LANDWIRTSCHAFT - Verbraucherschutz


12 Millionen Euro für nachhaltigere Landwirtschaft

Land fördert Investitionen in Klima- und Gewässerschutz – Anträge stellen!

12 Millionen Euro stellt die Niedersächsische Landesregierung für das Jahr 2020 bereit, um Betriebe bei Investitionen zu unterstützen, die zur Reduzierung von Nährstoffausträgen aus Düngemitteln beitragen. Die bereits im August angekündigte Förderrichtlinie liegt derzeit der EU-Kommission zur Genehmigung vor und wird Ende Oktober veröffentlicht. 

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Wir möchten mit der Förderung eine ökologisch nachhaltigere Landwirtschaft unterstützten und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ziel ist es, die Emissionen aus der Lagerung und dem Einsatz organischer und mineralischer Düngemittel zu verringern. Auch die Nutzung smarter Landtechnik sowie die Stärkung der Fachkompetenzen der Landwirte im Bereich des Nährstoffmanagements sollen dazu beitragen, dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen.“

Weniger Düngen für den Wasserschutz © Eckhard Pieper

Die Zustimmung der EU-Kommission vorausgesetzt können landwirtschaftliche Unternehmen ab dem 26. Oktober bis zum 16. November 2020 Anträge auf Gewährung eines Zuschusses in Höhe von 35 Prozent bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) einreichen. Bei genehmigungspflichtigen Vorhaben ist dem Antrag die Baugenehmigung beizufügen. Die detaillierten Förderbedingungen und die Antragsunterlagen sind auf der lwk-niedersachsen.foerderung zu finden.
Der größte Teil der Mittel steht für die Förderung verschiedener Investitionen zur Verfügung – nämlich für zusätzliche Wirtschaftsdüngerlagerkapazitäten, Abdeckungen für bestehende Wirtschaftsdüngerlager, Gülleaufbereitungsanlagen und bestimmte digitale Landtechnik (Nahinfrarot-Sensoren, Technik zur Ansäuerung von Wirtschaftsdüngern während der Ausbringung, Stickstoff-Sensoren, elektronische Mineraldüngerstreuer). Neben der Förderung dieser Investitionen sollen aus den 12 Millionen Euro darüber hinaus auch Beratungsangebote zur Nährstoffoptimierung des Ackerbaus gestärkt werden. Die Bewilligung erfolgt noch in diesem Jahr, die Auszahlung dann nach Beschaffung oder Baufertigstellung im Jahr 2021.

ML/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Verleihung des ersten Digitalisierungspreises Agrar und Ernährung

Drei innovative Preisträger wurden ausgezeichnet 

In diesem Jahr hat das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) erstmals einen „Digitalisierungspreis Agrar und Ernährung“ ausgelobt. Mit dem Preis zeichnet das ML Unternehmen, Verbände oder Institutionen aus dem Agrarsektor aus, die zukunftsgerichtete digitale Projekte entwickeln und umsetzen.

Aus den insgesamt 15 Bewerbern wurden durch ein Expertengremium drei innovative Preisträger ausgewählt.

Ministerin Barbara Otte-Kinast ehrte die Preisträger am 1. Oktober:   Auf den ersten Platz setzte sich der „Agrirouter“ – eine Entwicklung im Bereich des Ackerbaus der Firma DKE-Data GmbH & Co. KG aus Osnabrück – bei der vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) einberufenen Fachjury durch. Diese neue Datenaustauschplattform überwindet vielfältige Hürden bei der Digitalisierung in der Landwirtschaft: So ermöglicht sie etwa Landwirten und Lohnunternehmern den Austausch von Daten zwischen Maschinen- und Agrarsoftware-Anwendungen ganz unterschiedlicher Hersteller.

Für ihre Innovationen im Bereich Tierwohl wurden mit „Silber“ und „Bronze“ ausgezeichnet: Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Echem (Landkreis Lüneburg) und die dort entwickelte „Tierbrille“sowie die eduToolbox@Bri-C GmbH aus Sarstedt (Landkreis Hildesheim) mit dem System „SOL3D" zusammen mit dem Kooperationspartner Firma Brand Qualitätsfleisch GmbH & Co KG (Lohne, LK Vechta).

Mit der Brille der 3D-„Tierbrille“ können Nutztierhalter*innen mit den Augen ihrer Tiere sehen und werden so für deren Wahrnehmung sensibilisiert.

Das „SOL3D“-System sichert mit 3D-Sensorik eine tierschutzkonforme Schlachtung und Betäubung – erkennt die künstliche Intelligenz bei den Tieren Eigenbewegungen, Atmung oder Wahrnehmungsanzeichen, schlägt das System Alarm.

 „Die drei Gewinner-Projekte adressieren Probleme aus der täglichen Praxis. Sie erleichtern Arbeitsprozesse, fördern das Tierwohl beziehungsweise den Tierschutz oder steigern die Wirtschaftlichkeit mittels modernster digitaler Anwendungen. Dass das Bewerberfeld durchgehend ein hohes Niveau aufwies, zeigt: In Niedersachsen geht die Landwirtschaft in Sachen Digitalisierung voran“, sagte Prof. Dr. Clasen, Vorsitzender des Arbeitskreises Digitalisierung am ML und Jurymitglied des Digitalisierungspreises.

Verbraucherschutz hat in Niedersachsen hohe Relevanz

Ministerin Barbara Otte-Kinast stellt den Verbraucherschutzbericht 2019 vor

„In Niedersachsen gibt es ein hohes Lebensmittelsicherheitsniveau. Dies sei ein Resultat der ständigen Weiterentwicklung der Überwachungssysteme und des konsequenten Handelns der Behörden, sagte Verbraucherschutzministerin Barbara Otte-Kinast bei der Vorstellung des Verbraucherschutzberichtes 2019. Es ist ein Gemeinschaftswerk des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML), dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), dem Niedersächsischen Landkreistag (NLT) sowie dem Niedersächsischen Städtetag (NST).

Ministerin Barbara Otte-Kinast (vorne) stellt den aktuellen Verbraucherschutzbericht in der Landespressekonferenz vor. Auf die Ergebnisse gehen außerdem (von links) Prof. Eberhard Haunhorst und Prof. Hubert Meyer ein. Foto S. Lappe

Gemeinsam mit Prof. Dr. Eberhard Haunhorst, dem Präsidenten des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), dem Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages (NLT), Prof. Dr. Hubert Meyer, erläuterte die Ministerin den aktuellen Verbraucherschutzbericht des Landes und den Tätigkeitsbericht des LAVES.

In 2019 habe es wie auch im Vorjahr bei 51 Prozent aller Kontrollen Beanstandungen gegeben, so die Ministerin. Zur Hälfte waren es Verstöße gegen die Betriebshygiene. Daneben waren etwa ein Fünftel Mängel bei der betrieblichen Eigenkontrolle und 17 Prozent Kennzeichnungsfehler. „Bei über 65.000 Kontrollen gab es nur 736 Bußgeldverfahren und 109 Strafverfahren. Diese Zahlen vermitteln noch einmal eindrucksvoll, wie klein der Anteil schwerwiegender Verstöße ist,“ betonte die Ministerin.

Im Verbraucherschutzbericht werden auch Themen wie „Behördlicher Umgang mit Listerienfunden“ und „Wie viel Zucker steckt in Erfrischungsgetränken?“ behandelt.

„Die kommunalen Behörden haben im Jahr 2019 insgesamt 65.774 Kontrollen in mehr als 41.200 Betrieben durchgeführt“, berichtete Prof. Hubert Meyer vom NLT, daneben wurden mehr als 27.000 Proben in 9.249 Betrieben entnommen. „Bei Verstößen gegen die Betriebshygiene ist von den kommunalen Behörden im vergangenen Jahr noch konsequenter durchgegriffen worden. Die Anzahl der Ordnungsverfügungen und Bußgeldverfahren hat deutlich zugenommen. Wir werden auch in Zukunft keine Nachlässigkeiten dulden. Um die aktuelle Qualität der Überwachung bei einer weiter erheblich steigenden Aufgabenflut auch zukünftig beibehalten zu können, muss die Finanzausstattung der kommunalen Veterinärbehörden durch das Land nunmehr kurzfristig und massiv erhöhen werden.“, forderte Prof. Meyer.

Das LAVES analysiert sämtliche amtliche Proben in Niedersachsen: Das sind für 2019 mehr als zwei Millionen Untersuchungen, die in den landesweit sechs Instituten durchgeführt worden sind. Das Spektrum umfasst Proben von Lebens- und Futtermitteln, Bedarfsgegenständen, kosmetischen Mitteln und Spielwaren sowie zur Feststellung von Tierkrankheiten und –seuchen. Bisher wurden etwa 42.000 humanmedizinische Tupferproben analysiert.

Nach wie vor liegt der höchste Anteil der Beanstandungen mit 84 Prozent im Bereich der Kennzeichnung. Der Lebensmittelbetrug („Food Fraud“) – Verfälschung und bewusst falsch deklariert – nimmt dabei eine immer größere Rolle ein. „Die vielfältigen oft unübersichtlichen Warenströme innerhalb der EU haben das Thema Food Fraud in den letzten Jahren stark in den Vordergrund treten lassen“, erläutert Prof. Dr. Eberhard Haunhorst, Präsident des LAVES. Hochgradige Verfälschungen wurden beispielsweise bei Wein festgestellt: Fünf von 545 Proben mussten gleich mehrfach beanstandet werden, unzulässige Zusätze wurden festgestellt: Sorbit, Wasserzusätze, Saccharose und Zitronensäure. Oder es sind von 38 Proben „Vanilleeis“ aus Eiscafés bei 17 Proben gar keine Vanille oder natürliches Vanillearoma mehr verwendet worden., denn Vanille gehört zu den teuersten Gewürzen der Welt.

Der Verbraucherschutzbericht kann heruntergeladen werden: lebensmittelsicherheit/verbraucherschutzbericht/.

Außerdem kann der Bericht angefordert werden im Ministerium: E-Mail poststelle(at)ml.niedersachsen oder Telefon 0511/120-0


Ökolandbau in Niedersachsen wächst zweistellig

Fördermaßnahmen tragen Früchte

Der Ökolandbau ist ein zentrales Thema in der Strategie des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums - mit Erfolg, denn die aktuellen Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zeigen eine positive Entwicklung des Ökolandbaus in Niedersachsen.

Der Ökolandbau wächst hier schneller und stärker als die bundesdeutsche Öko-Fläche. 2019 wurden in Niedersachsen knapp 13.000 Hektar auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Die Öko-Fläche beträgt jetzt 120.675 Hektar (2018: 107.694 Hektar), das ist ein Wachstum von 12,1 Prozent. Die Wachstumsrate in Deutschland lag 2019 bei 7,7 Prozent! Dazu sagt Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Das ist eine sehr gute Nachricht. Das starke Wachstum zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und unsere vielfältigen Fördermaßnahmen Früchte tragen!“

Der Anteil der Ökofläche an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in Niedersachsen liegt jetzt bei 4,7 Prozent, im Vorjahr waren es 4,2 Prozent. 162 landwirtschaftliche Betriebe kamen 2019 in Niedersachsen neu dazu, die Gesamtanzahl der Betriebe betrug am 31.12.2019 damit 2.115. Der Anteil der Bio-Betriebe an allen landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen ist sechs Prozent.

Niedersachsen stärkt den Ökolandbau durch verschiedene Maßnahmen. In 2020 wurden die ersten drei Öko-Modellregionen Holzminden, Goslar und Uelzen gestartet. Sie haben sich mit ihren Konzeptvorschlägen zur Weiterentwicklung und Ausweitung des Ökolandbaus durchgesetzt. Vorrangige Projektansätze sehen die Steigerung der Nachfrage nach heimischen Ökoprodukten vor, indem zum Beispiel die Kooperation zwischen Landwirten und der Ernährungswirtschaft bis hin zum Einzelhandel gestärkt und die Unternehmen bei der Umstellung auf ökologische Erzeugnisse unterstützt werden. Das Ziel ist, das Bio-Angebot mit innovativen individuellen Konzepten zu steigern. Über drei Jahre werden die drei Regionen deshalb mit jeweils bis zu 60.000 Euro pro Jahr vom Land Niedersachsen unterstützt. Im „Niedersächsischen Weg“, einer Vereinbarung zwischen der Niedersächsischen Landesregierung (vertreten durch das Umwelt- und das Landwirtschaftsministerium), Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden, wurde vereinbart, den Ökolandbau bis zum Jahr 2025 auf zehn Prozent zu steigern, 2030 sollen in Niedersachsen 15 Prozent Ökolandbau etabliert sein.

Das Land fördert den Ökolandbau durch zahlreiche Projekte, wie zum Beispiel auch durch das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN). Die Projektinhalte des KÖN und anderen Verbänden sind zum Beispiel „Bio in der Schulverpflegung“, die „Aktionstage Ökolandbau Niedersachsen“ sowie die Beratung von Landwirten, die gerne umstellen möchten. Weitere Projekte sind „Ökolandbau in der Berufsschule“ sowie Praxisforschungsvorhaben zu ökologischen Wirtschaftsweisen in der Pflanzen- und Tierproduktion.

Zahlen zum Ökolandbau in den niedersächsischen Landkreisen 2020 hat das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen unter: oeko-komp veröffentlicht.

ML/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Mehr Planungssicherheit für das Landvolk

Investitionsförderung in Höhe von 300 Millionen Euro ist in Gefahr 

Nach der Verschiebung einer Bundesratsentscheidung über neue Regeln für die Haltung von Schweinen fordert das Landvolk Rechts- und Planungssicherheit. "Das Vertagen der dringenden Entscheidung im Bundesrat bringt die zugesagte Investitionsförderung in Höhe von 300 Millionen Euro wieder in Gefahr", sagte Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers. Die Schweinehalter bräuchten  eine Perspektive für die Zukunft. Die Verordnung soll Sauen mehr Platz garantieren. Ärger gab es um eine Übergangsfrist für Bauern.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Zwölf Millionen Euro Förderung für Umwelt- und Klimaschutz aus dem LandwirtschaftsMinisterium

Investitionen zur Reduzierung von Nährstoffausträgen aus Düngemitteln

Die Landesregierung stellt für dieses Jahr 12 Millionen Euro bereit, mit denen Vorhaben unterstützt werden, die zur Reduzierung von Schadstoffen aus Düngemitteln führen, so sollen Emissionen aus der Lagerung und dem Einsatz organischer und mineralischer Düngemittel gedrosselt werden.

Auch durch die Nutzung smarter Landtechnik sowie durch die Stärkung der Fachkompetenzen der Landwirte im Bereich des Nährstoffmanagements sollen eine ökologisch nachhaltigere Landwirtschaft und ein Beitrag zum Klimaschutz erreicht werden.

Gefördert werden verschiedene Investitionen: Die Beschaffung bzw. Errichtung folgender Gegenstände und Maßnahmen wie zusätzliche Wirtschaftsdüngerlagerkapazitäten, d.h. förderfähig sind Baukörper zur Lagerung von Gülle, Jauche oder Festmist, wenn die Kapazitäten nicht bereits gesetzlich vorgeschrieben sind.

Weitere Förderungen: Gülleaufbereitungsanlagen, Digitale Landtechnik, Nahinfrarot-Sensoren (NIRS), Technik zur Ansäuerung von Wirtschaftsdüngern während der Ausbringung, Stickstoff-Sensoren, Düngerstreuer u.v.m.

Die Zuwendung wird landwirtschaftlichen Unternehmen mit Sitz in Niedersachsen gewährt; gewerbliche Unternehmen wie Lohnunternehmen oder Biogasanlagen sind ausgeschlossen. Auch Betriebe mit mehr als 3 Großvieheinheiten je Hektar (GV/ha) werden nicht gefördert.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss in Höhe von 35 Prozent das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 10.000 Euro netto. Maximal förderfähig ist ein Investitionsvolumen von 200.000 Euro. Liegt das Einkommen über 180.000 Euro (bzw. 150.000 Euro bei Ledigen), wird die Förderung nicht gewährt.

Voraussichtlich werden im September die detaillierten Förderbedingungen auf der Homepage der Bewilligungsbehörde Landwirtschaftskammer Niedersachsen zu finden sein und die Anträge gestellt werden können. Die Bewilligung erfolgt noch in diesem Jahr, die Auszahlung dann nach Beschaffung bzw. Baufertigstellung im Jahr 2021.

Neben der Förderung dieser Investitionen sollen aus den 12 Millionen Euro auch Beratungsangebote zur Nährstoffoptimierung des Ackerbaus gestärkt werden.

ML/Sigrid Lappe, HaWo/Ute Micha, PreDiNo


Startschuss für drei Öko-Modellregionen

Niedersächsische Landwirte haben Nachholbedarf beim ökologischen Landbau

Bei den Landwirten besteht Nachholbedarf beim ökologischen Landbau. Denn der Anteil liegt bei ökologisch bewirtschafteten Fläche laut Agrarministerium zufolge in Niedersachsen bei 4,1 Prozent, bundesweit sind es im Schnitt 9,1 Prozent. Auch sei der Anteil der Ökobetriebe mit landesweit 5,4 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von rund zwölf Prozent.

Agrarministerin Barbara Otte-Kienast (CDU) gab aus gegebenen Anlass den Startschuss für drei Öko-Modellregionen, die das Land in den nächsten drei Jahren mit jeweils bis zu 60 000 Euro pro Jahr fördern will. Eine Fachjury hatte den Landkreis Holzminden mit dem Weserbergland, die Heideregion bei Uelzen sowie den Landkreis Goslar mit Harz und Harzvorland ausgewählt.

Agrarministerin Barbara Otte-Kienast will niedersächsische Öko-Bilanz befeuern.

Die Landesregierung möchte den Anteil der Ökobetriebe bis 2025 auf zehn Prozent anheben - also verdoppeln. "Der Bio-Markt wächst - nimmt dabei aber leider die regionalen Betriebe und Unternehmen oftmals nicht mit", sagte die Agrarministerin. Nach Angaben des Ministeriums übersteigt  die Nachfrage nach Bio-Produkten das Angebot!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Zentimetergenaues Arbeiten für Agrarbetriebe

Landwirte und Ingenieure bekommen Satellitendienst kostenfrei gestellt

Seit Oktober 2019 bekommen Landwirte und Ingenieure kostenfreien Zugriff auf genaue Daten zur Positionsbestimmung.  Zentimetergenaues Arbeiten soll dadurch etwa für Agrarbetriebe einfacher werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Mit der Einsparung von Betriebsmitteln sollen zudem Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in Einklang gebracht werden. Konkret stellt das Land die Daten des Satellitenpositionsdienstes der deutschen Landesvermessung, kurz Sapos, zur Verfügung.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Tausende Lebensmittel mit Regionallogo

Kunden erhalten mehr Klarheit über regionale Herkunft

Auf immer mehr Lebensmitteln im Supermarkt ist das blaue „Regionalfenster" zu finden, das Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen soll. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins  4 200 Produkte das Kennzeichen. Als Lizenznehmer seien 790 Anbieter registriert. Am häufigsten genutzt werden sie für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter.

Die Verwendung des Logos ist für Hersteller und Händler freiwillig. Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden.  Möglich ist ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie „aus der Eifel" oder „100 Kilometer um Aachen".

regionalfenster

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Jeder zehnte Landwirt setzt bei seiner Arbeit Drohnen ein

Rund neun Prozent der Landwirte arbeiten mit Drohnen

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 420 Leitern von Landwirtschaftsbetrieben im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsverband Bitkom.

Demnach sind die Einsatzgebiete vielfältig: 33 Prozent gaben an, die Drohnen zur Wildrettung zu nutzen: Rehe, Hasen, Rebhühner, Fasane etc. vor Mähdreschern zu schützen. 32 Prozent erklärten, damit den Zustand der Böden und Pflanzen zu messen. Und 31 Prozent der Bauern setzen sie zum Schutz der Pflanzenbestände ein.

Dieser Oktokopter erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. Dank Wankausgleich liefert er präzise Luftaufnahmen. (c) proplanta

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche