WIRTSCHAFT

 


Wirtschaftsminister Althusmann hat China im Blick

Kontakte sollen gestärkt werden und Besuch im Volkswagen-Werk in Foshan steht an

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (Foto CDU) hat bei einem Besuch in dieser Woche China voll im Blick. Themen wie Digitalisierung und Elektromobilität stehen im Vordergrund. Mit rund 45 Unternehmern aus Niedersachsen will der CDU-Landeschef das Volkswagen-Werk in Foshan und den Internet-Riesen Alibaba in Hangzhou besuchen.

„China bietet nicht nur den weltweit agierenden Unternehmen aus Deutschland große Chancen, auch viele unserer mittelständischen Unternehmen haben das Land als wichtigen Handelspartner entdeckt und erfolgreich eine eigene Niederlassung in China gegründet", sagte Althusmann, "die guten und stabilen Wirtschaftsbeziehungen wollen wir weiter ausbauen, ohne dabei die langfristigen und sehr ehrgeizigen Ziele Chinas aus den Augen zu verlieren."

Nach aktuellen Außenhandelszahlen sei China im vergangenen Jahr erneut wichtigster Handelspartner Niedersachsens außerhalb der EU mit einem  Gesamtaußenhandelsvolumen von mehr als 11 Milliarden Euro gewesen, so das Wirtschaftsministerium. Bei den Einführungen lag China dabei mit gut 6,5 Milliarden Euro auf Platz vier, beim Export als Zielmarkt mit knapp fünf Milliarden auf Platz fünf. Es gibt in China mehr als 300 niedersächsische Unternehmen mit einer eignen Niederlassung oder einem Gemeinschaftsunternehmen, hieß es weiter, Etwa 1 000 niedersächsische Unternehmen unterhalten danach Handelsbeziehungen zu China!

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Beim Stresstest Schlusslicht

NORD/LB sieht sich in ihrem Kurs bestätigt  

Die NORD/LB sieht sich allerdings durch die Ergebnisse des Stresstestes in ihrem längst eingeschlagenen Kapitalstärkungskurs bestätigt. Das Stresstestergebnis bewege sich im Rahmen des von der Bank Erwarteten und habe daher auch keine Überraschungen gebracht, heißt es bei der Landesbank.

Nach Angaben der NORD/LB war ausschlaggebend für das Stresstest-Ergebnis der Bank der niedrige Ausgangswert für die Kapitalquote der Bank. Im Durchschnitt aller beteiligten deutschen Banken habe dieser Wert bei 5,86 Prozentpunkten gelegen. Damit bewege sich die NORD/LB beim eigentlichen Stresstest-Effekt im Vergleich der deutschen Banken im Mittelfeld. Seit dem letzten Banken-Stresstest im Jahr 2016 habe die NORD/LB für ihr Schiffskreditportfolio aus eigener Kraft und ohne staatliche Hilfen Risikovorsorge in Höhe von insgesamt rund 3,9 Milliarden Euro neu gebildet. Diese Maßnahmen hätten den Vorgaben der geltenden Bilanzierungsregeln ebenso wie den Erwartungen der Bankenaufsicht, der Rating-Agenturen, der Eigentümer und der Öffentlichkeit entsprochen, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Landesbank, Thomas S. Bürkle (Foto lks. S. Lappe). Dadurch sei die NORD/LB von einem vergleichsweise niedrigen Ausgangswert in den Stresstest gestartet und mit einem entsprechend niedrigeren Ergebnis wieder herausgekommen.

Die NORD/LB wies in diesem Zusammenhang erneut daraufhin, dass sie für ihr Geschäftsmodell eine harte Kernkapitalquote von 13 Prozent als Minimalziel betrachte. Derzeit liege diese Quote bei 12,6 Prozent. Damit erfülle die Bank zwar weiterhin deutlich alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen, dieses allein reiche aber nicht aus, um die NORD/LB aufsteigende Anforderungen der Zukunft und auf die kommenden Herausforderungen der Märkte vorzubereiten, sagte Bürkle. Deshalb arbeite man gemeinsam mit den Eigentümern der Bank sehr intensiv daran, die Kapitalbasis nachhaltig zu stärken.

Derzeit arbeitet die NORD/LB auf drei Handlungsfeldern daran, die Bank zukunftssicher zu machen: Erstens: Die Prüfung der unterschiedlichen Optionen zur Kapitalstärkung im engen Austausch mit der Bankenaufsicht und der EU-Kommission. Zweitens: Der Abbau des Schiffsportfolios schreite in großen Schritten voran, womit die NORD/LB ihre Risikoaktiva und ihren Kapitalverbrauch reduzieren wird.  Drittens betreibt die Bank parallel dazu weiterhin ihr konzernweites Transformationsprogramm One Bank voran, das alle Prozesse, Produkte und Strukturen auf den Prüfstand stellt und die Wettbewerbsfähigkeit der NORD/LB mit Blick auf Ertragsfähigkeit, Risiken und Kosten langfristig sicherstellen soll.

Volker Benke 


Conti erwirbt Sparte von Cooper Standard

Im Geschäftsbereich Antivibrationssysteme will sich Continental verstärken

Der Autozulieferer übernimmt die entsprechende Sparte des US-Konkurrenten Cooper Standard. Darauf hätten sich die Konzerne verständigt, teilte Conti mit. Der in Frankreich ansässige Geschäftszweig habe zuletzt mit rund 1 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 290 Millionen Euro erzielt. Der Kaufpreis soll sich zwischen 200 und 300 Millionen Euro bewegen.

 Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Continental übernimmt Kathrein Automotive

Contil baut Kompetenz bei Schlüsseltechnologien für eine Fahrzeugvernetzung aus

Das Technologieunternehmen gab jetzt bekannt, daß es mit der Kathrein Automotive GmbH einen der führenden Spezialisten und Hersteller von Fahrzeugantennen übernimmt, der Kaufvertrag unterschrieben sei, und die Kathrein Automotive nach der kartellrechtlichen Prüfung voraussichtlich im ersten Quartal 2019 mit der gesamten Belegschaft Teil von Continental werde. Die Kathrein Automotiv beschäftigt zurzeit über 1.000 Mitarbeiter an acht Standorten in Brasilien China, Deutschland, Mexiko, Portugal und den USA.

Nach Angaben des Continental-Vorstandsmitgliedes, Helmut Matschi, sind leistungsfähige und intelligente Antennen die Schlüsseltechnologie für eine ganzheitliche Fahrzeugvernetzung, ohne Antennen gebe es keine Vernetzung. Vom Funkschlüssel, über Navigation bis hin zur Telematik wären die Schnittstellen für drahtlose Kommunikation im und über das Fahrzeug hinaus zahlreich, betonte Matschi.

Bereits heute sind Fahrzeuge mit 20 Antennen und mehr ausgestattet. Im Zuge der voranschreitenden ganzheitlichen Fahrzeugvernetzung und neuer Kommunikationstechnologien wie 5G werde der Bedarf an leistungsfähigen und intelligenten Antennenlösungen weiter steigen, heißt es bei Continental. Analysten schätzten ein durchschnittliches jährliches Marktwachstum für Fahrzeugantennen von etwa 6,5 Prozent bis ins Jahr 2022.

Mit dem Erwerb von Kathrein Automotive erweitere Continental nicht nur sein Produktportfolio und gewinne essentielles Entwicklungs-Know-how, sondern hebe mit dem Kauf auch einen langjährige erfolgreiche Partnerschaft auf eine neue Ebene, nachdem aus der bisherigen Zusammenarbeit mit dem intelligenten Antennenmodul und dem multifunktionalen Smart Device Terminal bereits im Markt erfolgreiche Vernetzungslösungen hervorgegangen seien.

Neben den gemeinsamen Entwicklungen umfasst das Portfolio von Kathrein Automotive Antennensysteme für alle fahrzeugrelevanten weltweiten Kommunikationssysteme, MIMI-Antennensysteme für optimierten Datenempfang sowie Antennensysteme für neue Frequenzbänder im 5G Mobilfunkstandard. Produkte der Hochfrequenzelektronik wie Kompensatoren für Mobilfunk- und V2X-Technologie ergänzten das Produktportfolio, heißt es.

Volker Benke


Schwächelnde Autoproduktion verantwortlich

Continental erwartet ein schwieriges viertes Quartal

Die schwächelnde Autoproduktion bekommt auch weiter der Zulieferer und Reifenhersteller Continental aus Hannover zu spüren. Das ist allerdings mittlerweile ein weltweites Problem. Nach einem schwachen dritten Quartal sieht das Unternehmen auch für den Jahresabschluss Risiken und stellt die derzeitige Prognose für den Jahresumsatz von rund 44,5 Milliarden Euro unter Vorbehalt. Wenn der negative Trend in der Branche im vierten Quartal zunehme, besteht die Gefahr, das Ziel nicht zu erreichen.

Im August hatte der Dax-Konzern die Gewinnprognose zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt, weil es unter anderem auch in China schwächer läuft, als gedacht. „Seit knapp zehn Jahren haben wir im laufenden Quartal zum ersten Mal einen substanziellen Rückgang der weltweiten Fahrzeugproduktion gesehen, sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer in Hannover. Auch für das vierte Quartal rechnet Conti mit einem Rückgang der Autoproduktion.

Im abgelaufenen dritten Quartal sorgten die Probleme für einen Gewinnrückgang unter dem Strich von gut 14 Prozent auf 626,1 Millionen Euro. Der Umsatz war wie bereits bekannt, um 0,9 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro geklettert, das um Sondereffekte zu bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern war um gut 30 Prozent auf 771,8 Millionen Euro runter gepurzelt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Neuer Conti-Standort in China eröffnet

Continental produziert in China für China

Gute zehn Millionen Euro hat Conti in einen neu eröffneten Standort im chinesischen Changshu investiert. In dem neuen Werk werfen 3-D-blasgeformte Schlauchleitungen produziert, die in Hochleistungsturboladern in der Autoindustrie eingesetzt werden.

Das 3D-Blasformwerk von Continental produziert in erster Linie 3D-blasgeformte Schläuche zur Verwendung in Hochleistungs-Turboladern für Automobilhersteller. Foto Continental

So ist es Continental möglich, der steigenden lokalen Nachfrage auf dem chinesischen Produktionssektor nachzukommen, hieß es in einer Mitteilung. Es ist der vierte Conti-Standort, an dem diese Technologie angewendet wird.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe



Absatz gesunken: VW und Audi liefern weniger aus

Auslieferungen bei Volkswagen waren im Oktober rückläufig

Weltweit sank der Absatz um 6,2 Prozent auf nur noch 516 900 Fahrzeuge der Kernmarke, wie der Autobauer in der letzten Woche mitteilte. Grund dafür sei in erster Linie die Verunsicherung der chinesischen  Verbraucher wegen des Handelskonflikts mit den USA. Sie ließ damit den dortigen Absatz um 9,8 Prozent auf 274 100 Autos in den Keller sinken.

Die VW-Tochter Audi hat im Oktober in Europa nur halb so viele Autos verkauft wie vor einem Jahr, weil viele Modelle immer noch keine WLTP-Zulassung haben. Aber bis Ende des Jahres werde das Modellangebot wieder komplett sein, sagte der kommissarische Vorstandschef Bram Schot in Ingolstadt.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


VW setzt auf Partnerschaft mit Microsoft

Bei der Vernetzung seiner Autos setzt VW auf Clouddienste von Microsoft

Der Autobauer hat dafür eine strategische Partnerschaft mit dem Softwareunternehmen vereinbart, teilte das Unternehmen mit.

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen die Volkswagen Automotive Cloud entwickeln, die alle digitalen Dienste und Mobilitätsangebote des Autobauers umfasst. Damit werde Volkswagen künftig in der Lage sein, digitale Dienste auf die gesamte VW-Flotte auszuweiten.

Und langfristig sollen die Lösungen auch in den übrigen Konzernmarken wie Audi,  Seat oder Skoda eingeführt werden.                                                                                                                     Quelle: sdecoret / shutterstock.com

   Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Bei VW in Wolfsburg sollen eine Millionen Fahrzeuge vom Band laufen

Durch Bündelung der Golf-Produktion steigt die Produktion in Wolfsburg

„Wir planen wie vereinbart die Produktivität bis 2020 um 25 Prozent in allen deutschen Standorten zu erhöhen. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht Volkswagen in Zukunft weitere Anstrengungen“, erklärt Dr. Andreas Tostmann, Vorstand für Produktion und Logistik der Marke Volkswagen (Foto).  Das Produktionsvolumen im Wolfsburger Stammwerk wird zukünftig auf etwa eine Millionen Fahrzeuge ansteigen. Durch eine gesteigerte Produktivität kann eine höhere Auslastung der Werke erzielt werden. In Wolfsburg werden dafür die Weichen gestellt, damit die im Zukunftspakt vereinbarte Bündelung der Golf-Produktion an einem Standort erfolgen kann. Die Golf Fertigungen aus Zwickau und Puebla wird mit Einführung des Golf 8 in das Stammwerk zurückgeführt. Auch der neue SEAT Tarraco wird demnächst in Wolfsburg gefertigt. Tostmann: „Wir planen die Produktivität bis 2020 um 25 Prozent in allen deutschen Standorten zu erhöhen." Um wettbewerbsfähig zu bleiben, brauche VW weitere Anstrengungen, insbesondere für die Zeit nach 2020.

Zur Verbesserung der Produktionseffizienz hat Volkswagen eine neue Produktionsstrategie entwickelt  Im Mittelpunkt der Maßnahmen stehen auch weiterhin eine deutliche Verringerung der Komplexität von Produktionsstrukturen sowie eine Standardisierung im weltweiten Produktionsverbund. „Ein kompetentes, weltweit führendes Produktionsnetzwerk ist einer der größten Hebel für die Wertsteigerung des Volkswagen Konzerns“, erklärt Tostmann. „Die Marke Volkswagen hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Wir sind auf dem richtigen Weg. Im Branchenvergleich liegen wir damit im Mittelfeld, da wollen wir aufholen und zu den Besten der Branche gehören.“ Ende September 2018 will die Marke Volkswagen Eckpfeiler ihrer neuen Produktionsstrategie „Transform.Together“ bekanntgeben sowie über eine Detaillierung der geplanten Maßnahmen und Handlungsfelder informieren.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Volkswagen weitet Produktion in China aus

Eröffnung von vier neuen Werken an den drei Standorten in den vergangenen Monaten

China-Vorstand Heizmann (Foto lks.): „Der chinesische Markt trägt wesentlich zum Erfolg des Volkswagen Konzerns bei. Daher haben wir in 2018 unsere SUV- und Elektromobilitätsoffensive in China gestartet, die durch unsere neuen Werke gestärkt wird.“

Der VW-Konzern stärkt mit der Eröffnung von den drei neuen FAW-Volkwagen Fahrzeugwerken an den drei Standorten in Qingdao, Foshan und Tianjin sowie mit dem Komponentenwerk Volkswagen FAW Platform Tianjin Branch seine Lokalisierungsstrategie in China.

Alle vier neuen Fabriken erhöhen die Flexibilität von Volkswagen Group China, auf Kundenbedürfnisse schneller reagieren zu können. Allein im jüngst eröffneten FAW-Volkswagen Werk Tianjin rollen künftig jährlich 300.000 SUV-Modelle vom Band und bilden somit die Basis für die SUV-Offensive der Volkswagen Group China. Wegweisend für die Elektrifizierungsstrategie des Volkswagen Konzerns („Roadmap E“) ist das Werk Foshan, das nun 600.000 Fahrzeuge pro Jahr produzieren kann. Auch in Qingdao werden in Zukunft elektrifizierte Fahrzeuge neben Autos mit Verbrennungsmotor vom Band laufen können.

Prof. Dr. Jochem Heizmann Vorstandsmitglied der Volkswagen Aktiengesellschaft sowie Präsident und CEO der Volkswagen Group China, sagte: „Wir wollen einen wesentlichen Betrag leisten den Pkw-Markt in China zu elektrifizieren. Bis 2025 sollen etwa 40 verschiedene elektrifizierte Fahrzeugmodelle in China produziert werden.“

Der Volkswagen Konzern ist in China mit 12 Marken vertreten und hat dort mit seinen JointVenture-Partnern FAW (FAW-Volkswagen) und SAIC (SAIC VOLKSWAGEN) seit Marktantritt im Jahr 1984 mehr als 35 Mio. Fahrzeuge ausgeliefert. Für die Volkswagen Group China arbeiten über 100.000 Beschäftigte in 34 chinesischen Werken an 23 Standorten. Rund 3000 Händler (mit 330. 000 Mitarbeitern) haben im Jahr 2017 in der Volksrepublik 150 verschiedene Modelle und insgesamt 4,18 Mio. Fahrzeuge des Konzerns verkauft. Im August 2018 betrug der Pkw-Marktanteil des Volkswagen Konzerns in China 18,3 Prozent.

Sigrid Lappe, Hannover Woche / Ute Micha, Presse Dienst Nord


Grundsteinlegung für das neue MEB-Werk im chinesischen Anting

Volkswagen treibt Produktion von E-Autos in China weiter voran

Mit seinem langjährigen Joint Venture-Partner in China, SAIC Volkswagen, will die Volkswagen AG in der neuen Fabrik in Anting bei Shanghai ein neues Kapitel in der Chinesischen Autoindustrie aufschlagen und zugleich seine Offensive auf dem besonders schnell wachsenden E-Fahrzeug-Markt in China stärken.

Das sagte der VW-Vorstandsvorsitzende Herbert Diess (Foto) bei der Grundsteinlegung für das neue Werk, dem Bau des ersten, speziell auf der Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB) Produktion ausgerichteten Werkes. Ab 2020 sollen in Anting, in dem weltweit ersten Produktionswerk nur für MEB-Fahrzeuge, reine E-Fahrzeuge und Batteriesystem gebaut werden.

Die Ausrichtung des Fertigungsnetzwerkes in dem neuen Werk auf Industrie 4.0-Standard soll zugleich die Effizienz, die Automatisierungsrate und die Produktionskapazität des Werkes erhöhen. Damit treibt die Volkswagen Group China die Elektrifizierung auf dem weltweit größten Markt für E-Fahrzeuge massiv voran. Im Jahr 2020 soll die Produktion starten mit einem SUV der Marke Volkswagen. Das neue Werk in Anting und das bereits im Sommer 2018 im chinesischen Foshan eröffnete FAW-Volkswagen-Werk werden damit unmittelbar nach dem deutschen Standort in Zwickau in die Produktion von E-Fahrzeugen auf MEB-Basis einsteigen.

VW will mit den MEB-Fahrzeugen seinen chinesischen Kunden hochmoderne Autos anbieten und künftig zusammen mit seinen chinesischen Joint Venture-Partnern konsequent auf nachhaltige Mobilität setzen und so den Strukturwandel in der Automobilindustrie weltweit vorantreiben. Diess betonte, das sei ein weiterer Beleg für die große Bedeutung des chinesischen Marktes für den Volkswagen-Konzern.

In Anting soll durch den Einsatz von insgesamt 1.400 Industrie-4.0-Robotern und Zukunftstechnologien wie künstlicher Intelligenz, Augmented Reality und Virtual werde die neue Fabrik im Rahmen von Industrie 4.0 zu einer hochdigitalisierten Produktionsstätte, sagt VW. Dabei wird das Werk in Anting von Pressanlagen über Erprobungstrecken bis hin zur Montage von Batteriesystemen eine Vielzahl von Betriebsbereichen bieten. Damit sorgt der besondere Fokus auch auf Wasserreinhaltung, Energieeinsparung und der Reduktion von Kohlendioxyd 27 umweltfreundliche Technologien für eine nachhaltige Produktion in  Anting.

Geplant ist eine jährliche Produktionskapazität von 300.000 Fahrzeugen. Noch im Jahr 2020 wird dann auch das erste dort produzierte Auto vorgestellt, ein Volkswagen SUV auf MEB-Basis. Das System ist kompromisslos auf Elektro ausgelegt und zugleich soll ein dynamischeres Design, deutlich mehr Platz, eine erhöhte Reichweite und völlig neue digitale Services geboten werden.

Ferner treibt VW mit der Roadmap E seine ambitionierte Elektro-Offensive voran. Bis 2025 sollen weltweit 50 reine E-Autos auf den Markt gebracht werden, d. h. jedes vierte Neufahrzeug soll dann elektrisch betrieben werden. Dabei soll China als führender E-Fahrzeug-Markt eine zentrale Rolle spielen.

Volker Benke


Masterplan Digitalisierung schreitet voran

Neuer Partner des Landes ist Vodafone

Endlich schreiten sie voran, die Digitalisierungspläne der niedersächsischen Landesregierung. Als erstes großes Kommunikationsunternehmen hat Vodafon die Möglichkeit  am Schopfe gepackt, mit dem Land eine sogenannte Digitalisierungspartnerschaft einzugehen, um die Mobilfunkversorgung nicht nur zu verbessern sondern auch gigabitfähige Breitbandnetze zu schaffen.

„Wir gehen davon aus, daß bis Ende September auch von den anderen beiden großen Netzbetreibern Telefonica/02 und Telekom konkrete Ausbaudaten bekommen werden", sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sprach von einem „ganz wichtigen Baustein unseres geplanten Gigapaktes".  Jedoch stieß es auf Widerspruch bei den oppositionellen Parteien FDP und Grüne. Da hieß es: „Bevor nicht eine konkrete Ausgestaltung dieser geplanten digitalen Partnerschaft vorliegt, sehen wir keinen Grund, in die Jubelrufe des Wirtschaftsministers einzusteigen", sagte  der Grünen Abgeordnete Detlev Schulz-Hendel,  denn ein Wirtschaftsunternehmen wie Vodafone sei immer zuerst an Gewinnmaximierung interessiert.

Laut Wirtschaftsministerium hat Vodafone zugesagt, in den Ausbau der Telekommunikationsstruktur bis 2020 mindestens 180 Millionen Euro zu investieren. Denn Ziel sei es, rund 65 Prozent aller Haushalte im Land über das Vodafone-Kabelnetz mit Internetanschlüssen zu versorgen. Auch die Bandbreite von mindestens einem Gigabit solle erreicht werden. Desweiteren sollen 170 Gewerbegebiete angeschlossen werden. „Wir planen derzeit mit mindestens 180 Millionen Euro im Flächenland Niedersachsen", zitierte die „Neue Osnabrücker Zeitung" Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Bei Ausbildungen ist der Mittelstand Niedersachsens vorn

Niedersachsen und Bremen liegen mit ihrer Ausbildungsbereitschaft weit oben

In Niedersachsen und Bremen liegen mittelständische Betriebe mit ihrer Ausbildungsbereitschaft im bundesweiten Vergleich weit oben. Rund 17 Prozent der Mittelständler in beiden genannten Bundesländern bilden nach einer Studie der staatlichen Förderbank KfW junge Menschen aus.  Spitzenreiter sind in den Jahren 2012 und 2016 Rheinland-Pfalz und das Saarland (je mit 18 Prozent). Schlusslichter sind die ostdeutschen Flächenländer Sachsen und Thüringen sowie Berlin (mit jeweils 10 Prozent). 

PreDiNo, Ute Micha / HaWo, Sigrid Lappe


So will das Land Niedersachsen Meister machen

Komplett-Übernahme der Kosten für Meister-Prüfung
Oft scheitert eine Meisterprüfung an der Finanzierung. Das soll sich jetzt ändern - eine neue "Meistet-Prämie" soll den Umbruch bringen. Vor gut einem Vierteljahr hat Niedersachsen den Bonus eingeführt - Absolventen, die die Meisterprüfung anstreben, können 4 000 Euro beantragen, um ihren Meister-Brief zu bekommen, wie z.B. Installateure, Zimmerer, Maurer, Bäcker und Friseure.
Für Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ist das ein Erfolg und er rechnet mit steigender Nachfrage: „Uns liegen bereits 1 158 Anträge vor, die Prämie wird sehr gut angenommen."  2018 und 2019 stehen dafür 23 Millionen Euro Fördergeld zur Verfügung. Für eine Komplettübernahme der Kosten will das Land Niedersachsen beim Bund kämpfen.
Althusmann: „Es wäre nur gerecht, da eine Meister-Ausbildung von der Qualifikation her gleichwertig mit dem Bachelor-Studium ist."

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Rossman jetzt auch im Kosovo

Die Drogeriemarktkette aus Burgwedel hat im Kosovo ihr erstes Geschäft eröffnet.

Damit ist die Republik Kosovo der sechste Auslandsmarkt nach Polen, Ungarn, Tschechien, Albanien und der Türkei, teilte Rossmann mit.
„Wir starten neu im Kosovo und sind sehr gespannt wie unsere Filiale angenommen wird", sagte Daniel Rossmann Foto). Fast 3 800 Märkte betreibt das Familienunternehmen und beschäftigt 54 500 Mitarbeiter.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Niedersachsen will mehr Ökolandbau

Landesregierung  will Modellregionen und Pilotprojekte einrichten  

Wenn es nach den Plänen der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast geht, soll in Niedersachsen bis zum Jahr 2025 doppelt so viele Ökolandbau Betriebe geben, wie bisher. Das kündigte die CDU-Politikerin in Hannover nach einer Sitzung des Fachbeirats zur Förderung des ökologischen Landbaus an. Nach Angaben des Ministeriums gab es Ende des vergangenen Jahres 1 793 Bio-Höfe, das entspricht einem Anteil von 4,9 Prozent. Insgesamt bewirtschaften sie rund 100 000 Hektar. Um die Zahl der Ökobetriebe zu steigern, sollen Modellregionen und Pilotprojekte eingerichtet werden.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Gewerbeflächen in der Region werden knapp

Region legt Leitlinien bis 2025 vor

Die Wirtschaftsförderung der Region richtet Investitionsfonds zur Erschließung neuer Flächen ein, denn die Nachfrage an Gewerbeflächen in der Region Hannover übersteigt das Angebot. Zwar ist der Gewerbeflächenumsatz im letzten Jahr regionsweit um die Hälfte zurückgegangen, dennoch droht in den meisten Kommunen mittelfristig ein Engpass an verfügbaren Gewerbeflächen. Die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung begegnet der drohenden Flächenknappheit mit einer Reihe von Maßnahmen: Gemeinsam mit den regionsangehörigen Städten und Gemeinden hat sie Leitlinien für die kommenden fünf Jahre entwickelt, die der Erschließung neuer Standorte und der Revitalisierung von Gewerbebrachen dienen. Darüber hinaus richtet die Region einen regionalen Investitionsfonds für die Gewerbeflächenentwicklung ein.

„Wir haben den Handlungsbedarf erkannt und uns gemeinsam mit den Städten und Gemeinden auf den Weg gemacht, dem drohenden Engpass mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen “, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover. „Nach unserer Analyse benötigen alle Kommunen einen Grundstock an Gewerbeflächen mit B-Plan, der für mindestens fünf Jahre ausreicht“, so Franz. Zusätzliche Flächen müssen auch für Dienstleistungen, wissenschaftsorientierte Produktion, Gründer oder die Kreativwirtschaft geschaffen werden – zum einen in Hannover, aber auch in Umlandkommunen mit attraktiver Lage und guter ÖPNV-Anbindung.

„Um die Kommunen bei der Mobilisierung neuer Gewerbeflächen finanziell zu unterstützen, werden wir einen regionalen Gewerbeflächeninvestitionsfonds einrichten“, kündigt Alexander Skubowius, Leiter des Fachbereichs Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover, an. Mittelfristig stößt das Gewerbeflächenangebot in den meisten Kommunen an Grenzen: Setzt man die verfügbaren Flächen in Relation zu den Flächenumsätzen der letzten zehn Jahre, reicht das Angebot in 13 von 21 Kommunen nicht einmal für fünf Jahre.  

Das Gewerbeflächenmonitoring 2018 steht auf www.wirtschaftsfoerderung-hannover.de als PDF zum Herunterladen bereit. Ein gedrucktes Exemplar kann ab dem 20.Juli  auf der Internetseite der Wirtschaftsförderung kostenfrei angefordert werden.

Hannover Woche, Sigrid Lappe / Presse Dienst Nord, Ute Micha


Das deckt gerade einmal die Kosten

Milchbauern bekommen 32 Cent für einen Liter Milch

Deutschlands größte Molkereigenossenschaft Deutsches Milchkontor (DMK) liegt zurzeit beim Milchgeld für ihre rund 7 500 Milchbauern (Genossenschaftsbauern) deutlich unter dem Vorjahresschnitt. Derzeit bekommen die Milchbauern 32 Cent pro Liter Milch. Im Vorjahr waren es inklusive Zuschläge und Dividenden durchschnittlich 36,29 Cent.

Im Vorjahr sei es gelungen, mehr Milchgeld auszuzahlen als der Durchschnitt der Wettbewerber, hieß es bei der Vertreterversammlung des DMK in Hannover. Ganz schlecht war es zu Zeiten der Krise 2016. Da lag das Milchgeld gerade mal bei 25,20 Cent.

Beim Bund deutscher Milchviehhalter sieht man das Milchgeld, das die Bauern für ihre Milch erhalten, auf viel zu niedrigem Niveau. Um die 31 Cent sei in etwa derzeit bundesweit der Durchschnitt, sagte Sprecher Hans Foldenauer.

Dies reiche, um Rechnungen zu zahlen, aber nicht, um Betriebe weiterzuentwickeln. Nach Angaben der EU-Kommission ist mit Stand Januar 2018 ein Milchgeld von 41,81 Cent pro Liter für ein auskömmliches Wirtschaften notwendig.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe