LANDWIRTSCHAFT


Neue Förderperiode für Tierwohl-Prämien gestartet / Antragsfrist 15. Mai 2020

Tiergerechte Schweinehaltung – Landwirte können ab sofort Anträge einreichen

Niedersachsen stellt Landwirten erneut Fördermittel für freiwillige Leistungen zur Verbesserung des Tierwohls zur Verfügung. Das diesjährige Antragsverfahren für die Förderung von besonders tiergerechten Haltungsverfahren von Nutztieren wurde gestartet, und bis zum 15. Mai 2020 können Anträge auf Teilnahme am Förderprogramm bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen eingereicht werden. Die Förderung soll einen zusätzlichen Anreiz zur freiwilligen und vorzeitigen Umsetzung der „Niedersächsischen Nutztierhaltungsstrategie / Tierschutzplan 4.0“ schaffen.

Mit den Tierwohl-Maßnahmen sollen Betriebe gefördert werden, die Sauen, Ferkel oder Mastschweine besonders tiergerecht halten. Dazu zählt insbesondere, auf das Kupieren, also das Kürzen, der Schweineschwänze zu verzichten und dafür die Haltungsbedingungen so zu verbessern, dass die Ringelschwänze der Tiere intakt und unversehrt bleiben. Durch die Förderung sollen die teilnehmenden Betriebe ihren dafür erforderlichen Mehraufwand entlohnt bekommen.

Hierzu sagt Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Die Prämien haben bisher wichtige Impulse für die Verbesserung des Tierschutzes in den Schweineställen gegeben. Sie sind ein wichtiger Baustein, um zu zeigen, dass der Verzicht auf das seit vielen Jahren von der EU verbotene routinemäßige Kupieren der Schweineschwänze durchaus machbar ist, wenn Haltung und Management darauf abgestimmt werden.“

Die Tierwohlmaßnahmen sind einjährige Förderprogramme. Antragsteller können sich also in jedem Jahr neu entscheiden, ob sie an der Förderung teilnehmen. Die Antragsformulare und weitere Informationen sind auf den Internetseiten der Landwirtschaftskammer (LWK) und beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) unter tierwohl.niedersachsen verfügbar.

Seit 2015 bietet Niedersachsen die Prämie für eine besonders tiergerechte Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren an. Die Förderungen wurden in enger Abstimmung mit Experten aus Wissenschaft und Praxis entwickelt.

ML/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.03.2020


Es fehlen Erntehelfer für die Spargelsaison

Teile des Spargels könnten womöglich nicht geerntet werden

Bald beginnt die Spargelsaison und den Landwirten droht ein Ausfall der Erntehelfer. Wegen der Corona-Krise gelingt es den Betrieben nicht, Arbeitskräfte aus Osteuropa zu bekommen. "Wir laufen auf eine bedrohliche Situation zu", sagte Landvolk Vizepräsident Ulrich Löhr. Denn große Teile des Spargels könnten womöglich nicht geerntet werden. Den Vorschlag von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), auch Beschäftigte aus der Gastronomie einzusetzen, nehme er ernst, sagte Löhr. Auch Studenten seien als Erntehelfer willkommen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

22.03.2020


Agravis schreibt rote Zahlen

Die Kartellstrafe belastet das Ergebnis schwer

Der Agrarhändler Agravis ist in die roten Zahlen gerutscht. Im vergangenen Jahr, nach einer Kartellstrafe in Höhe von 43,7 Millionen Euro verbuchte das Unternehmen vor Steuern einen Verlust von 20,5 Millionen Euro, wie der Agrarhändler mitteilte. Das Bundeskartellamt hatte mehreren Unternehmen wegen Preisabsprachen im Pflanzenschutz Bußgelder auferlegt. Doch ein Nettoergebnis nennt der Agrarhändler leider nicht...

Der Umsatz sank von 6,6 auf 6,5 Milliarden Euro - allerdings ist dies auch auf den Dürresommer  zurückzuführen. Und wegen der Corona-Krise rechnet Agravis nun auch mit steigenden Logistikkosten.

Um Lieferketten aufrechterhalten zu können, müsse das Unternehmen unter anderem aufgrund von Personalausfällen, des Einsatzes von Leiharbeitern sowie Sonn- und Feiertagszuschlägen höhere Ausgaben einplanen, sagte Vorstandschef Dirk Köcklerbei bei der Vorlage der Bilanz. „Wir erleben so eine Situation als Grundversorger zum ersten Mal. Es ist ein starkes Gefühl für die

ganze Organisation, dass wir dazu beitragen, dass Produkte auch beim Kunden ankommen.“ Welche wirtschaftlichen Folgen die Corona-Pandemie für Agravis haben wird, könne man wohl erst im zweiten Quartal sagen. Der Konzern betreibt auch Tankstellen. Zudem verkauft und repariert er Landmaschinen. „Wenn die großen Hersteller keine Ersatzteile mehr liefern, stehen wir vor großen Herausforderungen.“

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

30.03.2020


Dünge-Gesetz wird im Bundesrat durchgepeitscht

Bauern sind stinksauer!

Das erzeugt Wut und Frust bei den Bauern in Niedersachsen. Denn die neue Düngeverordnung,  gegen die sie seit Monaten kämpfen, soll nun doch früher als erwartet im Bundesrat verabschiedet werden. Das noch bis 2. April laufende Anhörungsrecht für Landwirte fällt unter den Tisch - wegen Corona!

So ist es bisher abgelaufen: Angesichts der Krisenlage wird die Sitzung eine Woche vorgezogen. Landwirte warnen, das Gesetz würde Betriebe in den Ruin führen, wenn die Düngung drastisch reduziert werden muss. Gerade angesichts der Corona-Krise fordern sie eine Verschiebung der Abstimmung. Der Sprecher der Initiative, Landwirt Henning Stegemann: "Land schafft Bindung". Wir erleben doch gerade, dass wir in Situationen kommen können, in denen wir unsere Versorgung selbst sicherstellen müssen."

Düngeregeln im Bundesrat ohne Zustimmung von Niedersachsen gebilligt

Die neuen Düngeregeln sind ohne Zustimmung Niedersachsens vom Bundesrat gebilligt und damit wurde die umstrittene Verschärfung zum Schutz des Grundwassers gebilligt.

Die Länderkammer stimmte am Freitag Plänen der Bundesregierung zu, allerdings mit einer längeren Übergangsfrist. Für die Umsetzung wichtiger Teile der Verordnung, etwa die neue Ausweisung als Bauland von Gebieten mit besonders hoher Nitrat- Belastung.  Die Länder haben nun bis zum Jahreswechsel Zeit, dies umzusetzen.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

27.03.2020


Dörfliche Regionen sollen vom Land gestärkt werden

Es sind 30 Anträge eingegangen

Seine dörflichen Regionen will Niedersachsen stärken und hat elf weitere Gebiete in ein entsprechendes Programm aufgenommen. Die Dörfer mussten sich bei einem Wettbewerb qualifizieren, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums.

Es seien 30 Anträge eingegangen. Damit seien nun 786 Dörfer dabei! Das Programm zur Förderung der Dorfentwicklung mit EU-Geldern sei eines der zentralen Förderinstrumente für die ländlichen Räume betonte sie.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

22.03.2020


Bis 15. April bestellen: Medikamente gegen die Bienenkrankheit

Angebot des Fachdienstes Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region

Sie gilt als eine der Hauptursachen des Bienensterbens und damit weltweit als größte Bedrohung der Biene: die Varroatose. An der von Milben verursachten Krankheit können innerhalb kurzer Zeit ganze Bienenvölker sterben. Um die Behandlung der Bienenkrankheit zu unterstützen, bietet die Region Imkerinnen und Imkern an, erforderliche Arzneimittel über den Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen zu beziehen.

Schutz vor der Varroa-Milbe. Foto Bayer 

„Bienen sind unsere vielleicht wichtigsten Nutztiere, ohne sie könnten wir kaum Obst und Gemüse ernten“, so Dr. Astrid Fietz, Amtstierärztin bei der Region. „Es ist wichtig, konsequent gegen das Bienensterben vorzugehen und mit Varroatose befallene Völker rechtzeitig mit den richtigen Medikamenten zu behandeln.“ Dabei dürfen nur zugelassene Medikamente eingesetzt werden, da Bienen zu den Tieren gehören, die Lebensmittel liefern.

Ausgeben dürfen diese Mittel ausschließlich behandelnde Tierärzte, Apotheken und das Veterinäramt. Dr. Astrid Fietz appelliert an die Imker*innen aller 21 regionsangehörigen Kommunen, von dem Angebot der Region Hannover Gebrauch zu machen: „Wenn Bienen falsche oder illegale Mittel gegen Varroatose verabreicht bekommen, könnten sich Rückstände der Arzneien im Honig bilden.“

Wer einem Imkerverein angehört, bestellt die Arzneimittel über den Verein. Nicht organisierte Imkeri*nnen können sich direkt an die Region wenden und ein Bestellformular telefonisch unter (0511) 616-22095 oder per E-Mail an fdvv(at)region-hannover.de anfordern und sich über die Kosten informieren.

Außerdem steht das Formular auch unter www.hannover.de (Stichwort: Varroa) zum Download bereit. Die Bestellung muss bis zum 15. April an den Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen geschickt werden.

Region/Sigrid Lappe/Ute Micha

22.03.2020


Geflügelpest bei Putenbetrieb in Niedersachsen bestätigt

Bundeslandwirtschaftsministerin ruft Geflügelhalter auf, verstärkt auf Biosicherheit zu achten

Die Behörden in Niedersachsen haben am Freitag, 20. März, einen Fall von hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI, „Geflügelpest“) bei in einem Putenbestand im Landkreis Aurich gemeldet. Die Diagnose HPAI H5N8 wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesinstitut für Tiergesundheit, bestätigt. Die verantwortliche Stelle vor Ort hat umgehend die nach Tiergesundheitsrecht vorgeschriebenen Maßnahmen wie die Sperre des Bestandes, die Tötung und unschädliche Beseitigung der Tiere im Bestand, die Einrichtung von Restriktionszonen sowie die Reinigung und Desinfektion ergriffen.

Tote Reihergänse. Foto Nabu

Ferner wurden epidemiologische Ermittlungen im Hinblick auf Ein- sowie Verschleppungsmöglichkeiten aufgenommen. Auch bei zwei Mäusebussarden aus Brandenburg war am 20. März HPAI H5N8 nachgewiesen worden. 

Vor diesem Hintergrund ruft Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, die geflügelhaltende Betriebe – und auch Privathalter – dringend dazu auf, die Maßnahmen zur Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Beständen zu verstärken, um eine Einschleppung in ihre Bestände zu verhindern. Dazu gehört vor allem, einen möglichen Eintrag des Virus durch Kontakt zu Wildvögeln, aber auch über Fremdpersonen, zu vermeiden.

ML/Ute Micha, Sigrid Lappe

21.03.2020 


Hilfen für die Land- und Ernährungswirtschaft erreicht

Corona-Paket der Bundesregierung

Das Bundeskabinett hat weitreichende Hilfen für Bürger und Unternehmen der Ernährungswirtschaft beschlossen, die durch die Corona-Krise betroffen sind.

Die Bundesministerin Julia Klöckner hat dabei in den Verhandlungen wichtige Erleichterungen für die Land- und Ernährungswirtschaft erreicht – die Belange der Branche werden maßgeblich berücksichtigt.

Julia Klöckner, ehemalige Weinkönigin, bemüht sich die Ernte unter Dach und Fach zu bringen. Foto BLM 

Aufgrund der Ausgangssperre in Rumänien haben viele Landwirte die Sorge, dass für Aussaaten und Ernte nicht genügen ausländische Saisonarbeitskräfte nach Deutschland kommen. Auch viele Saisonarbeiter aus Polen, die kommen könnten, zögern, da sie fürchten, bei ihrer Rückreise in Quarantäne zu müssen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BLM) hat vorgeschlagen, dass Saisonarbeitskräfte, die bereits in Deutschland sind, länger hier arbeiten können. Zudem wurden Anreize für andere Gruppen vorgeschlagen, um sie als Helfer für die Landwirtschaft zu gewinnen.

Im Kabinett wurden dazu heute die folgenden Punkte beschlossen:

Land- und Ernährungswirtschaft werden als systemrelevante Infrastruktur anerkannt!
So ist es möglich, dass diese Infrastruktur unter Berücksichtigung des notwendigen Gesundheitsschutzes aufrecht erhalten bleibt.

Das Kriterium der Berufsmäßigkeit für die Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft gilt weiterhin.

Das Beschäftigungsverhältnis wird nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet, damit wird der finanzielle Anreiz zur Aufnahme einer Nebenbeschäftigung als Saisonarbeitskraft erhöht.

Das BLM erhält eine Verordnungsermächtigung, um in außergewöhnlichen Notfällen mit bundesweiten Auswirkungen angemessene arbeitszeit-rechtliche Regelungen zu erlassen.

Landwirten, die aufgrund der Corona-Krise Schwierigkeiten haben, ihre Pacht zu bedienen, darf bis zum 30. Juni nicht einseitig gekündigt werden.

Julia Klöckner: "In der jetzigen Lage hat die Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung höchste Priorität. Den Betrieben, die das gewährleisten, greifen wir mit den Beschlüssen unter die Arme. Und es geht um die Sicherung der aktuellen Versorgung der Bevölkerung. Und darum, die anstehende Ernte 2020 zu gewährleisten. Die Lebensmittelversorgungskette ist systemrelevant!"

Bundesministerium Landwirtschaft/Ute Micha/Sigrid Lappe

20.02.2020


330 Anträge wegen Feldmausplage

Die Feldmausplage hat wertvolles Grünland zerstört.

Der Landwirtschaftskammer Niedersachsen liegen bisher rund 330 Anträge vor, gut 1 700 Flächen wieder aufarbeiten zu dürfen.

"Anerkannt wurden Mäuseschäden bisher für gut 700 Flächen, verteilt auf etwa 130 Betriebe, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums. Das überaus trockene Wetter hatte die Mäusepopulation rasant wachsen lassen.

Sie sehen so putzig aus....

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

22.03.2020


Gefahr für den Grünkohl

Schädlinge und Trockenheit könnten zur Grünkohl-Krise führen    

Es besteht Gefahr für den Grünkohl: Schädlinge und die Trockenheit setzen dem grünen Gemüse heftig zu, so das Landwirtschaftsministerium auf eine Grünen-Anfrage.

Demnach gibt es nur ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gegen den Befall der Kohlmottenschildlaus (Weiße Fliege), so dass der Grünkohl derzeit "die in ihrem Anbau am stärksten gefährdete Kultur" sei. 

Im Prinzip kann Kohl auch dann verzehrt werden, wenn er von der Weißen Fliege befallen ist

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe Hannover Woche

23.02.2020


Verschoben auf 2. Jahreshälfte

Zweites Barcamp „Stadt Land Food“ Niedersachsen

Das zweite Barcamp „Stadt Land Food“ Niedersachsen findet - Coronavirus geschuldet - in der 2. Jahreshälfte statt. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) lädt dann ein, dabei mitzumachen. „Mir geht es darum, dass sich Landwirte und Verbraucher noch besser verständigen. Unser Barcamp soll wie ein Katalysator wirken“, betonte Ministerin Barbara Otte-Kinast.

Landwirte und Verbraucher sollen sich näher kommen!

Wie will ich leben, einkaufen und essen? Wer macht unser Essen? Wie soll Landwirtschaft aussehen? Wie viel Geld ist mir das Tierwohl wert? – Um diese und andere Fragen geht es bei dem offenen Meinungs- und Wissensaustausch zwischen Landwirten und Verbrauchern.

Wie läuft ein Barcamp ab? Zu Beginn der Veranstaltung wird der Tagesablauf von den Teilnehmern selbst geplant. Jeder kann ein Thema für eine sogenannte Session anbieten, durch Handaufheben wird über den „Stundenplan“ entschieden. Es gilt das Prinzip der Open Doors: Wenn ein Thema nicht mehr interessiert, kann der Raum jederzeit gewechselt werden.

ML/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.02.2020


Startschuss für drei Öko-Modellregionen

Niedersächsische Landwirte haben Nachholbedarf beim ökologischen Landbau

Bei den Landwirten besteht Nachholbedarf beim ökologischen Landbau. Denn der Anteil liegt bei ökologisch bewirtschafteten Fläche laut Agrarministerium zufolge in Niedersachsen bei 4,1 Prozent, bundesweit sind es im Schnitt 9,1 Prozent. Auch sei der Anteil der Ökobetriebe mit landesweit 5,4 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von rund zwölf Prozent.

Agrarministerin Barbara Otte-Kienast (CDU) gab aus gegebenen Anlass den Startschuss für drei Öko-Modellregionen, die das Land in den nächsten drei Jahren mit jeweils bis zu 60 000 Euro pro Jahr fördern will. Eine Fachjury hatte den Landkreis Holzminden mit dem Weserbergland, die Heideregion bei Uelzen sowie den Landkreis Goslar mit Harz und Harzvorland ausgewählt.

Agrarministerin Barbara Otte-Kienast will niedersächsische Öko-Bilanz befeuern.

Die Landesregierung möchte den Anteil der Ökobetriebe bis 2025 auf zehn Prozent anheben - also verdoppeln. "Der Bio-Markt wächst - nimmt dabei aber leider die regionalen Betriebe und Unternehmen oftmals nicht mit", sagte die Agrarministerin. Nach Angaben des Ministeriums übersteigt  die Nachfrage nach Bio-Produkten das Angebot!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Neuer Digitalpreis – Bewerbungsschluß 31. März 2020

Landwirtschaftsministerin lobt „Digitalisierungspreis Agrar & Ernährung“ aus

Innovative und kreative Ideen in Sachen Digitalisierung gesucht! Erstmals schreibt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) einen „Niedersächsischen Digitalisierungspreis Agrar und Ernährung“ aus. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Es gibt großartige Projekte und Ansätze im Bereich der Digitalisierung in Niedersachsen. Ich möchte dieses Engagement weiterhin fördern und auch der Öffentlichkeit ins Bewusstsein rufen. Die Digitalisierung ist eine Riesenchance für die Landwirtschafts- und Ernährungsbranche. Wir sollten sie sinnvoll nutzen!“

Um diesem Ziel näher zu kommen, lobt das Landwirtschaftsministerium den mit 10.000 Euro dotierten Preis aus. Eine Fachjury wird die Auswahl des Gewinners sowie der Zweit- und Drittplatzierten vornehmen. Diese erhalten ein Preisgeld von 3.500 beziehungsweise 1.500 Euro.

Um den Digitalisierungspreis bewerben können sich landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen der ihnen vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen, Existenzgründer (Startups) sowie nichterwerbswirtschaftliche Organisationen mit Bezug zur Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Sitz in Niedersachsen, die nach dem 1. Januar 2017 innovative, über den Branchenstandard hinausgehende digitale Lösungen (Software, Hardware, Systemlösungen, Netzwerkanwendungen usw.) eingesetzt haben, um Fortschritte im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Tierwohl, Verbraucherschutz, Wettbewerbsfähigkeit, Transparenz der Wertschöpfungsketten oder Datenschutz zu realisieren.

Bewerbungen können bis zum 31. März 2020 unter Beifügung aussagekräftiger Unterlagen per E-Mail gereicht werden an: Digitalisierungspreis@ml.niedersachsen.de.

Informationen unter ml.niedersachsen_digitalisierungspreis.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


EIP Agri: Niedersachsen sucht Agrar-Innovationen / Projektskizzen bis 19. Juni 2020

Projektideen im Rahmen der Europäischen Partnerschaft Agrar gesucht

Bereits zum vierten Mal sucht Niedersachsen nach Innovation in der Landwirtschaft, die es zu fördern gilt. Der Projektaufruf bezieht sich auf die Fördermaßnahme EIP Agri (Europäische Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“). Mit Hilfe dieser Maßnahme des Ländlichen Entwicklungsprogramms sollen innovative Ideen, die von landwirtschaftlichen Betrieben, Forschungseinrichtungen oder Beratungsinstitutionen entwickelt werden, praktisch erprobt werden. „Wir brauchen in Niedersachsen Menschen, die unsere Landwirtschaft weiterdenken und kreativ sowie couragiert voranschreiten. Von ihrer Forschung und Entwicklung hängt die Überlebensfähigkeit unseres Agrarsektors maßgeblich ab. Das Instrument EIP Agri hat sich dabei als wichtiger Katalysator bewährt, den wir gerne nutzen“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.

Durch die Maßnahme soll der Innovationstransfer in der Landwirtschaft verbessert werden. So wird ein wichtiger Beitrag für eine wettbewerbsfähige, nachhaltig wirtschaftende und tierartgerechte Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen geleistet. Angesprochen werden Landwirtinnen und Landwirte, Hochschulen und Beratungsfirmen – also alle, die Innovationen in die Landwirtschaft tragen können.

Bisher ist die von der EU und vom Land Niedersachsen geförderte Maßnahme ein voller Erfolg: Im Rahmen der ersten drei Projektaufrufe sind bereits 40 innovative Projekte in Niedersachsen bewilligt worden. Das Spektrum reicht über verschiedene Ansätze für eine bedarfsgerechtere Düngung und Bewässerung von Feldfrüchten über die Erprobung nicht-chemischer Verfahren zur Unkrautregulierung bis hin zu Konzepten zur Tierwohlverbesserung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), neuronaler Netze und Big Data.

Für den vierten Aufruf stehen fünf Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung, die maximale Fördersumme liegt bei 500.000 Euro. Somit könnten mindestens zehn Projekte an den Start gebracht werden.

Die im Rahmen des vierten Aufrufs eingereichten Projekte müssen wegen des Endes der aktuellen Förderperiode bis spätestens zum 30. April 2024 abgeschlossen sein. Grundsätzlich ist der Projektaufruf zwar themenoffen,  aber es gibt thematische Schwerpunkte, die zur Lösung der Herausforderungen der niedersächsischen Landwirtschaft besonders wichtig sind, etwa zum Nährstoffmanagement oder zu nachhaltigeren Produktionssystemen im Pflanzenbau. Informationen hierzu sowie u. a. auch das Projektskizzenformular und die Richtlinie mit den Projektauswahlkriterien finden sich auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen unter dem Link: lwk-niedersachsen/.

Die Projektskizzen müssen bis zum 19. Juni 2020 bei der Landwirtschaftskammer eingereicht werden.

Bei Fragen und für Anregungen zur erfolgreichen Projektbewerbung steht Dr. Benjamin Kowalski vom EIP Netzwerk Niedersachsen (Kontaktdaten: E-Mail: kowalski(at)nds.de, Tel.: 0511-76 07 26 64) beratend zur Seite. Weitere Informationen auf eip-nds.

ML/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord

24.03.2020


Zentimetergenaues Arbeiten für Agrarbetriebe

Landwirte und Ingenieure bekommen Satellitendienst kostenfrei gestellt

Seit Oktober 2019 bekommen Landwirte und Ingenieure kostenfreien Zugriff auf genaue Daten zur Positionsbestimmung.  Zentimetergenaues Arbeiten soll dadurch etwa für Agrarbetriebe einfacher werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Mit der Einsparung von Betriebsmitteln sollen zudem Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in Einklang gebracht werden. Konkret stellt das Land die Daten des Satellitenpositionsdienstes der deutschen Landesvermessung, kurz Sapos, zur Verfügung.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Tausende Lebensmittel mit Regionallogo

Kunden erhalten mehr Klarheit über regionale Herkunft

Auf immer mehr Lebensmitteln im Supermarkt ist das blaue „Regionalfenster" zu finden, das Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen soll. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins  4 200 Produkte das Kennzeichen. Als Lizenznehmer seien 790 Anbieter registriert. Am häufigsten genutzt werden sie für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter.

Die Verwendung des Logos ist für Hersteller und Händler freiwillig. Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden.  Möglich ist ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie „aus der Eifel" oder „100 Kilometer um Aachen".

regionalfenster

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Jeder zehnte Landwirt setzt bei seiner Arbeit Drohnen ein

Rund neun Prozent der Landwirte arbeiten mit Drohnen

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 420 Leitern von Landwirtschaftsbetrieben im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsverband Bitkom.

Demnach sind die Einsatzgebiete vielfältig: 33 Prozent gaben an, die Drohnen zur Wildrettung zu nutzen: Rehe, Hasen, Rebhühner, Fasane etc. vor Mähdreschern zu schützen. 32 Prozent erklärten, damit den Zustand der Böden und Pflanzen zu messen. Und 31 Prozent der Bauern setzen sie zum Schutz der Pflanzenbestände ein.

Dieser Oktokopter erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. Dank Wankausgleich liefert er präzise Luftaufnahmen. (c) proplanta

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche