In der Altstadt klingt es wieder klassisch

Ab 13. Juli Festival „Klassik in der Altstadt“ - und fast immer kostenfrei 

Ellen Lee & Qingzhu Wenig

Für das Eröffnungskonzert in der Kreuzkirche am Freitag, 19 Uhr, gibt es tatsächlich noch einige Karten! Geboten wird: „Junge Exzellenzen im Konzert“ - Ellen Lee & Qingzhu Wenig, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Studenten von Prof. Bernd Goetzke und Prof. Krzysztof Wegrzyn. (Eintritt  25, erm. 15 Euro zzgl. VVK und Systemgebühr).

Die kostenlosen Samstags-Klassikrundgänge des Festivals finden sonnabends am 14., 21. und 28. Juli 2018 im vertrauten Altstadt-Dreieck Marktplatz, Historisches Museum und Kreuzkirche statt und dauern jeweils eine halbe Stunde:

Jeweils um 13 und 15.30 Uhr auf dem  Marktplatz spielt und singt die Gesangsklasse Prof. Paul Weigold, W. A. Mozart: Auszüge aus „Figaros Hochzeit“, Franziska Giesemann und Bogna Bernagiewicz (Sopran), Friedo Henken (Bariton) und Demian Ewig (Klavier). 

Um 13.45 und 16.15 Uhr in das  Historische Museum kommt Prof. Markus Maskuniittys, ein gefragter Solist und Kammermusiker, Mitglied im Stockholm Chamber Brass. Maskuniitty ist seit 2000 Professor für Horn an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und gibt regelmäßig Meisterkurse. 

In der Kreuzkirche spielen um 14.30 und 17 Uhr das Cello Quartett mit Hanearl Kim, Csaba Zsolt Maksay, Ryunji Kim und Eunjoung Jo spielt die Suite in D-Dur von David Funck sowie Richard Wagner, „Feierliches Stück“ aus der Oper Lohengrin, Claudio Monteverdi, „Pur ti Miro“ aus der Oper L‘incoronazione di Poppea und vier Songs von George Gershwin. 

Festivalinfos auf www.aj-classic.de


Vom Feinsten

Kunstpreisträger Dieter Froelich stellt Fragile Gebilde ohne Namen  im Kunstverein aus 

Der renommierte Kunstpreis der Sparkasse Hannover geht in diesem Jahr an Dieter Froelich aus Hannover. Die Frage ist: Warum in jeder Hinsicht preiswürdig – das wird in der 88. Herbstausstellung des Kunstvereins (18. August bis 28. Oktober) zu sehen sein. Gezeigt werden in der Ausstellung die neueren Arbeiten des Künstlers.

Bei der Präsentation des Preisträgers gab es schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was ab August gezeigt wird. An der Grenze von sakral und royal liegen die namenlosen Skulpturen, die an Kronen von Heiligen erinnern - und gleichzeitig an ehemalige Beinhäuser erinnern. 

Die bis zu einem halben Meter Durchmesser großen und filigranen Gebilde sind aus Ochsenschwanzknochen kunstvoll in Szene gesetzt. Dazu der Künstler: "Mich hat der Bereich von Schule, Lehrmitteln und Präparation immer fasziniert."

Ein würdiger Preisträger finden Dr. Jagau und Kathleen Rahn und freuen sich mit dem Preisträger Dieter Froelich (v.l.n.r.). Foto S. Lappe 

Denn die Knochenkronen stehen gleichzeitig für die beiden Sphären, an denen der Künstler arbeitet: die Plastik und das Kochen. Mit seiner "Restauration a.a.O" (am angegebenen Ort), einer Art fliegender Speisewirtschaft, bekam er bereits den Pro-Visio-Preis der Kulturregion. Speisen sind für Froelich "Bildentwürfe" im weitesten Sinne. Und Kochen als integraler Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit - die kann dann zu echt verblüffenden  Stücken führen wie diesem Auflagenobjekt (zehn Exemplare): ein gerahmtesKüchentuch mit dem Aufdruck "Hört auf zu kochen".

In der 88. Herbstausstellung des Kunstvereins wird das plastische Werk im Vordergrund stehen - der Künstler plant, Knopfbilder (eins mit dem Duce), selbstangefertigte Klingelbeutel und eingekleidete kleine Madonnen zu zeigen. Kunstvereinsdirektorin Kathleen Rahn betonte besonders die "Konsequenz" im Werk von Dieter Froelich.

Mehr als 500 Künstler hatten sich für die Herbstausstellung beworben. 53 wählte die Jury aus. Seit 1984 vergibt die Sparkasse ihren Kunstpreis, der mit 10 000 Euro dotiert ist und sieht darin "ein nachhaltiges Fördermittel für die hannoversche Szene", so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Dr. Heinrich Jagau.

 Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe  


Dieser Name ist ein Begriff - die Galerie Depelmann

40. Geburtstag wird in diesem Jahr gefeiert
In der Kunstszene ist der Name Depelmann ein Begriff - natürlich auch bei den Bürgern der Region Hannover. Die Galerie Depelmann feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: Vor 40 Jahren wurde die Galerie von Liesa und Hargen Depelmann in Langenhagen gegründet und ist dort mittlerweile auf über 600 Quadratmeter angewachsen.

Viel Platz für die Kunst: Galerie Depelmann in der Walsroder Straße 

 Sie hat den attraktiven Standort in der Walsroder Straße 305 bis zum heutigen Tag beibehalten.

Gezeigt wird in der Galerie zeitgenössische Kunst von etablierten wie auch von jungen Künstlern aller Sparten, die in Einzelausstellungen hier sowie auf nationalen und internationalen Messen mit Partnern  präsentiert und vertreten werden.

Im Sommer richtet die Galerie im Außenbereich den Skulpturengarten ein

Im klassischen Bereich ist die Galerie in Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Fürstenberg, Hannover, Hamburg, Münster, Stuttgart und Wiesbaden unterwegs. 

Das Galerieprogramm wird in Düsseldorf, Karlsruhe, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Bologna, Innsbruck, Stockholm, und Wien gezeigt.

Ihr Grafikangebot stellt Depelmann in Dresden, Düsseldorf, Karlsruhe, Frankfurt, Grenchen (Schweiz), Innsbruck, Madrid, und Paris vor.

(Informationen: www.depelmann.de)

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Das Kindermuseum treibt's bunt

Zinnober, das Kindermuseum mit Mitmach-Ausstellung

Das Kindermuseum ist es bunt: Die aktuelle Mitmach-Ausstellung "Das klingt bunt! Musik und Kunst mit Kindern - Platz für wilde Ideen" wird verlängert. Die Klang und Kunstobjekte sind noch bis 2. September, zu erleben. In den kommenden Wochen wird dazu ein umfangreiches Begleitprogramm mit KreativWorkshops angeboten.

Der Eintritt kostet 7 Euro für Kinder und Erwachsene, mit Hannover AktivPass freier Eintritt. Weitere Informationen unter www.kindermuseumhannover.de

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Museum in Nienburg erhält Preis der Sparkassenstiftung

Den Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der mit 15 000 Euro dotiert ist, bekommt das Museum in Nienburg. Begründung: Das Haus sei ein herausragendes und erfolgreiches Beispiel eines vereinsgeführten Museums, sagte die Stiftung. Die Preisvergabe ist für den Herbst geplant.

http://www.museum-nienburg.de/portal/seiten/quaet-faslem-haus-1005-1.html?rubrik=1001

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Hannover ist Slam-City

Vom 27. bis 29. Juli wird Faust der Nabel der Slam-Szene

Konzept, Idee und Lineup des dreitägigen Poetry Slam-Sommer-Festivals "Hannover Slam City"  vom 27. bis zum 29. Juli stehen fest.
Geboten wird drei Tage ein rasanter Querschnitt durch alle Spielarten des Poetry Slam: Zu sehen sind Solo-Shows namhafter Stars der Szene, ein fulminanter Musik-Slam, die erste offizielle Hannoversche Stadtmeisterschafte, musikalische Live-Acts mit viel Wortwitz, eine Zaubershow und die Königsklasse des Slam, der Team-Slam.

Dabei ist alles, was im Poetry Slam Rang und Namen hat! 

Außerdem gibt es eine Street Food-Meile, einen Biergarten und den speziellen Bücherbus.

Das Festival wird Open Air auf zwei Bühnen im Innenhof der Faust ausgerichtet und bietet Platz für täglich 800 Besucher*innen.

Informationen: www.hannover-slam-city.de

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Musical Factory geht in die zweite Runde

Nach Non(n)sens jetzt Blues Brothers im SofaLoft

Im September 2017 war die Musical Factory Hannover (MFH) erfolgreich mit ihrer ersten Produktion „Non(n)sens“ gestartet. Jetzt kündigten die Produzentin Julia Goehrmann und der künstlerische Leiter der MFH, Gerhard Weber, ihrer zweite Produktion im Theatersaal im SofaLoft - dem Möbelhaus, das Wohnzimmer ist - in der Jordanstrasse an.

Ab 14. September werden  die „Blues Brothers“ in 31 Vorstellungen das Publikum genauso begeistern wie „Non(n)sens “. Die Geschichte des Welterfolgs: Jake und Elwood Blues haben die Mission, das Waisenhaus, in dem sie aufgewachsen sind, vor dem Steuerschuldenruin zu retten. Bedingung ist: Sie müssen das Geld auf legalem Weg beschaffen...!

Wie die beiden Jungs, die das niemals gelernt haben, das hinkriegen haben schon Millionen Zuschauer oder Hörer als Musical, Film oder Konzert gesehen und gehört, aber es kommt auch auf die Inszenierung und das Ambiente an – und das ist im SofaLoft schon was Besonderes.

Stellen das neue Musical im SofaLoft vor: Gerhard Weber, Julia Goehrmann und Sylvia Sobbek, SofaLoft-Chefin (v.ln.r.). Foto S. Lappe

Auch wenn man die Geschichte kennt: Jake bekommt eine göttliche Eingebung, nämlich sie müssen ihre frühere Band wieder zusammenbringen, denn was sie wirklich gut können, ist Musik machen! Doch ziemlich schnell haben die Brüder jede Menge Ärger am Hals und bringen sich von einer chaotischen Situation in die nächste... zum Glück tragen sie Sonnenbrillen und sind im Namen des Herrn unterwegs. Mit unvergesslichen Songs wie „Shake A Tail Feather“, „Everybody Needs Somebody to Love“, „Jailhouse Rock“ und vielen anderen präsentiert die Musical Factory in einer eigenen Fassung frei nach dem Kultfilm von John Landis ein mitreißendes Musical mit rasantem Höhepunkt im Auftrag der Musik. Everybody needs some... musical to love!

Goehrmann und Weber nehmen die Herausforderung auf der kleinen Bühne vor 150 Zuschauern (freie Platzwahl) an. Und die sechs Darsteller bringen eine Mammutleistung: Sie schlüpfen in bis zu zehn Rollen. Auch die Livemusik liegt in bewährten Händen: Uli Schmid am Piano und Markus Matschkowski oder Axel LaDeur an den Keyboards

Die Karten (34 Euro, ermäßigt 17) gibt es schon bei den bekannten Vorverkaufsstellen und natürlich auch im SofaLoft.

www.musical-factory-hannover.de

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Voller Einsatz

Weltwirtschaft wird von Theaterformen nachgespielt

Sollten wir unser Leben als Spiel betrachten? Darauf können die Theaterformen  eine gezielte Antwort geben. Die Belgische Gruppe Ontroerend Goed hat beim Festival Theaterformen, dieses Jahr turnusgemäß in Braunschweig, ein äußerst nobles Casino eröffnet, in dem die Besucher die globalen Geldströme in so richtig in Fluss bringen können. An Spieltischen aus edlem Holz erwürfeln sie unter der sacht fordernden Anleitung eines Croupiers die erwirtschafteten Ertäge ihres Kapitals, das aufgestapelt vor ihnen nun liegt. Doch statt einfach nur zuzuschauen, spekuliert der Theaterbesucher an Ort und Stelle mit Rohstoffen und Finanzprodukten, er handelt mit Optionsscheinen sowie mit Staatsanleihen und folgt artig den Verlockungen von immer größeren Erträgen.

Die Dramaturgie des Abends ahnt man schon recht bald. Am Ende wird das am Spieltisch simulierte Wirtschaftssystem zusammenbrechen. Denn der Absturz oder Crash soll die Katharsis dieses Theaterabends sein: Der reinigende Erkenntnisgewinn soll das Streben nach leichtem Profit zumindest  in Frage stellen. Und so passiert es auch. Einige Spieltische, die hier Staaten darstellen, werden zahlungsunfähig, ihre Papiere und Währungen sind wertlos.

Ontroerend Goed . Gent . Belgien £¥€$

Allerdings treibt das nicht alle in den Ruin - die Krise kennt auch hier Profiteure. Kein Grund, um nicht gleich wieder eine Runde zu zocken!

Das Erwartbare macht das Theaterkollektiv Ontroerend Goed so richtig interessant.  Und recht gern lässt man sich auf die sinnlichen Reize des Spiels ein, zu dem die Gruppe auch auffordert. Über den goldenen Wüfel freut man sich, den bekommt man, wenn das Geschäft expandiert über die Atmosphäre des Vertrauens und der Bedeutung, die die Schauspieler als Spielleiter schaffen und über den Nervenkitzel beim Werfen des Würfels.

Daß aber der Abend so durchschaubar erscheint, eröffnet letztlich sogar eine beruhigende Einsicht: Wahrscheinlich ist manches davon in der vermeintlich hochkomplexen Wirklichkeit nicht sehr weit entfernt von den verstörend einfachen Mechanismen dieses kribbelnden Spiels. Und die Gesprächsthemen gehen den Besuchern jedenfalls auch lange nach Ende der Vorstellung nicht aus.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe  


Das könnte was werden

GmbH übernimmt Aufgabe für Kulturhauptstadtbewerbung - Bewerbung soll Tourismus-Chef Hans Christian Nolte leiten

Der Kulturdezernent ist out - es lebe die noch zu gründende GmbH, die die Bewerbung Hannovers um den Titel Kulturhauptstadt steuern soll. Darauf haben sich alle Ratsfraktionen geeinigt - mit Ausnahme von AfD und "Hannoveraner". Derzeit wird der Wunsch aus der Politik noch mit dem amtierenden Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) abgestimmt. Der Vorteil liegt darin, so ist aus Ratskreisen zu hören, daß Entscheidungen schneller getroffen werden können. "Auch Personaleinstellungen  werden so beschleunigt", sagt ein Ratspolitiker. In der vergangenen Kulturausschusssitzung hatte die SPD moniert, daß das Kulturhauptstadtbüro unterbesetzt sei. Nun soll das Büro in die neue Gesellschaft integriert werden.. Schon im kommenden Jahr muß die Bewerbungsmappe auf dem Tisch der Jury liegen.   

Und wie soll es anders sein, alle Hoffnungen liegen auf Nolte. Die Überlegung ist, die Gesellschaft in die Hannover Veranstaltungsgesellschaft (HVG) einzubetten. Von ihr wird auch unter anderem das Maschseefest und den Feuerwerkswettbewerb veranstaltet. HVG-Chef und zugleich Hannovers Tourismus und Marketingchef, Hans-Christian Nolte, würde dann auch die Kulturhauptstadt-Bewerbung leiten. Denn die Ratspolitiker trauen Nolte zu, abseits aller Querelen im Rathaus eine überzeugende Bewerbung für die Kulturhauptstadt auf die Beine stellen zu können.

Hans Christian Nolte hat schon viel in und für Hannover bewegt. Foto HMTG

Übergangsweise hat die Stellvertreterin des suspendierten Kulturdezernenten Harald Härke, Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski, das Kulturdezernat übrnommen. Doch dem Vernehmen nach führt Sozialdezernentin Konstanze Beckedorf die Geschäfte im Kulturbereich.

 Presse Dienst Nord, Ute Micha, Hannover Woche, Sigrid Lappe

 


Oedts Westerhof Berater für Kulturhauptstadt-Bewerbung macht Hannover richtig Mut

Lob gilt auch der Infrasturktur der Landeshauptstadt

Eines kann man schon sagen, der Niederländer Oeds Westerhof versteht sein Handwerk. Er stellte sich beim Netzwerktreffen der Unesco City of Music auf dem Faustgelände mal kurz vor und mit einem Augenzwinkern sagte der 46-jährige: "Meine Erfolgsquote liegt bei  100 Prozent und ich hoffe, dass das auch so bleibt".

Mittlerweile ist ja bekannt, dass Westerhof die Bewerbung der niederländischen Kleinstadt Leeuwarden, aktuelle europäische Kulturhauptstadt neben dem maltesischen La Valletta, zur Kulturhauptstadt geführt hat. Die Aufgabe von Westerhof besteht darin, ein sogenanntes "Bid Book", eine Art Bewerbungsbuch- oder Katalog zu erstellen. Dazu der Berater: "Da geht es um Geldfragen, um Hotelkapazitäten, um Infrastruktur - und da muss ich sagen, dass Hannover das bisher sehr gut verborgen gehalten hat für die Welt. Das müssen wir vielleicht ein bisschen ändern."

Bei dem "Bid Book" handelt es sich nicht um das Programm für 2025 - es wird vielmehr für eine internationale Jury erstellt, die entscheidet, welche Stadt den Zuschlag bekommt. "Man schreibt nicht nur auf, was gut ist in der Stadt, sondern man muss aufzeigen, was es in der Stadt für Entwicklungen gibt. Und diese müssen auch für Europa relevant sein", so Westerhof. Das klingt nach einer großen Aufgabe, doch er macht Hannover richtig Mut: "Eines kann ich schon mal sagen, wenn man sich Hannovers Infrastruktur ansieht, dann ist diese viel größer als bei den meisten Kulturhauptstädten der letzten zehn Jahre.

Gut beraten an den Start gehen: Oeds Westerhof soll's richten. Foto W. Feege 

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


Hannover 96 hilft mit bei der Bewerbung für die Kulturhauptstadt

Sanierungen von Bolzplätzen werden vom Verein unterstützt

Hannover 96 schiebt die Bewerbung zur Kulturhauptstadt im Jahr 2025 mit an. Zur Freude von jungen Nachwuchstalenten hat 96-Kapitän Edgar Prib auf dem Moltkeplatz schon mal vorab Heimtrickots aus der neuen Kollektion verteilt (Foto rechts). Spitze!

Der Clou aber sind die Rückennummer 25 und der Aufdruck #khh2025, die es zu diesem Anlass als Hinweis auf die Bewerbung gibt. "Wir gehen ganz fest davon aus, eine so gute Bewerbung abzugeben, dass wir den Zuschlag natürlich bekommen", verspricht Sozial- und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf (Foto links privat).

"Und wir versuchen alles, die Bewerbung zu begleiten", beteuert 96-Sportdirektor Horst Heldt. Vereinspräsident Martin Kind übernimmt die Rolle des Fans und sportlichen Motivators. „Wir gehören zu Hannover, wir lieben Hannover." Die Stadt sei sehr attraktiv und habe den Sieg verdient. Angesichts der Wettbewerber gibt sich Vereinspräsident Kind optimistisch. „Wenn wir nicht gewinnen, haben wir etwas falsch gemacht."

Zwischen dem Sportverein und der Stadt Hannover gibt es bereits eine Kooperation, wie zum Beispiel bei der Sanierung der Bolzplätze. Im vergangenen Jahr hat der Verein aus einem Testspiel gegen Schalke rund 15 000 Euro für den De-Haen-Platz spendiert. Und diese Unterstützung helfe der Stadt sehr, sagte Beckedorf.

Denn mit dem Leitthema „Nachbarschaft" will sich Hannover um den Titel der Kulturhauptstadt bewerben. Und Bolzplätze passen gut dazu, sagt die Sportdezernentin. „Kinder aus der Nachbarschaftlernen sich eben auf dem Bolzplatz kennen. Sport bringt die Menschen zusammen und stärkt den Teamgeist“.

Auch möchte Hannover 96 die Unterstützung de Bolzplätze in Zukunft fortsetzen dafür stehen Spendenboxen in den Fanshops bereit. Außerdem will der Verein mit Aktivitäten Geld für die Platzsanierung einnehmen. In diesem Jahr sollen laut Umfrage drei Plätze in besonders schlechtem Zustand ermittelt werden, kündigt Marketingleiter Josip Grbavac an. „Dort veranstalten wir Bolzplatzfestivals mit Grillen und Hip-Hop." 

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


Junge, kreative Köpfe: ran an 3 x 10.000 Euro

Kulturbüro will schnell und unbürokratisch fördern

Kulturschaffende aus Hannover können bis Ende 2018 kurzfristig für eine Förderung von bis zu 1.500 Euro mit Projekten zu den drei Themen Junge Kultur, Internationale Kultur und UNESCO City of Music beantragen. Mit der neu eingeführten, unbürokratischen Förderung „3 x 10.000“ will das Kulturbüro NeueinsteigerInnen im Kulturbereich motivieren, sich schnell und unbürokratisch - lange Antragsfristen und komplizierte Kostenfinanzierungspläne adé – um eine Finanzspritze zu bemühen.

Das Kulturbüro der Landeshauptstadt ist ein wichtiger Ansprechpartner für die Kulturszene in Hannover. Kunst- und Kulturschaffende können beim Kulturbüro eine finanzielle Förderung beantragen, sich beraten lassen oder projektbezogen mit dem Kulturbüro Kooperationen eingehen.

Stellten "3 x 10.000" gemeinsam vor: Alice Moser (UNESCO City of Music), Janika Millan (Internationale Kultur) und sowie Bernd Jacobs (Junge Kultur).

Im Sachgebiet Internationale Kultur werden die Themen Städtepartnerschaften, internationale Kulturarbeit und UNESCO City of Music gebündelt, um neue Kooperationen im In- und Ausland zu ermöglichen und internationale Kulturschaffende in Hannover anzusprechen.

Gefördert werden Projekte aller Sparten, die die Internationalität der Kulturszene Hannovers in besonderer Weise vorantreiben und langfristige internationale Projektpartnerschaften zum Ziel haben – beispielsweise die Teilnahme an künstlerischen Workshops im Ausland, Erstkontakte mit internationalen KünstlerInnen in Hannover oder im Ausland, international ausgerichtete Projekte von KünstlerInnen mit internationalen Wurzeln, die in Hannover leben und vieles mehr.

Informationen unter: internationale-kulturarbeit@hannover-stadt.de, Telefon 168-41167

Gefördert werden auch gern Musikprojekte, die die vielfältige Musikstadt Hannover im Sinne ihres Titels als UNESCO City of Music bereichern. Fördervoraussetzung ist, dass die Initiatoren und ein Teil der MusikerInnen des Projektes aus Hannover kommen. Das Projekt sollte außerdem im Zusammenhang mit dem internationalen Netzwerk der Cities of Music stehen, welches momentan aus 31 Städten weltweit besteht und den kreativen Musikstandort Hannover bekannt machen. Die Leitlinien der UNESCO legen ein besonderes Augenmerk auf neuartige Kooperationen zwischen Zivilgesellschaft und öffentlichen oder privaten Einrichtungen sowie auf Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit innerhalb des internationalen Netzwerks der Creative Cities.

Informationen dazu bei: alice.moser@hannover-stadt.de, Telefon 168-36278.

Die Junge Kultur entwickelt eine Ermöglichungs- und Anerkennungskultur für junge kreative Köpfe an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft. Dazu gehört es, eine tragfähige Netzwerk- und Infrastruktur aufzubauen. Junge Kultur ist losgelöst von festgelegten Sparten.  Ansprechpartner für die Zielgruppe der 20 bis 35-jährigen Kunst- und Kulturschaffenden. Sie fördert Projekte, die neue Impulse setzen, experimentell und innovativ sind und aufgrund ihrer Vielfalt nicht in die klassischen Förderungen passen und die Grenzen zu anderen Gesellschaftsbereichen wie Jugendkultur, Sport, Medien, Stadtentwicklung sowie den angewandten Künsten (Design, Architektur) neu definieren.

Informationen dazu unter: Junge-Kultur@hannover-stadt.de, Telefon 168-44407.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Beziehungen literarisch belegt

Literaturfest Niedersachsen widmet sich dem Miteinander 

Die 13. Ausgabe des Literaturfestes, das die VGH-Stiftung vom 6. bis 23. September veranstaltet, findet traditionell an besonderen Orten in Niedersachsen statt. Ausgesucht wurde in diesem Jahr das Thema „Beziehungen", und das ist  auch das Thema der Niedersächsischen Musiktage (1. bis 30. September) – auch ein  gemeinsame Motto ist auch Tradition.

Festivalintendantin Susanne Mamzed (Foto) will bei dem diesjährigen Programm das Thema „Beziehungen“ in vielen Facetten abbilden.  Es passt einfach zu jeder Art von Literatur und hier gibt es einiges zu dem Thema zu sagen: Wie zum Beispiel die Beziehung eines Künstlers zu seinem Publikum.

Das ist der Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 6. September. An diesem Tag treten Profisprecher Detlef Bierstedt (Synchronstimme von George Clooney) sowie Oliver Rohrbeck (Justus Jonas in der Hörspielserie "Die drei ???") gemeinsam im VGH-Gebäude in Hannover ( Schiffgraben 4) auf. Beide lesen Texte, die ihnen erst kurz zuvor von Besuchern in die Hände gedrückt werden. Zu dieser Veranstaltung dürfen und sollen die Zuschauer Texte - auch gerne eigene -  mitbringen. Einzige Bedingung: Sie müssen alle was mit Beziehungen zu tun haben. Das sollte doch leicht zu erfüllen sein! Rohrbeck und Bierstedt lesen dann aus den Texten vor, solange es allen Spaß macht. Macht was draus! 

Zum großen Finale am 23. September in der Lokhalle in Göttingen bittet das Literaturfest mit "Tafelspitzen und Tischgespräche“ zu Tisch (50 Euro incl. Menü). Bei dieser Veranstaltung werden die Literaturkritiker Anne-Dore Krohn und Dennis Scheck dem Publikum größere oder auch kleinere Appetithäppchen aus Romanen von  u.a. von Douglas Adams, T.C. Boyle mundgerecht servieren, in denen Kulinarik eine besondere Rolle spielt. Einfallsreich: Frank Schaumberg kocht dazu Erbsen-Minz-Küchlein mit Kokos-Safran Soße, vegane Créme brulèe und andere Leckereien, dazu spielt das Quadro Nuevo Weltmusik und Jazz. Das ganze Vergnügen (inklusive Menu) kostet 50 Euro.

Das waren dann mal Appetithäppchen! Ansonsten geht es beim diesjährigen Literaturfest um alle möglichen Arten von Bindungen. Und auch das Thema Beziehungslosigkeit klammert das Literaturfestival nicht aus.

Der Etat des Literaturfestivals ist angesichts der Festivalverschmelzung mit den Niedersächsischen Musiktagen nicht geschrumpft, und beide Festivals sollen im kommenden Jahr auch nicht zu einem Kulturfestival zusammengeschlossen werden. Und das Thema heißt in 2019: Mut!

Karten gibt es schon im Vorverkauf: Tel. 0800 / 45 66 54 00 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz) oder www.literaturfest-niedersachsen.de.

 

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


NDR Radiophilharmonie: Saisonstart mit britischem Klassiker

Ein spannendes Programm 2018/19 mit Andrew Manze und der NDR Radiophilharmonie

Matthias Ilkenhans, Manager der NDR Radiophilharmonie, Andrew Manze und der Leiter des Bereichs Orchester, Chor und Konzerte, Achim Dobschall (v.l.) stellen das neue Programm vor. Foto S. Lappe

Die Konzertsaison 2018/19 startet am 8. September mit dem deutsch-britischen Klassiker, den „Hannover Proms“ im Kuppelsaal - mit TV-Übertragung nach London. Nach der kompletten „Scheherazade“ von Rimsky-Korsakow folgen Stücke von Saint-Saens, Waxman und Elgar. Und zum Schluss  wird es wieder very british und bei „Hope and Glory“ wird wieder tüchtig mitgeschmettert.

Die Konzerte des Jahres werden spannend und unter die Haut gehen: Das „War Requiem“ zum Ende des Ersten Weltkrieges - denn 2018 ist der 100. Jahrestag eines entsetzlichen Krieges. Zu hören und sehen  wird die NDR Radiophilharmonie im Kuppelsaal von Hannover und eine Woche später in der Kathedrale von Liverpool.

Auf ganz besondere Weise soll die deutsch-britische Freundschaft vertieft werden. Musiker aus Hannover und aus der Royal Liverpool Philharmonic werden gemeinsam musizieren, die Chöre gemeinsam singen – auch in den Gottesdiensten zu Ehren der Toten. Und was besonders schön ist, die Musiker werden sich gegenseitig beherbergen.

„Das wird symbolisch gewaltig“, so Andrew Manze, der das außergewöhnliche Projekt bei der Vorstellung des Programmes der nächsten Saison bekannt gab. Diese Musik, gespielt vier Monate vor dem Vollzug des Brexit, das sei einfach ein Zeichen, so der überzeugte Europäer Manze: „Das Konzert ist ein Projekt, an das ich denken werde, bis ich sterbe.“

Der Vorverkauf für fast alle Konzerte der neuen Saison ist bereits gestartet. Ausnahmen: Die Karten für das Mitsing-Konzert „Samson“ (23. Juni 2019) sind ab 9. August 2018 und für Phil & Chill (23. Februar 2019) ab 20. November 2018 erhältlich.

Viele Berühmtheiten sind unter den Gästen zu finden, darunter Star-Dirigent Christoph Eschenbach, der Bartoks „Konzert für Orchester“ aufs Programm gesetzt hat (29.11.) und den Solisten Tzimon Barto virtuose begleiten wird. Eine Herausforderung für die Radiophilharmonie wird das gewaltige „Heldenleben“ von Richard Strauss (11.10.) werden, geleitet von Robert Trevino. Und Andrew Manze freut sich besonders auf Altstar Emanuel Ax, der US-Pianist wird Strawinskys „Capriccio“ spielen, das Orchester die erste Sinfonie von Brahms.

Ausflüge in die Gegenwart unternimmt das Orchester am 9. Mai 2019 mit der recht anspruchsvollen „Harmonielehre“ von John Adams („Nixon in China“).

In Sachen CD-Produktion hat das Orchester auch so einiges vor: In diesem Jahr wird der prämierte Mendelssohn-Zyklus (Preis der deutschen Schallplattenkritik) mit der zweiten Sinfonie abgeschlossen. Dann sind noch die beiden Mozart-Sinfonien Nr. 40 und 41 in Arbeit. Und danach widmet sich Andrew Manze einem Großprojekt: Der Einspielung sämtlicher Sinfonien von Jean Sibelius – „ein Komponist, der in Deutschland leicht übersehen wird.“ Die Produktion übernimmt wieder das Highend-Label Pentatone, und wird in Surround aufgezeichnet und die Musik auf SACD veröffentlichen.

Die nächste Saison wird noch so richtig spannend: Zwei Weltstars werden von der Radiophilharmonie begleitet: Anna Netrebko beim Schlusskonzert des Schleswig-Holstein-Musikfestival und Elena Garancia auf einer Tournee.

Neu ist ein Angebot des NDR: Schüler, Studenten, Azubis bis einschließlich 29 Jahre können ab 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse des NDR-Ticketshops im Funkhaus Restkarten für die jeweilige Veranstaltung für 5 Euro ergattern.  

Orchestermanager Matthias Ilkenhans blickt in die Zukunft: Der Große Sendesaal wird in der nächsten  Saison für sechs Monate für umfangreiche Verbesserungen in Sachen Akustik geschlossen und im Januar 2020 wieder eröffnet. Das Orchester wird ein besonderes Podium bekommen, um den Klang zu optimieren. Und dann wird noch das Foyer umgestaltet – die Planungen sind schon voll im Gang.

Kinder ins Konzert! - Die NDR Radiophilharmonie hat wunderbare Projekte.

Alle Konzertveranstaltungen sind in den Programmheften „Konzertsaison“, „Discover Music!“ und neu „Orchester-Detektive!“, einer neuen Reihe für Kinder von 6 bis 11 Jahren, zu finden.

www.ndr.de/radiophilharmonie2018/2019

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Kultur für Kinder und Eltern mit dem SPIEL:ZEIT-Programm

Kinder und ihre Eltern bekommen Zugang zur Kulturszene

Das Kinderkulturprogramm SPIEL:ZEIT, an der die gesamte Familie am Wochenende kostenlos teilhaben kann, geht in den nächsten Monaten weiter. Bei diesem von der Rut-und Klaus-Bahlsen-Stiftung geförderten Projekt werden Familien mit Kindern ab etwa sechs Jahren angesprochen, die bisher wenig Zugang zur kulturellen Vielfalt in Hannover haben. Ziel ist es, ihnen eine unterhaltsame und spannende gemeinsame Zeit zu ermöglichen, in der sie neue Erfahrungen machen und Kontakte knüpfen können. Die darstellenden Künste wie Tanz, Bewegung und Theater bilden die Angebotsschwerpunkte des inhaltlichen Programms. Das kostenlose Angebot gibt es kontinuierlich an regelmäßigen Terminen und Standorten.

Informationen unter kinderkultur-stadt-hannover.de

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst, Nord


„Kunst umgehen“ 2018

Vermittlungsprogramm für Kunst im öffentlichen Raum

Kunst im öffentlichen Raum hat in Hannover eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert: Im Lauf der Jahrzehnte wurden mehr als 200 Skulpturen, Plastiken und Installationen im Stadtraum platziert. Kaum eine andere deutsche Stadt weist eine so hohe Dichte an künstlerischen Objekten auf. Als eine der ersten deutschen Kommunen holte sich die niedersächsische Landeshauptstadt in den Jahren 1969 bis 1974 mit dem Straßenkunstprogramm zeitgenössische Kunst gezielt in öffentliche Räume.

Mit unterschiedlichsten Blickwinkeln aus Kunst und Wissenschaft wird beim Kunstvermittlungsprogramm „Kunst umgehen“ „um die Kunst gegangen“ mit dem Ziel: neugierig werden, einen Überblick gewinnen, bestimmte Aspekte in den Fokus rücken und schließlich aktiv die Perspektiven wechseln. Eine gezielte Wahrnehmung der Kunst im öffentlichen Raum schließt auch deren Orte mit ein - und lässt im Idealfall auch anders mit der Stadt umgehen.

Termine in der PDF:

https://www.hannover.de/Media/01-DATA-Neu/Downloads/Landeshauptstadt-Hannover/Kultur-Freizeit/Kulturbüro/Kunst-umgehen2/Kunst-umgehen3

 


Dori wird für Jagau entschärft

Werbefigur zeigt sich jetzt züchtig

Sind sie etwa eingeknickt, Herr Haese? Auf keinen Fall! Günter Haese, Chef der Wohnungsgenossenschaft Gartenheim steht vor der Skulptur Dori, eine von ihm entworfene und sogenannte Busenschnecke, die seit einiger Zeit für Unruhe sorgt.

Die recht üppige Busenschnecke hat Fans, aber auch Gegner wie Frauenorganisationen, und selbst Regionspräsident Hauke Jagau mischt mit: sie finden sie sexistisch. Denn Dori hat gewaltige Brüste, die sie bloß zeigt. Der ganze Schlamassel fing an, nachdem die ÜSTRA die Gartenheim-Werbung mit der Busenschnecke von ihren Bussen verbannte. Dann hat der Gartenheim-Chef reagiert und ihr nicht nur Flügel sondern auch noch von der Strickkünstlerin Mansha Friedrich einen bunten BH aus Acrylwolle verpassen lassen.

Für Günter Haese ist der nun so züchtige Busenschneckenschmetterling kein Zurückrudern: „Wir haben einen Witz verballhornt“, sagt er. Natürlich finde er die Busenschnecke witzig, „sonst hätte ich sie ja nicht gemacht“. Ja und die teils heftigen Reaktionen? „Dass man eine gewisse Form der Eskalation in Kauf nimmt, ist das Wesen der Kunst. Wie wahr!

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Außereuropäische Sammlungen Niedersachsens sollen erforscht werden

Das koloniale Erbe -  Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen

Viele interessante Objekte, aber auch Objekte mit problematischer Geschichte, werden in außereuropäischen Sammlungen präsentiert. Durch die Volkswagenstiftung sollen nun die außereuropäischen Sammlungen Niedersachsens dank einer Förderung erforscht werden. Das soll unter der Leitung des Landesmuseums Hannover in den kommenden drei Jahren passieren. Untersucht werden sollen die Bestände des Landesmuseums sowie die ethnografischen Sammlungen in Göttingen, Oldenburg, Hildesheim und Braunschweig.

Das Verbundforschungsprojekt "Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen“ soll erforschen, wie diese Sammlungen während der Kolonialzeit entstanden sind. Es soll aber auch der Frage nachgegangen werden, welche Wirkung diese Objekte in Europa entfalteten – sei es, dass sie zur Legitimation kolonialer Herrschaft beitrugen, ethnologisches oder auch kunstgeschichtliches Wissen verbreiteten, primär von ökonomischer Bedeutung waren oder in „Völkerschauen“ der Unterhaltung dienten.

Viele dieser Objekte werfen auch Fragen rechtlicher und ethischer Natur auf, es ist zwar eine enge Zusammenarbeit zwischen Geschichtswissenschaft, Ethnologie und Rechtswissenschaften vorgesehen. Hier soll Klarheit im Umgang mit Rückgabeforderungen geschaffen werden.

www.landesmuseum-hannover.niedersachsen.de/WeltenMuseum/forschung/provenienzforschung/provenienzforschung-am-landesmuseum-hannover-84679.html

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Sonderausstellung "Beziehungskiste. Über Kommunikation

Einblick in Kommunikationsmedien auch im Kestner Museum

In der Ausstellung "Beziehungskiste. Über Kommunikation" werden Kommunikationsmedien, die über Jahrtausende in den unterschiedlichen Zivilisationen verwendet wurden gezeigt. Objekte vom alten Ägypten, der klassischen Antike bis zur Moderne zeugen von Botschaften und dem Austausch mit den Mitmenschen (noch bis 19. August 2018).

Mit dem Radio "Weltempfänger T 1000 CD" (Design: Dieter Rams, Hersteller: Braun AG) konnten in den Sechzigerjahren Sender aus der ganzen Welt empfangen werden. © Museen für Kulturgeschichte

Auch zu dieser Ausstellung gibt es wunderbare Begleitveranstaltungen.

Kestner-Museum vor Neuaufstellung

Forschen, vernetzen, ausstellen: Die Pläne des Museums für 2018

Bevor überhaupt etwas besprochen wurde, kam eine Klarstellung: „Wir haben das Schönste“, sagte Christian Loeben zum Auftakt der Präsentation der Pläne von Hannovers ältestem Museum für das Jahr 2018. Und dann ging es auch schon los – der Ägypten-Kurator des Kestner-Museums meint ein römisches Relief, von dem es weltweit nur noch zwei weitere - eines im Pariser Louvre, eines im Britischen Museum in London, gibt. Und da sich über Schönheit prima streiten lässt, fügte Loeben noch hinzu, ist das hannoversche Exemplar  jedenfalls am vollständigsten. Vielleicht ist das der Grund, warum es demnächst nach Los Angeles reisen darf, wo das Getty-Museum es ausstellen möchte.

Die Wertschätzung von der Westküste erfreut das Kestner-Museum, daß ein schwieriges Jahr zu verzeichnen hatte. Einmal der Brandschutz und auch die Klimatisierung des Hauses müssen auf den neuesten Stand gebracht werden, was nach den Worten von Museumsdirektor Thomas Schwark (Foto links) zu Einschränkungen des Betriebes führen kann, deren Umfang noch nicht absehbar sei. Auch steht das Museum inhaltlich vor einer Neuaufstellung, woraus das Museumsteam dann auch das Beste  zu machen versucht.

Das ist auch an den Ausstellungen zu sehen, die auf die derzeit noch laufenden Schauen „O Isis und Osiris“ (verlängert bis 24. Juni) und „Beziehungskiste“ (bis 19. August) folgen.

„Von Krösus bis Karl – Weltgeschichte in Münzen“: Die Reihe der Münzschauen , die 2015 mit Exponaten aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert gestartet ist, setzt Simone Vogt, die Numismatikerin des Hauses, mit Münzen aus der Zeit Karls des Großen fort (19.Juli bis 28.Oktober).

„Ohne Titel. Das Kestner denkt sich neu“: Diese Ausstellung soll sich der schon lange diskutierten Frage widmen, welche Artefakte aus dem reichen Sammlungsbestand für die überfällige Neugestaltung der Dauerausstellung in Betracht kommen und wie sie gezeigt werden sollten. Sally Schöne, die Kuratorin, plant schon die Präsentation erster Ansätze, will aber erst durch Museumsbesucher eine Befragung durchführen um das Urteil der Bürger zu erforschen (18. Oktober bis 17.März 2019).

„Spuren der NS-Verfolgung“: In dieser Ausstellung geht es auch um Forschung, die sich nach den Worten von Museumsdirektor Schwark teils fragwürdigen Herkunft von Exponaten in den kulturhistorischen Sammlungen der Stadt beschäftigen soll. Der Provenienzforscher Johannes Schwartz will unter anderem ausleuchten, wie eine römische Grabstele aus jüdischem Besitz über Robert Ley und Hermann Göring ins Kestner-Museum gelangt ist (6. Dezember bis 16. Juni 2019).

Daß das Haus international ist, zeugt überdies an dessen Beteiligung an einem Forschungsverbund zur Sammlung persischer Bronzen – ein Netzwerk, an dem nach den Worten von Kuratorin Anne Viola Siebert auch Institutionen in Belgien, Großbritannien und dem Iran beteiligt sein werden.


Ein Verwirrspiel um die Liebe „Wie es euch gefällt“

Neues Shakespeare-Musical von Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig.

It's Shakespear time! Das neue Musical "Wie es euch gefällt" von Heinz Rudolf Kunze (Text) und Heiner Lürig (Musik) kommt vom 2. bis 25. August auf die Bühne im Theater am Aegi. Nach den Erfolgen von "Sommernachtstraum" und "Kleider machen Liebe oder: Was ihr wollt" und dem unglaublichen "Sturm" ist "Wie es euch gefällt die vierte Shakespeare-Inszenierung des beliebten Autoren-Duos.

Wer erinnert sich nicht an die wunderbaren Abende mit dem Sommernachtstraum im Gartentheater Herrenhausen? Zwar ging ein Großteil der Vorstellungen bei nicht unbedingt traumhaften Wetterbedingungen über die Bühne, aber trotzdem: Ein Sommer in Hannover mit Shakespeare, das passt. In Zukunft werden die Vorstellungen nicht mehr den Wetterkapriolen ausgeliefert sein, denn es wird im Theater am Aegi gespielt.

Bis zur Premiere am 2. August ist für alle Beteiligten noch viel zu tun! Als Regisseurin wurde dafür Renate Rochell aus Hannover gewonnen, die über eine 25-jährige Erfahrung als Regisseurin und Choreographin verfügt.

Wie es euch gefällt: Hauptdarstellerin Merle Hoch mit den Autoren Heinz Rudolf Kunze (links) und Heiner Lürig (rechts). Foto: Hannover Concerts  

Für das Bühnendesign und die Ausstattung wird Manfred Kaderk verantwortlich sein und sicher für einige optische Überraschungen sorgen. Die musikalische Leitung übernimmt Andreas Unsicker, der sich in den letzten Jahren mit verschiedenen Musical- und Schauspielproduktionen an diversen deutschen Theatern einen Namen machte.

Das Publikum darf sich auf Top-Besetzungen freuen: Für die Hauptrollen gewann Produktionsleiter Jürgen Hoffmann von Veranstalter Hannover Concerts mit Merle Hoch als Rosalinde und Oliver Morschel als Orlando zwei absolute Hochkaräter. Merle Hoch ist den Fans vor allem aus dem Erfolgsmusical „Tarzan“ bekannt, in dem sie mehr als 1000 Mal die Rolle der Jane spielte. Oliver Morschel gewann 2011 den Bundeswettbewerb für Musical-Gesang und bekleidete Rollen unter anderen in den Musicals „Shrek“ und „Rocky“. 

Eintrittskarten für die Vorstellungen vom 2. bis 25. August sind bereits im Vorverkauf unter 0511 – 12123333, www.hannover-concerts.de und an den Vorverkaufsstellen erhältlich. Infos und Termine unter www.hannover-concerts.de

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


5. NDR Klassik Open Air "Don Giovanni"

„Don Giovanni“ mit der NDR Radiophilharmonie am Neuen Rathaus

Am 25. August ist es wieder soweit: Das traditionelle NDR Klassik Open Air 2018 wird wieder im Maschpark aufgeführt.

Erstmals wird Andrew Manze, Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie, die Aufführung dieser erfolgreichen Veranstaltungsreihe dirigieren. Auf dem Programm steht Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Don Giovanni“.
Auch "Don Giovanni" wird den Maschpark auf ganz besondere Weise bespielen.

Alle Karten für die Aufführung  und die Generalprobe der Open-Air-Oper "Don Giovanni " waren innerhalb weniger Tage ausverkauft, teilte der NDR als Veranstalter mit.  

Aber da ist es wieder ein großes Erlebnis, der wundervollen Aufführung, bewaffnet mit Decken und Picknickkörben im Maschpark folgen – nach dem Motto „umsonst und draußen“. Auch ein tolles Ereignis, weil es da immer fröhlich und locker zugeht, zumal auch die großen Videoleinwände einen besonderen Einblick geben (Foto NDR).

 

Der Konzerttermin am Sonnabend, 25. August 2018, liegt außerhalb der Sommerferien und bietet so vielen Menschen die Möglichkeit, dieses Event zu erleben.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha 


41 Filmschaffende hatten sich mit ihren Projekten um Förderung beworben

Dokumentar-, Spielfilme und Animationen auch Projektentwicklung, Produktion oder Vertrieb - die Anträge spiegeln das vielseitige regionale Filmschaffen wider.

Die nordmedia und das Filmbüro Bremen haben zum vierten Mal für Nachwuchsfilmprojekte und künstlerische Filme zwischen 1.000 und 10.000 Euro vergeben. In diesem Jahr standen 32.700 Euro zur Verfügung.

Die Jury, bestehend aus Andrzej Król (Kameramann, Hamburg), Birnur Pilavci (Filmemacherin, Berlin) und Johanna Sunder-Plassmann (Dokumentarfilmerin / Gestalterin von Ausstellungen, Köln) hatte am 19. und 20. April 2018 neun Projekte zur Förderung ausgewählt. 

Der Schwerpunkt des Projektstipendiums liegt auf der Produktion – acht Projekte werden in den nächsten Monaten entstehen. Ein weiteres Projekt wird im Vertrieb gefördert. Auch thematisch wird die Vielseitigkeit widergespiegelt: Es geht um Kolonialisierung und Globalisierung, Selbstoptimierung, Nachwuchspolitiker im heutigen Polen, moralische Entscheidungen, kleine Städte im Iran und Gedichte.

Die Stipendiaten haben ein Jahr Zeit, ihr Projekt zu realisieren. Die Abwicklung der Förderung erfolgt über das Filmbüro Bremen e.V. und die Filme werden auf dem Filmfest Bremen (20.-23. September 2018) präsentiert.

Näheres zu den einzelnen Projekten unter: http://www.filmbuero-bremen.de/filmstart-04/


cast & cut - Stipendien für KurzfilmerInnen im Jahr 2019

Die Stiftung Kulturregion Hannover und die nordmedia bieten jährlich zwei Stipendien für KurzfilmerInnen an.

Die StipendiatInnen erhalten aus Mitteln der Stiftung Kulturregion Hannover für jeweils ein halbes Jahreinen monatlichen Geldbetrag und zusätzlich einen Projektkostenzuschuss in Höhe von 10.000 Euro. Die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH stattet jedes Stipendium mit einem weiteren Projektkostenzuschuss von 5.000 Euro aus.

 

Den StipendiatInnen wird von dem Wohnungsunternehmen Gundlach in der “Villa Minimo” (Foto), die gleichzeitig StipendiatInnen des Kunstvereins Hannover aus dem Bereich Bildende Kunst beherbergt,  mietfrei ein großzügiges möbliertes Appartement zur Verfügung gestellt.

Das Stipendium ist für junge Filmemacher aus dem gesamten Bundesgebiet offen. Gesucht werden regieerfahrene StipendiatInnen, die im Bereich des Kurzfilms ihre filmischen Erfahrungen erweitern und/oder kreatives Neuland betreten wollen.

Voraussetzung für die Bewerbung ist ausreichende Regieerfahrung (mindestens zwei ausgewertete Kurzfilme auf Festivals oder im Kino bzw. TV). Einzureichen ist ein Kurzfilmprojekt, das während der Dauer des Stipendiums in der Region Hannover realisiert werden muss. Für die Dauer des Stipendiums sollen sich die StipendiatInnen in Hannover aufhalten.  Die Stipendien werden halbjährlich für die Zeiträume Januar bis Juni und Juli bis Dezember vergeben. 

Für die Bewerbung einzureichende Unterlagen sind im Antragsportal der nordmedia hochzuladen: Zugang über nordmedia.de/castcut. Und sie müssen auch in einfacher Ausfertigung an die: nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH, Stichwort: cast & cut, Henning Kunze, Expo Plaza 1, 30539 Hannover, Tel.: 0511-123456-52, E-Mail: h.kunze@nordmedia.de, geschickt werden. Bewerbungsschluss für 2019 ist der 30. September 2018.

www.stiftung-kulturregion.de bzw. www.nordmedia.de


Voller Erfolg: LUMIX Festival

Das LUMIX Festival vom 20. bis 24. Juni auf dem ehemaligen Expo-Gelände machte Alle glücklich

Aus etlichen Ländern der Welt hatten junge Fotografinnen und Fotografen ihre fotojournalistischen Arbeiten oder Multimedia-Reportagen an die Hochschule eingesandt.

Die Stände der Fototechnikschau und Plätze im Container-Dorf waren umlagert von begeisterten und erschütterten Besuchern.

Mit dem STERN hatten die Veranstalter zum zweiten Mal einen Partner zur Seite, der für Nachwuchsfotografen interessante Möglichkeiten der Förderung bietet.

In diesem Jahr war die Fototechnikschau noch hochkarätiger und vielfältiger gestaltet. Sie bildete im 1500 qm großen Atrium das Herzstück des Festivals. Verschiedenste Unternehmen präsentierten den über 40.000 Besuchern neueste Technik und interessante Produkte rund um das Thema Kamera und Foto.

Zeitgleich zum Festival fand die DGPh-Tagung sowie die FREELENS-Mitgliederversammlung statt.

fotofestival-hannover.de 

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Auf zu neuen Ufern

Stiftungsdirektorin Sabine Schormann wechselt zur Documenta

Die langjährige Stiftungsdirektorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der VGH-Stiftung, Sabine Schormann (55), wird Hannover verlassen und übernimmt ab Herbst 2018 die Leitung der „documenta und Museum Fridericianum gGmbH“ in Kassel.

Die zuletztvon Finanzquerelen gebeutelte Kunstausstellung Documenta bekommt mit Sabine Schormann eine neue Geschäftsführung. Im Herbst wechselt  Kulturmanagerin Schormann nach Kassel und wird dort Generaldirektorin.

Sabine Schormann (Foto) war zuletzt in Doppelfunktion sowohl Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung als auch der VGH-Stiftung. Sie wird ihren neuen Posten am 1. November antreten. „Ich möchte gerne, dass die Documenta wieder an ihrer gewohnten Pracht als internationale Plattform künstlerischen Austauschs erstrahlen kann“, sagte die Stiftungsdirektorin.

Unter der Leitung von Sabine Schormann ist es gelungen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, mit jährlich fast 4 Millionen Euro Fördersumme eine der größten Kulturstiftungen Norddeutschlands, weiter zu profilieren. Zu nennen sind hier etwa die Entwicklung der Niedersächsischen Musiktage zum ausgewiesenen Themenfestival, die Einführung des Museumsgütesiegels zusammen mit dem Land Niedersachsen und dem Museumsverband für Niedersachsen und Bremen, unzählige Museumsneu-und -umgestaltungen, die sie aktiv beraten und in der Umsetzung begleitet hat, die Kooperationsvereinbarung mit dem Sprengel Museum Hannover die eine ganz neue Qualität der Zusammenarbeit rund um die bedeutende Kunstsammlung der Stiftung ermöglicht usw.

Die gemeinnützige Documenta und Museum Fridericianum gGmbH hatte bei ihrer Ausstellung 2017 an den beiden Standorten Kassel und Athen ein Millionengrab verzeichnet, was viel Unmut und Ärger nach sich zog. Ein Minus von 5,4 Millionen Euro wurde zuletzt genannt. Die Stadt Kassel und das Land Hessen als Gesellschafter sicherten die Zahlungsfähigkeit der Documenta mit einer Bürgschaft.

Die Kunsthistorikerin Annette Kulenkampff schmiss ihren Posten im  als Geschäftsführerin im November 2017. Sie hatte das Amt seit April 2014 inne und war mitverantwortlich für die Documenta 14 im vergangenen Jahr. Zum 1. April hat dann der Musikmanager Wolfgang Orthmayr die Geschäftsführung übergangsweise übernommen. Er soll  in enger Abstimmung mit Schormann bis zum Amt bleiben.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe



Nachdenkliches Kino mit viel Gefühl

Film zu Fragen des Lebens und Sterbens

Seit 13. April läuft der Film "Draußen in meinem Kopf" von Eibe Maleen Krebs  im Kino im Raschplatz. Die Geschichte: Sven (gespielt von dem durch seinen "Wetten, dass..."-Unfall bekannt gewordenen Samuel Koch), 28 Jahre alt, leidet an Muskeldystrophie, kann seine Arme und Beine nicht mehr bewegen, muss von Pflegekräften im Heim versorgt werden. Weil die aber nicht viel Zeit für Betreuung haben und auch, damit er nicht so einsam in seinem Einzelzimmer ist, bekommt er den Abiturienten Christoph (Nils Hohenhövel) zugeteilt, der gerade im Pflegeheim sein freiwilliges soziales Jahr absolviert.
Samuel Kochs Film „Draußen in meinem Kopf“ wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis ausgezeichnet. Foto dpa

Ganz beiläufig werden die großen Fragen des Lebens gestellt: Wie lange ist ein Leben noch lebenswert? Wann sollte Sterbehilfe erlaubt sein? Wie viel meiner Intimsphäre kann, will und muss ich im Krankheitsfall aufgeben?

Koch bestand im Februar 2014 in Hannover an der Hochschule für Musik , Theater und Medien die Schauspielprüfung.

Kritiken zum Film: "Samuel Koch glänzt" - Augsburger Allg., "Nachdenkliches Kino mit viel Gefühl." – Süddeutscher Rundfunk  
D 2018, Regie: Eibe Maleen Krebs, mit: Samuel Koch, Nils Hohenhövel, Eva Nürnberg, Lars Rudolph, Bastian Tros

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Pressedienst Nord, Ute Micha



„Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“

Ein Film als Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Unglaublich, aber wahr: Während des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen jungen Juden, in der Anonymität Berlins unsichtbar zu werden. Der Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Co-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und mit Dokumentarszenen in ihren Film integriert haben.

Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte wagemutiger Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Überlebenswillen, Widerstandes und vor allem der Hilfsbereitschaft vieler Berliner.

Basierend auf Zeitzeugen-Interviews verbindet das Drama vier unabhängige Schicksale zu einem eindringlichen, hochaktuellen Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Es spielen Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee und Aaron Altaras in den Hauptrollen.

Seit Oktober 2017 läuft der Film des Tobis Film-Verleihs in Lichtspielhäusern.


Kinospass verpasst? LA BOUM ist immer noch zu sehen!

Der Kultfilm  LA BOUM – Die Fete (1980) wurde in Hannover im Apollo (deutsch) und im Kino am Raschplatz (franz. OmU) im Rahmen des Ciné Club Francais gezeigt.

Jetzt ist er erstmal nur im Fernsehen auf sky zu sehen oder als DVD zu erwerben.

Auch "La Boum II - Die Fete geht weiter" ist auf DVD und auf sky präsent (alle Infos: www.La Boum)   

Der LA BÄMI-Filmverleih wurde dafür eigens von Wiebke Thomsen (Hannover) und Anne Lakeberg (Berlin) gegründet.

Thomsen und Lakeberg betreiben seit 2014 gemeinsam das City Kino Wedding in Berlin. Vor einem halben Jahr haben sie LA BOUM in ihrem Kino zeigen wollen und festgestellt, dass es keinen deutschen Verleih für diesen Film gibt.  Gespielt wurde der Film in Berlin trotzdem, natürlich verbunden mit einigen organisatorischen Hürden durch den Direktbezug aus Frankreich und auch mit einigen Kosten.

Als der 220 Plätze-Saal des City Kino Wedding komplett ausverkauft war, wussten sie, dass sie einen Nerv getroffen hatten: Die Zuschauer haben sich so über den Film gefreut, dass es spontan Applaus gab, als der Vorspann begann.

Nach diesem Erfolg gründeten Thomsen und Lakeberg den LA BÄM! Filmverleih, um den Film als Wiederaufführung zurück in die Kinos zu bringen. Am 20. Juli war Filmstart – der Film wurde schon in 50 Vorstellungen gebucht, vor allem für Events sowie Open-Air Kino, Ladies Night, französische Filmabende oder sonstige Vorstellungen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe