KONZERTE - MUSIKALISCHES


Saisonauftakt mit Mahler und von Otter

Andrew Manze kann auch Bruckner

 Das war ein großartiger Auftakt für die neue Spielzeit der NDR Radiophilharmonie, die unter besonderen Vorzeichen steht: Wegen des Bühnenumbaus im Großen Sendesaal werden bis Ende 2019 sämtliche Sinfoniekonzerte im Kuppelsaal des HCC stattfinden. Darunter auch das traditionelle Konzert zum Saisonauftakt, bei dem eines der anspruchsvollsten Werke der klassischen Orchesterliteratur überhaupt erklang: Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 3.

Für diese Dritte, komponiert 1895/96, scheint die Architektur des Kuppelsaals wie geschaffen. Ging es Mahler doch dezidiert darum, mit den Mitteln der Musik eine „Welt“ zu erschaffen, einen tönenden Kosmos, in dem alles seinen Platz hat: der Mensch und die Natur, das Unbelebte wie das Göttliche – eine Schöpfungssinfonie par excellence, Musik im Breitwandformat. Entsprechend spektakulär ist der Aufwand: Neben dem groß besetzten Sinfonieorchester sind Frauen- und Knabenchor, ein Fernorchester und eine Altstimme im Einsatz.

In Hannover übernahm keine Geringere als Anne Sofie von Otter den Solopart. Die schwedische Mezzosopranistin gilt als eine der vielseitigsten Künstlerinnen unserer Zeit, in Barock und Klassik ebenso zu Hause wie in Lied und Chanson. Seit mittlerweile 36 Jahren steht sie auf der Bühne, ihre Mahler-Einspielungen unter Boulez und Abbado genießen Legendenstatus. Außerdem wirkten mit: der Knabenchor Hannover sowie die Damen des NDR Chores, die Gesamtleitung hatte Andrew Manze, der mit diesem Konzert in seine sechste Saison als Chefdirigent der NDR Radiophilharmonie geht.

Auch hoffen Chefdirigent Manze und Achim Dobschall, Leitung NDR Bereich Orchester, Chor und Konzerte sowie der Manager der Radiophilharmonie, Matthias Ilkenhans, durch die zusätzlichen Plätze im Kuppelsaal (Foto hannover.de) neues Publikum zu generieren.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Chor soll verstärkt werden

Theaterbegeisterte Hannoveraner*innen gesucht!

Für „Antigone. Ein Requiem", eine der Eröffnungsinszenierungen der neuen Intendanz von Sonja Anders, gründet das Schauspiel Hannover einen Bürger*innenchor. Dafür werden noch theaterbegeisterte Hannoveraner*innen jeden Alters und jeglicher Herkunft gesucht - Chorerfahrung ist nicht erforderlich!
Die Chorleitung übernimmt der Schauspieler Stefan Kolosko (Foto), der schon mit Einar Schleef und Christoph Schlingensief zusammengearbeitet und zuletzt auf Kampnagel in Hamburg und am Berliner Maxim Gorki Theater große Chöre aufgebaut hat. „Eine mit unglaublicher Genauigkeit, Präzision und Originalität entwickelte Sprachmusik“, beschreibt der Theaterwissenschaftler Prof. Müller-Schöll seine Arbeit mit Sprechchören.
Termine unter
enderkolosko.

Zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung zum deutsch-dänischen Grenzverlauf

Schleswig-Holstein-Festival widmet sich 2020 dem dänischen Komponisten Nielsen

Im Jahr 2020 widmet das Schleswig-Holstein-Musik-Festival (SHMF) seine Komponisten-Retrospektive im Festivalsommer dem dänischen Komponisten Carl Nielsen (1865-1931). Nielsen (Foto) war ein Grenzgänger im besten Sinne. Einerseits war er stark beeinflusst durch Johannes Brahms, er war eng befreundet mit weiteren deutschen Komponisten seiner Zeit und fühlte sich der deutschen Kultur verbunden. Andererseits entwickelte er sich zum dänischen Nationalkomponisten und gilt heute als der bedeutendste Vertreter skandinavischer Musik neben Edvard Grieg und Jean Sibelius. Die Entscheidung wurde gestern vom Intendanten Christian Kuhnt mitgeteilt. Der Komponistenschwerpunkt 2020 knüpfe an den 100. Jahrestag der Volksabstimmung zum deutsch-dänischen Grenzverlauf an.

Das Festivalprogramm 2020 wird am 20. Februar kommenden Jahres veröffentlicht.

Rückblick 2019: Das 34. Schleswig-Holstein Musik Festival blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Von den 212.000 verfügbaren Karten wurden rund 193.000 bei den 223 Konzerten, fünf Musikfesten auf dem Lande, zwei Kinderkulturfesten und einem Kindermusikfest abgesetzt. Mit einer Auslastung von 91 Prozent bespielte das Festival 117 Spielstätten an 68 Orten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Süddänemark und dem nördlichen Niedersachsen. 7.500 Besucher kamen zu den öffentlichen Proben des Schleswig-Holstein Festival Orchestra und der Masterclasses. 165 Veranstaltungen waren ausverkauft.

Ein Furioser Abschluß am 1. September in der Kieler Sparkassen-Arena: Video youtu.be/ZaVSw-V89HE

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 02.09.2019


Mit Roten Nelken ins Literaturfest und die Musiktage

In Berlin gab es einen spannenden Auftakt

Bevor es richtig losgeht gab es einen spannenden Auftakt am 28. August in der Vertretung des Landes Niedersachsen in Berlin mit „Rote Nelken“. Couragiert sind Frauen und Männer immer wieder gegen Unterdrückung und Ausbeutung aufgestanden, unerschrocken haben sie sich für die Freiheit eingesetzt. Fast immer waren diese Protestbewegungen auch von Literatur und Musik befeuert.

Die Publizistin Christiane Freudenstein stellt speziell für diesen Abend eine Collage mit Texte von Mahatma Gandhi, Inge Scholl, Max Frisch, Jean Paul und anderen zusammengestellt.

Gelesen wurden diese von den Schauspielern Julia Hansen und Heikko Deutschmann (Foto). Ein reizvolles Gegengewicht hierzu bildeten die poetischen Instrumentalversionen legendärer Widerstands- und Protestlieder des 20. Jahrhunderts, die der italienische Bandoneon- Meister Daniele di Bonaventura mit seinem Quartett Band’Unión erarbeitet hat. Unter dem Titel „Garofani rossi" – „rote Nelken" taucht er kämpferische Songs wie „Bella ciao" oder die „Internationale" in das melancholische Dämmerlicht südamerikanischer Vorstadtkneipen.

neues24-Kultur

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 31.08.2019


„Mut" bedeutet Zuversicht und Stärke / 31. August bis 29. September

Niedersächsiche Musiktage präsentieren 43 zu Herzen gehende Konzerte

Die Niedersächsischen Musiktage zeigen vom 31. August bis 29. September Mut. Denn mit besonderen Konzertformen, ungewöhnlichen Spielstätten und hochkarätigen Künstlern wollen die 33. Niedersächsischen Musiktage auch in diesem Jahr ihr Publikum mitreißen und begeistern. Das landesweite Musikfestival bietet 45 abwechslungsreiche Konzerte zum Thema „Mut!“.

Außergewöhnliche Konzertsituationen finden bei den 33. Niedersächsischen Musiktagen der Niedersächsischen Sparkassenstiftung an ungewöhnlichen und besonderen Orten statt. Und das bedeutet:  Musik im Wilhelmshavener Pumpwerk, im Barsinghäuser Zechensaal, in der alten Kesselschmiede Papenburg und im Unesco-Welterbe die Fagus-Werke in Alfeld (Foto r.). Der neue Intendant Anselm Cybinski (Foto l.) hat 43 Konzerte vorbereitet. Im Sommer 2018 hat er die künstlerische Leitung übernommen und seitdem rund 4 000 Kilometer in Niedersachsen hinter sich gebracht - eine Reise die, wie er betont, wichtig für die Festival-Idee ist, Kultur in die Region und in ländliche Gebiete zu bringen. Und er hoffe, die Wahrnehmung für den Landschaftsraum mit seinen geheimnisvollen und mystischen Orten zu stärken. „Die Welt ist diffus", sagt er und findet das Festival-Motto auch sehr passend.

Bereits das Eröffnungswochenende in Wilhelmshaven vom 31. August bis zum 1. September wird mit fünf Veranstaltungen ein kontrastreiches Programm präsentieren: vom hochkarätig besetzten Eröffnungskonzert und einem Jazzabend am Samstag, über den traditionellen Gottesdienst am Sonntag, einem anschließenden Wandelkonzert im Deutschen Marinemuseum bis hin zu einem abschließenden Liedrecital in der historisch bedeutsamen Christus- und Garnisonskirche (Foto r. Wikipedia).

Auch das Festivalfinale in Kooperation mit der Staatsoper Hannover am 29. September verspricht einen spannenden Abschluss  der Musiktage: Ensemblemitglieder des Hauses sowie Musiker*innen des Niedersächsischen Staatsorchesters präsentieren Songs des Briten Michael Nyman (Foto l. Wikipedia), rund um Shakespeares „The Tempest“. Bekannt geworden als Komponist des Kultregisseurs Peter Greenaway schuf Nyman die Stücke zu dessen Film „Prospero’s Books“.

Stilistisch in der Nähe liegt die Musik der Post-Minimal-Meisterin Julia Wolfe (*1958). Ihr einstündiges Oratorium „Anthracite Fields“, das 2015 mit dem Pulitzer Prize für Musik ausgezeichnet wurde, behandelt das Leben und Leiden der Minenarbeiter in Pennsylvania um 1900. Kammerchor, gemischtes Sextett und eindrückliche dokumentarische Filmsequenzen verdichten sich zu einem Meisterwerk engagierten Komponierens. Souverän wandelt „Anthracite Fields“ auf der Kammlinie zwischen avanciertem Rock und zeitgenössischer Klassik. Neben dem NDR Chor ist die legendäre New Yorker Formation „Bang on a Can" zu hören. Schließlich wird Daniele di Bonaventura mit seiner Band „Band' union“ aufspielen, der italienische Bandoneon-Poet hat einige der berühmtesten Protest- und Widerstandslieder für ein intimes Ensemble bearbeitet, von der „Internationalen“ bis zu den „Roten Nelken“.

Bang on a Can. Foto Peter Serling 

Thomas Posth und sein Ensemble, das Orchester im Treppenhaus, am 11.9. in Verden und 26. 09. in Celle. Foto Moritz Küstner

Es gibt eine Vielzahl an Highlights wie zum Beispiel der Tenebrae Chor mit „Auf Jacobs Weg...“ am 14. September in der Marktkirche Hannover und 15. September in Northeim, ein Konzert mit dem Klaviervirtuosen Igor Levitt, am 22. September im Theater am Domhof in Osnabrück sowie der Auftritt des A-cappella Ensembles Orlando  Corsort, das zu C.T.  Dreyers Stummfilm „Jeanne d'Arc“ von 1928 Kompositionen aus dem 15. Jahrhundert singt (27. September in Hessisch-Oldendorf und am 28. in der Magnikirche Braunschweig). Das hannoversche Orchester im Treppenhaus  gibt seine „Dark Room“-Konzerte am 11. September in Verden und am 26. September dann in Celle.

Diese Niedersächsischen Musiktage versprechen nicht nur viel - sie sind auch bestens vernetzt. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Mit-Veranstaltern und den teilnehmenden niedersächsischen Sparkassen vor Ort, mit Institutionen und weiteren Kooperationspartnern wie dem NDR und der Staatsoper klappe wunderbar, so Thomas Mang, Präsident  der Niedersächsischen Sparkassenstiftung „im mittlerweile 33. Jahr sind die Niedersächsischen Musiktage längst ein traditionsreiches Fest für Niedersachsen, das mit seinem unverwechselbaren Profil eine Vorbildfunktion für andere Festivals eingenommen hat.

Unter der neuen Intendanz von Anselm Cybinsky hat sich im Zusammenspiel mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und den Sparkassen vor Ort ein außergewöhnliches Festivalprogramm entwickelt, das sich durch hohe künstlerische Qualität und abwechslungsreiche Veranstaltungsformate auszeichnet. Wir freuen uns, damit einen Beitrag zum vielfältigen Kulturleben in Niedersachsen zu leisten," so der Präsident der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.

Und das bedeutet ein Festival in Niedersachsen, für Niedersachsen von Niedersachsen!

Informationen und Karten: musiktage.de

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 01.06.2019


Musik21 Festival 2019 „Totalitarismus“ 5. bis 8. September

Eröffnungskonzert am 5. September mit Johannes Kreidler und Ensemble Adapter

Komponist und Schlagzeuger Matthias Kaul zeichnet für die Konzeption und künstlerischen Leitung des Festivals verantwortlich.

Die Künstler*innen begeben sich dabei in Konzerten, Installationen und Performances gemeinsam mit dem Publikum auf die Suche nach den Spuren des Totalitären in der Musik. Das Festivalprogramm soll als eine Einladung verstanden werden, gewohnte Muster in der Musikrezeption zu überdenken und dabei total gezogene Abgrenzungen und Zuschreibungen abzubauen.

Ensemble Megaphone. Foto Ebrahimi

Das Eröffnungskonzert mit Johannes Kreidler und das im Anschluss stattfindende Konzert vom Ensemble Adapter finden am 5. September um 19 und 20 Uhr in der Eisfabrik Hannover statt. Die weiteren Konzerte des Festivals mit u.a. Das Neue Ensemble, Ensemble L’ART POUR L’ART, sixty1strings, ensemble Reflexion K und Ensemble Megaphon finden am 6., 7. und 8. September an verschiedenen Spielorten in Hannover statt. Infos und Tickets unter Musik-21-Festival-Totalitarismus und musik21niedersachsen.


Reihe „...& Friends“ im Schloss Landestrost / 13. September

Der hannoversche Jazz-Pianist Lennart Smidt empfängt internationale Kollegen

Hannover als „Unesco City of Music“ schlägt auch einen Bogen in die Region. Im Rahmen der Reihe „...& Friends“ stellt das Team Kultur der Region Hannover ausgewählte Musiker*innen aus der Region vor und bittet sie, einen Konzertabend mit von ihnen ausgewählten Gästen zu gestalten.

Lennart Smidt (Foto l.), experimentierfreudiger und weltoffener Jazzpianist, arbeitet an den Schnittstellen von World, Jazz und Improvisation.

Am 13. September um 20 Uhr gestaltet er zusammen mit dem Bassisen Benson Itoe (Kamerun), dem Iraner Kaveh Madadi an Tabla und Percussion, Oliver Wissert an der Gitarre und John Winston Berta mit Gesang und Schlagzeug einen einzigartigen Konzertabend.


Orgelsoireen in St. Clemens / 2. Okt.

Orgelkonzertreihe geht in das sechste Jahr

Vor 210 Jahren wurde der Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy geboren. „Für uns ein Anlass, uns näher mit den Werken zu beschäftigen, die er für die Orgel geschrieben hat ­und unsere Konzertreihe auf ihn auszurichten“, sagt Nico Miller, Regionalkantor für die Katholische Kirche Hannover und Organisator der Orgelsoireen in der Basilika St. Clemens (Platz an der Basilika 1).

Die Konzertreihe geht nun ins sechste Jahr. Immer am ersten Mittwoch in den Monaten bis Oktober sind Organisten aus ganz Deutschland an der großen Klais-Orgel (Abb. lks.) in der Basilika zu hören.

„Die Idee dieser Reihe ist es zum einen, die Orgelmusik auch im konzertanten Rahmen dem Publikum näher zu bringen“, erläutert Miller.

Der letzte Termin am 2. Oktober, 19 Uhr: Thiemo Janssen (Norden)

Der Eintritt ist frei.

Vor dem Konzert gibt es die Möglichkeit, an der Führung „Straße der Religionen“ teilzunehmen. Sie beginnt um 17 Uhr an der Evangelisch-reformierte Kirche (Archivstraße) und endet kurz vor Beginn der Orgelsoiree in der Basilika St. Clemens (Buchung und Informationen unter stattreisen-strasse-der-religionen)

Veröffentlicht 04.07.2019 


Titel verteidigt

City of Music: Hannover bekommt Lob von der Unesco

Hannover ist noch immer City of Music - das die Stadt diesen Titel behält, ist nicht selbstverständlich: denn alle vier Jahre überprüft die Unesco, ob eine Stadt den Titel noch zu Recht führen darf. Falls nicht, kann er aberkannt werden. Diese Überprüfung ist erstmals seit der Ernennung 2014 abgeschlossen und stellt Hannover ein gutes Zeugnis aus. Hannover sei eine sehr aktive Stadt im Netzwerk der City of Music, heißt es in dem UNESCO-Bericht. Die Aktivitäten der Stadt seien „beispielhaft „ für andere Citys of Music. Außerdem wird konstatiert, dass die Bürger und Musiker nach und nach ein Gespür für das Potential entwickeln würden, das Hannover mit dem Titel hat.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 26.082019


Vier Tage klangvolles Programm bei der chor.com 2019

Tickets für das große Vokalmusikfestival  und die Workshops besorgen!

Zwischen dem 12. und 15. September diesen Jahres findet die chor.com erstmals in ihrer neuen Heimat, der UNESCO City of Music Hannover, statt. Die chor.com ist das größte europaweite Treffen der Vokalmusikszene. „Die chor.com ist ein einzigartiges Angebot. Hier wachsen und gedeihen internationale Verbindungen. Die Chorszene kommt in ihrer ganzen Vielfalt zusammen und feiert das Singen in Gemeinschaft. Von der Weiterbildung von Chorleiterinnen und Chorleitern profitieren zudem alle Menschen, die in Chören singen. Sie bekommen neue Impulse und Ideen", erläutert Christian Wulff, Präsident des Deutschen Chorverbands.

Freuen sich ein tolles Programm vorzustellen: Moritz Puschke, Christian Wulff und Björn Thümler. Foto S. Lappe 

An den vier Tagen vom 12. bis 15. September wird die chor.com Hannover zum Klingen bringen. In insgesamt 12 Spielstätten wie dem Kulturzentrum Pavillon und dem Theater am Aegi sowie in Hannovers zahlreichen Kirchen treten die hochkarätige Ensembles und Künstler*innen auf. Das Publikum erwarten 34 Konzerte, 46 teilnehmende Chöre und Ensembles, rund 180 Workshops und Masterclasses mit 164 hochkarätigen Künstler*innen und Dozent*innen und ein frei zugängliches Forum mit Offenem Singen, Diskussionen und einem Messebereich mit über 70 internationalen Ausstellern.

Der Initiator und Künstlerische Leiter der chor.com, Moritz Puschke, freut sich, dass sich Hannover als Gastgeberstadt um die chor.com beworben hat. „Es zeigt, dass sich das Format etabliert hat, wie nicht zuletzt die hochkarätigen auftretenden Chöre und Ensembles belegen.“ So sind in diesem Jahr unter anderem Voces8, Slixs, Tenebrae Choir mit Nigel Short, Maybebop, NDR Chor mit Klaas Stok, Humanophones, Kammerchor Stuttgart mit Frieder Bernius, Pop-Up mit Anne Kohler und Vocal Journey mit Erik Sohn zu erleben.  

„Die chor.com ist nicht nur Schaufenster der internationalen Chorszene, sondern stellt auch die besten hannoverschen Ensembles vor“, erklärt Thomas Hermann, Bürgermeister der Stadt Hannover. Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, betont: „Die chor.com ist für Niedersachsen und seine Chorkultur eine große und nachhaltige Bereicherung. Als Ort der Begegnung trägt sie dazu bei, Menschen für das Chorsingen zu begeistern und die wichtige Rolle des gemeinsamen Singens in unserer Gesellschaft zu unterstreichen und weiter auszubauen. Besonders freut mich das Zusammenwirken des Deutschen Chorverbands mit niedersächsischen Akteuren wie der Musikland Niedersachsen gGmbH, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, dem Niedersächsischen Chorverband und zahlreichen niedersächsischen Chören. Diese Verankerung vor Ort bildet das Fundament für eine erfolgreiche Veranstaltung mit überregionaler Ausstrahlung und Wirkung.“

Zentraler Veranstaltungsort für die chor.chom-Workshops und das Forum ist das Hannover Congress Centrum (HCC). Das Forum können alle Interessierten kostenfrei besuchen, sich Talks und Diskussionsrunden anhören, an Mitsingaktionen teilnehmen oder sich im Ausstellerbereich einen musikalischen Rundumblick verschaffen.

Das komplette Programm findet sich unter chor.com und in einer Programmbroschüre.

Eintrittskarten für die Konzerte sind erhältlich unter chorcom-reservix, unter Tel. 01806 700 733 sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 27.08.2019


Andrew Manze setzt in der kommenden Saison auf das große B - B wie Beethoven

Philharmonie zieht in den Kuppelsaal und veranstaltet ein Beethoven-Festival

Umgebaut wird nur der Bühnenbereich - die Bühne wird runder und geht mehr in die Tiefe.

Damit dann auch jeder weiss, was gespielt wird: Andrew Manze setzt in der  Saison 2019/2020 auf das große B wie Beethoven, Beethoven und noch einmal Beethoven - die neue Saison der Radiophilharmonie wird spannend! Wie sagt Manze so schön: Wir sind ein Beethovenorchester!

2020 feiert Beethoven seinen 250. Geburtstag und das ist ein ausreichender Grund schon in diesem Jahr mit den Ehrungen zu beginnen: So gibt es ein 8teiliges „Beethoven Festival“, das den Untertitel „Alle Sinfonien, alle Klavierkonzerte“ trägt.

Manze: Wir sind ein Beethovenorchester! Foto NDR  

Am 7. September, zur Saisoneröffnung,  gibt es im Kuppelsaal erst einmal Gustav Mahlers dritte Sinfonie - einer der größten Brocken des sinfonischen Repertoires. Mit der schwedischen Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter sowie den Damen des NDR-Chores und dem Knabenchor Hannover zu hören und sehen.

Und dann geht es so richtig los: Alle 15 Sinfoniekonzerte sowie die acht dem Titanen Ludwig van Beethoven gewidmet Festivalkonzerte sind im Kuppelsaal zu hören. Und beim Beethoven-Festival das vom 20. Oktober bis 10. November läuft, sind fünf Pianisten dabei: Nobuyuki Tsujii, Martin Stadtfeld, Lars Vogt, Martin Helmchen Pierre-Laurent Aimard - Sensationell!! Für das Beethoven-Festival gibt es neben den Einzeltickets verschiedene Festivaltickets (siehe unten).  

Chefdirigent Manze, Achim Dobschall, Leitung NDR Bereich Orchester, Chor,  Konzerte sowie Manager der Radiophilharmonie, Matthias Ilkenhans, hoffen, durch die zusätzlichen Plätze im Kuppelsaal und den Eventcharakter des Festivals neues Publikum zu generieren. Die Rückkehr in das umgebaute Funkhaus wird am 10. Januar mit Martha Argerich groß gefeiert: Die weltbekannte argentinische Pianistin spielt gemeinsam mit ihrer Meisterschülerin Shin-Heae Kang das Konzert für zwei Klaviere von Poulenc. Außerdem stehen auf dem Programm der „Rosenkavalier“ und Ravels „La Valse“, dem Konzert soll ein beschwingter Charakter verpasst werden,  ähnlich einem Neujahrskonzert.

Achim Dobschall, Andrew Manze und Matthias Ilkenhans freuen sich auf die Saison 2019/2020 der NDR Radiophilharmonie, in der die Musik Beethovens eine große Rolle spielen wird. Foto S. Lappe

Im Barock-Zyklus werden unter anderem Haydns „Schöpfung“ (27.März) und Auszüge aus Händels „Guiulio Cesare“ (1.Mai ) zu hören sein.

Zu den illustren Gästen des Orchesters der Saison 2019/2020 zählen unter anderem Altmeister Leonard Slatkin (13. Februar, Dvoraks „Aus der Neuen Welt“), Simone Young  (27. Februar, Debussys „La Mer“) und Star-Harfenist Xavier de Maistre (2. Juli, Konzert von Reinecke).

Weitere bekannte Solisten der Saison sind die Geiger Thomas Zehetmair und Isabelle van Keulen, die King's  Singers, die das Weihnachtskonzert (noch im Kuppelsaal) gestalten, und der Jazzpianist Brad Mehldau, der in der Freistil-Reihe zu Gast  ist.

Neben Andrew Manze leiten erfahrene Dirigenten wie Leonard Slatkin und Simone Young das Orchester. Debüts am Pult geben unter anderem auch der Venezolaner Rafael Payare und sein dänischer Kollege Thomas Sondergard.

In dieser Saison steht auch eine große China-Tournee auf dem Plan mit Auftritten in Peking und Shanghai. Auf dem Programm – man kann es ahnen: Beethoven.

„Discover Music!" - Dieses Programm spricht die Kleinsten bis zu jungen Erwachsen an.

Da ist das Zwergen-Abo, und die Reihe Orchesterdetektive bietet Familienkonzerte an (auch als Abo buchbar) – die Anzahl der begleitenden Erwachsen ist beschränkt!

Auch gibt es ausgefeilte Schulklassen-Angebote, da freuen sich die Orchester-Detektive auf Schulklassen.

Kinder in die Musikwelt! Foto NDR

Klassische Musik ist seine Leidenschaft: Malte Arkona tritt regelmäßig als unkonventioneller Musikvermittler auf.

Und vom 20. bis 26. Januar: Beethoven für Kinder und Jugendliche mit interaktiven Angeboten. Broschüre und online unter ndr/discovermusic

Alle Programme unter ndr/radiophilharmonie

Neu: Alle Menschen unter 30 können ab 15 Min. vor Veranstaltungsbeginn Karten für alle Konzerte für 5 € erwerben  falls verfügbar! 

Der Vorverkauf für die meisten Konzerte der neuen Saison und das Beethoven-Festival beginnt am  10. April. Karten und Abos unter ndr/ticketshop und ndr/radiophilharmonie sowie an bekannten Vorverkaufsstellen. 

Mit den Eintrittskarten kann man am Veranstaltungstag kostenlos im GVH-Gebiet mit den Öffis unterwegs sein. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 31.08.2019 


Gastspiel in London - eine große Auszeichnung

Die NDR-Radiophilharmonie tritt am 13. September bei den BBC-Proms auf

Das ist überwältigend - am Vorabend der berühmten Last Night of the Proms wird die NDR-Radiophilharmonie bei der legendären Konzertreihe der BBC-Proms ihr Können unter Andrew Manze zeigen.  Das Orchester spielt am Freitag, 13. September 2019 um 19.30 Uhr bei der Beethoven Night in der berühmten  Royal Albert Hall in London. Die BBC hat bereits das Programm vorgestellt. Man sollte sich schnell Tickets besorgen!

Die berühmte  Royal Albert Hall. Foto Visit.London  

Und die Einladung der BBC ist eine große Auszeichnung für die NDR Radiophilharmonie. Orchestermanager Matthias Ilkenhans sagte: "Solch eine Einladung ist schon etwas, das alle Orchester der Welt  wollen, aber nicht viele erreichen".  Als Beethoven Night wird diese Veranstaltung die 74. in der diesjährigen Reihe der BBC-Proms dann auch angekündigt. Solistin beim Gastspiel in der Royal Albert Hall ist die Sopranistin Elizabeth Watts.

Bereits mehrfach hat Andrew Manze bei den Proms dirigiert- das Orchester wird dann dort im September zum ersten Mal spielen. Und so kam die Einladung zustande: Im November 2017 hatte die NDR-Radiophilharmonie unter Andrew Manze ein Konzert in London absolviert. 

Zu Gast war zu dem Zeitpunkt auch David Pickard, der Leiter der Proms-Reihe. Er war sehr angetan von dem was er hörte und hat das Orchester postwendend eingeladen.

Jedes Jahr finden bei den Proms zwischen Juli und September täglich Konzerte mit klassischer Musik statt. Und das neue Programm verzeichnet insgesamt mehr als 75, die meisten finden in der Royal Albert Hall statt. Jedes Konzert wird von der BBC Radio 3 übertragen. Zum Abschluss gibt es die berühmte Last Night of the Proms  ein Spektakel mit populärer klassischer Musik in recht lockerer Atmosphäre.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht  am 28.08.2019


Video-Streamingdienst mit etwa 3.000 Aufführungen und Dokumentationen

Medici.tv - ein digitales Angebot der Stadtbibliothek für Musikfreunde

Mit medici.tv bietet die Stadtbibliothek Hannover ihren Bibliotheksnutzern modernes und werbefreies Musikstreaming, das von zu Hause mit dem PC oder Mac oder unterwegs mit Handys oder Tablets abrufbar ist. Medici.tv ist ein Video-Streamingdienst für klassische Musik, der in seinem Katalog etwa 3.000 Aufführungen und Dokumentationen auflistet.

Die Darbietungen umfassen klassische, moderne und zeitgenössische Musik. Verschiedene Sparten sind wählbar: Etwa 1.000 Konzerte und historische Konzertaufnahmen, zahlreiche Opern von Monteverdi bis Philip Glass´s „The Perfect American“, Ballettaufführungen (90) aus den großen Häusern in Paris, Hamburg, Moskau, ca.1.100 Künstlerdokumentationen von Callas bis Currentzis und 200 Meisterkurse. Über eine Recherchefunktion sind einzelne Musiker*innen, Tänzer*innen oder Komponist*innen zu finden, Dialogsprachen sind englisch, französisch und spanisch. Ein Eventkalender zeigt an, welche Konzerte demnächst live gestreamt werden können, dazu gehören Aufführungen der Berliner Philharmoniker, der New York Phiharmonic, der Pariser Oper und viele mehr.

Das Log-in erfolgt über die Homepage der Stadtbibliothek Hannover stadtbibliothek-hannover. Für die Anmeldung wird die Bibliotheksausweisnummer und das Passwort benötigt. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 31.08.2019