Das Top-Ausflugsziel Schloss Marienburg hat viel zu bieten

Schloss Marienburg und das Schloss Restaurant sind im Mai von Dienstag bis Sonntag, im Juni täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, das Schloss Restaurant ist im Juni nur Di. bis So. geöffnet.

Schlossführungen an den Öffnungstagen regelmäßig dienstags bis sonntags 10.30 – 17 Uhr

Während der Führung durch die königlichen Gemächer erfahren die Besucher Wissenswertes über das Königsschloss, seine Bewohner und die Geschichte des Hauses Hannover.

Mehrmals täglich zwischen 10.30 – 17 Uhr Schlossführung auch in historischem Kostüm.

Eine der adligen Damen, die Prinzessin von Ahlden, Prinzessin Mary von Hannover oder Königin Friederike von Hannover, führt in historischer Gewandung durch das Schloss.

Schlosseintritt inkl. obligatorischer Führung: Erwachsene 9.50, Kinder/Jugendliche 6 bis 17 Jahre 7,50 Euro, Kinder bis 5 Jahre frei.

Eintrittskarten für Führungen können telefonisch reserviert werden unter Tel. 05069-34 800 0, montags bis freitags von 10.00 - 17.00 Uhr.

Mehrmals täglich von 10.30 Uhr – 17 Uhr Turmaufstieg. Ein atemberaubender Blick bietet sich dem Besucher, der den Aufstieg über die 160 Stufen durch das historische Treppenhaus geschafft hat. Erwachsene und Kinder (nur begleitet möglich, erlaubt ab 7 Jahre) 4 Euro.

Im Mai dienstags bis sonntags, im Juni täglich, jeweils 10.30 – 17 Uhr: „200 Jahre Marie und Georg von Hannover“. „Mal amüsant, mal tragisch–königliche Geschichte(n)“ Jubiläumsausstellung zum 200. Geburtstag von Königin Marie von Hannover. Ihr und ihrem blinden Gemahl, König Georg V., ist die Ausstellung mit historischen Dokumenten und Exponaten aus dem Privatleben des königlichen Paares gewidmet.  Werden Sie als Besucher Teil der höfischen Gesellschaft und begleiten Sie König Georg V. und seine Frau Königin Marie in ihren Tagesabläufen. Unter Einsatz aller Sinne erfahren Sie, wie sich der blinde Monarch durch seine Welt bewegt, wie er sich in einem 140-Zimmer-Schloss zurechtfindet und wie ein Alltag im 19. Jahrhundert unter höfischer Etikette aussieht. Ganz privat wird es, wenn der leidenschaftliche Musiker und Komponist Georg V. gefühlvoll in die Tasten seines Flügels greift und seine geliebte Marie nicht nur ihn mit ihrem Gesang verzaubert. Die Theaterführung zum 200. Geburtstag von König Georg V. von Hannover entführt Sie in das Jahr 1865. Ein Jahr später verliert Georg V. sein Königreich und die politische Situation verändert sich bereits jetzt spürbar. Geeignet für Kinder ab 14 Jahren, ca. 75 Minuten. 25 Euro, Anmeldung unter 05069-34 800 0 erforderlich.

7. Mai und 4. Juni, jeweils 15 Uhr: Führung „Hinter den Kulissen“. Werfen Sie einen Blick in bislang unzugängliche Schlossräume! Wenn Sie unsere Schlossführung bereits kennen, dann streifen Sie doch mit einem Schlossführer durch die Teile des Schlosses, die in den regulären Führungen nicht gezeigt werden. Nebenbei erhalten Sie auch Informationen zur heutigen Nutzung und was getan werden muss, um das Schloss auch in Zukunft in seiner Schönheit zu erhalten. Je nach Wetter und aktuellen Veranstaltungen Änderungen im Ablauf möglich. Geeignet für Kinder ab 12 Jahren, ca. 90 Minuten. Pro Person 15 Euro. Gruppen ab 20 Personen auf Anfrage. Anmeldung unter Tel.: 05069 34 800 0 erforderlich.

Donnerstag, 9. Mai und 23. Mai jeweils 19.30 Uhr: Theaterführung „Familien-Porträt“ Eine interaktive Theaterführung zum 200. Geburtstag der Königin Marie. Sie selbst steigt aus dem Familien-Portrait, um die Besucher durch eine multimedial – interaktive Theaterführung zu begleiten. In Erzählung, Musik und Gesang, aber auch durch Film und Hörspiel weiß die Königin und ehemalige Hausherrin viel Spannendes, Romantisches, Tragisches und fast Geheimes aus dem Leben diverser Welfen-Charaktere zu berichten. Aus ferner Vergangenheit bis in die nahe Zukunft wird, bei diesem Streifzug durch die Portraits der Welfen- Familie, für die Gäste so manches Schicksal lebendig! Geeignet für Kinder ab 14 Jahren, ca. 90 Minuten. 19 Euro, Anmeldung unter 05069-34 800-0 erforderlich.

Mittwoch, 22. Mai, 19.30 Uhr: Theaterführung „Aufbruch ins Exil“.

Die zwei treuen Begleiterinnen der Königin entführen die Gäste bei Kerzenschein in die Zeit des Abschieds von Schloss Marienburg. Kammerzofe Claudette de Rovel hat engen Kontakt zur Königin und den beiden Prinzessinnen Friederike und Mary. Die Französin plaudert über streng gehütete Geheimnisse und bezaubert mit Charme, Musik und Gesang. Magd Helene hat einen anderen Blick auf die Ereignisse. Ihre Geschichten untermalt sie gern mit zarter Gesangsstimme. So erfahren Sie kurz vor Abreise Ihrer Majestät nie Gekanntes über die Königin und ihre Familie. Geeignet für Kinder ab 14 Jahren, ca. 90 Minuten. 19 Euro, Anmeldung unter 05069-34 800-0 erforderlich.

Mittwoch, 29. Mai, 13. Juni, 20. Juni, 27. Juni, jeweils 19.30 Uhr: Krimiführung „Der Mörder war diesmal …“. Es sind die frühen 50er, in denen Herzogin Victoria Luise auf Schloss Marienburg lebt. An diesem Abend lädt die Kaisertochter zu einem Empfang. In der Nacht suchen schockierende Geschehnisse die ahnungslosen Gäste heim. Weiß das Personal mehr als es zugibt? Eine spannende Krimitour mit Hausmädchen Else aus Berlin und dem britischen Diener Morton, genial verkörpert von Tatjana Pohl. Ab 14 Jahren, ca. 90 Minuten, 19 Euro, Anmeldung erforderlich: Tel. 05069-34800-0.

31. Mai und 21. Juni, 19.30 Uhr: Königliche Tuchfühlung – eine Zeitreise, die verzaubert. Ein blinder Kronprinz? Der Aufschrei ist groß im Jahr 1837, als dem erblindeten Sohn von König Ernst August von Hannover durch das Ende der Personalunion plötzlich eine wichtige Rolle zufällt. „Wie soll der denn regieren oder eine standesgemäße Ehefrau finden?“, fragt sich das Volk in Hannover. Heute, im Jahr 1865, ist klar, es hat funktioniert.

Tipp: Sparen mit dem Kombiticket (Schlossführung + Jubiläumsausstellung) Erwachsene 13, Kinder 6 bis 17 Jahre 11 Euro.

Der Eintritt in den Innenhof mit Schlossrestaurant ist frei.

Mit dem Muttertagskonzert am 12. Mai startet die Reihe „Unter freiem Himmel“

Mit dem kostenlosen Muttertagskonzert des „Hausorchesters Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen von Hannover“ beginnt die Veranstaltungsreihe „Unter freiem Himmel…“ auf Schloss Marienburg. Das Serenadenkonzert ist liebgewonne Tradition und begeistert mit ausgewählten Kompositionen verschiedener Genres.

12. Mai, 16.30 Uhr, Muttertagskonzert auf der Wiese vor dem Schloss, Dauer ca. 2 Stunden

Ein legendäres Radio-Hörspiel von Orson Welles, Kleinkunst-Elite beim Best of Kleines Fest, das Schloss Marienburg Tattoo und mehr  - die Tickets für die Open-Air-Highlights 2019 sind im Vorverkauf erhältlich. 

Das Open-Air-Schloss Marienburg Tattoo (Foto lks.) kommt in 2019 bereits zum elften Mal in den stimmungsvollen Innenhof der Marienburg. Ob Marsch, Klassik, Melodien aus den Highlands, Filmmusik, Swing oder Pop – mitreißende Musik und ausgefeilte Choreografien begeistern nicht nur Fans der Blasmusik. Ein Fest für die ganze Familie mit Bands und Musikformationen aus ganz Deutschland und den Nachbarländern. (Tickets 29 €; Einlass jeweils ab 18 Uhr. Vorverkauf über den Schloss Shop, an der Abendkasse oder per Bestellung unter office@schloss-marienburg.de über Tel. 05069 - 34 800 0 und beim Blasorchester Nordstemmen v. 1883 e.V.

Theaterführungen durch die Sonderausstellung:

Theaterführung „Das Familienportrait“ zur Ausstellung zum 200. Geburtstag, kann zum Preis von 19 Euro pro Person gebucht werden. Bei der multimedialen und interaktiven Führung erleben die Besucher eine Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte. Königin Marie steigt heraus aus dem kolossalen Familienportrait und begegnet zahlreichen Persönlichkeiten vergangener Jahrhunderte.

Sie weiß mit Musik und Gesang, aber auch durch Film und Hörspiel viel Spannendes, Romantisches, Tragisches und fast Geheimes aus dem Leben diverser Welfencharaktere zu erzählen. Dabei wird man auch die Stimme von Hörspielstars Oliver Rohrbeck wiedererkennen.

Ab 14 Jahre, ca. 90 Minuten, Anmeldung erforderlich: Tel. 05069-348000, Termine: 12. April und 25. April, jeweils 19.30 Uhr



200 Jahre Marie und Georg - „Mal amüsant, mal tragisch – Königliche Geschichte(n)“

Anlässlich des 200. Geburtstages von Königin Marie am 14. April 2018 widmet Schloss Marienburg der letzten hannoverschen Königin und ihrem Mann König Georg V., der im nächsten Jahr 200 Jahre geworden wäre, eine Jubiläumsausstellung. Man lernt Marie und Georg näher kennen: als Herrschende, Bauherren und Privatpersonen. Kleine Geschichten und mediale Elemente zeichnen die facettenreichen Persönlichkeiten des Paares nach. Historische Dokumente und persönliche Besitztümer zeugen von der dramatischen Erblindung des zukünftigen Königs, dem Erblühen einer Liebe und dem Leben einer königlichen Familie. Da freut man sich über persönliche Gegenstände, Kinderspielzeug und den Briefwechsel zwischen Marie und Georg, durch den man einen Einblick in das Leben am hannoverschen Hof erlangt. 

Besucher erhalten Antworten auf Fragen wie „Woher kamen diese facettenreichen Persönlichkeiten?“, „Warum erblindete Georg und wieso konnte er trotzdem König werden?“, „Wie lernten sich Marie und Georg kennen?“, „was prägte ihr Leben bis zum Gang ins Exil im Jahr 1866?“

Der stolze Urururenkel stellte die Ausstellung persönlich vor. Foto Wegener 

Ein Großteil der über 50 Exponate ist erstmals zu sehen.

Eines der spektakulärsten Ausstellungsstücke ist die kostbar verzierte Schenkungsurkunde, mit der König Georg V. seiner Gemahlin an ihrem 40. Geburtstag die Marienburg zum Geschenk machte. 

50 Minuten wandelt man mit kompetenter Führung durch die Räume des Obergeschosses im Königinnenflügel (Termine siehe oben).

Die Schenkungsurkunde. Foto Norbert Lümmen


Jetzt sind alle Termine Best of „Kleines Fest“ im Vorverkauf:  

28. bis 30. August, jeweils 19 Uhr (Einlass 17 Uhr), am 31. August und 1. September, jeweils18 Uhr (Einlass 16 Uhr). Eintrittskarten: 39/44/49 Euro bei reservix, bei allen Reservix Vorverkaufstellen oder der Reservix-Hotline 01806 700 733.

Die weiteren Veranstaltungen der Reihe „Unter freiem Himmel …“ ebenfalls im Vorverkauf: Das Marienburg Tattoo  am 5. und 6. Juli, jeweils 20 Uhr. Ob Marsch, Klassik, Filmmusik, Swing oder Pop – mitreißende Musik und ausgefeilte Choreografien begeistern nicht nur Fans der Blasmusik. Kernstück sind kunstvoll choreografierte Marschfolgen, Dudelsackspieler und Trommler, die mit ihren Klängen das schottische Hochland in das Schloss holen, dazu ein stimmungsvoll illumierter Innenhof.  

Bereits zum elften Mal findet das Schloss Marienburg Tattoo in der stilvollen Kulisse statt. Tickets 29 Euro im Schloss Shop, Bestellung unter Tel.: 05069 - 34 800 0 und an der Abendkasse.

Der Erfinder des Kleinen Festes, Harald Böhlmann interviewt das Plappermaul Herrn Mommsen. (Fotos Schloss Marienburg)

Die Live-Open-Air-Hörspiele der Lauscherlounge von Oliver Rohrbeck auf der Marienburg haben längst Kultstatus. Diesmal hält in „Jekyll, Hyde & Ich“ (23.8., 19.30) ein Serienmörder London in Atem. Die Polizei tappt im Dunkeln. Chefermittler Garrison bittet den Psychologen Dr. Jekyll um Hilfe. Die deutschen Stimmen berühmter Hollywoodstars, raffinierte Lichttechnik, ein Geräuschemacher mit zahlreichen Requisiten und ein ausgeklügeltes Soundsystem schaffen ein Hörerlebnis!

Am 24.8. um 19.30 Uhr dann „Welles und der Krieg der Welten“. Am Halloween-Vorabend des Jahres 1938 bricht eine Massenpanik an der US-Ostküste aus. Außerirdische sind auf der Erde gelandet und greifen die Menschheit an. Das Radio überträgt die Todesschreie live in die US-Wohnzimmer. Doch die vermeintlich echte Reportage war nur eine Hörspiel-Inszenierung des späteren Hollywood-Stars Orson Welles.

Einlass ist jeweils ab 17.30 Uhr, dann sind auch die gastronomischen Stände im Innenhof geöffnet. Tickets ab 33 Euro bei reservix, bei allen Reservix Vorverkaufstellen oder der Reservix-Hotline 01806 700 733


Zur spannenden Geschichte des Schlosses: Die Königin geht ins Exil

Vor 150 Jahren fiel Schloss Marienburg in seinen Dornröschenschlaf    

Vor 150 Jahren, am 22. Juli 1867, versammelte die letzte Königin des Königreichs Hannover ihren 40-köpfigen Hofstaat um sich, um ihren Getreuen Adieu zu sagen und ihr geliebtes Schloss gen Österreich zu verlassen. Im Alter von 49 Jahren folgte sie ihrem Gemahl, König Georg V, nach langem Zögern ins Exil. Der König war nach Österreich ins Exil gegangen, nachdem das Königreich Hannover von den Preußen annektiert worden war. Auf seine Bitte war die Familie im Königreich geblieben, das er seit 1851 regiert hatte.

Doch im Sommer 1867 verlangten die Preußen, dass die Königin einen preußischen Hofstaat erhalten sollte. Man hoffte, die Demütigung, mit dem Feind unter einem Dach leben zu müssen, würde auch die Königin bewegen, das Land zu verlassen. So kam es dann auch.     

In der Nacht zum 23. Juli 1867 trat die Königin mit Prinzessin Mary die Flucht an. Prinzessin Friederike war schon vor Weihnachten zu Vater und Bruder nach Wien gereist. Nach der Überlieferung soll sie zu Pferde den Marienberg hinunter über die Leinebrücke zum königlichen Bahnhof Nordstemmen geprescht sein. Dabei soll das Pferd ein Hufeisen verloren haben, das der Hausmeister fand und als Erinnerung an das Nordosttor nagelte.

Im Schutz der Nacht sollen Königin Marie und Prinzessin Mary unerkannt den Zug bestiegen und über Göttingen nach Wien gereist sein. 

Die treue Magd Helene verhilft der Königin zu Flucht. Foto: Patrice Kunte

Nach dieser Nacht fiel die Sommerresidenz der Welfen in einen fast 80 Jahre währenden Dornröschenschlaf.

Marie von Sachsen-Altenburg (1818-1907) war die älteste von sechs Schwestern, geboren im thüringischen Hildburghausen. Im Alter von 21 Jahren lernte die fromme Protestantin den blinden Kronprinzen und späteren König Georg V. in seiner Sommerresidenz Schloss Monbrillant in Hannover kennen. Die beiden verliebten sich unsterblich bei einem Sommerurlaub auf der Insel Norderney - die heute noch von dem Glanz der Welfenkrone profitiert -  ineinander. Sie heirateten am 18. Februar 1843 in der Schlosskirche von Hannover.

Die Kronprinzessin war dem Pietismus zugeneigt, womit sie mit ihrem Schwiegervater in Widerspruch geriet. Das junge Paar lebte zurückgezogen und bescheiden, was König Ernst August als zu bürgerlich empfand. Da Marie ihre Kinder selbst stillte, wofür einer Adligen gewöhnlich Ammen weigerte sich ihr Schwiegervater, mit ihr an einer Tafel zu speisen. Außerdem missbilligte er, dass Marie und Georg zusammen in einer Kutsche fuhren.

In der Bevölkerung war das Kronprinzenpaar jedoch äußerst beliebt. So gilt als überliefert, dass Marie ihren Gatten zärtlich „mein Männi“ oder „Engelsmann“ nannte und daraus keinen Hehl machte.

Von 1851 bis 1866 war Marie an der Seite ihres Mannes die letzte Königin auf Hannovers Thron.

In diesen Jahren erlebten das höfische und das bürgerliche Musikleben Hannovers einen großen Aufschwung. König Georg gab als Pianist und Komponist dazu entscheidende Anregungen. Und auch die Königin liebte und förderte die Musik. Wie fortschrittlich und bürgernah sie war, zeigte sich auch in ihrem karitativen Wirken. Im Jahr 1859 legte sie den Grundstein für das evangelisch-lutherische Diakonissenmutterhaus mit angeschlossenem Krankenhaus in Hannover.

In Gedenken an ihre Großmutter nannte sie es Henriettenstiftung. Das Krankenhaus finanzierte sie weitestgehend aus ihren privaten Mitteln, aus dem Erbe ihrer Großmutter Henriette von Württemberg, der „Diakonissin im Fürstengewand“. Auch ist Marie Namenspatronin des Marienhospital Osnabrück, das sie zu seiner Gründung im Jahr 1859 und darüber hinaus finanziell unterstützte. Zusammen  mit ihrem Gemahl war sie Namensgeberin der heutigen Stadt Georgsmarienhütte bei Osnabrück. Als die Königin dem König am 23. Juli 1867 ins Exil folgte, konnte noch niemand ahnen, dass der Liebesbeweis ihres Gemahls eines Tages zu den eindrucksvollsten neugotischen Baudenkmälern Deutschlands gehören würde.

In Österreich lebte die königliche Familie zunächst in Wien, bald schon wurde Gmunden am Traunsee zur neuen Heimat der Familie. Nach dem Tod Georgs V. (1878) wählte Königin Marie die Villa Thun in Gmunden als ihren Witwensitz, seither wird diese Villa „Königin von Hannover“ oder einfach „Königinvilla“ genannt. Die Villa befindet sich trotz der preußischen Annexion immer noch im Privatbesitz des Welfenhauses. 1907 starb Königin Marie in Gmunden, sie wurde in einem Mausoleum neben Schloss Cumberland beigesetzt, wo drei Jahre vor ihr auch ihr Nesthäkchen, Tochter Mary, ihre letzte Ruhe fand.

Seit einigen Jahren, erwacht aus seinem langen Dornröschenschlaf, verzaubert Schloss Marienburg seine Besucher immer wieder aufs Neue. Es beeindruckt mit seiner märchenhaften Erscheinung, seiner nahezu vollständig erhaltenen Innenausstattung und den unzähligen Türmchen und Zinnen. Das Schloss befindet sich heute im Besitz des Urururenkels von Königin Marie und König Georg V., S.K.H. Ernst August Erbprinz von Hannover.         

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


So kommen Sie zum Schloss Marienburg

Mit dem regiobus aus Hannover (Linien 300 und 310) sowie dem Metronom über Nordstemmen ist Schloss Marienburg bequem erreichbar