Soziales Engagement - Medizin - Gesundheit


Spahn-Plan wird vom Kabinett gebilligt

Maser-Impfung ab 2020 Pflicht

Am Mittwoch hat das Bundeskabinett die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die Einführung einer Masern-Impfpflicht in Deutschland gebilligt. Kinder müssen künftig vor dem Besuch einer Kita oder Schule eine vollständige Masern-Impfung nachweisen. Der verpflichtende Impfschutz soll auch für Personen gelten, die dort arbeiten, für Flüchtlingsheime und für das Personal in medizinischen Einrichtungen.

Mit dem Gesetz will der Gesundheitsminister außerdem dafür sorgen, dass wieder mehr freiwillige Reihenimpfungen in Schulen angeboten werden. Die Krankenkassen sollen demnach verpflichtet werden, mit dem dafür zuständigen Öffentlichen Gesundheitsdienst Vereinbarungen über die Kosten zu treffen.

Ab März 2020 greift das Gesetz für die Masern-Impfpflicht. Kinder, die bereits in Gemeinschaftseinrichtungen sind, sowie das dort tätige Personal haben bis Ende Juli 2021 Zeit, den Nachweis über die vollständige Masern-Impfung zu bringen. Kinder, die nicht geimpft werden, können vom Besuch einer Kita ausgeschlossen werden. Eltern, die sich einer Impfung ihrer Kinder im Schulalter verweigern, müssen dem Gesetzentwurf zufolge mit Bußgeldern bis zu  2 500 Euro rechnen.

Von der Pflicht ausgenommen sind Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Impfung vertragen und alle vor 1970 Geborenen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Masern durchgemacht und sind deshalb immun.

Die Viruserkrankung kann von schweren Komplikationen begleitet werden, Spätfolgen mit sich bringen oder sogar zum Tode führen.

Experten hatten sich besorgt über die Impfquote bei Masern in Deutschland geäußert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts bekommen zwar fast alle Kinder die erste Impfung. Bei der für den Schutz notwendigen Zweitimpfung wird die Quote von 95  Prozent, bei der man von „Herdenschutz“ für die gesamte Bevölkerung ausgeht, aber n i c h t   e r r e i c h t !

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

17.07.2019


Pflege in Niedersachsen soll vorangebracht werden

Bis Herbst soll es Ergebnisse geben

In einer konzertierten Aktion soll es bis zum Herbst Ergebnisse geben. Das erklärte Ziel ist damit eindeutig: Die Pflege in Niedersachsen soll endlich vorangebracht werden. Sozialministerin Carola Reimann (SPD) stellte gemeinsam mit Krankenkassen, Pflegeanbietern und Kommunalverbänden die „Konzertierte Aktion Pflege“ in der letzten Woche vor.

Und „es ist kein Geheimnis, dass die Situation in der Pflege angespannt ist“, sagte die Sozialministerin in Hannover.  Es müssten Entbürokratisierung und Digitalisierung vorangetrieben werden, damit der Zustand sich schnellstmöglich verbessert. Bei einer Pflegekonferenz  im Herbst wolle man Ergebnisse und Maßnahmen vorstellen. Damit wolle man sowohl für die Pflegenden als auch für die Pflegebedürftigen bessere Bedingungen schaffen.

Sozialministerin Carola Reimann (SPD). Foto dpa

Innerhalb der Opposition wurde vor allem unter den Betroffenen Kritik laut. Björn Försterling (FDP) sagte: „Wir bleiben dabei um verlässliche Zahlen für die Pflege zu bekommen, brauchen wir endlich die von uns schon seit Langem geforderte Vollbefragung der Pflegekräfte. „Auch Meta Janssen-Kucz (Grüne) macht deutlich: „Wenn nicht endlich gehandelt wird, verschlimmert sich die Situation nur noch weiter.“ Es müsse dringend ein flächendeckender Tarifvertrag her, und die Kassen dürften sich nicht länger dagegen sträuben, die Kosten entsprechend zu übernehmen.

Hier wird die Position klar gestellt, die auch Thilo Meyer, Leiter des Pflegedienstes Horizont, vertritt und sich schon lange nicht mehr ernst genommen fühlt: „Die Politik muss die Kassen dazu zwingen, dass sie die Kosten tragen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 07.07.2019


In Niedersachsen sind 1,2 Millionen Menschen von Armut bedroht

Armutsgefährdung für Einpersonenhaushalt liegt bei 980 Euro monatlich

In Niedersachsen waren im Jahr 2017 rund 1,24 Millionen Menschen von Armut bedroht. Die Armutsgefährdungsquote ging nach einem Rekordwert ein Jahr zuvor leicht auf 15,8 Prozent zurück.

Diese Zahlen gehen aus einem Bericht des Landesamts für Statistik hervor, den das Sozialministerium jährlich herausgibt. Die Schwelle zur Armutsgefährdung lag für einen Einpersonenhaushalt in Niedersachsen demnach bei einem monatlichen Nettoeinkommen von  980 Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.07.2019 


Kein Geld für Homöopathie fordern Praxisärzte

Forderung: Krankenkassen sollen diese Leistungen nicht bezahlen

Aus Sicht der Praxisärzte sollten Patienten homöopathische Leistungen nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt bekommen. Denn wer solche Mittel haben möchte, sollte  sie auch erhalten, „aber bitte nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft“, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der „Rheinischen Post“. Es gäbe keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit homöopathischer Verfahren.

Auch in der Koalition wird über die Finanzierung diskutiert. In Deutschland ist Homöopathie kein Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherungen. Allerdings erstatten viele Kassen Versicherten Behandlungskosten für Naturheilverfahren, weil es eine Nachfrage gibt. Dies ist auch ein Instrument im Konkurrenzkampf der Kassen.

Dr. Gassen will nicht, dass Krankenkassen homöopathische Arzneimittel erstatten. Foto: imago images/tagesspiegel

Vorstandschef Gassen forderte die Kassen auf, ihre Finanzmittel in die ambivalente Versorgung zu leiten, „anstatt vor allem aus Marketingzwecken Beitragsgelder für Homöopathie auszugeben“.

Allerdings soll der Anteil, den Krankenversicherungen erstatten, ab Januar 2020 von 30 auf 15 Prozent sinken.

Das französische Gesundheitsministerium erklärte hierzu: homöopathische Mittel seien wissenschaftlich gesehen nicht ausreichend wirksam. Daher sei eine Erstattung nicht gerechtfertigt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.07.2019


Afrikanische Schweinepest – Reisezeit birgt Risiken

Ministerin Otte-Kinast: „Bitte passen Sie auf!“

Ein paar Würstchen aus dem Urlaub mitbringen? Das Schinken-Sandwich am Rastplatz in der Natur entsorgen? „Bitte passen sie  auf“, appelliert Niedersachsens Landwirtschaftsministerin zur Reisezeit. Denn durch Speisereste könnte auch der Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) unbemerkt ins Land gebracht werden. Experten sind sich einig, dass die größte Gefahr für Niedersachsens Wild- und Hausschweine derzeit vom Menschen ausgeht.

In Europa gibt es Zäune gegen ASP, aber andere Maßnahmen sind viel wichtiger!

Auch weil das Virus sehr lange ansteckungsfähig bleibt, können unachtsam entsorgte Speisereste von virushaltigem Reiseproviant ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Da die ASP sich aktuell in vielen Regionen Osteuropas sowie dem Baltikum ausbreitet, sollten Reisende Hinweise beachten, um unnötiges Tierleid sowie enorme wirtschaftliche Verluste zu verhindern.

Dazu gehören Grundregeln: Keine Fleischwaren aus Osteuropa mitbringen, Speisereste nur in geschlossene Müllbehälter entsorgen, keine Essensreste an Tiere verfüttern, von Haus- und Wildschweinen fernhalten und keine Tierkadaver anfassen.

Auch von Jagdreisenden geht ein hohes Risiko aus, so Ministerin Otte-Kinast. Sie bittet daher auch Jäger*innen, sich an die Hygienemaßnahmen zu halten, auf das Mitbringen von Jagdtrophäen zu verzichten und ihre Jagdausrüstung und Kleidung nach solchen Reisen überaus gründlich zu reinigen.

Das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hannover weist zudem darauf hin, dass für Transporteure und Saisonarbeitskräfte Infoblätter in verschiedenen Sprachen zur Verfügung stehen. Diese können unter folgendem Link heruntergeladen und weiterverteilt werden: ml.niedersachsen-afrikanische-schweinepest-aktiv-verhindern.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 04.07.2019


Tag des Sonnenschutzes

Bei Kindern in der Sonne auch die Augen schützen

Der Facharzt für Kinderheilkunde, Dr. med. Gisbert Voigt, Vorsitzender der Bezirksstelle Osnabrück der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), empfiehlt, bei Kindern auf einen guten Sonnenschutz für die Augen zu achten. Denn geht es um Sonnenschutz, steht meist die Haut im Mittelpunkt – gerade bei Kindern. Denn ihre Haut ist besonders empfindlich, sodass wiederholte Sonnenbrände in der Kindheit später zu Hautkrebs führen können. Weniger bekannt ist die Gefahr von Augenschäden durch die UV-Strahlung. „Kinder haben größere Pupillen und hellere Augenlinsen als Erwachsene, denn schützende Pigmente bilden sich erst mit dem Alter“, warnt Dr. med. Gisbert Voigt, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Würden die Augen der Kinder nur ungenügend geschützt, drohten besonders bei ausgiebigem Aufenthalt am Wasser, wo die Strahlung zusätzlich reflektiere, sogar sehr unangenehme und schmerzhafte Entzündungen der Hornhaut.

Kinderbrillen können sooo Cool sein!

Nicht auszuschließen seien Beeinträchtigungen der tiefer liegenden, lichtempfindlichen. Hier könne es im schlimmsten Falle zu bleibenden Schäden kommen.
Voigt empfiehlt daher, die Augen mit einer qualitativ hochwertigen Sonnenbrille abzuschirmen, die über einen hohen UV-Schutz verfüge: „Die Brille sollte alle Wellenlängen unterhalb von 400 nm herausfiltern“, rät Voigt. Die Sonnenbrille sollte auch so am Kopf anliegen, dass möglichst wenig Strahlung von oben und von den Seiten einfallen könne.

ÄKN/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 20.06.2019


Verdacht auf Amerikanische Faulbrut in der Region bestätigt

Sperrbezirk bei Uetze eingerichtet

Tierseuche für Menschen ungefährlich

Der Verdacht auf den Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut bei Bienen in der Region Hannover hat sich bestätigt. Seit Mitte Juni wurden Erreger der Amerikanischen Faulbrut in den Waben von fünf Bienenständen an der Regionsgrenze zum Landkreis Peine nachgewiesen. Die Laborergebnisse haben gezeigt, dass auch die Bienenbrut von den betroffenen Bienenvölkern von der Infektionskrankheit befallen ist. Die Region Hannover und der Landkreis Peine haben einen Sperrbezirk eingerichtet. Auf Regionsgebiet umfasst er in der Gemeinde Uetze die Ortschaften Dollbergen, Schwüblingsen, Katensen, Eltze und Dedenhausen.

Bienenhalter*innen im Sperrbezirk müssen alle Standorte ihrer Bienen beim Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover unter Telefon 0511/616-22095 zu melden. Es müssen auch alle Bienenvölker gemeldet werden, die sich ab 1. März 2019 vorübergehend im Sperrbezirk befunden haben.

Für den Sperrbezirk gilt: Alle Bienenvölker und Bienenstände werden umgehend kostenfrei untersucht, die Bienenhalterinnen und -halter haben bei den Untersuchungen entsprechend Hilfe zu leisten. Diese Untersuchung muss nach der Sanierung der von der Seuche betroffenen Bienenstände nochmals wiederholt werden.

Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wachs, Honig, sowie Futtervorräte, und benutzte Gerätschaften dürfen nicht von einem Bienenstand entfernt werden. Dies gilt nicht für Wachs, Waben, Wabenteile und Wabenabfälle, wenn sie an wachsverarbeitende Betriebe, die über die erforderliche Einrichtung zur Entseuchung des Wachses verfügen, unter der Kennzeichnung „Seuchenwachs“ abgegeben werden, sowie für Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist.

„Für Menschen ist diese Bienenkrankheit völlig ungefährlich“, erklärt Dr. Astrid Fietz, Amtstierärztin im Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover. „Für die Bienenvölker aber ist das eine schlimme Krankheit, da sie ganze Bienenvölker ausrotten kann. Um die Ausbreitung zu verhindern, wird das sogenannte Kunstschwarmverfahren eingesetzt. Hierbei wird das Bienenvolk ohne seine Larven in einen sauberen Bienenstock umgesetzt und kann so überleben.“ Eine Tötung der betroffenen Bienenvölker ist daher nicht erforderlich.


Ethikkommission für Pflegekammer

Kammergesetz für Heilberufe verlangt eine Kommission

Eine Ethikkommission wurde von der niedersächsischen Pflegekammer eingerichtet. Die Ethikkommission der Pflegekammer Niedersachsen ist erste dieser Art in Deutschland. Vorsitzender ist Lutz Schütze, Stellvertretender Vorsitzender ist Hendrik Graßme.

Das Gremium solle Hilfestellung geben, wenn die Pflege bei Menschen in Grenzbereiche führe und es unterschiedliche Ansichten zum Sinn und Nutzen der Pflegeschritte gebe, sagte der Pflegewissenschaftler Hendrik Graßme.

(v.l.n.r.) Nora Wehrstedt (Stellvertrende Präsidentin Pflegekammer Niedersachsen), Sandra Mehmecke (Präsidentin Pflegekammer Niedersachsen), Andreas Westerfellhaus (Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung), Dr. Carola Reimann (Sozialministerin Niedersachsen), Lutz Schütze (Vorsitzender Ethikkommission Pflegekammer Niedersachsen), Hendrik Graßme (Stellvertretender Vorsitzender).

Die Ethikkommission besteht aus 18 Mitgliedern, die ehrenamtlich tätig sind. Im Kammergesetz für Heilberufe ist eine Gründung der Kommission vorgeschrieben.

 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.06.2019


Patientenschützer wollen endlich Klarheit

Pflegebedürftige können nicht weiter belastet werden

Patientenschützer wollen endlich in der Debatte um bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege von der großen Koalition Klarheit über die Finanzierung der Mehrkosten erhalten. Es fehle noch immer das Bekenntnis, dass die 3,4 Millionen Pflegebedürftigen nicht weiter belastet werden können, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. In den Pflegeheimen sei heute schon mehr als ein Drittel der Bewohner auf Sozialhilfe angewiesen, das sind rund 300 000 Menschen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.06.2019


Kliniken werden mit Millionen Euro vom Land unterstützt

Überwiegend Intensivstationen der Krankenhäuser dürfen sich freuen

Das Land Niedersachsen unterstützt Intensivstationen an den Krankenhäusern des Regionsklinikums in Gehrden und Laatzen. Das wurde vom Krankenhausplanungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Die Experten genehmigten den bisherigen Zuschuss für das Klinikum Robert Koch in Gehrden von bisher 80 auf 115 Millionen Euro aufzustocken. Dort entsteht ein Erweiterungsbau. Der Hintergrund für den höheren Bedarf sind gestiegene Baukosten, die sich während der Planung ergeben hatten.

Für Laatzen, Agnes-Karll-Krankenhaus (Foto rechts), stellt das Land den Bau eines zentralen Operationsbereichs und die Planungen für eine neu strukturierte Intensivstation in den Vordergrund. Der Bau und Umbau werden nach den bisherigen Plänen 21,5 Millonen Euro betragen.

Mit der Zusage kann das Regionsklinikum jetzt die Planungen vorantreiben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.06.2019


Paragraf 219a greift: Geldstrafe für Ärztinnen

Seit der Neuregelung wurden erstmals in Berlin zwei Ärztinnen verurteilt

Der umstrittene Paragraf 219a wurde für zwei Ärztinnen aus Berlin zum Verhängnis. Erstmals seit der Neuregelung wegen unzulässiger Werbung für Abbruch der Schwangerschaft erging gegen die Gynäkologinnen jeweils eine Strafe von 2 000 Euro.

Auf der Internetseite ihrer Gemeinschaftspraxis hätten die Ärztinnen darauf hingewiesen, dass zu den Leistungen einer der beiden Medizinerinnen auch ein „medikamentöser, narkosefreier“ Abbruch  „in geschützter Atmosphäre“ gehöre, begründete das Amtsgericht Tiergarten das Urteil. „Das ist ein Gesetzesverstoß." Allerdings halte sie diesen für „nicht sehr strafwürdig“, sagte die Richterin.

Die beiden Medizinerinnen kündigten unmittelbar nach dem Urteil Rechtsmittel an: „Wir haben jetzt einmal den Kampf gegen diesen unsäglichen Paragrafen begonnen und möchten ihn auch weiter fortführen." Es sei nicht hinzunehmen, „dass sich Frauen umständlich über irgendwelche Listen, die außerdem immer noch nicht existieren, informieren müssen, wo welche Art von Schwangerschaftsabbrüchen angeboten werden", sagte die Ärztin Bettina Gaber.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.06.2019


Stagnation in der Organspende

Niedersachsen braucht mehr Organspender

Die Zahl der Organspenderin Niedersachsen stagniert. Nach Angaben von Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) wurden im vergangenen Jahr landesweit 62 Menschen nach ihrem Tod Organe entnommen. Das teilte das Ministerium anlässlich des Tages der Organspende in der letzten Woche in Hannover mitteilte. In 2017 waren es 64 und vor sechs Jahren 63 Organspender. Zwar gab es zwischendurch  eine leichte Steigerung auf bis zu 73.

So einfach ist es...

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.06.2019


Krankenhäuser in Deutschland halten sich nicht an Vorgaben

Viele Operationen ohne Mindestanzahlnachweis    

In Deutschland wird in vielen Krankenhäusern operiert, obwohl sie nicht die Mindestanzahl für komplexe Operationen vorweisen können. Laut einer aktuellen Studie führten im Jahr 2017 rund 460 von rund 1 150 Kliniken komplexe Eingriffe durch, obwohl sie die vorgegebenen Fallzahlen nicht nachweisen konnten, erklärte die Bertelmann Stiftung. Das seien fast 40 Prozent der Kliniken. Laut Studie entspreche das rund 4 300 Operationen. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.06.2019


Zeckenzeit: Sich richtig schützen

Sommerzeit ist Zeckenzeit – auch in Niedersachsen

Sie haben acht Beine, zwei Kieferklauen, einen Saugrüssel, sind gerade mal drei Millimeter groß – Zecken. Sie können bei Mensch und Tier Erreger übertragen, die eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns, die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), oder Borreliose auslösen. Das Robert Koch-Institut hat den Landkreis Emsland als ersten Kreis in Niedersachsen zum Risikogebiet für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zecken erklärt. „Anders als man im Volksmund sagt, fallen Zecken nicht von Bäumen auf Spaziergänger herab. Sie krabbeln auf Wiesen, Sträuchern, im Unterholz und sind oft auch an Gewässern zu finden“, sagt Ina Bartels, Apothekerin in Hannover. „Dabei suchen sich die gefährlichen Achtbeiner besonders dünne und gut durchblutete Hautregionen wie Kniekehlen, Achselhöhlen, die Leistengegend oder den Kopf aus.“

Um den Zecken möglichst wenig Angriffspunkte zu bieten, sollten ein paar Regeln beachtet werden: Spaziergänger oder Ausflügler sollten im Wald oder auf Wiesen lange Hosen und festes Schuhwerk tragen. Einen zusätzlichen Abwehrschutz bieten Anti-Zeckensprays. Eine Liste der Vorsichtsmaßnahmen ist auf lav-nds verfügbar.

Infos zur Zeckensituation in Niedersachsen: nlga-niedersachsen-infektionsschutz-krankheitserreger_krankheiten

Gefährliche Zeckengruppe hat überwintert

Eine größere und für Menschen gefährliche Zeckengruppe aus den Tropen hat offenbar in Deutschland überwintert. Es wurde in Suhlendorf bei Uelzen, nach den heißen Tagen gleich sechs Exemplare der Hyalomma-Zecken entdeckt. Die Universität Hohenheim und das Münchner Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr teilten dies mit. "Nach den ersten Nachweisen dieses Jahres müssen wir davon ausgehen, dass diese Tiere bei uns in Deutschland überwintern konnten", sagte die Hohenheimer Parasitologin Ute Mackenstedt. Überwintern bedeutet aber nicht notwendigerweise auch, dass die Tiere bereits heimisch seien.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 13.06.2019

Zeckengefahr: Tierärztliche Hochschule Hannover bittet um Mithilfe

Blutsauger per Post an die TiHo schicken

Bunt- oder Auwald-Zecken übertragen Hunde-Malaria

Um Mithilfe bittet die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) die Bewohner der Region, ihr nach Zeckenbefall die leblosen Körper der Bunt- oder Auwald-Zecke per Post zuzusenden.

Die Parasiten siedeln sich immer mehr in unseren Breitengraden an. Erstmals wurden jetzt Buntzecken (Körper schimmern emaillefarben) nachgewiesen, die unter anderem Hundemalaria  übertragen. Auch entdeckt wurden die Hyalomma Zecken.  Das sind auffällig große Blutsauger mit gestreiften Beinen, sie übertragen das Krim-Kongo-Virus Foto l.).

Die mögliche Folge: richtig schweres Fieber.  Mit der Zeckenpost will die TiHo untersuchen, wie weit sich die ungewöhnlichen Arten  bereits ausgebreitet haben.

Prof. Dr. Christina Strube, Leiterin  des Instituts für Parasitologie sagte: „Die Einsendungen sollten bitte mit Angabe des Fundortes zugesandt werden."

Hier die Adresse: Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Parasitologie, zu Händen Professor Strube, Bünteweg 17, 30559 Hannover.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 22.05.2019


Engagement der Hannoverschen Volksbank ausgezeichnet

Bewegungs-Pass erhält bundesweiten Anerkennungspreis

Mit dem Bewegungs-Pass setzen die Sportregion Hannover (Stadt- und Regionssportbund) in Zusammenarbeit mit der Polizei Hannover und der Verkehrswacht ein Zeichen gegen die sogenannten „Eltern-Taxis“ vor Grundschulen und Kindergärten.

Unterstützt wird die Aktion seit Beginn durch die Stiftung Hannoversche Volksbank und 2019 erstmalig auch durch die Region Hannover. Jetzt wurde dieses  bürgerschaftliche Engagement mit dem bundesweiten Anerkennungspreis der Stiftung Aktive Bürgerschaft in der Kategorie „Genossenschaftsbanken“ ausgezeichnet. Dazu Marko Volck von der Stiftung Hannoversche Volksbank: „Wir sind sehr stolz auf diese Anerkennung für ein Projekt, dass von dem gemeinsamen Engagement aller Partner lebt.

Freuen sich über den Anerkennungspreis: Rita Girschikofsky, Roland Krumlin (beide Stadtsportbund), Anna-Janina Niebuhr, Ulf Meldau (beide Regionssportbund) und Marko Volck von der Stiftung Hannoversche Volksbank. Foto: Volksbank

In diesem Jahr wurden mehr als 17.000 Bewegungs-Pässe ausgegeben, 60 Grundschulen, 43 Kindergärten oder KiTas sowie 47 Sportvereine machen mit. Ein Riesenerfolg!“  

Rita Girschikofsky, Präsidentin des Stadtsportbundes ergänzt: „Der BewegungsPass funktioniert ganz einfach, es werden 20 Unterschriften der Eltern für jeden Tag, an denen das Kind zu Fuß oder mit dem Roller zur Schule oder KiTa kommt gesammelt, dann gibt es ein Geschenk.“ Zusätzlich winken durch Stempel für Aktionen der Sportvereine weitere Preise.

Mit dem Bewegungs-Pass wird die Selbständigkeit der Kinder und deren Sicherheit im Straßenverkehr gefördert. Die Bewegung an der frischen Luft ist zudem ein optimaler Start in den Schultag. Die Grundschulen und KiTas freuen sich über weniger „Eltern-Taxis“ und die Sportvereine pflegen ihre Kontakte zu den Schulen und machen ihr Sportangebot bekannt. „Der Bewegungs-Pass ist für alle Beteiligten ein Gewinn, deshalb fließt auch das Preisgeld für den Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 Euro komplett in das Projekt“, betont Volck.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.05.2019


Bakterien, die Plastik oder Öl unschädlich machen können

Mikroben wurden in 81 Länder versandt

Es geht um Pflanzenviren, Bakterien, Pilze: Die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig hat im Jahr 2018 mehr als  43 000 Bestellungen eben dieser Mikroben erhalten. Die Lieferungen erfolgten in 81 Länder.

In diesem Jahr feiert das Leibniz-Institut sein 50-jähriges Bestehen. Ein  wichtiger Auftrag für die rund 200 Mitarbeiter ist es, Mikroorganismen zu erhalten und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen. Es lagern mittlerweile mehr als 350 000 Ampullen dafür bei zehn Grad Celsius. Die Wissenschaftler forschen aber  auch selbst. So suchen sie zum Beispiel nach Bakterien, die Plastik oder Öl unschädlich machen können.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 12.05.2019


Bei Burn-out-Signalen rechtzeitig Hilfe suchen

Berufsgenossenschaft gibt Tipps

Wer Burn-out-Signale wie Schlaflosigkeit und innere Unruhe bei sich erkennt, sollte rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. Erster Ansprechpartner ist zum Beispiel der Hausarzt. Auch Gespräche mit dem Vorgesetzten und Kollegen können helfen, die Situation am Arbeitsplatz zu verbessern.

Darauf weist die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik hin. Eine klare Verteilung von Aufgaben, weniger Zeitdruck oder mehr Freiräume am Arbeitsplatz können Lösungen sein.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 18.05.2019


Mehr Ausbildungsplätze zur MTRA

Die Aufstockung der Schülerzahlen in der MTRA-Schule wurde genehmigt

In allen medizinischen Bereichen herrscht Mangelware an Personal, so auch bei den Medizinisch-Technischen-Radiologieassistentinnen und –assistenten (MTRA), um den Bedarf in Krankenhäusern und Arztpraxen zu decken. Auf Initiative von Professor Dr. Frank Wacker (Foto oben r.), Leiter des MHH-Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, und Professor Dr. Peter Landwehr (Foto unten r.), Leiter des Zentrums Radiologie und Nuklearmedizin des Diakovere, wurde zum Ausbildungsbeginn im Herbst 2019 die Aufstockung der Schülerzahlen in der MTRA-Schule im Zentrum Schulen der MHH von bisher 25 auf 50 Schüler pro Jahr von der Landesschulbehörde genehmigt.

Gleichzeitig soll zum Ausbildungsbeginn im Herbst diesen Jahres die betrieblich- schulische Ausbildung vergütet werden, mit 965 Euro im ersten, 1 025 Euro in zweiten und 1122 Euro im dritten Ausbildungsjahr. „In den Kliniken und Praxen in Niedersachsen waren die MTRA aus unserer Schule immer sehr gefragt, die  Vergütung macht die Ausbildung  noch attraktiver“, sagte Professor Wacker. „Daher war der Entschluss, die Zahl der Schüler zu verdoppeln, schnell gefasst“, ergänzt Sibylle Albrecht, Schulleiterin der MTRA-Schule an der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die MHH und die Krankenhäuser der Diakovere kooperieren schon seit Langem bei der praktischen MTRA-Ausbildung erfolgreich. Aufgabe der MTRA ist, bildgebende Verfahren zur Diagnostik und Therapie von Krankheiten anzuwenden. Dabei ist die Betreuung der Patienten besonders wichtig.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 13.05.2019


Neues Laserverfahren für Nienburg

Chefarzt für Urologie bringt an Helios Kliniken Mittelweser ein neues Laserverfahren mit

Der neue Chefarzt Dr. Ralf Kühnert (Foto privat) hat Mitte März die Leitung der Abteilung für Urologie an den Helios Kliniken Mittelweser übernommen. Mit im Gepäck hatte der Urologe ein neues Laserverfahren.

Zuvor war Ralf Kühnert 25 Jahre lang an heutigen Helios Klinikum Pforzheim tätig. Zuletzt in den Positionen als kommissarischer Chefarzt und Leitender Oberarzt. Das Behandlungsspektrum des neuen Chefarztes umfasst die gesamte operative und medikamentöse Behandlung von Patienten mit urologischen Erkrankungen. Kühnert bringt das neue Verfahren, die Laser-Enukleation der Prostata mit in seinen neuen Wirkungskreis an die Mittelweser. Das moderne Laserverfahren gilt in Fachkreisen als besonders schonende Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen.

Mit Ralf Kühnert gewinnen die Helios Kliniken Mittelweser einen erfahrenen und kompetenten Fachmann. So ist auch seine Expertise eine Bereicherung für die weiblichen und männlichen Patienten.

Somit ist „ein Neustart nach fast 25 Jahren in derselben Klinik eine spannende Herausforderung. Ich habe mich bewusst für Nienburg entschieden: Es ist eine schöne Stadt und die Klinik ein familiäres Haus mit einem gleichzeitig großen Behandlungsspektrum", sagte der neue Chefarzt.

Quelle Helios Kliniken / Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.05.2019


Sie pöbeln, drohen und schlagen auch zu

Patienten werden immer aggressiver, Broschüre soll helfen

In Arztpraxen und Krankenhäusern werden die Patienten immer aggressiver. Sie bedrohen Ärzte, Praxis- und Klinikpersonal. Dieses Verhalten wird unter anderem auch von der Ärztekammer Niedersachsen beklagt. „Wir spüren in den Arztpraxen und Kliniken, dass die Stimmung im Warte- und Sprechzimmer zunehmend angespannter ist“, sagte die Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), Marion Charlotte Renneberg. Nun soll die Broschüre "Übergriffe gegen Praxisteams" den Ärzten Empfehlungen geben, wie sie mit Gewalt umgehen können.

Mögliche Ursache für Konflikte benennt die Broschüre wie unter anderem die Sorge um Angehörige, vermutete oder tatsächliche Fehlbehandlungen, Zuzahlungen, interkulturelle Missverständnise, falsche Versprechungen etc. Hauptauslöser dieser bedrohlichen Situationen seien aber Wartezeiten und die Frage, in welcher Reihenfolge Patienten behandelt werden.

Renneberger befürchtet sogar, dass die tatsächlichen Anzahl von gewalttätigen Übergriffen noch viel größer ist, als die genannten Zahlen. „Viele Kolleginnen und Kollegen sprechen bisher nicht über diese Vorfälle", bedauert die Fachärztin für Allgemeinmedizin. Die Beleidigungen und gewalttätige Handlungen  kommen von sämtlichen Schichten der Bevölkerung. Die Menschen seien egoistisch und hätten einfach kein Verständnis dafür, dass Notfälle Vorrang hätten.

Mit einem Experten für Kriminalprävention und der ÄKN wurde die Broschüre mit dem Titel „Übergriffe gegen Praxisteams - vorbeugen und abwenden!“ entwickelt. Sie  richtet sich sowohl an Ärztinnen und Ärzte als auch an das Medizinische Assistenzpersonal.

Die Broschüre "Gewalt gegen Ärzte" zum Downloaden finden Sie hier

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.06.2019


Projekt ZwischenMenschlichkeit braucht Paten

Zwei Stunden pro Woche für einen guten Zweck

Die Bürgerstiftung sucht für ihr Projekt „ZwischenMenschlichkeit - Paten für Senioren“, ehrenamtliche Helfer. Die Bürgerstiftung möchte Menschen animieren, Bewohner von Senioreneinrichtungen  zu besuchen. Mitmachen können Menschen unabhängig vom Alter. Investiert werden sollten zwei Stunden pro Woche.

Wer sich für Seniorenbesuche entscheidet, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 45 00 07 72 oder per E-Mail unter guthmann@buergerstiftung-hannover.de anmelden.

Die zukünftigen Besuchspaten werden vom Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover mit fünf Schulungen am Nachmittag vorbereitet. Die Kosten hiefür übernimmt die Bürgerstiftung.

Weitere Informationen: buergerstiftung-hannover

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.04.2019


Neues aus der Forschung

2 000 neue Bakterienarten im Darm entdeckt

Im menschlichen Darm leben rund 100 Billionen Bakterienzellen - das sogenannte Mikrobiom. Die Bazillen beugen Krankheiten vor, verhindern Übergewicht und bestimmen über Gemüt und Verfassung.

Forscher des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie und des britischen Wellcome-Trust Sanger Institutes entdeckten jetzt fast 2 000 bisher völlig unbekannte Bakterien im menschlichen Darm. Dafür analysierten sie das Erbgut von Bakterienarten in weltweit mehr als 13 000 Stuhlproben. Bei der Erforschung der bisher schwer nachweisbaren Bakterien half eine neue Computersoftware, die das Erbgut der Bakterien identifizieren kann.

Erst Billionen Bakterien machen uns zu dem, was wir sind, sagt Mikrobiomforscher Rob Knight: Sie beeinflussen unsere Gesundheit, unser Gewicht und sogar unser Verhalten. 

Die im Faltblatt „Nature“ veröffentlichte Studie zeigte auch, dass sich die Zusammensetzung der Darmbakterien verschiedener Länder der Erde deutlich unterscheidet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 17.05.2019


BERATUNG - HILFE


Johanniter Sozial- und Migrationsberatungsstelle in Vahrenheide

Team hilft bei Behördenangelegenheiten oder der Wohnungssuche

Eine neue Anlaufstelle hat ihre Türen geöffnet: In der Plauener Straße bieten die Johanniter seit Juni kostenlos und vertraulich Unterstützung für alle Einwohner Vahrenheides und der angrenzenden Stadtteile. Koordinatorin Claudia Dedermann und ihr Team helfen zum Beispiel bei der Suche nach einer Wohnung oder einem Kitaplatz, bei der Beantragung von Leistungen wie Arbeitslosengeld oder bei Ausländerangelegenheiten. „Bei uns sind alle willkommen – ob in Deutschland geboren oder gerade erst angekommen, ob alleinstehend oder mit Familie“, betont Dedermann. Die Diplom-Sozialpädagogin und systemisch-integrative Sozialtherapeutin hat auch ein offenes Ohr bei Fragen rund um allgemeine Ziele im Berufs- und Privatleben. Sie und Integrationsberater Hussein Hami beraten auf Deutsch, Englisch, Kurdisch, Russisch und Arabisch.

Geöffnet ist die Stelle  immer dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 9 bis 12.30 Uhr. Für vorher vereinbarte Gespräche steht sie zusätzlich dienstags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr zur Verfügung.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

Veröffentlicht 22.05.2019


Zukunft gestalten – mit Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung

Offene Sprechstunde der Betreuungsstelle der Region in Hannover

Ein Unfall, eine Krankheit oder eine seelische Krise: Jeder kann plötzlich in die Situation geraten, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Wer hat in diesem Fall die rechtliche Befugnis, in Vertretung Dokumente zu unterschreiben oder Rechnungen zu begleichen? Wer trifft wichtige Entscheidungen? Viele Menschen wissen nicht, dass auch Eheleute oder die eigenen Kinder nur mit Vollmachten für sie eintreten können.

Jeden ersten Freitag im Monat informiert die Betreuungsstelle der Region Hannover in ihrer offenen Sprechstunde über Möglichkeiten der privatrechtlichen Vorsorge durch Vollmachtserteilung und zur Betreuungsverfügung.

Von 9 bis 12 Uhr steht das Beraterteam in der Marktstraße 45 in Hannover  zur Verfügung. Die offene Sprechstunde ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Da es sich um Einzelgespräche handelt, können Wartezeiten entstehen. Informationen auch unter Tel. 0511/616-23540.

Presse Region/U. Micha/S. Lappe

Veröffentlicht 29.05.2019


Coaching für Mütter und Väter: Austausch zu Themen der Vereinbarkeit

Workshop-Angebot der Koordinierungsstelle Frau und Beruf 

 Mütter und Väter, die während der Elternzeit neben Krabbelgruppe und Babyschwimmen auch ihre persönlichen und beruflichen Pläne weiterentwickeln möchten, sollten sich für das Elterncoaching anmelden und mit Gleichgesinnten austauschen.

Am 16. September und 21. Oktober 2019, jeweils von 9 bis 12.30 Uhr, bietet die neue Workshop-Reihe der Koordinierungsstelle Frau und Beruf der Region die Gespräche an. Kinder sind willkommen und können auf dem Schoß ihrer Eltern teilnehmen oder im Spielkreis mitmischen. Die Workshops sind auch einzeln buchbar.

In den Workshops setzen sich die Eltern mit ihren Bedürfnissen und ihrem persönlichen Lebenskonzept auseinander. Sie entdecken ihre Fähigkeiten neu und entwickeln eine klare Vorstellung ihrer Rolle als berufstätige Mutter oder arbeitender Vater. Die Eltern planen strukturiert die nächsten Schritte und beschäftigen sich damit, wie der berufliche Wiedereinstieg gelingen kann, wie sie Familie und Beruf vereinbaren und wie sie sich nach dem Wiedereinstieg im Job positionieren. Außerdem lernen sie Gleichgesinnte kennen und entwickeln sich weiter – auch mit Kind.

Veranstaltungsort ist das Haus der Wirtschaftsförderung, Vahrenwalder Straße 7. Die Teilnahme kostet 30 Euro, ermäßigt 15 Euro. Anmeldungen per E-Mail an frauundberuf@region-hannover.de oder telefonisch unter (0511) 616 23542. Alle Infos zum Seminarangebot der Koordinierungsstelle Frau und Beruf auf frau-und-beruf-hannover.de.


Hilfe wenn Eltern sich trennen

Gruppenangebot für Kinder in schwierigen Situationen 

Wenn Eltern sich trennen, wird für die Kinder vieles anders: Um mit den Veränderungen zurechtzukommen, brauchen sie Hilfe, Anregung und Unterstützung.

Daher bietet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg der Region Hannover auch in der Außenstelle Laatzen eine Gruppe für betroffene Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an, um bei der Bewältigung ihrer Trennungserfahrungen zu unterstützen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, über die Veränderungen, die sich aus der Trennung oder Scheidung ergeben, zu sprechen und sich mit anderen Kindern auszutauschen. Gemeinsam mit dem psychologisch-pädagogischen Team soll nach Wegen gesucht werden, wie es den Kindern trotz der Trennung ihrer Eltern gut gehen kann.

Das Team der Beratungsstelle. Foto Region Hannover 

Die Gruppe trifft sich an sieben Termine immer montags von 16 bis 17.30 Uhr in der Außenstelle der Familien und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Würzburger Straße 17, in Laatzen. Anmeldungen: Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Tel. (0511) 616-23630.

Das Team der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region Hannover ist  zuständig für das Versorgungsgebiet Süd. Sie finden das Team Hauptstelle in Ronnenberg und in den Außenstellen in Barsinghausen,  Laatzen und Springe. In Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen finden Sprechstunden vor Ort satt. Neben der Familien- und Erziehungsberatung werden auch Frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Jugendberatung und Trennungsberatung angeboten.

Info: Hannover

Presse Dienst Nord, Ute Micha/Hannover Woche, Sigrid Lappe


Demenz- und Alzheimer-App schalten!

Arzt aus Hildesheim entwickelt Spiele-App für Demenz-und Alzheimer-Erkrankte

Ein Nichtbetroffener probiert die Demenz- und Alzheimer-App aus und findet sie gut!

Die Erkrankungen Demenz und Alzheimer beginnen mit Vergesslichkeit. Keine Gesichter, Namen und Wörter mehr parat, sie verschwinden einfach aus dem Gedächtnis - die Erinnerung verblasst! Der Frust darüber und der verzweifelte Versuch, sich zu erinnern, machen den Alltag schwer - nicht nur für die Patienten, auch für die Angehörigen.

Doch jetzt kommt die App gegen das Vergessen: „Auguste". Entwickelt hat die App Dr. Konstantin Lekkos (43), Chefarzt der Altersmedizin am Helios-Klinikum Hildesheim und Sascha Becker hat sie im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Uni Hannover programmiert. „Ich werde häufig von Angehörigen gefragt, was sie zu Hause für die betroffenen Patienten tun können, wie sie sich mit Demenz- oder Alzheimer- Erkrankten Patienten beschäftigen können. „Die Antwort von mir lautet: „Spielen!"

Dr. Lekkos, Vize-Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen, entwickelte eine Art Memory für die Betroffenen. Es gibt fünf verschiedene Varianten von leicht bis schwer. Mal ist es das klassische Memory (Karten umdrehen und Bildermerken), dann wieder das Zuordnen von Fotos zu Begriffen.

Das Besondere: Stadt der installierten Bilder können Nutzer Fotos der Familie, von Haus, Garten, Haustier etc. hinzufügen. „So trainieren sie nicht nur das Gehirn, sondern erinnern sich auch an die wirklich wichtigen Dinge", so Dr. Lekkos. Der Mediziner: „Hirnleistungstraining ist immer wichtig. Studien zeigen, wer sein  Gehirn regelmäßig trainiert, bleibt länger fit, ist weniger anffällig für Demenz und Alzheimer.

Die App gibt es gratis für Android und Apple, sie heißt „Auguste", benannt nach Auguste Deter (1906 verstorben), der ersten Patientin, bei der Alzheimer beschrieben wurde. alzheimer-niedersachsen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 08.06.2019 


Problem Aids: „Jugendliche frühzeitig informieren“

Gesundheitsamt der Region bietet Beratung und kostenlose, anonyme HIV-Tests 

Laut Robert-Koch-Institut lebten in Niedersachsen Ende 2017 rund 4.400 Menschen mit einer HIV-Infektion, damit haben sich im vergangenen Jahr etwa 170 Menschen neu infiziert. „Entscheidend ist, Jugendliche hinsichtlich HIV frühzeitig zu sensibilisieren“, so Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereiches Gesundheit der Region Hannover.

Die Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten (STI) des Fachbereichs Gesundheit bietet neben den herkömmlichen kostenlosen HIV-Labortests auch gebührenpflichtige HIV-Schnelltests.

Letztere auch als Kombination mit einer Schnelltestung auf Syphilis. Sämtliche Testungen erfolgen anonym. Diese Angebote richten sich an alle Einwohner*innen der Region und haben das Ziel, über Übertragungswege von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu informieren.

Die Sprechzeiten für die kostenlose und offene HIV-Sprechstunde: Montag von 12.30 bis 14.30, Dienstag von 12 bis 15, Donnerstag von 16 bis 17.30, Freitag von 8.30 bis 11 Uhr beim Fachbereich Gesundheit Region Hannover, Weinstraße 2, Tel.: 0511 616-43148

An allen Tagen ist im Rahmen der üblichen Beratungsgespräche auch ein kostenloser HIV-Test sowie ein kostenpflichtiger HIV-Schnelltest möglich. Eine Anmeldung dazu ist nicht nötig. Alle Sprech- und Untersuchungszeiten gibt’s auch online unter aidsberatung-hannover