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Gute Ideen gesucht: Jetzt bewerben für den Integrationsfonds 2019

Region Hannover stellt 200.000 Euro für Integrationsprojekte zur Verfügung

Kreativ, innovativ, vorbildhaft: Auch in diesem Jahr werden wieder gute Ideen für ein gelungenes Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gesucht. Bis zum 3. Mai 2019 können sich Kommunen, Vereine, Schulen, Initiativen und Privatpersonen mit ihren Projektideen bei der Region Hannover um Mittel aus dem Fonds „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ bewerben. Insgesamt stehen in diesem Jahr 200.000 Euro zur Verfügung.

Seit 2009 bezuschusst die Region jedes Jahr gemeinnützige Vorhaben, die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenbringen.

Anlässlich dieses runden „Geburtstags“ lädt die Region am Dienstag, 26. März, von 15 bis 20 Uhr, zur Jubiläumsfeier  ins Regionshaus in der Hildesheimer Straße 18 ein. Gleichzeitig können Besucher*innen, die selber gerne etwas auf die Beine stellen möchten, bei einem Spaziergang über den „Markt der Möglichkeiten“ von aktuellen Projekten inspirieren lassen oder persönliche Beratung in Anspruch nehmen.

Integrationsfonds: Beim Markt der Möglichkeiten im Regionshaus können sich Besucherinnen und Besucher inspirieren und beraten lassen. Foto: Christian Stahl, Region Hannover

Wer sich mit einer Idee bewerben oder zum Integrationsfonds beraten lassen möchte, wendet sich per E-Mail an guteidee@region-hannover.de. Weitere Informationen sind auf hannover.de/bunteregion

 zu finden. Welche Projekte finanzielle Unterstützung erhalten, darüber berät eine sechsköpfige Jury, die die Vergabe von Fördergeldern für die Entscheidung in den politischen Gremien vorbereitet. Eine Förderzusage erhalten die ausgewählten Projekte im September.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 23.03.2019


Conti-Mitarbeiter spenden Geld vom Sommerfest

Ein schöner Brauch: Feiern und Spendensammeln

Die Mitarbeiter von Continental haben insgesamt 35 000 Euro für kreative Einrichtungen in und um Hannover gesammelt.  So konnte der Vorstand der Reifendivision, Nikolai Setzer, jeweils 5 000 Euro an die Vereine Kinderherz Hannover, Heimverbund Hannover, Werkstatt Schule, Laatzener Tafel, Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover, Leere Wiege und Werte e.V. übergeben. Das Geld kam beim Sommerfest von Continental zusammen. Setzer betonte das große Interesse der Mitarbeiter, soziale Projekte der Region Hannover zu unterstützen. „Jede dieser Organisationen setze sich an Stellen ein, an denen Hilfe sehr nötig ist.“

Nikolai Setzer freut sich über und mit seinen Mitarbeitern. Foto Continental

Das Sammeln von Spenden bei Betriebsfesten hat bei Continental  Tradition.  Seit 2011 haben die Mitarbeiter über 185 000 Euro eingesammelt, mit denen unterschiedliche regionale karikative Projekte gefördert werden konnten.

Was für eine schöne Tradition!

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe Hannover Woche

Veröffentlicht 12.03.2019


Förderung für gewerblichen Kauf von Lastenrädern verlängert

Sparkasse geht mit 25.000 Euro in die Verlängerung

Gute Nachricht pünktlich zum Frühlingsstart: Die Förderung für Lastenräder in der Region Hannover, unter dem Kurznamen „LaRaLaPed“ bekannt, geht in die nächste Runde.

Die Sparkasse Hannover hat die Mittel zur Förderung von Lastenrädern im gewerblichen Einsatz, die aus dem aus dem Sparkassenbrief N+ Umweltschutzprojekte in der Region kommen, verlängert. Dazu stellt die Sparkasse erneut 25.000 Euro zur Verfügung, die von der Region Hannover gemäß aktualisierter Förderrichtlinie ab sofort wieder vergeben wird.

„Bisher wurden unter Inanspruchnahme der Förderung fast 80 Lastenräder mit und ohne Elektroantrieb beschafft – wir wollen damit zeigen, dass auch Handwerk und Gewerbe Beiträge zur Verkehrswende leisten können“, sagt Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz von der Region. Es gilt weiterhin die Förderhöhe von maximal 500 Euro für nicht motorisierte und bis zu 1.000 Euro für motorisierte Lastenräder. Die Förderung bezieht sich auf den Nettokaufsumme und beträgt höchstens 25 Prozent des Anschaffungspreises.

Alle Infos und Unterlagen sind hier zu finden: hannover.de/Laralaped

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 24.03.2019


Diese Tradition muss gepflegt werden!

Mit fast 165 000 Euro fördert die Volksbank viele Projekte
Und Tradition muss gepflegt werden. Denn seit vielen Jahren fördert die Hannoversche Volksbank soziale, kulturelle und Sport-Projekte in der Wirtschaftsregion Hannover-Celle.

Zu Jahresbeginn gibt es für 107 Projekte einen angenehmen Geldsegen. Gefördert wurden aus den Reinerträgen der VR-Gewinnpartnergemeinschaft, deren Lose bei der Volksbank erhältlich sind. Sozial-, Sport- und Kultur-Projekte von 164 844,40 Euro. Rund 55 000 Euro entfallen davon wieder auf fünf VW up!, die im April übergeben werden.

Einige Initiativen kamen zur symbolischen Scheckübergabe in die Unternehmenszentrale an der Kurt-Schumacher-Straße. Insgesamt wurden dort 9000 Euro vergeben. So erhält der Verein Bürgerinitiative Raschplatz 5000 Euro für die Erneuerung der Sitzpolster der Pavillon-Stühle. „Wir wollten im Sinne der Nachhaltigkeit die Stühle nicht einfach wegwerfen und erneuern die Polster nun bei einem Projekt mit der Werkakademie Gestaltung“, erklärte Susanne Müller-Jantsch vom Pavillon. Das Museum August Kestner bekam finanzielle Mittel für Bastelmaterialien, die beim Museumsfest für Kinder gebraucht werden. Und die Hannoverschen Werkstätten fertigen von ihrem Zuschuss Türschilder in Brailleschrift an. „Wir wollen blinden Menschen eine besser Orientierung bieten und die Selbstständigkeit fördern“, sagte Geschäftsführerin Vera Neugebauer.

Gewinnsparer der Volksbank unterstützen lokale Vereine: Vera Neugebauer (v.l.), Pia Drake und Susanne Müller-Jantsch nahmen die Zuwendungen symbolisch von Vorstandssprecher Jürgen Wache entgegen. Quelle: Samantha Franson

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


An rund 500 Kliniken drohen Ärzte mit Warnstreiks

Tarifverhandlungen verliefen erfolglos, Urabstimmung kommt - OPs könnten verschoben werden

In den kommenden Wochen müssen rund 500 kommunale Krankenhäuser mit Warnstreiks von Ärzten rechnen. Denn die Tarifkommission der Ärztegewerkschaft Marburger Bund erklärte die Tarifverhandlungen in Berlin für die rund 55 000 Krankenhausärzte für gescheitert.

Und Warnstreiks seien ab sofort möglich. Doch müssten für die Arbeitskampfmaßnahmen noch Vorbereitungen getroffen werden. So könnten auch anstehende Operationen verschoben werden.

Der Marburger Bund bereite zugleich eine Urabstimmung unter den Mitgliedern über reguläre Streiks vor. „Wir haben auf eine Einigung am Verhandlungstisch gesetzt", sagte der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke. Das Angebot der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) sei aber als Versuch zu verstehen, den Ärzten die Selbstachtung zu nehmen. „Deshalb muss jetzt der Druck erhöht werden.“ Für ausreichende Notdienste sei gesorgt!

Ein Plakat, mit dem der Marburger Bund für bessere Arbeitsbedingen kämpft.

Der Marburger Bund fordert für seine Mitglieder fünf Prozent mehr Geld sowie Begrenzungen von Bereitschaftsdiensten, unter anderem auf mindestens zwei freie Wochenenden im Monat. Auch müsse die Arbeitszeit manipulationsfrei erfasst werden. Die VKA hatte laut Marburger Bund bei der dritten Verhandlungsrunde am vergangenen Mittwoch nur 1,4 Prozent für 2019 und 0,83 Prozent für 2020 angeboten. „In allen für uns entscheidenden Punkten standen die Arbeitgeber auf der Bremse", sagte Henke.

Desweiteren warf die Gewerkschaft den Arbeitgebern vor, sich einer rechtlichen Absicherung für ihre Tarifverträge zu verweigern. Hintergrund ist das 2015 beschlossene Tarifeinheitsgesetz. In einem Betrieb soll demnach nur der Abschluss der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern gelten.

Der Marburger Bund betonte, mit der Gewerkschaft Verdi habe man sich längst verständigt, dass der Tarifvertrag der jeweils anderen Gewerkschaft nicht verdrängt werden soll. Auch Verdi hat viele Mitglieder in den Kliniken, in denen der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst  zur Anwendung kommt.

Mit der Helios Kliniken GmbH hat sich der Marburger Bund am 19. März in Berlin auf einen neuen Tarifabschluss für die rund 5.400 Ärztinnen und Ärzte der 34 Akutkliniken geeinigt, die zum Geltungsbereich des Helios-Konzerntarifvertrags für Ärzte gehören. Die Gehälter der Ärztinnen und Ärzte erhöhen sich in zwei Schritten um insgesamt 5 Prozent: Rückwirkend zum 1. Januar 2019 steigen die Ärztegehälter linear um 2,5 Prozent, ab 1. Januar 2020 kommt eine weitere Erhöhung um ebenfalls 2,5 Prozent hinzu. Außerdem verständigten sich die Tarifparteien auf Steigerungen der Stundenentgelte für Rufbereitschaft, Bereitschaftsdienste sowie Sonntags-, Vorfeiertags- und Feiertagsarbeit.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 19.03.2019


Masernfälle häufen sich

Gesundheitsministerin Carola Reimann rät, Impfschutz zu überprüfen

In Niedersachsen sind seit Jahresbeginn mehr Menschen an Masern erkrankt als im gesamten Vorjahr. Wie das Gesundheitsministerium 7. März mitteilte, wurden bereits seit Anfang Januar 2019  26 Masernfälle registriert. In 2018 gab es 18 Menschen, die an Masern erkrankten.

In diesem Jahr habe sich die Mehrheit im Landkreis Hildesheim angesteckt. Aktuell ist dort eine Gesamtschule betroffen. Nach einer steigenden Zahl von Maserfällen will das Kreisgesundheitsamt nun den Impfstatus aller Schüler*innen und Lehrkräfte prüfen. Wer keinen Impfschutz vorweisen könne, müsse damit rechnen, die Schule nicht betreten zu dürfen, hatte der Landkreis in dieser Woche mitgeteilt.

Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) riet allen Menschen, ihren Impfschutz zu überprüfen und bei Bedarf Impfungen nachzuholen. „Die aktuell aufgetretenen  Masernfälle in Niedersachsen zeigen, die große Bedeutung eines ausreichenden Impfschutzes in der Bevölkerung", sagte sie. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) appellierte an die Eltern: „Wer auf den Impfschutz verzichtet, gefährdet seine Kinder und die Kinder anderer."

Es ist hinreichend bekannt, daß Masern sehr ansteckend für nicht geimpfte Personen sind. Das Virus wird als Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen.

Eine Infektion verursacht hohes Fieber, Husten, Entzündungen der Augenbindehaut und Hautausschlag. Und die Krankheit kann auch einen schweren Verlauf nehmen. Als lebensbedrohliche  Komplikation kann auch eine Hirnhautentzündung auftreten.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.03.2019


Hildesheimer Gesamtschule: 107 Schüler ohne Impfung

Schüler, die nicht zum Unterricht kommen dürfen, werden über das Intranet mit Lehrmaterial versorgt
Wegen fehlenden Impfschutz dürfen 107 Schüler an einer Hildesheimer Gesamtschule bis Ende der kommenden Woche nicht das Schulgebäude betreten und sind vom Unterricht ausgeschlossen. Das teilte der Landkreis Hildesheim nach einer Überprüfung des Impfstatus aller 700 Schüler am Dienstag, 12. März mit.
Das Gesundheitsministerium in Hannover hält die drastische Maßnahme, den Schülern den Zugang zur Schule zu verwehren, gerechtfertigt. Die Schule müsse in Absprache mit der Kreisgesundheitsbehörde eine rechtliche Abwägung zwischen der Schulpflicht und dem Schutz der Kinder vor einer ansteckenden Krankheit vornehmen.
Und der Schulbetrieb sei nicht gravierend beeinträchtigt, sagte der stellvertretende Schulleiter Albert Claßen, "wir können ziemlich normal Unterricht fahren."
Bei Prüfungen habe es keine größeren Probleme gegeben. Die Schüler, die nicht zum Unterricht könnten, würden über das Intranet mit Lehrmaterial versorgt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 13.03.2019 


Grundschule Suthwiesen in Döhren hat ersten Masernfall

Impfstatus von 37 weiteren Schülern ist unklar  

Impfpässe müssen vorgelegt werden oder Schüler dürfen nicht in die Schule gehen

Jetzt gibt es den ersten Masernfall in der Grundschule Suthwiesen in Döhren. Das Gesundheitsamt der Region Hannover bestätigte den Krankheitsfall. Alle Eltern sind informiert worden. Zudem hätten Ärzte des Gesundheitsamtes den Impfstatus aller Kinder der Grundschule Suthwiesen überprüft.

Allerdings sei bei 37 Kindern nicht klar, ob sie gegen Masern geimpft seien. Diese Kinder müssten dann ihren Impfpass mitbringen, sagte Regionssprecherin Christina Kreutz.

So fröhlich wollen die Kinder in der Schule Suthwiesen sein!

Es würden auch Impfungen für die Schüler angeboten, die nicht ausreichend gegen Masern geschützt sind. Kinder die nicht geimpft oder die Masern durchgemacht haben, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kitas vorerst nicht besuchen. Voraussichtlich würden dann diese Jungen und Mädchen die nächsten zwei Wochen vom Unterricht ausgeschlossen.

„Denn Masern können tödlich enden oder schwere gesundheitliche Folgen verursachen“ sagte der Leiter des Gesundheitsamtes der Region, Mustafa Yilmaz. Wer sich und seine Kinder impfen lasse, schütze nicht nur sich und seine Familie, sondern auch immungeschwächte Menschen in der restlichen Bevölkerung vor unkontrollierten Krankheitsausbrüchen, erklärte der Leiter des Gesundheitsamtes.

Eine zweifache Impfung gegen Masern schützt in der Regel lebenslang vor der Erkrankung!

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.03.2019


„Ja, ich kandidiere.“

Martina Wenker will Bundesärztekammerpräsidentin werden.

Dr. med. Martina Wenker kandidiert für das Amt der Präsidentin der Bundesärztekammer. Die 60-jährige Fachärztin für Innere Medizin, Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie und Umweltmedizin ist bereits seit Jahren in der ärztlichen Berufspolitik zu Hause.

Als Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen und als Vizepräsidentin der Bundesärztekammer hat Wenker langjährig Erfahrung als Führungspersönlichkeit gesammelt.

„Martina Wenker besitzt eine hohe Vermittlungskompetenz, wodurch sie auch unterschiedliche Gruppen- oder Verbandsinteressen zusammenführen kann“, so ÄKN-Vorstandsmitglied und Kinderarzt Dr. med. Gisbert Voigt aus Melle. „Ein Denken in Sektoren – also der pauschalen Trennung von ambulanter und stationärer Tätigkeit – ist ihr fremd. Sie setzt sich vor allem für die Themen ein, die den Arztberuf als Gesamtheit betreffen.“

Das Amt der Bundesärztekammerpräsidentin sieht Wenker als Chance, auch auf Bundesebene für die Sicherstellung der hohen Qualität ärztlicher Behandlung zu streiten. Sie möchte die Versorgung von Schmerzpatienten verbessern und die palliativmedizinische Versorgung stärken.

Angesichts der Veränderungen in der Medizin, beispielsweise durch den digitalen Fortschritt, sieht sie die Bundesärztekammer besonders gefordert, ihrer Rolle als unbestrittene ethische Institution der verfassten Ärzteschaft gerecht zu werden. Als Umweltmedizinerin streitet sie für eine gesunde Umwelt. 

Ihr Anspruch sei, stets das Wohl ihrer ärztlichen Kolleginnen und Kollegen als auch das Wohl der Patientinnen und Patienten im Auge zu behalten.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 08.03.2019  


Frühzeitig Darmkrebs erkennen

Der März ist Darmkrebsmonat

Alljährlich findet im März die Darmkrebsfrüherkennung statt, der die Menschen über Darmkrebs- die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland - aufklären und zur Vorsorge animieren soll. Das Robert Koch-Institut informiert darüber, dass jährlich 36 000 Männer und 29 000 Frauen an Darmkrebs erkranken.

Um das Darmkrebsrisiko zu reduzieren, sind Normalgewicht, regelmäßige Bewegung, eine ausgewogenen Ernährung sowie Nichtrauchen und ein maßvoller Alkoholgenuss ganz wichtige Faktoren. Vorbeugen ist leichter, als die Krankheit zu behandeln, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Die gemeinnützige Organisation nimmt den Darmkrebsmonat zum Anlass, auf die krebsvorbeugenden Effekte eines gesunden Lebensstils aufmerksam zu machen.

Bekannt ist: Die Bevölkerung isst einfach zu viel, zu süß, zu fett und verbringt zu viel Zeit sitzend vor dem Computer oder Fernseher. Daher sind zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in unserem Land übergewichtig. Besonders erschreckend ist, dass bereits jedes sechste Schulkind zu viele Kilos mit sich herumschleppt. Ein hoher Körperfettanteil erhöht das Krebsrisiko für mindestens 13 Krebsarten, und dazu gehört auch der Darmkrebs.

Experten raten, sich täglich mindestens 30 Minuten zu bewegen und dabei etwas ins Schwitzen zu kommen. Auch Kinder und Jugendliche sollten täglich mindestens eine Stunde körperlich aktiv sein. Es wird auch geraten, auf ungesunde Ernährung wie Pommes und Currywurst zu verzichten und lieber auf eine abwechslungsreiche Kost zurückgreifen.

„Ein ausgewogener Speiseplan sowie regelmäßige körperliche Aktivität verhindern Übergewicht und senken nachweislich das Darmkrebsrisiko", sagt Nettekoven.

Früherkennungsprogramme: Im Alter von 50 bis 54 Jahren können die Kassenpatienten einmal pro Jahr einen Schnelltest auf Blut und Stuhl bei ihrem Arzt des Vertrauens durchführen lassen.

Ab 55 Jahre übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine große Darmspiegelung (Koloskopie) im Abstand von mindestens zehn Jahren, wenn der erste Befund unauffällig ist. Für Männer besteht ab April 2019 bereits ein Anspruch ab 50 Jahren. Und wenn ein familiäres Risiko für Darmkrebs vorliegt, kann bereits ab dem 25. Lebensjahr eine große Darmskrebsspiegelung auf Krankenkassenkosten durchgeführt werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 19.03.2019 


Überschuss der Krankenkassen ist gesunken

Doch das Gesundheitsministerium sieht Spielraum für Entlastung der Versicherten

Etwas weniger Überschuss haben die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) gemacht - besitzen aber weiterhin noch große Finanzpolster. Unter dem Strichstand ein Plus von zwei Milliarden Euro, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Im Jahr 2017 waren es drei Milliarden Euro gewesen. Die Rücklagen der Kassen betrugen Ende Dezember rund 21 Milliarden Euro, dies entsprach mehr als dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserven. Auch in diesem Jahr sind demnach weiter schwarze Zahlen zu erwarten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, die Wirtschaft laufe gut, die Kassen hätten weiter hohe Überschüsse. „Beitragsgelder sind aber dafür da, die Versorgung besser zu machen." Dies tue die Bundesregierung. Kassen mit besonders hohen Reserven müssten außerdem ihre Rücklagen ab 2020 binnen drei Jahren unter die gesetzliche Obergrenze von einer Monatsausgabe absenken. „Dann haben die Beitragszahler auch etwas von der guten Finanzlage."

Das Ministerium verwies zudem auf den Spielraum für Entlastungen durch eine Senkung von Zusatzbeiträgen hin. Obwohl eine Reihe von Kassen dies zum Jahreswechsel getan habe, liege der durchschnittlich erhobene Zusatzbeitrag derzeit bei einem Prozent des Bruttolohnes.

Das Ministerium hatte den als Orientierung dienenden durchschnittlichen Zusatzbeitrag bei 0,9 Prozentfestgelegt - die tatsächliche Höhe ihres jeweiligen Zusatzbeitrags legen die gesetzlichen Krankenkassen aber selbst fest. Und je nach Finanzlage dürfen sie vom Durchschnitt abweichen. Der Gesamtbetrag umfasst daneben den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent.

Und finanziell standen bei den gesetzlichen Kassen im vergangenen Jahr 241,4 Milliarden Euro Einnahmen von 239,4 Millionen Ausgaben gegenüber. Die Einnahmen stiegen um 3,3 Prozent. Die Ausgaben legten um 3,9 Prozent zu, wobei sich auch die Zahl der Versicherten um 0,8 Prozent erhöhte.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 16.03.2019 


Es gibt mehr Babys und gleichzeitg weniger Hebammen

Auch Kliniken mit Geburtshilfestationen werden weniger

In Niedersachsen ist die Zahl der Hebammen in Krankenhäusern mit etwas über 900 konstant geblieben, trotz steigender Geburten. Das geht aus einem Bericht „Hebammenversorgung in Niedersachsen“ hervor, den Sozialministerin Carola Reimann (SPD) in Hannover vorgelegt hat. Die Zahl der freiberuflich in der Vor- und Nachsorge tätigen Hebammen ist dagegen von 1 197 im Jahr 2009 auf 1 065 im Jahr 2016 gesunken. Gleichzeitig sank die Zahl der Hebammen, die außerklinische Geburten betreuen, und zwar von 184 auf 104!

Auch die Zahl der Kliniken mit Geburtshilfestationen sank deutlich. Im Jahr 2003 gab es landesweit 107 Krankenhäuser, in denen Baby das Licht der Welt erblickten. Aktuell sind es nur noch 71 Kliniken.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.03.2019


Klinikambulanzen werden von Patienten auch ohne Not genutzt

Der Hausarzt bleibt außen vor    

Das sind Entwicklungen, die nicht in Ordnung sind. Denn viele Patienten nutzen einer Umfrage zufolge die Notaufnahmen in Krankenhäusern, um gezielt den Besuch niedergelassener Hausärzte zu vermeiden. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) in Hannover. 

38 Prozent davon gaben an, die Klinikambulanzen auch dann aufzusuchen, wenn normale Arztpraxen Sprechstunden haben.   

Aus der Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der KKH geht zudem hervor, daß sich über 40 Prozent der Teilnehmer in der Klinik medizinisch besser versorgt fühlen als in einer Praxis. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.03.2019 


Von wegen Spitzenmedizin

Gesundheitswesen in Deutschland feiert sich gern
In Deutschland feiert man sehr gerne das Gesundheitswesen und besonders sich selbst. Zum Beispiel: Leuchtturm-Unis, Zentren für Spitzenmedizin, Exzellenzcluster, wohin man nur sieht. Doch die „Vortrefflichkeits-Bündelung“, wie man letztgenannten Begriff auch übersetzen müsste, verstellen dann auch den Blick auf das, was die Medizin in Deutschland letztlich auch ausmacht: Mangelversorgung ist häufig, etwa bei Diabetikern oder in der Wundbehandlung auf der anderen Seite eine enorme Verschwendung personeller wie finanzieller Ressourcen durch Über- und Fehlversorgung.

Und der Pflegenotstand betrifft nicht nur Altenheime und geriatrische Abteilungen, sondern zieht sich durch die gesamte medizinische Versorgung. Denn auch in den Kliniken können Betten aufgrund von Personalnotstand nicht von Patienten belegt werden.
Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin (EbM) ist vom dröhnenden Eigenlob des Deutschen Gesundheitswesens genervt und hat eine knallharte Stellungnahme herausgegeben. Deutschland gebe mit 11,2 Prozent zwar EU-weit den höchsten Anteil des Bruttoinlandsprodukts für Gesundheit aus. Der erste Platz bringe aber keine entsprechenden Erfolge. Die Lebenserwartung liege Deutschland nur auf Platz 18 und damit vier Jahre (Männer) hinter der Schweiz und drei Jahre (Frauen) hinter Spanien.

Die Frage, wofür und wie Krankenhäuser überhaupt bezahlt werden sollen, prägt seit Jahrzehnten die gesundheitspolitische und wissenschaftliche Diskussion. © picture-alliance/dpa)

 Auch bei anderen Gesundheitsparametern findet sich die Bundesrepublik Deutschland im hinteren Mittelfeld der Industrieländer, sei es der Erhalt der Selbständigkeit im höheren Alter, die Versorgung chronisch Kranker oder die Kindersterblichkeit. Besonders hoch ist die Differenz der Lebenserwartung abhängig von der sozialen Schicht. Und wer zur einkommens- und bildungsstärksten Gruppe gehört, wird acht bis 13 Jahre älter als weniger Priviligierte desselben Jahrgangs. Nicht nur an der Bildungsgerechtigkeit mangelt es in Deutschland, auch an der gesundheitlichen Chancengleichheit.
Große städtische Krankenhäuser und Universitätskliniken nennen sich oft Orte der „Maximalversorgung“ - mit der erhofften Nebenwirkung einer Gewinnmaximierung. Tatsächlich hält Deutschland unrühmliche Weltmeistertitel in den Disziplinen Gelenkersatz, Herzkatheter und Eingriffe an der Wirbelsäule - ohne dass es den Menschen an Herz und Knochen deshalb besser ginge.

Optimal statt maximal zu versorgen wäre ein lohnendes Ziel: D.h. Patienten nicht jede, aber die beste Behandlung zukommen zu lassen und dabei nach rein medizinischen und nicht primär wirtschaftlichen Kriterien zu handeln. Ansonsten droht die „erlösgesteuerte Gefährdung des Patientenwohls“, wie das Netzwerk EbM warnt. Denn Medizin ist keine Handelsware, sondern Daseinsfürsorge. Exzellente Voraussetzungen für Spitzenmedizin hätte das hiesige Gesundheitswesen - dazu wäre allerdings vielerorts eine radikale Neuorientierung nötig.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 03.03.2019


Projekt ZwischenMenschlichkeit braucht Paten

Zwei Stunden pro Woche für einen guten Zweck

Die Bürgerstiftung sucht für ihr Projekt „ZwischenMenschlichkeit - Paten für Senioren“, ehrenamtliche Helfer. Die Bürgerstiftung möchte Menschen animieren, Bewohner von Senioreneinrichtungen  zu besuchen. Mitmachen können Menschen unabhängig vom Alter. Investiert werden sollten zwei Stunden pro Woche.

Wer sich für Seniorenbesuche entscheidet, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 45 00 07 72 oder per E-Mail unter guthmann@buergerstiftung-hannover.de anmelden.

Die zukünftigen Besuchspaten werden vom Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover mit fünf Schulungen am Nachmittag vorbereitet. Die Kosten hiefür übernimmt die Bürgerstiftung.

Weitere Informationen: buergerstiftung-hannover.de/so-koennen-sie-helfen/

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Hilfe wenn Eltern sich trennen

Gruppenangebot für Kinder in schwierigen Situationen 

Wenn Eltern sich trennen, wird für die Kinder vieles anders: Um mit den Veränderungen zurechtzukommen, brauchen sie Hilfe, Anregung und Unterstützung.

Daher bietet die Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg der Region Hannover auch in der Außenstelle Laatzen eine Gruppe für betroffene Kinder im Alter von 8 bis 11 Jahren an, um bei der Bewältigung ihrer Trennungserfahrungen zu unterstützen. Dort haben die Kinder die Möglichkeit, über die Veränderungen, die sich aus der Trennung oder Scheidung ergeben, zu sprechen und sich mit anderen Kindern auszutauschen. Gemeinsam mit dem psychologisch-pädagogischen Team soll nach Wegen gesucht werden, wie es den Kindern trotz der Trennung ihrer Eltern gut gehen kann.

Das Team der Beratungsstelle. Foto Region Hannover 

Die Gruppe trifft sich an sieben Termine immer montags von 16 bis 17.30 Uhr in der Außenstelle der Familien und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Würzburger Straße 17, in Laatzen. Anmeldungen: Familien- und Erziehungsberatungsstelle Ronnenberg, Tel. (0511) 616-23630.

Das Team der Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region Hannover ist  zuständig für das Versorgungsgebiet Süd. Sie finden das Team Hauptstelle in Ronnenberg und in den Außenstellen in Barsinghausen,  Laatzen und Springe. In Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen finden Sprechstunden vor Ort satt. Neben der Familien- und Erziehungsberatung werden auch Frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Jugendberatung und Trennungsberatung angeboten.

Info: hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover...

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Wenn die Nerven blank liegen

Aufklärungskampagne gegen das Schütteltrauma

Schlaflose Nächte und ein Baby, das gefühlt durchgehend schreit – gerade die ersten Monate mit einem Säugling können ganz schön anstrengend sein. Nicht selten sind die übernächtigten und überforderten Eltern verzweifelt, wenn sich das Kind nicht beruhigen lässt. Lang anhaltendes Babyschreien gilt als Hauptauslöser für das gewaltsame Schütteln von Säuglingen.

Bis zu 200 Kinder werden jährlich wegen Schütteltraumata in Deutschland in Kliniken behandelt, die geschätzte Dunkelziffer liegt weitaus höher.

Krampfanfälle, körperliche und geistige Behinderungen können Folgen des Schüttelns sein, bis zu 30 Prozent sterben sogar daran. Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Säuglinge überleben ein festgestelltes Schütteltrauma ohne bleibende Schäden. Mit einer gemeinsamen Aufklärungskampagne wollen die Region und die Landeshauptstadt Hannover Eltern informieren und Unterstützungsangebote bekannter machen.

„Aktuelle Umfragen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen zeigen, dass der Aufklärungsbedarf bei den Eltern hoch ist: Zwei Drittel wissen nicht, dass es intensive Schreiphasen im Säuglingsalter geben kann, fast 20 Prozent können sich sogar vorstellen, dass Babys manchmal nur schreien, um die Eltern zu ärgern! Über 40 Prozent haben den Begriff Schütteltrauma noch nie gehört – unsere Kampagne soll betroffene Eltern frühzeitig informieren und sensibilisieren“, so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region.

„Es geht uns vor allem darum, dass sich alle Eltern darüber klar werden, dass es zwar anstrengend, aber eben auch normal ist, wenn Babys in den ersten Monaten viel schreien. Und dass es schnelle und professionelle Hilfe gibt, um mit der Situation zurechtzukommen“, erklärt Rita Maria Rzyski, Personal-, Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin der Stadt.

Um die Eltern zu erreichen, sollen Flyer regionsweit in Kitas, Kinderarztpraxen, Kliniken, Familienbildungs- und Kindertagesstätten sowie Familienzentren ausgelegt sowie den „Willkommen-Baby“-Paketen beigelegt werden. Die Flyer informieren über die Schreiphasen der Kinder, geben praktische Tipps zum Umgang mit schreienden Babys und was Eltern in belastenden Situationen für sich selbst tun können. Außerdem werden für schnelle Hilfe, wie die Jugend- und Familienberatung der Landeshauptstadt, die Familien- und Erziehungsberatungsstellen der Region, das Winnicott-Institut oder Kinderärztinnen und Kinderärzte vermittelt. Über einen QR-Code können Hilfeangebote direkt abgerufen werden.

Warum das Schütteln so gefährlich ist: Die Nackenmuskulatur von Säuglingen ist noch so schwach, dass sie ihren Kopf nicht alleine halten können. Beim Schütteln wird der Kopf unkontrolliert vor- und zurückgeworfen, wobei es zu schweren Verletzungen im Gehirn kommen kann. Nach einer ESPED-Studie des Universitätsklinikums Düsseldorf verursachen Männer – Väter (54 bis 60 Prozent), Lebenspartner der Mutter (9 Prozent) – am häufigsten das Schütteltrauma, Mütter zwischen 23 und 30 Prozent. Vielfach aus Unwissenheit um das hohe gesundheitliche Risiko – „genau dort setzt die gemeinsame Aufklärungskampagne der Region und der Landeshauptstadt an“, so Dr. Hanke.

Ute Micha, Presse Dienst Hannover / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Jetzt Demenz- und Alzheimer-App schalten!

Arzt aus Hildesheim entwickelt Spiele-App für Demenz-und Alzheimer-Erkrankte

Ein Nichtbetroffener probiert die Demenz- und Alzheimer-App aus und findet sie gut!

Die Erkrankungen Demenz und Alzheimer beginnen mit Vergesslichkeit. Keine Gesichter, Namen und Wörter mehr parat, sie verschwinden einfach aus dem Gedächtnis - die Erinnerung verblasst! Der Frust darüber und der verzweifelte Versuch, sich zu erinnern, machen den Alltag schwer - nicht nur für die Patienten, auch für die Angehörigen.

Doch jetzt kommt die App gegen das Vergessen: „Auguste". Entwickelt hat die App Dr. Konstantin Lekkos (43), Chefarzt der Altersmedizin am Helios-Klinikum Hildesheim und Sascha Becker hat sie im Rahmen einer Bachelorarbeit an der Uni Hannover programmiert. „Ich werde häufig von Angehörigen gefragt, was sie zu Hause für die betroffenen Patienten tun können, wie sie sich mit Demenz- oder Alzheimer- Erkrankten Patienten beschäftigen können. „Die Antwort von mir lautet: „Spielen!"

Dr. Lekkos, Vize-Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen, entwickelte eine Art Memory für die Betroffenen. Es gibt fünf verschiedene Varianten von leicht bis schwer. Mal ist es das klassische Memory (Karten umdrehen und Bildermerken), dann wieder das Zuordnen von Fotos zu Begriffen.

Das Besondere: Stadt der installierten Bilder können Nutzer Fotos der Familie, von Haus, Garten, Haustier etc. hinzufügen. „So trainieren sie nicht nur das Gehirn, sondern erinnern sich auch an die wirklich wichtigen Dinge", so Dr. Lekkos. Der Mediziner: „Hirnleistungstraining ist immer wichtig. Studien zeigen, wer sein  Gehirn regelmäßig trainiert, bleibt länger fit, ist weniger anffällig für Demenz und Alzheimer.

Die App gibt es gratis für Android und Apple, sie heißt „Auguste", benannt nach Auguste Deter (1906 verstorben), der ersten Patientin, bei der Alzheimer beschrieben wurde. alzheimer-niedersachsen.de/

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Problem Aids: „Jugendliche frühzeitig informieren“

Gesundheitsamt der Region bietet Beratung und kostenlose, anonyme HIV-Tests 

Laut Robert-Koch-Institut lebten in Niedersachsen Ende 2017 rund 4.400 Menschen mit einer HIV-Infektion, damit haben sich im vergangenen Jahr etwa 170 Menschen neu infiziert. „Entscheidend ist, Jugendliche hinsichtlich HIV frühzeitig zu sensibilisieren“, so Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereiches Gesundheit der Region Hannover.

Die Beratungsstelle für AIDS und sexuell übertragbare Krankheiten (STI) des Fachbereichs Gesundheit bietet neben den herkömmlichen kostenlosen HIV-Labortests auch gebührenpflichtige HIV-Schnelltests.

Letztere auch als Kombination mit einer Schnelltestung auf Syphilis. Sämtliche Testungen erfolgen anonym. Diese Angebote richten sich an alle Einwohner*innen der Region und haben das Ziel, über Übertragungswege von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu informieren.

Die Sprechzeiten für die kostenlose und offene HIV-Sprechstunde: Montag von 12.30 bis 14.30, Dienstag von 12 bis 15, Donnerstag von 16 bis 17.30, Freitag von 8.30 bis 11 Uhr beim Fachbereich Gesundheit Region Hannover, Weinstraße 2, Tel.: 0511 616-43148

An allen Tagen ist im Rahmen der üblichen Beratungsgespräche auch ein kostenloser HIV-Test sowie ein kostenpflichtiger HIV-Schnelltest möglich. Eine Anmeldung dazu ist nicht nötig. Alle Sprech- und Untersuchungszeiten gibt’s auch online unter aidsberatung-hannover.de