Soziales Engagement - Medizin - Gesundheit


Volksbank im Dienst der guten Sache unterwegs / Bewerbung bis 30. September

Fünf Vereine werden mobil und glücklich gemacht

Die Volksbank ist im Dienst der guten Sache unterwegs und schenkt fünf Einrichtungen, die sich für kulturelle und soziale Zwecke engagieren,  auch in diesem Jahr wieder Volkswagen vom Typ VW move up! im Wert von je 12 000 Euro. Bekannt ist das sogenannte VRmobil seit gut zehn Jahren, und mittlerweile sind bundesweit fast 2 700 von ihnen im Dienst der guten Sache auf Rädern unterwegs. Allein im Geschäftsgebiet der Hannoverschen Volksbank und ihrer Niederlassung in Celle, fahren 65 Fahrzeuge im Dienst der guten Sache.

So glücklich können wieder fünf gemeinnützige Institutionen sein! Foto Volksbank

„Alle gemeinnützigen Institutionen im Geschäftsgebiet unserer Bank können sich bis zum 30. September bei uns für ein VRmobil bewerben", sagt Volksbank-Vorstandsprecher Jürgen Wache. Dafür müssten Interessierte ihre Institution kurz vorstellen und den Einsatz des Fahrzeuges erklären. Bewerbungen sind zu richten an: Hannoversche Volksbank, Marko Volck, Kurt Schumacher-Straße 19, 30159 Hannover, Stichwort: VRmobil.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 09.09.2019


37. Tag der Ehrenamtlichen

Land zeichnet 71 Bürgerinnen und Bürger aus

Anlässlich des 37. Tages der Ehrenamtlichen hat die Landesregierung am Sonnabend, 14. September 2019, mit einem Fest in Hameln 71 Bürger*innen aus der Region Leine-Weser für ihr bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet. Sie sind seit vielen Jahren mit herausragendem Einsatz ehrenamtlich tätig und werden stellvertretend für die vielen Engagierten in ganz Niedersachsen gewürdigt.

Ministerpräsident Stephan Weil würdigte die Geehrten: „Ihre freiwillige Arbeit ist gelebte Solidarität, mit der sie das soziale Miteinander bereichern und die Lebensqualität in Niedersachsen insgesamt erhöhen. Heutige und zukünftige Herausforderungen wären ohne Ihr Engagement kaum zu meistern“. Niedersachsen seien traditionell sehr engagiert. Fast 50 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger über 14 Jahre sind ehrenamtlich aktiv, lobte der Ministerpräsident.

Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und Sozialministerin Dr. Carola Reimann nahm der Regierungschef die Ehrung im Weserbergland-Zentrum in Hameln vor.


Bürger*innenpreis für ehrenamtliches Engagement

Vorschläge zur Ehrung bis zum 15. Oktober 2019

Der Bezirksrat Mitte lobt jährlich einen „Bürger*innenpreis für besonderes ehrenamtliches Engagement“ aus. Dafür werden Vorschläge zur Vergabe bis zum 15. Oktober erbeten. Mit diesem Preis werden Einzelpersonen oder Personengruppen geehrt, die sich für soziale oder kulturelle Belange eingesetzt haben oder sich in anderer Weise um den Stadtbezirk verdient gemacht haben. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Bezirksbürgermeisterin Cornelia Kupsch bittet Einwohner*innen, Vereine und Institutionen aus dem Stadtbezirk (Stadtteile Mitte, Calenberger Neustadt, Oststadt und Zooviertel) sowie die im Bezirksrat vertretenen Parteien, bis Dienstag,15. Oktober, Vorschläge einzureichen.

Bezirksbürgermeisterin Cornelia Kupsch freut sich auf viele Bewerbungen.

Vorschläge für den Preis sind mit ausführlicher Begründung schriftlich einzureichen bei: Landeshauptstadt Hannover, Rats- und Stadtbezirksratsangelegenheiten, Stadtbezirksrat Mitte, z.Hd. Anja Stricks, Theodor-Lessing-Platz 1, 30159 Hannover.

Veröffentlicht 18.08.2019


Kinderkrebsstation der MHH erhält zwei anonyme Spenden

Zwei fantastische Menschen spenden 4 500 Euro    

Zwei anonyme Spenden im Umfang von 4 500 Euro hat die Kinderkrebsstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erhalten. In einem Päckchen, das am Dienstag in der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie hinterlegt wurde, habe sich neben Puzzles auch ein Umschlagmit 3 000 Euro Bargeld befunden, teilte MHH-Sprecher Stefan Zorn erfreut mit. Der Umschlag wurde von einem Mann in der Klinik mit dem Hinweis "Für die Kinderkrebsstation" hinterlegt.

Dr. Eckhard Schenke, Leiter der Stabsstelle Fundraising, der die 4.500 Euro Bargeld einzahlt. Quelle: MHH/Kaiser. 

Und in einem an den MHH-Sprecher persönlich gerichteten anonymen Brief befand sich zudem eine Spende in Höhe von 1 500 Euro, die für den Wiederaufbau der "Spielcase" verwendet werden solle. Denn die kleine Piratenwelt mit Strandkörben wurde vor einigen Wochen von Unbekannten absichtlich zerstört. Dazu Stefan Zorn: "So eine Spende habe er in den 15 Jahren als Leiterder MHH-Pressestelle noch nicht erlebt,  und das gleich zweimal!" 

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.09.2019 


Nordstadtkrankenhaus werden neue Möglichkeiten geboten

Nordstadtkrankenhaus wird zum Notfallversorger erster Güte umfunktioniert

Der Sozialausschuss der Region hat jetzt grünes Licht für den Aufbau eines  Herzkatheter-Labors gegeben. Die Kosten sollen bis zu 883 000 Euro betragen. Allein 650 000 Euro werden in  diesem Jahr benötigt, die restliche Summe in 2020.

Die Aufwertung des Krankenhauses geschieht im Rahmen der Medizinstrategie 2025 des Klinikums Region Hannover (KRH).

Der gemeinsame Bundesausschuss entscheidet über Vergütung von medizinischen Leistungen und hat für Notfallversorger der höchsten Güte (Stufe 3) bestimmte Kriterien festgelegt. Dazu gehört auch die Einrichtung eines Herzkatheter-Labors, das rund um die Uhr verfügbar ist. Und künftig können so im Nordstadtkrankenhaus Patienten mit Herzschwäche, Herzinfarkt oder Herzklappenfehlern behandelt werden. Möglich ist auch die Implantation vorübergehender Herzschrittmacher. Das gehört zu den künftigen Aufgaben der Ärzte im Nordstadtkrankenhaus.

„In der Region Hannover entsteht ein umfassender Notfallversorger, der durch die Rettungsdienste auch vermehrt mit internistischen Notfallpatienten angefahren werden kann“, so steht es im Verwaltungspapier.

Auch Patienten anderer Abteilungen werden zukünftig vom Herzkatheter-Labor profitieren. Das gilt vor allem für neurologische intensivpflichtige Patienten, die häufig auch unter Gefäß- oder Herzkrankheiten leiden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 03.09.2019


Seit Jahresbeginn schon 85 Masernfälle in Niedersachsen

In Niedersachsen sind seit Jahresbeginn 85 Masernfälle gemeldet worden.

47 davon stehen im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Infektionskrankheit im Landkreis Hildesheim, teilte das Landesgesundheitsamt in Hannover mit. In 2018 hatte es landesweit nur 18  Masernfälle gegeben. Zuletzt wurden bei einer 18-jährigen Schülerin der Berufsbildenden Schulen in Papenburg Masern diagnostiziert – darauf hin mussten ungeimpfte Schülerìnnen dem Unterricht fernbleiben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 08.09.2019


Studie im ländlichen Raum: „Wie können Parks gesund machen?“

Land fördert Modellprojekt in Lauenbrück mit 179.000 Euro

Doppelt Grund zum Feiern für den Landpark Lauenbrück: Einen runden Geburtstag sowie die Zusage über Fördergelder vom Land. Einen persönlichen Glückwunsch und die Zusage über Fördergelder brachte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast am 9. August mit zur Jubiläumsfeier. Unter dem Titel „Gesunde Parks und Gärten“ unterstützt das Landwirtschaftsministerium eine Praxisstudie, die die Potenziale und Wirkungen von Gesundheitsaspekten im Bereich Parks und Gärten betrachten soll, mit rund 179.000 Euro.

Ein Grund zur Freude für Katharine und Friedrich-Michael von Schiller: Ministerin Barbara Otte-Kinast (Mitte) hatte einen Projektzuschuss in Höhe von 179 000 Euro im Gepäck. Foto ML

„Zahlreiche Studien belegen, dass der Aufenthalt in der freien Natur gesundheitsfördernd ist. Dennoch wird ihre Wirkung in der medizinischen Therapie und Gesundheitspflege oft unterschätzt“, so die Ministerin im Rahmen der 50-Jahr-Feier des Landparks Lauenbrück. Gärten und Parks seien als gestaltete Natur und als Kulturgut verschiedener Epochen aus unserer Lebenswelt nicht mehr wegzudenken. „Aber inwieweit können Parks und Gärten in den ländlichen Räumen auch die Gesundheitsförderung ergänzend unterstützen?“ Diesen und weiteren Fragen will die Studie, die in der Gesundregion Wümme-Wieste-Niederung durchgeführt wird, nachgehen. Gesucht werden unerkannte Potenziale sowie Strategien, diese auszuschöpfen. Dabei sind neben der Gesundheitsförderung auch die Ernährungs- und Gesundheitsbildung im Fokus.

„Wir erwarten von der Studie zudem Hinweise für die Weiterentwicklung unserer Förderinstrumente wie etwa der Dorfentwicklung. Auch aus gartenbaulicher Sicht sei die Studie hoch interessant. “ so die Ministerin. Und nicht zuletzt soll das Modellprojekt in die Region ausstrahlen und auf andere Regionen übertragen werden können.

ML/Sigrid Lappe/Ute Micha

Veröffentlicht 08.08.2019


Ausgesonderte Dienstpistolen der Polizei werden zu Füllhaltern

Pistorius: „Großartige Idee mit hohem Symbolwert“

Boris Pistorius, Niedersächsischer Innenminister, hat dem Opfer-schutzverein WEISSER RING einen Spendenscheck in Höhe von 32.000 Euro überreicht, die aus Erlösen eines deutschlandweit einmaligen Projektes stammt: Da Niedersachsen ausgesonderte Dienstwaffen nicht auf dem Markt verkauft, sondern diese eingeschmolzen werden, entstand die Idee, etwas Besonderes zu schaffen: Unter dem Motto „Schwerter zu Pflugscharen“ wurden seit 2018 ein Füllfederhalter produziert, der ein Zeichen gegen die Vermehrung von Schusswaffen setzt, die Abrüstung unterstützt und für ein gewaltloses und friedliches Miteinander steht.

Der Füllfederhalter ähnelt in seinem Aussehen der einstigen Dienstwaffe der Polizei, aus der er hergestellt wurde. Nur 1000 Stück wurden produziert. Quelle: Peer Hellerling

Dem auf 1.000 Stück limitierten Füller ist die Seriennummer einer Dienstpistole eingraviert. Dieses Schreibgerät wird in einer originalen Waffenkiste ausgeliefert. Damit ist jeder Füller ein Unikat. Das Design ist angelehnt an das Aussehen der Dienstpistolen und erhält wiedererkennbare Elemente. Der Erlös aus dem Verkauf, den die Firma Waldmann Schreibgeräte samt der Produktion übernahm, beträgt rund 32.000 Euro. Innenminister Pistorius hat einen entsprechenden Scheck heute an den WEISSEN RING übergeben. Der Opferschutzverein setzt sich für Kriminalitätsopfer und -prävention ein.

Mit dieser Spende steht das Projekt nicht nur symbolisch für eine waffenlose und gewaltfreie Gesellschaft, sondern unterstützt auch aktiv die unmittelbare Opferhilfe.

"Wir setzen damit ein Zeichen für Abrüstung und der Nichtverbreitung von Schusswaffen. Hier ist aus einer guten Idee ein Mehrwert für die Opfer von Straftaten geworden. Der WEISSE RING ist ein sehr wertstiftender Verein, den wir gerne unterstützen", sagte Pistorius bei der Übergabe.

MI/Ute Micha/Sigrid Lappe 

Veröffentlicht 26.08.2019


Immer mehr Menschen steuern direkt die Notaufnahme an

Gesetz von Gesundheitsminister Spahn soll Kliniken entlasten

KVN reagiert skeptisch

Die Verletzung kann noch so klein sein - immer mehr Menschen nehmen den direkten Weg in die Notaufnahme der Krankenhäuser. Die Verletzten sind nicht mehr fähig, schwere Verletzungen von Bagatellverletzungen zu unterscheiden – und es ist ja oft auch einfacher, nicht den Hausarzt oder Spezialisten zu bemühen.

Kann nun ein erlassenes Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Kliniken entlasten? Das Echo fällt sehr gemischt aus.

„Vorgeschaltete Stellen, die telefonisch und durch ein Notfallzentrum die Fälle nach ihrer Schwere sortieren würden, wären erst einmal eine große Hilfe für unser Haus", sagt Björn-Oliver Bönsch, Pressesprecher des Kinderkrankenhauses Auf der Bult. „Bis jetzt schicken wir keine Eltern weg, leiten jedoch Patienten, die keine Notfälle sind, an niedergelassene Kinderärzte gemäß den seit dem 1. April 2017 geltenden Regeln für die Notfallambulanzen in deutschen Kliniken weiter."

Ebenso wie das Kinderkrankenhaus Auf der Bult, verzeichnen die Krankenhäuser der Region (KRH) eine Zunahme von Notfallpatienten. In den KRH-Notaufnahmen wird in einem ersten Gespräch die Dringlichkeit der Behandlung geprüft. Zwar sieht das Gesundheitssystem grundsätzlich vor, dass bei leichten Beschwerden ein niedergelassener Allgemeinmediziner oder Facharzt aufgesucht werden soll. Aber, so KRH-Pressesprecher Nikolas Gerdau: „Wir stellen fest, dass diese strikte Sektorengrenze aus ambulantem und niedergelassenem Bereich für den Patienten schwer zu verstehen ist."

Die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) reagiert allerding skeptisch auf den Einwurf des KRH-Pressesprechers. Für ein abschließendes Urteil sei es zu früh. Ein Fragezeihen stehe laut Uwe Köster, stellvertretender KVN-Pressesprecher, hinter dem Sicherstellungsauftrag für die Notfallversorgung, der dann in die Verantwortung der Länder übergehen würde. „Das Land könnte den Auftrag zwar zurück an die KVN übertragen. Die Frage ist aber, zu welchen Konditionen", so Köster. Davon hänge ab, wie Ärzte für die Notfallversorgung entlohnt werden. "Da zeichnet sich eine komplette Neuordnung der Vergütung ab, die rechtlich geklärt werden muss."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 06.082019


Rötelmäuse sind die Übeltäter

Hantavirus-Erkrankungen haben sich bis Juli mehr als verdoppelt

In diesem Jahr sind in Niedersachsen bis Ende Juli mehr als doppelt so viele Hantavirus-Erkrankungen registriert worden wie im gesamten Vorjahr. Insgesamt 108 Menschen steckten sich mit dem von Mäusen übertragenen Virus an. Das teilte das niedersächische Landesgesundheitsamt mit. Und im Gesamtjahr 2018 waren es dagegen 53 Erkrankungen.

In Jahren mit größerer Mäusepopulation steckten sich mehr Menschen mit dem Virus an. 

Und die Rötelmäuse sehen so niedlich aus...

Hantaviren werden von Rötelmäusen ausgeschieden. Die Viren bleiben mehrere Tage ansteckend und lösen, wenn sie aufgewirbelt und eingeatmet werden, innerhalb von zwei bis vier Wochen erste Symptome aus. Infizierte Menschen bekommen hohes Fieber und klagen über Muskel- und Rückenschmerzen. Bei ganz schweren Infektionen versagen nach ein paar Tagen die Nieren.

Auch geht das Landesgesundheitsamt von einer viel höheren Dunkelziffer an Erkrankten aus. Das Hantavirus könne nämlich nur dann im Blut nachgewiesen werden, wenn man gezielt danach suche. So würden viele Fälle nicht entdeckt. Seit Einführung der Meldepflicht 2001 gab es keinen  aufgezeichneten Todesfall mehr in Niedersachsen.

Und als besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe nennt  das Landesgesundheitsamt Menschen, die sich viel im Freien aufhalten. Ein hohes Risiko bedeute auch das Aufräumen längerer Zeit ungenutzter und schlecht gelüfteter Räume, Keller, Garagen etc. hantaviruserkrankungen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 29.07.2019


Aufruf zum Welt-Hepatitis-Tag

KVN: Hepatitis B und C eliminieren

Der 28. Juli war der Welt-Hepatitis-Tag. Er verfolgt das Ziel, die Bevölkerung für die Themen Hepatitis B und Hepatitis C zu sensibilisieren und sie zu Prävention, Diagnose und Behandlung zu ermutigen. Darauf macht die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) in Hannover aufmerksam.

„Weltweit leben laut WHO-Schätzungen 325 Millionen Menschen mit chronischer Hepatitis B oder C. Etwa 90 Prozent dieser Betroffenen ahnen nichts von ihrer Infektion. In Niedersachsen leben schätzungsweise 30.000 Menschen mit diesen chronischen Lebererkrankungen. Auch hier ist die Zahl der unerkannten Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Infektionen hoch“, sagte der stellvertretende KVN-Vorstandsvorsitzende und Hausarzt, Dr. Jörg Berling.

Ohne Behandlung können beide Infektionen zu Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberkrebs, letztlich auch zum Tod führen. „Dabei gibt es seit langem eine Impfung gegen Hepatitis B und diese Infektion ist mit einer Therapie gut kontrollierbar. Dank neuer Medikamente können heute nahezu alle Hepatitis-C-Patienten geheilt werden“, so Berling.

Hepatitis B wird über Körperflüssigkeiten durch direkten Kontakt mit infiziertem Blut, Sperma, Scheidensekret und gegebenenfalls Speichel übertragen, Hepatitis C vor allem durch direkten Kontakt mit infiziertem Blut.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören die Verwendung von Blutprodukten aus der Zeit vor 1990 (für Hepatitis C), erhöhte Leberwerte, eine Hepatitis B oder C in der Partnerschaft oder Familie, häufiger Partnerwechsel, Tätowierungen und Piercings, gemeinsam benutztes Spritzbesteck beim intravenösen Drogenkonsum, Herkunft aus Ländern, in denen in denen Hepatitis B und C weit verbreitet sind, sowie schlechte Hygiene bei medizinischen Eingriffen.

Informationen: HepatitisB_Impfen

kvn-pr/dh/Sigrid Lappe/Ute Micha

Veröffentlicht 28.07.2019


Zahl der Krankschreibungenwegen psychischer Probleme verdreifacht

Aber jetzt gehen die Erkrankungen zurück

Wegen psychischer Erkrankungen hat sich die Zahl der Krankschreibungen in den vergangenen 20 Jahren mehr als verdreifacht. Das geht aus einer Langzeituntersuchung der DAK-Gesundheit hervor. Die Krankenkasse hat in ihrem „Psychoreport 2019“ die Fehltage ihrer Versicherten seit 1997 ausgewertet. Die Krankschreibungen von Arbeitnehmern wegen psychischer Erkrankung erreichten demnach in Jahr 2017 einen Höchststand.

Im Schnitt fiel 2017 jeder Versicherte wegen psychischer Probleme für 2,5 Arbeitstage aus. Vor 20 Jahren waren es nur 0,7 Krankheitstage pro Versichertem. Erst 2018 ging die Zahl der Fehltage wegen psychischer Leiden nach stetigem Anstieg erstmals wieder zurück. DAK-Vorstandschef Andreas Storm (Foto) führt  die Entwicklung auch auf einen offenen Umgang mit psychischen Problemen zurück: „Vor allem beim Arzt-Patienten-Gespräch sind psychische Probleme heutzutage kein Tabu mehr.“ Aus diesem Grund werde auch bei Krankschreibungen offener damit umgegangen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 28.07.2019


Iberogast - ein umstrittenes Magenmittel vom Bayer-Konzern

Wie gefährlich ist es wirklich?

Das Magenmittel Iberogast steht im Verdacht, zum Tod eines Patienten beigetragen zu haben. Wie gefährlich ist eigentlich das pflanzliche Arzneimittel, und können Patienten Iberogast noch bedenkenlos einnehmen? Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Iberogast gehört zu den meistgekauften, nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland. Doch seit einigen Jahren steht die Arznei im Verdacht, Leberschäden zu verursachen. Als 2018 eine Frau in Deutschland mit innere Blutungen an Leberversagen verstarb, nachdem sie Iberogast eingenommen hatte, kam die Frage auf, ob der Todesfall hätte verhindert werden können, wenn Bayer früher vor Nebenwirkungen gewarnt hätte. Die Verbraucher sind stark verunsichert!

Das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) forderte 2008 den ehemaligen Iberogast-Hersteller Steigenwald auf, den Beipackzettel mit entsprechenden Warnhinweisen zu versehen. Doch dieser weigerte sich zunächst, ebenso wie Bayer, nachdem der Konzern das Magenmittel übernommen hatte.

Erst seit der Todesfall im Jahr 2018, der möglicherweise in Zusammenhang mit Iberogast steht,  publik geworden ist, warnt  der Bayer-Konzern im Beipackzettel!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.07.2019


Arbeitskräfte in Sozialberufen sollen kein Schulgeld mehr bezahlen

Schulgeldfreiheit soll Lust auf Ausbildung machen

Angehende Sprachtherapeuten oder Logopäden oder Physiotherapeuten brauchen künftig kein Schulgeld mehr zu zahlen: Das Kabinett der Landesregierung hat dies beschlossen, die Schulgeldfreiheit für diese sozialen Berufe in Niedersachsen einzu- führen - und das noch in diesem Jahr. „Mit der Schulgeldfreiheit für Gesundheitsfachberufe überwinden wir das größte  Hindernis der Nachwuchsgewinnung", sagte Sozialministerin Carola Reimann (SPD).

Wer sich für einen Sozialberuf entscheidet, hat gute Chancen

Das Land stellt in diesem Jahr rund 1,5 Millionen Euro bereit. Denn die dreijährige Ausbildung eines Logopäden oder einer Sprachtherapeutin kostete die Schüler beziehungsweise deren Eltern bisher bis zu 450 Euro monatlich. Und „Schulgeldzahlungen dürfen einer Berufswahl nicht im Wege stehen", betonte die Sozialministerin. Denn mit der Schulgeldfreiheit werde man mehr junge Menschen gewinnen können, die Ausbildung zum Physio- oder Ergotherapeuten aufzunehmen, Logopäde oder Podologe zu werden.

Um zu verhindern, dass es wegen der künftigen Schulgeldfreiheit zu Schulabbrüchen kommt, sollen auch diejenigen profitieren, die in diesem Jahr vor dem 1. August ihre Ausbildung begonnen haben. Frühere Jahrgänge müssen indes weiter für ihre Ausbildung zahlen.

Mit in die Förderung aufgenommen werden auch Atem-, Sprech- und Stimmlehrer, die an der Schlaffhorst-Andersen-Schule in Bad Nenndorf ausgebildet werden. Denn diese arbeiten später als Logopäden.

Unzufrieden zeigte sich indessen die Grünen-Abgeordnete Meta Janssen-Kucz. „Gut gemeint ist noch längst nicht gut gemacht", sagte sie. „Während die Landesregierung nun zumindest diejenigen Auszubildenden entlasten will, die schon im März 2019 ihre Ausbildung begonnen haben, lässt sie Auszubildende im zweiten und dritten Ausbildungsjahr weiterhin im Regen stehen." So hätten bereits einige Azubis ihre Verträge gekündigt, um im Sommer neu zu beginnen - und dann kein Schulgeld mehr zahlen zu müssen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 07.06.2019


Pflege in Niedersachsen soll vorangebracht werden

Bis Herbst soll es Ergebnisse geben

In einer konzertierten Aktion soll es bis zum Herbst Ergebnisse geben. Das erklärte Ziel ist damit eindeutig: Die Pflege in Niedersachsen soll endlich vorangebracht werden. Sozialministerin Carola Reimann (SPD) stellte gemeinsam mit Krankenkassen, Pflegeanbietern und Kommunalverbänden die „Konzertierte Aktion Pflege“ in der letzten Woche vor.

Und „es ist kein Geheimnis, dass die Situation in der Pflege angespannt ist“, sagte die Sozialministerin in Hannover.  Es müssten Entbürokratisierung und Digitalisierung vorangetrieben werden, damit der Zustand sich schnellstmöglich verbessert. Bei einer Pflegekonferenz  im Herbst wolle man Ergebnisse und Maßnahmen vorstellen. Damit wolle man sowohl für die Pflegenden als auch für die Pflegebedürftigen bessere Bedingungen schaffen.

Sozialministerin Carola Reimann (SPD). Foto dpa

Innerhalb der Opposition wurde vor allem unter den Betroffenen Kritik laut. Björn Försterling (FDP) sagte: „Wir bleiben dabei um verlässliche Zahlen für die Pflege zu bekommen, brauchen wir endlich die von uns schon seit Langem geforderte Vollbefragung der Pflegekräfte. „Auch Meta Janssen-Kucz (Grüne) macht deutlich: „Wenn nicht endlich gehandelt wird, verschlimmert sich die Situation nur noch weiter.“ Es müsse dringend ein flächendeckender Tarifvertrag her, und die Kassen dürften sich nicht länger dagegen sträuben, die Kosten entsprechend zu übernehmen.

Hier wird die Position klar gestellt, die auch Thilo Meyer, Leiter des Pflegedienstes Horizont, vertritt und sich schon lange nicht mehr ernst genommen fühlt: „Die Politik muss die Kassen dazu zwingen, dass sie die Kosten tragen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 07.07.2019


Praxisärzte fordern: Kein Geld für Homöopathie

Forderung: Krankenkassen sollen diese Leistungen nicht bezahlen

Aus Sicht der Praxisärzte sollten Patienten homöopathische Leistungen nicht mehr von den Krankenkassen bezahlt bekommen. Denn wer solche Mittel haben möchte, sollte  sie auch erhalten, „aber bitte nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft“, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der „Rheinischen Post“. Es gäbe keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit homöopathischer Verfahren.

Auch in der Koalition wird über die Finanzierung diskutiert. In Deutschland ist Homöopathie kein Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherungen. Allerdings erstatten viele Kassen Versicherten Behandlungskosten für Naturheilverfahren, weil es eine Nachfrage gibt. Dies ist auch ein Instrument im Konkurrenzkampf der Kassen.

Dr. Gassen will nicht, dass Krankenkassen homöopathische Arzneimittel erstatten. Foto: imago images/tagesspiegel

Vorstandschef Gassen forderte die Kassen auf, ihre Finanzmittel in die ambivalente Versorgung zu leiten, „anstatt vor allem aus Marketingzwecken Beitragsgelder für Homöopathie auszugeben“.

Allerdings soll der Anteil, den Krankenversicherungen erstatten, ab Januar 2020 von 30 auf 15 Prozent sinken.

Das französische Gesundheitsministerium erklärte hierzu: homöopathische Mittel seien wissenschaftlich gesehen nicht ausreichend wirksam. Daher sei eine Erstattung nicht gerechtfertigt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 11.07.2019


Stagnation in der Organspende

Niedersachsen braucht mehr Organspender

Die Zahl der Organspenderin Niedersachsen stagniert. Nach Angaben von Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) wurden im vergangenen Jahr landesweit 62 Menschen nach ihrem Tod Organe entnommen. Das teilte das Ministerium anlässlich des Tages der Organspende mit. In 2017 waren es 64 und vor sechs Jahren 63 Organspender. Zwar gab es zwischendurch  eine leichte Steigerung auf bis zu 73.

So einfach ist es...

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 05.06.2019


Zeckengefahr: Tierärztliche Hochschule Hannover bittet um Mithilfe

Blutsauger per Post an die TiHo schicken

Bunt- oder Auwald-Zecken übertragen Hunde-Malaria

Um Mithilfe bittet die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) die Bewohner der Region, ihr nach Zeckenbefall die leblosen Körper der Bunt- oder Auwald-Zecke per Post zuzusenden.

Die Parasiten siedeln sich immer mehr in unseren Breitengraden an. Erstmals wurden jetzt Buntzecken (Körper schimmern emaillefarben) nachgewiesen, die unter anderem Hundemalaria  übertragen. Auch entdeckt wurden die Hyalomma Zecken.  Das sind auffällig große Blutsauger mit gestreiften Beinen, sie übertragen das Krim-Kongo-Virus Foto l.).

Die mögliche Folge: richtig schweres Fieber.  Mit der Zeckenpost will die TiHo untersuchen, wie weit sich die ungewöhnlichen Arten  bereits ausgebreitet haben.

Prof. Dr. Christina Strube, Leiterin  des Instituts für Parasitologie sagte: „Die Einsendungen sollten bitte mit Angabe des Fundortes zugesandt werden."

Hier die Adresse: Tierärztliche Hochschule Hannover, Institut für Parasitologie, zu Händen Professor Strube, Bünteweg 17, 30559 Hannover.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 22.05.2019


Projekt ZwischenMenschlichkeit braucht Paten

Zwei Stunden pro Woche für einen guten Zweck

Die Bürgerstiftung sucht für ihr Projekt „ZwischenMenschlichkeit - Paten für Senioren“, ehrenamtliche Helfer. Die Bürgerstiftung möchte Menschen animieren, Bewohner von Senioreneinrichtungen  zu besuchen. Mitmachen können Menschen unabhängig vom Alter. Investiert werden sollten zwei Stunden pro Woche.

Wer sich für Seniorenbesuche entscheidet, wird gebeten, sich unter Telefon (0511) 45 00 07 72 oder per E-Mail unter guthmann@buergerstiftung-hannover.de anmelden.

Die zukünftigen Besuchspaten werden vom Bereich Seniorenarbeit der AWO Region Hannover mit fünf Schulungen am Nachmittag vorbereitet. Die Kosten hiefür übernimmt die Bürgerstiftung.

Weitere Informationen: buergerstiftung-hannover

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 15.04.2019