TANZ - OPER - SCHAUSPIEL

 

„Einer von uns“ im Schauspiel mit Bühnenbild von Lars Ø Ramberg

Konzeptkünstler entwickelt Installation zur Inszenierung über die Attentate in Norwegen

Lars Ø. Ramberg, der international ausstellt und auf den Biennalen in Venedig und Saõ Paolo vertreten war, arbeitet zusammen mit der Bühnen- und Kostümbildnerin Ditteke Waidelich an einer Installation, die gleichzeitig das Bühnenbild für das Stück „Einer von uns.Spurensuche nach dem 22. Juli 2011“. Das Stück, das sich mit den Folgen der Attentate in Oslo und auf der Ferieninsel Utøya, bei dem Anders Breivik insgesamt 77 Menschen tötete, im Schauspiel Hannover auseinandersetzt.

Ramberg ist in Deutschland u. a. durch „Palast des Zweifels“ (Foto r.) aus dem Jahr 2005 bekannt, als er den Palast der Republik in Berlin zur Installation machte und damit eine öffentliche Debatte anstieß.

Lars Ramberg. Foto (c) Tom A. Kolstad

Die Inszenierung „Einer von uns“ entsteht in Koproduktion mit dem Osloer Det Norske Teatret, Regie führt dessen Intendant Erik Ulfsby. Es ist die erste Koproduktion mit einem deutsch-norwegischen Ensemble und die zweite Regiearbeit von Erik Ulfsby am Schauspiel Hannover.

Ramberg beschäftigt sich kritisch mit Themen wie nationaler Identität, Symbolarchitektur und Sprache als kollektivem Referenzrahmen, indem er in seinen Arbeiten eine vorhandene Geschichte bearbeitet und manipuliert oder die vorherrschende Geschichtsschreibung hinterfragt.

Die Installation von Lars Ø Ramberg ist eine Stunde vor Beginn jeder Vorstellung auf der geöffneten Bühne in Cumberland zu besichtigen. „Einer von uns“  wird nur zehn Mal in Cumberland gezeigt: Uraufführung war am 20. März, weitere Vorstellungen 21. und 22. März, 6., 7. und 9. April, 8., 9. und 10. Mai, jeweils 20 Uhr, Karten 25 Euro.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


App-Oper geht in die heiße Phase

Einblick in die Liebesgeschichte „Eurydike Forever“

Am 30. März um 15.30 Uhr zeigen 100 Jugendliche im Lister Turm, was sie geschafft haben.  Dass Orpheus in die Unterwelt hinabsteigt, um „seine“ Eurydike in die Welt der Lebenden zurück zu holen, erfordert Mut – und zeugt von großer Liebe. Doch wie kam diese Beziehung überhaupt zustande, welche Geschichte verband diese beiden tragisch Liebenden, bevor der Tod Eurydike aus dem Spiel nahm?

Mit dieser Frage haben sich die 100 Jugendlichen, die die erste App-Oper „Unterwelt“ entwickeln, in den letzten Wochen in Workshops beschäftigt. Sie geben nun in einer kleinen Werkschau im Stadtteilzentrum Lister Turm Einblick in ihre Ideen zu dieser Liebesgeschichte unter dem Titel „Eurydike Forever“.

Ab den Osterferien geht dann die Arbeit an der App-Oper „Unterwelt“, die in Kooperation von Staatsoper Hannover, MusikZentrum Hannover und der Landeshauptstadt Hannover in der Regie von Martin G. Berger und Jonas Egloff entsteht, in die heiße Phase. An deren Ende stehen drei Aufführungen im Opernhaus, in denen Jugendliche auf Opernsänger und Tablets auf Staatsorchester treffen. Premiere ist am Sonnabend, den 29. Juni 2019 im Opernhaus.

Presse Staatsoper

Veröffentlicht 23.03.2019


Staatsopern-Clubs stellen eigene Produktion vor

Club-Projekte der Staatsoper kommen auf die Bühne

Auch in diesem Jahr arbeiteten viele Kinder und Jugendlichen in diversen Club-Projekten der Staatsoper Hannover an eigenen Produktionen. Gemeinsam mit den Theaterpädagogen des Hauses erdachten die Teilnehmer*innen eigene Geschichten, erschufen Bühnen- und Kostümbilder. Jetzt feiern zwei dieser Produktionen Premiere.

Am 23. März ist das Stück „Körperkonferenz“ des Club XS, eine Produktion der acht- bis elf-jährigen auf der Probenbühne 2 im Opernhaus zu erleben.

Mit Feuer und Flamme dabei: Die Teilnehmer an den Club-Projekten

Es geht um die Entscheidungszentralen des menschlichen Körpers – das emotionale Herz, das analytische Gehirn und der intuitive Bauch. Wenn auf diese drei Organe dann auch noch das Gewissen trifft, kommt es zu einigem Hin und Her!

Die etwas älteren Teilnehmer*innen vom Club XM haben sich in den vergangenen Monaten mit dem Thema „Zeit“ beschäftigt. In „Nirgendwann“, ab 30. März ebenfalls auf der Probenbühne 2 zu sehen, finden die Jugendlichen zwischen elf und dreizehn Jahren eine Zeitkamera und werden so mitten in ein Abenteuer hinein gesogen.

Tickets für 6,50 Euro sind an den Kassen der Staatstheater Hannover oder per Telefon unter 0511 99 99 11 11 erhältlich. Treffpunkt ist jeweils am Bühneneingang der Oper. 

 Presse Staatsoper

Veröffentlicht 20.03.2019


Tanzstück Hikikomori mit hundert Statistinnen und Statisten

Landerer&Company und Schauspiel mit Tanztheater "Hikikomori"

Seit geraumer Zeit ist ein sonderbares und stark anwachsendes Phänomen zu beobachten, dem der japanische Psychologe Tamaki Saito den Namen "Hikikomori" gab. Es bezeichnet Menschen, die sich vor dem Leben verstecken, sich zurückziehen in ein Zimmer und über Monate, sogar Jahre, das Haus nicht mehr verlassen und stattdessen in digitale Parallelwelten abtauchen. Menschliche Begegnungen und Berührungen finden nicht mehr statt, sie sind mit Angst besetzt. Hikikomori bezeichnet ein Krankheitsbild, aber die Welt, die uns umgibt, macht uns alle zunehmend zu Hikikomoris. 

Willkommen bei Google, Twitter, Facebook & Co!

HIKIKOMORI © Katrin Ribbe
Landerer&Company untersucht die Folgen dieser Lebensoptimierung, die alles Störende ausschließt und entwirft einen Gegenentwurf voller Körperlichkeit und der Schönheit und Komplexität menschlicher Begegnung und sinnlicher Wahrnehmung. Nach "Lucky" ist "Hikikomori" die zweite Kooperation des Schauspiel Hannover mit Landerer&Company.

Der Vorverkauf für die fünf Vorstellungen im Schauspielhaus hat bereits begonnen:

Premiere am 4. April 2019, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen am 6. April sowie 9., 17. und 19. Mai.

Karten 21 bis 41 € unter Tel. 0511 9999 1111, im Internet unter schauspielhannover.de und an den Kassen der Staatstheater

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Pressedienst Nord

Veröffentlichung 15.03.2019


Der Vatikan tanzt wieder

Mannes begibt sich mit „Inferno – Eine Italo-Revue“ an den Ort des Unheils

Der Vatikan als Schauplatz von „Sex and Crime“ – das war im 15. Jahrhundert Realität. Choreograf Jörg Mannes begibt sich mit „Inferno – Eine Italo-Revue“ an den Ort des Unheils und nimmt Zustände ins Visier, die auch heute zu den Gepflogenheiten der Mächtigen gehören.

Seit dem 8. März ist der Ballettabend wieder an der Staatsoper Hannover zu erleben. Zur Musik von Adriano Celentano, Ennio Morricone, Dmitri Schostakowitsch und anderen taucht das Ballett der Staatsoper ein in die Prunksucht und die rauschenden Feste des Borgia-Papstes. Dieser brüstete sich – ebenso wie seine Söhne – mit der ausgeprägten sexuellen Leistungsfähigkeit und entspricht damit dem herrschenden Männlichkeitsideal. Rodrigo Borgias schreckt in seiner Maßlosigkeit und Unersättlichkeit selbst vor Mord nicht zurück.

Doch er bleibt kein historischer Einzelfall, sondern scheint sich den Machtgierigen in aller Welt zur Nachahmung zu empfehlen.

Foto © Gert Weigelt

Tickets „Inferno“ sind an den Kassen der Staatstheater Hannover oder per Telefon unter 0511 99 99 11 11 erhältlich.

Presse Staatsoper

Veröffentlicht 15.03.2019


Präzision, Ästhetik und viel Poesie

Frei nach Edgar Allan Poe und dazu noch mörderisch gut

Ein Ballettabend mit Stücken von Jörg Mannes und Mauro Bigonzetti in der Staatsoper Hannover

Das neue Ballettstück des Staatsballetts kreist um Edgar Allan Poe, der die Zuschauer in seine dunklen Fantasien einbezieht. Brechen gruselige Zeiten im Opernhaus an? Zwei Uraufführungen werden dem hannoverschen Publikum geboten: Ballettdirektor Jörg Mannes hat seiner Choreografie „Grotesque & Arabesque“ die Erzählung von Poes „Die Maske des Roten Todes" zugrunde gelegt, in der eine Gesellschaft das Personal darstellt, und mit etlichen Motiven angereichert wird.

Eigentlich erwartet der Zuschauer nun eine abartige Szenerie. Doch bei Mannes wird es Gott sei dank nie so richtig gruselig. Doch waren einige gestörte Bewegungsfolgen zu erkennen und nicht zwingend erforderlich wie das damit verbundene Pas de deux, das nicht sehr zärtlich ausfiel. Denn hier spielt von Anfang an der Tod mit, der  seine Hand nach der jungen Frau (Chiara Pareo) ausgestreckt hat. Sie sucht mit letzter Kraft Rettung in den Armen ihres Geliebten (Denis Piza) aber der kann sie nicht beschützen vor dem Ende.

Chiara Pareo, Denis Piza © Gert Weigelt

Schließlich sinkt die jungen Frau zu Boden. Im selben Moment tut sich im Hintergrund ein gleißender Lichtstrahl in der Wand auf. Durch den Spalt drängt sich der Tod. Im schwarzsamtenen Catsuit bewegt sich Giada Zanotti spinnenhaft, aggressiv und bedrohlich. Denn ihr nächstes Opfer hat sie schon im Visier, gewährt ihm aber noch einen letzten Tanz.

Stefan Johannes Hanke hat in Absprache mit dem Ballettdirektor Mannes die Musik extra zu diesem Stück komponiert, imponierend und griffig und vom  Niedersächsischen Staatsorchester unter Valtteri Rauhalammi kunstvoll interpretiert.

Nach der Pause ging es mit Klängen von Mozart musikalisch etwas entspannter weiter. Tänzerisch einfach unbeschreiblich - hier hat Mauro Bigonzetti seine Choreografie „Nevermore“ in viele wundervolle und originelle Ideen verpackt. Es handelt - nach einem Gedicht von Poe - von einem Raben, der das Wort „Nimmermehr“ einmalig beherrscht - aber auch nur dieses Wort sonst nichts. Die Bewegungen sind dem Titel angepasst. Das Orchester sorgt für entsprechende Klänge,  die Compagnie, darf mal wieder herzhaft auf den Boden klopfen oder den eigenen Körper als Resonanzboden benutzen.

Lilit Hakobyan, Denis Piza © Gert Weigelt

Als Publikumsliebling wird dieses Mal Lilit Hakobyan das Rennen machen, während Denis Piza diesmal eine nicht so starke Rolle zugewiesen bekam. So durfte er doch nur streckenweise voll mitmachen und zeitweise darauf angewiesen, staunend das merkwürdige Treiben seiner Mitstreiter zu betrachten.

Sie alle bekamen rauschenden Applaus - nach einem interessanten Ballettabend mit magischen Momenten. Einfach toll!

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


„Happy as Larry“ bei Oster-Tanz-Tagen

Oster-Tanz-Tage 2019 mit Gastspiel aus Australien

Einfach herrlich bunt, durch und durch dynamisch und natürlich sind wieder internationale Gäste bei den Oster-Tanz-Tagen vom 14. bis 22. April. Gastspiele aus drei Kontinenten stehen im Mittelpunkt der Oster-Tanz-Tage.

Mit dabei: Grupo Corpo aus Brasilien, im Gepäck die zwei Choreografien „Danca Sinfónica“ und „Gira“. Shaun Parker & Compagnie aus Australien kommen auch, und zum dritten Mal dabei ist Alterballetto aus Italien mit dem dreiteiligen Ballettabend „Golden Days“.

Der Beitrag des Gastgebers Ballett der Staatsoper Hannover ist eines der Erfolgsstücke aus den dreizehn Jahren der Ballettdirektion von Jörg Mannes: „Inferno" ist eine ebenso brillante wie bissige Satire auf Politik und Kirche - höchst virtuos  getanzt und voller praller Lebensfreude.

 

Freuen sich auf ein wunderbares Tanzereignis: Steven Markusfeld (Betriebsdirektor Ballett), Sylvia Hesse (Freundeskreis Malawi und Städtepartnerschaft Hannover – Blantyre e.V.), Michael Klügl (Intendant der Staatsoper), Jörg Mannes (Ballettdirektor). Foto W. Feege 

Am 18. April feiern Shaun Parker & Compagnie mit „Happy as Larry“ Deutschlandpremiere in der Staatsoper Hannover. Zu „Happy as Larry“ ist zu sagen: Es wird eine farbenfrohe Tanzshow von Shaun Parker & Compagnie zu sehen sein, die die flüchtige Natur des  menschlichen Glücks versucht zu erforschen. Und die Tanzshow hat sich seit der Uraufführung 2009 zu einem internationalen Festivalhit etabliert. Das Stück besteht aus einem aufregenden Mix aus Ballett, Breakdance, Rollschuhkunst, Akrobatik und Modern Dance.  

Die Aufführungen werden von einem breit gefächerten Workshop-Programm der Staatsoper umrahmt, Gasttänzer Joshua Bhima aus Malawi, der Ausstellung „Tanzstadt Hannover XI“ mit Alltag- und Bühnenfotografien von Michèle Stéphanie Seydoux und Lilit  Hakobyan sowie Publikumsgesprächen mit Mitwirkenden.

Der Vorverkauf für die Oster-Tanz-Tage hat bereits begonnen! Karten für die Vorstellungen der Oster-Tanz-Tage sind an den Tageskassen der Staatstheater Hannover erhältlich, unter Telefon (0511) 9999 1111 und im Internet unter: oper-hannover.de

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.02.2019 


Volles Haus – Ein experimentelles Programm zwischen Minimum und Maximum 1

Vorbereitung partizipatives Projekt im Stadtraum Hannover  

Das fensterzurstadt bereitet ein neues partizipatives Projekt im Stadtraum Hannover vor, das Ende Mai Premiere haben wird. Im Vorfeld füllt das Theater die Alte Tankstelle Striehlstrasse an sieben Abenden mit Beiträgen und Ideen zum Thema „LEERGUT! VOLLGUT!“. Über Fragen wie: Wovon habe ich zu viel? Wovon zu wenig? Womit möchte ich mein Leben füllen? Was ist voll? Was ist leer? Was ist notwendig? Was überflüssig? Ist LEER gut? Oder VOLL gut? Wird gesprochen und diskutiert.

Jeden Abend ist Treffen und Feier mit jeweils neuen Gästen und Formaten. Gemeinsam wollen sie Ideen und Impulse für ihr neues Projekt gewinnen und freuen sich auf Besucher und deren Beteiligung.

Premiere war am12. März, weitere Termine (jeweils 19 Uhr): 26. März, 2., 23. und 30. April, der Abschluß ist am 7. Mai. Karten Tel. 0511/22021912 und karten@fensterzurstadt.de

Weitere Infos sind auf fensterzurstadt.de oder Kontakt unter: info@fensterzurstadt.de.


Deutsches Regiedebüt von Marie-Eve Signeyrole in Hannover

Signeyrole inszeniert „Fausts Verdammnis“ an der Staatsoper Hannover

Sie war Ko-Regisseurin von Christoph Marthaler, arbeitete beim Festival d’Aix-en-Provence mit einem begeisterten Simon Rattle zusammen und inszenierte an den großen Häusern Frankreichs. Jetzt ist Marie-Eve Signeyrole erstmals in Deutschland zu Gast und hat sich für ihr deutsches Regiedebüt Hector Berlioz‘ wohl faszinierendstes Werk vorgenommen: „Fausts Verdammnis“ ist eine Mischform zwischen Grand Opéra, Oratorium, Kantate und dramatischer Sinfonie, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand, eine Zeit, in der ein regelrechtes „Faust-Fieber“ in Paris herrschte.

Eric Laporte, Shavleg Armasi, Chor, Statisterie © Jörg Landsberg

Doch Berlioz – dessen 150. Todestag sich 2019 jährt – erzählt die Handlung der Goeth’schen Tragödie nicht einfach nach. Vielmehr erschuf er eine Folge von charakteristischen Tableaus, in denen aus dem Sucher und Utopisten Faust ein Byron’scher Melancholiker geworden ist. Mephisto ist kein göttlicher Antagonist, sondern ein mit Geistern, Sylphen und Irrlichtern jonglierender Gaukler und Trickbetrüger, der Faust im Rahmen eines bizarren Rituals in die Hölle befördert.

Die Premiere am 16. Februar 2019 an der Staatsoper wurde begeistert aufgenommen. 

In der Partie des Faust ist Eric Laporte zu erleben, ihm steht Shavleg Armasi oder Tobias Schabel als Méphistophélès gegenüber. Khatuna Mikaberidze und Monika Walerowicz übernehmen die Partie der Marguerite. Am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters ist Ivan Repušić in seiner letzten Opernpremiere als Generalmusikdirektor der Staatsoper zu erleben.

Tickets für „Fausts Verdammnis“ sind an den Kassen der Staatstheater Hannover oder per Telefon unter 0511 99 99 11 11 erhältlich.

Staatsoper Hannover

Veröffentlicht 20.02.2019


Komponistin Elena Kats-Chernin zum Officer of the Order of Australia ernannt

Ihre Oper „Iphis“ als deutschsprachige Erstaufführung im Ballhof Eins

Die bei Sydney lebende Komponistin Elena Kats-Chernin wurde bei den diesjährigen Australia Day Honours zum Officer of the Order of Australia (AO) ernannt. Die Auszeichnung gilt ihrem „hervorragenden Dienst an der darstellenden Kunst, insbesondere an der Musik, als Orchester-, Opern- und Kammermusikkomponistin“.

An der Staatsoper Hannover steht ihre Oper „Iphis“ als deutschsprachige Erstaufführung auf dem Spielplan. Die Musiktheaterproduktion für junge Menschen ab 13 Jahren feiert am 29. März 2019 in der Regie von Claudia Isabel Martin Premiere im Ballhof Eins.

Presse Staatsoper


Beliebte Opern und Musiktheaterstücke noch auf dem Spielplan


Ein Sommernachtstraum ist zurück

Britten-Oper „Ein Sommernachtstraum“ steht wieder auf dem Opernhaus-Spielplan

Paare im Liebeswahn, in einer Nacht zwischen Traum und Realität, zwischen Begehren, großen Gefühlen und fantastischem Verwirrspiel: Nach vier Jahren ist die Erfolgsproduktion „Ein Sommernachtstraum“ von Benjamin Britten an der Staatsoper Hannover wieder aufgenommen.

Basierend auf Shakespeares gleichnamiger Komödie komponierte Britten 1960 dieses Musiktheater: Hermia und Lysander sind ein Liebespaar auf der Flucht und werden von Helena und Demetrius verfolgt, die eigentlich auch ein Paar sein könnten. Zumindest hätte Helena das gerne, obgleich Demetrius in Hermia verliebt ist. Zugleich probt eine Gruppe von Handwerkern im Wald ein herzzerreißendes Rührstück, das bei der Hochzeit des Herzogs von Athen aufgeführt werden soll. Und dann sind da noch Oberon und Titania, Elfenkönig und Elfenkönigin, auch ein zerstrittenes Paar.

 Bis sich alle in Eintracht zusammenfinden, durchleben sie eine Nacht zwischen Rausch, Traum und Wirklichkeit, in der Oberons Gehilfe Puck ihre Gefühle gehörig durcheinanderbringt.

 

Ein buntes Durcheinander, das sich zu Aller Zufriedenheit auflöst. Foto Jauck

Michiel Dijkema hat „Ein Sommernachtstraum“ für die Staatsoper inszeniert und gemeinsam mit Bühnenbildner Florian Parbs und Kostümbildnerin Claudia Damm eine fantastisch schrille Welt zwischen Illusion und Realität erschaffen. Am Pult des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover steht der 2. Kapellmeister Cameron Burns, der Absolvent des Britten-Pears-Jungkünstler-Programms war.

Karten sind an den Kassen der Staatstheater Hannover, per Telefon unter 0511 9999 1111 und online unter www.oper-hannover.de erhältlich

Ute Micha, PreDiNo / Sigrid Lappe, Ha Wo / Staatsoper Hannover


Eine Sängerin und neun Rollen

Oper Babbel im Ballhof Zwei für Alle ab acht Jahren

In der neuesten Musiktheaterproduktion der Jungen Oper - „Babbel“ - übernimmt die Mezzosopranistin Marlene Gaßner neun Partien und verkörpert neben einem größenwahnsinnigen König, einem Faulenzer, dem Lehmziegel Zacharias, dem zornigen Gott, der titelgebenden Figur Babbel noch drei heimatlose Tiere.

Musikalisch begleitet wird sie dabei von einem Posaunisten und einem Schlagzeuger des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover.

Seit Januar ist die Oper „Babbel“ von Paula Fünfeck für Menschen ab fünf Jahren im Ballhof Zwei zu erleben.

 

Die Sprachverwirrung, Bibelillustration von Gustave Doré (1865), Quelle Wikipedia

Frei nach der alttestamentarischen Erzählung vom Turmbau zu Babel ist das Werk eine zugleich witzige – man erinnert sich noch an die biblische Geschichte, in der Gott den anmaßenden König mit der Sprachverwirrung - eben dem Babbeln – bestraft und somit den Turm nicht in den Himmel wachsen läßt. Die Oper erzählt vom Verlust des (Sprach-)Paradieses und seiner Wiederentdeckung in Klängen und Tönen. Inszeniert wird „Babbel“ von Neil Barry Moss, der auch für das Kostümbild verantwortlich zeichnet. Das Bühnenbild, eine Art Pop-up-Buch, wurde von Veronika Kaleja entworfen.

Tickets sind an den Kassen der Staatstheater Hannover oder per Telefon unter 0511 99 99 11 11 erhältlich.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Und hier singt das Gemüse - ein perfekter Opernspaß

König Karotte regiert in der Staatsoper Hannover

Aufwändig inszeniert und mit viel Spielwitz präsentierte die Staatsoper Hannover Jacque Offenbachs „König Karotte". Und sollten sie beim nächsten Mal den Kühlschrank öffnen, erwarten sie bitte nicht, daß die Karotten ihnen so einen Spaß bereitet wie Offenbachs komische Oper im Opernhaus.

Achtung ist geboten, es könnte vom Kühlschrank eine Revolte ausgehen! 

Und das sieht dann so aus: Karotten, Zwiebeln, Tomaten, Rote Beete, Radieschen und Lauch wollen, gesteuert von der Hexe Kalabasse, die Macht übernehmen und den eitlen, sebstsüchtigen, verschwenderischen Herrscher  Fridolin XXIV, der es mit seinen Regierungsgeschäften nicht so genau nimmt, verjagen.

Noch ist Fridolin von der weltgewandten Kunigunde begeistert...  

Und damit er sich wieder um die Sorgen seiner Untertanen kümmert, will der gute Geist Robin ihn läutern. Da trifft es sich doch so richtig gut, dass die böse Kalebasse das wunderbare Gemüse aufwiegelt und so mir nichts, dir nichts, einen veganen Aufstand-und Umsturz in Gang setzt.

Köstlich zu verfolgen, wie der eitle Hofstaat inklusive der Prinzessin Kunigunde dem Gemüse um König Karotte (Sung-Keun Park) verfällt - zu sehen in der vergnüglichen Neuproduktion mit dem Titel "König Karotte". Einfach schräg, mit schriller Story und rasanter Musik.  Ende des 19. Jahrhunderts war Paris von dem Opernspaß "Le Roi Carotte" total begeistert. Natürlich war Napoleon Bonaparte mit König Karotte gemeint. Die Uraufführung war pompös ausgestattet mit unendlich vielen Kostümen und Spielorten bis hin zu einem prächtigen Krönungspalast und dauerte sechs Stunden. In Hannover zeigt Regisseur Matthias Davids etliche Elemente, die Handlung ist gekürzt auf angenehme drei Stunden (mit einer Pause) und mit deutschen Texten versehen (Neuübersetzung Jean Abel).

Kunigunde und Hofstaat - der Tanz ums goldene Kalb, hier König Karotte, hat begonnen

Jedenfalls schien nichts zu fehlen - 20 Solisten standen auf der Bühne und ein wunderbarer Chor und Statisten vervollständigten das Geschehen.

Richtig gut machen es Prinz Fridolin (Eric Laporte), ein lebensbejahender Lebemann, mit seiner Kunigunde (Stella Motina). 

Mit der Hexe Kalebasse (köstlich gruselig Daniel Drewes) bekommt Jacques Offenbachs Gemüseeintopf was von „Ein Käfig voller Narren“. Ist aber gelungen und bereitet eine Menge gute Laune und Spaß und die geraffte Inszenierung bringt die durchgeknallte Story auf den Punkt.

Highlights sind zum Beispiel auch der Geschichtsunterricht für die Pompeianer, die nicht wissen, was eine Eisenbahn ist und die dann vom Prinzen und seinem Gefolge als Mitmachpolonäse zu laufen beginnt. Ja, das ist Offenbach, der Rhythmus und die Leichtigkeit, das wirkt noch, auch wenn man schon in Hut und Mantel ist. Extraapplaus für das Orchester unter der Musikalische Leitung vonValtterii Rauhalammi.

Noch hat die Hexe Kalabasse das Gemüse fest im Griff!

Das Bühnenbild (Mathias Fischer-Diskau) ist sehr gefüllt und lebt von der High-Tech und Farbenfülle, so wenn sich der Ameisenstaat in ein grün-neon-laser-gestütztes kleines Wunder verwandelt. Und es gibt unendlich viel zu sehen. Der Hofstaat und das Gemüse (Kostüme Susanne Hubrich) sind perfekt gestaltet, daß man den Machtverfall von König Karotte deutlich an seiner mehr und mehr schrumpelnden Möhre erkennen kann, und endlich das Happy-End, wenn sich der geläuterte Fridolin mit der Grafentochter Rosée (Amthanasia Zöhrer), die so viel für ihn getan und durchgestanden, vermählt (Foto links).

Ein unglaublich vergnüglicher Operettenabend, der noch lange nachhallt. Noch ein Tipp: Unbedingt das üppige Programmheft (3,50 Euro) erstehen!

 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Fotos: Jörg Landberg


Mit dem „Theater-O-Mat“ ins Schauspiel

Online-Entscheidungshilfe für den nächsten Besuch im Schauspiel Hannover

Das Schauspiel Hannover bietet auf seiner Homepage den „Theater-O-Mat“ an. Dieser soll bei der Auswahl eines Theaterstücks helfen, das man sehen möchte. Zuerst können Theaterstücke, die bereits gesehen wurden, aus der Auswahl entfernt werden und gleichzeitig kann eine Rückmeldung zu den bereits gesehenen Stücken gegeben werden.

Im zweiten Schritt können Nutzer*innen aus einer Vielzahl von Attributen wählen, denen das nächste Stück entsprechen soll – als Kriterien stehen unter anderem „lustig“, „politisch“, „Literaturklassiker“, „Hannover-Bezug“, „Live-Musik“ oder zum Beispiel auch „abgedreht“ und „blutig-brutal“ zur Verfügung. Die Attribute können frei kombiniert werden – mit jedem gewählten Attribut schränkt sich die Anzahl der Stücke ein. Am Ende steht für den Theaterinteressierten eine auf seinen Geschmack zugeschnitte, übersichtliche Auswahl einer oder mehrerer Produktionen des aktuell laufenden Repertoires, inklusive einer kurzen Beschreibung. Mit dem „Theater-O-Mat“ soll die Entscheidung für ein Stück leichter fallen und gerade auch für Besucher*innen, die seltener ins Theater gehen, eine inhaltliche Hürde abgebaut werden.

Das Tool wurde im Rahmen eines Masterkurses im Studiengang „Software Engineering“ an der Leibniz Universität programmiert, der von Prof. Dr. Kurt Schneider geleitet wird.

Zu finden ist der neue „Theater-O-Mat“ im Internet unter schauspielhannover.de/theateromat

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Partyreihe „Cumberland Bar x“

Die Bar in Cumberland hat wieder vor und nach den Vorstellungen geöffnet

Die Bar in der Cumberlandschen Galerie hat mit Christopher Faust einen neuen Betreiber und einen neuen Namen: Bar Cumberland. Die Partyreihe bietet noch ca. 40 Termine bis zum Spielzeitende Juni 2019.

Die Bar ist jeweils eine Stunde vor sowie mit „Open End“ nach den Vorstellungen im Schauspielhaus und in Cumberland geöffnet.

Die neue Partyreihe „Bar Cumberland x“ in Cumberland steht unter dem  Motto: „Soul, Funk, House und gute Drinks im schönsten Treppenhaus von Hannover“. Die Partys werden von Christopher Faust in Kooperation mit Demir Cesar, DJ und Inhaber der Kommunikationsagentur Push it!, veranstaltet. Demir Cesar ist unter anderem auch an den etablierten Partyreihen „ThisKO!“, „Blessings“, „Club Crémant“ und „WayBack“ beteiligt.

Faszinierend: Das Treppenhaus im Cumberland mit Bar

Karten gibt es immer an der Abendkasse (zu Preisen zwischen 5 und 10 Euro). Infos unter schauspielhannover.de und cmbrlnd.de/

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Die Näh- und Singegruppe

Das Kultduo Die Bösen Schwestern singen ihre liederlichen Chansons

Am 15. und 23. März sowie 26. April ist in der Marlene (Prinzen-/Ecke Alexanderstraße) wieder die Näh- und Singegruppe zu Gast.

Magda "Matitschku" Anderson ist ihrem Pastor Engel katholisch ergeben, Anita Palmerova kippt lieber ein paar Likörchen und singt liederliche Chansons. Wenn nur Bruder Benedick endlich käme, dessen frommen Vortrag die beiden Weiber von der Näh- und Singegruppe „Nähen für den Hunger" künstlerisch begleiten sollen. Aber der wartet am Flughafen auf sein Gepäck. 

Mit frommen Liedern, viel Eierlikör und Sahnekuchen, erbaulichen Gesprächen und fliegenden Teekannen warten Magda und Anita auf Pastor Engel, den falschen Bruder und das jüngste Gerücht....

Buch, Regie und die musikalischen Arrangements stammen aus der Feder des Hannoveraners Adrian Anders, der sich auf der Bühne in Magda verwandelt. Ihm zur Seite steht wie immer Chris Palmer, der in die Rolle der "Exil-Chansonette" Anita Palmerova schlüpft. Als Kult-Duo Die Bösen Schwestern ziehen Anders und Palmer einen Lacher nach dem anderen für das Publikum aus dem Hut.

Infos und weitere Termine: boeseschwestern.de/