LITERATUR - Rund ums Lesen

Siehe auch Hannover und der Norden und Tipps + Termine


Die Frau schweige in der Kirche?

Predigtreihe zur Stellung der Frau in der Gemeinde

Vom 30. Juni bis 14. Juli widmet sich Pastor Dietmar Dohrmann von der Gartenkirche In einer Predigtreihe biblischen Texten, die die Stellung der Frau in der Gemeinde betreffen. Die Reihe beginnt mit den Frauen im 1. Korintherbrief, wo es heißt „Es steht einer Frau schlecht an, in der Gemeindeversammlung zu reden“. Der Termin am Sonntag, 7. Juli, beschäftigt sich mit dem Epheserbrief 5,23 „Der Mann ist das Haupt der Frau“. Am Sonntag, 14. Juli, thematisiert Pastor Dohrmann die Jüngerinnen im Markusevangelium 14,40f. 

Für den Pastor gehört das gleichberechtigte Miteinander von Mann und Frau in Christus zum Fundament des Evangeliums, das Neue Testament enthalte einen Verkündigungsauftrag für die Frauen, schreibt er in seiner Einladung. Es fehle in der Kirche aber häufig an einer biblischen Begründung für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Die Gottesdienste in der Gartenkirche, Marienstraße 35, beginnen jeweils um 10 Uhr.

Sigrid Lappe/Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 27.06.2019  


Hochkarätige Literatur an außergewöhnlichen Orten zum Thema „Mut“

Das Literaturfest beginnt am 5. September und endet am 22. September 2019

Das Literaturfest Niedersachsen vereint erneut inspirierende Veranstaltungsformate an außer- und ungewöhnlichen Orten. In seinem 14. Jahr lädt das Fest vom 5. bis 22. September in Niedersachsen und Bremen zu zahlreichen tollen literarischen Veranstaltungen zum Thema „Mut" ein: So geben zu dem Motto sechs junge Autorinnen und Autoren bei einer Wandellesung auf dem Hermannshof in Völksen (Foto) Einblicke - auch tiefe - in ihre Romane über Mut und Selbstbestimmung (06.09.).  

Eine szenische Lesung mit hochkarätigen Schauspielern im Theater Sulingen nimmt Johanna von Orléans in den Fokus (08.09.), die Blackbox im Kulturzentrum Faust in Hannover  erfordert dann auch Mut von ihren Gästen (12.9.).

Und bei der Inititative „Unsere Stadt" liest ein Buch" drehen sich zahlreiche Veranstaltungen um Feridun Zaimaglis Roman „Die Geschichte der Frau", dabei geht es auch um mutige Frauen der Gegenwart. (Programmheft S. 34, Info literaturfest-niedersachsen.de).

Festivalintendantin Susanne Mamzed konnte viele bekannte Künstler*innen gewinnen. Darunter Schauspieler Jens Harzer, Florian Lukas, Boris Aljinovic oder Michelle Barthel, Autoren wie Raoul Schrott, Karen Duve, Feridun Zaimoglu, Juan S. Guse, Katharina Maier, Stefan Schwarz und Bijan Moini sowie zahlreiche  weitere Schriftsteller, Schauspieler, Journalisten und Musiker.

Friedrich von Lenthe, Vorstandsvorsitzender der VGH-Stiftung, betonte: „Die VGH-Stiftung veranstaltet in Zusammenarbeit mit den VGH Regionaldirektionen das Literaturfest Niedersachsen nun bereits seit 13 Jahren.

Intendantin Mamzed reist für das Literaturfest kreuz und quer durch Niedersachsen. © Helge Krückeberg

Immer wieder konzipiert Susanne Mamzed anregende Programme an außergewöhnlichen Orten und mit renommierten Künstlern, die auch neue Zielgruppen und junge Menschen für Literatur begeistern."

Und   „Mut“ ist ein Thema, das bewegt, zu Diskussionen anregt und vielerlei Anknüpfungspunkte bietet. Beim Literaturfest können unsere Besucher verschiedenste Aspekte von Mut unter die literarische Lupe nehmen. Es wird um ermutigende Worte gehen, um eigene und mutige Wege junger Künstler, um neue Perspektiven und couragierte historische Figuren und bekannte Heldensagen, um gesellschaftspolitische Themen, um deutsche Geschichte und und und…, sagte Festivalintendantin Susanne Mamzed mit Blick auf die programmatische Ausgestaltung des Literaturfestes.

Das Literaturfest  Niedersachsen wird von der VGH-Stiftung in Zusammenarbeit mit den VGH Regionaldirektionen, den Historischen Landschaften und Mitveranstaltern vor Ort veranstaltet. NDR Kultur begleitet das Literaturfest als Kulturpartner.

Von Weltenrettern und Alltagshelden am19.09. um 19.30 Uhr CD Kaserne Celle

Am 28. August gibt es die mutige Sonderlesung mit Musik „Rote Nelken“ in der Landesvertretung in Berlin mit den Schauspielern Julia Hansen und Heikko Deutschmann und der Musik von Daniele di Bonaventur und Ensemble (Eintritt frei, Anmeldung ab 1. Juli anmeldung.lv-niedersachsen)  

Karten und Informationen unter literaturfest-Niedersachsen und Tel. 0800/45 66 540.

Der Vorverkauf hat begonnen!!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.06.2019   


NDR Kultur Sachbuchpreis 2019: Bewerbung bis 15. August

Sachbücher aller Themengebiete und Fachrichtungen können gewinnen 

Der Wettbewerb um den NDR Kultur Sachbuchpreis läuft: Bis zum 15. August können Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre Bewerbungen für die Auszeichnung einreichen, die zu den bedeutendsten des Genres zählt. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis würdigt im elften Jahr eine herausragende Autorenleistung, die gesellschaftlich, kulturell und wissenschaftlich relevante Themen für ein großes Publikum öffnet und zum Diskurs anregt.

Mit bis zu drei Titeln können sich die Verlage am Wettbewerb beteiligen. Zugelassen sind deutschsprachige Sachbücher aller Themengebiete und Fachrichtungen. Ausgeschlossen sind Bildbände, Lehrbücher und Ratgeber. Der Veröffentlichungstermin der eingereichten Bücher muss zwischen dem 16. Oktober 2018 und dem 15. Oktober 2019 liegen.

Im Oktober wird die prominent besetzte Jury zunächst die Longlist, im November dann die Shortlist mit den Anwärtern auf den diesjährigen NDR Kultur Sachbuchpreis veröffentlichen. Die Auszeichnung wird am 20. November 2019 im Schloss Herrenhausen feierlich überreicht. An diesem Abend verleiht außerdem die VolkswagenStiftung ihren Förderpreis „Opus Primum“ für ein herausragendes wissenschaftliches Debut.

Den Vorsitz der hochkarätigen Jury hat Joachim Knuth, NDR Programmdirektor Hörfunk. 

Der 10. NDR Kultur Sachbuchpreis ging im vergangenen Jahr an die beiden Harvard-Politologen Steven Levitsky und Daniel Ziblatt für ihr Buch „Wie Demokratien sterben. Und was wir dagegen tun können“.

Joachim Knuth überreicht Daniel Ziblatt die Auszeichnung. Foto NDR 

Die vorherigen Siegertitel des NDR Kultur Sachbuchpreises waren: „Albert Speer. Eine deutsche Karriere“ von Magnus Brechtken (2017); „Als unser Deutsch erfunden wurde“ von Bruno Preisendörfer (2016); „Die schwarze Macht" von Christoph Reuter (2015); „Die Büchse der Pandora" von Jörn Leonhard (2014); „Spieltage" von Ronald Reng (2013); „Kongo" von David Van Reybrouck (2012); „Eichmann vor Jerusalem" von Bettina Stangneth (2011); „Das Tagebuch, Bd. 9, 1926-1937“ von Harry Graf Kessler (2010); „Die Verwandlung der Welt“ von Jürgen Osterhammel (2009).

Weitere Informationen im Internet unter www.NDR.de/ndrkultur.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 17.05.2019


Die Volkswagenstiftung wartet auf wissenschaftliche Nachwuchspublikation

Bis 15. August einreichen: Bewerbung um Förderpreis 2019

Die Ausschreibungsphase für den Opus Primum Förderpreis der VolkswagenStiftung, mit dem alljährlich die beste wissenschaftliche Nachwuchspublikation ausgezeichnet wird, läuft. Die Einreichungen sind bis zum 15. August 2019 möglich, das Preisgeld beträgt 10.000 Euro.

Ob Geistes- oder Gesellschaftswissenschaften, Kultur- oder Naturwissenschaften, Informatik, Erziehungs- oder Musikwissenschaften – nicht das Fachgebiet ist entscheidend für die Auswahl zum Opus Primum
. Einzig, dass eine deutschsprachige Publikation gut lesbar geschrieben, einem breiten Publikum verständlich und von hoher wissenschaftlicher Qualität sein muss, ist Voraussetzung, um für den Förderpreis infrage zu kommen.

Dr. Mareike Vennen, die Opus Primum Preisträgerin 2018 für ihr Buch "Das Aquarium. Praktiken, Techniken und Medien der Wissensproduktion (1840-1910)", zwischen der Laudatorin Prof. Dr. Christina Wessely und Dr. Wilhelm Krull. Foto: Stefan Koch für VolkswagenStiftung

Die VolkswagenStiftung möchte mit der Auslobung den wissenschaftlichen Nachwuchs darin bestärken, dass Wissenschaftsvermittlung für die Forschung eine zentrale Aufgabe ist. Der Preis richtet sich ausdrücklich an junge WissenschaftlerInnen, die in der Regel nicht älter als 35 Jahre sein sollten.

Alle wissenschaftlichen Erstlingswerke, deren Erscheinungsdatum zwischen dem 1. Oktober 2018 und dem 15. Oktober 2019 liegt, kommen für eine Einreichung infrage. Stichtag für Bewerbungen um den Opus Primum ist der 15. August 2019.
Die Publikationen müssen über die Verlage eingereicht werden, welche sich mit jeweils bis zu drei Titeln bewerben können. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro geht an die Autorin bzw. den Autor und ist zur eigenen Weiterbildung im Forschungsfeld, dem Besuch von wissenschaftlichen Konferenzen oder für weitere Forschungsvorhaben gedacht.

Der Opus Primum wird in jedem Jahr zusammen mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis in Schloss Herrenhausen verliehen. Eine Übersicht über alle bisherigen Gewinnerinnen und Gewinner finden Sie hier: 
volkswagenstiftung.de/unsere-foerderung-bisherigen-Preisträger.
Die hochkarätige Jury für den Opus Primum wird von Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, angeführt.
Informationen zum Förderpreis Opus Primum der VolkswagenStiftung: 
volkswagenstiftung-opus-primum

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 17.05.2019


Lesen, lesen.. - JULIUS-Club motiviert zum Lesen

Sommer-Lese-Spaß vom 21. Juni bis 21. August 2019

In vielen Öffentlichen Bibliotheken begann am 21. Juni die 13. Runde des JULIUS-Clubs der VGH-Stiftung und der Büchereizentrale Niedersachsen. Für Club-Mitglieder stehen bis zum 21. August 2019 in 49 Bibliotheken in Niedersachsen 100 aktuelle Kinder- und Jugendbücher zur kostenlosen Ausleihe bereit. Die Bücher wurden von einer Jury ausgewählt. Eine Liste der teilnehmenden Bibliotheken sowie Portraits der ausgewählten Bücher gibt es im Internet unter julius-club.
Die Bücher reichen von Science-Fiction- und Abenteuerbücher über Liebe und Romantik, Freundschaft und Familie für alle Altersklassen und Geschlechter, Leseerfahrene und Neulinge.

Das Lesen wird belohnt: Wer während der Sommermonate zwei Bücher liest und sie anschließend bewertet, bekommt das Julius-Club-Diplom verliehen. Wer mehr als fünf Bücher liest und bewertet, wird mit dem Vielleser-Diplom ausgezeichnet. Die Leistungen können zudem positiv im Schulzeugnis vermerkt werden. Spaß am Lesen zu vermitteln ist Ziel des JULIUS-CLUBs. Das kann über eine attraktive Buchauswahl sowie durch abwechslungsreiche Aktionen in den örtlichen Bibliotheken erreicht werden.
Wenn die Begeisterung für das Lesen erst einmal geweckt ist, werden Textverständnis und Ausdrucksfähigkeit wie selbstverständlich mit gefördert“, betont Dr. Johannes Janssen, Stiftungsdirektor der VGH-Stiftung.
Club-Mitglieder können Auftakt- und Abschlusspartys, Clubtreffen und Lesungen besuchen. Die VGH-Regionaldirektionen unterstützen die Bibliotheken dabei mit großem Engagement. 2019 steht unter anderem ein Workshop mit dem Poetry-Slamer Bas Böttcher auf dem Programm. In vier Bibliotheken gibt er Einblicke in die Kunst der Sprache und JULIUS-CLUB-Mitgliedern, lernen, wie man mit Text-Tricks eigene Stücke erfindet und Ideen verwirklicht. Einen Überblick über alle diesjährigen Veranstaltungen gibt es im JULIUS-CLUB Internetblog:
juliusclub.wordpress.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha,Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 17.05.2019


Die besten Plattleser Niedersachsens gekürt

Landesentscheid des Plattdeutschen Lesewettbewerbs in Hannover
Die besten Plattleser aus Niedersachsens Schulen trafen sich am 26. Juni im Landesfunkhaus des NDR um die Landessieger des Plattdeutschen Lesewettbewerbs zu ermitteln. Auf der von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung organisierten Veranstaltung trugen die 30 Teilnehmer*innen im Alter zwischen 8 und 18 Jahren, die sich in Schul-, Kreis- und Bezirksentscheiden durchgesetzt hatten, ihre Texte vor. Daraus  wählte die Jurys in den fünf Altersgruppen die drei jeweils besten Leser aus.

„Es freut mich besonders, dass die fünf Sieger aus ganz unterschiedlichen Sprachregionen kommen – das drückt die Vielfalt der plattdeutschen Sprache in Niedersachsen aus“, sagte Andrea Schwarz von der Landesschulbehörde.
Als Sieger*innen ihrer Altersklassen wurden Selma Helene Schmidt aus Osterode, Louisa Floriane Warnecke aus Uelzen, Joah Gerritzen aus Wilsum, Lukas Diaz aus Wohnste und Hannes Langer aus Ihlow gekürt. Maja Henken wurde als einzige Vertreterin der Saterfriesischen Sprache ausgezeichnet. Als die Erstplatzierten ihre Texte auf der Abschlussveranstaltung erneut zum Besten gaben, konnten sich die über 200 begeisterten Zuschauer*innen vom hohen Leistungsniveau des Wettbewerbs überzeugen.
Regierungsdirektor Peter Reinert vom Niedersächsischen Kultusministerium, hob bei der Siegerehrung hervor: „Der Wettbewerb beweist eindrücklich die feste Verankerung des Plattdeutschen in vielen Schulen Niedersachsens.“ Dr. Arne Butt von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung freut sich, daß Tausende Schüler landesweit am
Plattdeutschen Lesewettbewerb teilnehmen.
Seit den 1960er Jahren gibt es die Plattdeutsche Lesewettbewerbe in Niedersachsen, 1979 veranstaltete der Sparkassenverband Niedersachsen erstmals einen Landesentscheid, der nach Gründung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung von dieser übernommen wurde. Die Kreis- und Bezirksentscheide werden von den niedersächsischen Sparkassen und Landschaftsverbänden ausgerichtet. Der diesjährige Landesentscheid fand in Zusammenarbeit mit der Landesschulbehörde und der Sparkassenstiftung Lüneburg statt.
Der nächste Wettbewerb findet im Jahr 2021 statt.

Sparkassenstiftung/Ute Micha/Sigrid Lappe

Veröffentlicht 28.06.2019


Niedersächsische Literaturstipendien 2019 vergeben

Björn Thümler: Förderung ermöglicht kreative Weiterentwicklung

Von phantastischen Wesen, dem Weg in ein besseres Leben, Forellen und Maschinen: Kulturminister Björn Thümler hat die Literaturstipendien sowie das Übersetzerstipendium 2019 vergeben. In diesem Jahr fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fünf Autorinnen und Autoren mit insgesamt rund 45.000 Euro.

„Mit den Niedersächsischen Literaturstipendien möchten wir vielversprechende Autorinnen und Autoren ermutigen, ihr literarisches Schaffen weiter zu entwickeln“, sagt Björn Thümler. „Mit den Stipendien tragen wir dazu bei, dass sich Schriftsteller*innen entfalten können und erhöhen ihre Sichtbarkeit.“

Das Jahresstipendium erhält in diesem Jahr Nataly Savina (Foto l.), *1978, für ihr Projekt „Katinkas Spiele“. Das mit 14.000 Euro dotierte Jahresstipendium soll der Autorin ermöglichen, ihr literarisches Projekt voranzubringen. „Katinkas Spiele“ erzählt aus der Perspektive einer Jugendlichen vom Elend Osteuropas und dem Weg in ein besseres Leben im reichen Westen.

Das Stipendium für Kinder- und Jugendbuchautoren geht an Annika Scheffel (Foto r.) *1983, für das Projekt „Vilja, der Fee und die Rettung der Welt“. Die Autorin überzeugte die Literaturkommission insbesondere durch die große Leichtigkeit, mit der sie eine Geschichte erzählt, die von Not und Elend handelt. Für die Fortführung des literarischen Werkes erhält Scheffel das mit 8.000 Euro dotierte Stipendium.

Iannis Kalifatidis Foto l.), *1964, bekommt das diesjährige Übersetzerstipendium für die Übersetzung des Romans „Der schwarze Obelisk“ von Erich Maria Remarque ins Griechische. Das Übersetzerstipendium ist mit 7.800 Euro dotiert.

Ein Arbeitsstipendium mit einer Dotierung von jeweils 7.500 Euro erhalten in diesem Jahr Alexander Rudolfi (*1987) für „Willkommen im Bauch der Maschine“ und Leander Fischer, (Foto r,) *1992 für „Die Forelle“. Alexander Rudolfis Text setzt sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Leander Fischer setzt in seinem Romanvorhaben literarische Mittel so ein, dass sich unterschiedliche Stimmen zu einer Geschichte fügen.

Die Stipendien werden auf Empfehlung der Niedersächsischen Literaturkommission vergeben.

Weitere Informationen zu den Literaturstipendien sowie eine Übersicht der bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten seit 2005 unter: mwk.niedersachsen-literatur/stipendien

MWK / Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlichung 15.05.2019


Zum Saisonstart: Literatur-Preisträger im Oktober im Literaturhaus

Ein wenig Geduld müssen Literaturfans schon aufbringen

Am 10. Oktober kommt Deniz Utlu zu der Vorstellung seines Romans „Gegen Morgen“ für den ihm der  Literaturpreis Hannover verliehen wird. Das Buch erscheint im September, Karten für die Lesung am 10.Oktober im Literaturhaus sollte man sich jetzt im Vorverkauf sichern (12 €/ erm. 6 €)!

Utlu erzählt in seinem zweiten Roman von einer tiefen Erschütterung und fragt, was uns ausmacht: das, was wir zurückgelassen haben, oder das, was vor uns liegt. In flirrenden Bildern spürt er den Versäumnissen und Potentialen eines Lebens nach sowie der Menschlichkeit, die da beginnt, wo wir nicht auf uns selbst, sondern auf andere achten.

Deniz Utlu, *1983 in Hannover, studierte Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Sein Debütroman „Die Ungehaltenen“ erschien 2014 und wurde 2015 im Maxim Gorki Theater aufgeführt. 

Deniz Utlu © Heike Steinweg

Er verfasste  Kolumnen, Theaterstücke und Essays, er forscht am Deutschen Institut für Menschenrechte und veranstaltet am Maxim Gorki Theater die Literaturreihe „Prosa der Verhältnisse“.

Martina Sulner, geb. 1961, ist Literaturwissenschaftlerin, Herausgeberin und hat als Journalistin in Hamburg, Rostock, Schwerin sowie für den Spiegel Spezial und die Frankfurter Rundschau gearbeitet. Seit 2000 ist sie Literaturredakteurin bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Die Moderation übernimmt die Literaturwissenschaftlerin Martina Sulner, *1961, ist Literaturwissenschaftlerin, Herausgeberin und hat als Journalistin in Hamburg, Rostock, Schwerin sowie für den Spiegel Spezial und die Frankfurter Rundschau gearbeitet. Seit 2000 ist sie Literaturredakteurin bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlichung 23.06.2019  


Überwindung von Unterschieden und zum Entdecken von Gemeinsamkeiten

Daphne Vloumidi begeistert mit ihrem Buch „Quilombo der kleine schmutzige Elefant”

Daphne Vloumidi stellte bei Leuenhagen & Paris den kleinen schmutzigen Elefanten vor. Quilomdo ist ein kleiner Elefant, der aus einem fernen Land auf die Insel Lesbos in Griechenland gekommen ist. Schmutzig und verlassen scheint er ganz fremd und anders zu sein. Dort wird er von Daphne gefunden und mit nach Hause genommen. Sie möchte ihrer Enkelin, die in London lebt, einen Brief schreiben. Sie will erklären, was es bedeutet, dass so viele Menschen als Flüchtlinge auf die Insel kommen und dort ganz fremd sind. Dabei ist er genau so wie alle Kinder dieser Welt, egal, ob sie in Flüchtlingslagern leben oder friedlich mit einem Kuscheltier zuhause schlafen. Auch für die Inselbewohner ist es seltsam, plötzlich so viele Fremde zu treffen das bedeutet Überwindung von Unterschieden und Entdecken von Gemeinsamkeiten.

Daphne Vloumidi und Iannis Troumpounis

Daphne Vloumidi und ihr Ehemann Iannis Troumpounis (Lehrerin und Architekt) führen seit über 20 Jahren ein Hotel auf der Insel Lesbos. Sie beide sind überdies unermüdlichee Unterstützer geflüchteter Menschen. 2012 riefen sie gemeinsam mit deutschen Freunden und Gästen des Hotels die Hilfsorganisation ODYSSEAS ins Leben. Für ihren selbstlosen Einsatz und ihre Zivilcourage bei der Bewältigung des extremen Ansturms von flüchtenden Menschen auf der Insel im Jahr 2015 wurde Daphne im März letzten Jahres in Mailand durch GaRiWo (Garden oft the Righteous Worldwide) ausgezeichnet.

Da sie Ihre Rolle als Großmutter nur aus der Ferne genießen kann – die Familie des Sohnes lebt in Italien – pflegt sie regen Briefkontakt  zu ihren Enkelkindern. So entstand auch  die Geschichte Quilombo, die sie allen Kindern widmet, „die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen“.

Ob als Vorlesebuch für Kinder ab drei Jahren oder für Leseanfänger, man kann allen Eltern diese berührende Geschichte über den auf Lesbos gelandeten Elefanten nur wärmstens ans Herz legen. Wer seinen Kindern auch unterhaltsam Verständnis und Empfindungen vermitteln will, für den ist dieses liebevolle Büchlein genau richtig.

Bilderbuch. Illustriert von Anna Georgiadou, ins Deutsche übertragen von Birgit Saure. Verlag Metaichmio und Daphne Vloumidi. 1. Auflage Juni 2017. 11,45 € (inklusive Mehrwertsteuer)

Hier kann man das Buch kaufen und bestellen:

Buchhandlung Leuenhagen & Paris, Lister Meile und über Daphne Vloumidi: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant.

„Quilombo. Der kleine, schmutzige Elefant“, da lesen große und kleine Menschen mit Tränen der Rührung, was die Griechin Daphne Vloumidi über Quilombos lange Reise und sein Ankommen auf Lesbos geschrieben hat. Sie widmet diese Geschichte allen Kindern, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen.

Quilombo läßt sich überzeugen, daß Zähneputzen sein muß!


Büro für Popkultur holt die Criminale in die niedersächsische Landeshauptstadt

Das Krimi-Event des Jahres gastiert vom 14. bis 18. April 2020 in Hannover
Der Staffelstab für die 35. CRIMINALE 2020 wurde an Hannover übergeben. Jörg Smotlacha und Volker Petri von der hannoverschen Agentur Büro für Popkultur übernahmen den Auftrag vom Syndikat, die CRIMINALE 2020 in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu organisieren. 

Vom 14. bis zum 18. April 2020 wird es in Hannover nun so richtig kriminell. Der Autoren-Kongress und das facettenreiche Krimi-Festival CRIMINALE sind der Krimi-Treff des Jahres für Autor*innen und Fachbesucher*innen aus Verlagen und Buchhandlungen, Agent*innen, Kritiker*innen, Blogger*innen und natürlich für das interessierte Krimi-Publikum.

Neben zahlreichen Lesungen wird auch der Friedrich-Glauser-Preis, ein wichtiger Krimi-Preise im deutschsprachigen Raum, verliehen. Über 200 Autorinnen und Autoren werden im Jahr 2020 Hannover unsicher machen und kriminell bereichern. Obendrein gibt es eine Auswahl krimineller Geschichten rund um Hannover.

„Wir freuen uns, dass nach neun Jahren Krimifest nun die CRIMINALE nach Hannover kommt“ so Volker Petri. Jörg Smotlacha betonte, dass die CRIMINALE 2020 ein weiterer Meilenstein Hannovers auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2025 sein kann.

Büro für Popkultur: oben Volker Petri, Henning Chadde, Jörg Smotlacha / unten: Ninia Binias, Jan Egge Sedelies. Foto: Ralf Rohde)

tatworte-Hannover 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.04.2019


Die letzten Geheimnisse der Herrenhäuser Gärten sind gelüftet

Neues Buch enthüllt letzte Geheimnisse der königlichen Anlage

Ohne Frage, der Große Garten in Herrenhausen zählt zu den schönsten Parkanlagen der Welt.

Jetzt lüftet das Buch von Gartendirektor Ronald Clark und Fotograf Marc Theis (Hrsg.) „Großer Garten Herrenhausen“ die letzten Geheimnisse der königlichen Anlage: Verlorene Wappen, mystische Statuen und versteckte Gesichter. Das alles wird enträtselt.

Und was wir schon immer wissen wollten: Warum wurde das Areal schief angelegt, um 2,8 Grad ist die Ost-West-Achse verschoben. Gartenchef Clark: „Keiner weiß warum, aber es kann auch einfach Zufall sein."

Eine Gartenordnung gibt es auch: sie gilt seit 1777 und zählt zu den ältesten in Deutschland. Sie erlaubte schon zu damaliger Zeit Jedermann den Besuch der Anlage.

Großer Moment für den Garten: 1719 sollte die neu errichtete Fontäne im Beisein von König Georg I. in Betrieb genommen werden. Allerdings reichte der Druck damals nicht aus, sie katapultierte den Strahl nur peinliche fünf Meter in die Luft. „Eine Blamage", so Clark. Erst 1720 schoss das Wasser mit der Hilfe eines Harzer Bergwerksingenieurs 35 Meter in die Höhe - und war damit Europas höchste Fontäne – und Georg I. konnte ganz Europa zeigen, dass er es wert war, als hannoverscher Kurfürst das so viel größere und mächtigere britische Königreich in Personalunion zu regieren  Heute schafft sie eine Höhe von knapp 80 m.

Ein Buch, dass viele interessante Informationen in wunderbare Fotos verpackt. 

„Großer Garten Herrenhausen", 29,50 Euro, im Handel und im Museumsshop im Schloss erhältlich, ISBN 978-3-922805-16-8.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigird Lappe, Hannover Woche


Säure-Angriff-Opfer Vanessa Münstermann hat ein Buch geschrieben

Vanessa Münstermann „Ich will mich nicht verstecken" 

Es ist 288 Seiten stark und erscheint unter dem Titel „Ich will mich nicht verstecken", drei Jahre nach dem Säure-Anschlag ihres Ex-Freundes, der ihr auflauert und ihr Schwefelsäure ins Gesicht schüttet.

Vanessa überlebt nur knapp, sie liegt wochenlang im Koma. Ihre linke Gesichtshälfte ist vollkommen entstellt, sie verliert ein Auge und ein Ohr. Über 20 Operationen folgen. Der Weg ist schwer und noch nicht zu Ende, doch sie sagt: „Dieses Unglück ist das Beste, was mir passieren konnte, denn nur so habe ich entdeckt, wie stark ich wirklich bin."

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche