LITERATUR - LESUNGEN

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Alle Disziplinen sind bei den KunstFestspieleHerrenhausen vertreten

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Überwindung von Unterschieden und zum Entdecken von Gemeinsamkeiten

Daphne Vloumidi begeistert mit ihrem Buch „Quilombo der kleine schmutzige Elefant”

Daphne Vloumidi stellte bei Leuenhagen & Paris den kleinen schmutzigen Elefanten vor. Quilomdo ist ein kleiner Elefant, der aus einem fernen Land auf die Insel Lesbos in Griechenland gekommen ist. Schmutzig und verlassen scheint er ganz fremd und anders zu sein. Dort wird er von Daphne gefunden und mit nach Hause genommen. Sie möchte ihrer Enkelin, die in London lebt, einen Brief schreiben. Sie will erklären, was es bedeutet, dass so viele Menschen als Flüchtlinge auf die Insel kommen und dort ganz fremd sind. Dabei ist er genau so wie alle Kinder dieser Welt, egal, ob sie in Flüchtlingslagern leben oder friedlich mit einem Kuscheltier zuhause schlafen. Auch für die Inselbewohner ist es seltsam, plötzlich so viele Fremde zu treffen das bedeutet Überwindung von Unterschieden und Entdecken von Gemeinsamkeiten.

Daphne Vloumidi und Iannis Troumpounis

Daphne Vloumidi und ihr Ehemann Iannis Troumpounis (Lehrerin und Architekt) führen seit über 20 Jahren ein Hotel auf der Insel Lesbos. Sie beide sind überdies unermüdlichee Unterstützer geflüchteter Menschen. 2012 riefen sie gemeinsam mit deutschen Freunden und Gästen des Hotels die Hilfsorganisation ODYSSEAS ins Leben. Für ihren selbstlosen Einsatz und ihre Zivilcourage bei der Bewältigung des extremen Ansturms von flüchtenden Menschen auf der Insel im Jahr 2015 wurde Daphne im März letzten Jahres in Mailand durch GaRiWo (Garden oft the Righteous Worldwide) ausgezeichnet.

Da sie Ihre Rolle als Großmutter nur aus der Ferne genießen kann – die Familie des Sohnes lebt in Italien – pflegt sie regen Briefkontakt  zu ihren Enkelkindern. So entstand auch  die Geschichte Quilombo, die sie allen Kindern widmet, „die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen“.

Ob als Vorlesebuch für Kinder ab drei Jahren oder für Leseanfänger, man kann allen Eltern diese berührende Geschichte über den auf Lesbos gelandeten Elefanten nur wärmstens ans Herz legen. Wer seinen Kindern auch unterhaltsam Verständnis und Empfindungen vermitteln will, für den ist dieses liebevolle Büchlein genau richtig.

Bilderbuch. Illustriert von Anna Georgiadou, ins Deutsche übertragen von Birgit Saure. Verlag Metaichmio und Daphne Vloumidi. 1. Auflage Juni 2017. 11,45 € (inklusive Mehrwertsteuer)

Hier kann man das Buch kaufen und bestellen:

Buchhandlung Leuenhagen & Paris, Lister Meile und über Daphne Vloumidi: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant.

„Quilombo. Der kleine, schmutzige Elefant“, da lesen große und kleine Menschen mit Tränen der Rührung, was die Griechin Daphne Vloumidi über Quilombos lange Reise und sein Ankommen auf Lesbos geschrieben hat. Sie widmet diese Geschichte allen Kindern, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen.

Quilombo läßt sich überzeugen, daß Zähneputzen sein muß!


Niedersächsische Literaturstipendien 2019 vergeben

Björn Thümler: Förderung ermöglicht Weiterentwicklung und kreative Weiterentwicklung

Von phantastischen Wesen, dem Weg in ein besseres Leben, Forellen und Maschinen: Kulturminister Björn Thümler hat die Literaturstipendien sowie das Übersetzerstipendium 2019 vergeben. In diesem Jahr fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fünf Autorinnen und Autoren mit insgesamt rund 45.000 Euro.

„Mit den Niedersächsischen Literaturstipendien möchten wir vielversprechende Autorinnen und Autoren ermutigen, ihr literarisches Schaffen weiter zu entwickeln“, sagt Björn Thümler. „Mit den Stipendien tragen wir dazu bei, dass sich Schriftsteller*innen entfalten können und erhöhen ihre Sichtbarkeit.“

Das Jahresstipendium erhält in diesem Jahr Nataly Savina, *1978, für ihr Projekt „Katinkas Spiele“. Das mit 14.000 Euro dotierte Jahresstipendium soll der Autorin ermöglichen, ihr literarisches Projekt voranzubringen. „Katinkas Spiele“ erzählt aus der Perspektive einer Jugendlichen vom Elend Osteuropas und dem Weg in ein besseres Leben im reichen Westen.

Das Stipendium für Kinder- und Jugendbuchautoren geht an Annika Scheffel (*1983) für das Projekt „Vilja, der Fee und die Rettung der Welt“. Die Autorin überzeugte die Literaturkommission insbesondere durch die große Leichtigkeit, mit der sie eine Geschichte erzählt, die von Not und Elend handelt. Für die Fortführung des literarischen Werkes erhält Scheffel das mit 8.000 Euro dotierte Stipendium.

Iannis Kalifatidis (*1964) bekommt das diesjährige Übersetzerstipendium für die Übersetzung des Romans „Der schwarze Obelisk“ von Erich Maria Remarque ins Griechische. Das Übersetzerstipendium ist mit 7.800 Euro dotiert.

Ein Arbeitsstipendium mit einer Dotierung von jeweils 7.500 Euro erhalten in diesem Jahr Alexander Rudolfi (*1987) für „Willkommen im Bauch der Maschine“ und Leander Fischer (*1992) für „Die Forelle“. Alexander Rudolfis Text setzt sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Leander Fischer setzt in seinem Romanvorhaben literarische Mittel so ein, dass sich unterschiedliche Stimmen zu einer Geschichte fügen.

Die Stipendien werden auf Empfehlung der Niedersächsischen Literaturkommission vergeben.

Weitere Informationen zu den Literaturstipendien sowie eine Übersicht der bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten seit 2005 unter: https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/kultur/kultursparten/literatur/stipendien_im_bereich_literatur/stipendien-im-bereich-literatur-90473.html

MWK / Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlichung 15.04.2019


Büro für Popkultur holt die Criminale in die niedersächsische Landeshauptstadt

Das Krimi-Event des Jahres gastiert vom 14. bis 18. April 2020 in Hannover
Der Staffelstab für die 35. CRIMINALE 2020 wurde an Hannover übergeben. Jörg Smotlacha und Volker Petri von der hannoverschen Agentur Büro für Popkultur übernahmen den Auftrag vom Syndikat, die CRIMINALE 2020 in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu organisieren. 

Vom 14. bis zum 18. April 2020 wird es in Hannover nun so richtig kriminell. Der Autoren-Kongress und das facettenreiche Krimi-Festival CRIMINALE sind der Krimi-Treff des Jahres für Autor*innen und Fachbesucher*innen aus Verlagen und Buchhandlungen, Agent*innen, Kritiker*innen, Blogger*innen und natürlich für das interessierte Krimi-Publikum.

Neben zahlreichen Lesungen wird auch der Friedrich-Glauser-Preis, ein wichtiger Krimi-Preise im deutschsprachigen Raum, verliehen. Über 200 Autorinnen und Autoren werden im Jahr 2020 Hannover unsicher machen und kriminell bereichern. Obendrein gibt es eine Auswahl krimineller Geschichten rund um Hannover.

„Wir freuen uns, dass nach neun Jahren Krimifest nun die CRIMINALE nach Hannover kommt“ so Volker Petri. Jörg Smotlacha betonte, dass die CRIMINALE 2020 ein weiterer Meilenstein Hannovers auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025 sein kann.

Büro für Popkultur: oben Volker Petri, Henning Chadde, Jörg Smotlacha / unten: Ninia Binias, Jan Egge Sedelies. Foto: Ralf Rohde)

tatworte-Hannover 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.04.2019


Literaturhaus-Programm Mai und Juni 2019

09.05. Kenah Cusanit „Babel“

15.05. Timo Daum „Die Künstliche Intelligenz des Kapitals“

23.05. Hans Christoph Buch „Tunnel über der Spree“

27.05. Juan S. Guse und Kerstin Jürgens „Miami Punk“. Arbeit der Zukunft - Zukunft der Arbeit

06.06.  Tanja Maljartschuk „Blauwal der Erinnerung“

12.06. Bloomsday mit Heiko Postma, Robert Paterson, Kathrin Dittmer & Andreas Huß

27.06. Lyrikfest mit  Dagmara Kraus, Christian Maintz, MatthiasPolitycki,  Ulf Mummert & Michael Schröder

LITERATURHAUS-HANNOVER


Letzter Salonabend der "Arabesques" in Cumberland

Am 6. Mai begrüßt Dramaturgin Rania Mleihi die syrische Choreografin Mey Seifan.

Zum Abschluss der Gesprächsreihe „Arabesqueshat Schauspiel-Dramaturgin Rania Mleihi die syrische Choreografin Mey Seifan nach Cumberland eingeladen. Bisher haben die Gespräche überwiegend auf Englisch stattgefunden, mit Mey Seifan wird sich Rania Mleihi aber hauptsächlich auf Deutsch unterhalten.

Rania Mleihi mit den Musikern Hadi Andywi (Percussion) und Ahed Nofal (Oud) © Katrin Ribbe

Mey Seifan (Foto l.) ist für ihre Ausbildung und Arbeit bereits mehrmals zwischen Damaskus und Deutschland gependelt – unter anderem hat sie Tanz in Damaskus und Frankfurt studiert, die "Damascus Contemporary Dance Platform"  und die Tanzinstitution "TANWEEN" gegründet, das sowohl in Syrien als auch in Deutschland gearbeitet hat. Seit acht Jahren lebt sie aus politischen Gründen in Deutschland. 2011 hat sie das „Syrian Dreams Projekt“ ins Leben gerufen, in dem sie Träume der Syrer während der Revolution archivierte.

Musikalisch umrahmt wird der Abend wie immer von AhedNofal (Oud) und Hadi Andywi (Percussion) als Old Damascus Duo eine ganz besondere Atmosphäre geben.

6. Mai, 20 Uhr, Cumberland, Karten unter Tel. 0511 9999 1111, im Internet unter schauspielhannover und an den Kassen der Staatstheater


Schäfchen im Trocknen gewinnen Leipziger Buchpreis

Siegerroman „Schäfchen im Trockenen“ bereits vergriffen

Keine Überraschung: Nach dem Gewinn des renommierten Preises der Leipziger Buchmesse ist der Roman „Schäfchen im Trockenen“ der Berliner Autorin Anke Stelling bereits vergriffen - dazu hieß es: „Es werde leichte Lieferschwierigkeiten" geben, so der Verbrecher Verlag: „Kein Verlag würde 20 000 Exemplare des Buches auf  Vorrat drucken. Zum Inhalt: Resi, Mitte vierzig, Mutter von vier Kindern, wird die Wohnung gekündigt. Was nun? Mit dem Roman „Schäfchen im Trockenen“ greift Anke Stelling aktuelle Ängste, wie Gentrifizierung und sozialer Abstieg, auf.

(Verlag Verbrecher, 22.00 Euro)

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 

Veröffentlicht 27.03.2019 


Joachim Zelter erhält den Preis der LiteraTour Nord 2019

Joachim Zelter wird als bester der Tour ausgezeichnet
Der Schriftsteller Joachim Zelter (Foto Wikipedia) erhält den von der VGH-Stiftung ausgelobten und mit 15.000 Euro dotierten Preis der LiteraTour Nord. Mit dieser Entscheidung würdigen Jury und Stifterin den Autor für sein bisheriges Werk, insbesondere für seinen 2018 im Verlag Klöpfer & Meyer erschienenen Roman „Im Feld“.

In der Jury-Begründung heißt es: „Es geht Joachim Zelter um den Einzelnen und die Masse, um Totalitarismen und Demokratie, um Beziehung und Verführung. Er entlarvt die als so selbstverständlich verteidigten sozialen Blasen der Leistungssportler, der Politiker, des Literaturbetriebes. Zelter beschreibt das Leben – individuell und sozial, präzise beobachtet und sprachlich treffsicher, humorvoll bis zur Satire, aber nie vernichtend. All das macht Joachim Zelter zu einem zeitlosen Autor und zu einer literarischen Ausnahmeerscheinung im Literaturbetrieb.“

Joachim Zelter wird den Preis am 26. März von Friedrich v. Lenthe, Vorsitzender des Vorstandes der VGH-Stiftung, entgegennehmen. Die öffentliche Preisverleihung findet in den Räumen der VGH Versicherungen, Warmbüchenkamp 8, statt. Die Laudatio hält der freie Journalist, Autor, Kritiker und Herausgeber Alexander Kluy. Ein Höhepunkt: Der Preisträger wird einen bisher unveröffentlichten Text lesen.

VGH-Stiftung / Sigrid Lappe

Veröffentlicht am 26.3.2019


Die letzten Geheimnisse der Herrenhäuser Gärten sind gelüftet

Neues Buch enthüllt letzte Geheimnisse der königlichen Anlage

Ohne Frage, der Große Garten in Herrenhausen zählt zu den schönsten Parkanlagen der Welt.

Jetzt lüftet das Buch von Gartendirektor Ronald Clark und Fotograf Marc Theis (Hrsg.) „Großer Garten Herrenhausen“ die letzten Geheimnisse der königlichen Anlage: Verlorene Wappen, mystische Statuen und versteckte Gesichter. Das alles wird enträtselt.

Und was wir schon immer wissen wollten: Warum wurde das Areal schief angelegt, um 2,8 Grad ist die Ost-West-Achse verschoben. Gartenchef Clark: „Keiner weiß warum, aber es kann auch einfach Zufall sein."

Eine Gartenordnung gibt es auch: sie gilt seit 1777 und zählt zu den ältesten in Deutschland. Sie erlaubte schon zu damaliger Zeit Jedermann den Besuch der Anlage.

Großer Moment für den Garten: 1719 sollte die neu errichtete Fontäne im Beisein von König Georg I. in Betrieb genommen werden. Allerdings reichte der Druck damals nicht aus, sie katapultierte den Strahl nur peinliche fünf Meter in die Luft. „Eine Blamage", so Clark. Erst 1720 schoss das Wasser mit der Hilfe eines Harzer Bergwerksingenieurs 35 Meter in die Höhe - und war damit Europas höchste Fontäne – und Georg I. konnte ganz Europa zeigen, dass er es wert war, als hannoverscher Kurfürst das so viel größere und mächtigere britische Königreich in Personalunion zu regieren  Heute schafft sie eine Höhe von knapp 80 m.

Ein Buch, dass viele interessante Informationen in wunderbare Fotos verpackt. 

„Großer Garten Herrenhausen", 29,50 Euro, im Handel und im Museumsshop im Schloss erhältlich, ISBN 978-3-922805-16-8.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigird Lappe, Hannover Woche


Säure-Angriff-Opfer Vanessa Münstermann hat ein Buch geschrieben

Vanessa Münstermann „Ich will mich nicht verstecken" 

Es ist 288 Seiten stark und erscheint unter dem Titel „Ich will mich nicht verstecken", drei Jahre nach dem Säure-Anschlag ihres Ex-Freundes, der ihr auflauert und ihr Schwefelsäure ins Gesicht schüttet.

Vanessa überlebt nur knapp, sie liegt wochenlang im Koma. Ihre linke Gesichtshälfte ist vollkommen entstellt, sie verliert ein Auge und ein Ohr. Über 20 Operationen folgen. Der Weg ist schwer und noch nicht zu Ende, doch sie sagt: „Dieses Unglück ist das Beste, was mir passieren konnte, denn nur so habe ich entdeckt, wie stark ich wirklich bin."

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche