LITERATUR - LESEN und HÖREN

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Online-Vortrag „Ansätze für ein Kunstmagazin jenseits des "global art hype“

Im Kunstverein halten Dr. Yvette Mutumba und Julia Grosse den ersten Online-Vortrag.

Dr. Yvette Mutumba (Kunsthistorikerin, Teil des Kurator*innen-Teams der 10. Berlin Biennale) und Julia Grosse (Kunsthistorikerin, Journalistin) sprechen auf vimeo/kunstvereinhannover.

Der Kunstverein Hannover konnte mit Mutumba und Grosse für den ersten Online-Vortrag seines digitalen Rahmenprogramms „Mit Abstand am besten“ zwei prägende Stimmen der Reflexion zeitgenössischer Kunst aus afrikanischen Perspektiven gewinnen. Der Vortrag ist ab 13. Mai um 19 Uhr abrufbar.

Porträt Julia Grosse (links) und Yvette Mutumba (rechts) Foto: Benjamin Renter

Mit »Contemporary And« geben Dr. Yvette Mutumba und Julia Grosse seit 2013 online ein Kunstmagazin heraus, in dem unterschiedliche Themen rund um die Kulturproduktion auf dem afrikanischen Kontinent und der in der Diaspora in den Fokus gesetzt werden.

2018 wurde mit „Contemporary And América Latina“ ein weiteres Magazin ins Leben gerufen. Über die Hintergründe und Themensetzungen der Magazine sowie die damit verbundene Zielsetzung referieren Julia Grosse und Dr. Yvette Mutumba in ihrem Vortrag, der bis zum Ende der Ausstellung »Beyond the Black Atlantic« am 1. Juni zur Verfügung steht.

Mit „Beyond the Black Atlantic“ zeigt der Kunstverein Hannover eine Gruppenausstellung der Künstler*innen Sandra Mujinga, Paulo Nazareth, Tschabalala Self und Kemang Wa Lehulere. Sie beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Thematik der „Blackness“ in der Welt.

Julia Grosse arbeitet in Berlin als Journalistin, Kunsthistorikerin und Herausgeberin von Online-Magazinen. Ihre jüngste Publikation „Ein Leben lang“ (2018, Hoffmann und Campe Verlag) erzählt von der 70 Jahre dauernden Ehe ihrer Großeltern. Derzeit erfüllt sie einen Lehrauftrag an der Universität der Künste in Berlin.

Dr. Yvette Mutumba studierte Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und promovierte an der Birkbeck, University of London. Sie ist an der Universität der Künste in Berlin als Gastdozentin tätig.

Informationen zum Programm des Kunstvereins: kunstverein-hannover/ausstellungen

Kunstverein/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo

08.05.2020


Mutiger Schritt: PEN-Präsidentin wirbt für Gehalt für Schriftsteller

Hilfreicher wäre die Berechnung nach dem Durchschnittseinkommen

Der Schritt der Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland,  Regula Venske (Foto Wikipedia lks.), in der Corona-Krise für eine Art staatliches Gehalt für notleidende Autoren zu werben, ist mutig und setzt ein Zeichen. "Wir haben bereits im März ein auf sechs Monate  begrenztes bedingungsloses Grundeinkommen für freie Schriftsteller*innen gefordert, weil sich inzwischen zeigt, dass freie Autoren wegen ihrer besonderen Arbeitsbedingungen durch das Raster der Maßnahmen wie die Soforthilfe für Soloselbstständige fallen", sagte die PEN-Präsidentin. Realistischer und hilfreicher wäre eine Zuwendung, die sich aus dem Durchschnittseinkommen der vergangenen drei Jahre berechnet wird.

Das Kernproblem liege in der Unregelmäßigkeit beim Eingang von Honoraren zu normalen Zeiten. Aus diesem Grund könne man sich bei möglichen Hilfeleistungen kaum an den Einnahmen von Vormonaten orientieren.

"Autoren sind Saisonverdiener. Vielen von uns, die durch Lesereisen und Vorträge sowie Moderationen auf Festivals und Buchmessen ihr Geld verdienen, das dann für den Rest des Jahres vorhalten muss, sind jetzt substanzielle Einkünfte weggebrochen", sagte die Autorin ("Ein allzu leichter Tod). Im Frühjahr - und dann erst wieder im Herbst - fänden die meisten Lesungen statt. Auch Verlagstantiemen würden in der Regel Ende März, Anfang April fließen. "Hier geht es einfach um Lebenshaltungskosten. Der Verweis auf Harz IV, den man sich hier und da anhören muss, verkennt unsere Situation auf zynische Weise. Dass man dann etwa den Versicherungsstatus über die Künstlersozialkasse verlieren würde, kann doch nicht politisch gewollt sein."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

25.05.2020


Niedersachsens Buchhandlung des Jahres in Reppenstedt ist

Buchhandlung Vogel ist ein kulturelles Zentrum in Reppenstedt.

Leseclubs, Autorenbegegnungen oder Bilderbuchkino: Buchhändler*innen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung und kulturellen Grundversorgung ihrer Region. Als Anerkennung für dieses Engagement ehrt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) jährlich eine besonders herausragende Buchhandlung mit dem Niedersächsischen Buchhandelspreis. Kulturminister Björn Thümler zeichnet in diesem Jahr die Buchhandlung Vogel in Reppenstedt (Landkreis Lüneburg) mit dem Preis, dotiert mit 5.000 Euro, aus. „Durch ihr vielfältiges Angebot und großen persönlichen Einsatz machen Anja Vogel und ihr Team die Buchhandlung zu einem unverwechselbaren kulturellen Zentrum in Reppenstedt. Für Bürgerinnen und Bürger jeden Alters bietet die Buchhandlung Vogel nicht nur einen Raum für literarische Neuentdeckungen und Begegnungen, sondern entwickelt auch immer wieder innovative Formate zur kulturellen Teilhabe“, so Kulturminister Björn Thümler.

Branka Felba, Vorsitzende des Landesverband Nord e.V.: „Begeisterung für Kultur und das Lesen, hohe Kreativität, soziales Engagement und Spaß am Miteinander. Dies sind die Zutaten für das Rezept, mit dem Anja Vogel und ihr Team täglich ihr Buchhandels-Kleinod in der Region beleben. Die Buchhandlung wird zum wunderbaren Mittelpunkt einer kleinen Gemeinde, zieht aus dem weiteren Umkreis Menschen, die hier mit Freude ihr Bedürfnis nach Literatur und Kultur ausleben können, lässt die Region (er)leben, auch virtuell.“

Die Preisverleihung findet voraussichtlich im September statt.

MWK/Sigrid Lappe/Ute Micha


Schrittweise Wiederöffnung der Stadtbibliothek Hannover

Stadtbibliotheken geöffnet mit Auflagen

Nach der corona-bedingten Schließung hat die Stadtbibliothek Hannover den Bibliotheksbetrieb wieder aufgenommen. Geöffnet werden neben der Stadtbibliothek in der Hildesheimer Straße Step by step weitere Stadtteilbibliotheken.

Um die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln, die Sicherheit sowie den Gesundheitsschutz für die Besucher*innen und die Beschäftigten sicherzustellen gelten vorerst folgende Regeln: Die Anzahl der Bibliotheksbesucher*innen wird begrenzt. Am Eingang werden Körbe ausgegeben, um die Besucherzahl zu überwachen. Ein Besuch ist nur mit Mund-/Nasenschutz gestattet und darf nicht zu einem längeren Aufenthalt dienen, auch muss ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen eingehalten werden.

Verlängerungen von Medien sind jederzeit online oder zu den Öffnungszeiten telefonisch möglich, Die Ausleihe von e-Books und alle anderen online-Angebote bleiben rund um die Uhr erreichbar. Vormerkungen und das Abholen vorgemerkter Medien sind möglich sowie Klärung von Fragen rund um das Bibliothekskonto. In den Datenbanken kann über den online-Katalog und das WLAN recherchiert werden.

Ein Aufenthalt zum Lesen oder Arbeiten kann derzeit nicht gestattet werden, Tageszeitungen, Internetplätze stehen ebenso wie Kinderspielecken, Arbeitsplätze nicht zur Verfügung und Veranstaltungen gibt es derzeit nicht.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Online-Gala Criminale endet mit Preisverleihungen

Bester Kriminalroman: Jürgen Heimbach für „Die Rote Hand“

Die Gewinner*innen des GLAUSER 2020 stehen fest: Das SYNDIKAT, der Verein für deutschsprachige Kriminalromane, hat am Samstagabend in einer online übertragenen Gala die diesjährigen Krimipreise in sechs Kategorien verliehen: Jürgen Heimbach erhielt für „Die Rote Hand“ den Preis für den besten Kriminalroman. Mit dem Ehren-GLAUSER wurde die Bestseller-Autorin Nina George ausgezeichnet.

Fast 500 Werke hatten die deutschsprachigen Verlage in den vergangenen Monaten eingereicht und von den Jurys des SYNDIKATS bewerten lassen. In den Kategorien Roman, Debüt, Kurz-, Jugend- und Kinderkrimi hatten es insgesamt 23 Bücher der spannenden Literatur in die Liste der Nominierten geschafft.

Am Samstag gaben die Moderatoren Ralf Kramp und Sandra Lüpkes in der aufwendig produzierten Online-Gala die Gewinner*innen der GLAUSER 2020 in den einzelnen Katagorien bekannt. In der Kategorie “Roman”: Jürgen Heimbach mit "Die Rote Hand" (weissbooks.w), in der Kategorie “Debüt”: Lioba Werrelmann mit "Hinterhaus" (Bastei Lübbe), in der Kategorie „Kurzkrimi“: Sunil Mann mit „Der Watschenmann“  und Hartmut Marks mit “Blutige Lippe 3 - Neue Kriminalgeschichten zwischen Bad Lippspringe und Wesel". In der Kategorie "Jugendkrimi": Wulf Dorn mit "21 Dunkle Begleiter“ (CBJ), in der Kategorie "Kinderkrimi“: Charlotte Habersack mit "Bitte nicht öffnen, Feurig“ (Carlsen), in der Kategorie „Ehren-GLAUSER“ wurde Nina George ausgezeichnet.

Die GLAUSER-Krimipreise des SYNDIKATs gehören mit insgesamt 12.000 Euro zu den höchstdotierten Autorenpreise im deutschsprachigen Raum.

Informationen: Die Besetzungen der Jurys und ihre Begründungen zu den einzelnen Werken auf der Website des SYNDIKATs unter das-syndikat/krimipreise-der-autoren

Die GLAUSER sind die höchstdotierten Autorenpreise für Werke deutschsprachiger Kriminalliteratur. Zu den Preisträgerinnen und -trägern gehören u.a. Martin Suter, Nina George, Horst Eckert, Thomas Glavinic und Judith Taschler. Friedrich Glauser gilt als Mitbegründer des deutschsprachigen Kriminalromans. Zu Glausers Ehren gibt das SYNIDKAT an seinem Geburtstag, dem 4. Februar, jährlich die Nominierten für die nach ihm benannten Krimipreise bekannt.

Das SYNDIKAT ist der Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur. Mit rund 750 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es die größte Vereinigung für Spannungsliteratur im deutschsprachigen Raum und deckt das gesamte Genre vom regionalen Krimi bis zum internationalen Thriller ab. Informationen unter das-syndikat.

Seit über dreißig Jahren organisiert das SYNDIKAT die CRIMINALE, ein Festival für Kriminalliteratur, das jährlich im Frühjahr in einer anderen Region in Deutschland, Österreich oder der Schweiz stattfindet. Rund 300 Krimiautorinnen und -autoren veranstalten an fünf Tagen eine Vielzahl literarischer Events und tauschen sich mit FachbesucherInnen aus dem Literaturbetrieb und den Medien sowie mit dem interessierten Krimipublikum aus. Das Programm umfasst über 80 Veranstaltungen. Den Höhepunkt und Abschluss des Festivals bildet stets die Gala am Samstagabend mit der feierlichen Verleihung des GLAUSER, dem nach dem Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser benannten Krimipreis diesmal allerdings online!

Weitere Informationen unter criminale.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

19.04.2020 


Gute Nachricht für Stadtbibliothekskunden

Stadtbibliothek bietet Bestell- und Abholservice an

Telefonisch oder oder per Mail können Bibliothekskunden nach Ostern bis zu zehn Bücher und andere Medien bestellen und nach Terminvergabe abholen. Es können nur Medien bestellt und abgeholt werden, die vor Ort in der teilnehmenden Bibliothek auch im Bestand sind. Auch vorbestellte Medien, die bereits auf Abholung warten, können nach telefonischer Terminvereinbarung abgeholt werden.

In der Stadtbibliothek, Hildesheimer Straße 12: Montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr steht die Telefonnummer 168-42169 oder die E-Mail stabi-info@hannover-stadt.de für die Bestellung zur Verfügung.

Weiter geht es ab 16. April mit zwei weiteren Stadtteilbibliotheken von Montag bis Freitag in der Zeit von 11 bis 17 Uhr: Nordstadtbibliothek, Engelbosteler Damm, Tel.: 168-44068, E-Mail: nordstadtbibliothek@hannover-stadt.de; Stadt- und Schulbibliothek Bothfeld, Tel.: 168-48255, E-Mail: stadtbibliothek-bothfeld@hannover-stadt.de

Und das funktioniert so: Man sucht sich zuhause aus dem online-Katalog der Bibliothek die gewünschten Medien heraus, mailt oder nennt am Telefon die Titel und Signaturen von maximal zehn Medien. Die Mitarbeiter*innen der Stadtbibliothek suchen diese heraus, geben telefonisch eine Rückmeldung und vereinbaren einen Abholtermin und legen nach einer Legitimation über die Bibliothekskarte die Medien auf einem Tisch an der Eingangstür zum Mitnehmen bereit.

„Für viele Menschen sind Bücher lebenswichtig. Ihnen und den vielen Menschen in Ausbildung wollen wir auf diesem Wege Bildungsstoff und Freizeitlektüre bieten“, sagt die Direktorin der Stadtbibliothek Hannover, Dr. Carola Schelle-Wolff.

Der Katalog ist zu finden unter: bibliothek.hannover-stadt.

Seit vier Wochen sind alle Einrichtungen der Stadtbibliothek Hannover geschlossen. Die Ausleihe von e-Books oder e-Zeitschriften funktioniert weiterhin online. Auf der Homepage der Stadtbibliothek findet man dazu umfangreiche Informationen: stadtbibliothek-hannover.

STB/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Mich, Presse Dienst Nord

12.04.2020


Lutz Seiler erhält Leipziger Buchpreis für "Stern 111"

Interessante Erfahrung: Buchpreisverleihung im Radio übertragung

Schon komisch:  Denn Lutz Seiler könnte der erste Träger des Preises der Leipziger Buchmesse sein, der beim morgendlichen Frühstück von seiner Auszeichnung erfahren hat. Und tatsächlich: "Wir sitzen am Frühstückstisch und haben uns sehr gefreut", sagt Seiler. Gerade war ja im Radio verkündet worden, dass er für den Roman "Stern 111" den äußerst renommierten Literaturpreis in der Sparte Belletristik (dotiert mit 15 000 Euro) erhalten hat.

Er zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen Deutschlands.

Wie bekannt, wurde die Buchmesse und die die Preisverleihung wegen Corvid-19 abgesagt. Und die improvisierte Preisverleihung im Radio wurde auf die Beine gestellt, um trotzdem Aufmerksamkeit für die Bücher herzustellen.

Lutz Seiler, *1963 in Gera. Quelle: picture alliance/dpa

Die Jury entschied: "Der Stern 111" leuchtet spektral. Legendäres Radiofabrikat der DDR, reine Liebe für eine junge Frau, die Sternferne der Dichtkunst genauso wie der Star, der die Eltern des Romanhelden in den Westen lockt."

Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse wird seit 2005 vergeben und ehrt herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung.

Die siebenköpfige Jury setzt sich aus deutschen Journalisten und Literaturkritikern zusammen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

12.03.2020


Veranstaltungsabsagen des Literaturhauses

Auch das Literaturhaus ist betroffen

Das Veranstaltungs- und Versammlungsverbot wurde mit Wirkung zum 17. März 2020 erlassen und gilt zunächst bis 18. April. Deswegen fallen leider die Veranstaltungen bis dahin aus. Das Literaturhaus bemüht sich um Nachholtermine. Da derzeit noch nicht abzusehen ist, ab wann wieder bedenkenlos eingeladen kann, bittet das Haus um Geduld.

Karten behalten zunächst ihre Gültigkeit, werden aber auch zurück genommen. Die online-Reservierungen werden eingestellt, da die Vorverkaufskasse ebenfalls geschlossen bleiben muss.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

17.03.2020


Cartoonist Luz erinnert an Kollegen

"Wir waren Charlie" - ein Buch 

Der französische Cartoonist Luz blickt auf seine Zeit als "Charlie Hebdo", Zeichner vor dem Terroranschlag, auf die Satirezeitung 2015 zurück und sagt: "Jeder war auf andere Weise begabt... Der eine politisch, der andere grafisch, der nächste humoristisch..."

Und auf rund 300 Seiten bringt Luz (mit bürgerlichem Namen Rénald Luzier) seine Erinnerungen mit Pinsel und Feder  zu Papier. Und zeichnet von seinen Kollegen persönliche und intime Porträts. Es ist ein Buch gegen das Vergessen und eine Homage an den Beruf  des Zeichners und Karikaturisten.

Luz selber entkam dem Massaker nur, weil er damals zu spät in die Redaktion gekommen war. Es war sein Geburtstag!

Luz, der seit dem Anschlag unter Polizeischutz steht, zeichnet mit viel Emotion und Nostalgie das Porträt einer Redaktion, die mit ihren Illustrationen, Karikaturen und investigativen Reportagen mit linkem Einschlag für Meinungsfreiheit und gegen Extremismus in Religion und Politik kämpft. Er skizziert die hitzigen Debatten, die explosive Arbeitsstimmung, Ängste, Siege und verlorene Kämpfe. Und ganz nebenbei lässt er die französische Politik der 90er und Nullerjahre Revue passieren.

Zu einem bewegenden Moment wird seine Begegnung mit Cabu, dem einstigen künstlerischen Leiter von "Charlie Habdo", der bei dem Terroranschlag ums Leben kam. Und dann ist da noch Charb, der ebenfalls ums Leben kam. Der scharfzüngige Tabubrecher  machte sich über alles und jeden lustig - auch über seinen Kollegen Luz!

Luz: "Wir waren Charlie", Reprodukt, 320 Seiten, 29 Euro

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.02.2020


Überwindung von Unterschieden und zum Entdecken von Gemeinsamkeiten

Daphne Vloumidi begeistert mit ihrem Buch „Quilombo der kleine schmutzige Elefant”

Daphne Vloumidi stellte bei Leuenhagen & Paris den kleinen schmutzigen Elefanten vor. Quilomdo ist ein kleiner Elefant, der aus einem fernen Land auf die Insel Lesbos in Griechenland gekommen ist. Schmutzig und verlassen scheint er ganz fremd und anders zu sein. Dort wird er von Daphne gefunden und mit nach Hause genommen. Sie möchte ihrer Enkelin, die in London lebt, einen Brief schreiben. Sie will erklären, was es bedeutet, dass so viele Menschen als Flüchtlinge auf die Insel kommen und dort ganz fremd sind. Dabei ist er genau so wie alle Kinder dieser Welt, egal, ob sie in Flüchtlingslagern leben oder friedlich mit einem Kuscheltier zuhause schlafen. Auch für die Inselbewohner ist es seltsam, plötzlich so viele Fremde zu treffen das bedeutet Überwindung von Unterschieden und Entdecken von Gemeinsamkeiten.

Daphne Vloumidi und Iannis Troumpounis

Daphne Vloumidi und ihr Ehemann Iannis Troumpounis (Lehrerin und Architekt) führen seit über 20 Jahren ein Hotel auf der Insel Lesbos. Sie beide sind überdies unermüdlichee Unterstützer geflüchteter Menschen. 2012 riefen sie gemeinsam mit deutschen Freunden und Gästen des Hotels die Hilfsorganisation ODYSSEAS ins Leben. Für ihren selbstlosen Einsatz und ihre Zivilcourage bei der Bewältigung des extremen Ansturms von flüchtenden Menschen auf der Insel im Jahr 2015 wurde Daphne im März letzten Jahres in Mailand durch GaRiWo (Garden oft the Righteous Worldwide) ausgezeichnet.

Da sie Ihre Rolle als Großmutter nur aus der Ferne genießen kann – die Familie des Sohnes lebt in Italien – pflegt sie regen Briefkontakt  zu ihren Enkelkindern. So entstand auch  die Geschichte Quilombo, die sie allen Kindern widmet, „die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen“.

Ob als Vorlesebuch für Kinder ab drei Jahren oder für Leseanfänger, man kann allen Eltern diese berührende Geschichte über den auf Lesbos gelandeten Elefanten nur wärmstens ans Herz legen. Wer seinen Kindern auch unterhaltsam Verständnis und Empfindungen vermitteln will, für den ist dieses liebevolle Büchlein genau richtig.

Bilderbuch. Illustriert von Anna Georgiadou, ins Deutsche übertragen von Birgit Saure. Verlag Metaichmio und Daphne Vloumidi. 1. Auflage Juni 2017. 11,45 € (inklusive Mehrwertsteuer)

Hier kann man das Buch kaufen und bestellen:

Buchhandlung Leuenhagen & Paris, Lister Meile und über Daphne Vloumidi: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant.

„Quilombo. Der kleine, schmutzige Elefant“, da lesen große und kleine Menschen mit Tränen der Rührung, was die Griechin Daphne Vloumidi über Quilombos lange Reise und sein Ankommen auf Lesbos geschrieben hat. Sie widmet diese Geschichte allen Kindern, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die in Flüchtlingslagern leben, aber auch denen, die ein Zuhause haben und dort friedlich mit ihren Stofftieren schlafen.

Quilombo läßt sich überzeugen, daß Zähneputzen sein muß!