LITERATUR - LESUNGEN

Siehe auch Hannover und der Norden - Tipps + Termine


Sophie Rois kommt mit „Die Geschichte von der 1002. Nacht“ ins Schauspielhaus

Die Schauspielerin liest aus dem Roman von Joseph Roth 

Am 12. Januar um 19.30 Uhr gastiert die Schauspielerin Sophie Rois (Foto Thomas Aurin) mit der szenischen Lesung „Die Geschichte der 1002. Nacht“ im Schauspielhaus, Es ist ihr drittes Solo-Gastspiel am Schauspiel Hannover.

Der 1939 postum erschienene Roman „Die Geschichte der 1002. Nacht“ von Roth spielt nicht im Orient, sondern hauptsächlich im Wien der 1880er Jahre: Eine falsche Gräfin, ein suizidaler Baron, ein gelangweilter Schah und eine Ofensetzertocher sind die Helden in dieser Kolportage über die Begegnung von aristokratischer Weltferne und prallem volkstümlichen Leben.

Sophie Rois gibt den aus der Zeit gefallenen Figuren des Romans ihre Stimme, die szenische Lesung wurde von Theater- und Filmregisseur Clemens Schönborn eingerichtet.

Die Schauspielerin, *Linz, gehörte 1993–2017 zum Ensemble der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, jetzt ist sie Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin.  Sie drehte zahlreiche Kino- und Fernsehfilme, für die Hauptrolle im Kinofilm „Drei“ (Regie: Tom Tykwer) wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sophie Rois. 

Karten (25 €) unter Tel. 0511 9999 1111, www.schauspielhannover.de und an den Kassen der Staatstheater


Takis Würger liest aus seinem neuen Roman „Stella“

Autor startet seine Lesereise im Januar im Schauspielhaus

Nach seinem Romanerfolg „Der Club“, den das Schauspiel Hannover in Cumberland uraufgeführt hat, bringt der in Hannover aufgewachsene Autor Takis Würger am 11. Januar bei Hanser seinen neuen Roman „Stella“ heraus. Seine Lesereise startet er am 21. Januar um 19.30 Uhr im Schauspielhaus.

1942 kommt Friedrich von Genf nach Berlin. In der Kunstschule trifft er Kristin, die ihn mitnimmt in Jazzclubs, Kognak mit ihm trinkt und ihm seinen ersten Kuss gibt. Eines Morgens klopft Kristin an seine Tür, verletzt, mit Striemen im Gesicht: „Ich habe dir nicht die Wahrheit gesagt.” Sie heißt Stella und ist Jüdin. Die Gestapo hat sie enttarnt und zwingt sie zu einem unmenschlichen Pakt: Wird sie, um ihre Familie zu retten, untergetauchte Juden denunzieren? Eine Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht – über die Entscheidung, sich selbst zu verraten oder seine Liebe.

 

Takis Würger. Foto Sven Würger

Takis Würger, geboren 1985, hat an der Henri-Nannen-Journalistenschule das Schreiben gelernt und Ideengeschichte in Cambridge studiert. Er arbeitet als Redakteur für den Spiegel. 2017 erschien sein Debütroman „Der Club“, der mit dem Debütpreis der lit. Cologne ausgezeichnet wurde. Würger lebt in Berlin.

Eine Veranstaltung des Schauspiels Hannover mit der Buchhandlung Leuenhagen & Paris

Karten 12 € unter Tel. 0511 9999 1111, unter www.schauspielhannover.de und an den Kassen der Staatstheater.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Lesereise durch den Norden

LiteraTour Nord 2018/2019 vom Oktober 2018 bis Februar 2019

Autorinnen und Autoren der 27. LiteraTour Nord und ihre Lesungstermine stehen fest. Die Lesereise durch den Norden um den „Preis der LiteraTour Nord“ ist ein einmaliges Projekt von norddeutschen Kultureinrichtungen, Buchhandlungen, Universitäten, Hochschulen und der VGH-Stiftung.

Gemeinsam werden sechs deutschsprachige Autorinnen und Autoren eingeladen, ihre aktuellen Bücher vorzustellen, und zum Schluss wird der Preis an einen der Teilnehmer vergeben.

Begleitend zu den Lesungen bieten die Professorinnen und Professoren, die auch die Lesungen moderieren, reguläre Veranstaltungen an ihren Universitäten und Hochschulen an. Die VGH-Stiftung Hannover fördert die LiteraTour Nord seit 2006. Sie stiftet nicht nur den mit 15.000 Euro dotierten Preis, sondern sichert durch ihre Partnerschaft das Fortbestehen des 1992 gegründeten Literaturprojektes.

Die Touren starten jeweils in Oldenburg und Bremen und an den folgenden vier Tagen geht's nach Lübeck, Rostock, Lüneburg und schließlich Hannover. In dieser Saison lesen: Inger-Maria Mahlke ("Archipel"), Thomas Klupp ("Wie ich fälschte, log und Gutes tat"), Joachim Zelter aus ("Im Feld").

Im neuen Jahr wird dann weitergetourt: Saskia Hennig von Lange kommt mit "Hier beginnt der Wald" vom 6. - 10. Januar 2019, am 10. bei DECIUS.

Saskia Hennig von Lange © Stefan Freund 

Saskia Hennig von Lange hat mit ihren Romanen längst einen faszinierenden, eigenen Weg jenseits des Mainstreams gefunden. In ihrem neuen Buch „Hier beginnt der Wald“ gerät der Held auf seiner Flucht in eine unheimliche Wildnis, die der in seinem eigenen Inneren ähnelt. 

Sabine Peters

Nino Haratischwili liest aus ihren neuen Roman "Die Katze und der General" vom 20. - 24. Januar 2019.

Der russischer Oligarch Alexander Orlow, von allen „Der General“ genannt, hat ein neues Leben in Berlin begonnen, doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los. Haratischwili spürt in ihrem neuen Roman den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. „Die Katze und der General“ ist ein spannungsgeladener Schuld-und-Sühne-Roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen, über die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung. (Am 24. 1. in Hannover) 

 Nino Haratischwili © danny merz  

Steven Uhly liest vom 3. - 7. Februar 2019 aus "Den blinden Göttern". Am 7.2. in Hannover.

Steven Uhly © Mathias Bothor 

Die Lesungen in Hannover finden im Allgemeinen im Literaturhaus statt. 

Weitere Informationen zur Lesereise, den Autorinnen und Autoren unter literatournord.de.

 

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord

LiteraTour Nord: Ersatztermin Inger-Maria Mahlke

Inger-Maria Mahlke kommt mit "Archipel"

Rosa kehrt zurück nach Teneriffa, wo ihr Großvater Julio im Altenheim von La Laguna noch mit über neunzig Jahren als Pförtner arbeitet. Julio war Kurier im Bürgerkrieg, war Gefangener der Faschisten, floh und kam wieder – einer, der Privilegien nur als die der anderen kennt. Immer wieder erzählen Mahlkes Romane von den Rändern der Gesellschaft.

Mit „Archipel“ legt sie einen europäischen Roman von der Peripherie des Kontinents vor und führt so unsentimental wie deutungsstark durch ein Jahrhundert voller Umbrüche und Verwerfungen.

Inger-Maria Mahlke © Dagmar Morath

Mahlke, geb. 1977 in Hamburg, aufgewachsen in Lübeck und auf Teneriffa, studierte Jura und arbeitete am Lehrstuhl für Kriminologie der FU Berlin. 2009 gewann sie den Berliner Open Mike. Für ihre Romane „Silberfischchen", „Rechnung offen“ und „Wie ihr wollt“ wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

Inger-Maria Mahlke „Archipel“, Rowohlt Verlag, 432 S., 20,00 Euro

Lesung im Literaturhaus am 4. Februar, 19.30 Uhr.


Die letzten Geheimnisse der Herrenhäuser Gärten sind gelüftet

Neues Buch enthüllt letzte Geheimnisse der königlichen Anlage

Ohne Frage, der Große Garten in Herrenhausen zählt zu den schönsten Parkanlagen der Welt.

Jetzt lüftet das Buch von Gartendirektor Ronald Clark und Fotograf Marc Theis (Hrsg.) „Großer Garten Herrenhausen“ die letzten Geheimnisse der königlichen Anlage: Verlorene Wappen, mystische Statuen und versteckte Gesichter. Das alles wird enträtselt.

Und was wir schon immer wissen wollten: Warum wurde das Areal schief angelegt, um 2,8 Grad ist die Ost-West-Achse verschoben. Gartenchef Clark: „Keiner weiß warum, aber es kann auch einfach Zufall sein."

Eine Gartenordnung gibt es auch: sie gilt seit 1777 und zählt zu den ältesten in Deutschland. Sie erlaubte schon zu damaliger Zeit Jedermann den Besuch der Anlage.

Großer Moment für den Garten: 1719 sollte die neu errichtete Fontäne im Beisein von König Georg I. in Betrieb genommen werden. Allerdings reichte der Druck damals nicht aus, sie katapultierte den Strahl nur peinliche fünf Meter in die Luft. „Eine Blamage", so Clark. Erst 1720 schoss das Wasser mit der Hilfe eines Harzer Bergwerksingenieurs 35 Meter in die Höhe - und war damit Europas höchste Fontäne – und Georg I. konnte ganz Europa zeigen, dass er es wert war, als hannoverscher Kurfürst das so viel größere und mächtigere britische Königreich in Personalunion zu regieren  Heute schafft sie eine Höhe von knapp 80 m.

Ein Buch, dass viele interessante Informationen in wunderbare Fotos verpackt. 

„Großer Garten Herrenhausen", 29,50 Euro, im Handel und im Museumsshop im Schloss erhältlich, ISBN 978-3-922805-16-8.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigird Lappe, Hannover Woche


Säure-Angriff-Opfer Vanessa Münstermann bringt erstes Buch im Februar heraus

Vanessa Münstermanns erstes Buch kommt im Februar auf dem Markt. Es ist 288 Seiten stark und erscheint unter dem Titel „Ich will mich nicht verstecken", drei Jahre nach dem Säure-Anschlag ihres Ex-Freundes, der ihr auflauert und ihr Schwefelsäure ins Gesicht schüttet.

Vanessa überlebt nur knapp, sie liegt wochenlang im Koma. Ihre linke Gesichtshälfte ist vollkommen entstellt, sie verliert ein Auge und ein Ohr. Über 20 Operationen folgen. Der Weg ist schwer und noch nicht zu Ende, doch sie sagt: "Dieses Unglück ist das Beste, was mir passieren konnte, denn nur so habe ich entdeckt, wie stark ich wirklich bin."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche