OPER - SCHAUSPIEL - TANZ


Endlich Theater: „The Wow must go on“

Sommernächte im Theaterhof vom 11. Juni bis 11. Juli

In Kooperation mit Stadt und Region lädt das Schauspiel  Hannover nach fast dreimonatiger Spielpause vom 11. Juni bis zum 11. Juli 2020 gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern und Veranstaltern aus Hannover unter dem Titel „The Wow must go on“ ein Open Air-Programm in den Theaterhof.

Das Publikum darf sich einen Monat auf kleine Konzerte, Lesungen, Performances, Theaterkaraoke, Audiowalks oder Frischluftkino freuen.

Seh- und Hörvergnügen im Schauspielhof. Foto hannover.de 

Auf Initative und in weitgehender Eigenregie des Schauspiel-Ensembles. werden alte Lieblinge, neue Entdeckungen, Literarisches und Musikalisches gezeigt – Projekte, die schon immer auf die Bühne wollten - improvisiert und voller Spielfreude! Für lauschige Sommernächte in entspannter Atmosphäre hat die Bühnenbildnerin Vanessa Maria Sgarra ein Bühnenkonzept für den Theaterhof geschaffen.

Am Einlass können sich die Gäste mit Getränken versorgen.

Unter dem Titel "Ensemble Nights – Schauspiel unplugged" gestaltet das Ensemble vielstimmige Abende in Begegnung mit dem Publikum. So werden bei "SING'S MIR" Lieblingssongs der Zuschauer*innen performt und auch das Ensemble teilt bei "Spiel mir das Lied ...!" die ganz persönlichen musikalischen Lieblinge.

Es gibt "Auf die Ohren", eine Lesung der von Zuschauer*innen mitgebrachten Texte, die das Ensemble vorträgt. Hinzukommen zahlreiche Solo- und Duoabende des Ensembles, bei denen beispielsweise Horváths "Kasimir und Karoline" (alias Sebastian Jakob Doppelbauer und Nikolai Gemel) dieses Jahr das Oktoberfest nach Hannover holen – im Cabriolet!

Für die rund 25 vorgesehenen Termine wird eine kleine Bühne im Innenhof des Schauspielhauses errichtet. Alle Veranstaltungen finden unter Wahrung der allgemeinen Abstands- und Hygienevorschriften unter freiem Himmel statt und sind auf jeweils 49 Zuschauer*innen beschränkt, die auf kleinen Zuschauerinseln Platz nehmen dürfen.

Programm und Karten

Karten sind nur telefonisch unter 0511 9999 1111 sowie online über schauspielhannover.de erhältlich.

Das Programm ist online abrufbar unter staatstheater-hannover/Hoftheater_2020.

Das Programm wird unterstützt durch das Kulturbüro der Stadt Hannover sowie vom Team Kultur der Region Hannover.

Den Programmreigen der Region eröffnet am Sonntag, 21. Juni, um 21 Uhr die Hörregion mit „Im Sound der Sterne – Ein kosmischer Klangabend“.  Schauspielerin Denise M’Baye und Sounddesigner Malte Lahrmann (Foto lks. Chadi-Jan Kobeissi) öffnen die Ohren für die unendlichen Weiten und heben gemeinsam mit dem Publikum in galaktische Klangwelten ab. Diese entwirft Musikerin und Komponistin Carolina Eyck, weltweit gab sie Konzerte in über 30 Ländern, spielte mit namhaften Sinfonieorchestern und erhielt 2015 den ECHO Klassik in der Kategorie „Konzerteinspielung des Jahres“. Ihre Videos mit Theremin, Loop-Station und Stimme wurden auf Internet-Plattformen millionenfach angeklickt. 

Mit an Bord bei dieser besonderen Hörreise ins All ist zudem Dr. Benjamin Knispel vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, der dem Sound von Schwarzen Löchern und interstellarem Plasma nachspürt.

Das Programm des Teams Kultur startet am 1. Juli um 20 Uhr mit dem Schauspieler Burghart Klaußner und der Lesung aus seinem Debüt-Roman „Vor dem Anfang“. Zum Inhalt: Fritz und Schultz haben den Krieg so gut wie überstanden, als sie den Auftrag erhalten, die Geldkasse ihrer Einheit ins Reichsluftfahrtministerium zu bringen. Doch Fritz will sich auf sein Segelschiff am Wannsee durchschlagen und dort untertauchen, bis der Sturm vorbei ist. Klaußner (Foto r. Max Parovski) spielte an zahlreichen deutschen Bühnen, bekannt wurde er insbesondere für seine Darstellung des Pfarrers in Michael Hanekes „Das weiße Band“ und eines entführten Managers in Hans Weingartners „Die fetten Jahre sind vorbei“.

Am 3. Juli, 20 Uhr, wird es wieder hochrangig musikalisch: die Klarinettistin Sharon Kam (Foto lks. Nancy Horowitz) kommt mit Stephan Kiefer (Foto r. Simon van Boxte) am Klavier. Die in Hannover lebende und weltweit konzertierende Kam ist von der Klassik bis zur Moderne und auch im Jazz zuhause. Sie wurde bereits zweimal mit dem ECHO Klassik als Instrumentalistin des Jahres ausgezeichnet. Kiefer absolviert internationale Konzertreisen als Solist bei großen Festivals. Auf dem Programm stehen Werke von Debussy, Schumann, Poulenc, Gade, Ravel, Fauré und Fritz Kreisler.

Als Rezitator kommt am 4. Juli um 20 Uhr Schauspieler Markus John um sich ein weiteres Mal mit dem hannoverschen Philosophen und Publizisten Theodor Lessing (1872-1933) zu beschäftigen. Das Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ist durch seine Gastrollen am Schauspiel Hannover in guter Erinnerung. Begleitet wird er von dem in Hannover lebenden Komponisten, Dirigenten und Cellisten Thorsten Encke. Der war bereits Johns Partner bei der im letzten Jahr aufgeführten literarisch-musikalischen Auseinandersetzung mit Theodor Lessings 1911 erschienener Kampfschrift „Der Lärm – Eine Kampfschrift gegen die Geräusche unseres Lebens“. Im Zentrum der Theaterhof-Lesung, die von Encke am Cello begleitet und interpretiert wird, stehen Essays, die Lessing in den Jahren 1926 und 1928 in „Meine Tiere“ und „Blumen“ veröffentlicht hat.

Ein Programm für Kinder steuert das Figurentheater Neumond bei.

Mit dabei sind außerdem der Kunstverein sowie das Kommunale Kino im Künstlerhaus, welches an vier Abenden Freiluftkino präsentiert.

Der Vorverkauf hat begonnen. Karten sind nur telefonisch unter +49 511 9999 1111 sowie online über schauspielhannover.de erhältlich. Das Programm ist bereits ab heute online abrufbar unter schauspielhannover. Ein Programmflyer im PDF-Format kann heruntergeladen werden.



Staatsoper geht Freiluft mit Oper, Tanz und Konzert

Die Staatsoper eröffnet die Summer Session 2020 im Gartentheater
Die Staatsoper spielt in Herrenhausen das Musiktheater „Le Vin herbé / Der Zaubertrank“ von Frank Martin. Es ist ein Werk über Liebe, Schuld und Tod in schicksalhaften Zeiten, eine der tiefsten, berührendsten und traurigsten Beziehungsgeschichten: Isoldes Mutter hat ihrer Tochter für die Hochzeitsnacht mit König Marke einen Kräuterwein, „Le Vin herbé“, mitgegeben. Dieses magische Gebräu ist es, das Tristan, König Markes Brautwerber, und Isolde, die irische Prinzessin, zusammenführt. Irrtümlich wird beiden der Zaubertrank gereicht, und aus der Begegnung wird untrennbares Schicksal: Sie geben sich einander hin.
12 Sänger*innen, sieben Streichinstrumente und Klavier kreieren einen Klang von atmosphärischer Zeitlosigkeit, voll zerbrechlicher Zartheit und ausdrucksstarkem Wohllaut, mit bittersüßem, glasklarem Schimmer. Ein Kunstwerk, nicht zugehörig einer Zeit und dennoch hochmodern komponiert, unwirklich, anachronistisch.

Stephan Zilias, ab nächster Spielzeit Hannovers neuer Generalmusikdirektor, startet unverhofft und mit Kammerorchester noch vor dem Sommer in sein neues Amt, Regisseur Wolfgang Nägele inszeniert im Sonnenuntergang der Herrenhäuser Gärten.  

Eintrittspreis 40, sichteingeschränkte Plätze 30 Euro, Abonnenten erhalten 20% Rabatt.
19., 21., 24., 26. (reserviert für Abonnenten der Staatsoper Hannover), 28. Juni, 04., 08., 10. & 12. Juli, jeweils 21 Uhr, im Gartentheater Herrenhausen.

Staatsoper/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo


Junge Choreograf*innen in Herrenhausen

„All You Can Dance“  - Choreografen stellen sich vor

Neun Tänzer*innen des Staatsballetts Hannover werden im Rahmen von All you can dance“ erste Erfahrungen als Choreograf*in gewinnen: Alessandra La Bella, Francisco Baños Diaz, Giovanni Visone, Javier Ubell (Foto lks.), Lilit Hakobyan (Foto r.), Michèle Seydoux, Robert Robinson, Veronica Segovia Torres und Rosario Guerra. Choreograf*in zu sein bedeutet mehr, als sich nur Schrittfolgen auszudenken. Neben der Entscheidung, mit welchen Tänzer*innen man zusammenarbeiten möchte, geht es auch um die Wahl der Musik, Probenplanung sowie um Kostüm, Licht und die Nutzung des Raumes – in diesem Fall des Gartentheaters Herrenhausen. Die Zuschauer*innen haben an diesen Abenden die einmalige Gelegenheit, ganz unterschiedliche Choreografien kennenzulernen und die Tänzer*innen ihrer Compagnie als Choreograf*innen zu erleben.  

Mittwoch, 1. Juli und Donnerstag, 2. Juli jeweils 21 Uhr
Eintrittspreis 25 €, sichteingeschränkte Plätze 19 €, Abonnenten erhalten 20% Rabatt. 

Staatsoper/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo 


„We'll meet again“: Ballettabend mit Choreografien

Das Staatsballett zeigt sechs Choreografien von Marco Goecke

Mit "Cry Boy" und "Tué" werden zwei Solo-Kreationen erstmals in Hannover aufgeführt . "Cry Boy" entstand 2015 am Münchner Gärtnerplatztheater. Ein körperbetontes, virtuoses Solo, das Ballettdirektor Goecke für den US-amerikanischen Tänzer Javier Ubell kreierte, der heute im Ensemble der Staatsoper tanzt. Zu Popmusik von "The Cure" taucht das Publikum ein in die seelische Verfassung eines Leistungssportlers oder Tänzers. Tänzerisch sichtbar wird die physische und psychische Herausforderung im Profisport trotz Druck und Erwartungshaltung Höchstleistungen abliefern zu müssen.
Eine Widmung der besonderen Art für Caroline von Monaco: Marco Goecke schuf 2009 am Ballett Monte Carlo zu Musik der französischen Sängerin Barbara das Solotanzstück "Tué" und schenkte es der Prinzessin zu Ehren ihres jahrelangen Engagements für den Tanz.

Opera goes Herrenhausen: Oper, Ballett und Konzert in den Herrenhäuser Gärten © Robert Robinson

Goecke: „Die Musik von Barbara und vor allem die beiden Lieder 'Drouot' und 'Sid’amour à mort' haben mich seit langem fasziniert“. Drei außergewöhnliche Frauen setzt Goecke in Beziehung zueinander: Prinzessin Caroline, Chansonniere Barbara und die Tänzerin Bernice Coppieters.  

Gartentheater Herrenhausen, nur Freitag, 3. Juli, 21 Uhr.
Eintrittspreis 30 €, sichteingeschränkte Plätze 22,50 €, Abonnenten erhalten 20% Rabatt.

Staatsoper/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe. HaWo


Gut, daß es die Herrenhäuser Gärten gibt!

Chor der Staatsoper Hannover probt wieder

Die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wirken sich auf den gesamten Probenbetrieb der Staatsoper Hannover aus. Besonders für die beiden großen Gruppen am Opernhaus, das Niedersächsische Staatsorchester und den Opernchor der Staatsoper, ist die Umsetzung der einzuhaltenden Sicherheitsabstände in den vorhandenen Proberäumen nicht umsetzbar. Darum hat Chordirektor Lorenzo Da Rio seinen Chor nun open air versammelt und probt mit den Sänger*innen in den Herrenhäuser Gärten.

Chorprobe in den Herrenhäuser Gärten. (c) Clemens Heidrich 

Hier ist genügend Platz, um den im freien verringerten Abstand von seitlich zwei Metern und nach vorne drei Metern einzuhalten. Zwar proben Damen und Herren noch getrennt - aber zumindest können die Künstler*innen wieder ihrer Arbeit nachgehen.

Staatstheater/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Schauspiel Hannover On Air

 Schauspiel Hannover bringt seine Aktivitäten auf die digitale Bühne

Unter dem Titel „staatstheater-hannover.digitaler-spielplan“ ist ein Spielplan mit digitalen Angeboten auf der Website des Schauspel Hannover abrufbar. Für die jeweils kommende Woche werden hier alle Streaming-Termine sowie die Veröffentlichung von neuen Podcast- und Video-Formaten angekündigt: schauspielhannover.

Der kostenlose Video-Stream antigone.einrequiem von Thomas Köck in der Regie von Marie Bues als, wurde von ca. 2.500 Personen aufgerufen.

Die Ensemblemitglieder sind weiterhin mit der täglichen Video-Reihe #wieesgewesenwäre präsent. Jeden Samstag zur Theaterzeit um 19.30 Uhr sind Inszenierungen aus dem Repertoire zu sehen. Vor jedem Stream führen die Dramaturg*innen des Schauspiel Hannover per Video in das Stück ein.

Viele Ensemblemitglieder erarbeiten Lesungen und Hörspiele: Den Auftakt machten Wolf List und Jana Lissovskaia mit „Ein Gespräch in Briefen... Marina Zwetajewa und Rainer Maria Rilke“ sowie Sebastain Jakob Doppelbauer mit „Spielplatz der Helden“ von Michael Köhlmeier.

Die Podcast-Reihe „Titel. Thesen. Träume“ setzt sich mit aktuellen Fragen des Seins auseinander.

Auch bekannte Bühnenformate wie die Gesprächsreihe „Senf dazu“ werden als Audio-Format fortgeführt. Ensemblemitglieder sind weiterhin mit der täglichen Video-Reihe „#wieesgewesenwäre“  präsent. Und auch die Jugendclubs verlagern ihre Produktionen auf die digitale Bühne.
Viele weitere Formate sind in Planung: interaktive Formate, bei denen auch das Publikum zur Teilnahme aufgefordert wird, musikalische Projekte, Online-Soaps, Workshops und Speeddatings, Theater-Yoga sowie Interviews, Essays und kleine Reportagen.

Sämtliche Video- und Audio-Produktionen wurden ausschließlich im Homeoffice koordiniert, aufgenommen und produziert. Sonja Anders: "So bitter die aktuelle Lage für uns alle auch ist, so bringt sie doch ein unglaublich kreatives Potenzial hervor. Und ich bin froh, dass sich unser Ensemble mit so viel Energie in die Sphären des Digitalen stürzt."
Und schon jetzt ist geplant, einige der neuen digitalen Formate auch nach dem Corona-Shutdown fortzuführen.

Schauspiel/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha. PreDiNo



La Traviata zum mit nach Hause nehmen

Die gefeierte Opernaufführung jetzt auf DVD

Nach sieben Jahren mit 50 ausverkauften Vorstellungen an der hannoverschen Staatsoper musste das Publikum im Januar 2019 Abschied von Benedikt von Peters „La Traviata“-Inszenierung nehmen.

Doch jetzt gibt es die beliebte und gefeierte Inszenierung mit Nicole Chevalier als Violetta Valerie auf DVD für zu Hause. Ab sofort können Zuschauer*innen und die herzzerreißende Soloshow hautnah und so oft wie sie wollen miterleben. Der Mitschnitt mit fünf Kameras entstand anlässlich der Generalprobe der Wiederaufnahme im Dezember 2018.
 
Die DVD ist für 19,90 Euro an der Kasse im Opernhaus und im Opernshop erhältlich.

Staatsoper/Ute Micha/Sigrid Lappe

Nicole Chevalier als begeisternde Violetta. Foto Thomas Jauck