zuletzt stärken wir mit dem Programm den Fachkräftestandort Niedersachsen.“

Da die Nachfrage nach Professorinnen und Professoren im Bereich Digitalisierung aktuell bundesweit sehr hoch ist, werden an den acht beteiligten Hochschulen zunächst bis zu 40 Digitalisierungsprofessuren eingerichtet. Bis zu zehn weitere Professuren werden innerhalb der kommenden zwei Jahre in einer weiteren Antragsrunde ausgeschrieben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.11.2019