17. Lange Nacht der Theater: 26 Spielstätten sind dabei

Am 21. April gibt es wieder Kunst zum satt sehen und hören

Karten im Vorverkauf zu erwerben bietet Vorteile!

...und noch gibt es Bändchen mit Eintrittskarten !!

Kunst zum Sattsehen und -hören – das gibt es am 21. April an 26 Spielorten mit mehr als 100 Vorstellungen in der Stadt. Von 18 Uhr bis spät in die Nacht öffnen Bühnen für Theater, Comedy, Kabarett, szenische Lesungen, Impro- und Figurentheater, Varieté, Akrobatik, zeitgenössischen Tanz, Oper, Schauspiel und Musiktheater ihre Türen. Sie sind vom frühen Abend bis spät in die Nacht für die Besucher geöffnet. Zwei Kulturbuslinien zur  kostenfreien Nutzung im Hop-on-, Hop-off-Verfahren verbinden die Spielstätten. Start- und Endpunkt ist vorm Opernhaus. Und zum Schluss steigt wie immer eine fröhliche, bunte Abschlussparty im Schauspielhaus bis in den frühen Morgen.

Für unsere Stadt ist es mittlerweile die 17. Lange Nacht der Theater, für Deutschland die älteste Theaternacht überhaupt.

Die Theaterszene habe „alle Kräfte gebündelt“ und „wolle die ganze Stadt in eine einzigartige große Bühne verwandeln“, hieß es bei der Programmvorstellung.

Im Opernhaus werden nacheinander beide „Aida“-Teile aufgeführt, im GOP steht „Fashion“, im Schauspielhaus „Edda“, auf dem Spielplan, Cumberland  zeigt unter anderem Szenenstudien, im Theatermuseum kommen Lesungen zu Gehör. Auch sind Leibniz- und Glockseetheater dabei, die Faust-Warenannahme zeigt Improvisionen und Akrobatik. Die Eisfabrik bietet auf zwei Bühnen Tanz und Improtheater. 

Stadtteiltheater wie zum Beispiel das Rampenlicht-Varieté, die Hauptbühne, das Theater in der List oder das Theater Nordstadt beteiligen sich mit Aufführungen. Mit dabei das Café Lohengrin und das Figurentheaterhaus Theatrio (Foto "Shakespeare in Eile", Figurentheater Seiler).

üstra-Kulturbusse verbinden die Spielstellen auf zwei Routen - aussteigen und einsteigen wo und so oft man will (Foto Florian Arp).

Der Vorverkauf im Schauspielhaus hat bereits  begonnen. Die Kasse ist montags bis freitags von 10 bis 19.30 Uhr, sonnabends bis 14 Uhr geöffnet.

Und der Clou: Für 15 Euro gibt es ein Einlassband und Tickets für zwei Vorstellungen nach Wahl – das sichert Plätze und spart das Anstehen. Einlasskarten für weitere Vorstellungen gibt es kostenlos, aber erst am Veranstaltungstag jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn. An der Abendkasse kostet das Bändchen nur 10 Euro, dafür gibt es nur eine Einlasskarte für die jeweils nächste Vorstellung nach Verfügbarkeit.

Auf dem Hof trifft man sich, isst und trinkt bei Musik, und für alle, die die Abschlussparty im Foyer des Schauspielhauses mitmachen wollen: Dort geht ab 23 Uhr mit DJ Discopig die Luzie ab.

Beim Erwerb eines Einlassbändchens gibt es kostenlos eine bereits freigemachte Postkarte zum bundesweiten Versand mit der CITIPOST.

 

Informationen im Programmheft, auf einem Flyer und unter: www.langenachtdertheater-hannover.de

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Kultur für Kinder und Eltern mit dem SPIEL:ZEIT-Programm

Kinder und ihre Eltern bekommen Zugang zur Kulturszene

Das Kinderkulturprogramm SPIEL:ZEIT, an der die gesamte Familie am Wochenende kostenlos teilhaben kann, geht im April weiter. Bei diesem von der Rut-und Klaus-Bahlsen-Stiftung geförderten Projekt werden Familien mit Kindern ab etwa sechs Jahren angesprochen, die bisher wenig Zugang zur kulturellen Vielfalt in Hannover haben. Ziel ist es, ihnen eine unterhaltsame und spannende gemeinsame Zeit zu ermöglichen, in der sie neue Erfahrungen machen und Kontakte knüpfen können. Die darstellenden Künste wie Tanz, Bewegung und Theater bilden die Angebotsschwerpunkte des inhaltlichen Programms. Das kostenlose Angebot gibt es kontinuierlich an regelmäßigen Terminen und Standorten.

Das April-Programm, jeweils sonntags von 14.30 bis 16.30 Uhr:

22. April: Bewegungsspiele und Kreatives, Sabine Hohnfeld & Angela Mielke, Stadtteilzentrum Ricklingen, 29. April: Move your town / Tanznachmittag, Stadtteilzentrum Ricklingen. 

Die Programme für Mai und Juni jeweils 14.30 bis 16.30 Uhr

Am 6. Mai: Exkursion, Workshop e.V., Stadtteilzentrum Weiße Rose Mühlenberg, am 13. Mai: Flashmob und Hörspiel mit Licht, Leila Semaan & Sandra Materia, Stadtteilzentrum Weiße Rose Mühlenberg und am 26. Mai steht eine Exkursion ins Blaue mit C. Hess und C. Koc & V. Hoppe de Barriga an. Treffpunkt um 14 Uhr am Stadtteilzentrum Ricklingen

Am 3. Juni: Kunst und Trommeln, Claudia Wissmann & Malik Diop, Innenstadt Hannover zum AutoFreien Sonntag, am10. Juni heißt es Tanz und Kunst, mit Johanna Rohnke & Edin Bajric, im Stadtteilzentrum Weiße Rose Mühlenberg. Am 17. Juni gibt es Kreatives und Yoga mit Katja Krause & Kerstin Henne im Stadtteilzentrum Ricklingen. Am 24. Juni findet eine Exkursion in die Herrenhäuser Gärten statt,, Treffpunkt um 14 Uhr, Stadtteilzentrum Ricklingen.

Informationen unter kinderkultur-stadt-hannover.de

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst, Nord


Movimentos Festwochen zum Thema „Würde"

Die 16. Movimentos Festwochen bieten großes Programm 

Die Festwoche bis 6. Mai stehen in diesem Jahr unter dem Thema „Würde".

Internationale Künstler aus den Bereichen zeitgenössischer Tanz, Jazz, klassische Musik sowie Schauspielgrößen aus Deutschland sind in der Autostadt, im Volkswagen KraftWerk sowie in Kulturräumen der Städte Wolfsburg und Braunschweig zu erleben.

Während des Festivals sind insgesamt sieben herausragende Companies aus aller Welt in Wolfsburg zu Gast.

Im ZeitHaus treten Jazz-Stars wie Gregory Porter und Mario Biondi auf, Schauspielgrößen wie Iris Berben und Thomas Thieme gestalten szenische Lesungen.

Im Zentrum der klassischen Konzerte stehen in diesem Jahr Klavier-Recitals mit herausragenden jungen Pianisten.

Das vollständige Programm der 16. Festwochen unter 

movimentos

Tickets telefonisch über die kostenfreie ServiceLine der Autostadt unter 0800 288 678 238, im Internet unter www.eventim.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen, Informationen unter www.movimentos.de  

Einer von vielen Leckerbissen: COMPAGNIE DCA PHILIPPE DECOUFLÉ. 14. und 15. April im KraftWerk, Werkeinführung am 14. April, 19.15 Uhr, im KraftWerk mit Bernd Kauffmann und Jürgen Wilcke.  Auf dem Programm: Nouvelles Pièces Courtes (Deutschlandpremiere), Regie und Choreografie: Philippe Decouflé.

Auch die Konzerte im ZeitHaus sowie die klassischen Konzerte erfreuen sich großer Beliebtheit - so gibt es oft nur noch wenige Restkarten für den Auftritt der Pianistin Ran Jia am 22. April. Auch die szenischen Lesungen und das Tanzprogramm im Volkswagen KraftWerk sind stark nachgefragt.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe

Last Dance for Movimentos?

In der Kraftwerk-Location gehen die Lichter aus – VW baut um

Im Kraftwerk der Autostadt in Wolfsburg gehen künstlerisch bald die Lichter aus. Darunter wird auch die Zukunft von Movimentos leiden. Das internationale Tanz-, Musik- und Theaterfestival Movimentos verliert seine äußerst spektakuläre Bühne im Heizkraftwerk von VW.

Es soll in seine ursprüngliche Form zurückgebaut werden und nicht mehr mentale, sondern reale Kraft liefern. Weil Volkswagen seine Kraftwerke,  auch das in der Autostadt, modernisieren wird und auf hocheffiziente Gasturbinen setzt, die den Kohlendioxidausstoß entscheidend verringern werden. Und die neue Technologie braucht nun einmal viel Platz.

Dafür wird der komplette Bereich genutzt, der bisher einen wenn auch nur zeitlich begrenzten kompletten Theater diente – mit Bühne und terrassenförmig aufsteigendem Zuschauerraum, der in jedem Jahr extra für die Movimentos-Tage aufgebaut wurde.

Das Publikum kommt nicht nur aus dem direkten Umkreis der Autostadt, aus Wolfsburg, Braunschweig und Hannover, sondern zog mit zahlreichen deutschen und europaweiten Erstaufführungen auch Festivalbesucher aus dem gesamten europäischen Raum an.

Wie es nun mit dem Festival weiter gehen soll, wenn der letzte Vorhang fällt, ist unklar. Volkswagen und die Autostadt wollen sich allerdings weiterhin auch kulturell in vergleichbarem Umfang engagieren – nur wird das recht schwierig werden, wenn dieser festivalprägende Ort wegfällt! „Es geht wie auch immer weiter“, so Tobias Riepe, Sprecher der Autostadt. Über das „wie auch immer“ werde nach den diesjährigen Movimentos gesprochen. Am 5. April geht es mit dem Hauptprogramm los – einem Gastspiel der israelischen Tanztruppe Ballett BC und enden wird das Festival am 6. Mai mit dem brasilianischen GrupoCorpo. Weitere Informationen unter: movimentos.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Frühling in der Villa Seligmann

Bis zum 17. Juni findet wieder der Frühling in der Villa Seligmann statt.

Dieses Jahr stehen die Veranstaltungen im Zeichen der Erfahrung. Von verschiedenen Erfahrungen erzählen die Lebensläufe der Künstler und deren Programme, die in diesem Frühling die historischen Räume der Villa Seligmann zum Leben erwecken.

So erfährt man von der Sängerin Alix Dudel, wie die Dichterin Mascha Kaléko lebte. Es folgt ein wunderbares Zusammenspiel von Harfe, Mandoline und Gitarre bei den Sixty1Strings mit den Werken der fast vergessenen jüdischen Komponisten Tansman und Schreker. Mit der Pianistin Erika Lux werden aus Erlebnissen Bilder,  Worte und Musik.  Highlight ist das Kammerkonzert „Und die Herrlichkeit wird Dich aufnehmen“ mit dem jungen israelischen Cellisten Eyal Haiman und der Pianistin Erika Lux. Zusammen werden sie das Publikum mit Werken wie dem Kol Nidrei von Max Bruch am 31. Mai in der Villa Seligmann begeistern.

Die aktuelle Ausstellung „Die Welt auf einer Scheibe – Geschichten um die Schellackplatte“ zur Familie Berliner und der Deutschen Grammophon Gesellschaft kann im Rahmen der Veranstaltungen ab eine Stunde vor Beginn sowie in den Pausen besichtigt werden. Karten bei den HAZ-Ticketshops, telefonisch unter 0511 12 12 33 33 oder online unter www.villa-seligmann.de/karten, das Programm unter www.villa-seligmann.de

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Nachdenkliches Kino mit viel Gefühl

Film zu Fragen des Lebens und Sterbens

Am 13. April kam der Film "Draußen in meinem Kopf" von Eibe Maleen Krebs  in das Kino im Raschplatz. Samuel Koch war zur Aufführung des Films persönlich ins Kino gekommen. Die Geschichte: Sven (gespielt von dem durch seinen "Wetten, dass..."-Unfall bekannt gewordenen Samuel Koch), 28 Jahre alt, leidet an Muskeldystrophie, kann seine Arme und Beine nicht mehr bewegen, muss von Pflegekräften im Heim versorgt werden. Weil die aber nicht viel Zeit für Betreuung haben und auch, damit er nicht so einsam in seinem Einzelzimmer ist, bekommt er den Abiturienten Christoph (Nils Hohenhövel) zugeteilt, der gerade im Pflegeheim sein freiwilliges soziales Jahr absolviert.
Samuel Kochs Film „Draußen in meinem Kopf“ wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis ausgezeichnet. Foto dpa

Ganz beiläufig werden die großen Fragen des Lebens gestellt: Wie lange ist ein Leben noch lebenswert? Wann sollte Sterbehilfe erlaubt sein? Wie viel meiner Intimsphäre kann, will und muss ich im Krankheitsfall aufgeben?

Koch bestand im Februar 2014 in Hannover an der Hochschule für Musik , Theater und Medien die Schauspielprüfung.

Kritiken zum Film: "Samuel Koch glänzt" - Augsburger Allg., "Nachdenkliches Kino mit viel Gefühl." – Süddeutscher Rundfunk  
D 2018, Regie: Eibe Maleen Krebs, mit: Samuel Koch, Nils Hohenhövel, Eva Nürnberg, Lars Rudolph, Bastian Tros

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Pressedienst Nord, Ute Micha


Literarischer Schwerpunkt beim Schauspiel

Stefanie Sargnagel (Foto) liest am 24. April, 19.30 Uhr, im Ballhof Eins. Berühmt wurde die österreichische Autorin mit ihren Facebook-Posts und erwuchs damit quasi zum Internet-Star des Literaturbetriebs. Beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2016 erhielt sie den Publikumspreis.

In Hannover liest aus ihrem aktuellen Buch „Statusmeldungen“. Ihr Blick auf das Leben und die Dinge ist dabei immer mürrisch und ironisch, sich selbst nicht ausgenommen, persifliert sie die Leistungsgesellschaft, die Medien und den Literaturbetrieb.

 

Karten unter Tel. 0511 9999 1111, im Internet unter schauspielhannover.de und an den Kassen der Staatstheater


A-Cappella schallt es vom 5. bis 13. Mai in Hannover und Region

Die 18. Internationale A-cappella-Woche mit Superprogramm

Schon das bereits ausverkaufte Warm-Up-Konzert mit den großartigen Künstler-Gruppen Vocal Line und Vivid Voices zeigt, dass die diesjährige Internationale A-cappella-Woche die Volljährigkeit vom 5. bis 13. Mai gebührend feiern wird.

Mit 15 Ensembles aus acht verschiedenen Ländern werden auch 2018 wieder bekannte Künstler der Szene ebenso wie Newcomer und regionale Gruppen auf den Bühnen in Hannover und der Region stehen.

Die Sängerinnen und Sänger zeigen ein weiteres Mal sehr eindrucksvoll, wie vielseitig die menschliche Stimme eingesetzt werden kann.

 

Wieder das Highlight: Der Abschluß im Kuppelsaal

Ob Klassik, Weltmusik, Jazz, Pop, Funk oder Beatboxing: Das Line Up wird abwechslungsreich, alle Genres werden vertreten und für jeden Geschmack etwas dabei sein.

Wie jedes Jahr steht der vierte Act des Abends noch nicht fest, sondern wird erst auf Facebook durch den Video-Wettbewerb A-CAPIDEO entschieden.

Außerdem wird es wieder einen Workshop geben.

Das Abschlusskonzert findet am 13. Mai zum zweiten Mal im Kuppelsaal des HCC statt.

Das detaillierte Programm unter acapellawoche

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Zum100.Geburtstag von Leonhard Bernstein gibt es jetzt auch Candide

Opernhaus begeht Geburtstag von Bernstein gleich zweifach:  mit Candide und der West Side Story

Den 100.Geburtstag von Leonhard Bernstein begeht die Staatsoper Hannover gleich zweifach: Neben der West Side Story steht auch wieder Bernsteins „Comic Oper“ Candide auf dem Spielplan.

Bernstein vertonte den gleichnamigen Roman von Voltaire, der darin die Gottergebenheit der Philosophie Gottfried Wilhelm Leibniz aufs Korn nimmt. Herausgekommen ist eine spritzige musikalische Komödie, die den Zuschauer auf eine Weltreise der besonderen Art mitnimmt. Und der tapfere Candide taumelt von einer Katastrophe zur anderen, büßt aber dennoch nie seinen gnadenlosen Optimismus ein.

In der Inszenierung von Matthias Davids (hat auch bei der West Side Story Regie geführt) sind in den Hauptrollen zu sehen und erleben: Sung-Keun Park (Candide), Ania Vegry (Cunegonde), Frank Schneiders (Pangloss) sowie die Schauspieler Daniel Drews und Jan Viethen. Cameron Burns dirigiert den Chor der Staatsoper Hannover und das Niedersächsische Staatsorchester Hannover.

Vorstellungstermine noch am 19. und 27. April, jeweils um19.30 Uhr.

Karten (von 21 bis 63 Euro) an den Tageskassen in Opern- und Schauspielhaus, telefonisch unter (0511) 9999 1111, im Internet unter www.oper-hannover.de, sowie an den üblichen Vorverkaufsstellen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Ballett MOVING LIGHTS

Die mit Licht und Schatten tanzen – ein ungewöhnlicher, fantastischer Doppel-Abend in der Staatsoper Hannover

Das hielt die Besucher dann doch nicht mehr auf ihren Stühlen. Denn Ballettchef Jörg Mannes hat sein vor rund zehn Jahren altes Stück „Lux – Live“ komplett runderneuert, einfach mehr Power und Pfeffer gegeben und grandios verlängert. Und das was schon gut war, wurde deutlich verbessert. Traumhaft allein der Schlusspart, der allein lohnt schon in die Oper zu gehen. Dem Besucher wird vorgegaukelt, das die Tänzer wie in einem Eisblock eingefroren sind, sichtbar aber nur wie Schattenrisse hinter einer Milchglasscheibe – und setzen die von sanft bis Lichtgeschwindigkeit reichende Musik von Giovanni Sollimar mit Esprit um: Mit atemberaubenden Sprüngen, kraftvollen Figuren die bis zur Grenze der Ausführbarkeit reichen - einfach fantastisch, was diese Compagnie drauf hat.

Der Abend dreht sich nur um Licht- und hält tolle Bilder bereit. Und wenn sich dann noch vom Bühnenhimmel ein Meer von funzeligen Glühbirnchen herabsenkt und dazu noch ein hinreißender Pas de Deux sanft illuminiert – das ist hohe Kunst! Oder gar eine gewaltige PAR (ParabolicAlumizedReflector)-Batterie mit ihrem stark gelben Leuchten exakt den auszufüllenden Tanzraum markiert. Wow!

Die erste Hälfte des Abends (zusammenfassend unter dem Titel „Moving Lights“) gilt- ebenfalls ein älteres Stück, das die Wandlungsfähigkeit des hannoverschen Balletts beweist. Hier hat der niederländische Starchoreograph Nils Christe seinem  Klassiker „FearfulSymmetries“  ein neues Gesicht verpasst.

 

Choreographien aus Licht und Schatten. Foto Gert Weigelt

Die inspirierende Musik von John Adams wird in ein nicht minder energiereiches Spiel um mondiran-bunte Hocker umgesetzt – die Präzision der Tänzer bei den punktgenau auf die Musik gesetzten Bewegungsmustern ist einfach phänomenal. Das Staatsorchester kam mit den neuen Klängen sehr gut zurecht. Und Riesenjubel gab es für den Dirigenten Daniel Klein.

Das ist Erlebnis pur!

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Wiederaufnahme Ballett „Gefährliche Liebschaften“

Jörg Mannes Ballett „Gefährliche Liebschaften“ steht wieder auf dem Spielplan der Oper.

Als Vorlage für das Ballett „Gefährliche Liebschaften“ diente Ballettdirektor Mannes der berühmte Briefroman gleichnamigen Titels von Choderlos de Laclos.

Die packende Geschichte um das Intrigenspiel zweier Adliger im Frankreich des Ancien Régime thematisiert den Verfall einer in höfischem Zeremoniell erstarrten Gesellschaft und gibt Jörg Mannes Gelegenheit zu einem intensiven tänzerischen Kammerspiel.

Die Musik, die der Ballettdirektor ausgewählt hat, und die vom Niedersächsischen Staatsorchester Hannover unter der Leitung von Andrea Sanguineti gespielt wird, ist von Mark Polscher, Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi. Das Mezzosopran-Solo übernehmen alternierend Mareike Morr und Hanna Larissa Naujoks.

In den Hauptrollen sind in der Wiederaufnahme zu sehen: Cássia Lopes (Marquise de Merteuil), Denis Piza (Vicomte de Valmont), Catherine Franco (Cécile) und – neu dabei – Glada Zanotti (Tourvel).

Die Termine: 16. April, 12. und 20. Mai, jeweils 19.30 Uhr.

Karten: 21 bis 62 Euro unter Tel. 0511/9999-1111 und www.oper-hannover.de, an den Opern- und Schauspielhauskassen sowie an den bekannten Vorverkaufskassen.Theaterkassen in Opern- und Schauspielhaus sowie an den üblichen Vorverkaufsstellen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


Ein Besuch mit fatalen Folgen als Ballett

Geld regiert die Welt - Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“

Claire Zachanassian will Rache. Sie, die reichste Frau der Welt, verspricht ihrem ruinierten Heimatort eine neue Blüte. Als Tribut fordert sie den Tod ihres einstigen Geliebten. Claire ist überzeugt von der Käuflichkeit der Menschen, und sie behält Recht: Eine Hetzjagd auf ihren Ex-Liebhaber beginnt. Alle machen sich schuldig. Claire Zachanassian zahlt und reist ab.

Jörg Mannes gelang mit der Adaption von Friedrich Dürrenmatts tragischer Komödie „Der Besuch der alten Dame“ für das Ballett ein großer Wurf: Dieser Besuch  unterhält und berührt mit aufsehenerregenden Bildern und einem tänzerisch wie darstellerisch beeindruckenden Ensemble.

„Jörg Mannes’ vielleicht mitreißendstes Ballett.“ Kreiszeitung

Vorstellung am 26.Mai und 15. Juni.

Video Youtube: https://youtu.be/gI2_P4gP6PY


Die getanzte Marylin

Being Marilyn: im Ballett  von Jörg Mannes in der Oper

Mit der Musik von Frank Sinatra, Marily Monroe, Nine Inch Nails u. a. choreographert Jörg Mannes das Ballett „Marilyn“.  Being Marilyn: Minutiös geplant wird der Aufstieg der Teenager-Schönheit zum Superstar. Der glamouröse Erfolg endet in der Tragödie. Ein Phänomen, das Jörg Mannes fasziniert. Er betrachtet es aus unserer Zeit heraus, in der ein erbitterter Kampf um das Wahrgenommenwerden geführt wird. Publicity ist alles. Das Ringen um den Platz in der ersten Reihe scheint rücksichtsloser denn je, immer skrupelloser werden Fakten Manipuliert.

Mannes’ Ballett entführt in die Welt des schönen Scheins und zeichnetein vielschichtiges Bild des amerikanischen Idols. Die Suche der Monroe nach Anerkennung und Erfüllung, nach Liebe und Geborgenheit ist von ständigen Zweifeln begleitet.

So kennt man Marilyn, nun sind wir gespannt auf Jörg Mannes' Interpretation.

Sie erreicht den Zenit – und kann doch ihr Glück nicht finden. Hätte sie einen Wunsch frei, würde trotzdem manche Frau allzu gerne in Marilyns Rolle schlüpfen: Sexsymbol par excellence und Ikone des 20. Jahrhunderts.

Uraufführung am 5. Mai, weitere je drei Termine im Mai und im Juni.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Kunstfestspiele 2018 mit Weltstar und Theatermagier Robert Wilson

Klangzauber mit Pianopower - Ein pralles und spannendes Programm bei den Kunstfestspielen.

Die Kunstfestspiele 2018 beginnen am 18. Mai und bespielen Hannover bis 3. Juni.

Einfach nur magisch: Theaterlegende Robert Wilson eröffnet die Kunstfestspiele mit seiner Performance „Lecture on Nothing“ am 18. Mai in der Orangerie, die am 19. Mai nochmal zu erleben ist, und auch bei den legendären im Spiegelzelt-Tischgesprächen ist er dabei.

Die Eröffnung des Spiegelzeltes wird anschließend um 21.30 Uhr mit einem großen Fest gefeiert.

Lecture on Nothing, John Cage, Robert Wilson Theater, Performance am 18. und 19. Mai in der Orangerie 

Ein weiteres Highlight wird das gigantische „Requiem“ von Berlioz sein, das der Macher und Intendant Ingo Metzmacher am 27. Mai im Kuppelsaal zu Gehör bringt.

Von Oberbürgermeister Stefan Schostok und Intendant Ingo Metzmacher wurde das Programm präsentiert und es steht darin viel Musik, dazu Theater, Performances, Film, Installationen, Kunst- und hier und da auch mal alles an einem Abend!

Im Programm zu finden sind u.a.: Die Gewalt von E-Gitarren („An Index of Metals“), Klangzauber mit Pianopower (Grau Schumacher) und sogar Documenta geprüfte Installationen mit recht seltsamen Titeln wie „When Elephants Fight, is the Frogs that Suffer“.

Die Spielorte sind auch in diesem Jahr erweitert: Der Berggarten ist dabei und die Marktkirche mit einer vierstündigen hochartifiziell gesungenen Andacht.

Das komplette Programm mit seinen 60 Veranstaltungen ist in einem handlichen wie informativen Booklet oder unter www.kunstfestspiele-hannover.de zu finden.

Der Vorverkauf hat bereits begonnen – erfolgreich besonders für das „Requiem“, da sind schon mehr als 1 000 Tickets verkauft worden.

Oberbürgermeister Schostok sieht die Kunstfestspiele auch als Puzzleteil für die Bewerbung um den Titel der „Europäischen Kulturhauptstadt“ und er freut sich über die Ausweitung der Spielorte, die bis in die Stadt hinein gehen.

„Der Große Garten wird nach wie vor die Hauptbühne bleiben“ – und Hannover einen guten Platz im Wettbewerb der Festivals sichern.

Für ein junges und anderes Publikum seien die Kunstfestspiele geöffnet worden: „Hier ist die Handschrift Ingo Metzmachers (Foto) deutlich auszumachen.“  Und Metzmacher wird im kommenden Jahr, wenn die Kunstfestspiele ihr zehnjähriges Jubiläum feiern, noch mehr bieten, und er will einfach noch mehr Sponsoren locken und begeistern.

Für dieses Jahr verspricht Schostok jedenfalls „großartige Festspiele“. Zu denen auch das Spiegelzelt wieder beitragen wird, das in einer aufgehübschten Form wieder das tägliche Festspielzentrum zwischen Orangerie und Schloss bilden soll.

Freuen darf man sich auch wieder auf das Spiegelzelt, bewirtschaftet von der Freitagsküche, das in einer aufgehübschten Form wieder das tägliche Festspielzentrum zwischen Orangerie und Schloss bilden soll, und mit von wunderbaren Veranstaltungen bespielt wird. Auch lädt es einfach mal zum Café- oder Weintrinken vor oder in dem Zeltbau ein, und das auch ohne Eintrittsgebühren. 

Laut Metzmacher hat man darauf geachtet, täglich eine Veranstaltung in Herrenhausen anzubieten. „Nur so kann Festspielatmosphäre aufkommen.“

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe

Das komplette Programm mit seinen 60 Veranstaltungen ist in einem handlichen wie informativen Booklet oder unter www.kunstfestspiele-hannover.de zu finden.

Im Programm zu finden sind u.a.: Die Gewalt von E-Gitarren („An Index of Metals“), Klangzauber mit Pianopower (Grau Schumacher) und sogar Documenta geprüfte Installationen mit recht seltsamen Titeln wie „WhenElephant’s Fight, itIst he FrogsthatSuffer“.

Die Spielorte wurden auch in diesem Jahr erweitert: Der Berggarten ist dabei und die Marktkirche mit einer vierstündigen hochartifiziell gesungenen Andacht.

Der Vorverkauf hat bereits begonnen – erfolgreich besonders für das „Requiem“, da sind schon mehr als 1 000 Tickets verkauft worden.

Oberbürgermeister Schostok sieht die Kunstfestspiele auch als Puzzleteil für die Bewerbung um den Titel der „Europäischen Kulturhauptstadt“ und er freut sich über die Ausweitung der Spielorte, die bis in die Stadt hinein gehen.

„Der Große Garten wird nach wie vor die Hauptbühne bleiben“ – und Hannover einen guten Platz im Wettbewerb der Festivals sichern.

Für ein junges und anderes Publikum seien die Kunstfestspiele geöffnet worden: „Hier ist die Handschrift Ingo Metzmachers (Foto) deutlich auszumachen.“  Und Metzmacher wird im kommenden Jahr, wenn die Kunstfestspiele ihr zehnjähriges Jubiläum feiern, noch mehr bieten, und er will einfach noch mehr Sponsoren locken und begeistern.

Für dieses Jahr verspricht Schostok jedenfalls „großartige Festspiele“. Zu denen auch das Spiegelzelt wieder beitragen wird, das in einer aufgehübschten Form wieder das tägliche Festspielzentrum zwischen Orangerie und Schloss bilden soll.

Freuen darf man sich auch wieder auf das Spiegelzelt, bewirtschaftet von der Freitagsküche, das in einer aufgehübschten Form wieder das Festspielzentrum zwischen Orangerie und Schloss wird, und mit wunderbaren Veranstaltungen bespielt wird. Auch lädt es einfach mal zum Café- oder Weintrinken vor oder in dem Zeltbau ein, und das ohne Eintrittsgebühren. 

Laut Metzmacher hat man darauf geachtet, täglich eine Veranstaltung in Herrenhausen anzubieten. „Nur so kann Festspielatmosphäre aufkommen.“

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe



Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei

Mit „O Isis und Osiris" widmet sich das Museum August Kestner der in Hannover sehr präsenten Freimaurerei

Die Ausstellung im MAK heißt „O Isis und Osiris“, hört sich wie ein Stoßseufzer an, und der Besucher ahnt, wie multidimensional diese Schau ist.

Was die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich lenken wird, sind die Kleinigkeiten, wie ein Senklot, kaum mehr als daumenbreit und satte 2500 Jahre alt. Oder ein kleiner, gleichfalls altägyptischer Obelisk, eine Sphinx-Statue. Genau solche Exponate werden im Museum August Kestner gezeigt. 

Der Titel schmückt sich mit einem Zitat aus Mozarts „Zauberflöte“ und Mozart war bekennender Freimaurer. Die „Zauberflöte“ ist von Symbolen und Ritualen gekennzeichnet, wovon in der Ausstellung auch historische Bühnenbilder zeugen. Das Museum arbeitet auch eng mit der Staatsoper kooperieren, deren Neuinszenierung der Zauberflöte im Opernhaus auf dem Spielplan steht.

Was die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich lenken wird, sind die Kleinigkeiten, wie ein Senklot, kaum mehr als daumenbreit und satte 2500 Jahre alt. Oder ein kleiner, gleichfalls altägyptischer Obelisk, eine Sphinx-Statue. Genau solche Exponate werden im Museum August Kestner gezeigt.

An der Wand prangt ein sehr bedeutsames Bild, des reich geschmückten Freimaurer-Tempels von Brüssel, dessen Interieur diese und viele andere altägyptische Motive aufnimmt.

„Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei“ wurde von Kestner-Kurator Christian Loeben mit dem Heidelberger Ägyptologen Florian Ebeling als Untertitel genannt.

Ebeling nennt die Freimaurer „hochgradig rational“ und nimmt sie so besonders vor Okkultismus-Vorwürfen in Schutz. Und besonders ist auch der Anlass der Schau: Vor 300 Jahren ist in London die erste Großloge gegründet worden, das Jubiläum wird nun in Hannover gefeiert. 

„Und dafür gibt es Gründe“, sagt Museumsdirektor Thomas Schwark. „Nirgends in Deutschland ist die Pro-Kopf-Dichte der Freimaurer höher.“ Einer der es wissen muss kann  das belegen: Siegfried Schildmacher, de man den Vorsitzenden einer hannoverschen Freimaurerloge nennen könnte, dessen korrekter Titel aber „Meister vom Stuhl der Loge, Friedrich vom Weißen Pferde“ lautet . Zwölf Logen und 600 Freimaurer gibt es in Hannover.

Die Ausstellung wird fast komplett aus der reichhaltigen Sammlung des Museums bestritten. Als Leihgaben sind nur Schriften hinzugekommen sowie ein Artefakt und eine Panflöte aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert.

 

Mit ägyptischen Motiven versehenes Titelblatt eines Klavierauszugs von Wolfgang Amadeus Mozart „Die Zauberflöte“ (Uraufführung Wien 1791), gedruckt in Mannheim, um 1830, Leihgabe: Reinhard Bautz, Hannover (Foto: Christian Rose, Museum August Kestner)

Zu der außergewöhnlichen Schau ist auch ein umfangreicher Katalog (VML, 517 Seiten, 34,80 Euro) erschienen. Ein attraktiver Flyer (kostenlos) informiert über die Thematik.

„O Isis und Osiris“ ist bis zum 24. Juni 2018 verlängert.

Die Ausstellung wird von Führungen und einem umfangreichen Begleitprogramm begleitet.

 

Auch finden Im MAK  regelmäßig Vorträge zu interessanten Themen statt.

www.museum-august-kestner.de

Sonderausstellung "Beziehungskiste. Über Kommunikation

Einblick in Kommunikationsmedien auch im Kestner Museum

In der Ausstellung "Beziehungskiste. Über Kommunikation" werden Kommunikationsmedien, die über Jahrtausende in den unterschiedlichen Zivilisationen verwendet wurden gezeigt. Objekte vom alten Ägypten, der klassischen Antike bis zur Moderne zeugen von Botschaften und dem Austausch mit den Mitmenschen (noch bis 19. August 2018).

Mit dem Radio "Weltempfänger T 1000 CD" (Design: Dieter Rams, Hersteller: Braun AG) konnten in den Sechzigerjahren Sender aus der ganzen Welt empfangen werden. © Museen für Kulturgeschichte

Auch zu dieser Ausstellung gibt es wunderbare Begleitveranstaltungen.

Kestner-Museum vor Neuaufstellung

Forschen, vernetzen, ausstellen: Die Pläne des Museums für 2018

Bevor überhaupt etwas besprochen wurde, kam eine Klarstellung: „Wir haben das Schönste“, sagte Christian Loeben zum Auftakt der Präsentation der Pläne von Hannovers ältestem Museum für das Jahr 2018. Und dann ging es auch schon los – der Ägypten-Kurator des Kestner-Museums meint ein römisches Relief, von dem es weltweit nur noch zwei weitere - eines im Pariser Louvre, eines im Britischen Museum in London, gibt. Und da sich über Schönheit prima streiten lässt, fügte Loeben noch hinzu, ist das hannoversche Exemplar  jedenfalls am vollständigsten. Vielleicht ist das der Grund, warum es demnächst nach Los Angeles reisen darf, wo das Getty-Museum es ausstellen möchte.

Die Wertschätzung von der Westküste erfreut das Kestner-Museum, daß ein schwieriges Jahr zu verzeichnen hatte. Einmal der Brandschutz und auch die Klimatisierung des Hauses müssen auf den neuesten Stand gebracht werden, was nach den Worten von Museumsdirektor Thomas Schwark (Foto links) zu Einschränkungen des Betriebes führen kann, deren Umfang noch nicht absehbar sei. Auch steht das Museum inhaltlich vor einer Neuaufstellung, woraus das Museumsteam dann auch das Beste  zu machen versucht.

Das ist auch an den Ausstellungen zu sehen, die auf die derzeit noch laufenden Schauen „O Isis und Osiris“ (verlängert bis 24. Juni) und „Beziehungskiste“ (bis 19. August) folgen.

„Von Krösus bis Karl – Weltgeschichte in Münzen“: Die Reihe der Münzschauen , die 2015 mit Exponaten aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert gestartet ist, setzt Simone Vogt, die Numismatikerin des Hauses, mit Münzen aus der Zeit Karls des Großen fort (19.Juli bis 28.Oktober).

„Ohne Titel. Das Kestner denkt sich neu“: Diese Ausstellung soll sich der schon lange diskutierten Frage widmen, welche Artefakte aus dem reichen Sammlungsbestand für die überfällige Neugestaltung der Dauerausstellung in Betracht kommen und wie sie gezeigt werden sollten. Sally Schöne, die Kuratorin, plant schon die Präsentation erster Ansätze, will aber erst durch Museumsbesucher eine Befragung durchführen um das Urteil der Bürger zu erforschen (18. Oktober bis 17.März 2019).

„Spuren der NS-Verfolgung“: In dieser Ausstellung geht es auch um Forschung, die sich nach den Worten von Museumsdirektor Schwark teils fragwürdigen Herkunft von Exponaten in den kulturhistorischen Sammlungen der Stadt beschäftigen soll. Der Provenienzforscher Johannes Schwartz will unter anderem ausleuchten, wie eine römische Grabstele aus jüdischem Besitz über Robert Ley und Hermann Göring ins Kestner-Museum gelangt ist (6. Dezember bis 16. Juni 2019).

Daß das Haus international ist, zeugt überdies an dessen Beteiligung an einem Forschungsverbund zur Sammlung persischer Bronzen – ein Netzwerk, an dem nach den Worten von Kuratorin Anne Viola Siebert auch Institutionen in Belgien, Großbritannien und dem Iran beteiligt sein werden.


Kunstverein präsentiert die Malerei von Alexander Lieck

Neben Malerei sind auch Wandskulpturen zu sehen

Voll und ganz vertraut Alexander Lieck auf die Mittel der Malerei, eben auf das klassische Bild an der Wand. Seine Kunstwerke sind  Teil von „Mein Europa“, das der Berliner Künstler in einer recht üppigen Ausstellung im Kunstverein Hannover bereist. Die Werke sind geprägt von Öl auf Leinwand, Kunstharzlack sehr originell auf Wellpappe verewigt und Silbergelantine auf Baryt. Mit 90 Arbeiten aus drei Jahrzehnten wird das diesjährige Kunstprogramm im Kunstverein eröffnet. Die Sammelschau hält, was sie verspricht. „Wir wollen mal wieder richtige Malerei zeigen“, so Kunstvereinsdirektorin Kathleen Rahn, die das Werk von Alexander Lieck schon seit immerhin eineinhalb Jahrzehnten verfolgt.

Und herausgekommen ist noch viel mehr: „Ich versuche eine Malerei über die Malerei“, so Alexander Lieck bei der Präsentation seines Werkes. Das Bild an sich wolle er zum Thema machen. Ohne Frage, das ist ihm 100prozentig gelungen. Die von ihm gestalteten Formate erzählen von Entstehungsprozessen, vom Ringen um Oberflächen und Inhalten, vom Setzen von Farben und Linien und nicht zuletzt auch von der Auseinandersetzung mit den großen Vorbildern wie Frank Stella oder Sam Francis. Das sind Maler-Legenden, die Alexander Lieck die „Helden seiner Jugend“ nennt.

Hier geht es um die Bildwahrnehmung in Zeiten des Digitalen, in Zeiten, wo alles ein universell verfügbares Bild werden kann. Machtvoll sind auch die Titel der Bilder, die „ElephantandItaly“ heißen, „Mexican Radio“. „Lovers“ oder „Hellgelber Hammer“ – aber nicht in jeder Hinsicht das Abgebildete widerspiegeln. „Meine Titel kommen immer erst hinterher – und fügen dem Bildleben eine weitere, tiefergreifende Dimension hinzu“, so Lieck.

Die Ausstellung ist bis zum 6. Mai zu sehen, am 2. Mai um 19 Uhr findet ein Künstlergespräch mit Alexander Lieck statt.  

Weitere Veranstaltungen kunstverein-hannover.de/ausstellungen/2018/alexander-lieck.

 

Installationsansicht Kunstverein Hannover "Mein Europa". Foto Raimund Zakowski

Die Malerei als Medium

Der Kunstverein nimmt die Ausstellung »Mein Europa« von Alexander Lieck zum Anlass, die Entwicklung der Malerei ausgehend von der »New York School« der 1960er Jahre bis hin zu der Frage der Malerei in unserem heutigen Informationszeitalter 2.0 zu thematisieren.

Mit über 200 Kunstwerken von mehr als 100 Künstler*Innen erzählte die Ausstellung Painting 2.0 die facettenreiche Geschichte der Malerei von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. (https://www.mumok.at/de/events/painting-20)

Augenschmaus und mehr im Kunstverein

Führung auch für Cochlea-Implantat-Träger*innen

Das Vermittlungsangebot des Kunstvereins Hannover ist den kontinuierlich gewachsen und wird seit 2017 dank einer eigens geschaffenen Stelle von der Diplom-Kunstpädagogin Kristina Sinn stetig weiterentwickelt. Die bereits etablierten Führungsformate wie die Augenschmausführung zur Mittagszeit, eine thematische Kurzführung jeden Mittwoch (durchgeführt von den Mitarbeiter*innen des Kunstvereins) oder die Sonntagsführung, übernommen von verschiedenen Kunstvermitler*innen mit einem jeweils anderen Ausstellungs-Fokus, werden seit diesem Jahr durch Angebote für Besucher*innen mit Hörbeeinträchtigung erweitert.

Führung für Cochlea-Implantat-Träger*innen Sonntag 15. und 29. April, jeweils 14–16 Uhr. Verbindliche Anmeldung unter: vermittlung@kunstverein-hannover.de, Teilnahmegebühr: 3 € zzgl. Eintritt, max. 10 Teilnehmer*innen. 

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


„American Dream“ in der Kunsthalle Emden und in Assen zu bewundern

Grand Central Terminal: An early December Noon in the Main Concourse, 2009 -2012, Öl auf Leinwand, 188 x 193 cm © Stone Roberts, Courtesy of The William Louis-Dreyfus Foundation Inc., Louis-Dreyfus Family Collection 

Werke großer amerikanischer Künstler wie Andy Warhol, Diane Arbus oder Chuck Close sind noch bis zum 27. Mai 2018 in der Kunsthalle Emden zu bewundern.

Gemeinsam mit dem Drents Museum im niederländischen Assen widmet sich das Haus in der Doppelausstellung dem Thema  „The American Dream“.

Das Thema ist der US-Realismus von 1945 bis 2017. Dem Betrachter soll ein Einblick in den “American Way of Life“ gezeigt werden, dabei stehen die Themen Mensch, Stadtleben, Landschaft, Alltags- und Stillleben im Mittelpunkt.

In Emden sind 140 Gemälde, Skulpturen und Fotoarbeiten zu betrachten, die vor allem US-amerikanische Museen und Sammlungen als Leihgaben zur Verfügung gestellt haben.

Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 10 – 17 Uhr, Sa, So, Feiertage 11 – 17 Uhr, Mo geschlossen.

An jedem ersten Dienstag im Monat: Langer Kunstabend von 17 bis 21 Uhr, Eintritt auf 5 € ermäßigt, Zusatzveranstaltungen inklusive Eintritt.

Friday Night: Zusatzöffnung für "The American Dream" an jedem dritten Freitag im Monat 10 – 22 Uhr (20.04. und 18.05.2018 (regulärer Eintrittspreis).

Eintrittspreise: Erwachsene 9, ermäßigt 7 €, Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre Eintritt frei 
Kunstabend jeden ersten Dienstag im Monat ab 17 Uhr: 5 €
Kombikarte Kunsthalle Emden/ Ostfriesisches Landesmuseum Emden 14 €
(nach Kauf 7 Tage gültig).

www.kunsthalle-emden.de

American Dream auch in Assen

Im rund 120 Kilometer von Emden entfernten Assen werden 60 Werke präsentiert. Während sich das niederländische Drents Museum der Kunst bis 1965 widmet, setzt die Kunsthalle Emden ihren Fokus auf die Zeit danach bis heute.

The American Dream-Kombikarte Kunsthalle Emden/Drents Museum Assen 19 €

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Ein Verwirrspiel um die Liebe „Wie es euch gefällt“

Neues Shakespeare-Musical von Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig.

It's Shakespear time! Das neue Musical "Wie es euch gefällt" von Heinz Rudolf Kunze (Text) und Heiner Lürig (Musik) kommt vom 2. bis 25. August auf die Bühne im Theater am Aegi. Nach den Erfolgen von "Sommernachtstraum" und "Kleider machen Liebe oder: Was ihr wollt" und dem unglaublichen "Sturm" ist "Wie es euch gefällt die vierte Shakespeare-Inszenierung des beliebten Autoren-Duos.

Wer erinnert sich nicht an die wunderbaren Abende mit dem Sommernachtstraum im Gartentheater Herrenhausen? Zwar ging ein Großteil der Vorstellungen bei nicht unbedingt traumhaften Wetterbedingungen über die Bühne, aber trotzdem: Ein Sommer in Hannover mit Shakespeare, das passt. In Zukunft werden die Vorstellungen nicht mehr den Wetterkapriolen ausgeliefert sein, denn es wird im Theater am Aegi gespielt.

Bis zur Premiere am 2. August ist für alle Beteiligten noch viel zu tun! Als Regisseurin wurde dafür Renate Rochell aus Hannover gewonnen, die über eine 25-jährige Erfahrung als Regisseurin und Choreographin verfügt.

Wie es euch gefällt: Hauptdarstellerin Merle Hoch mit den Autoren Heinz Rudolf Kunze (links) und Heiner Lürig (rechts). Foto: Hannover Concerts  

Für das Bühnendesign und die Ausstattung wird Manfred Kaderk verantwortlich sein und sicher für einige optische Überraschungen sorgen. Die musikalische Leitung übernimmt Andreas Unsicker, der sich in den letzten Jahren mit verschiedenen Musical- und Schauspielproduktionen an diversen deutschen Theatern einen Namen machte.

Das Publikum darf sich auf Top-Besetzungen freuen: Für die Hauptrollen gewann Produktionsleiter Jürgen Hoffmann von Veranstalter Hannover Concerts mit Merle Hoch als Rosalinde und Oliver Morschel als Orlando zwei absolute Hochkaräter. Merle Hoch ist den Fans vor allem aus dem Erfolgsmusical „Tarzan“ bekannt, in dem sie mehr als 1000 Mal die Rolle der Jane spielte. Oliver Morschel gewann 2011 den Bundeswettbewerb für Musical-Gesang und bekleidete Rollen unter anderen in den Musicals „Shrek“ und „Rocky“. 

Eintrittskarten für die Vorstellungen vom 2. bis 25. August sind bereits im Vorverkauf unter 0511 – 12123333, www.hannover-concerts.de und an den Vorverkaufsstellen erhältlich. Infos und Termine unter www.hannover-concerts.de

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


5. NDR Klassik Open Air - noch versuchen Karten für die Generalprobe zu bekommen!

„Don Giovanni“ mit der NDR Radiophilharmonie am Neuen Rathaus

Am 25. August ist es wieder soweit: Das traditionelle NDR Klassik Open Air 2018 wird wieder im Maschpark aufgeführt.

Erstmals wird Andrew Manze, Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie, die Aufführung dieser erfolgreichen Veranstaltungsreihe dirigieren. Auf dem Programm steht Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Don Giovanni“.
Auch "Don Giovanni" wird den Maschpark auf ganz besondere Weise bespielen.

Die Karten sind ausverkauft, Empfehlung: auf die Tickets für die Generalprobe warten oder dem wundervollen Ereignis im Maschpark folgen – nach dem Motto „umsonst und draußen“. Auch ein tolles Erlebnis, weil es da immer fröhlich und locker zugeht, zumal auch die großen Videoleinwände einen besonderen Einblick geben (Foto NDR).

Der Konzerttermin am Sonnabend, 25. August 2018, liegt außerhalb der Sommerferien und bietet so vielen Menschen die Möglichkeit, dieses Event zu erleben.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha 


Das wurde aber auch Zeit

Neuer Schwung und  mehr Geld für die Kunstfestspiele

Ingo Metzmachers Vertrag als Intendant der Kunstfestspiele wird bis 2021 verlängert.

„Die Kunstfestspiele werden erwachsen“, sagte Ingo Metzmacher im Rathaus während der Unterzeichnung seiner Vertragsverlängerung bis 2021. Nun hat der Kunstfestspiel-Intendant drei Jahre, das fantastische Festival weiterzuentwickeln.

 

Ingo Metzmacher und Stefan Schostok unterzeichnen einen wichtigen Vertrag. Foto LHH/neue Medien 

Dem Intendanten stehen zwei Millionen Euro zur Verfügung.

Oberbürgermeister Stefan Schostok erwartet, dass sich die Kunstfestspiele unter alter Leitung und neuen Bedingungen „programmatisch du räumlich noch weiter öffnen“ werden.

Der Erfolg des Intendanten wird sich daran messen lassen müssen, ob es ihm gelingt, neues Publikum und damit insgesamt mehr Zuschauer zu dem Festival zu locken. Neue Spielorte sollen dabei helfen auch außerhalb des Festivalzentrums, die mehr Besucher fassen können als die Galerie und die Orangerie in Herrenhausen.

Der bisherige Vertrag von Metzmacher läuft im Juni 2018 aus. Die längst geplante Vertragsverlängerung hatte sich verzögert, weil die Stadt einfach zu langsam ist und sich nicht schnell genug bewegen kann. Es wurde nicht nur über die Personalie des Intendanten, sondern auch über eine neue Organisationsform des Festivals beraten. Und in der letzten Woche war es dann endlich soweit, man hatte in allen Ausschüssen Einigkeit erzielt. Na, bravo!

2016 hatte Ingo Metzmacher das Festival von der Gründungsintendantin Elisabeth Schweeger übernommen und unter anderem mit einer Aufführung von Schönbergs „Gurre-Liedern“ im Kuppelsaal und einem Konzert im VW-Werk Nutzfahrzeuge nicht nur für Aufmerksamkeit sondern auch für Furore gesorgt. Das war einfach Klasse.

2018 finden die Festspiele vom18. Mai bis zum 3. Juni statt.

Der Vorverkauf für eine Aufführung der „Grande Messe des Morts“ von Hector Berlioz mit der Radiophilharmonie, dem Sinfonieorchester der Musikhochschule und neun hannoverschen Chören unter der Leitung vom Intendanten am 27. Mai hat bereits begonnen.

Im Parkett kosten die Plätze 14 Euro bei freier Platzwahl, auf alle übrigen Tickets gibt es bis zum 23. Januar 2018 einen Rabatt von 10 Prozent. Telefon (0511) 16 84 99 94.

Näheres www.kunstfestspiele

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Mit Hochdruck zum LUMIX Festival

LUMIX Festival für jungen Fotojournalismus vom 20. bis 24. Juni auf dem ehemaligen Expo-Gelände.

Aus etlichen Ländern der Welt haben junge Fotografinnen und Fotografen ihre fotojournalistischen Arbeiten oder Multimedia-Reportagen an die Hochschule eingesandt. Jetzt ist die Jury gefragt!

Die Stände der Fototechnikschau und Plätze im Container-Dorf sind heiß begehrt und schon gut gebucht.

Mit dem STERN haben die Veranstalter zum zweiten Mal einen Partner zur Seite, der für Nachwuchsfotografen interessante Möglichkeiten der Förderung bietet.

 

Bei der Arbeit: Rolf Nobel und Isabel Winarsch  

Auch das Vortragsprogramm der 6. Auflage des LUMIX Festivals nimmt konkrete Formen an, so wird die amerikanische Fotografin Nina Berman am 22. Juni einen Einblick in ihren Arbeitsalltag und Projekte geben. Bermans Arbeit wurde mit zahlreichen Awards in Kunst und Journalismus ausgezeichnet.

Matt Black kommt um einen Vortrag über seine engagierte Arbeit zu geben. Sein Langzeit-Projekt »Geography of Poverty« ist seit Jacob Holdts »Bilder aus Amerika« vielleicht die subjektivste und beeindruckendste fotografische Dokumentation der Wirklichkeit jenseits des amerikanischen Traums vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Black spricht über seine Arbeit am 20. Juni um 19.30 Uhr im Hörsaal des Design Centers.
In diesem Jahr soll die Fototechnikschau noch hochkarätiger und vielfältiger gestalten werden. Sie bildet im 1500 qm großen Atrium das Herzstück des Festivals. Verschiedenste Unternehmen präsentieren den rund 40.000 Besuchern neueste Technik und interessante Produkte rund um das Thema Kamera und Foto.

Zeitgleich zum Festival finden die DGPh-Tagung sowie die FREELENS-Mitgliederversammlung statt.

Ein Tipp: Gutschein sichern. Sie können per E-Mail shop@fotofestival-hannover.de bestellt sowie direkt an einigen Verkaufsstellen in Hannover erworben werden. Sie gelten als Eintrittskarte für alle fünf Festivaltage und kosten regulär 12, ermäßigt 7 Euro. Einzulösen sind die Gutscheine vom 20. bis 24. Juni 2018 von 10 bis 20 Uhr an den Kassen im Eingangsbereich des Design Centers. 
Das ausführliche Programm und Informationen zu Führungen für Schulklassen und Gruppen sind aus dem Internet unter
fotofestival-hannover.de herunterzuladen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Kulturhauptstadt Hannover: Stadtrat setzt auf Kultur mit Budget von 390 000 Euro

Stadtrat setzt auf Kultur mit Budget von 390 000 Euro

Ratspolitiker machen richtig Geld locker für die Bewerbung Hannovers um den Titel Kulturhauptstadt Europas

Erstmals hat der Stadtrat mit einem politischen Beschluss signalisiert, daß er die Bewerbung der Stadt Hannover um den Titel Kulturhauptstadt Europas unterstützt. Das Gremium stimmte mit breiter Mehrheit dafür, dass das Kulturhauptstadtbüro mit einem Budget von 390 000 Euro rechnen kann. Damit sollen die weiteren Planungen vorangetrieben werden. Natürlich stimmte die AfD gegen diesen Beschluss.

Verantwortlich für die Bewerbung ist Kulturdezernent Harald Härke, der erfreulicherweise einen deutlichen Rückhalt in der Ratspolitik für die Kulturhauptstadt-Bewerbung verzeichnen konnte. Es wird sich zeigen, ob Härke weiter über die nötige Durchsetzungskraft für das Projekt Kulturhauptstadt Europas verfügt.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


cast & cut - Stipendien für KurzfilmerInnen im Jahr 2019

Die Stiftung Kulturregion Hannover und die nordmedia bieten jährlich zwei Stipendien für KurzfilmerInnen an.

Die StipendiatInnen erhalten aus Mitteln der Stiftung Kulturregion Hannover für jeweils ein halbes Jahreinen monatlichen Geldbetrag und zusätzlich einen Projektkostenzuschuss in Höhe von 10.000 Euro. Die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH stattet jedes Stipendium mit einem weiteren Projektkostenzuschuss von 5.000 Euro aus.

 

Den StipendiatInnen wird von dem Wohnungsunternehmen Gundlach in der “Villa Minimo” (Foto), die gleichzeitig StipendiatInnen des Kunstvereins Hannover aus dem Bereich Bildende Kunst beherbergt,  mietfrei ein großzügiges möbliertes Appartement zur Verfügung gestellt.

Das Stipendium ist für junge Filmemacher aus dem gesamten Bundesgebiet offen. Gesucht werden regieerfahrene StipendiatInnen, die im Bereich des Kurzfilms ihre filmischen Erfahrungen erweitern und/oder kreatives Neuland betreten wollen.

Voraussetzung für die Bewerbung ist ausreichende Regieerfahrung (mindestens zwei ausgewertete Kurzfilme auf Festivals oder im Kino bzw. TV). Einzureichen ist ein Kurzfilmprojekt, das während der Dauer des Stipendiums in der Region Hannover realisiert werden muss. Für die Dauer des Stipendiums sollen sich die StipendiatInnen in Hannover aufhalten.  Die Stipendien werden halbjährlich für die Zeiträume Januar bis Juni und Juli bis Dezember vergeben. 

Für die Bewerbung einzureichende Unterlagen sind im Antragsportal der nordmedia hochzuladen: Zugang über nordmedia.de/castcut. Und sie müssen auch in einfacher Ausfertigung an die: nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH, Stichwort: cast & cut, Henning Kunze, Expo Plaza 1, 30539 Hannover, Tel.: 0511-123456-52, E-Mail: h.kunze@nordmedia.de, geschickt werden. Bewerbungsschluss für 2019 ist der 30. September 2018.

www.stiftung-kulturregion.de bzw. www.nordmedia.de

Nachdenkliches Kino mit viel Gefühl

Film zu Fragen des Lebens und Sterbens

Seit 13. April läuft der Film "Draußen in meinem Kopf" von Eibe Maleen Krebs  im Kino im Raschplatz. Die Geschichte: Sven (gespielt von dem durch seinen "Wetten, dass..."-Unfall bekannt gewordenen Samuel Koch), 28 Jahre alt, leidet an Muskeldystrophie, kann seine Arme und Beine nicht mehr bewegen, muss von Pflegekräften im Heim versorgt werden. Weil die aber nicht viel Zeit für Betreuung haben und auch, damit er nicht so einsam in seinem Einzelzimmer ist, bekommt er den Abiturienten Christoph (Nils Hohenhövel) zugeteilt, der gerade im Pflegeheim sein freiwilliges soziales Jahr absolviert.
Samuel Kochs Film „Draußen in meinem Kopf“ wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis ausgezeichnet. Foto dpa

Ganz beiläufig werden die großen Fragen des Lebens gestellt: Wie lange ist ein Leben noch lebenswert? Wann sollte Sterbehilfe erlaubt sein? Wie viel meiner Intimsphäre kann, will und muss ich im Krankheitsfall aufgeben?

Koch bestand im Februar 2014 in Hannover an der Hochschule für Musik , Theater und Medien die Schauspielprüfung.

Kritiken zum Film: "Samuel Koch glänzt" - Augsburger Allg., "Nachdenkliches Kino mit viel Gefühl." – Süddeutscher Rundfunk  
D 2018, Regie: Eibe Maleen Krebs, mit: Samuel Koch, Nils Hohenhövel, Eva Nürnberg, Lars Rudolph, Bastian Tros

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Pressedienst Nord, Ute Micha

„Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“

Ein Film als Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Unglaublich, aber wahr: Während des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen jungen Juden, in der Anonymität Berlins unsichtbar zu werden. Der Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Co-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und mit Dokumentarszenen in ihren Film integriert haben.

Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte wagemutiger Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Überlebenswillen, Widerstandes und vor allem der Hilfsbereitschaft vieler Berliner.

Basierend auf Zeitzeugen-Interviews verbindet das Drama vier unabhängige Schicksale zu einem eindringlichen, hochaktuellen Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Es spielen Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee und Aaron Altaras in den Hauptrollen.

Seit Oktober 2017 läuft der Film des Tobis Film-Verleihs in Lichtspielhäusern.


Kinospass verpasst? LA BOUM ist immer noch zu sehen!

Der Kultfilm  LA BOUM – Die Fete (1980) wurde in Hannover im Apollo (deutsch) und im Kino am Raschplatz (franz. OmU) im Rahmen des Ciné Club Francais gezeigt.

Jetzt ist er erstmal nur im Fernsehen auf sky zu sehen oder als DVD zu erwerben.

Auch "La Boum II - Die Fete geht weiter" ist auf DVD und auf sky präsent (alle Infos: www.La Boum)   

Der LA BÄMI-Filmverleih wurde dafür eigens von Wiebke Thomsen (Hannover) und Anne Lakeberg (Berlin) gegründet.

Thomsen und Lakeberg betreiben seit 2014 gemeinsam das City Kino Wedding in Berlin. Vor einem halben Jahr haben sie LA BOUM in ihrem Kino zeigen wollen und festgestellt, dass es keinen deutschen Verleih für diesen Film gibt.  Gespielt wurde der Film in Berlin trotzdem, natürlich verbunden mit einigen organisatorischen Hürden durch den Direktbezug aus Frankreich und auch mit einigen Kosten.

Als der 220 Plätze-Saal des City Kino Wedding komplett ausverkauft war, wussten sie, dass sie einen Nerv getroffen hatten: Die Zuschauer haben sich so über den Film gefreut, dass es spontan Applaus gab, als der Vorspann begann.

Nach diesem Erfolg gründeten Thomsen und Lakeberg den LA BÄM! Filmverleih, um den Film als Wiederaufführung zurück in die Kinos zu bringen. Am 20. Juli war Filmstart – der Film wurde schon in 50 Vorstellungen gebucht, vor allem für Events sowie Open-Air Kino, Ladies Night, französische Filmabende oder sonstige Vorstellungen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe