LANDWIRTSCHAFT


LPT-Labor: Statement des Ministeriums

Landwirtschaftsministerium begrüßt die Entziehung der Betriebsgenehmigung 

Statement der landwirtschaftspolitischen Sprecherin Karin Logemann zur Entziehung der Betriebsgenehmigung des LPT-Labors im Landkreis Harburg: „Wir begrüßen die Entziehung der Betriebsgenehmigung ausdrücklich. Dies ist heute ein folgerichtiger, aber schon längst überfälliger Schritt, der unserer Auffassung deutlich früher hätte kommen können. Konsequenterweise konnte nur diese Maßnahme den Misshandlungen von Affen und Hunden sowie zahlreichen Tierrechtsverstößen im Ortsteil Mienenbüttel folgen. Gleichzeitig sind die Verantwortlichen auch zur Rechenschaft zu ziehen.

Perspektivisch müssen wir am Vorantreiben alternativer Forschungsmethoden arbeiten, um diese ethisch verwerflichen Tierversuche dauerhaft zu beenden. Forschung muss auf lange Sicht ohne Tiere und innovativ statt tierleidfördernd und erkenntnisarm sein. Gerade im Bereich der Toxikologie und der Arzneimittelentwicklung sind Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar. Da ein alternativloser Umstieg von jetzt auf gleich jedoch nicht möglich sein wird, müssen wir dringend an der Verbesserung von Genehmigungsverfahren sowie qualitativen Kontrollprozessen arbeiten!“

ML/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

19.01.2020


Neuer Digitalpreis – Jetzt bewerben!

Landwirtschaftsministerin lobt „Digitalisierungspreis Agrar & Ernährung“ aus

Innovative und kreative Ideen in Sachen Digitalisierung gesucht! Erstmals schreibt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) einen „Niedersächsischen Digitalisierungspreis Agrar und Ernährung“ aus. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast: „Es gibt großartige Projekte und Ansätze im Bereich der Digitalisierung in Niedersachsen. Ich möchte dieses Engagement weiterhin fördern und auch der Öffentlichkeit ins Bewusstsein rufen. Die Digitalisierung ist eine Riesenchance für die Landwirtschafts- und Ernährungsbranche. Wir sollten sie sinnvoll nutzen!“

Um diesem Ziel näher zu kommen, lobt das Landwirtschaftsministerium den mit 10.000 Euro dotierten Preis aus. Eine Fachjury wird die Auswahl des Gewinners sowie der Zweit- und Drittplatzierten vornehmen. Diese erhalten ein Preisgeld von 3.500 beziehungsweise 1.500 Euro.

Um den Digitalisierungspreis bewerben können sich landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen der ihnen vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen, Existenzgründer (Startups) sowie nichterwerbswirtschaftliche Organisationen mit Bezug zur Agrar- und Ernährungswirtschaft mit Sitz in Niedersachsen, die nach dem 1. Januar 2017 innovative, über den Branchenstandard hinausgehende digitale Lösungen (Software, Hardware, Systemlösungen, Netzwerkanwendungen usw.) eingesetzt haben, um Fortschritte im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Tierwohl, Verbraucherschutz, Wettbewerbsfähigkeit, Transparenz der Wertschöpfungsketten oder Datenschutz zu realisieren.

Bewerbungen können bis zum 31. März 2020 unter Beifügung aussagekräftiger Unterlagen per E-Mail gereicht werden an: Digitalisierungspreis@ml.niedersachsen.de.

Informationen unter ml.niedersachsen_digitalisierungspreis.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

Veröffentlicht 31.12.2019


Studie belegt: Agrarbranche legt beim Umsatz kräftig zu

4,5 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr

In 2019 hat die deutsche Agrar-und Ernährungsbranche einen Rekordumsatz hingelegt. Insgesamt erzielten die Betriebe knapp 233 Milliarden Euro Erlös, wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens EY und der Universität Göttingen festgestellt wurde. Das waren 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr (da waren es 223 Milliarden Euro). 

Nach dem Auto- und dem Maschinenbau sei die Branche der drittgrößte Zweig im verarbeitenden Gewerbe. Doch am schnellsten wuchsen die Bereiche Pflanzenschutz und Düngemittel.

ML/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

13.01.2020


Das ist schon beängstigend!

Schweinepest auf dem Vormarsch

Ausbruch bedeutet für Bauern große wirtschaftliche Folgen

Das ist schon beängstigend! Angesichts der immer näher rückenden Afrikanischen Schweinepest bereiten sich die Landwirte auf den Ernstfall vor. Die Sicherheitsbestimmungen bei den professionellen Schweinehaltern sind streng, und auch Behörden in den Landkreisen bereiten sich mit Übungen auf den Ausbruch der Krankheit vor. Dabei gilt die Sorge nicht so sehr der Gesundheit der Hausschweine, die wegen der Stallhaltung aus Sicht der Experten gut gegen eine Ansteckung geschützt sind.

Auf der Abschussliste: Wildschweine sind Überträger der Afrikanischen Schweinepest und werden deshalb jetzt verstärkt gejagt. Foto: imago images/imagebroker

 Problematisch sind die Wildschweinbestände. Denn ein Krankheitsausbruch unter den Tieren hätte für die deutschen Landwirte und die Fleischwirtschaft gravierende Folgen, weil der Export in Länder außerhalb der EU abrupt zum Erliegen kommen würde.

Doch der Handel wäre dagegen in der EU weiterhin möglich, weil die Länder in Zonen aufgeteilt sind. Für direkt betroffene Zonen würden Transportverbote verhängt werden. Auch hätte ein an der Schweinepest verendetes Wildschwein in Brandenburg keine Handelsverbote für Landwirte in Niedersachsen zur Folge, wenn es um Exporte in EU-Länder geht.

Problematisch sähe es bei Ausfuhren in Nicht-EU-Länder aus. Wichtigster Abnehmer ist unter anderem China, das selber unter einer Epidemie leidet. Und wegen des Handelskonflikts mit den USA greift China nach Schweinefleisch aus Europa. Davon profitierten in den vergangenen Monaten die deutschen Schweinemäster: Der Durchschnittsschlachtpreis stieg von 1,50 Euro im vergangenen Jahr auf 1,80 Euro pro Kilo in diesem Jahr. "Wenn hier die Afrikanische Schweinepest ausbrechen würde, wäre dieser Markt sofort zu", sagte der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands in Damme, Thorsten Staack.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

08.12.2019


Niedersachsen nimmt elektronische Düngekontrolle in Betrieb

Mit Meldeprogramm Gülle und Kunstdünger ausfahren

Ein elektronisches Meldeprogramm zur besseren Kontrolle des Düngeeinsatzes nimmt Niedersachsen als erstes Bundesland in Betrieb.

Mehr als 30 000 Höfe erhielten von der Landwirtschaftskammer Auskunft über die neuen Meldepflichten, so der Bauernverband.

Angesichts schlechter Grundwasserqualität soll das internetbasierte Meldeprogramm helfen, gesetzliche Obergrenzen beim Ausfahren von Gülle und Kunstdünger einzuhalten. Künftig sollen Höfe herausgefiltert werden können, bei denen der Verdacht auf Unregelmäßigkeiten besteht.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid/Sigrid Lappe, Hannover Woche

04.12.2014


Zentimetergenaues Arbeiten für Agrarbetriebe

Landwirte und Ingenieure bekommen Satellitendienst kostenfrei gestellt

Seit Oktober 2019 bekommen Landwirte und Ingenieure kostenfreien Zugriff auf genaue Daten zur Positionsbestimmung.  Zentimetergenaues Arbeiten soll dadurch etwa für Agrarbetriebe einfacher werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Mit der Einsparung von Betriebsmitteln sollen zudem Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in Einklang gebracht werden. Konkret stellt das Land die Daten des Satellitenpositionsdienstes der deutschen Landesvermessung, kurz Sapos, zur Verfügung.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Weniger Rinder und Schweine in Niedersachsen

Auch die Zahl der Rinder- und der Schweinehalter ist gesunken

In den letzten vier Jahren ist die Zahl der Rinder und Schweinehalter in Niedersachsen gesunken. Dabei sank die Zahl der Rinder von 2015 bis November 2019 von 2,46 Millionen auf 2,38 Millionen Tiere, teilte der Landesbauernverband mit. Darunter seien 831.813 Milchkühe (Vorjahr 865 357).

Die Zahl der Schweine sank von 8,7 Millionen auf 7,27 Millionen Tiere. Und statt 21 761 Rinderhöfe waren es nur noch 19 795. Auch sank die Zahl der Schweinehalter von 6 600 auf 5 300.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

13.01.2020


Mehr Tierschutz für Schweine

 Niedersachsen investiert 360.000 Euro in die Forschung

Knapp 360.000 Euro für Forschung im Bereich Tierschutz stellt das Land Niedersachsen der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) zur Verfügung. Mit den Fördermitteln sollen zwei Forschungsvorhaben im Bereich der Schweinehaltung realisiert werden. Die Ministerin gratulierte zum Start der Projekte den Wissenschaftlern Prof. Dr. Elisabeth große Beilage, Prof. Dr. Karl-Heinz Waldmann und Prof. Dr. Sabine Kästner. „Ich habe volles Vertrauen, dass die Gelder hier sinnvoll eingesetzt sind und erwarte durch die Untersuchungen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, die den Tieren und den Betrieben zugutekommen“, sagte Otte-Kinast. Auch TiHo-Präsident Dr. Gerhard Greif bedankte sich für die Unterstützung durch das Land Niedersachsen: „Die Förderung ermöglicht es unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, wichtige Fragen im Bereich des Tierschutzes zu bearbeiten.“

Beide geförderten Forschungsvorhaben haben ein gemeinsames Ziel: Es geht um die Verbesserung des Tierwohls in der Schweinehaltung. Knapp 150.000 Euro hat das Land Niedersachsen daher für die Studie „Sofortmaßnahmen zur Vermeidung länger anhaltender erheblicher Schmerzen und Leiden bei Schweinen“ von Prof. Dr. Elisabeth große Beilage bewilligt. „Wir wollen mit unserer Studie direkt auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ansetzen: Erkrankte Tiere sollten keine vermeidbaren Schmerzen erleiden müssen“, erklärte die Professorin und Fachtierärztin für Schweine. Ihr Team will daher für die Akteure im Betrieb eine Entscheidungshilfe erarbeiten, die bei der Einschätzung des gesundheitlichen Zustands und der Prognose sowie bei der Beurteilung, ob erhebliche Schmerzen und Leiden vorliegen, helfen soll. „In der Praxis ist es für den Tierhalter oft nicht leicht zu beurteilen: Ist bei meinem erkrankten Tier ein weiterer Behandlungsversuch sinnvoll? Oder ist es tierschutzrechtlich geboten, das Tier von seinen Schmerzen zu erlösen und zu töten?“ 

Die Forschergruppe um Prof. Dr. Karl-Heinz Waldmann und Prof. Dr. Sabine Kästner unterstützt das Land Niedersachsen darüber hinaus mit rund 210.000 Euro bei „Untersuchungen zur wirksamen Schmerzausschaltung bei der Saugferkelkastration mittels Lokalanästhesie“. Während des geplanten Forschungsvorhabens soll in mehreren Teilschritten überprüft werden, ob und wie eine Kastration unter lokaler Anästhesie bei Saugferkeln durchgeführt werden kann. „Bisher fehlen belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, ob die Lokalanästhesie in der Lage ist, eine vollständige Schmerzausschaltung zu erreichen. Nach geltendem Tierschutzgesetz ist das aber eine grundlegende Voraussetzung für den Einsatz des Verfahrens“, so Prof. Waldmann.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Tausende Lebensmittel mit Regionallogo

Kunden erhalten mehr Klarheit über regionale Herkunft

Auf immer mehr Lebensmitteln im Supermarkt ist das blaue „Regionalfenster" zu finden, das Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen soll. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins  4 200 Produkte das Kennzeichen. Als Lizenznehmer seien 790 Anbieter registriert. Am häufigsten genutzt werden sie für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter.

Die Verwendung des Logos ist für Hersteller und Händler freiwillig. Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden.  Möglich ist ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie „aus der Eifel" oder „100 Kilometer um Aachen".

regionalfenster

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Bundesrat reagiert auf Initiative von Niedersachsen

Verpflichtende Videoüberwachung auf Schlachthöfen

Der Bundesrat hat auf eine Initiative von Niedersachsen nun die verpflichtende Videoüberwachung auf Schlachthöfen auf den Weg gebracht. Die Länderkammer habe sich einstimmig dem Entschließungsantrag angeschlossen, das den Bund zu einem entsprechenden Gesetzgebungsverfahren auffordert, teilte das Agrarministerium in Hannover mit.

Das Land will außerdem auch an Tierkörperbeseitigungsanstalten gelieferte Tierkadaver von Tierärzten untersuchen lassen. Anlass ist eine Studie der Tierärztlichen Hochschule, wonach es bei mehr als zehn Prozent der angelieferten Tiere Hinweise auf Krankheiten gab.

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche


Niedersachsen will mehr Ökolandbau

Landesregierung  will Modellregionen und Pilotprojekte einrichten  

Wenn es nach den Plänen der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast geht, soll es in Niedersachsen bis zum Jahr 2025 doppelt so viele Ökolandbau Betriebe geben wie bisher.

Das kündigte die CDU-Politikerin nach einer Sitzung des Fachbeirats zur Förderung des ökologischen Landbaus an. Nach Angaben des Ministeriums gab es Ende des vergangenen Jahres 1 793 Bio-Höfe, das entspricht einem Anteil von 4,9 Prozent. Insgesamt bewirtschaften diese rund 100 000 Hektar. Um die Zahl der Ökobetriebe zu steigern, sollen Modellregionen und Pilotprojekte eingerichtet werden. 

Presse Dienst Nord, Ute Micha/Hannover Woche, Sigrid Lappe


Jeder zehnte Landwirt setzt bei seiner Arbeit Drohnen ein

Rund neun Prozent der Landwirte arbeiten mit Drohnen

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 420 Leitern von Landwirtschaftsbetrieben im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsverband Bitkom.

Demnach sind die Einsatzgebiete vielfältig: 33 Prozent gaben an, die Drohnen zur Wildrettung zu nutzen: Rehe, Hasen, Rebhühner, Fasane etc. vor Mähdreschern zu schützen. 32 Prozent erklärten, damit den Zustand der Böden und Pflanzen zu messen. Und 31 Prozent der Bauern setzen sie zum Schutz der Pflanzenbestände ein.

Dieser Oktokopter erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. Dank Wankausgleich liefert er präzise Luftaufnahmen. (c) proplanta

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche