Kestner Gesellschaft wieder mit Programm 


Preise und Öffnungszeiten

Eintrittspreise: 7, ermäßigt 5 Euro, immer freitags: Eintritt frei. Mitglieder und Kinder bis 14 Jahre kostenfrei

Öffnungszeiten: Donnerstag von 11 bis 20 Uhr, Freitag bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr.

Die Begrenzung der Anzahl der Besucher*innen auf 50 Gäste, die sich gleichzeitig im Haus befinden, der Mindestabstand von 1,5 bis 2 m muss im ganzen Haus eingehalten werden. Zwei Personen bzw. Familien und Wohngemeinschaften können gemeinsam die Ausstellung besuchen und jede*r Besucher*in und jede Kleingruppe soll mindestens 10 qm Platz haben. Die Maskenpflicht ist einzuhalten, der Kauf von Masken ist am Empfang möglich, auch Desinfektionsmittel ist ausreichend vorhanden.

Die Wege der Besucher*innen werden mit einem Leitsystem vorgegeben und die Besucher*innen werden mit einem ausführlichen Saalzettel über beide Ausstellungen informiert.

Mehr Informationen unter: kestnergesellschaft

Verlängerung der Ausstellungen bis 23. August 2020

Kupferplatten von der Hochhauskuppel und das Leben der Vögel

Aus den originalen Kupferplatten des Anzeiger-Hochhauses hat die Künstlerin Katinka Bock die spektakuläre, neun Meter große Skulptur »Rauschen« (Foto lks.) geschaffen, die im Oberlichtsaal des Kestner Gesellschaft gezeigt wird.

Parallel dazu wird die Ausstellung »Herbst im Paradies« von Jean-Luc Mylayne gezeigt. Der Fotokünstler hat sich zeit seines Lebens mit einem Motiv beschäftigt: Vögeln.

Mit über 40 großformatigen Fotografien präsentiert die Kestner Gesellschaft die erste institutionelle Einzelausstellung von Mylayne in Deutschland und sie ist zugleich ein Rückblick auf sein Werk in vier Jahrzehnten.

Mit der Ausstellung »Rauschen« erkundet die Künstlerin Katinka Bock (*1976 in Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Paris) Übergänge und Grenzbereiche von materiellen, historischen, sozialen und politischen Räumen. Neben 11 Skulpturen und Installationen aus natürlichen Materialien wie Keramik, Bronze oder Holz, greift sie mit dem zentralen Werk der Ausstellung, der monumentalen gleichnamigen Skulptur, den historischen Ort des angrenzenden Anzeiger-Hochhauses auf und formt daraus einen neuen skulpturalen Raum: die Außenhaut der amorphen neun Meter großen Skulptur »Rauschen« (2019) besteht aus den originalen Kupferplatten, die von 1928 bis 2019 die Kuppel des Wahrzeichens von Hannover bedeckten. Die Zeitung wird zum Hauptmotiv der Ausstellung, in dem die Künstlerin auch das Anzeiger-Hochhaus und die Zeitung selbst zum Ausstellungsraum macht. Das Ausstellungsprojekt wurde in Kooperation mit der Stiftung Lafayette Anticipations, Paris realisiert, war dort auch zu sehen, und kehrt nun zurück an ihren Ursprungsort. 

Die Form der Skulptur »Rauschen« ist das Ergebnis einer Technik, die Katinka Bock immer wieder anwendet: Sie wickelt Objekte in Keramikplatten ein, die dann im Ofen gebrannt werden. Das Objekt verbrennt, so dass ein Hohlraum entsteht, dessen Volumen nur durch die Keramik sichtbar bleibt. »Rauschen« ist die Vergrößerung einer auf dieser Art entstandenen Skulptur. Die historischen Kupferplatten legen sich wie eine Haut um einen Körper, der nicht mehr existiert und bilden einen neuen Raum. 

Katinka Bock wurde 2019 für den renommierten Prix Marcel Duchamp nominiert. Ihre Arbeiten werden in zahlreichen internationalen und nationalen Institutionen ausgestellt.

Die Ausstellung wird von der Stiftung Niedersachsen und vom Förderkreis der Kestner Gesellschaft sowie dem Bureau des arts plastiques des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur unterstützt.

Von Jean-Luc Mylayne (*1946, Frankreich) wird die Ausstellung „Herbst im Paradies“ als erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland gezeigt.

Mit einer großen Tournée in Frankreich, der Schweiz, China, Deutschland und den Niederlanden wird das Gesamtwerk von Jean-Luc Mylayne erstmals einem internationalen Publikum vorgestellt. Mylayne konzentriert sich seit über 40 Jahren auf die Begegnung mit Vögeln, die er mit analogen Kamerasystemen, einer Hasselblad-Mittelformatkamera und einer Sinar-Fachkamera, und mit verschiedenartig geschnittenen und geschliffenen Linsen aufnimmt. Für jede Aufnahme investiert er meist mehrere Monate auf die Suche nach der richtigen Komposition. Die Ausstellung präsentiert rund 40 großformatige Fotografien, entstanden im Zeitraum von 1979 bis 2008.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau und künstlerischer Partnerin Mylène Mylayne reiste der Fotograf den Vögeln vom ländlichen Südfrankreich bis in die Steppen der südwestlichen USA hinterher. Mylaynes Fotografien bewegen sich an den Übergängen zwischen unberührter Natur und ruraler Landschaft. Neben der dominierenden Natur erscheinen Häuser, Straßen, Zäune und Mauern in der Ferne oder am Bildrand als Spuren menschlicher Zivilisation. 

Was wie eine ornithologische Studie anmutet, offenbart sich als poetische und mit einem malerischen Auge konstruierte Fotografie. Sie ist das Resultat einer monatelangen, manchmal jahrelangen Vorbereitung.

Mylayne schuf ein künstlerisches OEuvre, dass gleichermaßen radikal wie poetisch ist. Selbst der Titel der Ausstellung »Herbst im Paradies« basiert auf einem Gedicht des Künstlers. Seine Werke waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen vertreten.


Im Juli geht's los: Endlich wieder attraktive Veranstaltungen

Donnerstag, 9. Juli, 16 bis 20 Uhr: Ladies' Day – mit einem Begrüßungsglas Sekt.

Hier wird der Tag zur Nacht – und die Ladies' Night zum Ladies' Day: Auch in Zeiten von Corona sind Frauen herzlich eingeladen, gemeinsam mit einer Freundin oder auch alleine die aktuellen Ausstellungen zu besuchen. Wer zu zweit kommt, zahlt nur ein Mal Eintritt! Kunstvermittler*innen stehen für Gespräche zur Verfügung. Es gelten die Abstandsregeln. 

Führungen mit Anmeldung

Die Führungen finden zunächst donnerstags um 18.30 Uhr statt. Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist auf 10 Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich, das Tragen eines Mund-Naseschutzes wird empfohlen.

Termine: 2., 16., 23. und 30. Juli, jeweils um 18.30 Uhr

Anmeldung bis zur Gruppengröße von 10 Personen, in der Reihenfolg ihres Eingangs unter: kestner@kestnergesellschaft.de im Eintrittspreis enthalten, Mitglieder kostenfrei

Frag mich! – neues Vermittlungsformat jeden Sonntag

Mit „kunst gespräche“ bietet die Kestner Gesellschaft ein Format, um mit ihren Besucher*innen intensiver ins Gespräch zu kommen:  Jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr gibt das Vermittlungsteam in den Ausstellungen Auskunft über die Kunstwerke und beantworten Fragen. Das neue Format setzt im persönlichen Gespräch auf den Dialog auf Augenhöhe. Die Kunstvermittler*innen sind an T-Shirts mit der Aufschrift „Frag mich!“ zu erkennen. Die Gespräche finden individuell, auf Abstand und mit Maske statt.

Termine: 5., 12., 19. und 26. Juli 2020, jeweils 15-18 Uhr


Kunststationen und Kestnerkids-Ausstellung im Studio: 2. Juli bis 23. August

Im Studio laden verschiedene Kunststationen dazu ein, selbst kreativ zu werden: Beim Experimentieren mit Formen, Farben und Materialen nähern sich die Kinder den Inhalten der aktuellen Ausstellungen. Die Kestnerkids-Ausstellung zeigt parallel Arbeiten von Kindern, die sie per Post geschickt haben.


Kestner Digital

Die digitalen Angebote der Kestner Gesellschaft finden sich auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Instagram und Vimeo.

Zoom-Gespräch mit der Künstlerin Katinka Bock

Welche Rolle spielt Zeitlichkeit im Werk von Katinka Bock? Welche Bedeutung hat das Material der historischen Kupferplatten des Anzeiger Hochhauses im Werk »Rauschen«? Die Kuratorin Lea Altner spricht über Zoom mit der Künstlerin Katinka Bock über ihre aktuelle Ausstellung in der Kestner Gesellschaft.

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