KINOLEINWAND und GAMES


"Mach Dein Ding" - nur keine Panik!

Udonaut kommt zur Premiere seines Films ins Grand Astor 

Wie es nun mal seine Art ist, tänzelt der Udonaut Udo Lindenberg locker-flockig über den roten Teppich und auf der Bühne, er genießt das Blitzlichtgewitter sichtlich - und macht sein Ding!

Am Samstagabend landete der Udonaut zur Panik-Premiere seines Films im Astor-Kino – kurzerhand zum Udoversum umbenannt. "Eine sehr herzliche Begrüßung, eine echte Liebeserklärung", kam Udo Lindenberg so richtig ins schwärmen und nuschelte wie immer: "Hannover, richtige Rock'n Roll-Stadt, Hardrock-City."

Die Premiere seines Films flimmerte gleich in zwei Sälen über die Leinwand. 

Lindenberg: "Der Film ist meeeegaaaa geil! Sehr emotional, hat mich tief berührt." Wie immer, mischten  sich ein paar Promis unter die Besucher, wie zum Beispiel Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Sponsor Dirk Rossmann, Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) und Exkanzler Christian Wulf kamen gern ins „Udoversum“.

Am 16. Januar kommt der Film "Lindenberg! Mach dein Ding" bundesweit in die Kinos.

(v. l. n. r.) Jan Bülow (Darsteller Udo Lindenberg), Regisseurin Hermine Huntgeburth, Udo Lindenberg, Max von der Groeben (Darsteller: Steffi Stephan)

Ute Micha, Presse Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Fotos Reza Salimi-Asl

12.01.2020


Regisseurs Veit Helmer total!

Auftakt am 22. Januar in Anwesenheit des Filmemachers

Das Kommunale Kino Hannover (KoKi) zeigt eine Werkschau des hannoverschen Filmemachers Veit Helmer. Er setzt mit seinen Filmen ganz eigene Akzente und hebt sich damit vom Mainstream der deutschen Kinoszene ab.

Bis zum 13. Februar ehrt das KoKi im Künstlerhaus mit einer Werkschau das Schaffen Helmers. Zum Auftakt „Tuvalu + Kurzfilme“ am 22. Januar ab 19 Uhr ist der hannoversche Filmemacher zurück in seiner Heimatstadt.

Veit Helmer ist ein Unikat im deutschen Film, womöglich sogar im europäischen. Sein Werk ist abwechslungsreich und immer wieder überraschend. Dennoch kann man sich immer auf eines verlassen, wenn man in einen Helmerfilm geht: Es wird ein unvergessliches Erlebnis (Foto Baikonur, 23.02.)!

Er lässt sich schwer festlegen. Er dreht überall auf dem Globus, lehrt an ebenso vielen und verschiedenen Filmhochschulen, experimentiert mit Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilm. Dabei kommt dann auch schon einmal ein Stummfilm in Ascherbaidschan heraus, in dem Bewohner der Länder mitspielen. In seinen Filmen wird zumeist wenig bis gar nicht gesprochen. Ganz in der Tradition des Stummfilmes nutzt Helmer expressives Spiel, Mimik, Musik und visuelle Gags, um seinen Filmen Klang und Rhythmus zu geben. Durch die hohe Musikalität seiner Inszenierung vergisst man rasch, dass der Film oft im Grunde stumm ist.

Die Werkschau spiegelt Helmers großen Vorliebe und Stärke wider: Das Absurde. Nicht umsonst taufte er seinen 2008 erschienenen Film auch ABSURDISTAN. Die Orte in Veit Helmers Filmen sind eigentümliche Mischungen aus einerseits grotesken Fantasiewelten und andererseits einem genauen Blick für die Kultur und Eigenheiten der Regionen, in denen die Filme grob angesiedelt sind.

Das Programm:

22. Januar, 19 Uhr: Tuvalu + Kurzfilme Veit Helmer, Deutschland 1998/1999, 92‘, mit Denis Lavant, Chulpan Hamatova, Philippe Clay, EJ Callahan, zu Gast: Veit Helmer. Der Fensterputzer D 1994, 7‘55‘‘, mit Diana Abu Samra, Ercan Inci

Surprise D 1995, 6‘09‘‘ und Uzbek Express D/Usbekistan 2001, 6‘13‘‘ o.D.

23. Januar, 18 Uhr: Vom Lokführer, der die Liebe suchte... Veit Helmer, Deutschland 2018, 90‘, mit Miki Manojlovic, Paz Vega, Denis Lavant

25. Januar, 16 Uhr; Quatsch und die Nasenbärbande Veit Helmer, Deutschland 2014, 83‘, FSK 0, mit Nora Börner, Justin Wilke, Charlotte Röbig, Pieter Dejan Budak

29. Januar, 17.30 Uhr : Tor zum Himmel Veit Helmer, Deutschland 2003, 92‘, mit Valera Nikolaev, Masumi Makhija, Miki Manojlovic, Sotigui Kouyaté

3. Febraur, 18 Uhr: Behind the Couch Veit Helmer, Deutschland 2005, 70‘, dt.U. (englisch)

9. Februar, 18 Uhr: Absurdistan Veit Helmer, Deutschland 2006-2008, 87‘, mit Kristýna Malérová, Max Mauff, Nino Chkeidze, Vlasta Velisavljevic, Hendrik Arnst, Olga Nefjodova

13. Februar, 18 Uhr: Baikonur Veit Helmer, Deutschland/Russland/Kasachstan 2010/2011, 95‘, mit Alexander Asochakov, Marie de Villepin, Sitora Farmonova, Erbulat Toguzakov, Waléra Kanischtscheff

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

15.01.2020


Gesucht: Die besten Kurzfilme aus der Region und umliegenden Landkreis

Hannover Filmklappe: Mach deinen eigenen Film – und bewirb dich!

Social Spot oder Musik-Clip, Dokumentation oder Zeichentrick: Das Medienzentrum der Region Hannover sucht die besten Nachwuchsfilmer. Der Kurzfilmwettbewerb „Hannover Filmklappe“ geht in die 13. Runde und richtet sich an Kinder und Jugendliche, die Spaß daran haben, einen eigenen Film zu produzieren.

Mitmachen können cineastische „Einzelkämpfer“ oder Arbeitsgemeinschaften, Kindergartengruppen oder Schulklassen aus der Region Hannover und den Landkreisen Celle, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden und Schaumburg. Einfach ein Video drehen und einreichen.

Werben für die Teilnahme bei der „Hannover Filmklappe 2019“: (v. l.) Vorjahressieger Jasper Winkler, Bildungsdezernent Ulf-Birger Franz und Vorjahressieger Luis Nickel. Foto Region Hannover  

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2020.

„In Zeiten von Smartphone, Tablet und Streaming-TV wird das Thema Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche immer wichtiger. Deshalb möchten wir junge Filmemacher*innen dazu ermutigen, sich in eigener Regie mit dem Medium Film auseinander zu setzen und selbst einen Kurzfilm zu produzieren“, sagt Ulf-Birger Franz, Bildungsdezernent der Region Hannover.

Eine professionelle Jury ermittelt bis zu fünf erst- und zweitplatzierte Gewinnerfilme, die dann im März 2020 bei einer feierlichen Preisverleihung im Kino am Raschplatz ausgezeichnet werden. Die Erstplatzierten treten einige Monate später auf Landesebene bei der „Niedersachsen Filmklappe" an.

„Wichtig ist, dass die Teilnehmer*innen zum Zeitpunkt der Filmproduktion noch eine Schule oder eine KiTa besucht haben, und dass der Film bis zum Einsendeschluss nicht älter als ein Jahr alt ist“, erklärt Uwe Plasger, medienpädagogischer Berater im Medienzentrum der Region. Thema und Genre des Filmbeitrags können frei gewählt werden.

Die Filmelänge darf zwölf Minuten (ohne Abspann) nicht überschreiten, auch sollten die Teilnehmenden Urheberrechte beachten. Anfänger*innen können sich Hilfe beim Medienzentrum der Region oder in ihrem Landkreis holen. „Wir beraten und unterstützen gern und stellen bei Bedarf auch Videoausrüstung und Schnittplätze zur Verfügung“, sagt Andreas Holte, Leiter des Medienzentrums der Region Hannover.

Schirmherr ist Regionspräsident Hauke Jagau, finanziert wird der Wettbewerb vom Medienzentrum der Region und von den teilnehmenden Nachbarlandkreisen. Das Niedersächsische Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) sowie gute Lichtspielhäuser fördern und unterstützen den Wettbewerb.

Detaillierte Teilnahmebedingungen und den Anmeldebogen für die Hannover Filmklappe gibt es unter mzrh oder filmklappe. Wer Fragen zum Wettbewerb hat, kann sich per E-Mail an Uwe Plasger wenden: uwe.plasger(et)mzrh.de. 

Region/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.06.2019


To the Movies 2020: Jetzt für die Junge Filmschule bewerben!

Workshopreihe für Kinder und Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren

Von der ersten Idee bis zum fertigen Film: „To the Movies 2020! Die Junge Filmschule der Region Hannover“ bietet interessierten Nachwuchstalenten das vollständige Programm. Die siebte Auflage der Workshop-Reihe des Medienzentrums der Region richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren. Wer dabei ist, kann sich zwischen März und Juni auf sieben spannende Workshop-Tage freuen – jeweils an einem Samstag von 10 bis 16.30 Uhr. 

Bewerbungsschluss ist der 20. Februar 2020. „Die Seminare der Jungen Filmschule sollen junge Menschen begeistern, ihre eigenen Filme zu drehen und dabei herauszufinden, in welchem Bereich einer Filmproduktion sie sich wohl fühlen.

Lernen im Workshop die Drei-Punkt-Beleuchtung kennen: Die Teilnehmer*innen der Jungen Filmschule. Foto: Medienzentrum der Region Hannover.  

Drehbuch, Regie, Kameramann, Toningenieurin oder Schauspieler - vieles ist möglich“, sagt Uwe Plasger, medienpädagogischer Berater und Organisator der Jungen Filmschule.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Veranstaltungsort ist das Studio des Medienzentrums der Region, Altenbekener Damm 79. Informationen und der Bewerbungsbogen unter to-the-movies.

Die ausgewählten Bewerber*innen dürfen sich auf intensive Seminare mit erfahrenen Profis aus der Filmbranche freuen. Das Equipment für die Produktion der Filme wird bei Bedarf vom Medienzentrum der Region gestellt – von der Kamera über Licht und Ton bis hin zum Arbeitsplatz für den Schnitt. Und nicht nur das: "Die Filme, die im Rahmen der Filmschule entstehen, haben bei Schülerfilmwettbewerben stets gute Chancen auf eine Platzierung“, versichert Uwe Plasger.

Während und nach den Intensiv-Workshops produzieren die acht Nachwuchs-Filmteams je einen Kurzfilm. Ihre Premieren feiern die Produktionen bei einem internen Screening im Kino Hochhaus-Lichtspiele.

Auch der Filmemacher und Fotograf Martin Bargiel ist als Dozent dabei und wird den Schwerpunkt seiner Workshops auf das Thema Bildgestaltung legen. Zu den Themen Tonaufnahmen und Sounddesign bekommen die jungen Filmemacher*innen Insiderwissen vom Wolfenbütteler Toningenieur Henrik Cordes. neu im Team ist der Cutter Manuel Sanchez aus Hannover.

Die Junge Filmschule der Region ist ein Angebot des Medienzentrums zur Unterstützung schulischer und nicht schulischer Filmprojekte von Kindern und Jugendlichen. „Lernen, Filme zu sehen und Filme zu machen, ist ein Schwerpunkt“, sagt der Leiter des Zentrums, Andreas Holte.

Region/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

04.01.2019


Filmpreis - 27 kommen in die nächste Runde

Mehr als 2 000 Mitglieder der Filmakademie werden die Kandidaten sichten 

Es wird so richtig spannend, denn Filme wie "Berlin Alexanderplatz" von Burhan Qurbani, "Auerhaus" von Neele Leana Vollmer und "7500" von Patrick Vollrath sind bei der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis eine Runde weiter.

Insgesamt wurden 27 Spielfilme ausgewählt, wie die Deutsche Filmakademie am Dienstag mitteilte. Dabei sind auch "Deutschstunde" von Christian Schwochow, "Lara" von Blaz Kutin und natürlich auch der Udo Lindenberg-Film "Mach dein Ding" und "Der Fall Collini" von Marco Kreuzpaintner.  In der Auswahl sind auch acht Kinderfilme. Mehr als 2 000 Mitglieder der Filmakademie werden die Kandidaten nun sichten.

deutscher-filmpreis/vorauswahl/

Am 11. März werden die Nominierungen bekannt gegeben, der Filmpreis soll am 24. April in Berlin verliehen werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

07.01.2020


Millionenförderung für Film- und Fernsehproduktionen

Auch Film über Hans Alber wird von nordmedia gefördert 

Serien, Musik-Acts, Games und Dokumentationen für Groß und Klein: nordmedia fördert 64 Projekte mit rund 4 Mio. Euro

nordmedia hat in der dritten Förderrunde 2019 Fördermittel von knapp vier Millionen Euro für 64 Projekte vergeben. Unterstützt wurden u.a. fünf Drehbuch-, Stoff- und eine Projektentwicklung, 31 Film- und Fernsehproduktionen, drei Maßnahmen im Bereich Verleih/Vertrieb/Verbreitung, neun Abspiel-, Präsentations- und eine Qualifizierungsmaßnahme. 

Die höchste Fördersumme erhält mit 355.000 Euro das Dokudrama „Albers & Burg“, produziert von Zeitsprung Pictures GmbH. Es erzählt die Liebesgeschichte des deutschen Schauspielers Hans Albers (Ken Duken, Foto lks. Constantin) und der jüdischen Schauspielerin Hansi Burg (Picco von Grote) zur Zeit der Nazi-Diktatur. Die Dreharbeiten starten am 14. Januar 2020 u. a. in Niedersachsen.

Die internationale TV-Kinderserie „The Voyager – Call of the Vikings“ der Gebrüder Beetz Filmproduktion in Lüneburg erhält 250.000 Euro für zehn Folgen des actiongeladenen Zeitreise-Abenteuers.

Das Fernsehspiel und Regiedebüt „Sörensen hat Angst“ von Schauspieler Bjarne Mädel (Foto r.) erhält 160.000 Euro Förderung. In der Romanverfilmung der erfolgreichen Buchreihe „Sörensen ermittelt“ von Sven Stricker wird neben Matthias Brandt, Anne Ratte-Polle und Peter Kurth Bjarne Mädel die Hauptrolle spielen. Mit 150.000 Euro wird der Kinofilm „Cindyella“ gefördert, der teilweise im Harz gedreht wird. 

Die Katastrophenserie „Sløborn“ (Regie: Christian Alvart) von Syrreal Entertainment mit Dreh auf Norderney, ist mit 120.000 Euro und der Dokumentarfilm „Hyper, Hyper - H.P. Baxxter und Scooter“ mit 80.000 Euro dabei. 

Der nächste Einreichtermin ist der 23. April 2020.

     Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

09.01.2020 


Leinwand frei: Zwei Kurzfilme aus Hannover

In der Region gedrehte Kurzfilme wurden beim cast&cut-Preview präsentiert

Zwei in der Region Hannover gedrehte Kurzfilme wurden im Rahmen der cast&cut-Preview im Kino im Künstlerhaus präsentiert. Etwa 160 Gäste aus der Film- und Kunstszene feierten mit den cast&cut-Stipendiaten Henrietta Langholz und Kenji Ouellet. Für die Stipendiengeber Stiftung Kulturregion Hannover und nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen begrüßten Hauke Jagau, Vorstand der Stiftung Kulturregion Hannover und Jochen Coldewey, Bereichsleiter Film- und Medienförderung der nordmedia, die Gäste.

V.l.n.r.: Regionspräsident Hauke Jagau, Geschäftsführerin Stiftung Kulturregion, Anja Römisch, cast&cut-Stipendiatin Henrietta Langholz, cast&cut-Stipendiat Kenji Ouellet und Bereichsleiter Film- und Medienförderung der nordmedia Jochen Coldewey. Foto: cast&cut/Helge Krückenberg

Die Journalistin Regine Stünkel sprach mit den FilmemacherInnen und Mitgliedern der Filmteams über ihre Dreharbeiten in der Region Hannover.

So drehte Henrietta Langholz ihren technisch sehr aufwändigen 360°-Kurzfilm im Skatepark Linden am Ihme-Ufer. Ein bildgewaltiger experimenteller Thriller von Kenji Ouellet entstand im Herrenhaus des Hermannshofs Völksen und in einem Klinikum in der Region Hannover.

Henrietta Langholz, *1981 in Dissen/Teutoburger Wald, besuchte die Fachoberschule für Gestaltung in Bremen, und absolvierte mehrere Fotografie-Praktika, bevor sie Visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste Hamburg studierte und 2015 bei Angela Schanelec und Wim Wenders abschloss. Neben dem Studium leitete sie zahlreiche Projekte kultureller Bildung.

In der ersten Jahreshälfte 2018 war Henrietta Langholz in der Stipendienstätte Villa Minimo zu Gast und drehte hier ihren Kurzspielfilm GEBURTSTAG (9 min.). Der Film wurde sowohl für die zweidimensionale Kinoleinwand als auch für den virtuellen Raum konzipiert. Er thematisiert die Nöte eines getrennten Paares, das eine gemeinsame Tochter erzieht.

Kenji Ouellet, *1979 in Quebec/Kanada, hat eine Ausbildung als klassischer Pianist an der Université Laval in Quebec und der City University of New York durchlaufen. Er schloss ein Studium der Digitalen Kunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien sowie der Experimentellen Mediengestaltung an der Universität der Künste Berlin an. Mit seinen Videoarbeiten und experimentellen Filmen war er erfolgreich auf internationalen Ausstellungen und Festivals unterwegs und erhielt zahlreiche Preise.

Villa Minimo: Hier lässt es sich gut arbeiten!

Ouellet war in der zweiten Jahreshälfte 2018 in Hannover zu Gast. Hier arbeitete er an dem experimentellen Kurzfilm CLARK OF GREEEN GABELS (20 min.). Der Film ist eine Art Psychothriller, der aus einer dichten, manchmal extravaganten Verkettung von überraschenden Wendungen und Zeitsprüngen besteht und nahtlos zu seinem Anfang wiederkehrt. 

Seit 17 Jahren vergeben die Stiftung Kulturregion Hannover und die nordmedia gemeinsam das bundesweit einzigartige Kurzfilmstipendium cast&cut. Es ermöglicht Nachwuchs-RegisseurInnen für jeweils sechs Monate nach Hannover zu kommen und hier ein Kurzfilmprojekt zu verwirklichen. Das Stipendium ist mit 20.000 Euro und einem monatlichen Stipendiengeld ausgestattet. Die StipendiatInnen wohnen in der Villa Minimo in Hannover-List, das vom Wohnungsunternehmen Gundlach kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.


Filmförderung wird neu aufgestellt

Mehr Geld für Filmprojekte über und aus Hannover

Mit der Filmförderung unterstützt das Kulturbüro der Stadt Hannover Film- und Medienprojekte, die einen Bezug zu Hannover haben, entweder hier realisiert oder von hannoverschen Filmemacher*innen umgesetzt werden. Der Förderschwerpunkt liegt auf Filmproduktionen sowie Film- und Medienprojekten wie Filmvorführungen, Postproduktionen, Drehbuch- und Projektentwicklungen. Ziel ist es, mit neuen Akzenten insbesondere kleine Formate und experimentelle Projektideen zu realisieren und die hannoversche Filmszene zu beleben. Zuständig ist im Kulturbüro der Bereich „Junge Kultur“.

2019 ist die Filmförderung von 15.870 Euro (2018) auf 23.870 Euro erhöht worden. die Höchstfördersumme beträgt 3.000 Euro. Die Auswahl der Projekte wird in Zusammenarbeit mit einem Fachgremium getroffen, das vom Film- und Medienbüro Niedersachsen ausgewählt wird.

Förderanträge können unter hannover/filmfoerderung heruntergeladen werden und zum 1. Mai und 1. November eines Jahres für das Folgejahr gestellt werden.

In diesem Jahr sind im Kulturbüro 14 Anträge eingegangen, davon wurden acht mit voller Antragssumme gefördert. Unter den geförderten Projekten der jungen Filmemacher*innen finden sich neben Dokumentarfilmen und Spielfilmtrailern auch Filmvorführungen und ein Video-Diskussionsformat.

In den vergangenen Jahren sind einige geförderte Produktionen auf bundesweiten und internationalen Festivals gezeigt und prämiert worden. Auch im Jahrgang der Filmförderung 2019 zeichnen sich bereits Erfolge ab.

So entsteht der Kurzfilm „Inner Space“ von Tosh Leykum als Beitrag zum „Secret Film Festival New York“ und das Drehbuch des Dramas „Argument for the Existence of the Island Saudadia“ vom Filmemacher Constantin Maier wurde u. a. mit dem Preis für das beste Action Adventure Drehbuch beim „Richmond International Film Festival“ ausgezeichnet, und der Spielfilm, der auf Grundlage des Drehbuchs produziert wird, wird durch die städtische Filmförderung unterstützt.

Anna-Sophia Leist steht für das Video-Diskussionsformat „Hannover spricht“. Geplant sind bis zu drei Teile mit unterschiedlichen Teilnehmer*innen und Themen. Dabei sollen Themen, die die Bürger*innen beschäftigen, in einem Diskussionsformat von verschiedenen Seiten beleuchtet werden.

LHH/Sigrid Lappe/Ute Micha


CLOSEUP Bremen: Wenn aus Ideen Formate werden

Ausgezeichnete Teams treffen auf neue StipendiatInnen

Bremer Teamgeist und Innovation: Im Dezember 2018 starteten die ersten vier „Teams für neue Medienformate” mit dem nordmedia-Stipendium „CLOSEUP Bremen“ − finanziell unterstützt, beraten von Bremer Medienexpertinnen und –experten begleitet durch Workshops. Nach neun Monaten intensiver Arbeit präsentierten sie ihre Projekte erstmals öffentlich beim Radio Bremen Innovationstag im Rahmen des Fünften Filmfestes Bremen am 20. September 2019 im Atlantis Filmtheater.

„Bremen ist der perfekte Standort für innovative Medienformate – mit CLOSEUP Bremen unterstützen wir junge Teams mit neuen Ideen“, so Kristina Vogt, die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa und Kooperationspartnerin des Programms.

CLOSEUP Bremen, Koordination und Jury 2019 © nordmedia_Benjamin Eichler

Die Projekte des Jahrgangs 2018/19 könnten nicht unterschiedlicher sein: brandneue Multimediatools für freien Journalismus von der Genossenschaft RiffReporter, die handgezeichnete Science-Fiction Animationsserie „ALP“ von Yool N, das crossmediale Buch-Film-Projekt in Gebärdensprache „Text kommt in Bewegung“ der Literaturinitiative handverlesen und das dynamische Infotainment-Format „Wertmarke“ von The Visual Truth und Deichblick.

Ab November 2019 entstehen neue Bremer Gemeinschaftsprojekte: die Dramaserie „G-Town“ über die Straßen Bremens, Animationsclips für den Klima-Chatbot „KARL, der Ökobot“, das Serienformat „Music Match“ (AT) aus dem Studio Nord Bremen und „Ausgegrenzt.“, ein Web-Doku-Projekt über die Diskriminierung und erzwungene Dauermigration von Roma in Europa.

In den geplanten Formaten zeigt sich erneut die Vielfalt und kreative Energie am Standort: „Bremen hat lange Zeit geschlafen, was sein Potenzial für innovative Medienproduktionen angeht. Es ist toll zu sehen, wie viel in den letzten Jahren entstanden ist. Diese positive Entwicklung konnten wir auch an den Einreichungen sehen“, so Jury-Mitglied Duygu Gezen, Content-Strategin und Formatentwicklerin bei funk, dem Content-Netzwerk von ARD und ZDF.

Informationen zu den Projekten unter closeupbremen.

Nordmedia/Sigrid Lappe/Ute Micha


Vom kleinen Udo, mutigen Pfefferkörnern und gerissenen Spionen

nordmedia fördert 56 Projekte mit über 2,5 Mio. Euro

Der Vergabeausschuss der nordmedia hat in der ersten Förderrunde 2019 Fördermittel von bis zu 2.519.599,59 Euro für 56 Projekte vergeben.

Unterstützt wurden insgesamt acht Drehbuch- und Stoffentwicklungen, zwei Projektentwicklungen, 25 Film- und Fernsehproduktionen, zwei Postproduktionen, drei Maßnahmen im Bereich Verleih/Vertrieb/Verbreitung, drei Abspiel- und Präsentationsmaßnahmen, zwei Qualifizierungsmaßnahmen, vier Investitionen, drei Games sowie drei Projekte im Rahmen des Talentförderprogramms „mediatalents Niedersachsen“.

Die höchste Fördersumme erhält mit 431.177,02 Euro Christian Theedes Familienfilm „Die Pfefferkörner und der Schatz der Tiefsee“ (Nordfilm). Der Kinofilm „Lindenberg“ (Letterbox Filmproduktion) von Hermine Huntgeburth über das turbulente Leben des jungen Udo Lindenberg kann mit einer Förderung von 100.000 Euro rechnen. Im Film „Biopic" wirken u. a. Charly Hübner, Jan Bülow und Ruby O. Fee mit.

Kolja Maliks „Las Vegas“ (Junifilm) wird mit einer Fördersumme von bis zu 150.000 Euro zum Teil in Hannover umgesetzt. In dem Drama um einen Travestiekünstler sind u. a.  Lana Cooper und Robert Stadlober zu sehen.

Der sechsteiligen TV-Spionage-Serie „Spy City“ (H&V Entertainment) von Miguel Alexandre wurde eine Förderung von 100.000 Euro zugesprochen.

Zum Fördermittelaufkommen der nordmedia tragen die Länder Niedersachsen und Bremen sowie der NDR, das ZDF und Radio Bremen bei. Darüber hinaus wurden zur Sicherung von Fernsehnutzungsrechten insgesamt 425.657,16 Euro über die nordmedia als sogenannte Aufstockungsmittel des NDR an zehn geförderte Fernsehproduktionen vergeben.


Einreichtermine für alle Förderbereiche 2020

nordmedia-Förderungen rund um Kinos und Filme

Ist mein Projekt förderfähig? In welchen Förderbereich fällt es? Was muss ich vor Antragstellung noch klären, welche Unterlagen dürfen auf keinen Fall fehlen? Ein überzeugender Antrag ist der erste Schritt, um an Fördermittel zu gelangen. Gern berät nordmedia deshalb noch vor Einreichung Ihres Antrags. Hier finden Sie die einzelnen Förderbereiche und die jeweiligen Ansprechpartner.

nordmedia /Sigrid Lappe, Hannover Woche


Talentförderprogramm „mediatalents“

nordmedia unterstützt Nachwuchsprojekte

Im Rahmen ihres Talentförderprogramms „mediatalents“ förderte nordmedia seit Dezember 2016 bis jetzt in Niedersachsen insgesamt 29 Projekte mit rund 213.000 Euro. Für das Projekt stellt das Land Niedersachsen der nordmedia jährlich ein Budget von 150 000 Euro zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, talentierte Film- und Medienschaffende zu entdecken, zu fördern und ihnen eine Starthilfe zu geben. nordmedia führt das Programm im zusammen mit dem Film- und Medienbüro Niedersachsen durch.

Förderfähig sind qualitativ anspruchsvolle audiovisuelle Projekte junger Talente, die überwiegend in Niedersachsen realisiert werden sollen. Die Filmemacher sollten außerdem noch nicht mehr als drei längere Filmprojekte realisiert haben. Ausgewählt werden die Projekte durch eine unabhängige Jury.

Informationen zu den Förderungen unter nordmedia.de/pages/foerderung/foerderbereiche/mediatalents

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


GOP jetzt auch im Kino

„Like butter on toast“ bringt die Varieteszene auf die Leinwand

In diesem wunderbaren Film sind das Varieté-Theater GOP und seine Künstler das Thema. „Like butter on toast" hatte am 8. April im Kino am Raschplatz bereits eine Vorpremiere und die jungen Filmemacher Dominik Junker, Norman Krüger und Christian Hyla stellten den Film persönlich vor.

Sie begleiteten die Protagonisten 20 Monate lang in etwa rund um die Welt und vermitteln so ganz ungekannte Einblicke in die magische Welt des Varietés. Der Kinobesucher erlebt die Leidenschaft der Artisten, die sie von Kindesbeinen bis ins Alter prägt.

Werner Buss, Direktor des GOP Varieté-Theaters Hannover und Kreativchef der GOP Entertainment Group, der auch im Film zu Wort kommt, konnte und wollte bei der Premiere seine Rührung nicht verbergen. Es ist ein mitreißender Film, in dem das Filmteam auch viele witzige Momente einfangen konnte.

Kinostart war der 6. Mai 2019.

Werner Buss. Foto Bernd Schwabe

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Filmkulisse Wald

nordmedia und Niedersächsische Landesforsten haben ein Kooperationsprojekt

Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften als größter Waldeigentümer Niedersachsens rund ein Drittel der niedersächsischen Wälder. Die Flächen erstrecken sich von der Nordseeküste bis in den Harz, von der holländischen Grenze bis ins Wendland.

Um das Potenzial dieses landschaftlich vielfältigen Gebietes mit interessanten und abwechslungsreichen Natur- und Lebensräumen auch als Film-Location bekannter zu machen und die regionalen Ansprechpartner in den Forstämtern vor Ort besser auf Dreharbeiten vorzubereiten, haben die Niedersächsischen Landesforsten gemeinsam mit der nordmedia Film Commission im Mai 2019 das Projekt „Filmkulisse Wald“ gestartet. Denn als Filmkulisse haben die Wälder der Niedersächsischen Landesforsten vieles zu bieten: von undurchdringlichen Dickichen bis zum hallenartigen Baumwuchs, von Buche und Fichte bis hin zu Eiche und Kiefer, von Wirtschaftswald bis Wildnisgebiet.

Neben Waldbildern in ihrer ganzen Vielfalt gibt es im Gebiet der Niedersächsischen Landesforsten auch viel Landschaft, Wiesen, Heideflächen, Gewässer oder Steinbrüche. Auch Jagdhütten können Film-Locations werden. Im Rahmen des Projekts „Filmkulisse Wald" sollen fortlaufend neue, für Dreharbeiten oder Foto-Shootings interessante Gebiete der Niedersächsischen Landesforsten im Location Guide und auf der Film Commission-Seite der nordmedia vorgestellt werden.

Weitere Informationen unter nordmedia-filmcommission

nordmedia/S. Lappe, Hannover Woche/U. Micha, Presse Dienst Nord


Filmfreundinnen und –freunde finden Online-Angebot

Mit „filmfriend“ bietet die Stadtbibliothek ein online-Angebot mit tollen Filmen

Europa und auch Deutschland haben einen großen Schatz an weltberühmten Filmen, online zugänglich sind davon die wenigsten. Ein neuer Streaming-Dienst füllt diese Lücke. „filmfriend“ ist ein Filmportal für Bibliotheken, das nun auch in der Stadtbibliothek Hannover an den Start geht. In das Video-On-Demand (VoD) Portal können sich BibliotheksnutzerInnen einloggen und Filme als Stream ansehen. „Unser Anliegen ist es, den Bibliothekskundinnen und –kunden umfangreiche elektronische Medienangebote ohne Zusatzkosten für sie zugänglich zu machen. ‚filmfriend‘ ist ein neuer, attraktiver Baustein in unserem Angebots-Portfolio“, erläutert Bibliotheksdirektorin Dr. Carola Schelle-Wolff.

„filmfriend“ ermöglicht den NutzerInnen der Stadtbibliothek Hannover erstmalig unbeschränkten Online-Zugang zu mehr als 1.000 Filmen. Der Katalog reicht von erfolgreichen Spiel- und Animationsfilmen, Filmklassikern über anspruchsvolle Dokumentationen bis hin zu internationalem Arthouse-Kino und beliebten Kinder- und TV-Serien. Außerdem sind kuratierte Filmreihen, Kultur-, Reise- und Musikdokumentationen sowie Filme zu Special Interest-Bereichen verfügbar.

Die Auswahl unter filmfriend

Das Log-in mit Bibliotheksausweisnummer und Passwort erfolgt ganz einfach über stadtbibliothek-hannover.de. Und schon startet der gewünschte Film - ohne extra Kosten.

Mit „filmfriend“ bietet die Stadtbibliothek Hannover komfortables, modernes und werbefreies Filmstreaming, das sowohl von zu Hause mit dem PC oder Mac als auch unterwegs mit Handys oder Tablets abrufbar ist.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Wie kriege ich Kontakt mit meinem Kind

Ein Film über ein aktuelles Problem

Mitte April hatten Katja Riemann und der Regisseur Marcus Richardt ihren Film GOLIATH96 im Kino am Raschplatz persönlich vorgestellt. Das Thema des Films ist hochaktuell: Seit über zwei Jahren hat Kristin (Katja Riemann) nicht mehr mit ihrem Sohn David (Nils Rovira-Munroz) gesprochen, obwohl sie unter einem Dach leben. David lehnt jeden Kontakt kategorisch ab. Das Leben in der gemeinsamen Wohnung ist zu einem gespenstischen Nebeneinander geworden, noch dazu verliert Kristin ihre Stelle in der Bank.

Entschlossen, die unerträgliche Situation zu beenden, will die alleinerziehende Mutter die Motive für Davids ablehnendes Verhalten ergründen. Sie erfährt, dass dieser in einem Internetforum für Drachenbau aktiv ist. Kristin nimmt Kontakt auf – inkognito. Schliesslich fasst David Vertrauen zu ihr. Euphorisch vor Glück übersieht Kristin, die mittlerweile fast alle ihre eigenen sozialen Kontakte gekappt hat, dass ihr Sohn sich in sie verliebt…

Mit GOLIATH96 gibt Regisseur Marcus Richardt, der zusammen mit Thomas Grabowsky auch für das Drehuch verantwortlich zeichnet, sein Regiedebüt: „GOLIATH96 erzählt von Menschen, die verlernt haben, miteinander zu reden. Den Widerspruch zwischen permanenter Verfügbarkeit durch Kommunikation und gleichzeitiger Vereinsamung und Individualisierung finde ich spannend und erschreckend zugleich“, so der Regisseur. Katja Riemann glänzt in der Rolle der verzweifelten Mutter. In weiteren Rollen sind Elisa Schlott, Jasmin Tabatabei und Jeffrey Biko zu sehen.

Der Film steht jetzt auf dem Spielplan des Kinos am Raschplatz – sehenswert vor allem für Alle, die mit dem Problematik zu kämpfen haben!

Schauen Sie mal rein: youtube/ und kinoamraschplatz-filmdetails

EPD Film / S. Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.04.2019


Filmemacher drehen einen Kurzfilm in der Region

cast&cut Kurzfilmstipendium 2019 geht an Jonas Riemer und Dolunay Gördüm

Die Regisseure Jonas Riemer und Dolunay Gördüm erhalten das Kurzfilmstipendium cast&cut der Stiftung Kulturregion Hannover und der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen. Für jeweils ein halbes Jahr sind die beiden Filmemacher in Hannover zu Gast und drehen einen Kurzfilm in der Region.

 Ideenschmiede Villa Minimo - Wohnraum und Atelier

Riemer, *1990 in Luckenwalde, begann bereits mit 12 Jahren Filme zu drehen. Er durchlief eine Ausbildung als Gestaltungstechnischer Assistent an der Medienschule Babelsberg und studierte Animation an der Filmuniversität Babelsberg. Er arbeitet als Animator, VXF Supervisor und Regisseur. Von Januar bis Juni 2019 wird Riemer in der Villa Minimo leben und den Dreh eines animierten Kurzfilms vorbereiten. Sein Film „Der übers Meer kam“ (Arbeitstitel) beschäftigt sich mit der wahren Geschichte eines Mannes, der einst in einem Schlauchboot über die deutsch-deutsche Grenze floh, heute jedoch die AfD wählt. 

Dolunay Gördüm, *1985 in Mayen, ist in Izmir (Türkei) aufgewachsen und lebt seit 2002 wieder in Deutschland. Am Berufskolleg Rheinbach machte eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten für Grafik. Bis 2017 studierte er an der Kunsthochschule für Medien Köln mit dem Schwerpunkt Buch und Regie, seitdem ist Gördüm freier Filmemacher im Bereich Film und Theater. In seiner Stipendienzeit von Juli bis Dezember 2019 möchte der Regisseur in Hannover an dem Kurzspielfilm „Ein echt deutscher Ausflug“ (AT) arbeiten. In der Komödie geht es um kulturelle Identität: Der achtjährige Ilkay lebt in der Türkei. Als er seinen deutschen Opa besucht, versucht dieser ihn zu „zivilisieren“, indem er einen echt deutschen Ausflug mit ihm unternimmt. 

Das cast&cut-Stipendium bietet für junge FilmemacherI*innen attraktive Leistungen: Es beinhaltet einen monatlichen Geldbetrag, einen Projektkostenzuschuss in Höhe von 15.000 Euro und Sponsorenleistungen über den Zeitraum eines halben Jahres. Das Wohnungsunternehmen Gundlach stellt den StipendiatInnen ein möbliertes Appartement in der Villa Minimo zur Verfügung.

Das in Deutschland einzigartige Kurzfilm-Stipendium wird seit 2003 vergeben. Bislang waren 33 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus ganz Deutschland in Hannover zu Gast und haben in der Region ihren cast&cut-Kurzfilm gedreht. Viele der Filme wurden auf internationalen Festivals (u.a. Cannes, Clermont-Ferrand, Oberhausen) und auch im Fernsehen gezeigt, einige erhielten namhafte Preise u.a. auch den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold.

Informationen nordmedia-castcut

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord