WIRTSCHAFT


Für viele Unternehmen geht es ums Überleben!

Wirtschaftlicher Schaden wird von Tag zu Tag höher

Gähnende Leere in der Innenstadt, die meisten Geschäfte sind geschlossen und die Umsätze bleiben aus, Mitarbeiter werden in Kurzarbeit geschickt. Und wer nicht selbst Hauseigentümer  ist, zahlt seine Miete weiter. Daher hat die Nachricht, dass ausgerechnet Großunternehmen wie zum Beispiel Adidas, Deichmann und H&M ihre Mietzahlungen ausgesetzt haben, für enormen Ärger unter Hannovers Kaufleuten gesorgt - auch wenn Adidas zwischenzeitlich zurückgerudert ist und angekündigt hat, seine Zahlungen wieder aufzunehmen.

"Das alles stößt uns extrem sauer auf", sagt der Geschäftsführer der City- Gemeinschaft, Martin Prenzler.

Tatsächlich sind viele der Traditionsunternehmen zugleich Eigentümer ihrer Immobilien, Kosten müssen sie dennoch tragen, etwa für den Unterhalt der Gebäude.  Doch "der wirtschaftliche Schaden wird von Tag zu Tag größer", sagt Prenzler (Parfümerie Liebe). Es gehe für manche  Geschäftsleute ums nackte Überleben.

In der Ernst-August-Galerie will die Betreibergesellschaft ECE den Mietern offenbar entgegenkommen. "Wir sind täglich um engen Austausch, mit den Mietern und verstehen deren berechtigten Sorgen sehr gut", teilt das Unternehmen ECE mit.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

05.04.2020


Hilfe für Unternehmen läuft auf Hochtouren

Die NBank hat schon mehr als 100 Millionen Euro bewilligt

In der Corona-Krise hat die NBank für Unternehmen bis jetzt mehr als 100 Millionen Euro bewilligt. Dabei seien Bundes- und Landesmittel eingesetzt worden, teilte die niedersächsische Investitions- und Förderbank mit. Und dies bedeute direkte Hilfe, weil die Gelder im Regelfall einen Tag nach Anweisung auf den Konten der Unternehmer seien.

Desweiteren habe die NBank den Betrieben mehr als 16 Millionen Euro über einen Liquiditätskredit zur Verfügung gestellt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

05.04.2020


VW-Konzernboss verkündet für 2019 gute Zahlen

Doch 2020 werde ein schwieriges Jahr

Der VW-Konzern steigert Umsatz und Gewinn für 2019 - doch 2020 wird ein "schwieriges Jahr", sagte Konzernboss Herbert Diess (Foto r.) bei der VW- Bilanzpressekonferenz. Der Gewinn des Unternehmens stieg um knapp 13 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Und der Umsatz legte um 7,1 Prozent zu, die Auslieferungen an die Kunden um immerhin 1,3 Prozent auf  10,98 Millionen Fahrzeuge - und das, obwohl der weltweite Autoabsatz im vergangenen Jahr um rund vier Prozent zurückging. Und damit hat die Marke VW seinen Marktanteil "deutlich" ausgebaut. Zurückzuführen sei das hohe Umsatzvolumen darauf, dass man "besser ausgestattete, ertragsstärkere Automobile zu höheren Preisen" verkaufe, so Diess.

Viele Konzernmarken hätten zur positiven Entwicklung beigetragen: So legten zum Beispiel Seat, Skoda, Bentley und die Lkw-Tochter Scania und Man zum Teil deutlich zu. Doch bei VW Nutzfahrzeuge (VWN) in Hannover hingegen sank das operative Ergebnis von 780 auf 510 Millionen Euro. Negativen Einfluss hätten unter anderem gestiegene Fix- und entsprechende Entwicklungskosten gehabt, hieß es.

Auch mit Blick auf 2020 zeigte sich VW-Konzernboss Diess pessimistisch: Es werde ein "schwieriges Jahr". Die Corona-Pandemie stelle VW vor "unbekannte operative und finanzielle Herausforderungen".  Es sei ungewiss, in "welcher Schwere und Dauer" die Ausbreitung des Virus den Konzern treffen werde, ergänzte der Finanzvorstand Frank Witter von VW. Allerdings, so Diess stabilisiere sich die Situation in China bereits. Und die Auslieferungszahlen im März "beginnen sich zu normalisieren".

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

04.04.2028 


Zender Germany GmbH hat Produktion umgestellt

Jetzt werden hier Schutzmasken hergestellt

Die Firma Zender Germany GmbH in Osnabrück hat ihre Produktion umgestellt  und näht in großen Stückzahlen mit ihrem CNC-Maschinenpark hochwertige FFP2-Schutzmasken für Kliniken und Arztpraxen. In absehbarer Zeit werden vor Ort bis zu 100 000 Masken pro Tag hergestellt.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wird sich persönlich am Montag bei der Firma Zender Germany GmbH einen Eindruck über die Abläufe verschaffen.

Zender kann auch Schutzmasken! Foto Zender

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.04.2020


Was kommt da alles auf Stadt und Land zu?

Muss für Kredite bei der Deutschen Messe gebürgt werden?

Schwere Zeiten für die Stadt, das Land und die Deutsche Messe AG: Wegen der Corona-Krise sind viele Messen abgesagt worden. Der Messe AG drohen Ausfälle in Rekordhöhe. Es wird von bis zu 50 Millionen Euro gesprochen...

Da das Land und die Stadt Beteiligungen an der Messe besitzen, werden diese versuchen, aus eigener Kraft Kredite aufzunehmen.  Da bei kurzfristiger Finanzhilfe (drei bis zwölf Monate Laufzeit) jedoch gerade ein Engpass besteht und aus diesem Grund die Konditionen schwieriger werden, muss eventuell die Stadt eine Bürgschaft übernehmen oder sogar eine sogenannte Patronaterklärung abgeben.

Auch erhalten die rund 5 000 Aussteller, die sich zur Hannover Messe angemeldet und im Voraus die Standmieten bezahlt haben, das Geld bis auf einen Abschlag von 25 Prozent zurück.

Das geht dann allerdings zulasten der Liquidität. Auch entgeht den Veranstaltern durch die Absage der Hannover Messe etwa ein Viertel des für dieses Jahr geplanten Umsatzes von 329 Millionen Euro!

Wegen der überaus dramatischen Lage hat die Deutsche Messe AG ab dem 1. April Kurzarbeit für ihre rund 800 Arbeitnehmer in Hannover eingeführt. Arbeitnehmer und Vorstand haben sich auf eine Betriebsvereinbarung verständigt, nach der die Beschäftigten zwischen 20 bis100 Prozent ihrer individuellen Arbeitszeit arbeiten. Und das gekürzte Tarifgehalt sowie das Kurzarbeitergeld wird vom Unternehmen aufgestockt.

Vorstand und die Bereichsleiter wollen weiterhin zu 100 Prozent arbeiten und verzichten auf zehn Prozent ihres Nettolohns sowie die Bonuszahlung für 2020.

Der Flughafen Hannover steckt genau so wie die Deutsche Messe AG aufgrund der Corona-Krise in der Klemme: Das Virus hat den Luftverkehr zum Erliegen gebracht: Passagiermaschinen bleiben am Boden, was noch gut läuft, ist der Frachtbetrieb. In Kurzarbeit sind auf dem Flughafen Hannover rund 1 500 Mitarbeiter.

Angesichts dieser Zahlen haben Stadt und Land sich jetzt darauf verständigt, auf die eigentlich eingeplante Gewinnabführung fürs Jahr 2019 zu verzichten. Das sind allein bei der Stadt rund 500 000 Euro, die ihr durch die Nase gehen werden. Der Flughafen hat mit den Banken längst einen Kreditrahmen für Notfälle vereinbart. Daher kann der Eigner sicherlich auf Bürgschaften verzichten.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

03.04.2020


Wabco beschließt Kurzarbeit

Es sind fast alle Bereiche betroffen

Kurzarbeitergeld wird vom Konzern aufgestockt

Die Geschäftsführung und der Betriebsrat haben beim Zulieferer Wabco eine Vereinbarung zur Kurzarbeit geschlossen. Davon sind fast alle Bereiche und nahezu alle Mitarbeiter betroffen, erklärte Betriebsratschef Jens Schäfer der Neuen Presse gegenüber. Laut der geschlossenen Vereinbarung, die vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 gilt, stockt der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld gestaffelt auf 80 bis 95 Prozent des Nettoentgelds auf, im Durchschnitt werde auf 90 Prozent aufgestockt, so Schäfer.

Die Arbeitnehmervertretung sei „sehr zufrieden“ mit der Abmachung, sagte der Betriebsratschef. „Wir halten das für einen guten Kompromiss.“ Man schätze „ausdrücklich die soziale Verantwortung“ der Geschäftsführung für die Belegschaft. Auch sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. Juni ausgeschlossen.

Die Kurzarbeit betreffe sowohl die Produktion als auch Verwaltung und Forschung an den Standorten Hannover (hier sind rund 2 200 Mitarbeiter betroffen) und Gronau (hier sind 260 Beschäftigte davon betroffen). Während in der Produktion die Arbeitszeit vermutlich im Schnitt um rund 50 Prozent reduziert werde, betrage der Wert in Verwaltung und  Forschung rund 30 Prozent.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.04.2020


Auch in den USA brechen VW-Verkäufe wegen der Pandemie ein

Im Januar und Februar stiegen die Verkäufe noch um 9,4 Prozent

Deutlich zu spüren bekommen hat Volkswagen die Corona-Krise bei den Verkaufszahlen des ersten Quartals. Die Händler setzten mit 70 075 Auto, rund 13 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum ab, wie Volkswagen am Mittwoch mitteilte. Allerdings stiegen die Verkäufe in den Monaten Januar und Februar 2020 noch um 9,4 Prozent - bis sie im März wegen Corona um 42 Prozent einbrachen. Die VW-Tochter Porsche verkaufte im ersten  Quartal mit 11 994 Autos 20,2 Prozent weniger Fahrzeuge als im Jahr davor.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

02.04.2020

Besonders hart hat es Porsche getroffen. Foto VW


Wirtschaftsminister erwartet Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Althusmann betont den Ernst der Corona-Krise für Mensch und Wirtschaft

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) rechnet im Zuge der Corona-Krise mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Eine genaue Prognose wollte er bei seinem Besuch am Sonnabend im Studio von NDR 1 Niedersachsen aber nicht abgeben. Einige Branchen müssten sicher nach der Pandemie wieder aufgebaut werden, sagte er.

Althusmann betonte noch einmal, wie ernst die Corona-Krise für die Menschen aber auch die Wirtschaft sei. „Wir müssen jetzt alles tun, um unsere Bevölkerung zu schützen, aber gleichzeitig auch unsere Betriebe im Blick behalten“, sagte der Minister. Er verwies auf umfangreiche und schnelle Hilfen für die betroffenen Unternehmen.  

Der Wirtschaftsminister ging auf die anfänglichen Probleme bei der Beantragung der Corona-Soforthilfen über die Webseite der landeseigenen NBank ein. Dies habe am enormen Ansturm gelegen. „Wir haben die 17-fache Server-Kapazität geschaffen,“ so Althusmann, „aber dennoch waren es am Anfang einfach zu viele Zugriffe.“ Inzwischen sei die Antragstellung online möglich; mit Stand Samstagvormittag lägen bereits 15.000 Anträge vor. Knapp 160 davon seien bereits bewilligt. Der Minister weiter: "Gehen Sie davon aus, dass wir bis Ostern das Gros der Anträge bearbeiten können."

Der Wirtschaftsminister beantwortete am Sonnabend (28.3.2020) zwischen 10 Uhr und 12 Uhr viele Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Corona-Krise. Er war live im Radio-Studio bei NDR 1 Niedersachsen zu Gast, Moderation Georg Poetzsch.

Althusmann beantwortete Fragen von Unternehmer*innen zu Hilfsmaßnahmen, Auszahlungszeiträumen und zur späteren Versteuerung von Zuschüssen. Auch zu Privatvermietungen, Mini-Jobs, Ausbildungsplätzen und der Lage von Studierenden nahm er Stellung. Für manche Themen gebe es aber auch noch keine Antwort. „Lassen Sie uns erstmal anfangen, wir werden die Detailfragen und Probleme dann später pragmatisch lösen“ versprach der Minister.

Vor einer Woche war Ministerpräsident Stephan Weil im NDR Studio zu Gast. Infos: ndr1niedersachsen/corona

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Zalando wird durch Corona-Krise in die roten Zahlen gedrückt

Die Jahresprognose sei nicht mehr zu halten

Europas größtem Online-Modehändler Zalando setzt die Coronavirus-Pandemie heftig zu. Im ersten Quartal werde ein bereinigter Betriebsverlust von deutlich mehr als 28 Millionen Euro anfallen, so der Berliner Konzern am Montagabend.

Auch die Jahresprognose sei nicht mehr zu halten. Deswegen muss sich Zalando nun einfach bescheiden. Ausgaben und Investitionen sowie die Finanzplanung seien an die neuen Gegebenheiten angepasst worden, schrieb der Vorstand in einem Brief an die Mitarbeiter. Entsprechende Details wurden allerdings nicht genannt.

Um nun das Geschäft vor dem Erliegen zu retten, startet Zalando eine Reihe von Initiativen. So sollen bis Ende Mai neue wie auch bestehende Einzelhändler keine Kommission zahlen, die ihre Ware über die Zalando-Plattform verkaufen. Zudem will das im Dax notierte Unternehmen 100 Millionen Euro in die Hand nehmen, um Partner vor der vertraglich vereinbarten Frist zu bezahlen und somit liquide zu halten.

So verwies der Zalando-Vorstand auf die Gründung des Unternehmens in der Finanzkrise 2008 und die seither gesammelten Erfahrungen. "Auch in dieser herausfordernden Zeit gibt es viele Gründe, zuversichtlich zu sein. Wir sind überzeugt, dass wir durch die Investitionen des letzten Jahrzehnts alle nötigen Voraussetzungen geschaffen haben, um diese Krise gut zu überleben."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

30.03.2020

Immobilienflaute wegen Corona?

Am Immobilienmarkt rechnen Investoren mit einer Flaute

Wegen der Corona-Krise rechnen Investoren mit sinkenden Verkäufen und teils fallenden Preisen am Immobilienmarkt.

Hier kann vom Optimismus,  der zum Jahresende 2019 noch bestand, keineRede mehr sein. Einer Umfrage der Beratungsgesellschaft  Enst & Young zufolge rechnen nur 16 Prozent der Investoren demnach mit steigenden Preisen für Häuser und Wohnungen in Deutschland in diesem Jahr.

Vor drei Monaten waren die Aussichten noch rosiger: 55 Prozent hatten Preisaufschläge erwartet.

Während vor Ausbruch der Pandemie in Deutschland 4 Prozent sinkende Preise bei Wohnimmobilien sahen, sind es nun schon 34 Prozent. Doch: Die Hälfte der Befragten rechnet mit gleichbleibenden Preisen trotz Krise.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

30.03.2020


Hilfspaket wird vom Bundesrat abgesegnet

Der Staat nimmt ungeheuer viel Geld in die Hand

Endlich können die gewaltigen Hilfen in der Corona-Krise fließen. Der Bundesrat beschloss ein milliardenschweres  Hilfspaket mit Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unterstützung von Kliniken sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Die Beschlüsse fielen einstimmig. Und die ersten Gelder sollen noch vor dem 1. April bei den Betroffenen ankommen. Der Staat nimmt ungeheuer viel Geld in die Hand, um bedrohte Unternehmen und damit auch Arbeitsplätze zu retten. Auch für kleinere Unternehmen und Selbständige gibt es direkte Zuschüsse in Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz stellt das Milliardenhilfspaket vor.

Die Anträge laufen über die Bundesländer. Bereits gestartet ist zudem ein unbegrenztes Kreditprogramm über die Förderbank KfW.

Große Unternehmen können unter einen 600 Milliarden Euro umfassenden Schutzschirm kommen und notfalls auch ganz oder zum Teil verstaatlicht werden. Die Kliniken bekommen eine Finanzspritze für neue Intensivbetten mit künstlicher Beatmungsgeräten und für den Ausfall vorsorglich verschobene Operationen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.03.2020


Auto-Papst Dudenhöffer erwartet drastischen Stellenabbau

100 000 Arbeitsplätze bei Autobauern und Zulieferern in Deutschland gefährdet 

Aus Sicht des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer droht in der deutschen Autoindustrie der Verlust von mehr als 100 000 Arbeitsplätzen durch die Corona-Krise. Seiner Meinung nach dürfte die Nachfrage dieses Jahr um 15 Prozent einbrechen, und nach den Erfahrungen der Finanzkrise werde der Aufholprozess mehr als zehn Jahre dauern, schreibt der Professor in einer Studie, die der Deutschen Presse Agentur vorliegt.

In den deutschen Werken gebe es über Nacht Überkapazitäten von 1,3 bis 1,7 Millionen Fahrzeugen. Kurzarbeitergeld überbrücke die nur kurze Zeit. Denn kein Unternehmen könne ungenutzte  Produktionskapazität jahrelang vorhalten.

Deshalb seien 100 000 der heute 830 000 Arbeitsplätze bei Autobauern und Zulieferern in Deutschland gefährdet - "unter optimistischen Annahmen", schrieb Dudenhöffer.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.03.2020


Thyssenkrupp Stahl baut 3 000 Stellen ab

Fusion der  europäischen Stahlsparte mit dem indischen Konkurrenten Tata abgeschmettert

Die Weichen für den Abbau von mehr als jedem zehnten Arbeitsplatz im Stahlbereich sind bei Thyssenkrupp gestellt. Der größte deutsche Stahlkocher hat sich mit den Arbeitnehmervertretern auf einenTarifvertrag geeinigt, der den Abbau von 3000 der rund 28 000 Stellenohne als betriebsbedingte Kündigungen regelt.  

Die Beschäftigungssicherung gilt bis zum 31. März 2026, teilteThyssenkrupp mit. Betroffen vom Stellenabbau sind 2 000 Mitarbeiter in der Produktion und 1 000 in der Verwaltung. Das Unternehmen will das Zentrum seiner Stahlproduktion in Duisburg stärken. Der Konzern muss seinen roten Zahlen schreibenden Stahlbereich im Alleingang sanieren, nachdem die EU-Kommission die lange vorbereitete Fusion mit der  europäischen Stahlsparte des indischen Konkurrenten Tata untersagt hatte.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

27.03.2020


Corona-Krise und seine wirtschaftlichen Folgen

"Das Geld muss fließen, sofort!"

Unternehmer Volker Müller sitzt im Landes-Krisenstab

"Die Bedrohung  für unsere Wirtschaft ist riesig und es steht alles auf dem Spiel!" Dr. Volker Müller (Foto lks. UVN), Unternehmer mit drei Millionen Jobs und Geschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) kämpft im Krisenstab der Landesregierung als  Chefunterhändler der niedersächsischen Wirtschaft dafür, dass die Unternehmen in der Corona-Pandemie-Krise bekommen, was sie zum Überleben brauchen. Müller ist Chef des Spitzenverbands  UVN und spricht auch für 150 000 Unternehmen mit drei Millionen Arbeitnehmern!

Er sagte zu BILD:" Das Geld muss fließen. Sofort." Benötigt würden Hilfszahlungen - also Mittel, die nicht zurückgezahlt werden - für kleinere Unternehmen. "Das Land muss ihnen jetzt Bares geben. Innerhalb von 72 Stunden nach Antragsstellung."

Hintergrund der Forderung: 93 Prozent der 280 000 niedersächsischen Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe mit einem Jahresumsatz bis  2 Millionen Euro. Krisengeschüttelt sind vor allem Gastronomie und Hotellerie (190 000 Arbeitsplätze) sowie  die Veranstaltungsbranche. Müller weiter: "Für sie ging es von 100 auf null." Auch der Einzelhandel (235 000 Mitarbeiter) sei zunehmend betroffen.

Steuervorauszahlungen müssten ausgesetzt werden. Diese sind sofort zu stoppen, die für das Jahr 2020 bereits geleisteten Zahlungen müssten erstattet werden."

Die Finanzämter buchen Unternehmen die Einkommenssteuer quartalsweise ab (zuletzt 10. März). In der Krise problematisch. Die Höhe orientiert sich am Erfolg des vergangenen Geschäftsjahres. Auch muss der Warenverkehr am Laufen bleiben!

Die Corona-Pandemie-Krise trifft auch Niedersachsens wichtigsten Industriezweig: Die Automobilbranche mit ihren 250 000 Arbeitsplätzen in ihrer vielleicht schwersten Zeit.

Alternativen zum Verbrenner müssen her. Mittelständische Zulieferer, denen die Krise Mittel für Forschung und Innovation raubt, sind existenziell bedroht. Schon jetzt sind heftige Verluste sichtbar - auch die Deutschen VW-Werke stehen still. Und laut Müller ist das Kurzarbeitergeld für die Branche das passende Instrument. 

Der Mittelstand muss einfach gesund durch die Krise kommen. In der kommenden Woche entscheidet der Landtag über ein Maßnahmenpaket im Umfang von 4,4 Mrd. Euro!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Bundesarbeitsminister Heil lässt Zweifel an Grundrente 2021 aufkommen

Heil will, dass die Grundrente kommt, aber...

Wegen der Corona-Krise hat Bundesarbeitsminister Heil (Foto RTL) Zweifel an der Einführung der Grundrente zum Jahresbeginn 2021. Der SPD-Politiker sagte zur Funke Mediengruppe: "Ich will, dass die Grundrente kommt. Allerdings kann keiner sagen, wie lange diese Krise andauert und wie langebewährte Abläufe eingeschränkt werden müssen." Außerdem verwies er darauf, dass auch der Bundestag wegen der Corona-Krise "unter veränderten Bedingungen" arbeite. Auf die Frage, ob die Grundrente zum 1. Januar 2021 komme, sagte Heil lediglich: "Das ist mein Ziel und daran arbeite ich weiter."

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Fashion born in Hannover: Mode, Wirtschaft und Integration

Projekt „Integrativer Modestandort Region Hannover“ soll Standort stärken

Die Zahlen der Modebranche in der Region Hannover sprechen für sich: 14.500 Beschäftigte sorgen für einen jährlichen Jahresumsatz von rund 860 Millionen Euro. Das Projekt „Integrativer Modestandort Region Hannover“ soll dafür sorgen, dass die Modebranche das bereits vorhandene Potenzial in Zukunft noch weiter ausschöpfen kann. Am 27. Februar fiel der Startschuss des Gemeinschaftsprojektes von kreHtiv Netzwerk Hannover e.V. und der Initiative UNTER EINEM DACH. Die Region unterstützt das Programm mit 56.000 Euro.

Wirtschaftsdezernent Ulf Birger-Franz: „In der Region Hannover schlummern große Potenziale. Wir wollen sie wecken und die Region auch überregional bekannt machen. Wir sind eine Modestadt – und wollen als solche auch wahrgenommen werden.“

UNTER EINEM DACH entstehen auch Lederwaren. Foto Isabell Wirnasch 

Tatsächlich zählt Hannover nach einer jüngst erhobenen Statistik im Auftrag von hannoverimpuls zu den Top-5-Modestädten in Deutschland. Damit das bekannt wird, hat das kreHtiv-Netzwerk das Motto „Fashion born in Hannover“ ausgerufen. Darunter sollen die Labels und (Jung-) Designer*innen der Region zusammenkommen, voneinander profitieren und die hannoversche Modeszene sichtbarer machen.

Damit auch potenzielle Kunden auf regionale Mode aufmerksam werden, sind besondere Aktionen geplant: Die Kleidungsstücke werden in kurzfristig eingerichteten Pop-Up-Stores präsentiert und verkauft. Das macht neugierig und hebt die Besonderheit der in Hannover entworfenen Kleidung hervor.

Die Designer‘innen profitieren zudem von Workshops im Bereich Marketing und Vertrieb, die das kreHtiv-Netzwerk speziell auf ihre Bedürfnisse angepasst hat.

„Mit dem Freaky Fashion Festival haben wir von 2016 bis 2018 bereits erfolgreiche Arbeit geleistet und gezeigt, was im Modestandort Region Hannover steckt! Nun können wir das Thema durch die Kooperation mit UNTER EINEM DACH und der Unterstützung durch die Region auf eine neue Stufe heben – und damit auch Strahlkraft und Reichweite über die Grenzen der Region hinaus erzeugen“, freut sich Christine Preitauer, Geschäftsführerin des kreHtiv Netzwerk Hannover e.V.

Die regionale Mode wird in der Nähwerkstatt von UNTER EINEM DACH produziert. Dort können die Designer*innen ihre Produkte und Kleinserien in Auftrag geben. Sie bietet Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung Praktika an, vermittelt ihnen Deutschkurse und koordiniert Beratungsangebote. Oft haben diese Frauen in ihrer Heimat als Näherinnen gearbeitet und bringen fachliche Kompetenzen mit. In der Werkstatt werden sie darauf vorbereitet, auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Alexandra Faruga: „Wir konnten bereits drei Halbtagsstellen und zwei 450-Euro-Jobs schaffen. Mit dem Gemeinschaftsprojekt hoffen wir nun, weitere langfristige Perspektiven zu eröffnen.“

Lorena Winkler ist Gründerin des Labels WAYÓM und lässt bereits bei UNTER EINEM DACH produzieren. Sie ist überzeugt von dem Projekt: „Solch eine Vernetzung ist gut für uns Modeschaffende, für die Produktionsstätten, den Einzelhandel und die Kunden. Es passiert so viel in Hannovers Modeszene und es gibt noch so viel Potenzial, das wird jetzt endlich sichtbar!“

Franz sieht in dem Projekt Integrativer Modestandort Hannover ein Vorhaben mit Vorbildcharakter. Er betont auch den sozialen Charakter der Idee: „Wir als Region Hannover können zeigen, wie man Wirtschaft und Integration zusammenbringen kann. Attraktive und gute Kleidung, lokal produziert und integrativ angefertigt – davon können viele profitieren.

Region/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Hauptversammlung der Volkswagen AG wird verschoben

Wegen Covid 19-Pandemie wird neuer Termin gesucht

Volkswagen hat entschieden, die ordentliche Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus sowie der damit verbundenen Regelungen zur Eindämmung des Virus zu verschieben.  

Konzernfinanzvorstand Frank Witter erklärte dazu: „Die Gesundheit von Aktionärinnen und Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der beteiligten Dienstleister hat höchste Priorität. Daher werden wir für die am 7. Mai geplante Hauptversammlung einen neuen Termin suchen. In Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Infektionswelle wird der genaue Termin und Ablauf der Volkswagen-Hauptversammlung 2020 zu gegebener Zeit bekanntgegeben“.

VW/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Schaustellern steht „das Wasser bis zum Hals“

Durch Corona geraten rund 5 000 Schausteller in Not

Die Corona-Krise bringt die rund 5 000 Schausteller in Deutschland in existenzielle Not.

„Die meisten der Schausteller hatten ihren letzten Einsatz bei den Weihnachtsmärkten. Seitdem haben sie keinen Cent mehr eingenommen", sagt Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes und Präsident der Europäischen Schausteller-Union den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“.

„Vielen der oft seit Generationen familiengeführten Betriebe steht das 'Wasser bis zum Hals'. Sie fürchten um ihre Existenz.“

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


NORD/LB ist gut durch 2019 gekommen

Auch der Start ins neue Jahr läßt sich gut an

Die NORD/LB ist nach Angaben ihres Vorstandsvorsitzenden Thomas Bürkle "deutlich besser“ durch das Jahr 2019 gekommen als es noch vor Jahresfrist erwartet wurde und gut in das neue Jahr gestartet. Der angekündigte Verlust sei daher „überschaubar“ geblieben und der Umbau der Bank mittlerweile „in vollem Gang“. Das Geschäftsjahr 2019 wurde mit einem Verlust vor Steuern in Höhe von 30 Millionen Euro abgeschlossen. Das Konzernergebnis habe nach Steuern bei minus 69 Millionen Euro gelegen, sagte Bürkle. Für die komplette Neuausrichtung der Bank seien hohe Restrukturierungsaufwendungen gebildet worden, die das Geschäftsergebnis erheblich belastet hätten.

Die eingeleitete Transformation trage bereits erste Früchte, betone Bürkle. Der deutliche Kostenrückgang zeige, dass die NORD/LB auf dem richtigen Weg sei. Gleichzeitig sei sie aber auch operativ gut unterwegs. Bürkle: „Nachdem wir unsere Bilanz von den Risiken der Schiffsfinanzierung weitgehend befreit haben, können wir uns wieder mit ganzer Kraft unseren Kunden widmen.“

Bürkle (Foto lks., Nord/LB) erklärte weiter, die umfangreichen Maßnahmen zur Kapitalstärkung der Bank durch die Träger der Bank sowie durch die S-Finanzgruppe hätten einen  positiven Gesamtkapitaleffekt von rund 3,6 Milliarden Euro gehabt, dadurch hätten sich die Kapitalquoten der Bank „spürbar verbessert“.  Bürkle betonte, die NORD/LB habe sich für die Zukunft „ambitionierte Ziele“ gesetzt, um diese zu erreichen werde die Bank deutlich kleiner, schlanker, risikoärmer und effizienter werden.

Dabei solle die Bilanzsumme bis zum Jahr 2024 auf rund 95 Milliarden absinken. 2019 sei sie schon auf 139.6 Milliarden Euro zurückgeführt worden. Der Verwaltungsaufwand sei 2019 erneut zurückgegangen und habe sich auf 970 Millionen Euro verringert. Planmäßig angestiegen seien dagegen die Aufwendungen für Restrukturierungen. Sie hätten 2019 bei 459 Millionen Euro gelegen und sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Sie stünden in unmittelbarem Zusammenhang mit dem tiefgreifenden Umbau der Bank.

2019 sei die Bank in nahezu allen Geschäftsbereichen profitabel gewesen. Die Bank werde sich aus dem Bereich der Schiffsfinanzierung „komplett zurückziehen“ und das Schiffsportfolio „vollständig zurückfahren“. Durch den anstehenden Umbau de Bank werde es auch zu Anpassungen beim Geschäftsmodell kommen. Die NORD/LB werde sich künftig auf fünf Geschäftsfelder konzentrieren: Privat- und Geschäftskunden sowie Verbundkunden, Spezialfinanzierungen, Immobilien, Markets undFirmenkunden. Auch künftig werde die Bank einen regionalen Fokus haben, ihre Kunden aber auch auf internationalen Märkten begleiten.

Bürkle sagte, bei der tiefgreifenden Transformation würden alle Strukturen und Prozesse der Bank auf den kritisch hinterfragt und optimiert. Dabei werde sic auch die Zahl der Mitarbeiter weiter deutlich verringern. Bis Ende 2023 solle die Belegschaft im Konzern auf 2 800 Mitarbeiter reduziert werden. Der Personalabbau erfolge möglichst sozialverträglich und auf weitgehend freiwilliger Basis.       

Volker Benke 


Sparkasse Hannover bietet weiterhin Beratung und Service

Bei geregeltem Zugang Bargeldversorgung flächendeckend

Die Sparkasse Hannover stellt weiterhin die flächendeckende Bargeldversorgung über SB-Geräte sicher. Und sie wird auch in den kommenden Wochen ihr Beratungs- und Serviceangebot aufrechterhalten – jedoch seit dieser Woche in einem eingeschränkten Rahmen: Vorerst wird es bis zum 18. April 19 Full ServiceStandorte geben, in denen Kunden nach vorheriger Terminvereinbarung den gewohnten Finanz-Service erhalten.

Seit dem 23. März organisieren und kontrollieren die Mitarbeiter den Zugang zur Filiale. Auch hier gilt der Abstand von 1,5 Metern zu anderen. Im Sinne der Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern setzt die Sparkasse stark auf telefonische Beratung.

In allen anderen Filialen werden weiterhin Beratungs- und Serviceleistungen nach vorheriger Terminvereinbarung beim persönlichen Berater oder unter Telefon 0511 3000-7070 angeboten. Möglich ist auch eine Terminvereinbarung per E-Mail an info(at)sparkasse-hannover.de.

Sparkasse/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Mang kritisiert EZB-Politik

Sparkassen stemmen sich gegen Niedrigzinsen und „höchst problematische Geldpolitik"

Die niedersächsischen Sparkassen stemmen sich weiterhin gegen die Niedrigzinsen und die „höchst problematische Geldpolitik“ der Europäischen Zentralbank (EZB), deren Geldpolitik „deutliche Spuren“ in der Vermögenssituation der Bevölkerung hinterlasse. Das sagte der Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen (SVN), Thoma Mang, beim Jahrespressegespräch des SVN.

Die von der EZB gesetzten Rahmenbedingungen blieben schwierig, er erwarte „zumindest kurzfristig“ keine Änderung der EZB-Politik. Mang betonte, er habe immer wieder daraufhin gewiesen, dass die EZB ihren Auftrag immer weiter ausdehne. Mang: „Gott sei Dank gibt es inzwischen ein breites Problembewusstsein dafür, dass die Abschaffung der Guthabenzinsen eine Bedrohung für den Wohlstand der Bürger ist, vor allem im Alter“. Mang sagte weiter, niemand solle glauben, dass die immer weitergehende Belastung der kapitalgedeckten Vorsorgesysteme ohne Auswirkungen bleibe. Es dürfe aber keine Abkehr vom System der verschiedenen Säulen in der Altersversorgung geben. Gerade in der betrieblichen Altersversorgung zeigten sich jetzt die bilanziellen Auswirkungen bei den Unternehmen, weil immer höhere Pensionsrückstellungen gebildet werden müssten, „die gleichzeitig steuerlich diskriminiert werden.“

 Allein in den vergangenen zehn Jahren hätten Unternehmen etwa 50 Milliarden Steuern zu viel gezahlt, weil die Bundesregierung diesen handelsrechtlichen Aufwand steuerlich nicht berücksichtigt habe. Mang: „Das ist nicht nur unerhört, sondern auch ein Spiel mit dem Feuer“.    

Mit Blick auf die die Bilanzen des Geschäftsjahres 2019 fügte Mang hinzu, dass die Ergebnisse trotz deutlich verbesserter Geschäftsabschlüsse „leicht abgeschwächt“ seien. Für 2019 seien die Jahresergebnisse noch in Ordnung, aber mit Blick auf die Mehrjahresplanungen der Sparkassen zögen „dunkle Wolken am Horizont auf“.

Um dieser Herausforderung gerecht zu werden arbeite der SVN intensiv an einer Stabilisierung der Ertragslage. 2019 hätten die Sparkassen Kreditzusagen in Höhe von rund 18 Milliarden Euro gemacht, ein Anstieg von etwa zehn Prozent. Der Bestand an Krediten habe sich damit auf 85 Milliarden erhöht. Stark unterwegs gewesen seien die Sparkassen beim Geschäft mit Unternehmen und Selbständigen mit zehn Milliarden Kreditzusagen.

Auch bei den Privatkunden sei die Wachstumskurve erneut gestiegen mit sieben Milliarden Kreditzusagen. 2019 hätten die Sparkassen ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 850 Millionen erreicht, etwa 16 Millionen weniger als 2018, sagte Mang.

Der SVN-Präsident beklagte, dass die Deutschen „für Ihre Dummheit belächelt“ würden, ihr Augenmerk auf das Kontensparen gelegt zu haben. Trotz vielfältiger Anstrengungen der Kreditwirtschaft habe es aber keine Initiativen des Staates gegeben, “das Wertpapiersparen ernsthaft zu fördern“. Eher sei das Gegenteil der Fall: extrem hohe Anforderungen an die Wertpapier-Emittenten und Kreditinstitute, hohe administrative und bürokratische Anforderungen und eine Steuerpolitik gegen das Wertpapiersparen.

Als gute Nachricht bezeichnete Mang die Tatsache, dass die Sparkassen eine “stabile Substanz“ hätten, problematisch sei allerdings, dass trotz boomender Geschäftszahlen die Gewinn- und Verlustrechnungen zunehmend unter Druck geraten, sodass der Rückgang der Zinsspane nicht mehr vollständig kompensiert werden könne.

Das Jahr 2020 sei nun „für uns ein entscheidendes Jahr, um gemeinsam konzentriert an der Stabilisierung der Ertragslage zu arbeiten und die Sparkassen „gut durch die Niedrigzinsphase zu bringen.            

Volker Benke

14.03.2020


Die Marken der TRATON GROUP schließen vorübergehend Werke

TRATON erzielt 2019 gutes Ergebnis in schwierigem Markt

Die TRATON GROUP (Scania Vehicles & Services, MAN Truck & Bus, Volkswagen Caminhões e Ônibus, MAN Truck & Bus) hat 2019 Umsatz und Ergebnis gesteigert und bereitet sich nun mit gezielten Maßnahmen auf die anstehenden wirtschaftlichen Herausforderungen und die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie vor. Die Marken der TRATON GROUP schließen vorübergehend mehrere Werke. MAN Truck & Bus hat für die deutschen Werke zum heutigen Tag Kurzarbeit beantragt. „In der aktuellen Krise kommt der Nutzfahrzeugindustrie bei der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Medikamenten eine bedeutende Rolle zu“, sagte Andreas Renschler, TRATON CEO und Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG.

Flagschiffe der TRATON-Group. Foto Traton 

Als einer der größten Nutzfahrzeughersteller in Europa will die TRATON GROUP ihrer besonderen Verantwortung in dieser Ausnahmesituation nachkommen. „Deswegen setzen wir alles daran, für unsere Kunden den Service und die Ersatzteilversorgung aufrechtzuerhalten. Nur wenn der Lieferverkehr auf der Straße uneingeschränkt funktioniert, kann auch die Zustellung von Nahrungsmitteln und Medikamenten sichergestellt werden“, sagte Renschler und fügte hinzu: „In dieser für alle sehr herausfordernden Situation scheint das Jahr 2019 schon weit zurückzuliegen. Aber wir können stolz auf das Erreichte sein.“

Im Jahr 2019 wuchs der Umsatz im Vergleich zu 2018 um 4 Prozent auf 26,9 Mrd. Euro. Bereinigt um die zum Jahresbeginn veräußerte Volkswagen Gebrauchtfahrzeughandels und Service GmbH („VGSG“), die im Vorjahr 585 Mio. Euro Umsatz erzielt hatte, beträgt das Umsatzplus 6 Prozent. Das Operative Ergebnis legte um 25 Prozent zu und erreichte 1,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,5 Mrd. Euro Der Auftragseingang ging um 7 Prozent auf 227.200 Bestellungen zurück.  Im Segment Industrial Business wuchs der Umsatz um 6 Prozent auf 26,4 (25,0) Mrd. Euro. Dazu trug vor allem das Neufahrzeuggeschäft bei. Das Operative Ergebnis erreichte 1,7 (1,3) Mrd. Euro, ein Plus von 29 Prozent.

Das Segment Financial Services erzielte einen Umsatz von 849 (760) Mio. Euro und ein Operatives Ergebnis von 142 (138) Mio. Euro. 

Ausblick auf 2020: „In unserem Geschäftsbericht, der zum 10. Februar 2020 aufgestellt wurde, haben wir für 2020 mit einem moderaten Absatz- und Umsatzrückgang gerechnet“, sagte TRATON CFO Christian Schulz. „Die aktuelle Coronavirus-Pandemie macht eine gesicherte Abschätzung über die Entwicklung der Absatzmärkte und damit über den Verlauf unserer Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr mittlerweile allerdings unmöglich. In dieser für die gesamte Wirtschaft sehr schwierigen Lage hilft es, dass wir uns auf eine grundsolide Bilanzstruktur stützen können. So lag etwa die Nettoliquidität unseres Industriegeschäfts zum Jahresende 2019 bei 1,5 Mrd. Euro“, so Schulz.

Die Marken der TRATON GROUP arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Rentabilität. MAN Truck & Bus strebt mittelfristig eine Rendite von 8 % an. Im vergangenen Jahr wurde diese klar verfehlt. Nun steuert MAN mit einer fundamentalen Neuausrichtung um. „MAN Truck & Bus muss für die kommenden Herausforderungen wie die Investitionen in die Elektromobilität und die zunehmende Digitalisierung gewappnet sein. Nur mit einer Neuausrichtung von MAN Truck & Bus kann der künftige Erfolg unserer starken Marke in einem technologisch höchst anspruchsvollen Markt nachhaltig sichergestellt werden“, so Renschler.

Der Vorstand von MAN Truck & Bus hat erste Gespräche mit dem Betriebsrat zur Ausgestaltung der Neuausrichtung bereits aufgenommen.

Und TRATON SE verschiebt Hauptversammlung

Der Vorstand der TRATON SE hat beschlossen, die bislang für den 28. Mai 2020 geplante ordentliche Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2019 aufgrund der starken Ausbreitung des Coronavirus zu verschieben. Damit verbunden ist die entsprechende zeitliche Verschiebung des Gewinnverwendungsbeschlusses und der Dividendenzahlung.  

Der neue Termin für die Hauptversammlung wird zu gegebener Zeit mitgeteilt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

27.03.2020


VW schließt Werke in Deutschland und im Ausland

Wegen Coronavirus wird die Produktion ausgesetzt

Volkswagen ist der erste Großkonzern in Deutschland, der viele seiner Werke dicht macht. Wegen des Coronavirus wird die Produktion ausgesetzt.

Der Konzern will die Produktion in zahlreichen Werken wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus vorübergehend aussetzen. An den meisten Standorten solle an diesem Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es am Dienstag vom Betriebsrat des Volkswagenkonzerns.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

17.03.2020


IHK-Servicecenter Hannover für Besuche bis auf weiteres geschlossen

Notwendige Dokumente für den Außenhandel werden von der IHK ausgestellt

Das IHK-Servicecenter der Industrie- und Handelkammer (IHK)  am Hauptsitz Hannover wird ab Mittwoch, dem 18. März bis auf weiteres für den direkten Kundenverkehr geschlossen.
Notwendige Dokumente für den Außenhandel (Ursprungszeugnisse, Carnets) werden aber von der IHK ausgestellt: Diese Dokumente können beim IHK-Empfang am Schiffgraben von Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr abgegeben und am Folgetag dort wieder abgeholt werden. Auf der IHK-Website sind Informationen zu den neuen Regelungen zu finden. Weitere Infos zu den notwendigen Bescheinigungen im Außenwirtschaftsverkehr und alternativen Verfahren zur elektronischen Abwicklung unter hannover.ihk./uz.

Bis einschließlich 24. April sind alle Zwischen- und Abschlussprüfungen Teil 1 in allen Ausbildungsberufen abgesagt. Auch alle Fortbildungsprüfungen, die schriftlichen und mündlichen AEVO-Prüfungen sowie alle Unterrichtungen und alle Sach- und Fachkundeprüfungen sind für diesen Zeitraum abgesagt.

Zusätzlich werden bis zum 24. April alle Veranstaltungen wie Seminare, Lehrgänge, Sprechtage in der IHK Hannover und ihren Geschäftsstellen abgesagt. Alle Webinare finden wie geplant statt.

Aktuelle Informationen und Serviceangebote der IHK Hannover rund um die Coronakrise sind gebündelt unter 
hannover.ihk/corona zu finden.

IHK/Ute Micha, PreDiNo/Sigrid Lappe, HaWo

17.03.2020


Reise-Gigant TUI cancelt fast alle Angebote

TUI-Konzern möchte Hilfe vom Staat

Auch die Touristik-Branche wird durch die Covit-19-Krise arg gebeutelt. Und Reise-Gigant TUI befindet sich mittendrin. In der Nacht zu Sonntag hat der Konzern verkündet, den größten Teil seiner Reiseaktivitäten vorübergehend einzustellen. Laut einer Mitteilung des Touristikkonzern sind davon Pauschalreisen, Kreuzfahrten und der Hotelbetrieb betroffen.

Die Einstellung solle somit einen Beitrag zu den weltweiten Bemühungen der Regierungen leisten, die Auswirkungen und die  Verbreitung des Coronavirus abzuschwächen, heißt es weiter.

Das Management des Konzerns aus Hannover traut sich aufgrund der bevorstehenden Belastungen keine Prognose der Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr zu. Denn der Ausblick von Mitte Februar wurde aus diesem Grund zurückgenommen.

Um die Folgen der Krise auf das Jahresergebnis zu mildern, sollen die Kosten nun deutlich gesenkt werden. Außerdem will der Reisekonzern Staatsgarantien zur Unterstützung beantragen, bis der normale Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Nach Angaben von TUI  verfügt der Konzern noch über Finanzmittel und verfügbare Kreditmöglichkeiten in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.03.2020


Jahresabschluss 2019: Region kann Schulden deutlich senken

Kommunen erhalten eine Rückzahlung in Höhe von 28 Millionen Euro

Die Region Hannover ist ein gutes Stück beim Schuldenabbau vorangekommen: Das zeigt der Jahressabschluss 2019, den die Verwaltung vorgelegt hat. Zum 31. Dezember 2019 lag der Schuldenstand bei 570 Millionen Euro – das sind rund 50 Prozent weniger als noch im Jahr 2011. „Erstmals seit 2002 waren zum Bilanzstichtag keine Liquiditätskredite mehr notwendig“, stellt Regionspräsident Hauke Jagau fest. Zudem habe die Region Hannover weniger Kredite aufgenommen als abbezahlt, so dass die Schulden im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 80 Millionen Euro sanken.

Das ordentliche Ergebnis im Jahresabschluss 2019 beziffert sich auf 11 Millionen Euro. „Unser Ziel, eine Ergebnisverbesserung von 25 Millionen Euro im Haushaltsvollzug zu erreichen, haben wir dieses Mal nicht realisiert“, sagte Finanzdezernentin Andrea Fischer. Grund ist, dass die Region Hannover den Städten und Gemeinden 28 Millionen Euro zurückgezahlt hat. Dies entspricht der Verabredung des Regionspräsidenten mit den Hauptverwaltungsbeamtinnen und Hauptverwaltungsbeamten zur Entlastung der Kommunen und war so von der Regionsversammlung beschlossen worden.

Wesentliche Veränderungen registrierte der Service Finanzen der Regionsverwaltung vor allem im Bereich Soziales. Die Zuschussbedarfe für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (+8,5 Millionen) und nach dem SGB II (+17,9 Millionen Euro) fielen geringer aus als im Haushaltsentwurf veranschlagt. Im Gegenzug lagen die Zuschussbedarfe für Eingliederungshilfe (-14 Millionen Euro) und für Leistungen nach dem SGB XII (-10,2 Millionen Euro) höher. Im Verkehrsbereich waren die Aufwendungen für Straßen- und Radwegesanierungen höher als kalkuliert (-7,7 Millionen Euro), für das Sozialticket und die SchülerCard dagegen niedriger (+3,7 Millionen Euro). Günstig wirkte sich im Regionshaushalt das nach wie vor niedrige Zinsniveau aus (+11,8 Millionen Euro). Zudem fielen die Schlüsselzuweisungen höher aus als geplant (+10,2 Millionen Euro).

„Wir hatten mit einem ausgeglichenen Haushalt für 2019 geplant und jetzt ein Plus von 11 Millionen Euro – das ist praktisch eine Punktlandung“, meint Finanzdezernentin Fischer. Insgesamt umfasste das Budget der Region Hannover 2019 1,96 Milliarden Euro.

Region/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

28.02.2020


Planung von Großprojekten soll beschleunigt werden

Auch der Landtag stimmt dafür

Künftig soll das Planen neuer Straßen und Eisenbahntrassen oder Stromleitungen in Niedersachsen schneller gehen. Der Landtag hat am 25. Februar mehrheitlich beschlossen, bei Großprojekten zur Prüfung von Umweltbelangen erforderliche Raumordnungsverfahren zu beschleunigen und effizienter zu machen.

Die verabschiedete Änderung des Raumordnungsgesetzes sieht etwa verkürzte Fristen vor. Unterlagen sollen zudem künftig vor allem im Internet einsehbar  sein, damit nicht mehr in unzähligen Rathäusern "Berge" von Papierakten  ausgelegt werden müssen. Denn "die Beschleunigung von Planungs-und Zulassungsverfahren für Großprojekte ist ein wichtiges Anliegen, vor allem wenn es um Stromnetze oder Verkehrswege geht", betonte auch Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU).

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

25.02.2020


Transporter-Vermietung ProShare startet in Dresden und Erfurt durch

Jetzt auch VW Nutzfahrzeuge per App anmieten

Großes vor und kleines Auto? Egal ob Waschmaschine oder Europaletten: Volkswagen Nutzfahrzeuge bietet mit ProShare ein neues, flexibles Transporter-Sharing an. Gewerbe- und Privatkunden in Dresden und Erfurt erhalten ab per App schlüssellosen Zugriff auf den passenden Transporter. Fahrzeuge der Modelle Caddy, Transporter und Crafter stehen so schnell und bequem zur Verfügung - ohne Bindung an starre Öffnungszeiten, umständliche Papierverträge oder intransparente Preismodelle.

Voraussetzung ist nur eine einfache Registrierung der Kunden unter proshare_registration oder per App. Bezahlmethode eintragen, Führerschein verifizieren lassen.

Die verfügbaren Nutzfahrzeuge sind in der App sichtbar und können flexibel von einer Minute bis zu 28 Tagen gebucht werden. Gestartet wird mit dem Basistarif ab 0,15 Euro/Minute, wenn der Kunde länger unterwegs ist, wird automatisch der günstigste Festpreis ermittelt. Alle Preise verstehen sich inklusive Haftpflicht- und Vollkaskoschutz sowie Kraftstoff – denn getankt wird per Tankkarte, die bereits im Handschuhfach liegt.

„Auf dem Weg vom reinen Fahrzeughersteller zum Mobilitätsdienstleister wollen wir die neuen Nutzungskonzepte und Bedürfnisse unserer Kunden noch besser verstehen“, sagt Silja Pieh, Leiterin Strategie, MasS/TaaS und digitale Produkte bei Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Das Unternehmen ProShare stellt dabei die technische Infrastruktur, Kundenakquise sowie den Kundenservice bereit. Der lokale Partner, wie beispielsweise die Autoholding Dresden, verwaltet die Fahrzeuge, ist verantwortlich für ihren einwandfreien Zustand, kennt die Endkunden vor Ort und agiert als lokaler ProShare-Betreiber.

ProShare plant Anfang 2020 nach Erfurt und Dresden auch in weiteren Städten Deutschlands verfügbar zu sein.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


IHK bekommt Neubau

Der Neubau soll am Bischhofsholer Damm entstehen

Die IHK Hannover bekommt eine neue Hauptgeschäftsstelle. Nach intensiven Analysen und Diskussionen über eine Sanierung der Gebäude am bisherigen Standort Schiffgraben einerseits oder der Suche nach einem geeigneten Objekt mit guter Erreichbarkeit zur hannoverschen Innenstadt andererseits ist jetzt die Entscheidung gefallen: Der Neubau soll am Bischhofsholer Damm entstehen, bis Mitte 2023 bezugsfertig sein und rund 45 Millionen Euro kosten.

IHK-Präsident Dr. Christian Hinsch sagte dazu, er freue sich, dass nach jahrelanger Vorbereitung, Planung und Abwägung nun die Entscheidung für einen modernen Neubau an einem für die Mitglieder gut erreichbaren Standort gefallen sei.

Neubau soll am Bischhofsholer Damm entstehen und rund 45 Millionen Euro kosten. Foto IHK  

Die Finanzierung des Neubaus wird die IHK vor allem aus Rücklagen bestreiten können, die hierfür in den letzten Jahren aufgebaut worden seien sowie aus Verwertungserlösen für den alten Standort, den die IHK nach dem Umzug aufgeben wird.

Bei den Angeboten für den Neubau hat sich der Entwurf der hannoverschen Bauträgergesellschaft bauwo durchgesetzt. Er wird rund 8 800 qm Bruttogrundfläche aufweisen, die sich auf sieben Geschosse verteilen. Die knapp 200 Mitarbeiter werden vor allem in Gruppenbüros einziehen mit unterschiedlichen Möglichkeiten für Kundengespräche und interne Kommunikation. Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage betonte: „Der für die nächsten Jahre anstehende Ausbau digitaler Prozesse wird sich hervorragend verbinden mit modernen Arbeitsplätzen in attraktiven Bürokonzepten.“

Nach Angaben der IHK Hannover besticht der Entwurf von bauwo vor allem durch seine hohe Flexibilität und Funktionalität, was wichtig sei, weil die technischen Anforderungen der acht IHK-Abteilungenhöchst unterschiedlich sei und spezifische Lösungen erfordere bezüglich der Arbeitsumgebung und -ausstattung.

Volker Benke


Was tun im IT-Notfall?

 Notfallkarte für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Dass man die Feuerwehr ruft, wenn es brennt, ist selbstverständlich. Aber was, wenn die IT stillsteht oder es zu einem Cyber-Angriff gekommen ist? Antworten enthält die neue IT-Notfallkarte des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die BSI-Präsident Arne Schönbohm und Martin Wansleben, Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), im Rahmen des 29. Cyber-Sicherheitstages in Berlin vorgestellt haben.

Die Notfallkarte kann im Büro oder in der Werkhalle angebracht werden. Sie enthält eine individuelle Notfall-Rufnummer sowie Handlungsanweisungen im Falle eines IT-Notfalls. Ebenfalls vorgestellt wurde die Landkarte der Cyber-Sicherheit, die Initiativen, Kammern und Verbände aufzeigt, die sich bundesweit für die Verbesserung der Cyber-Sicherheit engagieren und neben dem BSI Anlaufstellen für Unternehmen sind.
„Gerade der Mittelstand als Rückgrat unserer Wirtschaft und vielfacher Innovationstreiber ist im Visier von Cyber-Angreifern. Das kann Krankenhäuser genauso treffen wie Handwerksbetriebe, Autozulieferer oder Juweliere. Viele KMU benötigen Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Prävention, Detektion und Reaktion. Hier bieten wir mit der IT-Notfallkarte und der Landkarte der Cyber-Sicherheitsinitiativen Erste Hilfe und Orientierung", so Arne Schönbohm, Präsident des BSI.

Die IT-Notfallkarte wird ergänzt durch einen Maßnahmenkatalog „Notfallmanagement“ und eine „TOP12“-Übersicht: Maßnahmen bei Cyber-Angriffen, die sich besonders an KMU wendet. Das Service-Paket „IT-Notfall“ ist ein gemeinsames Produkt der Zusammenarbeit von BSI, DIHK, eco, VOICE, BKA, Initiative Wirtschaftsschutz, NIFIS und Charter of Trust.

Die IT-Notfallkarte und die Landkarte der Cyber-Sicherheitsinitiativen stehen auf der Webseite des BSI unter 
allianz-fuer-cybersicherheit-Notfallkarte zur Verfügung.

BSI/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


So wird das Smartphone zum Faxgerät

Das Fax per App senden

Klar, hier und da brauchen wir einfach ein Faxgerät. Doch meist fehlt es inzwischen im Büroalltag. In solchen Fällen kann eine Fax-App sehr hilfreich sein. Bevor man sich jedoch für eine Fax-App entscheidet, sollten zuerst die Preise für den Einzelversand oder Abonnements bei verschiedenen Anbietern vergleichen und die Nutzerbewertungen gut durchlesen. Für Gelegenheitsfaxer gibt es zum Beispiel die App Freefax von Fax.de. Sie ist kostenlos, wenn man pro Tag nur eine Seite versenden möchte. Sind mehr Seiten zu faxen, sollte man ein Guthaben aufladen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche