KULTUR - FÖRDERUNGEN


Niedersachsen kann mit 2,8 Millionen Euro Kultureinrichtungen helfen

Kultur ist relevant für den Zusammenhalt

Niedersachsen erhält aus dem Bundesförderprogramm „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) in diesem Jahr 2,77 Millionen Euro. „Ich freue mich, dass alle Anträge, die wir eingereicht haben, berücksichtigt werden. In der Corona-Pandemie erleben wir gerade, wie wichtig Kultur ist. Sie ist ein Fundament unserer Gesellschaft“, so Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler.

Die Bundesmittel für die Modernisierung und Sanierung bedeutender Kultureinrichtungen fließen in folgende drei Projekte in Niedersachsen:

· Weltkulturerbestätte Fagus-Werk in Alfeld erhält 400.000 Euro für die Revitalisierung der Fagus-Gropius-Ausstellung (Foto: 100 Jahre Schuhmode - Alle Schuhmodelle, die die Modeherzen der letzten 100 Jahre begehrt haben, finden sich exklusiv in der Etage "100 Jahre Schuhmode ").

· Die Herrenhäuser Gärten in Hannover erhalten 1,5 Millionen Euro für den Ersatzneubau eines multifunktionalen Ausstellungs- und Schauhauses für den Berggarten.

· Die Stiftung Rittergut Hämelschenburg in Emmerthal erhält 866.000 Euro für die Sanierung der Steinornamente und Gauben des mittleren und nördlichen Flügels von Schloss Hämelschenburg.

Das INK-Programm ist Nachfolger des ehemaligen Förderprogramms „Investitionen für nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland“ (Invest Ost). Das Programm wurde 2020 auf ganz Deutschland ausgeweitet. „Kultur ist relevant für den Zusammenhalt, ganz besonders auch im ländlichen Raum“, so Thümler. „Deshalb freue ich mich, dass in Hannover sowie in Alfeld und Emmerthal jetzt dringend notwendige Investitionen möglich werden.“

 Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Förderung der freien Theaterszene

Niedersachsen unterstützt Produktionen mit 485.000 Euro

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt in diesem Jahr 32 Produktionen der professionellen freien Theaterszene mit insgesamt 485.000 Euro.

Kulturminister Björn Thümler freut sich über die vielen überzeugenden Anträge der professionellen freien Theater. "Dank der Kreativität der Künstler*innen werden wir alle vom Frühjahr an erleben, dass die Freien Theater immer am Puls der Zeit sind. Mit den Förderungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Theaterszene im Jahr 2021“, so der Minister.

Die freie Theaterszene ist neben den Staats- und Stadttheatern sowie Landesbühnen eine wichtige Säule der professionellen Theaterlandschaft in Niedersachsen. Insgesamt hatten 48 Projektanträge unter anderem aus den Bereichen Kinder- und Jugendtheater sowie Tanz das Ministerium erreicht. Auch spartenübergreifende Projekte waren dabei.

Foto Theaterwerkstatt

Liste der geförderten Freien Theater:

Theater Karo Acht,12.000 Euro, OutOfTheBox GbR, 15.000 Euro, Jahrmarkttheater, 18.000 Euro, Cosmos Factory Theaterproduktion, 15.000 Euro, Theaterhaus Hildesheim e.V., 25.000 Euro, Theater Fadenschein, 15.000 Euro, Die Soziale Fiktion GbR, 15.500 Euro, boat people projekt, 15.000 Euro, tanz.Utan, 10.000 Euro, Agentur für Weltverbesserungspläne, 12.500 Euro, xweiss-theater.formen GbR, 18.000 Euro, TDT Hildesheim, 10.000 Euro, Theater Laboratorium Oldenburg e.V.,, 15.000 Euro, Büro für Eskapismus, 12.000 Euro, VOLL:MILCH,  15.000 Euro, werkgruppe2,, 15.000 Euro, Theater an der Glocksee e.V., PLUS X, 25.000 Euro, Metronom (Freies Theater), 10.000 Euro, Theater Matz von burchard theater produktionen, 10.000 Euro, YET Company GbR, 15.000 Euro, Das Letzte Kleinod, 15.000 Euro, Theater Grand Guignol GbR,, 13.000 Euro, Syndikat Gefährliche Liebschaften GbR, , 14.000 Euro, systemrhizoma GbR, , 17.000 Euro, Theaterwerkstatt Hannover GmbH, 12.000 Euro, theater wrede +, 10.000 Euro, Freie Bühne Wendland, 20.000 Euro, stille hunde theaterproduktionen, 18.000 Euro, Tiago Manquinho, 15.000 Euro, Figurentheaterinitiative Osnabrück e.V., 18.000 Euro, Theaterkollektiv Christians // Schwenk, 20.000 Euro.

Auch im nächsten Jahr wird wieder gefördert. Anträge auf Projektförderung im Jahr 2022 sowie Anträge auf Konzeptionsförderung für die Förderperiode 2022 – 2024 können professionelle freie Theater vom Sommer bis zum 15. Oktober 2021 stellen unter mwk./kulturforderung/antragsverfahren-zur-landeskulturfoerderung.

MWK/S.Lappe/U.Micha


Kulturministerium fördert soziokulturelle Einrichtungen

62 Projekte profitieren von über einer Million Euro Landesmitteln

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) unterstützt 62 soziokulturelle Vorhaben in Niedersachsen mit ca. 1,05 Millionen Euro.

500.000 Euro werden vom MWK direkt für zehn Investitionsvorhaben vergeben. Weitere rund 544.000 Euro Landesmittel stellt das MWK dem Landesverband Soziokultur Niedersachsen e.V. (LV Soziokultur) für die Förderung soziokultureller Projekte und Strukturmaßnahmen im 1. Halbjahr 2021 zur Verfügung.

„Die Soziokultur schafft die Räume für menschliche Begegnungen, die uns derzeit so fehlen“, so der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. „Mit der Förderung dieser Projekte und Investitionen unterstreicht das Land den Willen, auch in schwierigen Zeiten die Kultur in Niedersachsen verlässlich zu unterstützen, um in Zukunft ein vielfältiges Kulturleben zu ermöglichen.“

Der LV Soziokultur fördert mit insgesamt rund 378.000 Euro aus Landesmitteln soziokulturelle Projekte in Niedersachsen.

Wichtig sei es, Projekte zu unterstützen, die Orte für Begegnung schaffen und mit denen die Regionen belebt werden. Auch sollen Projekte geördert werden, die interkulturelle Themen bearbeiten und solche, mit denen junge Künstler*innen aufgebaut werden.

Dorit Klüver, Geschäftsführerin des LV Soziokultur: „Die 36 geförderten Projekte zeigen ein breites künstlerisches Spektrum. Sie bewegen sich von der theaterpädagogischen Arbeit zu Heimat und Fremde über Podcast-Projekte mit Jugendlichen oder der künstlerischen Auseinandersetzung mit Schützenswertem aller Couleur und generationenübergreifenden Schreibwerkstätten zu den pandemiebedingten Ängsten.“

Darüber hinaus profitieren 16 Vereine von einer Strukturförderung in Höhe von rund 166.000 Euro. Damit werden diese unter anderem dabei unterstützt, sich für die Zukunft personell gut aufzustellen. Durch die Investitionsmaßnahmen, die mit insgesamt 500.000 Euro gefördert werden, ermöglicht das Land die infrastrukturelle Weiterentwicklung der soziokulturellen Zentren. Besonders durch Modernisierungsmaßnahmen, aber auch durch die Beschaffung digitaler Infrastruktur wird ein Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der Kultureinrichtungen geleistet.

Anträge auf Projekt- und Strukturförderung für das zweite Halbjahr 2021 können bis zum 30. April 2021 beim Landesverband Soziokultur Niedersachsen e.V. gestellt werden.

Anträge auf Investitionsförderung für 2022 können beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Online-Antragsverfahren unterkulturfoerderung.niedersachsen/Kultur/login bis zum 15. Oktober 2021 eingereicht werden.


Eine Million Euro für kleine Kultureinrichtungen in Niedersachsen

Ministerium Wissenschaft und Kultur entwickelt kulturelle Infrastruktur weiter

Museen, Theater, Kulturvereine – vor allem in den ländlich geprägten Regionen Niedersachsens – sichern kleine Kultureinrichtungen die kulturelle Infrastruktur und Teilhabe. Deshalb unterstützt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) diese Einrichtungen mit insgesamt einer Million Euro.

„Die Corona-Pandemie stellt viele Kultureinrichtungen aktuell vor große Herausforderungen. Mit dem Förderprogramm ermöglichen wir Ihnen, notwendige Investitionen wie Baumaßnahmen oder die Erneuerung von technischer Infrastruktur“, so der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (Fotonoz). „Wir entwickeln die vielfältige kulturelle Infrastruktur weiter. Mit dem Programm gelingt es vor allem, das Ehrenamt als Träger des kulturellen Lebens in Niedersachsen zu unterstützen.“

Das Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen besteht aus zwei Förderlinien und umfasst insgesamt 2,5 Millionen Euro. Eine Million Euro davon sind für Projekte von mehr als 25 000 Euro vorgesehen. Projektanträge in Höhe von weniger als 25.000 Euro bearbeiten die regional zuständigen Landschaften und Landschaftsverbände, hierfür stehen insgesamt 1,5 Millionen Euro bereit. Mit dem Programm werden Einrichtungen gefördert, die in der Regel über nicht mehr als drei Vollzeitstellen verfügen oder nicht mehr als fünf eigenproduzierte Neuproduktionen pro Jahr durchführen.

 Landesweit profitieren in diesem Jahr 23 Einrichtungen von den durch MWK vergebenen Mitteln.

  • Kulturverein Glandorf e.V., Glandorf, Sanierung Haus An der Kirche 1 (Geburtshaus Prof. Jostes), 90.000 Euro
  • Theaterkreis Bortfeld e.V., Wendeburg/Bortfeld, Ersatz für mobile Bühne, 28.100 Euro
  • CHORUS e. V. – Verein für Jugend- und Kulturförderung, Braunschweig, Modernisierung der Chorus-Akademie, 25.000 Euro
  • Deutsches Erdöl- und Erdgasmuseum e.V., Wietze, Erneuerung Lichttechnik (Deckenlicht) Erdölmuseum, 62.800 Euro
  • Showband Rastede e.V., Rastede, Proben- und Auftrittsfähigkeit erhalten, 25.500 Euro
  • Kulturforum Lüneburg e.V., Lüneburg, Konzerte 2020 Kufo LG, 40.000 Euro
  • Waldbühne Otternhagen e.V., Neustadt, Lagerhalle für Waldbühne Otternhagen, 80.000 Euro
  • Trägerverein Forum Artium e.V., Georgsmarienhütte, kein Projekttitel vorhanden, 20.000 Euro
  • Heimatverein Stadt und Amt Esens e.V./Museum „Leben am Meer“, Umbaumaßnahmen im Museum, 23.500 Euro
  • Emslandmuseum Lingen e.V., Lingen (Ems), Neue Dauerausstellung zur Lingener Geschichte, 40.000 Euro
  • Freunde des Ostpreußischen Landes- und Jagdmuseums e.V., Lüneburg, Modernisierung Sudhaus / Brauereimuseum, 50.000 Euro
  • Stiftung Rittergut Hämelschenburg, Emmerthal, Erhalt der Bauzier von Schloss Hämelschenburg, 90.000 Euro
  • ff-Musikschule e.V., Göttingen, kein Projekttitel vorhanden, 35.000 Euro
  • Halle für Kunst Lüneburg e.V., Lüneburg, Bauliche Maßnahmen zur Gewährleistung des Kulturbetriebs und der inhaltlichen Qualität, 25.600 Euro
  • Eisenbahntheater Das Letzte Kleinod, Schiffdorf, Revision G 4.0, Instandsetzung des Ozeanblauen Zuges, 70.000 Euro
  • Niederdeutsche Bühne Wiesmoor e.V., Wiesmoor, kein Projekttitel vorhanden, 35.200 Euro
  • Kunstverein Lingen e.V. Kunsthalle, Lingen (Ems), Energieeffizienz, Brandschutz u. Modernisierung Kunsthalle Lingen, 50.000 Euro
  • Kulturgenossenschaft GLOBE eG, Oldenburg, Förderung Kulturgenossenschaft GLOBE eG, 33.700 Euro
  • Theater am Küchengartenplatz gGmbH, Hannover, kein Projekttitel vorhanden, 40.200 Euro
  • oh ton Förderung aktueller Musik e.V., Oldenburg, Bühnentechnik + Instrumente, 25.000 Euro
  • Heimat- und Museumverein Winsen (Luhe) und Umgebung e.V., Winsen (Luhe), Museum im Marstall zukunftsfähig machen, 40.300 Euro
  • Konzert- und Kulturfreunde Einbeck e.V., Erfolgreiches Einbecker Konzert- und Kulturhaus auf dem Weg zur Barrierefreiheit, 25.000 Euro
  • Kulturinitiative TonArt e.V., Wolfenbüttel, Planungsstudie 'Barrierefreie Erschließung' Behindertengerechtes WC, 45.000 Euro

Stadtkulturpreis 2020 und Sonderpreis für bürgerschaftliches Engagement

Der Freundeskreis Hannover e.V. hat am 1. Dezember zum 26. Mal den renommierten Stadtkulturpreis und den Sonderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement verliehen. Erstmals fand die Verleihung digital statt.

Der Stadtkulturpreis 2020 wird verliehen an: Ninia Binias alias „Ninia LaGrande” (Foto lks.). Dr. Stefanie Holm nahm als Vorsitzende des Vereins A little help from my friends e.V. den Sonderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement 2020 in Enpfang (Foto r.).

Mit dem Preis werden alljährlich Menschen oder Institutionen geehrt, die sich durch ihr langjähriges und nachhaltiges Engagement in besonderer Weise um die hannoversche Stadtkultur verdient gemacht haben. Seit 2012 verleihen wir ergänzend den Sonderpreis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement. Verliehen wird er an Personen oder Einrichtungen, die sich in besonderer Weise für das Zusammenleben von Menschen in dieser Stadt engagieren. 

Festredner Hauke Jagau, Regionspräsident, betont in seiner Ansprache: „Das kulturelle Leben in Stadt und Region leistet einen erheblichen Anteil an unserem sozialen Miteinander und unserem Zusammenleben.“

Video von der Preisverleihung: youtu.be/

Freundeskreis/S. Lappe/U. Micha/Foto: M.Falk


Niedersächsischer Museumspreis geht nach Osnabrück


Der Museumspreis des "hbs kulturfonds" in der Niedersächsichen Sparkassenstiftung geht an das Museumsquartier MQ4 in Osnabrück. Der mit 15 000 Euro dotierte Museumspreis zeichnet in diesem Jahr den gelungenen Zusammenschluss des Felix-Nussbaum-Hauses, des Kulturgeschichtlichen Museums, der Villa  Schlikker und des Akzisehauses unter dem Leitthema Frieden aus, so die Jury.

Auszeichnung für herausragende Museumsarbeit. Foto Simone Reukauf

Hier wird ein Bewusstsein für das übergeordnete Thema geschaffen, gleichzeitig bilden die vier Museen auch die vielfältige Stadt-und Kulturgeschichte Osnabrücks ab. Das Preisgeld ist zweckgebunden und wird für ein Projekt des Museumsquartiers verwendet.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Förderpreis Museumspädagogik 2020 der VGH Stiftung für vier Museen

Mit dem Preisgeld werden zukunftsweisende Vermittlungskonzepte gefördert,
Die VGH Stiftung verleiht ihren Förderpreis Museumspädagogik an beispielhafte museumspädagogische Projekte. Vier Museen erhalten den mit insgesamt 14.000 Euro dotierten Preis. Mit dem Preisgeld werden zukunftsweisende Vermittlungskonzepte gefördert, die einem vielfältigen Publikum Lust auf die abwechslungsreiche Museumswelt machen. Mit dem Preisgeld können die von der fünfköpfigen Jury prämierten Vorhaben innerhalb eines Jahres umgesetzt werden. „Unser Ziel ist es, innovative Projekte zu ermöglichen, um die hohe Qualität und Vielfalt der niedersächsischen und bremischen Museen zu fördern“, so Stiftungsdirektor Dr. Johannes Janssen.
Preisträger des Förderpreises Museumspädagogik 2020: Seit zwei Jahren geplant – nun hochaktuell: Die Sonderausstellung „Seuchen“ des Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim vermittelt Gesundheitsbewusstsein und Geschichtsbewusstsein auf innovative Weise (Foto). Die Besucher*innen können aus dem „Kultur-Baukasten“ Themenschwerpunkte und Vermittlungsangebote wählen wie beispielsweise „Reality-Führungen“, die vergangene Seuchenereignisse mit allen Sinnen erlebbar machen; in „Experimental-Workshops“ können die Besucher *innen selbst mikroskopieren und Experimente durchführen. In öffentlichen Gesprächsrunden vermitteln Fachleute aus Medizin und Forschung ihr Wissen und stehen für Diskussionen und Fragen zur Verfügung. Das Ziel der Ausstellung ist, Verständnis für die komplexen Zusammenhänge des Themas zu vermitteln und eine aktive Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit der Umwelt zu ermöglichen.
Learning by doing: Das Projekt „Stichlingskataster“ des Natureum Niederelbe vereint praktische Wissensvermittlung mit dem Aufbau einer Datenbank. Die Schüler*innen fangen gemeinsam Fische in den Gewässern der Region, bestimmen und zählen sie, bevor sie die Tiere wieder in die Freiheit entlassen. Außerdem werden Wasserproben untersucht sie auf die Wasserqualität. Mitarbeiter*innen des Museums und der Arbeitskreis „Wanderfische an der Niederelbe“ unterstützen die Jugendlichen und leiten sie an. So erfahren diese Wissenswertes zur lokalen Fischwelt und zum Umweltschutz, und lernen Methoden zur wissenschaftlichen Datenerhebung kennen. Die Daten werden in eine Datenbank überführt und ausgewertet. Anschließend entsteht aus den Ergebnissen eine kleine Sonderausstellung, die im Natureum Niederelbe präsentiert wird.

Das Projekt „Dinge des Lebens“ des Ostfriesischen Landesmuseums Emden lädt zu einem außergewöhnlichen Austausch ein. Konfirmanden treten mithilfe von Objekten des Landesmuseums mit Gästen des Hospizes „Stiftung Isensee“ in Verbindung. Die jungen Leute suchen sich im Museums Objekte aus, die sie berühren und zu denen sie je einen Brief verfassen möchten. Aus den Gegenständen und den Briefen entstehen Museums-Überraschungskoffer, die den Gästen des Hospizes im Rahmen einer Gesprächsrunde übergeben werden. Eine Mitarbeiterin des Landesmuseums, eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Hospizes und eine Pastorin begleiten das Gespräch und gehen auf Fragen ein. Die historisch und kulturell aufgeladenen Gegenstände des Museums und die Briefe geben den Gästen des Hospizes Impulse für den Austausch von Gedanken und Gefühlen. Das Projekt gibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einerseits die Möglichkeit, sich mit der Sammlung des Landesmuseums auseinanderzusetzen und andererseits mit den Gästen des Hospizes existenzielle Fragen des Lebens zu diskutieren. Die ausgewählten Objekte werden im Ostfriesischen Landesmuseum präsentiert. Außerdem wird das Projekt in einer Broschüre unter dem Titel „Brief an einen Gast“ dokumentiert.
Vom Lehrling zum kleinen Baumeister – das Projekt „Kinderbauhütte am Winsener Schloss“ des Museums im Marstall hat es sich zum Ziel gesetzt, Schüler*innen zu kleinen Baumeistern auszubilden. Im Rahmen dieses Projektes wird ein Bauhüttenplatz errichtet werden, der in Modellen den Aufbau eines Fachwerkhauses und eines Backsteinbaues vermittelt. Die teilnehmenden Kinder werden über die Dauerausstellung des Museums an das Thema herangeführt. Anschließend erlernen sie auf dem Bauhüttenplatz erste handwerkliche Fähigkeiten, wie den Gebrauch von Zirke Winkel und Lot, so dass sie auch selbst tätig werden können. Die Eltern sind in diesen Projektdurchgang über Exkursionen, die von Denkmalpflegern durchgeführt werden, eingebunden.

Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Zusätzliche Mittel für die Kultur im Haushalt 2021 geplant

Kulturminister Björn Thümler: „Wir setzen ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt“

Die Landesregierung will kulturelle Einrichtungen im kommenden Jahr mit 1,5 Millionen Euro mehr unterstützen als bisher. „Mit den Verstetigungen zusätzlicher Mittel im Haushaltsplanentwurf 2021 setzen wir ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt in Niedersachsen. Trotz der zurzeit überall sehr angespannten Finanzlage ist es uns gelungen, für ganz verschiedene Bereiche des kulturellen Lebens eine positive Ausgangslage zu gewährleisten“, sagt Thümler (Foto lks.). „In den letzten Monaten haben wir verstärkt erlebt, welch wichtigen Platz die Kultur in unserer Gesellschaft einnimmt. Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir Kultureinrichtungen dabei unterstützen, ihre Strukturen aufrechtzuerhalten.“

Von der Zusage profitieren die Stiftung Museumsdorf Cloppenburg, die 200.000 Euro zusätzlich erhalten soll (Gesamtförderung durch das Land: 1.945.000 Euro), Musikland Niedersachsen mit 75.000 Euro zusätzlich (Gesamtförderung: 1.798.000 Euro) und der Landesverband Theaterpädagogik, der 2021 mit 250.000 Euro vom Land gefördert wird.

Insgesamt 380.000 Euro setzt das Land zur Stärkung der Regionalsprache Niederdeutsch und der Minderheitensprache Saterfriesisch ein. Damit stehen im nächsten Jahr 350.000 Euro für Niederdeutsch-Projekte zur Verfügung, weitere 30.000 Euro erhält die Oldenburgische Landschaft für die Pflege des Saterfriesischen. Mit der Unterzeichnung der Europäischen Charta der Regional und Minderheitensprachen hat sich die Landesregierung zu ihrer Förderung verpflichtet. Wichtiger Partner dabei sind die Landschaften und Landschaftsverbände, die mit Festivals, Konzerten und Schulprojekten die Sprachen lebendig halten.                                                              Übersetzung gefällig?

Hinzu kommen zusätzliche Fördermittel in Höhe von 500.000 Euro für das Programm „Wir machen die Musik“, das vom Landesverband Niedersächsischer Musikschulen abgewickelt wird. Damit erhält das Musikalisierungsprogramm im Jahr 2021 insgesamt 2,45 Millionen Euro aus dem niedersächsischen Landeshaushalt. Aufgrund der Vielzahl lokaler Musikschulen, Kitas und Schulen, die im Rahmen von „Wir machen die Musik“ kooperieren, erzielt der Musikunterricht hier eine enorme Wirkung: Mehr als 35.000 Kinder in ländlichen wie auch städtischen Räumen profitieren jährlich vom gemeinsamen, breit angelegten Bildungsangebot der Kooperationspartner. Insgesamt wurden seit Beginn des Programms im Jahr 2009 mehr als 310.000 Kinder in ihren Kindertageseinrichtungen und Schulen erreicht.

MWK/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo