Eindrucksvolles Konzert zum Gedenken an die Reichskristallnacht

Europäischer Synagogalchorgedenken an die Reichskristallnacht

Zum Gedenken an die Ungeheuerlichkeiten der Reichskristallnacht vor 80 Jahren organisierte die Villa Seligmann ein Konzert in der Marktkirche. Werke des jüdischen Komponisten Louis Lewandowski standen im Mittelpunkt der Programmgestalter. Der Europäische und der Hamburger Synagogalchor. Zum Ende der Veranstaltung kam zusätzlich der Propsteichor St. Clemens unter der Leitung des wunderbaren und einfühlsamen Andor Izsák Psalm-Vertonungen den Gästen zu Gehör. Sopranistin Elena Hall sorgte für besonders berührende und eindringliche Elemente. Und an der Orgel setzten dann Andor Iszák und Alexander Ivanov noch weitere Akzente - vor allem die aufwühlende Improvisation „Es brennt"... von Andor Iszák deckte ein sehr breites dynamisches und emotionales Feld ab.

Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann wies in seiner Ansprache eindringlich darauf hin, wie „erschreckend gegenwärtig" der Antisemitismus nicht zuletzt angesichts der jüngsten Ereignisse in Pittsburgh sei, und verwahrte sich in Anspielung auf eine Äußerung des AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland gegen den Begriff „Fliegenschiss" im Zusammenhang mit der NS-Thematik. Nachdrücklich wies Oberbürgermeister Stefan Schostok auf die Inhalte der Aktualität hin.

Landessuperintendentin Petra Bahr und Propst Martin Tenge luden zum gemeinsamen,  selbstkritischen Gebet, in dem auch das verbreitete Schweigen der Kirchen in der NS-Zeit zur Sprache kam. „Dunkelheit liegt bis heute über dieser Stadt", hieß es an einer Stelle des Gebetes - mögen solche Veranstaltungen dann auch nachdrücklich dafür sorgen, dass es ein wenig heller wird!

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Sonderkonzert zum 80. Jahrestage der Reichspogromnacht

Ein großes Konzert zur Erinnerung an die denkwürdige Nacht

Am Donnerstag, 15. November, findet um 20 Uhr im Großen Sendesaal des NDR das Sonderkonzert der Villa Seligmann anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht. Auf dem Programm: Louis Lewandowski: Liturgische Psalmen und  Moritz Moszkowski: Klavierkonzert E-Dur.

Ausführende: NDR Radiophilharmonie, Dirigent Elli Jaffe, Erika Lux, Klavier, Alexander Ivanov, Orgel, Leitung Andor Izsák. Die Chöre: Camerata Carolina Heidelberg, Chor St. Severin Keitum, Deutsch-Russischer Chor Hamburg, Europäischer Synagogalchor, Hamburger Synagogalchor, Leipziger Synagogalchor, Opernchor TfN Hildesheim, Propsteichor St. Clemens.


Offizielle Bilder gibt es kaum von den Schrecken und Gräueltaten der Nacht des 9. November 1938 in Deutschland: Es war verboten, welche zu machen. Die wenigen Zeugnisse, die von diesem Ereignis vorliegen, sind meist Privataufnahmen.

Fotos: Bundesarchiv, lks. die abgebrannte Synagoge in München, rechts ein zerstörtes jüdisches Geschäft.

Noch weniger Zeugnisse gibt es von der damals rücksichtslos zerstörten sakralen jüdischen Musik, welche sich im 19. Jahrhundert mit vielen romantischen Einflüssen entwickelt hatte.
NDR Kultur überträgt das Konzert live im Radio.
Karten zu 18,50, 24, 35 Euro inkl. VVK-Gebühr beim NDR Ticketshop,  Tel. 0511- 27 78 98 99, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und  online unter www.ndr.de/radiophilharmonie

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

 


Serenade im Regenwald

Panorama am Zoo wird musikalischer Kunstraum

Das Panorama "Amazonien"am Zoo verwandelt sich in Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) am 18. November in einen musikalischen Kunstraum. Bei der „Serenade im Panorama“ werden die Werke „Passacaglia“ von Johan Halvorsen (nach Händel), „Ballade“ von Eugene Ysaye, „Brief Recollections Of The Passing Summer“ von Leonid Gorokhov und  das Streicherquartett für Violine, Viola und zwei Celli von Anton Arensky virtuos vorgetragen – und das mitten im südamerikanischen Regenwald.

In der beeindruckenden Akustik der 32 Meter hohen Rotunde des Panoramas verzaubern die brillanten Musiker*innen Ioana Cristina Goicea (Violine), Gewinnerin des Internationalen Martin Hill Violinwettbewerbs, Kana Sugimura (Viola), Leonid Gorokhov (Cello) sowie Tim Posner (Cello), Preisträger des Internationalen Carl Davidoff Cellowettbewerbs, mit ihren Instrumenten.

Die etwa einstündige Serenade beginnt um 20 Uhr, im Anschluss können die Konzertgäste das faszinierende 360°-Naturpanorama AMAZONIEN des Berliner Künstlers Yadegar Asisi bis 21.45 Uhr genießen und den unermesslichen Artenreichtum der Natur und die Fragilität des Regenwaldes erleben.

Infos und Karten gibt es im Panorama am Zoo, an der Abendkasse und online unter www.panorama-am-zoo.de, Ticketpreis: 19,50 Euro, für AboPlus-Kunden der HAZ und der Neuen Presse: 18 Euro. Begrenzte Platzanzahl! 


John Fiore dirigiert Smetanas „Má vlast“

Das Niedersächsische Staatsorchester lässt Smetanas sechsteiligen Zyklus aufleben

Malerisch liegt die mittelalterliche Königsburg Vyšehrad an der Moldau, und sie ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der tschechischen Hauptstadt Prag. Bedřich Smetana hat dem Glanz und Verfall von Vyšehrad einen ganzen Satz in seiner sinfonischen Dichtung „Má vlast“ gewidmet. Mit dieser Komposition gelingt es ihm die ganze tschechische Nation historisch und geographisch zu erfassen. So kommen auch die blutrünstige Sage der Amazone Šarka, die liebliche Welt von Wald und Feld, der Widerstandskampf der Hussiten gegen die katholischen Könige Böhmens und natürlich Böhmens Nationalstrom die Moldau zum Klingen.

Beim 3. Sinfoniekonzert am 18. und 19. November lässt das Niedersächsische Staatsorchester Hannover unter der Leitung von Gastdirigent John Fiore (Foto) Smetanas sechsteiligen Zyklus aufleben.

Tickets an den Kassen der Staatstheater oder per Telefon unter 0511/ 99 99 11 11

Sigrid Lappe, Hannover Woche, Ute Micha, Presse Dienst Nord  


NDR Radiophilharmonie: Saisonstart mit britischem Klassiker

Die Konzertsaison 2018/19 startete am 8. September mit dem deutsch-britischen Klassiker, den „Hannover Proms“ im Kuppelsaal - mit TV-Übertragung nach London. Nach der kompletten „Scheherazade“ von Rimsky-Korsakow folgten Stücke von Saint-Saens, Waxman und Elgar. Und zum Schluss  war es dann wieder very british und bei „Hope and Glory“ wurde wieder tüchtig mitgeschmettert.

Auf dem Podium mit der NDR Radiophilharmonie unter Andrew Manze: Janoska Ensemble, Mädchenchor Hannover, Knabenchor Hannover, Johannes-Brahms-Chor Hannover und Anna Goryachova Mezzosopran, die Moderation übernahm Susanne Stichler.

Der Kuppelsaal erstrahlt in die britischen Farben. Foto NDR  



Weihnachtliche Barockmusik mit Riccardo Minasi

Die Reihe der Barockkonzerte in der Herrenhäuser Galerie startet am 21. Dezember

Das erste von vier Barockkonzert „Fatto per il Santissimo Natale" - zur Aufführung an Weihnachten bestimmt - findet am 21. Dezember um 18 Uhr in der Galerie Herrenhausen statt.
Concerti grossi von Corelli und anderen: Was liegt näher, als sie zum Gegenstand des NDR Barockkonzerts zu machen, das nur drei Tage vor Heiligabend stattfindet? Zum Auftakt der Barockkonzerte der NDR Radiophilharmonie stimmt Dirigent Riccardo Minasi auf die Festtage ein
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Der Barockexperte übernimmt gleichzeitig auch den Part der Solovioline.

Riccardo Minasi ist seit 2017 Chefdirigent des Salzburger Mozarteumorchesters und "Artist in Residence" beim Ensemble Resonanz.

Auf dem Programm: Guiseppe Antonio Brescianello, Sinfonia F-Dur, Guiseppe Torelli, Concerto grosso con una pastorale per il Sanctissimo Natale g-Moll, Pietro Antonacci, Sinfonia Pastorale G-Dur, Francesco Manfredini, Concerto grosso C-Dur „Per il Santissimo Natale", Lorenzo Gaetano Zavateri, Concerto Pastorale D-Dur, Gaetano Maria Schiassi, Sinfonia Pastorale D-Dur „Per il Santissimo Natale di nostro signore Jesu", Arcangelo Corelli, Concerto grosso, g-moll „Weihnachtskonzert“.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche   


Schon mal vormerken: Die Karten für Phil & Chill am 23. Februar 2019 sind ab 20. November 2018 erhältlich!

 


Und spannend geht weiter!

Viele Berühmtheiten sind unter den Gästen zu finden, darunter Star-Dirigent Christoph Eschenbach (Foto YouTube), der Bartoks „Konzert für Orchester“ aufs Programm gesetzt hat (29.11.) und den Solisten Tzimon Barto virtuose begleiten wird.

Ausflüge in die Gegenwart unternimmt das Orchester am 9. Mai 2019 mit der recht anspruchsvollen „Harmonielehre“ von John Adams  mit „Nixon in China“.

In Sachen CD-Produktion hat das Orchester auch so einiges vor: In diesem Jahr wird der prämierte Mendelssohn-Zyklus (Preis der deutschen Schallplattenkritik) mit der zweiten Sinfonie abgeschlossen. Dann sind noch die beiden Mozart-Sinfonien Nr. 40 und 41 in Arbeit.

Und danach widmet sich Andrew Manze einem Großprojekt: Der Einspielung sämtlicher Sinfonien von Jean Sibelius – „ein Komponist, der in Deutschland leicht übersehen wird.“ Die Produktion übernimmt wieder das Highend-Label Pentatone, und wird in Surround aufgezeichnet und die Musik auf SACD veröffentlichen.

Auch das gehört zur Erfolgsgeschichte der Radiophilharmonie: Sie begleitet zwei Weltstars, Anna Netrebko beim Schlusskonzert des Schleswig-Holstein-Musikfestival und Elena Garancia auf einer Tournee.

Neu ist ein Angebot des NDR: Schüler, Studenten, Azubis bis einschließlich 29 Jahre können ab 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn an der Kasse des NDR-Ticketshops im Funkhaus Restkarten für die jeweilige Veranstaltung für 5 Euro ergattern.

Orchestermanager Matthias Ilkenhans blickt in die Zukunft: Der Große Sendesaal wird in der nächsten Saison für sechs Monate für umfangreiche Verbesserungen in Sachen Akustik geschlossen und im Januar 2020 wieder eröffnet. Das Orchester wird ein besonderes Podium bekommen, um den Klang zu optimieren. Und dann wird noch das Foyer umgestaltet – die Planungen sind schon voll im Gang.

Alle Konzertveranstaltungen sind in den Programmheften „Konzertsaison“, „Discover Music!“ und neu „Orchester-Detektive!“, einer neuen Reihe für Kinder von 6 bis 11 Jahren, zu finden.

Moderiert werden die Familienkonzerte "Orchester-Detektive" von Malte Arkona. Bekannt aus dem KiKA, spürt er ab dieser Spielzeit alles Spannende rund um Musik, Musiker und Komponisten auf. Foto l. NDR 

ndr.de/radiophilharmonie 2018/2019

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe