KONZERTE - MUSIKALISCHES


Konzerte im Sparkassen-Forum

Kommende drei Mittagskonzerte entfallen

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung sagt die kommenden drei Mittagskonzerte im Sparkassen-Forum in Hannover ab: Das 255. Mittagskonzert (17.03.2020), das 256. (21.04.2020) und das 257. Mittagskonzert (19.05.2020). Grundlage für diese Entscheidung ist die aktuelle Verbreitung des Virus SARS-CoV-2.

Besucher*innen werden gebeten, ihre bereits gekauften Tickets an den Vorverkaufsstellen zurückzugeben, an denen sie diese erworben haben. Auch online getätigte Ticketkäufe können über den Ticketanbieter Reservix/ ADticket storniert werden.

Noch nicht storniert: Lustrum - Grenzgänge zwischen Klassik und Jazz

Arkady Shilkloper, Wald-, Alp- und Flügelhorn, und Vadim Neselovskyi, Piano, präsentieren Eigenkompositionen zwischen Klassik, Jazz, Folklore und Experiment beim Mittagskonzert der Niedersächsischen Sparkassenstiftung am 16. Juni, 13 bis 14 Uhr) im Sparkassen-Forum am Schiffgraben.

Arkady Shilkloper (Wald-, Alp- und Flügelhorn) und Vadim Neselovskyi (Piano). Die Ausnahme-Musiker Arkady Shilkloper und Vadim Neselovskyi fanden sich 2011 zum Duo zusammen. Arkady Shilkloper (Moscow Art Trio) hat dem Waldhorn und Alphorn als Jazz-Solist eine neue technische und künstlerische Dimension eröffnet. Sein kongenialer Musikpartner, der ukrainische Pianist und Komponist Vadim Neselovskyi, gilt als Grenzgänger zwischen Jazz und klassischer Musik und war u.a. mit Herbie Hancock und Dee Dee Bridgewater auf Tour. Im Mittagskonzert präsentieren die beiden Künstler Stücke aus ihrem Programm Lustrum: Eigenkompositionen zwischen Klassik, Jazz, Folklore und Experiment. © Yaroslavna Chernova

SVN/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

13.03.2020


Ersatztermin für Konzert von Igor Levit steht

Konzert wird auf den 2. Oktober verschoben

Eigentlich sollte am 18. April das Konzert von Igor Levit stattfinden. Leider musste dieses Konzert schon einmal verschoben werden. Nun steht ein Ersatztermin für das Solo-Konzert fest: von Levit wird am 2.Oktober 2020 im Großen NDR-Sendesaal einen Klavierabend mit einem reinen Beethoven-Programm spielen. Klaviersonate A-Dur, D-Dur, die "Pathétique" sowie als Höhepunkt des Konzerts die "Waldstein" Sonate.

Die bereits gekauften Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit und müssen nicht extra umgetauscht werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

01.04.2020


Auch die Hamburger Elbphilharmonie weicht ins Internet aus

Virtuelle Hausführungen, Konzerte, ein Kinderprogramm u. v. m.

Wegen der Corona-Krise ist die Hamburger Elbphilharmonie geschlossen. Dennoch müssen Freunde des wunderschönen Konzerthauses nicht ganz auf die Angebote des Hauses verzichten. 

Unter dem Titel #ElphiAtHome gibt es jetzt virtuelle Hausführungen, Konzerte in kleineren Besetzungen, ein Kinderprogramm und vieles mehr...

Ute Micha, PreDiNord/Sigrid Lappe, Ha Wo


Musikalische Erlebnis soll 2021 stattfinden

Die Jubiläums-A-cappella-Woche muss auf 2021 verschoben werden 

Mit Blick auf die Ereignisse im Rahmen der Corona-Pandemie haben sich die Veranstalter entschlossen, die Jubiläumsausgabe der Internationalen A-cappella-Woche Hannover um ein Jahr zu verschieben. Damit wollen sie Verantwortung gegenüber dem Publikum, den Künstler*innen und Mitarbeiter*innen übernehmen. Aktuell arbeitet das Festivalteam Lauschkultur mit großer Energie daran, alle Konzerte aus diesem Jahr in den Festivalzeitraum des nächsten Jahres vom 24. April bis 2. Mai 2021 zu verlegen.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass viele Ensembles und Spielstätten diesem Gedanken folgen. In Kürze werden wir das Programm für die Jubiläumsausgabe 2021 präsentiert werden. Gekaufte Konzertkarten behalten ihre Gültigkeit. Aber das Team bittet darum, sich solidarisch mit den Künstlerinnen und Künstler zu zeigen, da diese durch die hohe Anzahl abgesagter Konzerte in existenzielle Schwierigkeiten geraten. So bitten sie herzlich, auf die Rückgabe von bereits gekauften Konzertkarten zu verzichten. Für Fragen und Anregungen steht das Festivalteam Lausch Kultur Hannover e.V. Internationale A-cappella-Woche zur Verfügung. #ichwillkeingeldzurueck #acappellawochehannover

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.03.2020


Kultursommer der Region: Eröffnungswochenende am 25./26. Juli

Betörende Melodien, energetischer Sound und Geräuschkulisse im Von-Alten-Garten

Die Bands sind gebucht, das Programm für das Eröffnungswochenende und weitere Punkte stehen schon auf dem Programm. Der Vorverkauf für diese ersten Konzerte ist gestartet: Marie Spaemann und Botticelli Baby eröffnen am Samstag, 25. Juli, 19 Uhr, im Von-Alten-Garten in Linden den diesjährigen Kultursommer der Region Hannover.

Es ist eine vielversprechende Eröffnung der Gegensätze und Spannungen. Mit Cello und Loop-Station präsentiert die außergewöhnliche, österreichische Singer-Songwriterin Marie Spaemann (Foto lks.) ihre ganz eigenen Songperlen. Tiefgründige Texte treffen auf betörende Rhythmen und Melodien, unkonventionell und ohne Rücksicht auf Grenzen changiert die charismatische Musikerin zwischen Pop, Soul und Jazz. 

Im Anschluss wird es schweißtreibend, energetisch und männlich - Botticelli Baby‘s Sound (Foto r.) mit Kontrabass, Bläsern, Schlagzeug, Gitarre und Klavier ist fett und ekstatisch. Swing, Jazz oder Punk? Ein einziger Begriff reicht hier nicht aus! Mit höchster Energie und Spielfreude ziehen Sänger und Kontrabassist Marlon Bösherz und seine Mannschaft das Publikum in den Bann, aus dem es anschließend staunend in die Welt zurückkommt.

Botticelli Baby  Video: youtube, Samstag, 25. Juli, 19 Uhr, Von-Alten-Garten, Hannover-Linden, Eintritt: 15, ermäßigt 10 Euro

Am Sonntag, 26. Juli, geht es im Von-Alten-Garten bereits um 11 Uhr weiter: Das junge 23-köpfige Ensemble Geräuschkulisse (Foto unten lks.) unter der Leitung von Tammo Krüger hat sich seit der Gründung 2017 durch seine unkonventionelle und erfrischende Art, klassische Musik auf die Bühne zu bringen, einen Namen gemacht.

Mit dem neuen Programm „l`afinité“ wagt das Orchester die Gegenüberstellung der barocken Kompositionen von Jean-Philip Rameau mit modernen elektronischen Klängen. Clubmusik und Klassik in einem, DJ Jonas Urbat fungiert als musikalischer Leiter und ist Teil des Orchesters.

Ensemble Geräuschkulisse, Sonntag, 26. Juli, 11 Uhr, Von-Alten-Garten, Hannover-Linden, Eintritt:  8, ermäßigt 5 Euro

Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen und unter reservix. Das vollständige Programm des Kultursommers ist ab 20. April  im Internet unter hannover/kultursommer abrufbar, Programmhefte liegen ab Juni im Bürgerbüro der Region Hannover, in den Informationsstellen der Städte und Gemeinden sowie direkt bei den Veranstaltern aus. Weitere Informationen beim Team Kultur der Region Hannover unter Telefon (0511) 6162 5200.


Das IFF wird gefeiert mit öffentlichen Meisterkurs und Festkonzert

Großes Festkonzert am 23. September im Funkhaus

Beim großen Festkonzert am 23. September, 20 Uhr, im NDR-Funkhaus am Maschsee sind zunächst Schüler des Instituts als Solisten mit der Kammerphilharmonie La Tempesta unter der Leitung von Martin Brauß zu hören, nach der Pause spielt dann Igor Levit (Foto r.) Beethovens 5. Klavierkonzert.

Der Kartenvorverkauf hat noch nicht begonnen!  

Das Jahr endet mit einem Abschlusskonzert in der Hochschule am 25. November, bei dem sich IFF-Schüler als Musiker und Komponisten präsentieren.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Ein besonderes Album

18 liturgische Psalmen von Louis Lewandowski bei der Deutschen Grammophon

Andor Izsàk freut sich, dass in diesen Tagen ein ganz besonderes Album bei der Deutschen Grammophon erscheint. Die 18 liturgischen Psalmen von Louis Lewandowski (1821-1894) hat er mit dem Chor des Ungarischen Rundfunks und wunderbaren Solisten im legendären „Studio 6“ des Rundfunks in Budapest eingespielt.

Diese Psalmenvertonungen, die ein wiederentdeckter Schatz der romantischen Musiktradition sind, erklingen ganz selten, oder gar nicht. Erleben Sie die Klangwelt der großen Epoche der europäischen jüdischen Musik und die Stimme der zerstörten Synagogen.
Das Album ist als CD, Stream und Download erhältlich. Und die 18 liturgischen Psalmen werden im Frühsommer in einigen deutschen Städten im Konzert zu hören sein. Gerne informiert Izsàk darüber, wenn Sie eine E-Mail an mail(at)andorizsak.de senden.

Villa Seeligmann/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

17.02.2020


Knabenchor & Friends

Zum Jubiläum fünf Konzerte für Hannover

Zu seinem 70. Geburtstag hat der Knabenchor Hannover (Foto r. in der Marktkirche) besondere Gäste eingeladen – die großen deutschen Knabenchöre kommen zum musikalischen Gratulieren nach Hannover.

Der Knabenchor Hannover wird als Gastgeber die Chöre wird jeweils musikalisch begrüßen, dann ist die Bühne frei für die hochkarätigen Gäste!

Nach Hannover kommen in 2020:

der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben am Sonntag 7. Juni, 17 Uhr, in die Pauluskirche,

der Windsbacher Knabenchor am Sonnabend, 20. Juni, 18 Uhr, in die Marktkirche

der Dresdner Kreuzchor am Sonntag, 12. Juli, 18 Uhr, in die Marktkirche,

der Thomanerchor Leipzig am Sonnabend, 19. September, 18 Uhr, in der Marktkirche

und die Regensburger Domspatzen am Mittwoch, 28. Oktober, 19.30 Uhr, in der Basilika St. Clemens

Der Vorverkauf für die fünf Konzerte ist im Internet unter www.knabenchor-hannover.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen gestartet. Es werden auch zwei Abonnements angeboten, so gibt es Ermäßigungen für Gäste, die alle fünf oder drei der fünf Konzerte besuchen wollen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

22.03.2020 


Großer Sendesaal des NDR Hannover: Bauarbeiten verzögern sich erneut

Der NDR sagt Konzerttermine bis Mitte März 2020 ersatzlos ab
Die Wiedereröffnung des Großen Sendesaals in Hannover verschiebt sich. Komplikationen beim Einbau der neuen Bühnenelemente führen dazu, dass sich die Arbeiten erneut verzögern. Der NDR sagt daher alle Konzerttermine ab.

Dem Publikum der NDR Radiophilharmonie werden die Ticketkosten für die entfallenden Konzerte erstattet. Hierfür können sich Karteninhaber an die Vorverkaufsstelle wenden, an der die Karten erworben wurden.

Gespanntes Warten...
Seit Sommer 2019 wird die Bühne des Großen Sendesaales grundlegend modernisiert. Die Arbeiten sollten nach ursprünglicher Planung Anfang dieses Jahres beendet sein.
„Wir bedauern diese unglückliche Entwicklung und bitten alle betroffenen Besucher*innen um Verständnis“, sagt Matthias Ilkenhans, Manager der NDR Radiophilharmonie.

NDR/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Niedersächsische Musiktage 2020: Es gibt schon Karten

Fünf Termine können schon gebucht werden
Das Team der Niedersächsischen Musiktage arbeitet  in Kooperation mit den örtlichen Sparkassen und Mitveranstaltern an der 34. Reihe der Konzertveranstaltungen Musiktage, die zwischen dem 29. August und 4. Oktober 2020 stattfinden.
Als ersten Vorgeschmack bieten sie schon jetzt fünf Konzert-Highlights an: In Achim sowie im festlich illuminierten Schlosshof des Schlosshotels Münchhausen in Aerzen erklingen alle sechs Brandenburgischen Konzerte von J.S. Bach – musiziert vom Barockensemble la festa musicale.

Soulsänger Max Mutzke und Jazzpianistin Marialy Pacheco geben sich in Wilhelmshaven und Einbeck ein musikalisches Tête-à-Tête.

Bachs Sechs Brandenburgische Konzerte an einem Abend live mit der Gruppe „La festa musicale“ aus Hannover wird ihrem Namen Ehre machen und dieses rauschende Fest der Barockmusik in Achim und Open Air auf Schloss Münchhausen in Aerzen ausrichten. Foto: J. Gerull

„All you can hear“ heißt es zum Abschluss der Musiktage in Hannover, wenn Alexander Lonquich und das Münchener Kammerorchester alle fünf Beethoven-Klavierkonzerte an einem Abend spielen!

Max Mutzke, der Mann mit der unverwechselbaren Soulstimme, trifft sich im Pumpwerk Wilhelmshaven sowie im Einbecker PS.SPEICHER zur intimen Zwiesprache mit der Pianistin Marialy Pacheco. Foto: D. Messner / M. Jans

Zum Abschluss der Musiktage am 4. 10. spielen Alexander Lonquich und das Münchener Kammerorchester alle fünf Beethoven-Klavierkonzerte an einem Abend. Foto: F. Ganslmeier
Tickets für alle fünf Konzerte sind ab sofort erhältlich, Buchung und weiterführende Informationen online unter newsletter.reservix. oder unter Hotline 0800/4566540.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Zweimal 7. NDR Klassik Open Air auch am Donnerstag

Es gibt noch Karten für die zweite Aufführung

Es gibt noch Restkarten für das 7. NDR Klassik Open Air im Maschpark hinter dem Neuen Rathaus: Karten für die zweite Aufführung von „Carmen“, die am Donnerstag, 16. Juli 2020 stattfindet, sind noch im Vorverkauf erhältlich.
Im Juli waren die Tickets für die Aufführung am 18. Juli 2020 bereits in kürzester Zeit vergriffen, die Vorverkaufsstellen wurden von einer riesigen Nachfrage nach Karten für das NDR Klassik Open Air „Carmen“ überrannt. Aufgrund dieser enormen Nachfrage haben sich NDR und Hannover Concerts zu einer weiteren Aufführung entschlossen.

Zum 7. NDR Klassik Open Air kommt mit „Carmen“ die beliebteste Oper der Welt nach Hannover - aufgeführt von der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Dirigent Eivind Gulberg Jensen, der 2014 mit Tosca die „Oper für alle“ mit aus der Taufe hob.

NDR Klassik Open Air am Neuen Rathaus in Hannover (c) NDR, Michael Uphoff 

Und mit international gefeierten Solisten: Bryan Hymel in der Rolle des Don José, Gaëlle Arquez als Carmen, Guanqun Yu als Micaëla und Luca Pisaroni als Escamillo. Ania Vegry (Fraquita), Oleg Tsibulko (Zuniga) und Astrid Nordstad (Mercédès) komplettieren die hochkarätige Besetzung.

Wie auch in den vergangenen Jahren werden die Aufführungen am 16. und 18. Juli 2020 ab 20.30 Uhr live in den Maschpark übertragen.
Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im NDR Ticketshop erhältlich. Veranstalter ist Hannover Concerts.

Eivind Gullberg Jensen (c) Mat Hennek, Bryan Hymel (c) Dario Acosta, Guanqun Yu (c) Jiyang Chen, Luca Pisaroni (c) Jiyang Chen, Gaelle Arquez (c) Julien Benhamou.

NDR/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Ans Ende eines großen Festivals gehört ein großes Stück

Herrenhausen Barock 2020 endet mit Händels "Israel in Egypt"

Was für ein Abschluss - denn ans Ende eines großen Festivals gehört ein großes Stück und das in großer Besetzung bitte schön: Denn Händels Oratorium "Israel in Egypt" setzte dann in der Galerie in Herrenhausen auch ein letztes Ausrufezeichen hinter die erstklassige Veranstaltungsreihe Herrenhausen Barock. Fast ausverkauft war auch das letzte große Stück.

Unter der Gesamtleitung von Florian Lohmann kam ein abwechslungsreicher  und spannender Abend heraus, der vor allem nach dem ersten Drittel so richtig in Fahrt kam.

Der Chor "Capella St. Crucis" und das Orchester "la festa musicale" liefern mit den sechs Solisten unter der Leitung von Florian Lohmann einen fantastischen Abschluss. Foto S. Lappe  

Die hannoversche Capella St. Crucis präsentierte sich so etwas von ausgewogen und schön, nicht nur im Zusammenspiel der Stimmlagen, sondern legte auch eine große Flexibilität an den Tag. Einfach fantastisch!

Für diesen wunderbaren Chor war es kein Problem von einer Zeile auf die andere zu wechseln - bemerkenswert, denn es handelt sich bei den Chormitgliedern nicht um Vollprofis.

Und dann wollten sich die Instrumentalisten von "la festa musicale" auch nicht lumpen lassen und bewiesen mal wieder, dass auch sie über eine große Variationspallette verfügen... Von hervorragenden Streichern kann man hier einfach mal ausgehen, die Bläser- und Trommeleinlagen fügten sich jedoch nicht minder in das Gesamtgeschehen ein.

Und aus dem Solistensextett hörte man Tenor Zachary Wilder heraus. Die Bässe Douglas Williams und Ed Ballard harmonisierten vortrefflich miteinander, und bei den Sopranistinnen fiel besonders die Hannoveranerin Esther Tschimpke trotz oder gerade wegen ihres vergleichsweise dezenten Zugriffs gegenüber der bekannteren Joanne Lunn in keinem Fall ab.

Es war ein gelungener Abend und auch die Bilanz von "Herrenhausen Barock" kann sich hören und sehen lassen: 5 000 Besucher kamen zu den angesetzten zwölf Konzerten. Die Veranstaltungsreihe ist nach zehnjähriger Pause erfolgreich ins Leben zurück gekommen.

Am Programm beteiligt waren als Veranstaltungspartner*innen das Staatsorchester Hannover, die NDR Radiophilharmonie, die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Knabenchor Hannover und die Capella St. Crucis.

Neben ausverkauften Herrenhausen-Klassikern wie dem Weihnachtskonzert des Staatsorchesters, dem Silvesterkonzert der Hannoverschen Hofkapelle und dem Händel-Konzert des Knabenchors fanden auch neue Formate wie Donna Leons „Tiere und Töne“, „Neues aus Hannover“ mit la festa musicale, ein Hochschulkonzert und zwei Familien- bzw. Schulkonzerte ein begeistertes Publikum.

Großer Erfolg: "Händel live in Herrenhausen" mit Franz Rainer Enste als Händel, Anne Röhrig und Bernward Lohr (Musica Alta Ripa). Foto S. Lappe

Es soll keine Eintagsfliege bleiben: Das Galeriegebäude werde sich, so Kulturbüro-Leiter Benedikt Poensgen, "wie geplant als Zentrum für Barockmusik etablieren". Ein vielseitiges Programm für den kommenden Winter ist schon angedacht, in dem der niederländische Dirigent und Cembalist Ton Koopman der nächste Stargast sein könnte. Da drücken wir doch mal die Daumen!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

24.02.2020


Video-Streamingdienst mit etwa 3.000 Aufführungen und Dokumentationen

Medici.tv - ein digitales Angebot der Stadtbibliothek für Musikfreunde

Mit medici.tv bietet die Stadtbibliothek Hannover ihren Bibliotheksnutzern modernes und werbefreies Musikstreaming, das von zu Hause mit dem PC oder Mac oder unterwegs mit Handys oder Tablets abrufbar ist. Medici.tv ist ein Video-Streamingdienst für klassische Musik, der in seinem Katalog etwa 3.000 Aufführungen und Dokumentationen auflistet.

Die Darbietungen umfassen klassische, moderne und zeitgenössische Musik. Verschiedene Sparten sind wählbar: Etwa 1.000 Konzerte und historische Konzertaufnahmen, zahlreiche Opern von Monteverdi bis Philip Glass´s „The Perfect American“, Ballettaufführungen (90) aus den großen Häusern in Paris, Hamburg, Moskau, ca.1.100 Künstlerdokumentationen von Callas bis Currentzis und 200 Meisterkurse. Über eine Recherchefunktion sind einzelne Musiker*innen, Tänzer*innen oder Komponist*innen zu finden, Dialogsprachen sind englisch, französisch und spanisch. Ein Eventkalender zeigt an, welche Konzerte demnächst live gestreamt werden können, dazu gehören Aufführungen der Berliner Philharmoniker, der New York Phiharmonic, der Pariser Oper und viele mehr.

Das Log-in erfolgt über die Homepage der Stadtbibliothek Hannover stadtbibliothek-hannover. Für die Anmeldung wird die Bibliotheksausweisnummer und das Passwort benötigt. 

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Jetzt wacht eine Doppelspitze über den Violinwettbewerb

Antje Weithaas  und Oliver Wille leiten den Joseph-Joachim-Wettbewerb

Die Generalüberholung für den Joseph-Joachim-Violin-Wettbewerb (JJV-Wettbewerb) steht. Es gibt  jetzt eine künstlerischeDoppelspitze sowie ein reformiertes Wettbewerbskonzept: Er soll sich mehr an reifere Geiger*innen richten und die Preisvergabestruktur für den 2021 ausgerichteten Wettbewerb wird geändert. Der Ausrichter dieses internationalen Wettbewerbs, die Stiftung Niedersachsen, präsentierte, was sich jetzt ändert.

Zuerst einmal die künstlerische Doppelspitze, bestehend aus Geigenprofessorin Antje Weithaas (Berlin, erste Joseph-Joachim-Gewinnerin) und Geigenprofessor Oliver Wille (Hannover, Kuss-Quartett). Dazu Oliver Wille: "Wir wollen den Wettbewerb in die aktuellen Erfordernisse der internationalen  Konzertlandschaft einbringen“.

Die neue Doppelspitze: Oliver Wille und Antje Weithaas wollen den JJV-Wettbewerb wieder attraktiv machen. Foto Stiftung Niedersachsen 

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern solle so ein Forum für ihren Weg in ein Konzertleben geboten werden. Allerdings bleibe das Ursprungsziel, die Künstlerinnen und Künstler auf dem Weg zu einer internationalen Karriere konkret zu unterstützen. Aber gleichzeitig auch die klassischen Musiktraditionen, die Musikausbildung und –ausübung zu fördern, ebenso wie die Position der niedersächsische Landeshauptstadt als Musik-Metropole.

Weithaas und Wille betonten, dass der Wettbewerb zukünftig nicht mehr über die Höhe der Preisgelder definiert wird -die trotzdem noch entsprechend üppig sind, international aber mittlerweile überboten werden dürften. Alle vier Finalisten erhalten jetzt jeweils ein Preisgeld von 10 000 Euro. Der neue "Joseph Joachim-Preis" - 30 000 Euro - wird zusätzlich an einen einzigen Preisträger aus der Finalisten Gruppe vergeben.

Auch neu: Der Wettbewerb soll von nun an auch "reifere Violinistinnen und Violinisten ansprechen". Aus diesem Grund wurde auch das Höchstalter auf 32 Jahre heraufgesetzt (16 bis 32 Jahre).

 Ebenso ist die Jury-Struktur neu: Die Vorauswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen von nun an die Stimmführer der Streichinstrumente der NDR Radiophilharmonie. Die neunköpfige Wettbewerbsjury setzt sich neuerdings dann aus fünf Violinisten und vier Juroren aus dem Konzertleben (mit dabei Radiophilharmonie-Chef Andrew Manze, Sopranistin Christine Schäfer).

Der nächste Wettbewerb 2021 erwartet dann 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und startet wie gewohnt mit zwei Vorrunden (Solo-Violine, 27. bis 29. September, Violine mit Klavier, 30. September bis 2. Oktober).

Es kommen aber nur noch zehn ins Zwei-Runden-Semifinale - mit einem Werk mit Kammerorchester (4. und 5. Oktober) und einem Rezital mit einem Satz aus einem Streichquartett (6. und 7.Oktober). Neu ist: Das Quartettstück wird erst 24 Stunden vor dem Auftritt bekanntgegeben.

Ins Finale am 9. Oktober kommen dann nur noch vier Künstlerinnen und Künstler, die dann jeweils ein großes Violinkonzert in Begleitung der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Andrew Manze, spielen. Auch ein zeitgenössisches Werk steht dann auf dem Programm.

Das Rahmen- und Begleitprogramm bleibt bestehen: "Zu Gast in Niedersachsen" mit landesweiten Regionalkonzerten und "Zu Gast im Klassenzimmer" mit Auftritten in Schulen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.12.2019


Zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung zum deutsch-dänischen Grenzverlauf

Schleswig-Holstein-Festival widmet sich 2020 dem dänischen Komponisten Nielsen

Im Jahr 2020 widmet das Schleswig-Holstein-Musik-Festival (SHMF) seine Komponisten-Retrospektive im Festivalsommer dem dänischen Komponisten Carl Nielsen (1865-1931). Nielsen (Foto) war ein Grenzgänger im besten Sinne. Einerseits war er stark beeinflusst durch Johannes Brahms, er war eng befreundet mit weiteren deutschen Komponisten seiner Zeit und fühlte sich der deutschen Kultur verbunden. Andererseits entwickelte er sich zum dänischen Nationalkomponisten und gilt heute als der bedeutendste Vertreter skandinavischer Musik neben Edvard Grieg und Jean Sibelius. Die Entscheidung wurde gestern vom Intendanten Christian Kuhnt mitgeteilt. Der Komponistenschwerpunkt 2020 knüpfe an den 100. Jahrestag der Volksabstimmung zum deutsch-dänischen Grenzverlauf an.

Das Festivalprogramm 2020 wird am 20. Februar 2020 veröffentlicht.

Rückblick 2019: Das 34. Schleswig-Holstein Musik Festival blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Von den 212.000 verfügbaren Karten wurden rund 193.000 bei den 223 Konzerten, fünf Musikfesten auf dem Lande, zwei Kinderkulturfesten und einem Kindermusikfest abgesetzt. Mit einer Auslastung von 91 Prozent bespielte das Festival 117 Spielstätten an 68 Orten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Süddänemark und dem nördlichen Niedersachsen. 7.500 Besucher kamen zu den öffentlichen Proben des Schleswig-Holstein Festival Orchestra und der Masterclasses. 165 Veranstaltungen waren ausverkauft, und es gab einen furiosen Abschluß am 1. September 2019 in der Kieler Sparkassen-Arena: Video youtu.be/ZaVSw-V89HE

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Titel verteidigt

City of Music: Hannover bekommt Lob von der Unesco

Hannover ist noch immer City of Music - das die Stadt diesen Titel behält, ist nicht selbstverständlich: denn alle vier Jahre überprüft die Unesco, ob eine Stadt den Titel noch zu Recht führen darf. Falls nicht, kann er aberkannt werden. Diese Überprüfung ist erstmals seit der Ernennung 2014 abgeschlossen und stellt Hannover ein gutes Zeugnis aus. Hannover sei eine sehr aktive Stadt im Netzwerk der City of Music, heißt es in dem UNESCO-Bericht. Die Aktivitäten der Stadt seien „beispielhaft „ für andere Citys of Music. Außerdem wird konstatiert, dass die Bürger und Musiker nach und nach ein Gespür für das Potential entwickeln würden, das Hannover mit dem Titel hat.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche