LANDWIRTSCHAFT


Willkommen im Holzhaus!

Ministerien laden zur Bioökonomie-Aktionswoche „Bionale“ ein

Ein Wohnhaus aus Holz wirbt mitten in Hannover für nachhaltiges Bauen. „Aus dem Naturbaukasten: Bauen und Leben mit umwelt- und klimaschonenden Produkten.“ Das ist das Motto der Bionale, die vom 27. September bis zum 3. Oktober in der Landeshauptstadt stattfindet.

Die erste Bioökonomie-Aktionswoche wird gemeinsam organisiert vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) und dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (MU). Mittelpunkt der Aktionswoche ist ein eigens aufgebautes Holzhaus in der Calenberger Straße 2, zwischen den beiden Ministerien.

 

Forstministerin Barbara Otte-Kinast und Bauminister Olaf Lies bei der Eröffnung der BIONALE

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 25.09.2019


Ministerin verspricht Besserung

Zu viel Nitrat im Grundwasser

Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hat nach harscher EU-Kritik  am mangelnden Schutz des Grundwasser vor Dünger und Nitrat schnelle Besserung gelobt.

„Gemeinsam mit dem Umweltministerium arbeiten wir sehr intensiv daran, die Vorgaben der EU und des Bundes zu erfüllen". In Niedersachsen besteht laut Ministerin Otte-Kinast auf 38 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen Handlungsbedarf.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Mehr Tierschutz für Schweine

 Niedersachsen investiert 360.000 Euro in die Forschung

Knapp 360.000 Euro für Forschung im Bereich Tierschutz stellt das Land Niedersachsen der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) zur Verfügung. Mit den Fördermitteln sollen zwei Forschungsvorhaben im Bereich der Schweinehaltung realisiert werden. Die Ministerin gratulierte zum Start der Projekte den Wissenschaftlern Prof. Dr. Elisabeth große Beilage, Prof. Dr. Karl-Heinz Waldmann und Prof. Dr. Sabine Kästner. „Ich habe volles Vertrauen, dass die Gelder hier sinnvoll eingesetzt sind und erwarte durch die Untersuchungen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, die den Tieren und den Betrieben zugutekommen“, sagte Otte-Kinast. Auch TiHo-Präsident Dr. Gerhard Greif bedankte sich für die Unterstützung durch das Land Niedersachsen: „Die Förderung ermöglicht es unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, wichtige Fragen im Bereich des Tierschutzes zu bearbeiten.“

Beide geförderten Forschungsvorhaben haben ein gemeinsames Ziel: Es geht um die Verbesserung des Tierwohls in der Schweinehaltung. Knapp 150.000 Euro hat das Land Niedersachsen daher für die Studie „Sofortmaßnahmen zur Vermeidung länger anhaltender erheblicher Schmerzen und Leiden bei Schweinen“ von Prof. Dr. Elisabeth große Beilage bewilligt. „Wir wollen mit unserer Studie direkt auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ansetzen: Erkrankte Tiere sollten keine vermeidbaren Schmerzen erleiden müssen“, erklärte die Professorin und Fachtierärztin für Schweine. Ihr Team will daher für die Akteure im Betrieb eine Entscheidungshilfe erarbeiten, die bei der Einschätzung des gesundheitlichen Zustands und der Prognose sowie bei der Beurteilung, ob erhebliche Schmerzen und Leiden vorliegen, helfen soll. „In der Praxis ist es für den Tierhalter oft nicht leicht zu beurteilen: Ist bei meinem erkrankten Tier ein weiterer Behandlungsversuch sinnvoll? Oder ist es tierschutzrechtlich geboten, das Tier von seinen Schmerzen zu erlösen und zu töten?“ 

Die Forschergruppe um Prof. Dr. Karl-Heinz Waldmann und Prof. Dr. Sabine Kästner unterstützt das Land Niedersachsen darüber hinaus mit rund 210.000 Euro bei „Untersuchungen zur wirksamen Schmerzausschaltung bei der Saugferkelkastration mittels Lokalanästhesie“. Während des geplanten Forschungsvorhabens soll in mehreren Teilschritten überprüft werden, ob und wie eine Kastration unter lokaler Anästhesie bei Saugferkeln durchgeführt werden kann. „Bisher fehlen belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, ob die Lokalanästhesie in der Lage ist, eine vollständige Schmerzausschaltung zu erreichen. Nach geltendem Tierschutzgesetz ist das aber eine grundlegende Voraussetzung für den Einsatz des Verfahrens“, so Prof. Waldmann.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Zentimetergenaues Arbeiten für Agrarbetriebe

Landwirte und Ingenieure bekommen Satellitendienst kostenfrei gestellt

Von Oktober an bekommen Landwirte und Ingenieure kostenfreien Zugriff auf genaue Daten zur Positionsbestimmung.  Zentimetergenaues Arbeiten soll dadurch etwa für Agrarbetriebe einfacher werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Mit der Einsparung von Betriebsmitteln sollen zudem Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in Einklang gebracht werden. Konkret stellt das Land die Daten des Satellitenpositionsdienstes der deutschen Landesvermessung, kurz Sapos, zur Verfügung.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Tausende Lebensmittel mit Regionallogo

Kunden bekommen mehr Klarheit über regionale Herkunft

Auf immer mehr Lebensmitteln im Supermarkt ist das blaue „Regionalfenster" zu finden, das Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen soll. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins  4 200 Produkte das Kennzeichen. Als Lizenznehmer seien 790 Anbieter registriert. Am häufigsten genutzt werden sie für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter.

Die Verwendung des Logos ist für Hersteller und Händler freiwillig. Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden.  Möglich ist ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie „aus der Eifel" oder „100 Kilometer um Aachen".

regionalfenster

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Bundesrat reagiert auf Initiative von Niedersachsen

Verpflichtende Videoüberwachung auf Schlachthöfen

Der Bundesrat hat auf eine Initiative von Niedersachsen nun die verpflichtende Videoüberwachung auf Schlachthöfen auf den Weg gebracht. Die Länderkammer habe sich einstimmig dem Entschließungsantrag angeschlossen, das den Bund zu einem entsprechenden Gesetzgebungsverfahren auffordert, teilte das Agrarministerium in Hannover mit.

Das Land will außerdem auch an Tierkörperbeseitigungsanstalten gelieferte Tierkadaver von Tierärzten untersuchen lassen. Anlass ist eine Studie der Tierärztlichen Hochschule, wonach es bei mehr als zehn Prozent der angelieferten Tiere Hinweise auf Krankheiten gab.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Niedersachsen will mehr Ökolandbau

Landesregierung  will Modellregionen und Pilotprojekte einrichten  

Wenn es nach den Plänen der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast geht, soll es in Niedersachsen bis zum Jahr 2025 doppelt so viele Ökolandbau Betriebe geben wie bisher.

Das kündigte die CDU-Politikerin nach einer Sitzung des Fachbeirats zur Förderung des ökologischen Landbaus an. Nach Angaben des Ministeriums gab es Ende des vergangenen Jahres 1 793 Bio-Höfe, das entspricht einem Anteil von 4,9 Prozent. Insgesamt bewirtschaften diese rund 100 000 Hektar. Um die Zahl der Ökobetriebe zu steigern, sollen Modellregionen und Pilotprojekte eingerichtet werden. 

Presse Dienst Nord, Ute Micha/Hannover Woche, Sigrid Lappe


Jeder zehnte Landwirt setzt bei seiner Arbeit Drohnen ein

Rund neun Prozent der Landwirte arbeiten mit Drohnen

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 420 Leitern von Landwirtschaftsbetrieben im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsverband Bitkom.

Demnach sind die Einsatzgebiete vielfältig: 33 Prozent gaben an, die Drohnen zur Wildrettung zu nutzen: Rehe, Hasen, Rebhühner, Fasane etc. vor Mähdreschern zu schützen. 32 Prozent erklärten, damit den Zustand der Böden und Pflanzen zu messen. Und 31 Prozent der Bauern setzen sie zum Schutz der Pflanzenbestände ein.

Dieser Oktokopter erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. Dank Wankausgleich liefert er präzise Luftaufnahmen. (c) proplanta

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche