Oedts Westerhof Berater für Kulturhauptstadt-Bewerbung macht Hannover richtig Mut

Lob gilt auch der Infrasturktur der Landeshauptstadt

Eines kann man schon sagen, der Niederländer Oeds Westerhof versteht sein Handwerk. Er stellte sich beim Netzwerktreffen der Unesco City of Music auf dem Faustgelände mal kurz vor und mit einem Augenzwinkern sagte der 46-jährige: "Meine Erfolgsquote liegt bei  100 Prozent und ich hoffe, dass das auch so bleibt".

Mittlerweile ist ja bekannt, dass Westerhof die Bewerbung der niederländischen Kleinstadt Leeuwarden, aktuelle europäische Kulturhauptstadt neben dem maltesischen La Valletta, zur Kulturhauptstadt geführt hat. Die Aufgabe von Westerhof besteht darin, ein sogenanntes "Bid Book", eine Art Bewerbungsbuch- oder Katalog zu erstellen. Dazu der Berater: "Da geht es um Geldfragen, um Hotelkapazitäten, um Infrastruktur - und da muss ich sagen, dass Hannover das bisher sehr gut verborgen gehalten hat für die Welt. Das müssen wir vielleicht ein bisschen ändern."

Bei dem "Bid Book" handelt es sich nicht um das Programm für 2025 - es wird vielmehr für eine internationale Jury erstellt, die entscheidet, welche Stadt den Zuschlag bekommt. "Man schreibt nicht nur auf, was gut ist in der Stadt, sondern man muss aufzeigen, was es in der Stadt für Entwicklungen gibt. Und diese müssen auch für Europa relevant sein", so Westerhof. Das klingt nach einer großen Aufgabe, doch er macht Hannover richtig Mut: "Eines kann ich schon mal sagen, wenn man sich Hannovers Infrastruktur ansieht, dann ist diese viel größer als bei den meisten Kulturhauptstädten der letzten zehn Jahre.

Gut beraten an den Start gehen: Oeds Westerhof soll's richten. Foto W. Feege 

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe 


175 Jahre Hannoverscher Künstlerverein

Ausstellung im Bürgersaal des Neuen Rathauses

Aus Anlass seines 175-jährigen Bestehens hat der Hannoversche Künstlerverein eine Ausstellung im Bürgersaal des Neuen Rathauses eingerichtet. „Ort der verlorenen Dinge“ trägt die Schau, die von heute bis zum 27. Juni Arbeiten von 29 Künstlern zeigt.

Der Hannoversche Künstlerverein (HKV) existiert seit 1842. Seinen Clubraum hat der Verein im Künstlerhaus Hannover in der Sophienstraße 2. 

 

Um 1900: Das sogenannte „Nischenzimmer“ des Vereins im Künstlerhaus Hannover; Ansichtskarte von Karl F. Wunder

Bis in den Ersten Weltkrieg hinein war der Verein der führende Kultur-Verein mit hochrangigen Künstlern, Persönlichkeiten und (Ehren-)Mitgliedern. Aus seinen Reihen formierte sich der „Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover“ und der „Verein für die Öffentliche Kunstsammlung“ (die heute Teil der Sammlungen im Niedersächsischen Landesmuseum ist). In jüngster Zeit trat der Verein durch Arbeitsgruppen verstärkt in Veranstaltungen zu den Themen Literatur und Bildende Kunst auf.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


NDR Radiophilharmonie: Saisonstart mit britischem Klassiker

Ein spannendes Programm 2018/19 mit Andrew Manze und der NDR Radiophilharmonie

Matthias Ilkenhans, Manager der NDR Radiophilharmonie, Andrew Manze und der Leiter des Bereichs Orchester, Chor und Konzerte, Achim Dobschall (v.l.) stellen das neue Programm vor. Foto S. Lappe

Die Konzertsaison 2018/19 startet am 8. September mit dem deutsch-britischen Klassiker, den „Hannover Proms“ im Kuppelsaal - mit TV-Übertragung nach London. Nach der kompletten „Scheherazade“ von Rimsky-Korsakow folgen Stücke von Saint-Saens, Waxman und Elgar. Und zum Schluss  wird es wieder very british und bei „Hope and Glory“ wird wieder tüchtig mitgeschmettert.

Die Konzerte des Jahres werden spannend und unter die Haut gehen: Das „War Requiem“ zum Ende des Ersten Weltkrieges - denn 2018 ist der 100. Jahrestag eines entsetzlichen Krieges. Zu hören und sehen  wird die NDR Radiophilharmonie im Kuppelsaal von Hannover und eine Woche später in der Kathedrale von Liverpool.

Auf ganz besondere Weise soll die deutsch-britische Freundschaft vertieft werden. Musiker aus Hannover und aus der Royal Liverpool Philharmonic werden gemeinsam musizieren, die Chöre gemeinsam singen – auch in den Gottesdiensten zu Ehren der Toten. Und was besonders schön ist, die Musiker werden sich gegenseitig beherbergen.

„Das wird symbolisch gewaltig“, so Andrew Manze, der das außergewöhnliche Projekt bei der Vorstellung des Programmes der nächsten Saison bekannt gab. Diese Musik, gespielt vier Monate vor dem Vollzug des Brexit, das sei einfach ein Zeichen, so der überzeugte Europäer Manze: „Das Konzert ist ein Projekt, an das ich denken werde, bis ich sterbe.“

Der Vorverkauf für fast alle Konzerte der neuen Saison ist bereits gestartet. Ausnahmen: Die Karten für das Mitsing-Konzert „Samson“ (23. Juni 2019) sind ab 9. August 2018 und für Phil & Chill (23. Februar 2019) ab 20. November 2018 erhältlich.

Viele Berühmtheiten sind unter den Gästen zu finden, darunter Star-Dirigent Christoph Eschenbach, der Bartoks „Konzert für Orchester“ aufs Programm gesetzt hat (29.11.) und den Solisten Tzimon Barto virtuose begleiten wird. Eine Herausforderung für die Radiophilharmonie wird das gewaltige „Heldenleben“ von Richard Strauss (11.10.) werden, geleitet von Robert Trevino. Und Andrew Manze freut sich besonders auf Altstar Emanuel Ax, der US-Pianist wird Strawinskys „Capriccio“ spielen, das Orchester die erste Sinfonie von Brahms.

Ausflüge in die Gegenwart unternimmt das Orchester am 9. Mai 2019 mit der recht anspruchsvollen „Harmonielehre“ von John Adams („Nixon in China“).

In Sachen CD-Produktion hat das Orchester auch so einiges vor: In diesem Jahr wird der prämierte Mendelssohn-Zyklus (Preis der deutschen Schallplattenkritik) mit der zweiten Sinfonie abgeschlossen. Dann sind noch die beiden Mozart-Sinfonien Nr. 40 und 41 in Arbeit. Und danach widmet sich Andrew Manze einem Großprojekt: Der Einspielung sämtlicher Sinfonien von Jean Sibelius – „ein Komponist, der in Deutschland leicht übersehen wird.“ Die Produktion übernimmt wieder das Highend-Label Pentatone, und wird in Surround aufgezeichnet und die Musik auf SACD veröffentlichen.

Die nächste Saison wird noch so richtig spannend: Zwei Weltstars werden von der Radiophilharmonie begleitet: Anna Netrebko beim Schlusskonzert des Schleswig-Holstein-Musikfestival und Elena Garancia auf einer Tournee.

Neu ist ein Angebot des NDR: Schüler, Studenten, Azubis bis einschließlich 29 Jahre können ab 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse des NDR-Ticketshops im Funkhaus Restkarten für die jeweilige Veranstaltung für 5 Euro ergattern.  

Orchestermanager Matthias Ilkenhans blickt in die Zukunft: Der Große Sendesaal wird in der nächsten  Saison für sechs Monate für umfangreiche Verbesserungen in Sachen Akustik geschlossen und im Januar 2020 wieder eröffnet. Das Orchester wird ein besonderes Podium bekommen, um den Klang zu optimieren. Und dann wird noch das Foyer umgestaltet – die Planungen sind schon voll im Gang.

Kinder ins Konzert! - Die NDR Radiophilharmonie hat wunderbare Projekte.

Alle Konzertveranstaltungen sind in den Programmheften „Konzertsaison“, „Discover Music!“ und neu „Orchester-Detektive!“, einer neuen Reihe für Kinder von 6 bis 11 Jahren, zu finden.

www.ndr.de/radiophilharmonie2018/2019

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Kultur für Kinder und Eltern mit dem SPIEL:ZEIT-Programm

Kinder und ihre Eltern bekommen Zugang zur Kulturszene

Das Kinderkulturprogramm SPIEL:ZEIT, an der die gesamte Familie am Wochenende kostenlos teilhaben kann, geht in den nächsten Monaten weiter. Bei diesem von der Rut-und Klaus-Bahlsen-Stiftung geförderten Projekt werden Familien mit Kindern ab etwa sechs Jahren angesprochen, die bisher wenig Zugang zur kulturellen Vielfalt in Hannover haben. Ziel ist es, ihnen eine unterhaltsame und spannende gemeinsame Zeit zu ermöglichen, in der sie neue Erfahrungen machen und Kontakte knüpfen können. Die darstellenden Künste wie Tanz, Bewegung und Theater bilden die Angebotsschwerpunkte des inhaltlichen Programms. Das kostenlose Angebot gibt es kontinuierlich an regelmäßigen Terminen und Standorten.

Die Programme für Juni jeweils 14.30 bis 16.30 Uhr

Am 10. Juni heißt es Tanz und Kunst, mit Johanna Rohnke & Edin Bajric, im Stadtteilzentrum Weiße Rose Mühlenberg.

Am 17. Juni gibt es Kreatives und Yoga mit Katja Krause & Kerstin Henne im Stadtteilzentrum Ricklingen.

Am 24. Juni findet eine Exkursion in die Herrenhäuser Gärten statt, Treffpunkt ist um 14 Uhr, Stadtteilzentrum Ricklingen.

Informationen unter kinderkultur-stadt-hannover.de

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst, Nord


„Kunst umgehen“ 2018

Vermittlungsprogramm für Kunst im öffentlichen Raum

Kunst im öffentlichen Raum hat in Hannover eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert: Im Lauf der Jahrzehnte wurden mehr als 200 Skulpturen, Plastiken und Installationen im Stadtraum platziert. Kaum eine andere deutsche Stadt weist eine so hohe Dichte an künstlerischen Objekten auf. Als eine der ersten deutschen Kommunen holte sich die niedersächsische Landeshauptstadt in den Jahren 1969 bis 1974 mit dem Straßenkunstprogramm zeitgenössische Kunst gezielt in öffentliche Räume.

Mit unterschiedlichsten Blickwinkeln aus Kunst und Wissenschaft wird beim Kunstvermittlungsprogramm „Kunst umgehen“ „um die Kunst gegangen“ mit dem Ziel: neugierig werden, einen Überblick gewinnen, bestimmte Aspekte in den Fokus rücken und schließlich aktiv die Perspektiven wechseln. Eine gezielte Wahrnehmung der Kunst im öffentlichen Raum schließt auch deren Orte mit ein - und lässt im Idealfall auch anders mit der Stadt umgehen.

Termine:

9. Juni, 17 bis 18.30 Uhr, Kunst umgehen: Sprechstunde, unterwegs mit Gästen. Treffpunkt Ernst-August-Platz, am Üstra-Ticketkiosk, 5 €, ermäßigt 3 €, mit HannoverAktivPass frei

Constantin Alexander, Unternehmensberater für Nachhaltigkeit (Hannover) berät seine AuftraggeberInnen zu Aspekten der Nachhaltigkeit und lehrt diese auch an der kulturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Lüneburg. Seine Forschungsarbeit über das Ihme-Zentrum wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet. In unserer Sprechstunde wird er einen kritischen Blick auf Entertainment- und Shopping-Welten, Hochkultur und alternative Kulturkonzepte in Teilen der Innenstadt werfen und dabei immer wieder nach deren Funktionsweisen fragen.

23. Juni, 17 bis 18.30 Uhr, Kunst umgehen: Überblicksführung. Treffpunkt L’Air von Aristide Maillol, Georgsplatz, Teilnahme: 5 €, ermäßigt 3 €, mit HannoverAktivPass frei

24. Juni, 15. bis 16.30, GPS (52°22‘03,9‘‘N / 9°44‘21,5‘‘O), vor Ort mit einem Gast. Treffpunkt In Between von Hans Breder im Maschpark, kostenfrei. Thema: Instandhaltung und Restaurierung mit Ulrich Keinert, Gebäudemanagement der Landeshauptstadt Hannover. Treffpunkt ist an einem seiner hannoverschen Lieblingsobjekte: Er mag die Abstraktion in Hans Breders In Between im Maschpark.


Dori wird für Jagau entschärft

Werbefigur zeigt sich jetzt züchtig

Sind sie etwa eingeknickt, Herr Haese? Auf keinen Fall! Günter Haese, Chef der Wohnungsgenossenschaft Gartenheim steht vor der Skulptur Dori, eine von ihm entworfene und sogenannte Busenschnecke, die seit einiger Zeit für Unruhe sorgt.

Die recht üppige Busenschnecke hat Fans, aber auch Gegner wie Frauenorganisationen, und selbst Regionspräsident Hauke Jagau mischt mit: sie finden sie sexistisch. Denn Dori hat gewaltige Brüste, die sie bloß zeigt. Der ganze Schlamassel fing an, nachdem die ÜSTRA die Gartenheim-Werbung mit der Busenschnecke von ihren Bussen verbannte. Dann hat der Gartenheim-Chef reagiert und ihr nicht nur Flügel sondern auch noch von der Strickkünstlerin Mansha Friedrich einen bunten BH aus Acrylwolle verpassen lassen.

Für Günter Haese ist der nun so züchtige Busenschneckenschmetterling kein Zurückrudern: „Wir haben einen Witz verballhornt“, sagt er. Natürlich finde er die Busenschnecke witzig, „sonst hätte ich sie ja nicht gemacht“. Ja und die teils heftigen Reaktionen? „Dass man eine gewisse Form der Eskalation in Kauf nimmt, ist das Wesen der Kunst. Wie wahr!

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Frühling in der Villa Seligmann

Bis zum 17. Juni findet wieder der Frühling in der Villa Seligmann statt.

Dieses Jahr stehen die Veranstaltungen im Zeichen der Erfahrung. Von verschiedenen Erfahrungen erzählen die Lebensläufe der Künstler und deren Programme, die in diesem Frühling die historischen Räume der Villa Seligmann zum Leben erwecken.

Der nächste Termin: 

Das Konzert "Steh' auf! Was liegst Du noch im Traum? - Lieder von Gustav Mahler" findet am Montag, den 11. Juni 2018, um 19.30 Uhr in der Villa statt.

Die aktuelle Ausstellung „Die Welt auf einer Scheibe – Geschichten um die Schellackplatte“ zur Familie Berliner und der Deutschen Grammophon Gesellschaft kann im Rahmen der Veranstaltungen ab eine Stunde vor Beginn sowie in den Pausen besichtigt werden. Karten bei den HAZ-Ticketshops, telefonisch unter 0511 12 12 33 33 oder online unter www.villa-seligmann.de/karten, das Programm unter www.villa-seligmann.de

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Außereuropäische Sammlungen Niedersachsens sollen erforscht werden

Das koloniale Erbe -  Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen

Viele interessante Objekte, aber auch Objekte mit problematischer Geschichte, werden in außereuropäischen Sammlungen präsentiert. Durch die Volkswagenstiftung sollen nun die außereuropäischen Sammlungen Niedersachsens dank einer Förderung erforscht werden. Das soll unter der Leitung des Landesmuseums Hannover in den kommenden drei Jahren passieren. Untersucht werden sollen die Bestände des Landesmuseums sowie die ethnografischen Sammlungen in Göttingen, Oldenburg, Hildesheim und Braunschweig.

Das Verbundforschungsprojekt "Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie in Niedersachsen“ soll erforschen, wie diese Sammlungen während der Kolonialzeit entstanden sind. Es soll aber auch der Frage nachgegangen werden, welche Wirkung diese Objekte in Europa entfalteten – sei es, dass sie zur Legitimation kolonialer Herrschaft beitrugen, ethnologisches oder auch kunstgeschichtliches Wissen verbreiteten, primär von ökonomischer Bedeutung waren oder in „Völkerschauen“ der Unterhaltung dienten.

Viele dieser Objekte werfen auch Fragen rechtlicher und ethischer Natur auf, es ist zwar eine enge Zusammenarbeit zwischen Geschichtswissenschaft, Ethnologie und Rechtswissenschaften vorgesehen. Hier soll Klarheit im Umgang mit Rückgabeforderungen geschaffen werden.

www.landesmuseum-hannover.niedersachsen.de/WeltenMuseum/forschung/provenienzforschung/provenienzforschung-am-landesmuseum-hannover-84679.html

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei

Mit „O Isis und Osiris" widmet sich das Museum August Kestner der in Hannover sehr präsenten Freimaurerei

Die Ausstellung im MAK heißt „O Isis und Osiris“, hört sich wie ein Stoßseufzer an, und der Besucher ahnt, wie multidimensional diese Schau ist.

Was die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich lenken wird, sind die Kleinigkeiten, wie ein Senklot, kaum mehr als daumenbreit und satte 2500 Jahre alt. Oder ein kleiner, gleichfalls altägyptischer Obelisk, eine Sphinx-Statue. Genau solche Exponate werden im Museum August Kestner gezeigt. 

Der Titel schmückt sich mit einem Zitat aus Mozarts „Zauberflöte“ und Mozart war bekennender Freimaurer. Die „Zauberflöte“ ist von Symbolen und Ritualen gekennzeichnet, wovon in der Ausstellung auch historische Bühnenbilder zeugen. Das Museum arbeitet auch eng mit der Staatsoper kooperieren, deren Neuinszenierung der Zauberflöte im Opernhaus auf dem Spielplan steht.

Was die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich lenken wird, sind die Kleinigkeiten, wie ein Senklot, kaum mehr als daumenbreit und satte 2500 Jahre alt. Oder ein kleiner, gleichfalls altägyptischer Obelisk, eine Sphinx-Statue. Genau solche Exponate werden im Museum August Kestner gezeigt.

An der Wand prangt ein sehr bedeutsames Bild, des reich geschmückten Freimaurer-Tempels von Brüssel, dessen Interieur diese und viele andere altägyptische Motive aufnimmt.

„Ägyptens Mysterien und die Freimaurerei“ wurde von Kestner-Kurator Christian Loeben mit dem Heidelberger Ägyptologen Florian Ebeling als Untertitel genannt.

Ebeling nennt die Freimaurer „hochgradig rational“ und nimmt sie so besonders vor Okkultismus-Vorwürfen in Schutz. Und besonders ist auch der Anlass der Schau: Vor 300 Jahren ist in London die erste Großloge gegründet worden, das Jubiläum wird nun in Hannover gefeiert. 

„Und dafür gibt es Gründe“, sagt Museumsdirektor Thomas Schwark. „Nirgends in Deutschland ist die Pro-Kopf-Dichte der Freimaurer höher.“ Einer der es wissen muss kann  das belegen: Siegfried Schildmacher, de man den Vorsitzenden einer hannoverschen Freimaurerloge nennen könnte, dessen korrekter Titel aber „Meister vom Stuhl der Loge, Friedrich vom Weißen Pferde“ lautet . Zwölf Logen und 600 Freimaurer gibt es in Hannover.

Die Ausstellung wird fast komplett aus der reichhaltigen Sammlung des Museums bestritten. Als Leihgaben sind nur Schriften hinzugekommen sowie ein Artefakt und eine Panflöte aus dem vierten vorchristlichen Jahrhundert.

 

Mit ägyptischen Motiven versehenes Titelblatt eines Klavierauszugs von Wolfgang Amadeus Mozart „Die Zauberflöte“ (Uraufführung Wien 1791), gedruckt in Mannheim, um 1830, Leihgabe: Reinhard Bautz, Hannover (Foto: Christian Rose, Museum August Kestner)

Zu der außergewöhnlichen Schau ist auch ein umfangreicher Katalog (VML, 517 Seiten, 34,80 Euro) erschienen. Ein attraktiver Flyer (kostenlos) informiert über die Thematik.

„O Isis und Osiris“ ist bis zum 24. Juni 2018 verlängert.

Die Ausstellung wird von Führungen und einem umfangreichen Begleitprogramm begleitet.

 

Auch finden Im MAK  regelmäßig Vorträge zu interessanten Themen statt.

www.museum-august-kestner.de

Sonderausstellung "Beziehungskiste. Über Kommunikation

Einblick in Kommunikationsmedien auch im Kestner Museum

In der Ausstellung "Beziehungskiste. Über Kommunikation" werden Kommunikationsmedien, die über Jahrtausende in den unterschiedlichen Zivilisationen verwendet wurden gezeigt. Objekte vom alten Ägypten, der klassischen Antike bis zur Moderne zeugen von Botschaften und dem Austausch mit den Mitmenschen (noch bis 19. August 2018).

Mit dem Radio "Weltempfänger T 1000 CD" (Design: Dieter Rams, Hersteller: Braun AG) konnten in den Sechzigerjahren Sender aus der ganzen Welt empfangen werden. © Museen für Kulturgeschichte

Auch zu dieser Ausstellung gibt es wunderbare Begleitveranstaltungen.

Kestner-Museum vor Neuaufstellung

Forschen, vernetzen, ausstellen: Die Pläne des Museums für 2018

Bevor überhaupt etwas besprochen wurde, kam eine Klarstellung: „Wir haben das Schönste“, sagte Christian Loeben zum Auftakt der Präsentation der Pläne von Hannovers ältestem Museum für das Jahr 2018. Und dann ging es auch schon los – der Ägypten-Kurator des Kestner-Museums meint ein römisches Relief, von dem es weltweit nur noch zwei weitere - eines im Pariser Louvre, eines im Britischen Museum in London, gibt. Und da sich über Schönheit prima streiten lässt, fügte Loeben noch hinzu, ist das hannoversche Exemplar  jedenfalls am vollständigsten. Vielleicht ist das der Grund, warum es demnächst nach Los Angeles reisen darf, wo das Getty-Museum es ausstellen möchte.

Die Wertschätzung von der Westküste erfreut das Kestner-Museum, daß ein schwieriges Jahr zu verzeichnen hatte. Einmal der Brandschutz und auch die Klimatisierung des Hauses müssen auf den neuesten Stand gebracht werden, was nach den Worten von Museumsdirektor Thomas Schwark (Foto links) zu Einschränkungen des Betriebes führen kann, deren Umfang noch nicht absehbar sei. Auch steht das Museum inhaltlich vor einer Neuaufstellung, woraus das Museumsteam dann auch das Beste  zu machen versucht.

Das ist auch an den Ausstellungen zu sehen, die auf die derzeit noch laufenden Schauen „O Isis und Osiris“ (verlängert bis 24. Juni) und „Beziehungskiste“ (bis 19. August) folgen.

„Von Krösus bis Karl – Weltgeschichte in Münzen“: Die Reihe der Münzschauen , die 2015 mit Exponaten aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhundert gestartet ist, setzt Simone Vogt, die Numismatikerin des Hauses, mit Münzen aus der Zeit Karls des Großen fort (19.Juli bis 28.Oktober).

„Ohne Titel. Das Kestner denkt sich neu“: Diese Ausstellung soll sich der schon lange diskutierten Frage widmen, welche Artefakte aus dem reichen Sammlungsbestand für die überfällige Neugestaltung der Dauerausstellung in Betracht kommen und wie sie gezeigt werden sollten. Sally Schöne, die Kuratorin, plant schon die Präsentation erster Ansätze, will aber erst durch Museumsbesucher eine Befragung durchführen um das Urteil der Bürger zu erforschen (18. Oktober bis 17.März 2019).

„Spuren der NS-Verfolgung“: In dieser Ausstellung geht es auch um Forschung, die sich nach den Worten von Museumsdirektor Schwark teils fragwürdigen Herkunft von Exponaten in den kulturhistorischen Sammlungen der Stadt beschäftigen soll. Der Provenienzforscher Johannes Schwartz will unter anderem ausleuchten, wie eine römische Grabstele aus jüdischem Besitz über Robert Ley und Hermann Göring ins Kestner-Museum gelangt ist (6. Dezember bis 16. Juni 2019).

Daß das Haus international ist, zeugt überdies an dessen Beteiligung an einem Forschungsverbund zur Sammlung persischer Bronzen – ein Netzwerk, an dem nach den Worten von Kuratorin Anne Viola Siebert auch Institutionen in Belgien, Großbritannien und dem Iran beteiligt sein werden.


Ein Verwirrspiel um die Liebe „Wie es euch gefällt“

Neues Shakespeare-Musical von Heinz Rudolf Kunze und Heiner Lürig.

It's Shakespear time! Das neue Musical "Wie es euch gefällt" von Heinz Rudolf Kunze (Text) und Heiner Lürig (Musik) kommt vom 2. bis 25. August auf die Bühne im Theater am Aegi. Nach den Erfolgen von "Sommernachtstraum" und "Kleider machen Liebe oder: Was ihr wollt" und dem unglaublichen "Sturm" ist "Wie es euch gefällt die vierte Shakespeare-Inszenierung des beliebten Autoren-Duos.

Wer erinnert sich nicht an die wunderbaren Abende mit dem Sommernachtstraum im Gartentheater Herrenhausen? Zwar ging ein Großteil der Vorstellungen bei nicht unbedingt traumhaften Wetterbedingungen über die Bühne, aber trotzdem: Ein Sommer in Hannover mit Shakespeare, das passt. In Zukunft werden die Vorstellungen nicht mehr den Wetterkapriolen ausgeliefert sein, denn es wird im Theater am Aegi gespielt.

Bis zur Premiere am 2. August ist für alle Beteiligten noch viel zu tun! Als Regisseurin wurde dafür Renate Rochell aus Hannover gewonnen, die über eine 25-jährige Erfahrung als Regisseurin und Choreographin verfügt.

Wie es euch gefällt: Hauptdarstellerin Merle Hoch mit den Autoren Heinz Rudolf Kunze (links) und Heiner Lürig (rechts). Foto: Hannover Concerts  

Für das Bühnendesign und die Ausstattung wird Manfred Kaderk verantwortlich sein und sicher für einige optische Überraschungen sorgen. Die musikalische Leitung übernimmt Andreas Unsicker, der sich in den letzten Jahren mit verschiedenen Musical- und Schauspielproduktionen an diversen deutschen Theatern einen Namen machte.

Das Publikum darf sich auf Top-Besetzungen freuen: Für die Hauptrollen gewann Produktionsleiter Jürgen Hoffmann von Veranstalter Hannover Concerts mit Merle Hoch als Rosalinde und Oliver Morschel als Orlando zwei absolute Hochkaräter. Merle Hoch ist den Fans vor allem aus dem Erfolgsmusical „Tarzan“ bekannt, in dem sie mehr als 1000 Mal die Rolle der Jane spielte. Oliver Morschel gewann 2011 den Bundeswettbewerb für Musical-Gesang und bekleidete Rollen unter anderen in den Musicals „Shrek“ und „Rocky“. 

Eintrittskarten für die Vorstellungen vom 2. bis 25. August sind bereits im Vorverkauf unter 0511 – 12123333, www.hannover-concerts.de und an den Vorverkaufsstellen erhältlich. Infos und Termine unter www.hannover-concerts.de

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


5. NDR Klassik Open Air "Don Giovanni"

„Don Giovanni“ mit der NDR Radiophilharmonie am Neuen Rathaus

Am 25. August ist es wieder soweit: Das traditionelle NDR Klassik Open Air 2018 wird wieder im Maschpark aufgeführt.

Erstmals wird Andrew Manze, Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie, die Aufführung dieser erfolgreichen Veranstaltungsreihe dirigieren. Auf dem Programm steht Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Don Giovanni“.
Auch "Don Giovanni" wird den Maschpark auf ganz besondere Weise bespielen.

Alle Karten für die Aufführung  und die Generalprobe der Open-Air-Oper "Don Giovanni " waren innerhalb weniger Tage ausverkauft, teilte der NDR als Veranstalter mit.  

Aber da ist es wieder ein großes Erlebnis, der wundervollen Aufführung, bewaffnet mit Decken und Picknickkörben im Maschpark folgen – nach dem Motto „umsonst und draußen“. Auch ein tolles Ereignis, weil es da immer fröhlich und locker zugeht, zumal auch die großen Videoleinwände einen besonderen Einblick geben (Foto NDR).

 

Der Konzerttermin am Sonnabend, 25. August 2018, liegt außerhalb der Sommerferien und bietet so vielen Menschen die Möglichkeit, dieses Event zu erleben.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha 


41 Filmschaffende hatten sich mit ihren Projekten um Förderung beworben

Dokumentar-, Spielfilme und Animationen auch Projektentwicklung, Produktion oder Vertrieb - die Anträge spiegeln das vielseitige regionale Filmschaffen wider.

Die nordmedia und das Filmbüro Bremen haben zum vierten Mal für Nachwuchsfilmprojekte und künstlerische Filme zwischen 1.000 und 10.000 Euro vergeben. In diesem Jahr standen 32.700 Euro zur Verfügung.

Die Jury, bestehend aus Andrzej Król (Kameramann, Hamburg), Birnur Pilavci (Filmemacherin, Berlin) und Johanna Sunder-Plassmann (Dokumentarfilmerin / Gestalterin von Ausstellungen, Köln) hat am 19. und 20. April 2018 neun Projekte zur Förderung ausgewählt. 

Der Schwerpunkt des Projektstipendiums liegt auf der Produktion – acht Projekte werden in den nächsten Monaten entstehen. Ein weiteres Projekt wird im Vertrieb gefördert. Auch thematisch wird die Vielseitigkeit widergespiegelt: Es geht um Kolonialisierung und Globalisierung, Selbstoptimierung, Nachwuchspolitiker im heutigen Polen, moralische Entscheidungen, kleine Städte im Iran und Gedichte.

Die Stipendiaten haben ein Jahr Zeit, ihr Projekt zu realisieren. Die Abwicklung der Förderung erfolgt über das Filmbüro Bremen e.V. und die Filme werden auf dem Filmfest Bremen (20.-23. September 2018) präsentiert.

Näheres zu den einzelnen Projekten unter: http://www.filmbuero-bremen.de/filmstart-04/


cast & cut - Stipendien für KurzfilmerInnen im Jahr 2019

Die Stiftung Kulturregion Hannover und die nordmedia bieten jährlich zwei Stipendien für KurzfilmerInnen an.

Die StipendiatInnen erhalten aus Mitteln der Stiftung Kulturregion Hannover für jeweils ein halbes Jahreinen monatlichen Geldbetrag und zusätzlich einen Projektkostenzuschuss in Höhe von 10.000 Euro. Die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH stattet jedes Stipendium mit einem weiteren Projektkostenzuschuss von 5.000 Euro aus.

 

Den StipendiatInnen wird von dem Wohnungsunternehmen Gundlach in der “Villa Minimo” (Foto), die gleichzeitig StipendiatInnen des Kunstvereins Hannover aus dem Bereich Bildende Kunst beherbergt,  mietfrei ein großzügiges möbliertes Appartement zur Verfügung gestellt.

Das Stipendium ist für junge Filmemacher aus dem gesamten Bundesgebiet offen. Gesucht werden regieerfahrene StipendiatInnen, die im Bereich des Kurzfilms ihre filmischen Erfahrungen erweitern und/oder kreatives Neuland betreten wollen.

Voraussetzung für die Bewerbung ist ausreichende Regieerfahrung (mindestens zwei ausgewertete Kurzfilme auf Festivals oder im Kino bzw. TV). Einzureichen ist ein Kurzfilmprojekt, das während der Dauer des Stipendiums in der Region Hannover realisiert werden muss. Für die Dauer des Stipendiums sollen sich die StipendiatInnen in Hannover aufhalten.  Die Stipendien werden halbjährlich für die Zeiträume Januar bis Juni und Juli bis Dezember vergeben. 

Für die Bewerbung einzureichende Unterlagen sind im Antragsportal der nordmedia hochzuladen: Zugang über nordmedia.de/castcut. Und sie müssen auch in einfacher Ausfertigung an die: nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH, Stichwort: cast & cut, Henning Kunze, Expo Plaza 1, 30539 Hannover, Tel.: 0511-123456-52, E-Mail: h.kunze@nordmedia.de, geschickt werden. Bewerbungsschluss für 2019 ist der 30. September 2018.

www.stiftung-kulturregion.de bzw. www.nordmedia.de


Mit Hochdruck zum LUMIX Festival

LUMIX Festival vom 20. bis 24. Juni auf dem ehemaligen Expo-Gelände

Aus etlichen Ländern der Welt haben junge Fotografinnen und Fotografen ihre fotojournalistischen Arbeiten oder Multimedia-Reportagen an die Hochschule eingesandt. Jetzt ist die Jury gefragt!

Die Stände der Fototechnikschau und Plätze im Container-Dorf sind heiß begehrt und schon gut gebucht.

Mit dem STERN haben die Veranstalter zum zweiten Mal einen Partner zur Seite, der für Nachwuchsfotografen interessante Möglichkeiten der Förderung bietet.

 

Bei der Arbeit: Rolf Nobel und Isabel Winarsch  

Auch das Vortragsprogramm der 6. Auflage des LUMIX Festivals nimmt konkrete Formen an, so wird die amerikanische Fotografin Nina Berman am 22. Juni einen Einblick in ihren Arbeitsalltag und Projekte geben. Bermans Arbeit wurde mit zahlreichen Awards in Kunst und Journalismus ausgezeichnet.

Matt Black kommt um einen Vortrag über seine engagierte Arbeit zu geben. Sein Langzeit-Projekt »Geography of Poverty« ist seit Jacob Holdts »Bilder aus Amerika« vielleicht die subjektivste und beeindruckendste fotografische Dokumentation der Wirklichkeit jenseits des amerikanischen Traums vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Black spricht über seine Arbeit am 20. Juni um 19.30 Uhr im Hörsaal des Design Centers.
In diesem Jahr soll die Fototechnikschau noch hochkarätiger und vielfältiger gestalten werden. Sie bildet im 1500 qm großen Atrium das Herzstück des Festivals. Verschiedenste Unternehmen präsentieren den rund 40.000 Besuchern neueste Technik und interessante Produkte rund um das Thema Kamera und Foto.

Zeitgleich zum Festival finden die DGPh-Tagung sowie die FREELENS-Mitgliederversammlung statt.

Ein Tipp: Gutschein sichern. Sie können per E-Mail shop@fotofestival-hannover.de bestellt sowie direkt an einigen Verkaufsstellen in Hannover erworben werden. Sie gelten als Eintrittskarte für alle fünf Festivaltage und kosten regulär 12, ermäßigt 7 Euro. Einzulösen sind die Gutscheine vom 20. bis 24. Juni 2018 von 10 bis 20 Uhr an den Kassen im Eingangsbereich des Design Centers. 
Das ausführliche Programm und Informationen zu Führungen für Schulklassen und Gruppen sind aus dem Internet unter
fotofestival-hannover.de herunterzuladen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Auf zu neuen Ufern

Stiftungsdirektorin Sabine Schormann wechselt zur Documenta

Die langjährige Stiftungsdirektorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der VGH-Stiftung, Sabine Schormann (55), wird Hannover verlassen und übernimmt ab Herbst 2018 die Leitung der „documenta und Museum Fridericianum gGmbH“ in Kassel.

Die zuletztvon Finanzquerelen gebeutelte Kunstausstellung Documenta bekommt mit Sabine Schormann eine neue Geschäftsführung. Im Herbst wechselt  Kulturmanagerin Schormann nach Kassel und wird dort Generaldirektorin.

Sabine Schormann (Foto) war zuletzt in Doppelfunktion sowohl Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung als auch der VGH-Stiftung. Sie wird ihren neuen Posten am 1. November antreten. „Ich möchte gerne, dass die Documenta wieder an ihrer gewohnten Pracht als internationale Plattform künstlerischen Austauschs erstrahlen kann“, sagte die Stiftungsdirektorin.

Unter der Leitung von Sabine Schormann ist es gelungen, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, mit jährlich fast 4 Millionen Euro Fördersumme eine der größten Kulturstiftungen Norddeutschlands, weiter zu profilieren. Zu nennen sind hier etwa die Entwicklung der Niedersächsischen Musiktage zum ausgewiesenen Themenfestival, die Einführung des Museumsgütesiegels zusammen mit dem Land Niedersachsen und dem Museumsverband für Niedersachsen und Bremen, unzählige Museumsneu-und -umgestaltungen, die sie aktiv beraten und in der Umsetzung begleitet hat, die Kooperationsvereinbarung mit dem Sprengel Museum Hannover die eine ganz neue Qualität der Zusammenarbeit rund um die bedeutende Kunstsammlung der Stiftung ermöglicht usw.

Die gemeinnützige Documenta und Museum Fridericianum gGmbH hatte bei ihrer Ausstellung 2017 an den beiden Standorten Kassel und Athen ein Millionengrab verzeichnet, was viel Unmut und Ärger nach sich zog. Ein Minus von 5,4 Millionen Euro wurde zuletzt genannt. Die Stadt Kassel und das Land Hessen als Gesellschafter sicherten die Zahlungsfähigkeit der Documenta mit einer Bürgschaft.

Die Kunsthistorikerin Annette Kulenkampff schmiss ihren Posten im  als Geschäftsführerin im November 2017. Sie hatte das Amt seit April 2014 inne und war mitverantwortlich für die Documenta 14 im vergangenen Jahr. Zum 1. April hat dann der Musikmanager Wolfgang Orthmayr die Geschäftsführung übergangsweise übernommen. Er soll  in enger Abstimmung mit Schormann bis zum Amt bleiben.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe



Nachdenkliches Kino mit viel Gefühl

Film zu Fragen des Lebens und Sterbens

Seit 13. April läuft der Film "Draußen in meinem Kopf" von Eibe Maleen Krebs  im Kino im Raschplatz. Die Geschichte: Sven (gespielt von dem durch seinen "Wetten, dass..."-Unfall bekannt gewordenen Samuel Koch), 28 Jahre alt, leidet an Muskeldystrophie, kann seine Arme und Beine nicht mehr bewegen, muss von Pflegekräften im Heim versorgt werden. Weil die aber nicht viel Zeit für Betreuung haben und auch, damit er nicht so einsam in seinem Einzelzimmer ist, bekommt er den Abiturienten Christoph (Nils Hohenhövel) zugeteilt, der gerade im Pflegeheim sein freiwilliges soziales Jahr absolviert.
Samuel Kochs Film „Draußen in meinem Kopf“ wurde beim Filmfestival Max Ophüls Preis ausgezeichnet. Foto dpa

Ganz beiläufig werden die großen Fragen des Lebens gestellt: Wie lange ist ein Leben noch lebenswert? Wann sollte Sterbehilfe erlaubt sein? Wie viel meiner Intimsphäre kann, will und muss ich im Krankheitsfall aufgeben?

Koch bestand im Februar 2014 in Hannover an der Hochschule für Musik , Theater und Medien die Schauspielprüfung.

Kritiken zum Film: "Samuel Koch glänzt" - Augsburger Allg., "Nachdenkliches Kino mit viel Gefühl." – Süddeutscher Rundfunk  
D 2018, Regie: Eibe Maleen Krebs, mit: Samuel Koch, Nils Hohenhövel, Eva Nürnberg, Lars Rudolph, Bastian Tros

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Pressedienst Nord, Ute Micha



„Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“

Ein Film als Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Unglaublich, aber wahr: Während des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen jungen Juden, in der Anonymität Berlins unsichtbar zu werden. Der Film „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ ist ein außergewöhnliches Drama, dessen Drehbuch auf Interviews basiert, die Regisseur Claus Räfle und Co-Autorin Alejandra López mit Zeitzeugen geführt und mit Dokumentarszenen in ihren Film integriert haben.

Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte wagemutiger Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Überlebenswillen, Widerstandes und vor allem der Hilfsbereitschaft vieler Berliner.

Basierend auf Zeitzeugen-Interviews verbindet das Drama vier unabhängige Schicksale zu einem eindringlichen, hochaktuellen Plädoyer für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit

Es spielen Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee und Aaron Altaras in den Hauptrollen.

Seit Oktober 2017 läuft der Film des Tobis Film-Verleihs in Lichtspielhäusern.


Kinospass verpasst? LA BOUM ist immer noch zu sehen!

Der Kultfilm  LA BOUM – Die Fete (1980) wurde in Hannover im Apollo (deutsch) und im Kino am Raschplatz (franz. OmU) im Rahmen des Ciné Club Francais gezeigt.

Jetzt ist er erstmal nur im Fernsehen auf sky zu sehen oder als DVD zu erwerben.

Auch "La Boum II - Die Fete geht weiter" ist auf DVD und auf sky präsent (alle Infos: www.La Boum)   

Der LA BÄMI-Filmverleih wurde dafür eigens von Wiebke Thomsen (Hannover) und Anne Lakeberg (Berlin) gegründet.

Thomsen und Lakeberg betreiben seit 2014 gemeinsam das City Kino Wedding in Berlin. Vor einem halben Jahr haben sie LA BOUM in ihrem Kino zeigen wollen und festgestellt, dass es keinen deutschen Verleih für diesen Film gibt.  Gespielt wurde der Film in Berlin trotzdem, natürlich verbunden mit einigen organisatorischen Hürden durch den Direktbezug aus Frankreich und auch mit einigen Kosten.

Als der 220 Plätze-Saal des City Kino Wedding komplett ausverkauft war, wussten sie, dass sie einen Nerv getroffen hatten: Die Zuschauer haben sich so über den Film gefreut, dass es spontan Applaus gab, als der Vorspann begann.

Nach diesem Erfolg gründeten Thomsen und Lakeberg den LA BÄM! Filmverleih, um den Film als Wiederaufführung zurück in die Kinos zu bringen. Am 20. Juli war Filmstart – der Film wurde schon in 50 Vorstellungen gebucht, vor allem für Events sowie Open-Air Kino, Ladies Night, französische Filmabende oder sonstige Vorstellungen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe