Rund um die Kinoleinwand


Wie kriege ich Kontakt mit meinem Kind

Ein Film über ein aktuelles Problem

Am 17. April kommen Katja Riemann und der Regisseur Marcus Richardt und stellen ihren Film GOLIATH96 im Kino am Raschplatz persönlich vor. Zum Inhalt: Seit über zwei Jahren hat Kristin (Katja Riemann) nicht mehr mit ihrem Sohn David (Nils Rovira-Munroz) gesprochen, obwohl sie unter einem Dach leben. David lehnt jeden Kontakt kategorisch ab. Das Leben in der gemeinsamen Wohnung ist zu einem gespenstischen Nebeneinander geworden, noch dazu verliert Kristin ihre Stelle in der Bank.

Entschlossen, die unerträgliche Situation zu beenden, will die alleinerziehende Mutter die Motive für Davids ablehnendes Verhalten ergründen. Sie erfährt, dass dieser in einem Internetforum für Drachenbau aktiv ist. Kristin nimmt Kontakt auf – inkognito. Schliesslich fasst David Vertrauen zu ihr. Euphorisch vor Glück übersieht Kristin, die mittlerweile fast alle sozialen Kontakte gekappt hat, dass ihr Sohn beginnt, sich in sie zu verlieben…

Mit GOLIATH96 gibt Regisseur Marcus Richardt, der zusammen mit Thomas Grabowsky auch für das Drehuch verantwortlich zeichnet, sein Regiedebüt: „GOLIATH96 erzählt von Menschen, die verlernt haben, miteinander zu reden. Den Widerspruch zwischen permanenter Verfügbarkeit durch Kommunikation und gleichzeitiger Vereinsamung und Individualisierung finde ich spannend und erschreckend zugleich“, so der Regisseur. Katja Riemann glänzt in der Rolle der verzweifelten Mutter. In weiteren Rollen sind Elisa Schlott, Jasmin Tabatabei und Jeffrey Biko zu sehen.

Der Film steht jetzt auf dem Spielplan des Kinos am Raschplatz – sehenswert vor allem für Alle, die mit dem Problematik zu kämpfen haben!

Schauen Sie mal rein: youtu.be/ und kinoamraschplatz-filmdetails

EPD Film / S. Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 14.04.2019


Förderung zahlt sich aus

Filmfördergesellschaft nordmedia sucht den Anschluss an das Serienfilmgeschäft

Und das Emsland soll groß heraus gebracht werden

Mehr als eine Million Zuschauer haben den Kinofilm die „Kleine Hexe“ gesehen. Regisseur Michael Schaerer konnte sich bei der Verfilmung des Kinderbuchklassikers über die finanzielle Hilfe von nordmedia freuen. Und die Förderer haben sich mit dem Drehort im Harz in Position gebracht, und dem Film seine ganz besondere Atmosphäre verliehen. Daß es im Harz zum Dreh kam, liegt an der Initiative, mit der sich nordmedia seit gut zwei Jahren gezielt für den Harz als Filmschauplatz einsetzt. Auch „Tom Sawyer“ und Fernsehkrimis wie „Harter Brocken“ oder „2 für alle Fälle“ waren im Harz unterwegs.

Hier gibt es für gute Ideen das Geld!

Nun soll die Erfolgsgeschichte „Drehort Harz“ auf andere Regionen ausgedehnt werden. Auf der Berlinale startet nordmedia die Werbung für das Emsland als attraktive Filmlandschaft. Man gibt zu, daß die Landschaft nicht leicht zu fassen ist, sie liege zwar im Norden, habe aber keine attraktive Küste, räumt der Bereichsleiter Film- und Medienförderung bei nordmedia, Jochen Coldeway, ein. Doch die Landschaft, die von Mooren sowie intensiver Agrarwirtschaft  und Industriestandorten, wie der Meyer-Werft geprägt sei, biete ebenso unverbrauchte Schauplätze. Und interessant sei auch die Nachbarschaft zu den Niederlanden: „Wir können uns sehr gut vorstellen, hier deutsch-holländische Gemeinschaftsproduktionen zu unterstützen", sagte Coldeway. Doch noch sind die Emsland-Filme eher Zukunftsmusik.

Im vergangenen Jahr wurden rund 70 Produktionen fertiggestellt, und es wurden mit rund 9,46 Millionen Euro 225 Projekte gefördert – wobei die Förderung im Durchschnitt 11 Prozent der Gesamtproduktionskosten ausmacht - die einen Regionaleffekt von 194 Prozent nach sich zogen, sagte nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Unterstützt wurden nicht nur Fernseh- und Kinofilme, sondern auch Computerspiele und die mit innovativer Technik von der hannoverschen TVN-Group realisierte Übertragung des Klassikkonzertes „Hannover Proms“ der NDR Radiophilharmonie in niedersächsische Kinos, die für den Geschäftsführer von nordmedia „eines der Highlights“ des vergangenen Förderjahres war. Nordmedia betont, daß Nachwuchsförderung und Filmkunst einen hohen Stellenwert bei der Förderung haben. 

Die Zahl der Förderanträge ist ebenso wie die Summe der vergebenen Gelder gegenüber den Vorjahren ungefähr gleich geblieben. Gefördert wird von nordmedia mit den Geldern der Länder Niedersachsen und Bremen, sowie vom NDR, Radio Bremen und dem ZDF. 

Auf einen Trend will nordmedia unbedingt aufspringen: Schäffer hält es für „sehr sinnvoll“ beim Genre Serie aktiv zu werden: „Da sind wir leider noch nicht dabei."

Sehr informativ: DIE FILME 2018 - Die Broschüre zu den nordmedia-geförderten Produktionen.

nordmedia 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.02.2019 


Filmfreundinnen und –freunde finden tolles Online-Angebot

Mit „filmfriend“ bietet die Stadtbibliothek ein online-Angebot mit tollen Filmen

Europa und auch Deutschland haben einen großen Schatz an weltberühmten Filmen, online zugänglich sind davon die wenigsten. Ein neuer Streaming-Dienst füllt diese Lücke. „filmfriend“ ist ein Filmportal für Bibliotheken, das nun auch in der Stadtbibliothek Hannover an den Start geht. In das Video-On-Demand (VoD) Portal können sich BibliotheksnutzerInnen einloggen und Filme als Stream ansehen. „Unser Anliegen ist es, den Bibliothekskundinnen und –kunden umfangreiche elektronische Medienangebote ohne Zusatzkosten für sie zugänglich zu machen. ‚filmfriend‘ ist ein neuer, attraktiver Baustein in unserem Angebots-Portfolio“, erläutert Bibliotheksdirektorin Dr. Carola Schelle-Wolff.

„filmfriend“ ermöglicht den NutzerInnen der Stadtbibliothek Hannover erstmalig unbeschränkten Online-Zugang zu mehr als 1.000 Filmen. Der Katalog reicht von erfolgreichen Spiel- und Animationsfilmen, Filmklassikern über anspruchsvolle Dokumentationen bis hin zu internationalem Arthouse-Kino und beliebten Kinder- und TV-Serien. Außerdem sind kuratierte Filmreihen, Kultur-, Reise- und Musikdokumentationen sowie Filme zu Special Interest-Bereichen verfügbar.

Die Auswahl zu sehen unter filmfriend.   

Mit „filmfriend“ bietet die Stadtbibliothek Hannover komfortables, modernes und werbefreies Filmstreaming, das sowohl von zu Hause mit dem PC oder Mac als auch unterwegs mit Handys oder Tablets abrufbar ist.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Talentförderprogramm „mediatalents“

nordmedia unterstützt Nachwuchsprojekte

Im Rahmen ihres Talentförderprogramms „mediatalents“ förderte nordmedia seit Dezember 2016 bis jetzt in Niedersachsen insgesamt 29 Projekte mit rund 213.000 Euro. Für das Projekt stellt das Land Niedersachsen der nordmedia jährlich ein Budget von 150 000 Euro zur Verfügung. Ziel des Programms ist es, talentierte Film- und Medienschaffende zu entdecken, zu fördern und ihnen eine Starthilfe zu geben. nordmedia führt das Programm im zusammen mit dem Film- und Medienbüro Niedersachsen durch.

Förderfähig sind qualitativ anspruchsvolle audiovisuelle Projekte junger Talente, die überwiegend in Niedersachsen realisiert werden sollen. Die Filmemacher sollten außerdem noch nicht mehr als drei längere Filmprojekte realisiert haben. Ausgewählt werden die Projekte durch eine unabhängige Jury.

Auch in diesem Jahr wird es Förderrunden geben: Die nächsten Einreichtermine sind der 9. Mai und 5. September 2019.

Informationen zu den Förderungen unter nordmedia.foerderbereiche/mediatalents

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 15.02.2019


Filmemacher drehen einen Kurzfilm in der Region

cast&cut Kurzfilmstipendium 2019 geht an Jonas Riemer und Dolunay Gördüm

Die Regisseure Jonas Riemer und Dolunay Gördüm erhalten das Kurzfilmstipendium cast&cut der Stiftung Kulturregion Hannover und der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen. Für jeweils ein halbes Jahr sind die beiden Filmemacher in Hannover zu Gast und drehen einen Kurzfilm in der Region.

 Ideenschmiede Villa Minimo - Wohnraum und Atelier

Riemer, *1990 in Luckenwalde, begann bereits mit 12 Jahren Filme zu drehen. Er durchlief eine Ausbildung als Gestaltungstechnischer Assistent an der Medienschule Babelsberg und studierte Animation an der Filmuniversität Babelsberg. Er arbeitet als Animator, VXF Supervisor und Regisseur. Von Januar bis Juni 2019 wird Riemer in der Villa Minimo leben und den Dreh eines animierten Kurzfilms vorbereiten. Sein Film „Der übers Meer kam“ (Arbeitstitel) beschäftigt sich mit der wahren Geschichte eines Mannes, der einst in einem Schlauchboot über die deutsch-deutsche Grenze floh, heute jedoch die AfD wählt. 

Dolunay Gördüm, *1985 in Mayen, ist in Izmir (Türkei) aufgewachsen und lebt seit 2002 wieder in Deutschland. Am Berufskolleg Rheinbach machte eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten für Grafik. Bis 2017 studierte er an der Kunsthochschule für Medien Köln mit dem Schwerpunkt Buch und Regie, seitdem ist Gördüm freier Filmemacher im Bereich Film und Theater. In seiner Stipendienzeit von Juli bis Dezember 2019 möchte der Regisseur in Hannover an dem Kurzspielfilm „Ein echt deutscher Ausflug“ (AT) arbeiten. In der Komödie geht es um kulturelle Identität: Der achtjährige Ilkay lebt in der Türkei. Als er seinen deutschen Opa besucht, versucht dieser ihn zu „zivilisieren“, indem er einen echt deutschen Ausflug mit ihm unternimmt. 

Das cast&cut-Stipendium bietet für junge FilmemacherI*innen attraktive Leistungen: Es beinhaltet einen monatlichen Geldbetrag, einen Projektkostenzuschuss in Höhe von 15.000 Euro und Sponsorenleistungen über den Zeitraum eines halben Jahres. Das Wohnungsunternehmen Gundlach stellt den StipendiatInnen ein möbliertes Appartement in der Villa Minimo zur Verfügung.

Das in Deutschland einzigartige Kurzfilm-Stipendium wird seit 2003 vergeben. Bislang waren 33 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus ganz Deutschland in Hannover zu Gast und haben in der Region ihren cast&cut-Kurzfilm gedreht. Viele der Filme wurden auf internationalen Festivals (u.a. Cannes, Clermont-Ferrand, Oberhausen) und auch im Fernsehen gezeigt, einige erhielten namhafte Preise u.a. auch den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold.

Informationen nordmedia/castcut

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Einreichtermine für alle Förderbereiche 2019

nordmedia-Förderungen rund um Kinos und Filme

Ist mein Projekt förderfähig? In welchen Förderbereich fällt es? Was muss ich vor Antragstellung noch klären, welche Unterlagen dürfen auf keinen Fall fehlen? Ein überzeugender Antrag ist der erste Schritt, um an Fördermittel zu gelangen. Gern berät nordmedia deshalb noch vor Einreichung Ihres Antrags. Hier finden Sie die einzelnen Förderbereiche und die jeweiligen Ansprechpartner.

Einreichtermine für alle Förderbereiche 2019:

Einreichtermin: 25.04.2019, Sitzungstermin Vergabeausschuss: 03.07.2019

Einreichtermin: 22.08.2019, Sitzungstermin Vergabeausschuss: 30.10.2019

Eine Einreichung ist zwischen den veröffentlichten Einreichterminen laufend möglich. Die genannten Einreichtermine stellen jedoch eine Ausschlussfrist dar, bis zu deren Ablauf (17 Uhr am Tage des Einreichtermins) ein ausgedruckter und unterschriebener Antrag spätestens bei der nordmedia postalisch oder persönlich bzw. per Kurier eingegangen sein muss. 

nordmedia  / Sigrid Lappe, Hannover Woche