PERSONALIEN


Ära Bodemann neigt sich dem Ende zu

Stadtbaurat Uwe Bodemann geht Ende Juni 2020 in Pension

Stadtbaurat Uwe Bodemann (Foto Wikipedia) kündigte seinen Ruhestand für Ende Juni 2020 an -damit neigt sich eine Ära dem Ende zu. Bodemann verkündete dies gestern gegen Ende der Sitzung des Bauauschusses. "Ich bin dann 65, das ist ein halbes Jahr vor der dem Erreichen meines Pensionsalters."

Seit 2008 steht der 1955 geborene Architekt der hannoverschen Bauverwaltung vor. Vorgeschlagen hatte ihn der damalige  Oberbürgermeister Stephan Weil. Zuvor war Bodemann in Bremen als Senatsbaudirektor tätig, nachdem er in Hamburg unter anderem die Projektgruppe für die Hafen-City geleitet hatte.

Bodemann wurde zuletzt von der CDU in Hannover kritisiert, die ihm Missmanagement vorwarf und gleichzeitig seinen Rücktritt forderte.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 04.09.2019 


Neuer Geschäftsführer im Audi-Zentrum Hannover

Seit 1. August ist Torsten Bugla neuer Chef bei Audi Hannover

Torsten Bugla übernahm am 1. August die Geschäftsführung und löst damit Jan Laubrunn ab, der das Audi-Zentrum Hannover fünf Jahre lang inne hatte. Bugla kommt aus Frankfurt am Main, wo er zuletzt als Geschäftsführer von Volkswagen Automobile fungierte. Jan Laubrunn werde sich neuen Herausforderungen stellen, wurde in einer Pressemitteilung des Unternehmens mitgeteilt.

Der 46-jährige Torsten Bugla zieht für den neuen Job mit Frau und zwei Töchtern nach Hannover. Er freue sich auf seinen neuen Wohnort, weil „die Region und die Stadt sehr lebensfroh und offen wirken“. Eines der ersten Heimspiele von Hannover 96 möchte sich der Fußballfan im Stadion ansehen. 

Torsten Bugla. Foto Linkedin

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 29.08.2019


Ministerpräsident Stephan Weil ist ein beliebter Politiker

Bundesweit nimmt Weil im Politiker-Ranking den dritten Platz ein

Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat im Beliebtheits-Ranking aller Ministerpräsidenten seinen dritten Platz verteidigt.
In der Forsa-Befragung für RTL/n-tv-Trendbarometer zeigen sich 60 Prozent der Teilnehmer mit Weils Arbeit zufrieden - genauso viele wie im Vorjahr.
Beliebter als Weil sind Baden-Württembergs MP Winfried Kretschmann (Grüne, 73 Prozent) und Daniel Günther (CDU, 66 Prozent) aus Schleswig-Holstein.
2015 lag Stephan Weil weit abgeschlagen auf Platz 10!

Stephan Weil hat gut lachen! Foto SPD 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lapoe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.07.2019 


Volkswagenstiftung bekommt neuen Generalsekretär

Ab 2020 folgt Georg Schütte auf Wilhelm Krull
Es ist amtlich: Die Volkswagenstiftung bekommt ab 2020 eine neue Leitung. Dann wird Dr. Georg Schütte neuer Generalsekretär. Das hat das Stiftungskuratorium beschlossen. Schütte folgt auf Wilhelm Krull, der seit 1996 an der Spitze der Volkswagenstiftung steht. Derzeit ist er Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Gabriele Heinen-Kljajic, Kuratoriumsvorsitzende sagte, sie freue sich, einen international ausgewiesenen Experten für Wissenschaftsmanagement und Innovationsförderung gewonnen zu haben.
Die Volkswagenstiftung ist unabhängig heutigen VW-Konzern. Sie hat sich vor allem der Förderung der Wissenschaft verschrieben. Von ihr werden auch öffentliche Veranstaltungen im Schloss Herrenhausen ausgerichtet, das sie 2013 wieder aufgebaut hat.

Dr. Wilhelm Krull (links) und Dr. Georg Schütte. Foto Volkswagenstiftung

Schütte ist seit 2009 Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Zuvor war er Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn, von 2001 bis 2003 arbeitete er als geschäftsführender Direktor der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission in Berlin und trug in dieser Position dazu bei, den akademischen Austausch und das Verständnis zwischen Deutschland und den USA zu fördern.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.06.2019


Kein Geld von umstrittenen Sponsoren

Geehrt: Fotokünstlerin Nan Goldin erhält Kunstpreis Ruth Baumgarte

Sie stellt sich gegen Geld von umstrittenen Sponsoren und engagiert sich - das bedeutet der Künstlerin Nan Goldin alles. Sie gehört zu den wichtigsten Fotografinnen der Gegenwart und erhielt im Sprengel Museum den begehrten 5. Kunstpreis Ruth Baumgarte (mit 20 000 Euro dotiert).

Die Künstlerin nutzte die Ehrung ohne Umschweife für ein Statement zu ihrem derzeit wichtigsten Kampf - dem Kampf gegen die amerikanische Opioid-Krise und gegen die Pharmaindustriellen-Familie Sackler, die damit ein Milliardenvermögen gemacht hat. Nan Goldin: „Ich habe mein früheres Werk dem Kampf gegen Aids gewidmet, eine Krankheit, die eine ganze Generation betroffen hat - und jetzt ist diese Opioid-Krise dabei, eine wichtige Generation auszulöschen.“  Sie meint damit das massenweise Verschreiben von bestimmten Schmerzmitteln, die stärker abhängig machen als zum Beispiel Heroin und ganze Stadtteile in Slums verwandeln.

Nan Goldin. Foto Wikipedia 

In Deutschland sind diese Medikamente nur unter stärksten Auflagen zu bekommen, in den USA darf sie jeder  Hausarzt rezeptieren. Und Zehntausende sterben in den USA jedes Jahr an einer Überdosis.

Die Familie Sackler hat ihr damit verdientes Vermögen in Kunst investiert, ist ebenso im New Yorker Metropolitan Museum vertreten wie im Pariser Louvre. Die Künstlerin sagte: „Ich will, dass es aufhört, dieses Waschen der Reputation durch die Kunst." Und überhaupt: „Dirty Money" habe in Museen nichts zu suchen. Und europäische Museen seien im Vergleich zu den US-Institutionen in einer besseren Lage, da sie staatlich finanziert werden.

Das konnte Sprengel-Direktor Reinhard Spieler nur bestätigen. Und: „Wir sind so weit ab, dass wir für die Milliarden nicht interessant sind." Er würdigte das herausragende Werk und Engagement von Nan Goldin, die schlicht eine „großartige Künstlerin“ sei.

In den 80erJahren wurde Nan Goldin berühmt durch ihre schonungslos subjektive Fotografie die Menschen in prekären Situationen zeigte, Unterprivilegierte, Obdachlose, Drogensüchtige, Aids-Kranke - aber immer mit „sehr großer Empathie und Wärme", so Spieler, die es dem Betrachter ermöglichen, selbst ein Teil dieser Welt zu werden.

Der Preis wird von der Kunststiftung Ruth Baumgarte (Vorsitzender: Galerist Alexander Baumgarte) vergeben, die sich der Aufarbeitung des Baumgarte-Werkes zur Aufgabe gesetzt hat.

Zwei Werke der Künstlerin Nan Goldin befinden sich in der Museumssammlung.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.06.2019


Landesmedaille für Professor Dr. Ernst Gottfried Mahrenholz

Ministerpräsident Stephan Weil würdigt einen herausragenden Juristen 
Am am 21. Juni  hat Ministerpräsident Weil Professor Dr. Ernst Gottfried Mahrenholz mit der höchsten Auszeichnung des Landes geehrt – der Niedersächsischen Landesmedaille.
Dr. Mahrenholz wird für seine Verdienste als Verfassungsrichter, herausragender Rechtswissenschaftler und für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Der 1929 in Göttingen geborene Mahrenholz bekleidete im Laufe seiner Karriere eine beeindruckende Zahl an Ämtern und Ehrenämtern. Als Persönlicher Referent des damaligen Ministerpräsidenten Hinrich Wilhelm Kopf, als Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, als Kultusminister und Mitglied des Landtages gestaltete er ein wichtiges Stück Nachkriegsgeschichte mit. In seiner Zeit als Direktor des Funkhauses Hannover sorgte er für eine größere Eigenständigkeit gegenüber der Hamburger Zentrale.1981 wurde er Mitglied des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts und1987 Vorsitzender des Zweiten Senates und Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts.
Im Amt des Verfassungsrichters galt Mahrenholz als strenger Hüter der Verfassung, als Verteidiger ihrer demokratischen Prinzipien und als Garant des in ihr niedergelegten freiheitlichen Denkens. Er galt und gilt als ein kritischer, streitbarer Geist, der sich nicht scheut, seine Auffassung zu äußern.
Auch sein ehrenamtliches Engagement wird mit der Landesmedaille gewürdigt. So ist Mahrenholz seit 1989 Mitglied der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung (DIJV), davon mehr als sechs Jahre deren Präsident und seit 2010 Ehrenpräsident.

Niedersächsische Staatskanzlei/Ute Micha/Sigrid Lappe

Veröffentlicht 21.06.2019