Landesmuseum: Das Forum für das was uns umtreibt


You come home - die sterblichen Überreste einer indigene-Australierin kehren heim

Rückführungszeremonie für die sterblichen Überreste einer jungen Aborigine im Landesmuseum

Endlich kehrt sie nach Hause zurück – doch keiner kennt ihren Namen und niemand kann sagen, woran sie gestorben ist. Bekannt ist nur, dass sie zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 16 bis 21 Jahren alt war- und dass ihre Überreste im Jahr 1909 von dem Minenbesitzer K.A. Müller einfach mitgenommen wurden. Ihr Skelett samt Baumrindensarg wurde aus dem australischen Queensland kurzerhand entführt und dem Provinzialmuseum in Hannover überlassen.

Sie besiegelten die Rückführung der jungen Aborigine: Der Vertreter der Lama-Familie, Prof. Jean-Christophe Verstraete, die australische Botschafterin I. E. Lynette Wood, Amanda Mortey, Beauftragte für das Repatriierungsprogramm der australischen Regierung und die Direktorin des Landesmuseums, Prof. Katja Lembke, unterzeichneten den Vertrag.

Die australische Botschafterin I.E. Lynette Wood und die Direktorin des Landesmuseums Prof. Katja Lembke. Foto rechts

Prof. Jean- Christophe Verstraete, Vertreter der Lama-Familie und Amanda Morley, Beauftragte für das Repatiierungsprogramm der australischen Familie.                Fotos (2): Sigrid Lappe

Das Landesmuseum, Forscher und Wissenschaftler begegnen den Bräuchen fremder Kulturen mit großem Respekt. Die junge Frau war eine australische Ureinwohnerin – bzw. eine indigene-Australierin. Für die Ureinwohner, den Aborigines ist es wichtig, in der Heimaterde die letzte Ruhe zu finden, mit der sie sich auf spiritueller Ebene verwurzelt fühlen.

Für das Landesmuseum war es eine Selbstverständlichkeit, die sterblichen Überreste der jungen Frau zurückzugeben.

Möglich wurde das, weil sich mit anthropologischen Untersuchungen der Knochen nicht nur Alter und Geschlecht bestimmen ließen, sondern auch die Herkunft- und damit die Gemeinschaft, aus der die junge Frau  stammte. Sie gehörte eindeutig zur Familie der Lama-Lama, die heute den nach ihr benannten Lama-Lama-Nationalpark verwaltet, und dort lebt.

Über dem Überführungsbehältnis mit den sterblichen Überresten liegt eine Decke, die die Nachfahren der Verstorbenen mit Willkommensbotschaften und farbigen Handumrissen verziert haben.

Vor zehn Jahren gab es die erste Rückführungszeremonie von menschlichen Gebeinen aus dem Ethnografischen Museum Stockholm nach Australien.2014 übergab die Berliner Charité „ancestralremains“ an Australien, nach dem bereits Rückführungen nach Afrika stattgefunden hatten.

Nun wünschen wir der jungen Lama-Lama-Frau eine gute Heimreise. Von Seiten der Museumsdirektorin wurde gesagt: „ Die junge Aboriginie war nie im Museum ausgestellt!

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


„Glanzlichter – Naturfotografien 2017“:

 Das Projekt »Natur und Fotografie« veranstaltet seit 18 Jahren den internationalen Naturfotografiewettbewerb »Glanzlichter«.

Rund 20.000 Bilder aus aller Welt wurden eingereicht.

Das Landesmuseum präsentiert die 87 Gewinnerfotos: Atemberaubende Landschaften, Tiere, Pflanzen, Abstraktes, Bilder zum Lächeln und zum Staunen.
 
»All-Over Winner« Marcio Cabral, Brasilien Futtersuche mit Beleuchtung © projekt natur & fotografie, Mara K. Fuhrmann Foto: Marcio CabralEin Braunbär in Russland "Wo ist meine Badehose. Foto: Georg Moritz

 

 

 

 

 

Winner »Artists on Wings« Pal Hermansen, Norwegen Unterwasserspaß © projekt natur & fotografie, Mara K. Fuhrmann Foto: Pal Hermansen

Als Schirmherrin des größten deutschen Naturfotografiewettbewerbs  konnte 2017 Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gewonnen werden-

Sonderausstellung bis 12. November 2017


Silberglanz - von der Kunst des Alters

Mit der Ausstellung “Silberglanz - von der Kunst des Alters” greift das Museum aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf - wie etwa die aktive Generation 60+, aber auch die Auseinandersetzung mit Krankheit, Altersarmut und Ausgrenzung im Alter und setzt sie in Beziehung zur Kulturgeschichte.

Gemälde, Skulpturen über alle Kunstepochen zeigen unterschiedliche Blickwinkel und verdeutlichen den Wandel, den Altersbildnisse im Laufe der Zeit und in unterschiedlichen Kulturen vollzogen haben.

Über 120 Exponate, darunter hochkarätige Leihgaben aus Rom, Chicago, Basel und Berlin, zeichnen ein vielschichtiges Bild des Alters - von Altersdarstellungen als Inbegriff von Wissen und Macht über die nachdenkliche Innenschau in Selbstbildnissen alternder Künstler bis hin zu aktuellen Werbekampagnen, die die Generation 60+ als neues Motiv wie auch als potentielle Käuferschicht entdecken.

(Bis 18. Februar 2018)


Glanzlichter mit nach Hause nehmen

Wer noch Glanzlichter des Landesmuseums in Buchform für sich haben möchte, kann auf eine Publikation zurückgreifen: „Best of - 111 Geschichten aus dem Weltenmuseum“

Mit dieser Publikation wird erstmals wieder seit 17 Jahren ein Überblick über die Bestände gewährt.

(Sandstein-Verlag, 260 Seiten, 24 Euro) schildert die spektakulärsten Objekte aus der Sammlung des Hauses.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe