WISSENSCHAFT - PREISE


LAVES unterstützt bei Corona-Tests

Verbraucherschutzministerin: „Im Kampf gegen Corona alle Ressourcen bündeln“

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) wird künftig Proben von potenziell an SARS-CoV-2 erkrankten Menschen untersuchen und damit die Untersuchungslabore in Niedersachsen unterstützen.

Die LAVES-Labore in Oldenburg und Hannover sind gegenwärtig damit beschäftigt, den Test zu etablieren, die Laborabläufe auf die Coronavirus-Untersuchungen umzustellen und das dazugehörige Proben-und Datenmanagement einzurichten. Es ist geplant, dass das LAVES spätestens bis zum 9. April 2020 messbereit sein kann.

„Wir unterstützen das Gesundheitsministerium sehr gerne. Im Kampf gegen das neuartige Corona-Virus müssen wir alle Ressourcen nutzen und bündeln", erklärte Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast (Foto lks.), zu deren Ressort das LAVES gehört.

Das begrüßt Sozial- und Gesundheitsministerin Carola Reimann: „Niedersachsen hat eine hohe Kompetenz in der Tierseuchenbekämpfung und diese Expertise nutzen wir für die Erweiterung der Testkapazitäten.“

Zukünftig wird LAVES täglich mehr als 1.000 Proben, kurzfristig auch 1.500 Proben untersuchen können. Diese zusätzlichen Untersuchungskapazitäten sollen unter anderem dazu verwendet werden, Personen aus Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben unbürokratisch und zügig zu testen, damit dieser Personenkreis möglichst nicht langfristigen Restriktionen (z.B. Quarantäne-Maßnahmen) unterliegt, und somit das Personal zur Aufrechterhaltung zentraler Infrastrukturen (Polizei, Feuerwehr etc.) zur Verfügung steht.

Präsident Prof. Dr. Eberhard Haunhorst freut sich, daß LAVES beim Kampf gegen das Corona-Virus helfen kann. 

Das LAVES wird also in Amtshilfe für andere Behörden, insbesondere für das Niedersächsische Landesgesundheitsamt, mit dem seit jeher eine enge fachliche Kooperation besteht, tätig werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

30.03.2020


Auszeichnung für einen Mutmacher

Deutscher Stifterpreis 2020 geht an Hans Schöpflin

Hans Schöpflin (78) wird mit dem Deutschen Stifterpreis 2020 des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen ausgezeichnet. Der undotierte Preis wird bei der Festveranstaltung am 17. Juni 2020 im Rahmen des Deutschen Stiftungstages in Leipzig verliehen.

Prof. Dr. Joachim Rogall, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, erklärte zur Entscheidung: „Hans Schöpflin (Foto lks.) ist ein Mutmacher. Frei nach seinem stifterischen Motto ‚Alles fließt. Alles verändert sich‘ unterstützt er Menschen und Organisationen, die sich für eine bessere Zukunft für die kommenden Generationen einsetzen, mit neuen Ideen experimentieren und für eine gerechtere und nachhaltigere Welt eintreten.“

Der Deutsche Stifterpreis des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen gilt als die höchste Auszeichnung im Stiftungswesen, er wurde zum ersten Mal 1994 verliehen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

10.03.20202


Verbesserter Schutz für Wildkatzen durch GPS-Sender

Über 150 Ehrenamtliche engagieren sich im Forschungsprojekt „Wildkatzensprung“.

Insgesamt sind sechs Wildkatzen gefangen und mit GPS-Halsbändern ausgestattet worden.  Denn jedes Jahr würden viele der Wildkatzen an Straßen tot aufgefunden, erklärten Projektforscher, organisiert im BUND-Forschungsprojekt „Wildkatzensprung". Mit dem Sender an einem Halsband könne herausgefunden werden, "inwiefern die Katzen Verbindungswege nutzen, ob sie Straßen überqueren und in welcher Frequenz", sagte Projektmitarbeiterin Teresa Nava. Mit den Daten könne man dann Schutzmaßnahmen für die Tier vornehmen, beispielsweise Wildkatzenzäune aufstellen.

 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Foto: Deutsche Wildtierschützer

13.03.2020


Jetzt gibt es eine Stiftungsprofessur für Radverkehrsmanagement

Mit der Förderung will das  BMVI die Forschung zum Thema Radverkehr stärken 

Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften hat den Zuschlag für eine vom Bund geförderte Stiftungsprofessur mit dem Schwerpunkt Radverkehr erhalten. Mit der Förderung will das  Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Forschung zum Thema Radverkehr stärken und dem Radfahren als eigenständige Verkehrsart in Deutschland mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung verleihen.

Wissenschaftsminister Björn Thümler gratuliert der Hochschule: „Nachhaltige Mobilität spielt im Fahrradland Niedersachsen eine herausgehobene Rolle. Bei Themen der Mobilität oder etwa der Verkehrsplanung steht noch immer meist das Auto im Mittelpunkt. Es liegt auf der Hand, das Fahrrad als klimafreundliches Verkehrsmittel deutlich stärker in den Fokus zu nehmen. Daher begrüße ich es sehr, dass die Ostfalia Hochschule für die Fakultät Verkehr-Sport Tourismus-Medien am Standort Salzgitter sehr erfolgreich eine eigene Professur für Radverkehrsthemen einwerben konnte und diese auch dauerhaft weiterführt. Das Thema Radverkehrsmanagement wird sicherlich viele junge Menschen dazu motivieren, ein zukunftsträchtiges Studium in diesem Bereich aufzunehmen.“

Auch Verkehrsminister Dr. Althusmann begrüßt die erfolgreiche Bewerbung der Ostfalia: „Wir wollen den Radverkehr stärken. Dazu gehören auch eine starke Wissensbasis und eine gute Forschung. Daher habe ich die Bewerbung der Ostfalia schon frühzeitig unterstützt – dass sie jetzt erfolgreich gewesen ist, freut mich besonders.“

Insgesamt haben sich sieben deutsche Hochschulen erfolgreich um die vom BMVI geförderte Stiftungsprofessur beworben. Sie erhalten hierfür Unterstützung in Höhe von bis 400.000 Euro pro Professur. Die Ostfalia will die Professur unter dem Titel „Radverkehrsmanagement“ an der Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien am Standort Salzgitter einrichten.

MWK/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Völlig losgelöst

Leibniz-Universität testet Einstein-Fahrstuhl

Er ermöglicht Experimente bei Schwerelosigkeit

Und das ist mal wieder Spitzen-Forschung aus Hannover! Denn mit 20 Metern pro Sekunde schießt die graue Kunststoff-Kapsel im Schacht nach oben, um nur Bruchteile später wieder nach unten abzusausen. Und diese Tatsache lässt dann in der Gondel für vier Sekunden die Schwerelosigkeit zu.

Wissenschaftler des Hannover Institute of Technology (HITec) der Leibniz-Universität haben den neuen sogenannten Einstein-Elevator erfolgreich getestet.

Das Weltraumabenteuer beginnt in Hannover. Foto GWLU

Weltweit einzigartig ist dieser Fallturm, in dem die Forscher bis zu 300 Experimente am Tag durchführen können.

Dazu sagte Projektmanager Christoph Lotz: "Wir haben gezeigt, dass wir die Motoren so präzise steuern können, dass sie den Luftwiderstand der Gondel für das Freischweben des Experimentes im Innern kompensieren." Und das heißt: Die Schwerelosigkeit entsteht nur, weil die Bewegungswiderstände der Gondel während des Falls ausgeglichen werden.

Doch wozu ist der Weltraum-Lift denn eigentlich da? Es können Experimente von Wissenschaftlern durchgeführt werden, wie z.B. unter Schwerkraftbedingungen auf Mond und Mars. Und so wird getestet, ob ein 3D-Drucker auch unter diesen Umständen funktioniert. Damit könnten bei Weltraumexpeditionen unterwegs die entsprechenden Werkzeuge gebaut werden.

Professor Ludger Overmeyer, Leiter des Instituts für  Transport- und  Automatisierungstechnik: "Wir wollen am Ende verstehen, wie sich Materie ins Nichts schreiben lässt."

Forschern soll der Einstein-Elevator auf der ganzen Welt zur Verfügung stehen und ab Frühjahr 2020 in den regulären Betrieb gehen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Sie haben ein Wildtier gesehen? Bitte mitteilen!

Wie viele wildlebende Säugetiere gibt es in Europa?

Ein internationales Forscherteam möchte mit Hilfe von Bürger*innen erfassen, welche und wie viele wildlebende Säugetiere es in Europa gibt.

Luchse, Rehe, Wildschweine, Iltisse, Biber oder Mufflons – in Europa leben etwa 250 verschiedene Säugetierarten. Welche und wie viele in welchen Regionen leben, ist oftmals unbekannt.

Mit dem Kooperationsprojekt MammalNet möchten acht europäische Forschungsinstitutionen diese Lücke gemeinsam mit Hilfe von Bürger*innen schließen.

Sie sind aufgerufen, die Tiere, die sie auf Wanderungen oder beim Spaziergang sehen, über eine mobile App oder über zwei Internetseiten mitzuteilen: Die App iMammalia läuft auf Android und iOS und kann in den jeweiligen Stores heruntergeladen werden – und dann ab mit der Meldung!

Für die beiden Internetseiten mammalweb und agouti ist es erforderlich, sich zu registrieren. Sie richten sich eher an fortgeschrittene Naturbeobachter. So laden Forscher*innen auf agouti beispielsweise auch Bilder aus Fotofallen hoch. Nutzen kann die Plattformen aber trotzdem jeder.

Das Projekt läuft über zwei Jahre und startet zunächst in Deutschland, Spanien, Kroatien und Polen. Ab Mai 2020 soll es auf die übrigen Regionen Europas ausgeweitet werden.

Auf deutscher Seite leitet Dr. Oliver Keuling aus dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) das Projekt.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord