WIRTSCHAFT

Mit russischem Löwenzahn zur innovativen Reifenherstellung

Conti baut eine neue Forschungsanlage in Mecklenburg-Vorpommern

Das ist klar: Continental forscht für die Zukunft. Das Unternehmen erforscht in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern den russischen Löwenzahn zur Gewinnung von Naturkautschuk für die Herstellung von Reifen.

Am Montag begann Continental mit dem Bau der Forschungsanlage „Taraxagum Lab Anklam“, in der mit Extraktionsanlagen und Analyselabors ausgestatteten Forschungsstätte soll bereits im Herbst 2018 das im Labormaßstab erprobte Verfahren weiterentwickelt werden, sagte Continental-Manager Andres Topp beim ersten Spatenstich in Anklam.

Gewonnen wird der für den Naturkautschuknotwendige Latexsaft aus der Wurzel des Löwenzahns. Das Unternehmen investiert 35 Millionen Euro in den Standort Anklam und wird 20 Mitarbeiter beschäftigen. 

v.l.n.r.: J. Poleseke, Anklamer Regional-Investitions-AG, Anklams Bürgermeister M. Galandar, B. Köller von Continental, Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister H. Glawe und Dr. A. Topp von Conti.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe


Großprojekt für Nord/LB

Niedersächsische Landesbank finanziert Windpark

Die Norddeutsche Landesbank finanziert ein Großprojekt und hat damit die Führungsrolle des größten zusammenhängenden Windparks in Europa übernommen.

Der Onshore-Windpark mit dem Namen Markbygden, der eine Leistung von 650 Megawatt erbringt, befindet sich in Nordschweden und besteht aus 179 Windturbinen, die unter anderem im niedersächsischen Salzbergen hergestellt wurden. Das investierte Volumen beträgt 800 Millionen Euro, davon finanziert die Nord/LB 300 Millionen Euro. Zudem organisiert das Bankhaus die Kreditsummen, die die anderen Finanzierer schultern müssen. Neben der Nord/LB beteiligen sich die Europäische Investitionsbank, die KfW Ipex und die HSH-Nordbank an dem Projekt.

Gebäude der Nord/LB in Hannover: Hier wurde der Deal beschlossen. Foto Nord/LB

Mit dem Bau in Markbygden wurde im Sommer 2017 begonnen,  2019 soll die Anlage fertiggestellt sein. Sie wird teilweise schon vorher in Betrieb genommen. Der Strom wird in den industriellen Bereich Norwegens fließen.

Presse Dienst Nord, Ute Micha / Hannover Woche, Sigrid Lappe