VOLKSWAGEN


Volkswagen schafft ein knappes Plus

VW Pkw 2018 hat lediglich ein weltweites Auslieferungsplus von 0,2 Prozent

Das war ein schwacher Jahresabschluss für Volkswagen und hat damit einen neuen Rekord bei den Verkäufen verhagelt. Da konnte die Kernmarke VW Pkw 2018 lediglich ein weltweites Auslieferungsplus von 0,2 Prozent auf 6,24 Millionen Fahrzeuge ausweisen.

Schuld ist vor allem der drastische Einbruch auf dem chinesischen Markt. Der größte Einzelmarkt China hatte unter anderem wegen der Zollstreitigkeiten mit den Amerikanern den Rückwärtsgang eingeschaltet.

VW Nutzfahrzeuge VWN dagegen hat ein kleines Absatzplus erzielt: In 2018 lieferte VW 499 700 Fahrzeuge aus - 0,4Prozent mehr als in 2017. Einen empfindlichen Dämpfer gab es da wegen der schwachen Konjunktur in der Türkei! Dort sanken die Auslieferungszahlen um 40,8 Prozent auf gerade einmal 16 450 Fahrzeuge. In Westeuropa lieferte VWN 337 000 Fahrzeuge (ein Plus von 1,5 Prozent) aus und in Deutschland gab es ein Plus von 4,1 Prozent auf 127 700 Fahrzeuge.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Volkswagen macht Druck bei E-Mobilität

VW macht Chattanooga zum US-Standort für E-Mobilität

Volkswagen erhöht den Druck bei der E-Mobilität: Die Konzernmarke VW will das US-Werk Chattanooga zum ersten Produktionsstandort für E-Mobilität in den USA machen.   Für den Ausbau werden 700 Millionen Euro in das Werk investiert. Es sollen bis zu 1 000 neue Arbeitsstellen entstehen.

Ab 2022 soll in Chattanooga mit den SUV ID Crozz auf Basis des Modularen Elektro-Baukastens (MEB) das erste E-Auto vom Band rollen.

VW-Vorstandschef Herbert Diess sagte, die Entscheidung, die US-Fertigung für batteriebetriebene Autos in Chattanooga anzusiedeln, sei „wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategiein den USA". 

Der ID Buzz, der zur ID-Familie gehört und ab 2022 in Hannover gefertigt wird, soll auch in den USA verkauft werden.

Das Unternehmen plant in den nächsten Jahren acht MEB-Werke, unter anderem in Hannover und Emden.

VW-Chef Herbert Diess fördert Elektroautos wie den I.D. Foto S. Lappe  

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe,Hannover Woche


VW macht weiteren Schritt in die Zukunft

Volkswagen setzt in Wolfsburg ein hochmodernes 3D-Druck-Zentrum ein

Der Werkzeugbau der Marke Volkswagen hat in Wolfsburg ein hochmodernes 3D-Druck-Zentrum eröffnet und damit die modernste 3D-Druckergeneration innerhalb des Volkswagen Konzerns zum Einsatz gebracht. Es ermöglicht künftig auch die Fertigung von komplexen Fahrzeugteilen. Bei der Eröffnung sagte der Produktionsvorstand der Marke Volkswagen, Dr. Andreas Tostmann, das 3D-Zentrum hebe die Additive Fertigung von Volkswagen auf ein neues Niveau, der dreidimensionale Druck werde in zwei bis drei Jahren auch für erste Teile in der Serienfertigung interessant.

Die Zukunft: der VW-Metallschalthebel aus dem 3D-Drucke. Foto VW  

„Perspektivisch können wir 3D-Drucker auch direkt an den Fertigungsstraßen innerhalb der Fahrzeugproduktion einsetzen“, betonte Tostmann (Foto VW).

Die neue 3D-Drucker-Generation wurde in Kooperation mit dem US-Hersteller HP entwickelt. Es beruht auf dem sog. „Binder Jetting“-Verfahren, welches den metallischen 3D-Druck nicht nur deutlich einfacher, sondern auch schneller macht. Künftig können damit auch Fahrzeugteile für die Serienfertigung hergestellt werden.

 Im 3D-Druck-Zentrum arbeiten auf 3100 Quadratmetern Geschäftsfläche Werkzeugbauer, Planer und Forscher bei der Entwicklung von neuen Produkten und Prozessen eng zusammen. Im Rahmen des 2016 geschaffenen Zukunftspaktes ist mit der Additiven Fertigung zugleich eine eigene Unterabteilung mit elf Zukunftsarbeitsplätzen entstanden.                                           

Volker Benke


Marke Volkswagen treibt Elektro-Offensive voran

Die Marke Volkswagen treibt ihre Elektro-Offensive mit aller Konsequenz voran

Dazu gehöre auch, dass „wir mit starken Partnern zusammenarbeiten“, sagte Rolf Brandstätter, Chief Operating Officer und Beschaffungsvorstand der Marke Volkswagen. Im neuen Volkswagen ID. steckten die Technologien und Ideen der innovativsten Unternehmen der Branche. Die Produktion des ID. starte Ende 2019 im Werk Zwickau. VW gehe jetzt in die entscheidende Phase. In gut zwölf Monaten breche mit dem ID. eine neue Ära für Volkswagen an „vergleichbar mit dem ersten Käfer oder dem ersten Golf“, heißt es bei VW.

Ralf Brandstätter © Foto: VW 

Mit dem voll elektrischen, voll vernetzten ID. bringt VW eine neue Fahrzeuggeneration auf die Straße, die auch bei Digitalisierung und Vernetzung neue Standards setzt. So sei das ID. immer online und über eine Automotive Cloud mit dem Internet vernetzt und ,Updates und Upgrades machten das Auto ständig besser. Vor diesem Hintergrund verstärkt Volkswagen auch die Zusammenarbeit mit Software-Unternehmen und Entwicklern.

Volkswagen hat seine Top-Entwickler beim ID. deutlich früher und intensiver in die Konzeption und Entwicklung des Fahrzeugs eingebunden. Brandstätter: „Wir haben unsere Zusammenarbeit mit den Lieferanten neu definiert: Wir sagen, was wir brauchen und die Lieferanten sagen uns, wie sie es qualitativ am besten und effizientesten produzieren können.“ Dadurch brächte man schnell die besten Innovationen ins Auto und der Kunde profitiere damit direkt von dieser neuen Form der Zusammenarbeit. Auch die Lieferanten schätzten diese Partnerschaft auf Augenhöhe. Die Marke Volkswagen will das E-Auto für möglichst viele Menschen populär machen und ihm damit zum Durchbruch verhelfen. Mit der ID.-Familie bringe sie ab 2020 eine ganz neue Fahrzeuggeneration auf denMarkt, die die Möglichkeiten der E-Mobilität optimal ausschöpfe. Die Modelle der ID.-Familie bieten unter anderem hohe Reichweiten, viel Platz, dynamisches Fahrverhalten und ein ganz neues Niveau der digitalen Vernetzung. Als erstes Modell soll Ende 2019 der kompakte ID. im Werk Zwickau anlaufen. Zwickau wird zurzeit zur leistungsfähigsten E-Auto-Fabrik Europas ausgebaut. Spätestens 2025 will die Marke weltweit eine Million E-Autos pro Jahr verkaufen.                                                                    

Volker Benke


Volkswagen-Finanztochter will pro Jahr 850 Millionen Euro sparen

Trotz kräftig steigender Ergebnisse will die Volkswagen-Finanztochter sparen

Das Unternehmen wolle bis 2025 jährlich 850 Millionen Euro einsparen, sagte Frank Fiedler, Finanzvorstand der Volkswagen Financial Services AG in Hannover.

Umgesetzt soll das mittels eines Effizienzprogramms, das im laufenden Jahr erstmals greife. Ziel sei es, mit Hilfe der Digitalisierung die Produktivität des Autofinanzierers zu steigern und Vertriebskosten zu senken. Dazu sollten beispielsweise die notwendigen Daten im Schadensfall automatisiert zugeordnet werden. Die Zahl der derzeit 15 700 Mitarbeiter weltweit solle dabei gehalten werden, betonte Vorstandschef Lars Henner Santelmann.

„Wir werden über dem Vorjahr abschließen", sagte Fiedler. Die VW Finanzdienstleistungssparte hatte im vergangenen Jahr operativ 246 Milliarden Euro verdient. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche




Volkswagen will operative Rendite schneller steigern

Die Marke Volkswagen hat sich für die kommenden Jahre viel vorgenommen

Insbesondere soll die operative Rendite schneller gesteigert werden, das hat jetzt Ralf Brandstätter (Foto), der als Chief Operating Officer das Tagesgeschäft der Marke leitet, angekündigt. Brandstätter: „Wir dürfen nicht nachlassen und müssen uns weiter deutlich verbessern. Das bislang Erreichte genügt uns nicht.“ Das Transformationstempo müsse erhöht, VW müsse effizienter und agiler werden.  Deshalb will Volkswagen in den kommenden Jahren die Ertragslage weiter deutlich verbessern, um die Investitionen in die Zukunftstechnologien aus eigener Kraft finanzieren zu können. Um dieses Ziel zu erreichen werde das Modellportfolio gestrafft und die Variantenzahl reduziert. Zugleich solle die Produktivität in den Werken gesteigert und bei den Fahrzeugen die Plattformorientierung ausgeweitet werden. Einen signifikanten Beitrag zur Erreichung der Zielrendite soll die Optimierung der Materialkostenleisten, allerdings ohne die Produktionssubstanz zu schwächen. Schließlich sollen auch die Verwaltungsprozesse weiter verschlankt werden.

In den Jahren 2019 bis 2023 will die Marke Volkswagen insgesamt mehr als elf Milliarden Euro in E-Mobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und Mobilitätsdienste investieren. Davon fließen allein neun Milliarden in die Elektrifizierungsoffensive von Volkswagen. Aktuell hat die Marke nur zwei E-Autos im Programm, bis 2025 werde die Zahl auf rund 20 steigen und das bei einer erwarteten Stückzahl von mehr als einer Million E-Fahrzeugen pro Jahr. Angelaufen ist nach Angaben von VW bereits der Umbau des Werkes Zwickau zur reinen E-Auto-Fabrik, zusätzlich würden auch die Werke in Emden und Hannover ab 2022 auf die Produktion von Elektrofahrzeugen umgestellt. Gemeinsam würden dann diese drei Standorte zum größten E-Produktionsverbund in Europa. Zusätzlich entstehen auchin China in Anting und in Foshan derzeit zwei E-Werke, die schon 2020 die Produktion aufnehmen würden. Für Nordamerika werde die Markein Kürze über den Standort eines E-Werkes entscheiden.

Entsprechend einer Ankündigung von Vertriebsvorstand Jürgen Sackmann wird in Zwickau „unser“ Aufbruch in das Zeitalter der Elektromobilität und die Vernetzung unserer Marke auch für die Kundengreifbar: „Er wird als erstes vollvernetztes und vollelektronisches Fahrzeug für ’New Volkswagen‘ stehen.“

Um die gewaltigen Zukunftsinvestitionen zu finanzieren, will die Marke Volkswagen ihre Kosten noch stärker senken als bisher geplant, es sei deshalb ein Bündel von Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung definiert worden, welches die vollständige Umsetzung des Zukunftspakts absichert, heißt es. Der Zukunftspakt werde bis Ende 2018 Kostenentlastungen von gut 2,2 Milliarden Euro erbringen. Damit sei ein Großteil der bis 2020 geplanten Einsparungen von rund drei Milliarden Euro bereits erreicht.

                                                                                                     Volker Benke


VW beteiligt sich an Digital-Spezialisten

VW wird Technologiepartner für den Aufbau von digitalen Mehrwertdiensten

Der Volkswagen-Konzern will seine digitale Geschäftsfähigkeit stärken und sich mit 49 Prozent am deutschen Digital-Spezialisten diconium beteiligen. VW wird Technologiepartner für den Aufbau von Geschäftsmodellen und digitaler Mehrwertdienste in der Volkswagen Automative Cloud. Mit dieser Beteiligung will sich der VW weiteres Know-how im digitalen Bereich sichern.

Nach Angaben von VW wird diconium damit ein wichtiger Technologiepartner für den Aufbau weiterer digitaler Services, die dann in der Volkswagen Automotive Cloud laufen werden, die künftige Basis wird für digitale Mehrwertdienst im vernetzten Fahrzeug. VW und diconium wollen unter anderem eine globale Online-Vertriebsform auf den Weg bringen, über die Kunden von Volkswagen alle kommenden „We“-Services sowie On-Demand-Funktionen für das vernetzte Fahrzeug einkaufen und auch verwalten können. Solche Funktionen werden zum Beispiel Multimedia-Streaming, automatisches Bezahlen beim Tanken, Laden und Parken oder auch Updates umfassen.

Die Volkswagen Automotive Cloud wird vollvernetztes Fahrzeug, cloudbasierte Plattform und digitale Mehrwertdienste verknüpfen. Fahrzeugabbildung ist eine Studie

Mit diconium als Partner werden künftig das vollvernetzte Fahrzeug, cloudbasierte Plattform und digitale Mehrwertdienste verknüpft.  Diconium mit Sitz in Stuttgart ist ein führender Spezialist für den ganzheitlichen Aufbau digitaler Geschäftsmodelle. Das inhabergeführte Unternehmen beschäftigt an seinen Standorten in Deutschland, Portugal, den USA und Indien rund 800 Mitarbeiter. Der Vollzug der Anteilsübernahme steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen.

Volker Benke


VW setzt auf Partnerschaft mit Microsoft

Bei der Vernetzung seiner Autos setzt VW auf Clouddienste von Microsoft

Der Autobauer hat dafür eine strategische Partnerschaft mit dem Softwareunternehmen vereinbart, teilte das Unternehmen mit.

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen die Volkswagen Automotive Cloud entwickeln, die alle digitalen Dienste und Mobilitätsangebote des Autobauers umfasst. Damit werde Volkswagen künftig in der Lage sein, digitale Dienste auf die gesamte VW-Flotte auszuweiten.

Und langfristig sollen die Lösungen auch in den übrigen Konzernmarken wie Audi,  Seat oder Skoda eingeführt werden.                                                                                                                     Quelle: sdecoret / shutterstock.com

   Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


TopPerformer2018 - Awards für VW

Zwei erste Plätze für VW

Gleich zwei erste Plätze hat Volkswagen Nutzfahrzeuge bei den „TopPerformer 2018“-Awards errungen. Der Crafter (Foto oben rechts) setzte sich in der Kategorie „Große Transporter“ an die Spitze der Wertung und der Amarok wurde in der Kategorie Pick-up als „Aufsteiger des Jahres“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Der Amarok Pick-up wurde mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Foto VW

Bei VW heißt es, man sei stolz auf das erfolgreiche Abschneiden und nehme das als Ansporn, den Kunden weiter zielgruppenorientierte Angebote und Serviceleistungen zu bieten und dafür neue Fahrzeuge und Mobilitätskonzepte zu entwickeln. Bis Ende Oktober 2018 hat Volkswagen in Deutschland bereits 14.400 Crafter und 3.300 Amarok übergeben, weltweit waren es 45.000 bzw. 67.700.                                 

Volker Benke


VW: Und noch mehr Auszeichnungen

Der Multivan und der Amarok überzeugten bei der ‚Auto Trophy‘

Zweimal Platz eins: Der Multivan und der Amarok von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN)  überzeugten bei der ‚Auto Trophy‘, der Leserwahl der AUTO ZEITUNG. Beide gewannen in ihrer jeweiligen Kategorie – der Multivan zum elften Mal bei den Vans, der Amarok V6 gleich beim ersten Mal in der neuen Kategorie Pickups.

Das hannoversche Multitalent,  der Multivan, gewinnt auch 2018 mit 30,5 Prozent die Stimmen der rund 23.000 Leser der AUTO ZEITUNG. Die Kategorie ist bei der Leserwahl mit 14 Modellen eine der größten Fahrzeug-Kategorien, in der übrigens auch Modelle wie der zweitplatzierte VW Touran zur Wahl standen. Das Jahr 2018 bedeutet für den Multivan von VWN bereits den elften Gewinn der in Folge.

In der erstmals bei der Trophy zur Auswahl stehenden Kategorie der Pickups überzeugte der Amarok die Leser. Der Pickup mit seinem V6-Aggregat, bis zu 258 PS Leistung, erzielte mit 29 Prozent der Stimmen Platz eins. Bereits zuvor hatten internationale Medienvertreter nach 2010 den Amarok 2018 zum zweiten Mal zum ‚International Pick-up‘ gewählt – als einzigen seiner Art.

Die Leser der AUTO ZEITUNG konnten zum 31. Mal in 22 nationalen Kategorien aus 42 Marken und 207 Autos wählen. Daneben gab es sieben internationale Kategorien, in denen auch Leser aus dem europäischen Ausland und den USA abstimmen konnten.

Sigrid Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


VW-Media-Etat bleibt gleich

Volkswagen will bis 2020 Marketingeffizienz steigern

Bei einem etwa gleichbleibenden Media-Etat von 1,5 Mrd. Euro will VW bis 2020 die Effizienz im Marketing um etwa 30 Prozent steigern. Dabei soll sich der digitale Anteil im Media Mix auf fast 50 Prozent erhöhen. Lt. Jürgen Sackmann, Vertriebsvorstandes von Volkswagen, soll die Marke straffer und zentraler geführt und mit neuen Partnern ein bislang nicht gekanntes Level an Marketing-Innovationskraft erreichen.  

Volkswagen will seine Marketingaktivitäten über drei Lead-Agenturen steuern, die vier neue "reativ-Powerhouses" in den wichtigen Regionen der Marke betreiben. VW

VW werde durch die Fokussierung der Agenturlandschaft und die Ausweitung der digitalen Ansätze deutlich effizienter. „Die tiefgreifende Transformation von Volkswagen, die nächstes Jahr mit der Weltpremiere unseres ID auch für unsere Kunden greifbar wird, verändert unser Marketing fundamental“, sagte Sackmann. Dabei werden sich dann die Veränderungen im Marketing auf vier große Bereiche konzentrieren: Im Produktbereich werden 2019 der Golf der achten Generation und die ID wichtige Themen sein. Zudem will Volkswagen neue digitale Plattformen, etwa die neue Online-Vertriebsplattform für die digitalen „We-Dienste“ wie zum Beispiel den digitalen Lieferdienst „WeDeliver“ schaffen. Ferner erfordern neue Markenplattformen neue Ansätze im Marketing.

Und schließlich soll voraussichtlich schon im Frühjahr das neue Brand Design vorgestellt werden, das das Erscheinungsbild der Marke verjüngen und auch modernisieren soll. Volkswagen will diese Aufgaben vorwiegend mit dem neuen Powerhouse“-Ansatz bewältigen. Die vier „Powerhouses“ sollen an ihren Standorten die kreativsten Köpfe unter einem Dach zusammenbringen. Jeweils zwischen 100 und 200 Mitarbeiter werden dann in einem integrierten und cross-funktionalen Ansatz Kampagnen und ihre Inhalte erarbeiten – von der Strategie bis zu Ausführung und Distribution. Erstmals würden mit diesem Konzept globale Kampagnen möglich.      

Volker Benke


Bei VW in Wolfsburg sollen eine Millionen Fahrzeuge vom Band laufen

Durch Bündelung der Golf-Produktion steigt die Produktion in Wolfsburg

„Wir planen wie vereinbart die Produktivität bis 2020 um 25 Prozent in allen deutschen Standorten zu erhöhen. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht Volkswagen in Zukunft weitere Anstrengungen“, erklärt Dr. Andreas Tostmann, Vorstand für Produktion und Logistik der Marke Volkswagen (Foto).  Das Produktionsvolumen im Wolfsburger Stammwerk wird zukünftig auf etwa eine Millionen Fahrzeuge ansteigen. Durch eine gesteigerte Produktivität kann eine höhere Auslastung der Werke erzielt werden. In Wolfsburg werden dafür die Weichen gestellt, damit die im Zukunftspakt vereinbarte Bündelung der Golf-Produktion an einem Standort erfolgen kann. Die Golf Fertigungen aus Zwickau und Puebla wird mit Einführung des Golf 8 in das Stammwerk zurückgeführt. Auch der neue SEAT Tarraco wird demnächst in Wolfsburg gefertigt. Tostmann: „Wir planen die Produktivität bis 2020 um 25 Prozent in allen deutschen Standorten zu erhöhen." Um wettbewerbsfähig zu bleiben, brauche VW weitere Anstrengungen, insbesondere für die Zeit nach 2020.

Zur Verbesserung der Produktionseffizienz hat Volkswagen eine neue Produktionsstrategie entwickelt  Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen auch weiterhin eine deutliche Verringerung der Komplexität von Produktionsstrukturen sowie eine Standardisierung im weltweiten Produktionsverbund. „Ein kompetentes, weltweit führendes Produktionsnetzwerk ist einer der größten Hebel für die Wertsteigerung des Volkswagen Konzerns“, erklärt Tostmann. „Die Marke Volkswagen hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Wir sind auf dem richtigen Weg. Im Branchenvergleich liegen wir damit im Mittelfeld, da wollen wir aufholen und zu den Besten der Branche gehören.“ Ende September 2018 will die Marke Volkswagen Eckpfeiler ihrer neuen Produktionsstrategie „Transform.Together“ bekanntgeben sowie über eine Detaillierung der geplanten Maßnahmen und Handlungsfelder informieren.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe



Volkswagen weitet Produktion in China aus

Eröffnung von vier neuen Werken an den drei Standorten in den vergangenen Monaten

China-Vorstand Heizmann (Foto lks.): „Der chinesische Markt trägt wesentlich zum Erfolg des Volkswagen Konzerns bei. Daher haben wir in 2018 unsere SUV- und Elektromobilitätsoffensive in China gestartet, die durch unsere neuen Werke gestärkt wird.“

Der VW-Konzern stärkt mit der Eröffnung von den drei neuen FAW-Volkwagen Fahrzeugwerken an den drei Standorten in Qingdao, Foshan und Tianjin sowie mit dem Komponentenwerk Volkswagen FAW Platform Tianjin Branch seine Lokalisierungsstrategie in China.

Alle vier neuen Fabriken erhöhen die Flexibilität von Volkswagen Group China, auf Kundenbedürfnisse schneller reagieren zu können. Allein im jüngst eröffneten FAW-Volkswagen Werk Tianjin rollen künftig jährlich 300.000 SUV-Modelle vom Band und bilden somit die Basis für die SUV-Offensive der Volkswagen Group China. Wegweisend für die Elektrifizierungsstrategie des Volkswagen Konzerns („Roadmap E“) ist das Werk Foshan, das nun 600.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren kann. Auch in Qingdao werden in Zukunft elektrifizierte Fahrzeuge neben Autos mit Verbrennungsmotor vom Band laufen können.

Prof. Dr. Jochem Heizmann Vorstandsmitglied der Volkswagen Aktiengesellschaft sowie Präsident und CEO der Volkswagen Group China, sagte: „Wir wollen einen wesentlichen Betrag leisten den Pkw-Markt in China zu elektrifizieren. Bis 2025 sollen etwa 40 verschiedene elektrifizierte Fahrzeugmodelle in China produziert werden.“

Der Volkswagen Konzern ist in China mit 12 Marken vertreten und hat dort mit seinen JointVenture-Partnern FAW (FAW-Volkswagen) und SAIC (SAIC VOLKSWAGEN) seit Marktantritt im Jahr 1984 mehr als 35 Mio. Fahrzeuge ausgeliefert. Für die Volkswagen Group China arbeiten über 100.000 Beschäftigte in 34 chinesischen Werken an 23 Standorten. Rund 3000 Händler (mit 330. 000 Mitarbeitern) haben im Jahr 2017 in der Volksrepublik 150 verschiedene Modelle und insgesamt 4,18 Mio. Fahrzeuge des Konzerns verkauft. Im August 2018 betrug der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in China 18,3 Prozent.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord