WIRTSCHAFT


Mega-Demo vor Conti-Zentrale in Vahrenwald

Am Mittwoch gibt es Verkehrsbeeinträchtigungen an der Vahrenwalder Straße

Mitten im Berufsverkehr kommt es am Mittwochmorgen zum Auto-Chaos auf der Vahrenwalder Straße vor der Conti-Zentrale.

Von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr demonstriert die IG Metall gegen den geplanten Stellen-Abbau des Konzerns. Denn das Unternehmen plant weltweit 3 000 Stellen zu streichen und 20 000 Stellen zu "verändern".

Während der Demonstration kommt der Verkehr zwischen der  Philipsbornstraße und Arndtstraße völlig zum Erliegen.

"Wir bitten darum, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen oder den Bereich weiträumig zu umfahren", sagte Polizeisprecher Philipp Hasse. Er rechne mit "erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen" während der Demonstration.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

20.11.2019


Ministerpräsident Weil warnt - Windenergie geht die Puste aus

Windräder sollen gut 1 000 Meter von Wohnsiedlungen entfernt stehen

Und Doris Schröder-Köpf will mehr Flüchtlinge ins Land lassen

Das war erst einmal ein großer Schock! Nach der Ankündigung des Windkraft-Unternehmens Enercon, künftig Rotorblätter im Ausland fertigen zu lassen und mal so eben 1 500 Arbeitsplätze in Niedersachsen abzubauen, spricht Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ein Machtwort und fordert einen Neustart.

"Wenn das so weitergeht, wird es in Zukunft keine deutsche Windindustrie mehr geben", sagte der Ministerpräsident. Seit 2016 seien bereits 40 000 Arbeitsplätze in der Branche abgebaut worden.

Ministerpräsident Weil forderte am Dienstag einen Neustart in der Energiewende. Foto S. Lappe

In einer Regierungserklärung forderte er einfachere Genehmigungen für Windräder, einen jährlichen Zuwachs von 5 Gigawatt und verstärkten Netzausbau. Die starre Abstandsregel von 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung will Weil für Niedersachsen nicht übernehmen. Ulf Thiele vom Koalitionspartner CDU will hingegen die Regelung ergebnisoffen diskutieren.

Auch wurde im Landtag von der Integrationsbeauftragten Doris Schröder-Köpf (SPD) gefordert, jungen Flüchtlingen zu helfen: "Deutschland könnte ein Sonderkontingent generieren, und wir könnten noch vor dem Einbruch des Winters Kinder und Jugendliche aus den katastrophalen griechischen Lagern aufnehmen."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

19.11.2019


Neue Agentur soll Autobranche unter die Arme greifen

Fahrzeughersteller und Zulieferer sollen beim Strukturwandel unterstützt werden

Fahrzeughersteller und Zulieferer sollen durch eine eigens neue  Agentur in Niedersachsen beim Strukturwandel unterstützt werden. Damit sollen niedersächsische Interessen auch international durch die Einrichtung vertreten werden, kündigte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) an. Ziel sei eine starke, international profilierte Automobilwirtschaft in Norddeutschland.

Die Automotive Agentur Niedersachsen werde mittelständische Automobilzulieferer bei Aufbau und Pflege von Netzwerken aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden unterstützen. Der Start ist für 2020 vorgesehen.

Bernd Althusmann will die Automobilwirtschaft stärken. Foto CDU

"Alternative Antriebe, autonomes Fahren und die Sharing-Ökonomie verändern Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle gleichermaßen", begründete der Minister den Vorstoß. Mit rund 250 000 Beschäftigten  in der Fahrzeugherstellung und der Zulieferbranche gilt die Automobilindustrie als größter industrieller Arbeitgeber in Niedersachsen.  Und die Ressortchefs der Länder Bremen, Hamburg und Niedersachsen hatten bereits Anfang November eine Kooperationsvereinbarung für eine  Norddeutsche Automotive Allianz unterzeichnet. Die Partner wollen ihre Wirtschaftsförderung weiter vernetzen und gute Rahmenbedingungen für die Transformation der Automobilwirtschaft schaffen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.11.2019


Niedersachsen ein erfolgreicher Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort

Ausstellung Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Niedersachsen

Die Hochschule Hannover (HSH), die Niedersächsischen Ministerien für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung sowie für Wissenschaft und Kultur haben sich zusammengetan und demonstrieren in einer Ausstellung gemeinsam, dass Niedersachsen ein erfolgreicher Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort ist.

Studierende des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover haben Menschen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die zu diesem Erfolg beitragen, porträtiert und stellen ihre Fotostrecken bis zum 22. November im Atrium des Design Centers der HSH, Expo Plaza 2 aus.

Die gezeigte Ausstellung ist das Ergebnis eines Seminars zur journalistischen Fotografie in PR und Unternehmenskommunikation.

Geleitet wurde das Seminar von Rüdiger Nehmzow, der mehrfach am Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie als Lehrbeauftragter tätig war. Nach seinem Studium an der Folkwang Schule Essen arbeitete er erfolgreich als Porträt-, Reportage- und Dokumentarfotograf für renommierte Auftraggeber weltweit. Nehmzow wurde 1966 in Ansbach geboren und lebte seit 1987 in Düsseldorf. Am 16. Oktober 2019 ist Rüdiger Nehmzow an plötzlichem Herzversagen verstorben.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann, der Präsident der Hochschule Hannover, Fakultät III, Josef von Helden und Wissenschaftsminister Björn Thümler eröffneten die Ausstellung am 4. November. Foto S. Lappe

Diese Ausstellung ist deshalb auch eine Erinnerung an einen Lehrenden, der seinen Studierenden weit mehr vermittelt hat als das bloße Handwerk. Mit Offenheit und Freundlichkeit kritisierte und motivierte er auf Augenhöhe und mit Respekt. Zwischen den Arbeiten aus seinem Seminar finden sich deshalb Stimmen von Studierenden, die an ihn erinnern.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

05.11.2019


Volkswagen und BASF prämieren Batterieforscherin Prof. Dr. Kimberly See

„Wissenschaftspreis Elektrochemie“ geht an Prof. Dr. Kimberly See

Kimberly See wurde am 12. November beim „Science Award Electrochemistry & Science Dialog” in der Autostadt geehrt. Die Auszeichnung wurde zum siebten Mal von Volkswagen und BASF. Er ist mit insgesamt 70.000 Euro dotiert, von denen der Sieger 50.000 Euro erhält. 

See wurde von der sechsköpfigen Expertenjury für ihren herausragenden Beitrag zur Erforschung von Batterien auf Basis multivalenter (mehrwertiger) Kationen sowie Schwefel gewürdigt. Die Siegerin konnte sich damit gegen vier weitere Mitbewerber um den Wissenschaftspreis von Volkswagen und BASF durchsetzen.

Science Award Electro Chemistry 2019: Gewinnerin Dr. Kimberly See mit Dr. Axel Heinrich, Leiter Volkswagen Group Innovation (re.), und Dr. Detlef Kratz (li.), Leiter des BASF Forschungsbereichs „Process Research and Chemical Engineering“. Foto Volkswagen

Frank Blome, Leiter des Center of Excellence (CoE) für Batteriezellen bei Volkswagen, erklärte anlässlich der Preisverleihung: „Eine enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft ist für Volkswagen entscheidend, um unsere Energiespeicher weiter zu optimieren. Denn leistungsfähige Batterien sind der Schlüssel für den Erfolg der Elektromobilität. Besonderes Augenmerk liegt daher auf der Erforschung und Entwicklung von elektrochemischen Batteriekonzepten der nächsten und übernächsten Generation.“ 

Dr. Detlef Kratz, Leiter des Forschungsbereichs „Process Research and Chemical Engineering“ bei BASF, betonte: „BASF forscht mit Hochdruck an innovativen Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien, mit deren Hilfe die Reichweite von Elektroautos erhöht und die Ladezeit verkürzt werden soll. Neben der Entwicklung leistungsfähiger Materialien müssen wir aber auch Themen wie geeignete Recyclingmöglichkeiten für Batterien, den verantwortungsvollen Einsatz von Ressourcen und die Nachhaltigkeit in der Lieferkette im Blick haben.“
Der Preisverleihung ging ein zweitägiger Event voraus, an dem Spitzenkräfte aus Wissenschaft und Wirtschaft teilnahmen – darunter auch der diesjährige Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stanley Whittingham. Die Experten diskutierten künftige Batteriematerialien, Alternativen zu Rohstoffen wie Lithium, nachhaltige Zellproduktion für Lithium-Ionen-Batterien und die Rolle der Digitalisierung bei der Entwicklung neuer Materialien. Der designierte Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stanley Whittingham sieht Lithium für die nächsten zwei Jahrzehnte weiter als das führende Batteriematerial. „Aber wir sollten die doppelte Energiedichte und die doppelte Reichweite für die gleiche Größe der Batterie erhalten können, die wir heute haben. Und hoffentlich nicht teurer als heute. Die Devise lautet: Kosten senken, Energiedichte steigern und die Sicherheit erhöhen. Solche Batteriezellen werden für jeden verfügbar sein“, sagte Whittingham am Rande der Tagung.

Die Gäste besichtigten auch das Center of Excellence (CoE), die neu eröffnete Pilotanlage zur Batterieforschung am Volkswagen Standort Salzgitter. Zudem wurde über die neusten Erkenntnisse in der Forschung und Entwicklung speziell in der Automobilbranche gesprochen. Für Volkswagen, als Vorreiter der E-Offensive in Deutschland, und BASF, als einem der weltweit führenden Hersteller von Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien, sind diese Themen von besonders großer Bedeutung.
Der „Wissenschaftspreis Elektrochemie“ wurde von BASF und Volkswagen im Jahr 2012 ins Leben gerufen. Ziel ist, exzellente natur- und ingenieurwissenschaftliche Leistungen in der Elektrochemie zu unterstützen und Impulse für die Entwicklung hochleistungsfähiger Energiespeicher zu geben. Informationen auch unter 
science-award.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

13.11.2019


IHK bekommt Neubau

Der Neubau soll am Bischhofsholer Damm entstehen

Die IHK Hannover bekommt eine neue Hauptgeschäftsstelle. Nach intensiven Analysen und Diskussionen über eine Sanierung der Gebäude am bisherigen Standort Schiffgraben einerseits oder der Suche nach einem geeigneten Objekt mit guter Erreichbarkeit zur hannoverschen Innenstadt andererseits ist jetzt die Entscheidung gefallen: Der Neubau soll am Bischhofsholer Damm entstehen, bis Mitte 2023 bezugsfertig sein und rund 45 Millionen Euro kosten.

IHK-Präsident Dr. Christian Hinsch sagte dazu, er freue sich, dass nach jahrelanger Vorbereitung, Planung und Abwägung nun die Entscheidung für einen modernen Neubau an einem für die Mitglieder gut erreichbaren Standort gefallen sei.

Neubau soll am Bischhofsholer Damm entstehen und rund 45 Millionen Euro kosten. Foto IHK  

Die Finanzierung des Neubaus wird die IHK vor allem aus Rücklagen bestreiten können, die hierfür in den letzten Jahren aufgebaut worden seien sowie aus Verwertungserlösen für den alten Standort, den die IHK nach dem Umzug aufgeben wird.

Bei den Angeboten für den Neubau hat sich der Entwurf der hannoverschen Bauträgergesellschaft bauwo durchgesetzt. Er wird rund 8 800 qm Bruttogrundfläche aufweisen, die sich auf sieben Geschosse verteilen. Die knapp 200 Mitarbeiter werden vor allem in Gruppenbüros einziehen mit unterschiedlichen Möglichkeiten für Kundengespräche und interne Kommunikation. Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage betonte: „Der für die nächsten Jahre anstehende Ausbau digitaler Prozesse wird sich hervorragend verbinden mit modernen Arbeitsplätzen in attraktiven Bürokonzepten.“

Nach Angaben der IHK Hannover besticht der Entwurf von bauwo vor allem durch seine hohe Flexibilität und Funktionalität, was wichtig sei, weil die technischen Anforderungen der acht IHK-Abteilungenhöchst unterschiedlich sei und spezifische Lösungen erfordere bezüglich der Arbeitsumgebung und -ausstattung.

Volker Benke

07.11.2019


Apple bekommt Gegenwind von Deutschen Abgeordneten

Koalition will Banken per Gesetz Zugang zum Bezahl-Chip auf dem iPhone verschaffen

Das Geschäftsmodell von Apple könnte ein deutscher Gesetzentwurf bei seiner Bezahlplattform ApplePay torpedieren. Eine von den Regierungsfraktionen eingebrachte  Änderung könnte Apple dazu zwingen, Banken und Zahlungsdiensten direkten Zugang zum NFC-Chip der iPhones zum kontaktlosen Bezahlen zu öffnen.

Eigentlich geht das nur über die Apple-Pay-Funktion, wofür Finanzunternehmen Vereinbarungen mit dem Konzern treffen müssten.

Die Bezahl-Apps der Banken können bislang nicht ohne den Weg über Apple Pay direkt auf den NFC-Chip im iPhone oder der Apple Watch zugreifen. Wollen sie eine Bezahllösung in Eigenregie ohne Apple Pay anbieten, müssen sie auf umständlichere Datenübertragungsmethoden wie das Einlesen von QR-Codes ausweichen. NFC steht für Near Field Communication und ist eine Schnittstelle für kontaktlose Datenübertragung.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Infrastruktur-Betreiber Zahlungsdiensten Zugang zur Infrastruktur gewähren müssen - "gegen angemessenes Entgelt und unter Verwendung angemessener Zugangsbedingungen".  Das Gesetz dient eigentlich zur Umsetzung der europäischen Geldwäscherichtlinie - der Punkt, der  ausdrücklich der NFC Öffnung dienen soll, wurde aber hinzugefügt. Der Bundestag hat das bereits beschlossen, jetzt muss aber noch der Bundesrat zustimmen.

Deutsche Banken und Sparkassen hatten lange einen direkten Zugang zur NFC-Schnittstelle der iPhones gefordert. Auf europäischer Ebene gibt es laut Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager diverse Beschwerden gegen Apple. Der Konzern begründet seine Position mit Benutzerfreundlichkeit und Datensicherheit.

"Wir sind überrascht, wie plötzlich dieses Gesetzgebungsverfahren eingeleitet wurde", erklärte Apple. "Wir befürchten, dass der Gesetzentwurf die Nutzerfreundlichkeit bei Zahlungen verschlechtern und den Datenschutz sowie die Sicherheit von Finanzdaten gefährden könnte. "Apple würde mit der Bundesregierung gerne daran arbeiten, "die technischen Hintergründe von Apple Pay verständlich zu machen."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.11.2019


Werkzeugmaschinenindustrie: Produktionsprognose 2019 revidiert

VDW nimmt Produktionsprognose für 2019 zurück

Im dritten Quartal 2019 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um 29 Prozent zurück, die Auslandsorders verloren 23 Prozent. In den ersten neun Monaten 2019 sank der Auftragseingang um 23 Prozent, das Inland notierte 22 Prozent im Minus, das Ausland 23 Prozent.

„Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen ist weiter rückläufig, wenngleich das Minus am aktuellen Rand etwas abgebremst ist“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), das Ergebnis. Nie zuvor habe sich die Branche mit einer derartigen Kumulation von Faktoren konfrontiert gesehen, die allesamt negativ auf das Geschäft wirkten: ein zyklischer Abschwung gepaart mit Handelskonflikten und einer instabilen Verfassung des größten Abnehmers Automobilindustrie.

Wilfried Schäfer, Geschäftsführer VDW

Verglichen mit den Sommermonaten hat sich bei spanenden Maschinen, die etwa 70 Prozent der Gesamtproduktion ausmachen, das Volumen zuletzt jedoch am aktuellen Rand etwas gefangen.  „Wir sehen hier durchaus einen ersten EMO-Effekt“, sagt Schäfer. Es bleibe jedoch abzuwarten, ob sich dieser in den kommenden Monaten noch festigen kann. In der Umformung sind die Bestellungen im September sogar wieder ins Plus gedreht. Stützend wirkte sich vor allem das ausländische Projektgeschäft aus.

Sorgenvoll stimmen die Euroländer, deren Bestellungen in allen drei Monaten des dritten Quartals über 30 Prozent abnahmen. Auch mit Blick auf das Gesamtjahr erwartet Oxford Economics, Prognosepartner des VDW, keine wirksame Erholung der Nachfrage aus Europa. Das Asiengeschäft erfüllt die Wissenschaftler ebenfalls mit Sorge. Mit auslaufender Stimulierung durch die US-Finanzpolitik werde auch Amerika schwieriger. Insgesamt habe sich das internationale Wirtschaftsklima stark eingetrübt und bewirke Zurückhaltung bei den Investitionen, auch wenn sich die Stimmung am ganz aktuellen Rand sachte aufhellt, so Schäfer.

Vor diesem Hintergrund hat der VDW seine Produktionsprognose für 2019 zurückgenommen, der Verband gehe jetzt von einem Rückgang um 4 Prozent aus, der allerdings noch durch die Realisierung des Auftragsbestands gestützt wird. Die im Sommer für die zweite Jahreshälfte erwartete, allmähliche Nachfragestabilisierung habe sich indes nicht bestätigt.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie gehört zu den fünf größten Fachzweigen im Maschinenbau. Durch ihre absolute Schlüsselstellung für die industrielle Produktion ist ihre Entwicklung ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik der gesamten Industrie. 2018 produzierte die Branche mit rd. 73.500 Beschäftigten (Jahresdurchschnitt 2018, Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern) Maschinen und Dienstleistungen im Wert von 17,1 Mrd. Euro.

VDW/ Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

12.11.2019


Handwerk ist stabilisierender Faktor

Handwerk leistet als stabilisierender Faktor einen wichtigen Beitrag.

Nachdem sich die Konjunktur im Herbst eingetrübt hat und in der exportgetragenen Industrie Krisenstimmung herrscht, erweist sich allein das Handwerk nach wie vor als stabilisierender Faktor und leistet zur aktuell guten Binnennachfrage einmal mehr einen wichtigen Beitrag. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Hannover, Peter Karst (Foto Xing), betonte bei der Vorstellung des Herbst-Konjunkturberichts, die Handwerkskonjunktur im Bezirk Handwerkskammer Hannover sei im abgelaufenen Quartal gut verlaufen. Im Vergleich zu den Zahlen im Herbst 2018 sei der Geschäftsklimaindex nochmals um vier Punkte auf nunmehr 135 Indexpunkte gestiegen – allerdings mit deutlichen Abweichungen in den einzelnen Handwerksbranchen.

Den höchsten Indexwert erreichte danach das Nahrungsmittelhandwerk mit 148, den geringsten verbuchten die Gesundheitshandwerke mit 119 Punkten. Positiv verlaufen sei auch, sagte Karst, die Auftrags- und Umsatzentwicklung im Gesamthandwerk und das bei steigenden Beschäftigtenzahlen. Ebenfalls zufriedenstellend sei die Auslastung der Betriebe, die eine durchschnittliche Auslastung von 85 Prozent gemeldet hätten, die gegenüber den Vorjahresquartalen auch noch einmal gesteigert werden konnte. Außerdem hätten die Betriebe auch des nach wie vor guten Konjunkturverlaufs weiterhin verstärkt in Maschinen, Anlagen und digitale Technologien investiert.

Besonders gut zeigte sich die wirtschaftliche Lage im Bauhandwerk, insbesondere der Wohnungsbau habe abermals einen Aufschwung erlebt. Dabei schlügen sich die niedrigen Hypothekenzinsen einerseits und ein extrem niedriger Habenzins positiv zu Buche. Während der schwache Außenhandel von vielen Exportbranchen der Industrie für rückläufige Aufträge und Krisenstimmung gesorgt habe, wirke sich das bisher kaum auf das Geschäftsklima des Handwerks für den gewerblichen Bedarf aus, das – gemessen am Gesamthandwerk – von den Betrieben nur als leicht unterdurchschnittlich bewertet werde. Anders liegen die Dinge bei Kraftfahrzeughandwerk. Hier kennzeichnen deutlich rückläufige Auftragseingänge bei einem kräftigenUmsatzminus die Lage. Der Geschäftsklimaindex sei dennoch – gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres - nahezu unverändert bei 134 Punkten geblieben.

Zunehmende Nachfrage und gestiegene Umsätze kennzeichnen die Lage im Nahrungsmittelhandwerk, das konjunkturelle Schubkräfte verspürte. Der Geschäftsklimaindex ist mit 148 Indexpunkten gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich gestiegen. Per Saldo habe jeder zweite Betrieb eine zunehmende Nachfrage verzeichnet und auch die Umsätze seien in den befragten Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien kräftig gestiegen.Gekränkelt haben dagegen die Gesundheitshandwerke. Sie erreichten nur einen weit unterdurchschnittlichen  Geschäftsklimaindex von 119 Punktenund bildeten damit das Schlusslicht, dabei sei auch in 29 Prozent der Betriebe Stellen abgebaut worden.

Das Handwerk geht auch für das kommende Quartal von einer guten wirtschaftlichen Entwicklung aus, allerdings werde sich die Konjunktur in den einzelnen Branchen sehr unterschiedlich darstellen. Während das Kraftfahrzeughandwerk, das Dienstleistungshandwerk, das Nahrungsmittelhandwerk und das Gesundheitshand-werk positiv in die Zukunft schauen, sind die die übrigen Handwerksbranchen in ihren Erwartungen eher zurückhaltend.

Volker Benke

06.11.2019


IHK Hannover kritisiert steigende Gewerbesteuer-Hebesätze

Zehn Jahre hat es 43 Hebesatzerhöhungen aber keine einzige Senkung gegeben

Viele Kommunen in der Region Hannover haben an der Steuerschraube gedreht und ihre Gewerbesteuer-Hebesätze in den vergangenen zehn Jahren um 30 Punkte auf 468 angehoben.

Dabei habe oft allein schon die gute Konjunktur zu stetig steigenden Steuereinnahmen geführt, sagte Guido Langemann, der Steuerexperte der IHK Hannover. Das entspreche einem Anstieg um sieben Prozent. Langemann: „In den letzten zehn Jahren hat es in der gesamten Region 43 Hebesatzerhöhungen, aber keine einzige Senkung gegeben.“ Diese Hebesatzerhöhungen seien folglich auf Dauer und minderten die Investitionskraft der Unternehmen. Die höchsten Hebesätze in der Region gibt es in Hannover, Laatzen und Seelze mit jeweils 480 Punktenam niedrigsten ist der Hebesatz in Gehrden mit 390. In ihrem Gewerbesteuer-Report 2019 weist die IHK Hannover daraufhin, dass die realen Gewerbesteuereinnahmen zwischen 2009 und 2018 inflationsbereinigt im Schnitt um 87 Prozent auf einen neuen Rekordwert gestiegen seien.

Noch stärker als in der Region Hannover sind nach Angaben der IHK die Gewerbesteuer-Hebesätze in Niedersachsen insgesamt gestiegen: um 33 Punkte bzw. neun Prozent auf 407. Gleichzeitig hätten sich die Gewerbesteuereinnahmen um 48 Prozent erhöht. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover, Dr. Horst Schrage, sagte, die aktuelle Ausgestaltung des Kommunalen Finanzausgleichs setze falsche Anreize, weil die Finanzzuweisungen des Landesan das Verhältnis der tatsächlichen Realsteuerhebesätze einer Kommune zu den niedersächsischen Durchschnittswerten gekoppelt seien. Dieses befördere Steuererhöhungen, betonte Schrage. Hier sei die Landesregierung gefragt, sie solle eine Reform des Kommunalen Finanzausgleichs prüfen und damit der fortwährenden Steuererhöhungsdynamik aktiv entgegenwirken.

Nach dem aktuellen Gewerbesteuerreport der IHK Hannover hat die Gewerbesteuer in den einzelnen Kommunen der Region einen unterschiedlich großen Anteil an den Gesamtsteueraufkommen. Er lag 2018 zwischen 19 Prozent in Springe und 57 Prozent in Hannover. Vor allem Kommunen mit einem hohen Gewerbesteueranteil könnten bei einer konjunkturellen Eintrübung Steuerausfälle drohen, weil die Gewerbesteuer „überaus volatil“ sei, heißt in dem Report.                

Volker Benke

 01.11.2019 


Bahn will mit Umstieg auf erneuerbare Energien vorankommen

Jetzt sucht sie nach Anbieter für Ökostrom

Mit einer europaweiten Ausschreibung will die Deutsche Bahn beim Umstieg auf erneuerbare Energien vorankommen. Die Tochter DB Energie suche nach Anbietern für insgesamt 500 Gigawattstunden (GWh) Leistung über einen Zeitraum von acht Jahren, teilte das Unternehmen mit. "Auslaufende Kraftwerksverträge ersetzen wir konsequent durch erneuerbare Energien", sagte DB-Energie-Chef Torsten Schein. Mit 100 Prozent Ökostrom will die Bahn von 2038 an unterwegs sein. Zur Zeit deckt sie nach eigenen Angaben mehr  als 57 Prozent ihres Energiebedarfs mit Strom aus erneuerbaren Energien.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

14.10.2019


Stabilitätsbericht Niedersachsen 2019

Finanzpolitisches Konzept soll nachhaltig die Einhaltung der Schuldenbremse absichern

Die Niedersächsische Landesregierung hat den Stabilitätsbericht 2019 beschlossen, der auf dem Haushaltsplanentwurf 2020 und der Mittelfristigen Planung 2019 bis 2023 beruht. Die Niedersächsische Landesregierung hat für 2020 einen Haushaltsplanentwurf vorgelegt, der wie bereits in 2019 nicht nur vollständig auf neue Schulden, sondern auch auf laufende Einmaleffekte zum Ausgleich von Einnahmen und Ausgaben verzichtet. Außerdem wurde für den gesamten Planungszeitraum ein vollständiger Ausgleich von Einnahmen und Ausgaben erreicht, sodass wiederum sämtliche Planungsjahre ohne offene Deckungslücken abschließen.

Mit dem Jahresabschluss 2017 ist erstmals ein Einstieg in die Tilgung von Altschulden gelungen, der mit dem Jahresabschluss 2018 weiter fortgesetzt wurde. Insgesamt wurde rund eine dreiviertel Milliarde Euro an Altschulden abgebaut.

Niedersachsen wird im Vergleich der Länder wie in den Vorjahren eine solide Mittelposition einnehmen. 

Der Stabilitätsbericht 2019 wird auf der Website des Niedersächsischen Finanzministeriums veröffentlicht  mf.niedersachsen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 20.10.2019


Investoren mögen Hannover

Tegtmeyer-Dette und Uwe Bodemann nutzen Immobilien-Leitmesse in München

Er hat's erhofft und jetzt ist es Wirklichkeit: Das hätte sich Roland Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten, nicht träumen lassen. Seine Idee eines „Roofwalks“ wird auf Deutschlands größter Immobilienmesse, der Expo real in München, vorgestellt. Der Vorschlag vom Chef der Herrenhäuser Gärten lautet: Die Dachflächen der Innenstadt zu begrünenund gleichzeitig zugänglich für alle zu machen. Die Besucher können dannzwischen den Häusern auf sogenannten Roofwalks flanieren und so einen spektakulären Ausblick über Hannover genießen.

Hannovers Roofwalk mit begrüntem Kaufhof-Dach, das haben Timo Herzberg und Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette präsentiert. Foto Hannover.de

Die ersten Skizzen zu dem Thema hat die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette am Stand der Metropolregion Timo Herzberg vom Karstadt-Kaufhof-Eigentümer Signa vorgelegt. Der war von der Idee ganz angetan. Ob der Roofwalk nun Wirklichkeit wird, will das Unternehmen gemeinsam mit der Stadt in einer Machbarkeitsstudie herausfinden.

Tegtmeyer-Dette und Stadtbaurat Bodemann nutzen die Immobilien-Leitmesse zur Kontaktpflege und um Hannover als Wirtschaftstandort zu präsentieren. Zum Auftakt der Messe schaute auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann vorbei. Ihm erläuterte Tegtmeyer-Dette die geplante Ansiedlung von Faurecia im Wissenschafts- und Technologiepark Hannover (WTH) im Stadtteil Marienwerder.

Traditionell werden auf dem Hannover-Stand aktuelle Projekte und Entwicklungen präsentiert.

In diesem Jahr gehören die Wasserstadt Limmer und der Neubau eines Verwaltungs-, Forschungs- und Entwicklungszentrums im Wissenschafts- und Technologiepark Hannover durch die Baum Unternehmensgruppe für Faurecia dazu.

 „Wir erleben, dass Hannover nach wie vor im Fokus der Branche steht. Die Nachfrage rund um Grundstücke und Immobilien ist ungebrochen hoch – das bestätigt die Marktanalyse aus dem Immobilienmarktbericht, aber auch die Frequenz auf dem Messestand“, lautet die Bilanz der Stadträtin nach dem ersten Messetag.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 07.10.2019  


Trends und Fakten 2019: Rekordhoch bei den Beschäftigtenzahlen

Standortinformation bündelt Wirtschaftsdaten für die Region

Steigende Bevölkerungs-, Beschäftigten- und Studierendenzahlen: Die Region Hannover boomt weiter. Die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region gibt die Broschüre „Trends und Fakten 2019“ mit den wichtigsten Wirtschaftsdaten für die Region einmal im Jahr heraus. 

„Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben wir ein neues Rekordhoch: Fast 510.000 Menschen hatten 2018 einen sozialversicherungspflichtigen Job“, berichtet Wirtschaftsdezernent Birger Franz.

Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz (rechts) und Alexander Skubowius, Leiter des Fachbereichs Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, stellen die „Trends und Fakten 2019“ vor. Foto: Region Hannover / Kreutz.

Im Bereich der Landeshauptstadt Hannover sind 325.000 beschäftigt, im Umland sind es etwa 185.000. Auffällig: Der Anteil der Berufstätigen mit einem akademischen Berufsabschluss ist in der Region Hannover erneut gestiegen und liegt mit 19,4 Prozent deutlich höher als in Niedersachsen und Deutschland. Und: Mehr als jeder Vierte wohnte außerhalb der Region.

„Die Region Hannover ist ein äußerst vitaler Wirtschaftsstandort“, betont Franz. 26 der 100 umsatzstärksten Unternehmen Niedersachsens haben ihren Unternehmenssitz in der Region. Von den 50 wertschöpfungsstärksten Unternehmen in Niedersachsen sind 21 in der Region ansässig. Mit 43.240 € je Einwohner liegt das Bruttoinlandsprodukt in der Region Hannover deutlich über dem Landes- und Bundeswert. Auch die Bruttowertschöpfung als Gesamtwert aller produzierten Waren und Dienstleistungen ist sowohl pro Erwerbstätigem als auch pro Einwohner höher.

Region/Ute Micha/Sigrid Lappe

Veröffentlicht 26.09.2019


Was tun im IT-Notfall?

 Notfallkarte für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Dass man die Feuerwehr ruft, wenn es brennt, ist selbstverständlich. Aber was, wenn die IT stillsteht oder es zu einem Cyber-Angriff gekommen ist? Antworten enthält die neue IT-Notfallkarte des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die BSI-Präsident Arne Schönbohm und Martin Wansleben, Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), im Rahmen des 29. Cyber-Sicherheitstages in Berlin vorgestellt haben.

Die Notfallkarte kann im Büro oder in der Werkhalle angebracht werden. Sie enthält eine individuelle Notfall-Rufnummer sowie Handlungsanweisungen im Falle eines IT-Notfalls. Ebenfalls vorgestellt wurde die Landkarte der Cyber-Sicherheit, die Initiativen, Kammern und Verbände aufzeigt, die sich bundesweit für die Verbesserung der Cyber-Sicherheit engagieren und neben dem BSI Anlaufstellen für Unternehmen sind.
„Gerade der Mittelstand als Rückgrat unserer Wirtschaft und vielfacher Innovationstreiber ist im Visier von Cyber-Angreifern. Das kann Krankenhäuser genauso treffen wie Handwerksbetriebe, Autozulieferer oder Juweliere. Viele KMU benötigen Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Prävention, Detektion und Reaktion. Hier bieten wir mit der IT-Notfallkarte und der Landkarte der Cyber-Sicherheitsinitiativen Erste Hilfe und Orientierung", so Arne Schönbohm, Präsident des BSI.

Die IT-Notfallkarte wird ergänzt durch einen Maßnahmenkatalog „Notfallmanagement“ und eine „TOP12“-Übersicht: Maßnahmen bei Cyber-Angriffen, die sich besonders an KMU wendet. Das Service-Paket „IT-Notfall“ ist ein gemeinsames Produkt der Zusammenarbeit von BSI, DIHK, eco, VOICE, BKA, Initiative Wirtschaftsschutz, NIFIS und Charter of Trust.

Die IT-Notfallkarte und die Landkarte der Cyber-Sicherheitsinitiativen stehen auf der Webseite des BSI unter 
allianz-fuer-cybersicherheit-Notfallkarte zur Verfügung.

BSI/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 26.09.2019


Prämie für Elektroautos wird bis Ende 2020 verlängert

Damit soll die schwache Nachfrage angekurbelt werden

Beim Kauf von Elektroautos können Autofahrer länger als bisher geplant, eine staatliche Prämie bekommen. Damit soll die weiter schwache Nachfrage angekurbelt werden.

Die Bundesregierung verlängert die Prämie bis Ende 2020. Die Förderung kann aber schon vorher auslaufen, wenn der Prämientopf von 1,2 Milliarden Euro vor Ende 2020 leer ist. Und ob es dann auch in den Jahren danach eine Förderung gibt, ist offen.

Es sollen viel mehr Autos an die Steckdosen!

Eigentlich sollte die Prämie Ende Juni 2019 auslaufen. Der „Umweltbonus" war vor drei Jahren eingeführt worden, hat jedoch die Erwartungen bisher nicht erfüllt.

Für reine Batterieautos gibt es 4 000 Euro, für Hybridautos 3 000 Euro Zuschuss. Das Elektroauto muss einen Netto-Listenpreis für das Basismodell von unter 60 000 Euro haben.

Im Topf liegen insgesamt 1,2 Milliarden Euro, je zur Hälfte finanziert vom Bund und der Autoindustrie. Es bleibt bei dieser dieser Ko-Finanzierung, und die Mittel sollen nicht erhöht werden.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 25.08.2019


Bei der Digitalisierung soll Agentur Firmen behilflich sein

Volker Schmidt: Wir müssen irgendwie digitaler werden

Der Arbeitgeberverband Niedersachsen-Metall will Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützen und hat dafür die Agentur „Experts for Business“ (X4B) ins Leben gerufen.

Volker Schmidt, Chef von Niedersachsen-Metall sagte dazu: „Alle wissen, dass sie irgendwie digitaler werden müssen. Das 'wie' ist dann allerdings die Frage, an der viele scheitern." 

Volker Schmidt stellt die Agentur X4B vor. Foto Niedersachsen-Metall 

Die Agentur X4B soll hierbei helfen, die Unternehmen individuelle Lösungen für die Digitalisierung aufzuzeigen. „Wir schaffen einen Service von Arbeitgebern für Arbeitgeber", so Schmidt. Geschäftsführer der Agentur sind Markus Humpert und Christian Hentschel, die neben der konkreten Beratung auch Workshops und Veranstaltungen zum Thema anbieten wollen. Man arbeite eng mit einem Netzwerk von Partnern aus Verbänden, Kammern, dem Land und Institutionen zusammen und biete Kontakt zu Experten an.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 07.06.2019


So wird das Smartphone zum Faxgerät

Das Fax per App senden

Klar, hier und da brauchen wir einfach ein Faxgerät. Doch meist fehlt es inzwischen im Büroalltag. In solchen Fällen kann eine Fax-App sehr hilfreich sein. Bevor man sich jedoch für eine Fax-App entscheidet, sollten zuerst die Preise für den Einzelversand oder Abonnements bei verschiedenen Anbietern vergleichen und die Nutzerbewertungen gut durchlesen. Für Gelegenheitsfaxer gibt es zum Beispiel die App Freefax von Fax.de. Sie ist kostenlos, wenn man pro Tag nur eine Seite versenden möchte. Sind mehr Seiten zu faxen, sollte man ein Guthaben aufladen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlichung 24.04.2019


Das ist was zum Nachmachen!

Mitfahr-App für Eltern und Kinder in Berlin und Dresden

Jetzt profitieren Familien in Dresden und Berlin von der Mitfahr-App des Startups Zouzoucar. Ziel ist es, alltägliche Fahrten zur Schule, zum Sportverein oder Kindergeburtstag zu bündeln. Die Kinder werden dabei von Personen gefahren, die die Eltern kennen und denen sie vertrauen. Mit Unterstützung von Volkswagen und der Wirtschaftsförderung der Stadt Dresden wurde die App für den deutschen und englischsprachigen Raum angepasst und ist jetzt in Dresden und Berlin in der Pilotphase.

Unnötiger Verkehr von Eltern soll vermieden, die Umwelt geschont und Kosten gespart werden. Dafür wurden die Kooperationen mit der „Dresden International School“ und „Waldschule“ in Berlin eingegangen. Die App unterstreicht den Wandel von Volkswagen zum Mobilitätsanbieter. Zouzoucar aus Frankreich ist eines von fünf Startups, das seit September 2018 in der dritten Runde im Gründer-Programm im „Future Mobility Incubator" der Gläsernen VW-Manufaktur  in Dresden arbeitet. Foto VW

Die Gläserne Manufaktur bietet im Rahmen des Startup-Programms Unterstützung: Betreuung durch Experten, etwa aus dem SpinLab (The HHL Accelerator-Programm der HHL Leipzig Graduate School of Management) aktive Arbeitsumgebung in der Manufaktur mit entsprechender IT-Infrastruktur, Kontakt zu Forschern, Entwicklern und Entscheidern von Volkswagen-Projektmanagement, Nähe zur Start-up-Szene sowie finanzielle und personelle Unterstützung durch die Stadt Dresden auch beim Thema Wohnraum.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche