CONTINENTAL AG



Continental ist weiter gewachsen und hat die Ziele erreicht

Continental im Jahr 2018 weiter profitabel gewachsen

Trotz rückläufiger Automobilmärkte ist das hannoversche Technologieunternehmen Continental im Jahr 2018 weiter profitabel gewachsen und hat die Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr erreicht. Der Jahresumsatz stieg auf etwa 44.4 Milliarden Euro, was einem organischen Wachstum von drei Prozent entspricht. Der Continental-Vorstandsvorsitzende Elmar Degenhardt betonte. „Wir haben ein solides Ergebnis erzielt und unsere angepassten Jahresziele erreicht.“

Conti-Chef Degenhardt ist zufrieden. © Continental AG

Das Unternehmen wachse weiter profitabel, obwohl sich die Abwärtsbewegung der Automobilmärkte im vierten Quartal 2018 wie befürchtet noch einmal deutlich verschärft hätte.

Dieses in Verbindung mit den tiefgreifenden Veränderungen in unseren Industrien verlangsame das Wachstum, sagte Degenhardt. Umso beachtlicher sei die starke Leistung der rund 244.000 Beschäftigten bei Continental weltweit. Für das Jahr 2019 rechnet der internationale Technologiehersteller weltweit mit einem Konzernumsatz von rund 45 bis 47 Milliarden Euro bei konstanten Wechselkursen. Dabei liegt der Prognose des Unternehmens unter anderem die Annahme zugrunde, dass 2019 das weltweite Produktionsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen etwa auf Vorjahrsniveau liegen werde. Nach Angaben von Degenhardt wuchs Continental im vierten Quartal 2018 erneut stärker als der Markt insgesamt. Das Umsatzwachstumlag bei rund einem Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkursveränderungen allerdings bei rund drei Prozent.

Nach Ansicht von Continental-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer wird sich die rückläufige Marktentwicklung im ersten Halbjahr 2019 aller Voraussicht nach unverändert fortsetzen. Gründe dafür seien vor allem die weiterhin schwache Nachfrage in China, der Handelsstreit zwischen USA und China sowie weiter geringe Abrufzahlen in Europa, sagte Schäfer. Dazu komme auch noch die allgemeine Brexit-Unsicherheit. Im zweiten Halbjahr aber erwarte das Unternehmen ein leichtes Marktwachstum. Schäfer: „Für das Geschäftsjahr 2019 rechnen wir mit einem Produktionsvolumen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf Vorjahresniveau.“

Schäfer sagte weiter, das Unternehmen werde seine Erwartungen an die Geschäftsentwicklung künftig wie branchenüblich auch in Bandbereiten angeben, weil es viel schwieriger geworden sei, die Entwicklung eines zunehmend volatilen Marktumfeldes punktgenau abzuschätzen.

Continental-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer erwartet rückläufige Marktentwicklung auch im ersten Halbjahr 2019. © Continental AG

In Zeiten eines so tiefgreifenden, technologischen Wandels in der Automobilindustrie wie derzeit und eines zunehmend mehrdeutigen, unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes suggerierten punktgenaue Prognosen eine Genauigkeit, die sie schlicht nicht mehr haben können, erläuterte Schäfer.

Continental-Vorstandschef Degenhardt fügte hinzu, dass das Unternehmen zum Jahresanfang wie bereits angekündigt planmäßig die rechtliche Verselbständigung seiner Sparte für Antriebstechnologien – der Division Powertrain – vollzogen habe.

Bis Mitte 2019 werde die neue rechtliche Einheit, deren künftiger Name in Kürze bekanntgegeben werde, für einen möglichen Teilbörsengang vorbereitet. Dieser Schritt sei Teil einer der größten organisatorischen Umbauten in der Firmengeschichte, sagte Degenhardt. Diese Neuaufstellung sehe die Bildung einer Holding-Struktur der Continental AG unter der neuen Dachmarke „Continental Group“ vor. Sie werde drei geschäftliche Säulen haben: „Continental Rubber“, „Continental Automotive“ und „Powertrain“. Ab 2020 sollen die neuen Bezeichnungen angewendet werden, versicherte Degenhardt.                                       

Volker Benke


Jetzt perfekt: Antennenspezialist wird von Continental übernommen

Mit der Kathrein Automotive sei Conti für den Markt für Fahrzeugantennen gerüstet

Technologiezulieferer und Reifenhersteller Continental hat endlich nach Zustimmung der Kartellbehörde die Fahrzeugantennen-Sparte von Kathrein übernommen. Und mit der Eingliederung der Kathrein Automotive GmbH mit Sitz in Hildesheim, einer Tochter der Kathrein SE, sei nun Continental für den florierenden Markt für Fahrzeugantennen bestens gerüstet, teilte das hannoversche Werk Anfang der Woche mit.

Intelligente Fahrzeugantennen seien die Grundlage der künftigen Vernetzung des Autos, so das Unternehmen.

Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe © Kathrein Werke KG/re (Montage)

Hier gehe es um Anwendungen vom Funkschlüssel über Navigation bis zur drahtlosen SG-Kommunikation. Wie üblich, wurde über den Kaufpreis nichts gesagt.

Ute Micha,Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Continental schnappt sich Großauftrag für elektrische Antriebe

E-Auto Sion fährt mit Conti-Antrieben

Einen millionenschweren Großauftrag hat sich der Zulieferer Continental von dem Münchner Elektroautohersteller Sono Motors geschnappt. Es gehe um den elektrischen Antrieb für das E-Auto Sion (Foto Sono Motors), das 2019 in Serie gehen werde, teilte das Unternehmen mit.

Den Auftragswert bezifferte Sono Motors nicht, auch Continental wollte sich dazu nicht äußern. Nach dpa-Informationen handelt es sich dabei um einen Auftragswert in Höhe von mehreren Hundert-Millionen-Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Continental übernimmt Kathrein Automotive

Conti baut Kompetenz bei Schlüsseltechnologien für eine Fahrzeugvernetzung aus

Continental gab bekannt, daß es mit der Kathrein Automotive GmbH einen der führenden Spezialisten und Hersteller von Fahrzeugantennen übernimmt. Der Kaufvertrag sei unterschrieben, und die Kathrein Automotive werde nach der kartellrechtlichen Prüfung voraussichtlich im ersten Quartal 2019 mit der gesamten Belegschaft Teil von Continental.

Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe © Kathrein Werke KG/re (Montage)

Die Kathrein Automotiv beschäftigt zurzeit über 1.000 Mitarbeiter an acht Standorten in Brasilien China, Deutschland, Mexiko, Portugal und den USA. Lt. Kathrein sollen alle Mitarbeiter übernommen werden. 

Nach Angaben des Continental-Vorstandsmitgliedes, Helmut Matschi, sind leistungsfähige und intelligente Antennen die Schlüsseltechnologie für eine ganzheitliche Fahrzeugvernetzung, ohne Antennen gebe es keine Vernetzung. Vom Funkschlüssel, über Navigation bis hin zur Telematik wären die Schnittstellen für drahtlose Kommunikation im und über das Fahrzeug hinaus zahlreich, betonte Matschi.

Bereits heute sind Fahrzeuge mit 20 Antennen und mehr ausgestattet. Im Zuge der voranschreitenden ganzheitlichen Fahrzeugvernetzung und neuer Kommunikationstechnologien wie 5G werde der Bedarf an leistungsfähigen und intelligenten Antennenlösungen weiter steigen, heißt es bei Continental. Analysten schätzten ein durchschnittliches jährliches Marktwachstum für Fahrzeugantennen von etwa 6,5 Prozent bis ins Jahr 2022.

Mit dem Erwerb von Kathrein Automotive erweitere Continental nicht nur sein Produktportfolio und gewinne essentielles Entwicklungs-Know-how, sondern hebe mit dem Kauf auch einen langjährige erfolgreiche Partnerschaft auf eine neue Ebene, nachdem aus der bisherigen Zusammenarbeit mit dem intelligenten Antennenmodul und dem multifunktionalen Smart Device Terminal bereits im Markt erfolgreiche Vernetzungslösungen hervorgegangen seien.

Neben den gemeinsamen Entwicklungen umfasst das Portfolio von Kathrein Automotive Antennensysteme für alle fahrzeugrelevanten weltweiten Kommunikationssysteme, MIMI-Antennensysteme für optimierten Datenempfang sowie Antennensysteme für neue Frequenzbänder im 5G Mobilfunkstandard. Produkte der Hochfrequenzelektronik wie Kompensatoren für Mobilfunk- und V2X-Technologie ergänzten das Produktportfolio, heißt es.

Volker Benke


Conti erwirbt Sparte von Cooper Standard

Im Geschäftsbereich Antivibrationssysteme will sich Continental verstärken

Der Autozulieferer übernimmt die entsprechende Sparte des US-Konkurrenten Cooper Standard. Darauf hätten sich die Konzerne verständigt, teilte Conti mit. Der in Frankreich ansässige Geschäftszweig habe zuletzt mit rund 1 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 290 Millionen Euro erzielt. Der Kaufpreis soll sich zwischen 200 und 300 Millionen Euro bewegen.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Continental produziert ab 2020 in Indien

Der Zulieferkonzern investiert 22 Millionen Euro in Werk in Pune

Der erste Spatenstich des hannoverschen Zulieferkonzerns Continental in Indien ist gesetzt.

Ein neues Werk wird im indischen Pune für 22 Millionen Euro entstehen. In der Fabrik sollen ab 2020 Oberflächenmaterialien für Auto-Innenräume hergestellt werden.

 

Feierlicher erster Spatenstich für das neue Werk von Continental in Pune. © Continental AG

In die 12 000 Quadratmeter große Fertigungsstätte investiert Continental rund 22 Millionen Euro. Die Startkapazität in dem neuen Werk, in dem zuerst mehr als 100 Beschäftigte arbeiten sollen, liegt bei fünf Millionen Quadratmeter Oberflächenmaterialien pro Jahr. Hier wird Kunstleder der Marke Acello Eco produziert. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen noch die Schaumfolien Yorn und Yorn Light dazukommen.

Von Pune aus wird Conti den indischen Markt beliefern. „Indien gilt mittlerweile als fünftgrößter Automobilmarkt der Welt mit enormen Wachstumschancen", sagte Dirk Leiß, verantwortlich für den Geschäftsbereich Oberflächenmaterialien.

Continental, größter Produzent von Oberflächenmaterial weltweit, produziert Materialien in 15 Werken in aller Welt und ist damit in den wichtigsten Märkten in Asien, Amerika und Europa vertreten.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche