LITERATUR - LESUNGEN

Siehe auch Hannover und der Norden und Tipps + Termine


Das Symbollexikon von Manuel Graf

Susanne Titz spricht im Kunstverein über den Künstler Manuel Graf

Am Mittwoch, 3. April, 19 Uhr, hält Susanne Titz (Foto rp-online), Direktorin des Museum Abteiberg in Mönchengladbach, im Kunstverein Hannover einen Vortrag zur Vielschichtigkeit und Komplexität der künstlerischen Praxis von Manuel Graf. Als Kennerin seines Werkes präsentierte Titz Arbeiten von Graf bereits 2006 im Museum Abteiberg in einer Einzelschau. In ihrem Vortrag wird sie insbesondere hinter den architektonischen Raum blicken, um den Symbolcharakter hervorzuheben. Grafs Hantieren einerseits auf der praktischen Ebene mit Architekturmodellen als 3D-Animation und andererseits auf der gedanklichen Ebene mit Modellen als Visionen verschiedener Weltbilder nimmt das Visionäre dieser Modelle ernst und hat den Anspruch: „Die Kunst aus den Fängen der oberflächlichen Ästhetik herauszuholen und eine tiefere Struktur unter ihr, Ästhetik in ihrem ursprünglichen Sinne, zu behaupten.“ (Titz, S. 70, 2013)

Stefanie Tietz. Foto Stefanie Genenger

Kunstverein / U. Micha / S. Lappe

Veröffentlicht 25.03.2019 


Überwindung von Unterschieden und zum Entdecken von Gemeinsamkeiten

Daphne Vloumidi kommt mit ihrem Buch „Quilombo der kleine schmutzige Elefant”

Am 19. März stellte Daphne Vloumidi bei Leuenhagen & Paris den kleinen schmutzigen Elefanten vor. Quilomdo ist ein kleiner Elefant, der aus einem fernen Land auf die Insel Lesbos in Griechenland gekommen ist. Schmutzig und verlassen scheint er ganz fremd und anders zu sein. Dort wird er von Daphne gefunden und mit nach Hause genommen. Sie möchte ihrer Enkelin, die in London lebt, einen Brief schreiben. Sie will erklären, was es bedeutet, dass so viele Menschen als Flüchtlinge auf die Insel kommen und dort ganz fremd sind. Dabei ist er genau so wie alle Kinder dieser Welt, egal, ob sie in Flüchtlingslagern leben oder friedlich mit einem Kuscheltier zuhause schlafen. Auch für die Inselbewohner ist es seltsam, plötzlich so viele Fremde zu treffen das bedeutet Überwindung von Unterschieden und Entdecken von Gemeinsamkeiten.

Daphne Vloumidi und Iannis Troumpounis

Daphne Vloumidi und ihr Ehemann Iannis Troumpounis (Lehrerin und Architekt) führen seit über 20 Jahren ein Hotel auf der Insel Lesbos. Sie beide sind überdies unermüdlichee Unterstützer geflüchteter Menschen. 2012 riefen sie gemeinsam mit deutschen Freunden und Gästen des Hotels die Hilfsorganisation ODYSSEAS ins Leben. Für ihren selbstlosen Einsatz und ihre Zivilcourage bei der Bewältigung des extremen Ansturms von flüchtenden Menschen auf der Insel im Jahr 2015 wurde Daphne im März letzten Jahres in Mailand durch GaRiWo (Garden oft the Righteous Worldwide) ausgezeichnet.

Da sie Ihre Rolle als Großmutter nur aus der Ferne genießen kann – die Familie des Sohnes lebt in Italien – pflegt sie regen Briefkontakt  zu ihren Enkelkindern. So entstand auch  die Geschichte Quilombo, die sie allen Kindern widmet, „die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen“.

Hier kann man das Buch auch bestellen:

Daphne Vloumidi: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant. Bilderbuch. Illustriert von Anna Georgiadou, ins Deutsche übertragen von Birgit Saure. Verlag Metaichmio und Daphne Vloumidi. 1. Auflage Juni 2017. 11,45 € (inklusive Mehrwertsteuer und Versandkosten innerhalb Deutschlands).

„Quilombo. Der kleine, schmutzige Elefant“, da lesen große und kleine Menschen mit Tränen der Rührung, was die Griechin Daphne Vloumidi über Quilombos lange Reise und sein Ankommen auf Lesbos geschrieben hat. Sie widmet diese Geschichte allen Kindern, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen.

Ob als Vorlesebuch für Kinder ab drei Jahren oder für Leseanfänger, man kann allen Eltern diese berührende Geschichte über den auf Lesbos gelandeten Elefanten nur wärmstens ans Herz legen. Wer seinen Kindern auch unterhaltsam Verständnis und Empfindungen vermitteln will, für den ist dieses liebevolle Büchlein genau richtig.

Quilombo läßt sich überzeugen, daß Zähneputzen sein muß!


Auf Lyrik einlassen!

Zum „Welttag der Poesie“ präsentiert die Stadtbibliothek neue Lyrik-Empfehlungen

Anlässlich des UNESCO „Welttag der Poesie“ am Donnerstag, 21. März, präsentiert die Stadtbibliothek in der Hildesheimer Straße bis 23. März neue Lyrik-Empfehlungen der „Initiative Lyrik-Empfehlungen“ sowie weitere Buchtitel aus dem eigenen Bestand. Die Bücher werden im Erdgeschoss auf und um das Bibliotheksfahrrad herum ausgestellt und können sofort ausgeliehen werden.

Hannover als Heimat des „Hölty-Preis für Lyrik der Landeshauptstadt und der Sparkasse Hannover“, dem höchstdotierten Lyrikpreis Deutschlands, hat einen besonderen Bezug zur Poesie.

Die „Initiative der Lyrik-Empfehlungen“ wurde vor fünf Jahren ins Leben gerufen, um Poesie auf dem Buchmarkt zu stärken. Initiatoren und Kooperationspartner sind die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, die Stiftung Lyrik Kabinett, das Haus der Poesie, der Deutsche Bibliotheksverband und der Deutsche Literaturfond.

Eine Jury wählt jährlich je rund zehn deutschsprachige sowie ins Deutsche übersetzte Gedichtbände aus. Dabei handelt es sich um Neuerscheinungen vom Frühjahr des Vorjahres bis zum März des aktuellen Jahres. Unter www.lyrik-empfehlungen.de sind die ausgewählten Gedichtbände der letzten Jahre zu finden.

Weitere Informationen telefonisch bei Christine Kober-Hyde unter 168-44656.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 12.03.2019


Joachim Zelter erhält den Preis der LiteraTour Nord 2019

Joachim Zelter wird als bester der Tour ausgezeichnet
Der Schriftsteller Joachim Zelter erhält den von der VGH-Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord. Mit dieser Entscheidung würdigen Jury und Stifterin den Autor für sein bisheriges Werk, insbesondere für seinen 2018 im Verlag Klöpfer & Meyer erschienenen Roman „Im Feld“.

In der Jury-Begründung heißt es: „Es geht Joachim Zelter um den Einzelnen und die Masse, um Totalitarismen und Demokratie, um Beziehung und Verführung. Er entlarvt die als so selbstverständlich verteidigten sozialen Blasen der Leistungssportler, der Politiker, des Literaturbetriebes. Zelter beschreibt das Leben – individuell und sozial, präzise beobachtet und sprachlich treffsicher, humorvoll bis zur Satire, aber nie vernichtend. All das macht Joachim Zelter zu einem zeitlosen Autor und zu einer literarischen Ausnahmeerscheinung im Literaturbetrieb.“

Joachim Zelter wird den Preis am 26. März von Friedrich v. Lenthe, Vorsitzender des Vorstandes der VGH-Stiftung, entgegennehmen. Die öffentliche Preisverleihung findet in den Räumen der VGH Versicherungen, Warmbüchenkamp 8, statt. Die Laudatio hält der freie Journalist, Autor, Kritiker und Herausgeber Alexander Kluy. Ein Höhepunkt: Der Preisträger wird einen bisher unveröffentlichten Text lesen.

VGH-Stiftung / Sigrid Lappe

Veröffentlicht am 21.2.2019


Lesereise durch den Norden

LiteraTour Nord 2018/2019 vom Oktober 2018 bis Februar 2019

Autorinnen und Autoren der 27. LiteraTour Nord haben ihre Lesereise durch den Norden um den „Preis der LiteraTour Nord“ beendet. Es ist ein einmaliges Projekt von norddeutschen Kultureinrichtungen, Buchhandlungen, Universitäten, Hochschulen und der VGH-Stiftung.

Sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren waren eingeladen, ihre aktuellen Bücher vorzustellen, um zum Schluss den Preis zu gewinnen.

Die VGH-Stiftung Hannover fördert die LiteraTour Nord seit 2006. Sie stiftet nicht nur den mit 15.000 Euro dotierten Preis, sondern sichert durch ihre Partnerschaft das Fortbestehen des 1992 gegründeten Literaturprojektes.

Die Touren starteten jeweils in Oldenburg und Bremen und an den folgenden vier Tagen ging's nach Lübeck, Rostock, Lüneburg und schließlich Hannover. In dieser Saison dabei: Inger-Maria Mahlke („Archipel"), Thomas Klupp („Wie ich fälschte, log und Gutes tat"), Saskia Henning von Lange, Nino Haratischwil („Die Katze und der General") und Joachim Zelter („Im Feld").  

Weitere Informationen zur Lesereise, den Autorinnen und Autoren unter literatournord.de.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Die letzten Geheimnisse der Herrenhäuser Gärten sind gelüftet

Neues Buch enthüllt letzte Geheimnisse der königlichen Anlage

Ohne Frage, der Große Garten in Herrenhausen zählt zu den schönsten Parkanlagen der Welt.

Jetzt lüftet das Buch von Gartendirektor Ronald Clark und Fotograf Marc Theis (Hrsg.) „Großer Garten Herrenhausen“ die letzten Geheimnisse der königlichen Anlage: Verlorene Wappen, mystische Statuen und versteckte Gesichter. Das alles wird enträtselt.

Und was wir schon immer wissen wollten: Warum wurde das Areal schief angelegt, um 2,8 Grad ist die Ost-West-Achse verschoben. Gartenchef Clark: „Keiner weiß warum, aber es kann auch einfach Zufall sein."

Eine Gartenordnung gibt es auch: sie gilt seit 1777 und zählt zu den ältesten in Deutschland. Sie erlaubte schon zu damaliger Zeit Jedermann den Besuch der Anlage.

Großer Moment für den Garten: 1719 sollte die neu errichtete Fontäne im Beisein von König Georg I. in Betrieb genommen werden. Allerdings reichte der Druck damals nicht aus, sie katapultierte den Strahl nur peinliche fünf Meter in die Luft. „Eine Blamage", so Clark. Erst 1720 schoss das Wasser mit der Hilfe eines Harzer Bergwerksingenieurs 35 Meter in die Höhe - und war damit Europas höchste Fontäne – und Georg I. konnte ganz Europa zeigen, dass er es wert war, als hannoverscher Kurfürst das so viel größere und mächtigere britische Königreich in Personalunion zu regieren  Heute schafft sie eine Höhe von knapp 80 m.

Ein Buch, dass viele interessante Informationen in wunderbare Fotos verpackt. 

„Großer Garten Herrenhausen", 29,50 Euro, im Handel und im Museumsshop im Schloss erhältlich, ISBN 978-3-922805-16-8.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigird Lappe, Hannover Woche


Säure-Angriff-Opfer Vanessa Münstermann hat ein Buch geschrieben

Vanessa Münstermann „Ich will mich nicht verstecken" 

Es ist 288 Seiten stark und erscheint unter dem Titel „Ich will mich nicht verstecken", drei Jahre nach dem Säure-Anschlag ihres Ex-Freundes, der ihr auflauert und ihr Schwefelsäure ins Gesicht schüttet.

Vanessa überlebt nur knapp, sie liegt wochenlang im Koma. Ihre linke Gesichtshälfte ist vollkommen entstellt, sie verliert ein Auge und ein Ohr. Über 20 Operationen folgen. Der Weg ist schwer und noch nicht zu Ende, doch sie sagt: „Dieses Unglück ist das Beste, was mir passieren konnte, denn nur so habe ich entdeckt, wie stark ich wirklich bin."

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche