CORONAVIRUS - Meldungen - Beratungen


Quarantäne und Verlust des Anspruchs auf Besoldung

Beamte die in Urlaubs-Risikogebiete reisen, erhalten kein Gehalt

Wenn Beamte ihren Urlaub in einem Corona-Risikogebiet im Ausland verbringen und danach in Quarantäne  müssen, erhalten für diese Zeit einen Gehaltsverlust. Dazu haben das niedersächsische  Innenministerium und die kommunalen Spitzenverbände hingewiesen. Die Regelung gilt auch für Lehrer und nicht verbeamtete Angestellte des Landes, bestätigten die Ministerien.

Wer aus einem Risikogebiet im Ausland nach Niedersachsen kommt, muss die Corona-Verordnung des Landes zufolge zwei Wochen in Quarantäne.

Für die Beamten tritt laut dem Schreiben des Innenministeriums ein "Verlust des Anspruchs auf Besoldung" ein, wenn die Zeit der Quarantäne nicht mit Urlaubstagen, einer Freistellung oder häuslichem Arbeiten abgedeckt werden kann.

Voraussetzung ist allerdings, dass den Beamten schon bei Antritt der Reise bekannt ist, dass bei der Rückkehr eine Quarantänepflicht gelten wird.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.07.2020


Tiergartenfest fällt aus

Nicht ausfallen soll die Sammlung von Kastanien und Eicheln

Das für den 10. Oktober geplante Tiergartenfest muss in diesem Jahr ersatzlos ausfallen. Wegen der Corona-Pandemie sind Großveranstaltungen bis Ende Oktober nach derzeitigem Stand nicht möglich. Die normalerweise im Sommer beginnenden Planungen können vor diesem Hintergrund nicht aufgenommen werden.

Nicht ausfallen soll hingegen die herbstliche Sammlung von Kastanien und Eicheln, mit der Kinder Jahr für Jahr die Winterfütterung im Tiergarten unterstützen. Sie soll wie gewohnt Ende September starten. Details werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.07.2020


Der Mieten-Aufschub wird nicht verlängert

Das Moratorium läuft nach drei Monaten aus. 

Die umstrittene Verlängerung des Mieten-Aufschubs in der Corona-Krise ist in der großen Koalition vom Tisch gefegt.

"Die Bundesregierung plant nicht, die Regelungen zum Schutz der Mieterinnen und Mieter zu verlängern", sagte ein Sprecher des Bundesjustizministeriums am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Damit läuft das Moratorium für Mietstundungen an diesem Dienstag nach drei Monaten aus. Die SPD hatte sich für eine Verlängerung ausgesprochen

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Erstes Corona-Testzentrum am Frankfurter Flughafen

Biotechnologie-Unternehmen, Fraport und Lufthansa starten das Projekt

Die Reisebeschränkungen sind gefallen, gerade auf internationalen Strecken in Drittländer muss häufig ein negativer Coronatest kurz vor dem geplanten Abflug nachgewiesen werden.

Nun öffnet am Frankfurter Flughafen das erste Corona-Testzentrum an einem Deutschen Flughafen. Das Biotechnologie-Unternehmen Centogene startet das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport und der Lufhansa.

Das Testzentrum wird am heutigen Montag vorgestellt. Dabei wird erklärt, wie die "Walk-through-Tests" funktionieren, die zur "neuen Normalität" bei Flugreisen in Zeiten der Corona-Pandemie beitragen sollen.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Mehr als 1,2 Mrd. Euro von der N-Bank für Corona-Hilfen in Niedersachsen

NBank zahlte 900 Mio. Euro für Zuschüsse und 331 Mio. Euro für Kredite aus

In Niedersachsen sind nach rund drei Monaten Corona-Krise mehr als 1,2 Mrd. Euro staatliche Hilfen geflossen oder genehmigt worden.

Laut der landeseigenen NBank wurden 900 Mio. Euro Zuschüsse und weitere 331 Mio. Euro Kredite ausgezahlt. Direkte Soforthilfen ohne Rückzahlungen wurden 158 000 Mal beantragt.21000 sind noch in Prüfung.

Die Soforthilfen werden vorerst nicht fortgeführt. Was weiterbeantragt werden kann, sind Darlehen zur Sicherung der Liqiudität. Hier gab es bisher 11 500 Hilfsgesuche, von denen aktuell  3 460 begutachtet werden.

Für die bis Anfang April gelaufene Landesförderung für Betriebe bis 49 Beschäftigte zahlte die Bank knapp 162 Millionen Euro aus. Der Bund gab für Unternehmen bis 10 Mitarbeiter 624 Millionen Euro.

Außerdem förderte das Land Firmen ab 11 Mitarbeiter mit 105 Millionen Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

29.06.2020


Laut SPD soll es in NRW Corona-Test für alle geben

SPD-Landtagsfraktion von NRW möchte flächendeckende Corona-Tests

Auf die Frage, ob der bayerische Vorstoß auch für Nordrhein-Westfalen sinnvoll wäre, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty (Foto lks.) der "Rheinischen Post": "Wir brauchen endlich eine nationale Teststrategie. Das wäre wirklich verantwortungsvoll im Gegensatz zum coronapolitischen Blindflug der Landesregierung. " Die Bayern hätten dies bereits verstanden. Dann werde es bald wohl auch bei Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ankommen!

Grünen-Fraktionschefin Monika Düker verwies darauf, dass ihre Partei schon vor mehreren Wochen eine vorausschauende Test-Strategie gefordert habe, damit frühzeitig Infektionsketten durchbrochen werden könnten. "Auch Kontaktpersonen von Verdachtsfällen ohne Symptome sollen getestet werden sowie besonders sensible Bereiche wie Altenheime, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Flüchtlingsunterkünfte", sagte sie der Zeitung.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Neuer Vorstoß von Deutschland für UN-Resolution zu Corona

Einen neuen Vorstoß will Deutschland für eine Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Corona-Pandemie starten.    Denn es sei ein "Armutszeugnis" für den Sicherheitsrat, dass er sich bei diesem wichtigen globalen Thema bisher nicht einig geworden sei, sagte AußenministerHeiko Maas (SPD) in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Es kann nicht sein, dass der Sicherheitsrat  sprachlos bleibt, wenn die ganze Welt es mit einersolchen Pandemie zu tun hat."    

Ab dem 1. Juli übernimmt Deutschland für einen Monat den Vorsitz in dem wichtigsten UN-Gremium. Eine Corona-Resolution ist bisher an einem Streit zwischen den USA und China gescheitert, in dem es vor allem um die Rolle der Weltgesundheitsorganisation WHO geht. Denn US-Präsident Donald Trump wirft der WHO vor, im Sinne Chinas zu handeln, und will die USA nicht in einer Resolution erwähnt sehen.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Telefonische Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen

Zentrale Hotline der Landesregierung

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius:  „Wir wollen dem enormen Informationsbedarf der Menschen in unserem Land gut, verständlich und transparent gerecht werden“.

Die Landesregierung stellt für Fragen der Bürger*innen von montags bis freitags von 8 Uhr bis 22 Uhr eine zentrale Hotline zur Verfügung, erreichbar unter der Telefonnummer +49 (0) 511 120 6000.

Diese vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport geschaltete Hotline soll allgemeine, direkt verfügbare Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen geben, oder zur Vermittlung an zuständige Ansprechpartner*innen aus verschieden Bereichen der Landesregierung weiterleiten. 

Die Landesregierung hat eine Internetseite mit Informationen und zahlreichen FAQs eingerichtet. Diese Seite enthält sowohl allgemeine Informationen für alle Bürger*innen, aber auch spezifische Hinweise für Eltern und Kinder, für Beschäftigte und Unternehmen, für Rettungsdienste und Krankenhäuser sowie einige weitere Gruppierungen. Abzurufen unter: niedersachsen/Coronavirus

Zu diesen Themen sind spezifische Hotlines zu den Folgen des Coronavirus geschaltet: 

Gesundheit: +49 (0) 511 4505555 (Mo.- Fr. 9 - 18 Uhr) 

Land- und Ernährungswirtschaft: +49 (0) 511 120 2000 (Mo. - Fr. 9 - 17 Uhr)

Wirtschaft und Arbeit: +49 (0) 511 120 5757 (Mo. - Fr.  8 – 20 Uhr)

Darüber hinaus haben die Ministerien weiterführende Informationen auf den jeweiligen Internetauftritten zur Verfügung gestellt.

MI/Ute Micha PreDiNo/Sigrid Lappe/HaWo


Angebot „Gutzureden“

Allein zu Hause – und niemand der sich meldet?

Die Einschränkungen in der Corona-Krise stellen besonders Menschen, die allein leben, vor psychische Herausforderungen. Der tägliche „SmallTalk“, das kurze zwischenmenschliche Gespräch beim Einkaufen, auf der Straße, im Treppenhaus birgt eine Ansteckungsgefahr und muss vermieden werden. Das Diakonische Werk Hannover hat daher die Aktion „gutzureden“ ins Leben gerufen.

Beteiligte aus der #nachbarschaftschallenge, ebenfalls ein Projekt des Diakonischen Werkes, haben sich bereit erklärt mit „Nachbarn“, die aus ganz Hannover kommen können, sich auszutauschen und auch einmal einander gut zuzureden. Mögliche Gesprächspartner werden über die Hotline des Diakonischen Werkes unter der Rufnummer 0511 3687-108 vermittelt.

In der #nachbarschaftschallenge können Einkäufe für Nachbarn mitgebracht und benötigte Rezepte vom Arzt oder Medikamente aus der Apotheke geholt werden. Ehrenamtliche und Mitarbeitende im Diakonischen Werk und in vielen Kirchengemeinden Hannovers können bei Bedarf notwendige Botendienste übernehmen.

Auch die TelefonSeelsorge Hannover, bietet Bürger*innen der Region in schwierigen Zeiten die Möglichkeit, mit einfühlsamen und kompetenten Gesprächspartnern, unter den Rufnummern 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 zu sprechen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Telefonische Corona-Beratungen in der Region und Niedersachsen

Das Gesundheitsamt steht Rede und Antwort

Nicht mehr erreichar ist das Bürgertelefon der Region Hannover mit der Rufnummer  0800  7  31 31 31.

Weiterhin erreichbar ist die Hotline des Gesundheitsamtes unter (0511) 61 64 34 34 von montags bis freitags (außer an Feiertagen) von 8 bis 16 Uhr.

Es werden Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus und zu den geltenden Regeln beantwortet, und die können auch per E-Mail an coronavirus@region-hannover.de gesendet werden.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha Presse Dienst Nord


Impfung durch Proteine

CureVac testet den sogenannten RNA-Impfstoff am Menschen

Die Firma hat von deutschen und belgischen Zulassungsbehörden grünes Licht zum Start der klinischen Phase 1 mit seinem SARS-CoV-2 Impfstoffkandidaten. Der Impfstoff ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Denn für ihren Impfstoff haben die CureVac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein  Protein des Coronavirus versehen.

Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dann dieses Protein, das der Körper dann auch als fremd erkennt. Die Folge: Erbildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen.

In der ersten Phase will das Tübinger Unternehmen in vier klinischen Zentren den Impfstoff am Menschen testen. Insgesamt werden 168 Personen in zwei verschiedenen Altersgruppen geimpft. 1. Gruppe: 18 bis 40-jährige und die zweite Gruppe: 40 bis 60-jährige (natürlich gesunde)  freiwillige Probanden bekommen Curevac-Impfstoff in drei verschiedenen Dosen in den Muskel verabreicht.

Die Phasen zwei und drei sollen dann kombiniert werden, damit der Impfstoff schnell auf den Markt kommen kann. CureVac-Chef Hass: "Geplant ist das für Mitte nächsten Jahres."  Das ist unter normalen Voraussetzungen machbar und schnell. "Wenn verlässlich weitere Daten vorliegen, könnte sogar schon Anfang  nächsten Jahres ein Zulassungsantrag gestellt werden",  so Professor Cichutek vom Paul-Ehrlich-Institut.

Die Bundesregierung beteiligt sich mit 300 Millionen Euro an CureVac.

Natürlich denken die Experten über eine schnelle Zulassung  für Risikopatienten nach, die den Impfstoff dringend benötigen.

Weltweit gibt es derzeit 130 Impfprojekte, zehn Covid-19-Impfstoffe sind in klinischer  Prüfung. Bei zwei klinischen Prüfungen in den USA und England wurde bereits die zweite Phase genehmigt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Corona-Krisenbetrieb

Kliniken rechnen noch für Monate mit Krisenmodus

Trotz erster Schritte zu einer Normalisierung rechnen die Kliniken noch für mehrere Monate mit einem Betrieb im Krisenmodus.

"Die Corona-Pandemie ist noch nicht  vorbei", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum (Foto lks.), der Deutschen Presse-Agentur.

"Frei gehaltene Personal- und Intensivkapazitäten sind weiter  erforderlich - auch für eine mögliche  zweite Welle im Herbst." Eine Rückkehr zur Regelversorgung wie vor Corona sei bis weit ins nächste Jahr hinein sicherlich nicht möglich.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Alle neu ankommenden Flüchtlinge sollen auf Corona getestet werden

In Friedland gibt es Coronainfizierte 

Niedersachsen will umgehend alle in den Erstaufnahmeeinrichtungen neu ankommenden Flüchtlinge auf das Coronavirus testen. "Wir erarbeiten gerade ein Konzept für verdachtsunabhängige Kontrollen", sagte die Sprecherin der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen, Hannah Hintze, dem epd. Bislang würden nur Bewohner  mit Krankheitssymptomen getestet.

Friedland: ein Haus mit Geschichte. Foto GT/ET

Am Dienstag war bekanntgeworden, dass im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen Bewohner und eine Mitarbeiterin infiziert sind. In Friedland kommen auch Coronainfizierte Spätaussiedler an, was die Aufnahmekapazität an die Grenzen bringt.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Auf etwa 15 Prozent der Smartphones in Deutschland läuft die Corona-Warn-App

Es gibt technische Gründe, dass die Corona-App auf manchen Smartphones nicht läuft

"Natürlich würde man sich wünschen, dass jeder mit jedem Smartphone damit arbeiten könnte, aber es gibt da technische Gründe, die durch ein politisches Wollen der Bundesregierung nicht wegzuwischen sind", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die App nutze neue Techniken und  Sicherheitsverfahren, die ältere Smartphones nicht leisteten. "Sie läuft auf mehr als 85 Prozent der in Deutschland vorhandenen  Smartphones", sagte er.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurde  die App bislang 11,8 Millionen Mal heruntergeladen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


In Niedersachsen gibt es die geringsten Corona-Hilfen

Das Gefälle ist gewaltig

Niedersachsen hat bislang zur Abfederung der Corona-Folgen auf die Wirtschaft am wenigsten Geld je Einwohner ausgegeben. Die Regierung setzt für jeden Niedersachsen 175 Euro ein!

Das geht aus einer aktuellen Auflistung des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein hervor. Nur das nördlichste Bundesland gibt 192 Euro je Einwohner ähnlich wenig aus.

Die Hansestadt Bremen hat dagegen mit 1 754 Euro die zweithöchsten Ausgaben hinter Bayern mit 3 049 Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


2 Millionen Euro für Niedersachsens Vereine

Neuer Fördertopf soll Vereine aus der Corona-Krise helfen

Zwei Millionen Euro sollen helfen! Noch herrscht nicht das richtige Leben in den Hallen, es drohen weitere Mitgliederverluste und immer noch Veranstaltungs-Absagen. Ein neuer Fördertopf soll den Vereinen die sich gerade mühselig wieder aufrappeln, aus der Krise helfen.

Die Parteien SPD und CDU haben die Regionalverwaltung mit der Entwicklung eines Förderprogramms beauftragt. Es geht um zwei Millionen Euro.

Im Fokus soll der Schutz des Ehrenamtes in gemeinnützigen Vereinen stehen, wie zum Beispiel im Sport, bei Beratungs-Angeboten oder Hausaufgabenhilfen. Profi-Vereine sind selbstverständlich ausgeschlossen.

CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek: "Es geht um Hilfen für die Menschen, die  sonst immer helfen und deren Vereine nun in Schieflage geraten sind."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Kanzleramtschef: Corona-App nicht die erste, aber die beste

Die App macht die Kontakt-Nachverfolgung bei Infektionen schneller und besser

Von Kanzleramtschef Helge Braun wird die Corona-App als wichtigen Baustein in der Pandemie-Bekämpfung bezeichnet. "Die deutsche Corona-Warn-App ist nicht die erste, aber sie ist die beste", sagte der CDU-Politiker bei der Vorstellung der App, die seit Dienstagmorgen in den App-Stores von Apple und Google heruntergeladen werden kann.

Gesundheitsminister Jens Spahn sagt: "Die App macht die Kontakt-Nachverfolgung bei Infektionsketten schneller und besser. Und auch jetzt im Urlaub mit vielen Deutschen auf einem  Fleck, wird das einen Unterschied machen."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Trotz Corona soll Frankfurter Buchmesse stattfinden

Allerdings wird sie anders aussehen als bisher

Trotz Coroan-Pandemie soll die Frankfurter Buchmesse im Oktober stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse entschieden. Allerdings wird sie anders aussehen als bisher.  Geplant sei, dass die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich auch virtuell stattfindet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Datenaustausch zwischen EU-Staaten

Europäer sollen ihre Corona- App auch in anderen-EU-Ländern nutzen können

Die verschiedenen Corona-Apps der EU-Staaten sollen künftig Informationen untereinander austauschen können und so die Kontaktverfolgung von Infizierten über Ländergrenzen hinweg möglich machen.

Darauf einigten sich Deutschland und mehrere andere Länder, wie die EU- Kommission mitteilte. Dabei sind alle Länder, deren Apps auf dezentrale Speicherung der Daten setzen. Neben Deutschland sind das rund 15 weitere EU- Länder, sowie Liechtenstein und Norwegen. Bislang hat aber nur ein kleiner Teil seine App gestartet.

EU-Kommissar Therry Breton: "Nun, da wir uns der Reisesaison nähern, ist es wichtig, sicherzustellen, dass Europäer die App ihres eigenen Landes benutzen können, wohin auch immer sie in der EU reisen."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Die Niedersachsens GroKo blickt zurück und nach vorn

Doch „Corona wird die zweite Halbzeit prägen“

Für Niedersachsens rot-schwarze Landesregierung gibt es zur Hälfte der Regierungszeit vor allem im Augenblick nur eine Aufgabe: die Corona-Krise und ihre Folgen. "Das wird die zweite Halbzeit prägen", meinte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei der Vorlage der Halbzeitbilanz. Die Broschüre "Bilanz und Ausblick" steht auch zum Downloaden (pdf) unter die-halbzeitbilanz-der-niedersaechsischen-Landesregierung bereit.

Damit bekräftigte er das Ziel, weitere Lockerungen  bekannt zu geben. "Aber Abstand und Mund-Nasen-Schutz bleiben Teil unseres Alltags."

Im Juli soll der zweite Nachtragshaushalt in Milliardenhöhe vorliegen. Weitere Soforthilfen sollen darin enthalten sein. Allein im niedersächsischen Einzelhandel drohen bis zu 5 000 Insolvenzen. Auch wird es ein Förderprogramm geben, um die Online-Kapazitäten von Firmen zu stärken.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) räumt aber auch ein: „Wir wissen, dass wir womöglich nicht jeden Betrieb und jeden Arbeitsplatz retten können."

Die Landesregierung will eine Studie zunächst mit Schulkindern,  später mit Kita-Kindern in Auftrag geben, um Auswirkungen und das Ansteckungsrisiko bei Coronainfizierten Minderjährigen zu erforschen. Nach Informationen der "Bild-Zeitung" soll die Leibniz-Universität Hannover an den  wiedergeöffneten Schulen im Land Erkenntnisse gewinnen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Bis Ende Oktober keine Großveranstaltungen

Aber viele Regeln werden gelockert

Großveranstaltungen wie Volks-, Schützenfeste sowie Kirmes-Veranstaltungen sollen bis mindestens  Ende Oktober verboten bleiben.

Das gehe aus einem Papier der Länder hervor. Dies sei einer von mehreren Beschlüssen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder gefasst hätten.

Wenn das Infektionsgeschehen sich weiter wie aktuell entwickle, streben die Länder auch eine Rückkehr zum schulischen Regelbetrieb spätestens  nach den  Sommerferien an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Immer mehr Bedürftige an den Tafeln

Rund 830 Tafeln in Deutschland sind geöffnet

"Wir haben in den letzten Wochen bei den Tafeln eine neue Form der Not erlebt", sagte Jochen Brühl, Vorsitzender der Tafel Deutschland e.V. am Mittwoch. Rund 830 Tafeln in Deutschland sind geöffnet und müssen aktuell wegen der Corona-Krise immer mehr Menschen versorgen. Es kämen jetzt auch vermehrt junge Menschen, die bis vor kurzem überhaupt nicht auf die Tafeln angewiesen waren.

Nun aber bräuchten sie Unterstützung, weil sie selbständig oder in Kurzarbeit sind oder ihren Job wegen Corona verloren haben.

Gleichzeitig ist Brühl besorgt um die Menschen, die schon vor der Corona-Krise zu den Tafeln gekommen sind, denn vor allem ältere Menschen blieben aus Angst vor Ansteckung zuhause.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Die Türkei wird als Corona- Risikogebiet eingestuft

Auch andere beliebte Urlaubsländer stehen auf der Risikoliste 

Die Bundesregierung hat die Türkei zusammen mit 160 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf der Liste, die bereits am Montag vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht wurde und nun regelmäßig aktualisiert wird, stehen auch andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen wie zum Beispiel Ägypten, Thailand und Marokko. Damit müssen Einreisende aus einem Risikogebiet damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen.

Antalya ist ein beliebtes türkisches Reiseziel. Foto REUTER

Für diese Länder ist unter anderem deswegen eine Aufhebung der immer noch für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union geltende Reisewarnung nach jetzigem Stand kaum möglich.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Die Deutschen fühlen sich medizinisch gut versorgt

Aber sie warten auf den Impfstoff

Die Mehrheit der Deutschen fühlen sich einer Umfrage zufolge recht zufrieden mit der medizinischen Versorgung in der Corona-Krise - wartet aber mit Ungeduld auf einen Impfstoff.

67 Prozent der Menschen in Deutschland bewerten demnach die medizinische Versorgung während der Corona-Krise als positiv oder sehr positiv. Das zeigt der zweite internationale "Stada Health Report", der am Mittwochvormittag online vorgestellt wurde.

Die Online-Studie wurde im Auftrag des Arzneimittelherstellers Stada mit Sitz im hessischen Bad Vilbel durchgeführt. Im Februar und März 2020 wurden je rund 2 000 Bürger aus zwölf Ländern befragt. Bei der repräsentativen Online-Studie wurden Fragen zum Thema Corona gestellt. Im April 2020 sind je rund 1 000 Personen aus Deutschland aber auch Italien, Russland, Serbien, Spanien und England befragt worden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Globaler Wettlauf um Corona-Impfstoff

EU will durch Vorverträge schnellen Zugriff

Im globalen Wettlauf um einen Corona-Impfstoff will sich die EU-Kommission durch Vorverträge schnellen Zugriff auf ausreichende Mengen für die EU-Bürger sichern. Das ist der Kern einer Impfstoff-Strategie, die EU-Beamte in Brüssel darlegten.

Dahinter steckt die Idee der EU-Kommission:  Durch Vorverträge und Abschlagszahlungen an die Pharmafirmen will die EU das Recht erwerben, fertig entwickelte Impfstoffe schnell und in großen Mengen kaufen zu können. Durch diese Strategie sollen EU-Bürger schnell mit dem Impfstoff versorgt werden können. Gleichzeitig soll  den Pharmafirmen ein Teil des Risikos abgenommen werden, denn nur 20 bis 40 Prozent der Impfstoff-Kandidaten, die klinisch getestet werden, erreichen auch Marktreife. Wenn man erfolgreiche Mittel aber schnellstmöglich haben  wolle, müssen schon jetzt Produktionskapazitäten aufgebaut  werden - auch ohne Erfolgsgarantie, hieß es. Ein Teil der Investitionen würde verloren gehen. Finanziert werden sollen die Impfstoff- Verträge aus einem bereits vorhandenen EU-Topf  mit einem Budget von  2,7  Milliarden Euro. Allerdings könnte davon ein erheblicher Teil aufgewendet werden, sagten EU- Beamte. Sie rechnen damit, dass Impfstoffe für 300 Millionen Europäer beschafft werden müssen. Je nachdem, ob ein oder zweimal geimpft werden muss, wären dies 300 bis 600 Millionen Dosen.

Die EU-Staaten könnten trotz der vorgeschlagenen gemeinsamen Beschaffung selbst entscheiden, wer zuerst geimpft werden soll. Die Beamten betonen, dass sich die EU trotzdem weiter für eine gerechte globale Verteilung des Impfstoffs einsetzen würde, es gehe nicht um exklusive Rechte.

Doch um diese Idee zu verwirklichen, müssen die EU-Staaten und das Europaparlament noch zustimmen. bevor es losgehen kann. Danach müssten Verträge mit Interessenten ausgehandelt werden. Unabhängig davon fordert die EU aber bereits Forschung und Entwicklung von Impfstoffen, unter anderem mit dem 100-Millionen-Euro-Kredit: der Europäischen Investitionsbank für die deutsche Firma Biotech. Das Geld soll die Ausweitung von Produktionskapazitäten finanzieren, um den Impfstoff im Fall einer erfolgreichen Testphase schnell zur Verfügung zu haben.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Reisewarnung für 160 Länder weltweit wurde verlängert

Es können aber Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängert.

Es können aber Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Corona-Virus ausreichend eingedämmt ist. Bei der Beurteilung sollen die Entwicklung der  Infektionszahlen, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Testkapazitäten, Hygieneregeln, Rückreisemöglichkeiten und Sicherheitsmaßnahmen für Touristen berücksichtigt werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Weltweit größte Corona-Studie

Auch MHH ist beteiligt

Welche Folgen und Auswirkungen auf Körper und Seele hat die Corona-Pandemie auf die Menschen? An der Beantwortung dieser Frage arbeitet auch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) mit - einer weltweit größten Studie dieser Art, an der rund 200 Wissenschaftler aus mehr als 40 Ländern auf sechs Kontinenten mitarbeiten.

„In Hannover liegt der Schwerpunkt der Studie auf den Auswirkungen, die die Corona-Krise auf psychisch labile Menschen hat", erklärt Professor Kai Kahl, geschäftsführender Oberarzt an der psychiatrischen MHH-Klinik. Verstärken sich die Leiden der betroffenen Menschen durch Quarantäne und Kontaktsperre? "Sollte sich das bestätigen, brauchen wir  dringend effektive Präventionsmaßnahmen" für die Zukunft sagte Kahl. Er denke etwa an mehr Telemedizin.

„Mit der Studie haben wir ein Instrument, um repräsentative Daten aus der Bevölkerung vieler Länder zu erhalten", sagte der geschäftsführende Oberarzt. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung an der Erwachsene und - mit Einverständnis der Eltern - auch Minderjährige teilnehmen können. Die Daten sollen während der Pandemie, sowie drei und sechs Monate danach erhoben werden. Erste Ergebnisse soll es in vier Monaten geben.

Hier können Sie an der Studie teilnehmen: coh-fit.com/

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Bundesregierung unterstützt internationale Impf-Allianz Gavi

Auch hat Deutschland 100 Millionen Euro zur Eindämmung der Coronavirus- Pandemie zugesagt.

Die internationale Impf-Allianz Gavi wird von der Bundesregierung auch in den nächsten fünf Jahren mit Mitteln in Höhe von 600 Millionen Euro unterstützt. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag bei einer Online-Videokonferenz der globalen Geberkonferenz. Zudem habe Deutschland bereits Investitionen von 100 Millionen Euro zur Eindämmung der Coronavirus- Pandemie zugesagt. Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, müssten die Voraussetzungen geschaffen sein, eine globale Impfkampagne zu starten, so Merkel.

Insgesamt erhofft sich die Gavi-Allianz Zusagen über umgerechnet rund 6,6 Milliarden Euro für Impfprogramme in den ärmsten Ländern der Welt. Mithilfe des Geldes sollen 300 Millionen Kinder bis 2025 gegen Krankheiten, wie Polio, Thyphus und Masern geimpft werden.

Gastgeber Großbritannien ist nach Angaben von Premierminister Boris Johnson mit einer Zusage von 1,65 Milliarden Pfund (rund 1,85 Milliarden Euro) größter Gavi-Geldgeber. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte 300 Millionen Euro zu. "Impfungen sind ein universelles Menschenrecht", sagte die Kommissionschefin ebenfalls per Videobotschaft.

Die in Genf ansässige Global Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (Gavi) war im Jahr 2000 gegründet worden und hat seitdem dabei geholfen, mehr als 760 Millionen Kinder in den ärmsten Ländern der Erde zu impfen. Ziel des Büdnisses aus öffentlichen und privaten Geldgebern ist es, mehr Kinder zu impfen und so vor  lebensbedrohlichen Krankheiten zu schützen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Mit Blutdrucksenkern durch die Erkrankung?

Einer Studie zufolge könnten Bluthochdruck-Mittel Sterberisiko senken

Einer neuen Studie zufolge könnten gängige Medikamente gegen Bluthochdruck zu in einem gewissen Maß vor Covid-19-Erkrankungen schützen. Eigentlich hätten Patienten mit hohem Blutdruck ein zwei Mal so großes Risiko, an Covid-19  sterben, berichten die Forscher im "European Heart Journal". Sie müssten auch häufiger beatmet werden.

Wenn aber die Patienten einen Blutdrucksenker nehmen, sei das Sterberisiko deutlich reduziert. Rund 2 900 Kranke umfasste die Studie, die im Februar und März in einem Hospital in Wuhan/China behandelt wurden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Auch Auslands-Urlaube mit Hygiene- und Abstandsregeln

Der Urlaub in diesem Jahr werde anders aussehen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordert eindeutige Standards zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus an allen Urlaubsorten. Er sei "optimistisch", dass wir unsere Sommerferien nicht ausschließlich im Inland verbringen können", sagte Altmaier den Zeitungen der "FunkeMediengruppe" in einem Vorbericht. Und dazu müsse es überall klare Hygienekonzepte und Abstandsregelungen geben.

"Handtuch an Handtuch am Strand oder große Feiern auf engstem Raum wird es in diesem Jahr wohl nicht geben können." Der Urlaub in diesem Jahr werde "anders aussehen, als wir das gewöhnt sind", so der CDU-Politiker.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Krankenkassen verlieren rund fünf Milliarden Euro

Das könnte zu steigenden Krankenkassenbeiträgen führen 

Wegen der Corona-Pandemie in Deutschland gehen den Krankenkassen einem Zeitungsbericht zufolge rund fünf Milliarden Euro verloren. Aufgrund zugleich steigender Ausgaben steuere das Gesundheitswesen auf erhebliche Defizite zu, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)" laut einer Vorabmeldung.

Diese sollten aus dem Bundeshaushalt ausgeglichen werden und könnten zu steigenden Krankenkassenbeiträgen führen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Auch MHH-Forscher wollen Covid-19-Rätsel lösen

In Biobank soll das Virus genau erforscht werden

Sie stehen vor einer großen Herausforderung, die Mediziner auf der ganzen Welt: Der Kampf (und auch Wettkampf) gegen die Corona-Bedrohung. An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bauen Forscher jetzt in der Biobank eine Abteilung für Corona-Proben auf, um das Virus hier genauestens zu erforschen.

Die geschieht in Kooperation mit dem Klinikum Region Hannover. Es entsteht im Laufe der nächsten zwei Jahre eine sogenannte Covid-19-Kohorte. Hier sollen dann alle Bioproben und Daten von 1 000 unterschiedlich stark am Corona erkrankten Patienten zusammen laufen, außerdem sollen Daten von Menschen mit anderen Atemwegserkrankungen hier untersucht werden. Professor Dr. Thomas Illig (Foto hannover.de), Leiter der Hannover Unified Biobank (HUB): "Wir haben bereits mit dem Sammeln von Blutzellen, Plasma, Speichel, Urin und Zellen aus den Atemwegen begonnen." Auch andere Forscher, unter anderem vom Helmholtz-Institut für Infektionsforschung (HZ) haben schon Anfragen an das HUB gestellt.

Es werden Bioproben analysiert, sowie Angaben der Patienten (Alter, Geschlecht, Krankheitsverlauf, Laborwerte, Medikamente, Nikotinkonsum) zusammengetragen.

Die Auswertung soll dann das Corona-Rätsel lösen. Da taucht die Frage auf, warum manche Menschen schwer erkranken, andere aber kaum Symptome zeigen. Die Wissenschaftler wollen unter anderem klären, welche Rolle das Immunsystem oder die Gene dabei spielen,welchen Einfluss Vorerkrankungen (wie zum Beispiel Diabetes, Bluthochdruck, Asthma) haben.

 Professor Dr. Markus Cornberg, Leitender MHH-Oberarzt: "Wir vermuten, dass eine

Mischung aus überreagierendem Immunsystem, den individuellen Erbanlagen und den Stoffwechselvorgängen verantwortlich ist für die unterschiedlichen Schweregrade."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Starke Umsatzeinbußen in der Gastronomie trotz Lockerungen

Trotz der Öffnung befürchtet das Gastgewerbe zu wenig Umsatz

"Wir gehen davon aus, dass aufgrund der besonderen Auflagen  und Beschränkungen die ersten Monate mit Umsatzeinbußen verbunden sind. Es wird noch eine Weile dauern, bis hier Kosten deckende Umsätze zu erwirtschaften sind", sagte die DEHOGA-Geschäftsführerin,  Ingrid Hartges, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Doch gleichzeitig gebe es bei einigen  Ferienhotels bereits eine hohe Nachfrage. Grundsätzlich begrüßte Hartges die neuen konkreten Öffnungstermine für Hotels und Gastronomie in den Bundesländern als "sehr wichtig".

Zu zweit am Tisch kann doch sehr schön sein...

Sie schafften mehr Planungssicherheit für Untenehmen und Gäste für die nächsten Wochen und die Sommerferienzeit.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Frage? Warum erkranken Männer häufiger an Coronavisus?

Blut von Männern weist einen höheren Wert des Schlüsselenzyms ACE2 aus

Männer erkranken nicht nur häufiger am Coronavirus, sie sterben auch häufiger an den Folgen der Infektion. Eine Erklärung hierfür will eine europäische Studie gefunden haben. Die Ergebnisse, die im European Heart Journal veröffentlicht sind, zeigten, dass das Blut von Männern im Vergleich zu dem der Frauen einen höheren Wert eines Schlüsselenzyms namens ACE2 aufweist.

Das Coronavirus benötigt laut dem Bericht ACE2, um in Zellen einzudringen, sich zu vervielfältigen und in die Lunge zugelangen. Medikamente, die als ACE-Hemmer oder Blocker bei Herzinsuffizienz, Diabetes oder Nierenerkrankungen verschrieben werden, würden laut der Testreihe  n i c h t  zu höheren ACE2-Konzentrationen führen.

Aus diesem Grund würden Patienten, die auf entsprechende Medikamente  angewiesen sind, kein höheres Risiko für eine Covid-19-Erkrankung in sich tragen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Viele Verbraucher wollen wegen Corona ihr Verhalten ändern

Angst vor Ansteckungsgefahr steckt Vielen in den Knochen

Viele Verbraucher wollen ihr Verhalten im Alltag aufgrund der Corona-Krise ändern: Sie wollen auch nach Abflauen der Pandemie weniger ins Kino oder in Konzerte gehen, seltener Reisen und sogar einen Bogen um öffentliche Verkehrsmittel machen. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens McKinsey hervor.

Denn solange kein Impfstoff gegen das Corona-Virus zur Verfügung steht, wollen rund 40 Prozent der Umfrage zufolge seltener öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Züge oder Flugzeuge nutzen. Stattdessen wollen sie häufiger zu Fuß gehen, oder auf das Fahrrad oder das eigene Auto zurückgreifen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Interpol-Chef warnt vor Kriminellen

Handel mit gefälschtem Corona-Impfstoff

Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock (Foto r.) warnt vor Kriminellen, die sich die Hoffnung auf die Entwicklung eines wirksamen Coronavirus-Medikaments zunutze machen könnten. Denn der illegale Handel mit gefälschten Produkten werde zunehmen, wenn ein Medikament in Sicht sei, das Heilung oder Linderung verspreche,  sagte Stock der Deutschen Presse-Agentur. Ähnliches sei bereits bei gefälschten medizinischen Produkten wie Schutzmasken  oder Desinfektionsmitteln zu sehen.

"Es wird eine weitere große Welle geben, eine globale Welle, wenn wir im Bereich eines Impfstoffes vorankommen", sagte der Generalsekretär der internationalen Polizeiorganisation.

Bereits jetzt habe sich die Kriminalität schnell an die Coronavirus-Pandemie angepasst, so Stock. "In dem Sinn, dass sie die neuen Ängste, Sorgen und Nöte der Menschen ausnutzt, um sich im Hinblick auf kriminelle Aktivitäten neu zu orientieren." Betroffen sei davon auch speziell das Gesundheitswesen - beispielsweise bei der Entsorgung kontaminierter Klinik-Abfälle.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Braunschweiger Forscher entdecken Corona-Blocker

Helmholtz Zentrum ist auf dem richtigen Weg 

Den Braunschweiger Forschern ist es gelungen, Antikörper nachzuweisen,  die das Coronavirus an Zellen andocken kann. Und "das ist eindeutig ein Durchbruch, der zeigt: "Wir sind auf dem richtigen Weg für die Entwicklung eines Medikaments gegen Covid-19", sagte der Virologe Luka Cicin-Sain vom Braunschweiger Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) der Braunschweiger Zeitung".

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


In der Corona-Krise nimmt Antisemitismus zu

Diskriminierung wird in der Öffentlichkeit getragen

Durch die Corona-Krise erhalten antisemitische Verschwörungstheorien und Stereotype nach Einschätzung einer Meldestelle zunehmend Auftrieb. Das berichtet die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) am Mittwoch über Beobachtungen aus den vergangenen Wochen.

So würden Vorurteile und Anfeindungen inzwischen nicht nur im Internet verbreitet, sondern sichtbar in der Öffentlichkeit etwa bei Anti-Corona-Demonstrationen verkündet.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Rentenkasse wird Probleme bekommen

Finanzloch wegen Corona-Krise befürchtet 

Durch die Corona-Krise steuert die Rentenkasse nach Einschätzung von Ökonomen auf ein großes Finanzloch zu. Verursacher sind dabei der rasante Anstieg der Kurzarbeit und die wachsende Arbeitslosigkeit, die die Beitragseinnahmen schrumpfen lassen werden.

Da die Renten nicht gekürzt werden dürfen und die Bundesregierung die Höhe des Beitrags auf maximal 20 Prozent deckeln will, wird nach Einschätzung des Rentenexperten Axel Börsch-Supan der Bund die drohende Lücke füllen müssen.

Denn "die Bundeszuschüsse müssen wahrscheinlich schon 2022/2023 in zweistelliger Milliardenhöhe steigen", sagte der Direktor des Munich Center for the Economics of Aging (MEA) am Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik. Aus der Steuerkasse fließt jetzt schon sehr viel Geld. Schon 72 Milliarden Euro musste der Bund 2019 zuschießen, damit alle Rentner ihr Geld bekamen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Patientenschützer erteilen Corona-Immunitätsausweis strikte Absage

Immunitätsausweis wäre ein tiefer Eingriff in Persönlichkeitsrechte

Einen Corona-Immunitätsausweis einzuführen und damit Ausnahmen von den Alltagsbeschränkungen zu ermöglichen, haben Patientenschützer scharfkritisiert. Denn "der Immunitätsausweis wäre ein tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte", sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Der Vorschlag gehe "ethisch weit über die aktuelle Bekämpfung der Pandemie hinaus".

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Bundesgesundheitsminister Spahn kündigt drei Millionen Antikörpertests an

Ein sicherer Test könnte wichtig für die Lockerung der Corona-Maßnahmen sein

Als sicher gilt: Wer gegen das neue Coronavirus Antikörper gebildet hat, gilt als immun gegen das Virus. Ein sicherer Test zur Bestimmung dieser Antikörper könnte extrem wichtig für die Lockerung der Corona-Maßnahmen sein. Das Schweizer Unternehmen Roche bringt den Test auf den Markt.

Und dies soll noch im Mai passieren, dass das  Schweizer Unternehmen Roche den Test in Deutschland ausliefert. Das vereinbarten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und das Roche am Montag im oberbayerischen Penzberg. Spahn: "Der neue Test ist eine wichtige Wegmarke im Kampf gegen das Virus, ein neuer Qualitätsstandard."

Und die zweite gute Nachricht sei die hohe Stückzahl, mit der in den nächsten Wochen und Monaten produziert werden könne: "Ich bin dankbar,  dass wir als Bundesregierung mit Roche vereinbaren konnten, dass drei Millionen Tests bereits in diesem Monat für das deutsche Gesundheitswesen zur Verfügung stehen, danach pro Monat fünf Millionen Tests. Und damit ist sichergestellt, dass wir hier für Deutschland über ausreichend Tests verfügen", so Bundesgesundheitsminister Spahn.

Der Test wurde im Biotechnologie-Zentrum von Roche im bayrischen Penzberg innerhalb weniger Monate entwickelt, die Forscher haben nach Roche-Angaben rund um die Uhr daran gearbeitet.

Normalerweise dauert die Entwicklung eines präzisen Antikörpertests Jahre. Jetzt also kann untersucht werden, ob man in der Vergangenheit eine Corona-Infektion erlitten und Antikörper gegen das Virus gebildet hat. Tausende Patienten  wurden bereits mit dem neuen Verfahren getestet. Es soll dabei besonders genau sein:14 Tage nach der Sars-Cov-2-Infektion wurden bei 100 Prozent der Patienten Antikörper nachgewiesen.

"Antikörper helfen uns, zu wissen, wer eine Corona-Infektion schon durchgemacht hat. So gewinnen wir Erkenntnisse über das tatsächliche Ausbruchsgeschehen", ergänzte Spahn. Natürlich sei das Interesse groß, zu wissen, ob man eine solche Infektion schon durchgemacht habe und darüber einen entsprechenden Nachweis zu haben, wie beispielsweise bei einer Maserninfektion, wo auch im Nachhinein Antikörper und eine entsprechende Immunität festgestellt werden kann. Um die Produktionskapazität für den neuen serologischen Test Elecsys Anti-Sars CoV-2 auszubauen, will Roche seine biochemischen Anlagen in Penzberg für rund 170 Millionen Euro ausbauen. Der Test hat den Angaben zufolge eine Sensitivität von 100 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent. Erstere gibt den Prozentsatz der Betroffenen an, bei denen die Infektion tatsächlich erkannt wird. Letztere sagt aus, wie viele Gesunde von dem Test auch tatsächlich als gesund erkannt werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


„Wir helfen gerne", sagt der Chef vom Jobcenter

Wegen Corona wurden Regelungen beim Jobcenter vereinfacht

Die Regelungen wurden wegen der Corona-Krise für den Bezug der Grundsicherung (Hartz IV) vereinfacht. Davon können unter anderem freie Musiker und Künstler profitieren, die bisher keine Erfahrung mit dem Verfahren hätten, teilte das Jobcenter der Region Hannover mit.

"Es ergibt auf jeden Fall Sinn, mögliche Leistungen prüfen zu lassen. Wir helfen gerne", sagte Geschäftsführer Michael Stier. Unter anderem wird alleinstehenden Antragstellern bis zum 30. Juni ein Vermögen von unter 60 000 Euro nicht angerechnet. Und außerdem muss man nicht erwerbslos sein, um Leistungen zu beziehen. Voraussetzung ist lediglich, dass man seinen Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten kann.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Hilfe wird geleistet, organisiert und koordiniert

hannover.de bietet Übersicht städtischer und privater Hilfsangebote zu Corana

Viele Einwohner*innen, Organisationen, Vereine und Initiativen halten zusammen und engagieren sich während der Corona-Krise. Es wird Hilfe geleistet, organisiert und koordiniert. Hilfe, die in dieser Zeit Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen dringend benötigen.

Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) hat unter hannover/coronahilfe einen Überblick über bekannte Hilfsangebote veröffentlicht. Diese Seite wird fortlaufend aktualisiert – das Anmelden der Hilfsaktionen in Hannover kann direkt an hilfsangebote(at)hannover-stadt.de geschickt werden.

Auf der Seite findet man unter anderem aktuelle und fachlich gesicherte Informationen rund um das Coronavirus, die wichtigsten Anlaufstellen des Landes Niedersachsen und der Region Hannover, Plattformen für die Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie, Beratungsangebote, Spendenabgabestellen, aber auch Tipps zur Freizeitgestaltung für Familien.

„Diese Übersichtsseite ist eine Möglichkeit für alle, sich zu informieren, Hilfe in Anspruch zu nehmen oder sich als Helfer*in zu melden“, sagt Ralf Sonnenberg, Leiter Eventmanagement bei der LHH, dessen Team die Seite zusammen mit dem Fachbereich Senioren, weiteren zahlreichen Fachbereichen und externen Partner*innen initiiert und aufgebaut hat.  Die LHH weist darauf hin, daß für die Angebote die Anbieter verantwortlich sind.

LHHannover/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe/HaWo


10 Millionen Euro fließen in die Corona-Forschung

Wissenschaftsminister Thümler: „Wissen hilft bei der Bekämpfung des Virus“

Knapp 10 Millionen Euro aus dem Nachtragshaushalt werden in Niedersachsens Forschungseinrichtungen fließen. „Je mehr Wissen wir über den Erreger sammeln, desto besser können wir das Virus bekämpfen. Wir brauchen leistungsfähige diagnostische Tests, Behandlungsmöglichkeiten und wirksame Impfstoffe“, so Björn Thümler. „Die Forschungslandschaft in Niedersachsen ist in den Bereichen Infektionsforschung, Epidemiologie und Virologie sehr gut aufgestellt. Es gibt eine Vielzahl von Einrichtungen, die auf diesem Gebiet forschen und die für die Bekämpfung des Corona-Virus unermüdlich wertvolle Beiträge liefern.“

Kriterien für die Auswahl der geförderten Projekte waren unter anderem die schnelle Umsetzbarkeit und die klinische Bedeutung. Mehr als 6 Millionen Euro erhalten Forschungsprojekte an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), die sich unter anderem mit der Aufklärung der Krankheitsentwicklung, des Schweregrads der Krankheit, mit der Verbesserung der Behandlung von COVID-19 Patienten, mit Antikörperforschung und Impfstofftestung beschäftigen.

Das deutsche Primatenzentrum befasst sich unter anderem mit der Suche nach bereits vorhandenen Wirkstoffen, die bei der Behandlung von Covid19-Infizierten helfen können und wird bei seinen Projekten mit mehr als 2 Millionen unterstützt.

Mehr als eine Million Euro wird in verschiedene Projekte am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung fließen, die sich unter anderem mit dem Thema Antikörper- und Impfstoffforschung beschäftigen.

Mit dem Thema Antikörperforschung beschäftigen sich auch zwei Projekte an der TU Braunschweig, die zusammen 160 500 Euro erhalten.

„In der aktuellen Lage ist es von besonderer Bedeutung, das Virus schon vor dem Auftreten von ersten Symptomen zu erkennen und besser zu verstehen, wie man es bekämpfen kann. Auch für die schnelle Entwicklung von leistungsfähigen Testverfahren ist dieses Wissen essenziell. Die Förderung der hier in verschiedenen Konstellationen zusammenwirkenden Forschungsfelder müssen wir daher unbedingt ausbauen.“

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Käfige und Volieren voll

Mitarbeiter und Freiwillige fehlen im Artenschutzzentrum

Die Corona-Krise bringt das NABU-Artenschutzzentrum in Leiferde (Kreis Gifhorn) in große Schwierigkeiten, denn  die Helfer gehen mittlerweile auf dem Zahnfleisch. Acht freiwillige Mitarbeiter und Mini-Jobber sowie mehrere Praktikanten mussten wegen der Infektionsgefahr  nach Hause geschickt werden. Nur das Kern-Team von fünf Mitarbeitern (Pfleger und Azubis, eine Projektmitarbeiter und die Chefin Bärbel Rogoschick) kümmern sich um rund 300 Tiere!

Und es werden nicht weniger: Zentrums-Chefin Bärbel Rogoschick: " Die Leute haben Zeit, streifen durch die Natur und retten Tiere, die gar nicht gerettet werden müssen." Die landen dann natürlich in der Auffangstation.

Das bedeutet: mehr Tiere, aber weniger Geld. Neben Zuwendungen des Landes finanziert sich das Artenschutzzentrum Leiferde über Veranstaltungen, Führungen, Eintrittsgelder, und Shop-Verkauf. Auch das jährliche Storchenfest  lockt normalerweise bis zu 5 000 zahlende Gäste in die Station. Das fällt alles in diesem Jahr weg. Das Fest sollte am 26. April sein - es wurde abgesagt. Rogoschick: "Wir müssen davon ausgehen, dass uns hohe fünfstellige Summen fehlen werden."

Die zusätzliche Arbeit ist im Moment noch zu bewältigen. "Aber nicht mehr, wenn die Jungvogelsaison beginnt!"

Eine große Hoffnung sind die Spenden, die den Betrieb am Laufen halten.

Informationen im Internet unter  nabuzentrum-leiferde.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche