LANDWIRTSCHAFT


Mehr Planungssicherheit für das Landvolk

Investitionsförderung in Höhe von 300 Millionen Euro ist in Gefahr 

Nach der Verschiebung einer Bundesratsentscheidung über neue Regeln für die Haltung von Schweinen fordert das Landvolk Rechts- und Planungssicherheit. "Das Vertagen der dringenden Entscheidung im Bundesrat bringt die zugesagte Investitionsförderung in Höhe von 300 Millionen Euro wieder in Gefahr", sagte Landvolkvizepräsident Jörn Ehlers. Die Schweinehalter bräuchten  eine Perspektive für die Zukunft. Die Verordnung soll Sauen mehr Platz garantieren. Ärger gab es um eine Übergangsfrist für Bauern.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


Der Niedersächsische Weg nimmt seinen Lauf

Sieben Unterschriften für eine bundesweit einmalige Vereinbarung

Landesregierung, Landvolk, Landwirtschaftskammer sowie Natur- und Umweltverbände haben am 25. Mai auf einem Bauernhof in Wunstorf den „Niedersächsische Weg“ auf vorgestellt. In dem gemeinsamen Vertrag verpflichten sich alle Beteiligten zu großen Anstrengungen bei Natur- und Artenschutz, bei Biodiversität und beim Umgang mit der Ressource Landschaft.

Symbolträchtig wurde die Vereinbarung auf einem Blühstreifen der Familie Widdel am Ortsrand von Mesmerode (Region Hannover) unterzeichnet.

Sieben Unterschriften für einen guten Weg. Foto M.Falk

Ministerpräsident Stephan Weil lobte die gemeinsamen Anstrengungen aller Vertragspartner, „die unterschiedliche Interessen in einen ausgewogenen und gegenseitig anerkannten Ausgleich bringen.“ Die Landesregierung werde für die Umsetzung „erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen“, versicherte Weil: Die Umsetzung würde durch eine Erfolgskontrolle und ein Monitoring gesichert und man werde einen Gesetzentwurf erarbeiten, der die Vereinbarung umsetzt.“

Umweltminister Olaf Lies zeigte sich sehr zuversichtlich, dass das Ergebnis der monatelangen Beratungen, die durch das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium organisiert wurden, eine gute Grundlage für die Arbeit an den Gesetzen und Rahmenbedingungen ist. „Erfolgreich werden wir nur sein, wenn alle Beteiligten ihren Beitrag leisten“, so Lies-

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hob hervor: „„Diese Vereinbarung zeigt, dass die Landwirte Teil der Lösung sind. Sie wirtschaften mit und in der Natur, haben das Wissen und den Willen, sich für den Artenschutz einzusetzen. Mit dem Niedersächsischen Weg gelingt es uns erstmals, eine berechtigte Forderung der Gesellschaft einzulösen, unsere Kulturlandschaft zu erhalten. Umweltverbände, Landwirtschaft und Politik wollen sich gemeinsam dieser Aufgabe stellen.“

Für das Landvolk Niedersachsen unterzeichnete Vize-Präsident Holger Hennies den Vertrag mit Rückendeckung von Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke: „Wir wissen um die Bedeutung umweltpolitischer Themen und wollen uns aktiv dafür einsetzen, mehr Artenschutz mit der Ernährungssicherheit vereinbar zu machen. Hier werden wir uns als leistungsfähige Landwirtschaft aktiv mit einbringen und gestalten.“ Deshalb schlage man ebenfalls den Niedersächsischen Weg ein. Er erwartet, daß mit diesem neuen Ansatz mehr Qualität im Natur- und Artenschutz mit der Landwirtschaft zu erreichen sei. Zum einen, weil der weitere Prozess jetzt aktiv mitgestaltet werden könne, zum anderen, weil die Politik zugesagt habe, zusätzliche Leistungen der Landwirte auch entsprechend bezahlt würden.

Für Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), hat die Vereinbarung für die Betriebe aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau und Fischerei „den großen Vorteil, dass sie dadurch genau wissen, was in den nächsten Jahren an Aufgaben, Veränderungen und Ausgleichszahlungen auf sie zukommt – das macht die Anpassung an eine noch mehr auf Artenvielfalt ausgerichtete Wirtschaftsweise viel besser planbar“. Da die LWK von Anfang an in die Planungen eingebunden worden sei, habe sie maßgeblich dazu beigetragen, dass neben den Belangen des Natur- und Gewässerschutzes auch die wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Betroffenen berücksichtigt würden, betonte Schwetje.

Heiner Baumgarten, Vorsitzender des BUND in Niedersachsen, nannte die Vereinbarung „einen Meilenstein für den Natur- und Artenschutz in Niedersachsen“. Enthalten seien nicht nur Verbesserungen im Naturschutz-, Wasser- und Waldgesetz des Landes, sondern auch zusätzliche jährliche Finanzmittel ab 2021 im hohen zweistelligen Millionenbereich für Maßnahmen im Naturschutz sowie neue Förderprogramme, die Anreize böten, freiwillig mehr für die Artenvielfalt zu leisten.

„Die gemeinsamen und konstruktiven Bemühungen der unterschiedlichen Partner zeigen, dass wir uns inhaltlich annähern können“, lobte auch Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU in Niedersachsen, die konstruktiven Gespräche. Nun werde es darauf ankommen, die einzelnen Punkte möglichst rasch in die Umsetzung zu bekommen. Dazu müssen noch Programme, Gesetze sowie die notwendige finanzielle Unterfütterung von den politischen Gremien beschlossen werden. Ziel müsse es sein, den Verlust an Lebensräumen und Arten zu stoppen.

„Mit dem Vertrag verpflichten sich alle, für Natur- und Artenschutz zu arbeiten – jeder mit ganzer Kraft und verbunden gerade mit einer langfristig gesicherten Perspektive für unsere Landwirtschaft“, resümiert der Umweltminister. Die notwendigen gesetzlichen Regelungen würden in den nächsten Monaten gemeinsam erarbeitet. „Soweit waren wir noch nie! Dabei muss gesichert sein – wenn Landwirtschaft öffentliche Leistung für den Naturschutz erbringt, dann müssen die Landwirte auch dafür bezahlt werden," so Lies.

Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha Presse Dienst Nord


Nach monatelangen Protesten

Bauernverband klagt gegen verschärfte Düngeregeln     

Monatelang protestierten die Landwirte gegen striktere Düngeregelungen. Nun hat der niedersächsische Bauernverband gegen die vom Land verschärften Auflagen zum Schutz des Grundwassers Klage eingereicht. Der Verband unterstützt acht Landwirte bei ihrer Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg, teilte das Landvolk mit. Im Fokus stehen die sogenannten "roten Gebiete", in denen wegen des schlechten Zustands des Grundwassers besondere Beschränkungen für die Landwirte beim Ausbringen von Gülle greifen.

Bauernproteste und jetzt wird geklagt! Foto M. Falk

Argument des Bauernverbandes: Die Beurteilung des Zustands des Wassers sei vielfach auf Basis ungeeigneter Messstellen getroffen worden. So mussten Landwirte ihre Arbeiten einschränken, obwohl es in ihrer näheren Umgebung keine problematische Belastung des Wassers gebe. Jede Klage der acht Landwirte wird auf ein Einzelfall-Gutachten gestützt, um die Fehlerhaftigkeit der Messergebnisse und die fehlerhafte Einstufung der Flächen aller Kläger als "rotes Gebiet" korrekt zu belegen.

Das kommt nicht von Ungefähr: Vorangegangen war ein jahrzehntelanger Streit, es wurde mit hohen Strafzahlungen gedroht, weil Deutschland nach Ansicht zu wenig für den Schutz des Grundwassers tut. Und unter Zeitdruck hatte der Bund Ende März und auch Niedersachsen Ende November die Düngeregeln verschärft, sodass nicht alle nachvollziehbaren Einwände der Landwirte bei den Regelungen berücksichtigt wurden.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) hatte Ende März betont, dass das Netz der "roten Gebiete" noch einmal unter die Lupe genommen werde, und sie  würden anschließend etwas anders aussehen als bislang. Auch soll ohnehin das Messstellennetz kontinuierlicher als bisher überprüft werden, insbesondere bei Zweifeln an einzelnen Messstellen.

Parallel zu den Klagen in Niedersachsen lässt der Deutsche Bauernverband bereits ein Vorgehen gegen die Bundesdüngeverordnung prüfen. Gegebenenfalls würden auch hier Klagen erhoben, teilte das Landvolk mit.


Hilfen für die Land- und Ernährungswirtschaft beschlossen

Corona-Paket der Bundesregierung

Das Bundeskabinett hat weitreichende Hilfen für Bürger und Unternehmen der Ernährungswirtschaft beschlossen, die durch die Corona-Krise betroffen sind.

Die Bundesministerin Julia Klöckner hat dabei in den Verhandlungen wichtige Erleichterungen für die Land- und Ernährungswirtschaft erreicht – die Belange der Branche werden maßgeblich berücksichtigt.

Julia Klöckner, ehemalige Weinkönigin, bemüht sich die Ernte unter Dach und Fach zu bringen. Foto BLM 

Aufgrund der Ausgangssperre in Rumänien haben viele Landwirte die Sorge, dass für Aussaaten und Ernte nicht genügen ausländische Saisonarbeitskräfte nach Deutschland kommen. Auch viele Saisonarbeiter aus Polen, die kommen könnten, zögern, da sie fürchten, bei ihrer Rückreise in Quarantäne zu müssen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BLM) hat vorgeschlagen, dass Saisonarbeitskräfte, die bereits in Deutschland sind, länger hier arbeiten können. Zudem wurden Anreize für andere Gruppen vorgeschlagen, um sie als Helfer für die Landwirtschaft zu gewinnen.

Im Kabinett wurden dazu heute die folgenden Punkte beschlossen:

Land- und Ernährungswirtschaft werden als systemrelevante Infrastruktur anerkannt!
So ist es möglich, dass diese Infrastruktur unter Berücksichtigung des notwendigen Gesundheitsschutzes aufrecht erhalten bleibt.

Das Kriterium der Berufsmäßigkeit für die Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft gilt weiterhin.

Das Beschäftigungsverhältnis wird nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet, damit wird der finanzielle Anreiz zur Aufnahme einer Nebenbeschäftigung als Saisonarbeitskraft erhöht.

Das BLM erhält eine Verordnungsermächtigung, um in außergewöhnlichen Notfällen mit bundesweiten Auswirkungen angemessene arbeitszeit-rechtliche Regelungen zu erlassen.

Landwirten, die aufgrund der Corona-Krise Schwierigkeiten haben, ihre Pacht zu bedienen, darf bis zum 30. Juni nicht einseitig gekündigt werden.

Julia Klöckner: "In der jetzigen Lage hat die Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung höchste Priorität. Den Betrieben, die das gewährleisten, greifen wir mit den Beschlüssen unter die Arme. Und es geht um die Sicherung der aktuellen Versorgung der Bevölkerung. Und darum, die anstehende Ernte 2020 zu gewährleisten. Die Lebensmittelversorgungskette ist systemrelevant!"

Bundesministerium Landwirtschaft/Ute Micha/Sigrid Lappe

20.02.2020


330 Anträge wegen Feldmausplage

Die Feldmausplage hat wertvolles Grünland zerstört.

Der Landwirtschaftskammer Niedersachsen liegen bisher rund 330 Anträge vor, gut 1 700 Flächen wieder aufarbeiten zu dürfen.

"Anerkannt wurden Mäuseschäden bisher für gut 700 Flächen, verteilt auf etwa 130 Betriebe, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums. Das überaus trockene Wetter hatte die Mäusepopulation rasant wachsen lassen.

Sie sehen so putzig aus....

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

22.03.2020


Verschoben auf 2. Jahreshälfte

Zweites Barcamp „Stadt Land Food“ Niedersachsen

Das zweite Barcamp „Stadt Land Food“ Niedersachsen findet - Coronavirus geschuldet - in der 2. Jahreshälfte statt. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) lädt dann ein, dabei mitzumachen. „Mir geht es darum, dass sich Landwirte und Verbraucher noch besser verständigen. Unser Barcamp soll wie ein Katalysator wirken“, betonte Ministerin Barbara Otte-Kinast.

Landwirte und Verbraucher sollen sich näher kommen!

Wie will ich leben, einkaufen und essen? Wer macht unser Essen? Wie soll Landwirtschaft aussehen? Wie viel Geld ist mir das Tierwohl wert? – Um diese und andere Fragen geht es bei dem offenen Meinungs- und Wissensaustausch zwischen Landwirten und Verbrauchern.

Wie läuft ein Barcamp ab? Zu Beginn der Veranstaltung wird der Tagesablauf von den Teilnehmern selbst geplant. Jeder kann ein Thema für eine sogenannte Session anbieten, durch Handaufheben wird über den „Stundenplan“ entschieden. Es gilt das Prinzip der Open Doors: Wenn ein Thema nicht mehr interessiert, kann der Raum jederzeit gewechselt werden.

ML/Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche

16.02.2020


Startschuss für drei Öko-Modellregionen

Niedersächsische Landwirte haben Nachholbedarf beim ökologischen Landbau

Bei den Landwirten besteht Nachholbedarf beim ökologischen Landbau. Denn der Anteil liegt bei ökologisch bewirtschafteten Fläche laut Agrarministerium zufolge in Niedersachsen bei 4,1 Prozent, bundesweit sind es im Schnitt 9,1 Prozent. Auch sei der Anteil der Ökobetriebe mit landesweit 5,4 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von rund zwölf Prozent.

Agrarministerin Barbara Otte-Kienast (CDU) gab aus gegebenen Anlass den Startschuss für drei Öko-Modellregionen, die das Land in den nächsten drei Jahren mit jeweils bis zu 60 000 Euro pro Jahr fördern will. Eine Fachjury hatte den Landkreis Holzminden mit dem Weserbergland, die Heideregion bei Uelzen sowie den Landkreis Goslar mit Harz und Harzvorland ausgewählt.

Agrarministerin Barbara Otte-Kienast will niedersächsische Öko-Bilanz befeuern.

Die Landesregierung möchte den Anteil der Ökobetriebe bis 2025 auf zehn Prozent anheben - also verdoppeln. "Der Bio-Markt wächst - nimmt dabei aber leider die regionalen Betriebe und Unternehmen oftmals nicht mit", sagte die Agrarministerin. Nach Angaben des Ministeriums übersteigt  die Nachfrage nach Bio-Produkten das Angebot!

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche


EIP Agri: Niedersachsen sucht Agrar-Innovationen / Projektskizzen einreichen!

Projektideen im Rahmen der Europäischen Partnerschaft Agrar gesucht

Bereits zum vierten Mal sucht Niedersachsen nach Innovation in der Landwirtschaft, die es zu fördern gilt. Der Projektaufruf bezieht sich auf die Fördermaßnahme EIP Agri (Europäische Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“). Mit Hilfe dieser Maßnahme des Ländlichen Entwicklungsprogramms sollen innovative Ideen, die von landwirtschaftlichen Betrieben, Forschungseinrichtungen oder Beratungsinstitutionen entwickelt werden, praktisch erprobt werden. „Wir brauchen in Niedersachsen Menschen, die unsere Landwirtschaft weiterdenken und kreativ sowie couragiert voranschreiten. Von ihrer Forschung und Entwicklung hängt die Überlebensfähigkeit unseres Agrarsektors maßgeblich ab. Das Instrument EIP Agri hat sich dabei als wichtiger Katalysator bewährt, den wir gerne nutzen“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.

Durch die Maßnahme soll der Innovationstransfer in der Landwirtschaft verbessert werden. So wird ein wichtiger Beitrag für eine wettbewerbsfähige, nachhaltig wirtschaftende und tierartgerechte Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen geleistet. Angesprochen werden Landwirtinnen und Landwirte, Hochschulen und Beratungsfirmen – also alle, die Innovationen in die Landwirtschaft tragen können.

Bisher ist die von der EU und vom Land Niedersachsen geförderte Maßnahme ein voller Erfolg: Im Rahmen der ersten drei Projektaufrufe sind bereits 40 innovative Projekte in Niedersachsen bewilligt worden. Das Spektrum reicht über verschiedene Ansätze für eine bedarfsgerechtere Düngung und Bewässerung von Feldfrüchten über die Erprobung nicht-chemischer Verfahren zur Unkrautregulierung bis hin zu Konzepten zur Tierwohlverbesserung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), neuronaler Netze und Big Data.

Für den vierten Aufruf stehen fünf Millionen Euro Fördergelder zur Verfügung, die maximale Fördersumme liegt bei 500.000 Euro. Somit könnten mindestens zehn Projekte an den Start gebracht werden.

Die im Rahmen des vierten Aufrufs eingereichten Projekte müssen wegen des Endes der aktuellen Förderperiode bis spätestens zum 30. April 2024 abgeschlossen sein. Grundsätzlich ist der Projektaufruf zwar themenoffen,  aber es gibt thematische Schwerpunkte, die zur Lösung der Herausforderungen der niedersächsischen Landwirtschaft besonders wichtig sind, etwa zum Nährstoffmanagement oder zu nachhaltigeren Produktionssystemen im Pflanzenbau. Informationen hierzu sowie u. a. auch das Projektskizzenformular und die Richtlinie mit den Projektauswahlkriterien finden sich auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen unter dem Link: lwk-niedersachsen/.

Die Projektskizzen müssen bis zum 19. Juni 2020 bei der Landwirtschaftskammer eingereicht werden.

Bei Fragen und für Anregungen zur erfolgreichen Projektbewerbung steht Dr. Benjamin Kowalski vom EIP Netzwerk Niedersachsen (Kontaktdaten: E-Mail: kowalski(at)nds.de, Tel.: 0511-76 07 26 64) beratend zur Seite. Weitere Informationen auf eip-nds.

ML/Sigrid Lappe, Hannover Woche/Ute Micha, Presse Dienst Nord


Zentimetergenaues Arbeiten für Agrarbetriebe

Landwirte und Ingenieure bekommen Satellitendienst kostenfrei gestellt

Seit Oktober 2019 bekommen Landwirte und Ingenieure kostenfreien Zugriff auf genaue Daten zur Positionsbestimmung.  Zentimetergenaues Arbeiten soll dadurch etwa für Agrarbetriebe einfacher werden, teilte die Staatskanzlei mit.

Mit der Einsparung von Betriebsmitteln sollen zudem Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in Einklang gebracht werden. Konkret stellt das Land die Daten des Satellitenpositionsdienstes der deutschen Landesvermessung, kurz Sapos, zur Verfügung.

Ute Micha, Presse Dienst Nord/ Sigrid Lappe, Hannover Woche


Tausende Lebensmittel mit Regionallogo

Kunden erhalten mehr Klarheit über regionale Herkunft

Auf immer mehr Lebensmitteln im Supermarkt ist das blaue „Regionalfenster" zu finden, das Kunden mehr Klarheit über eine regionale Herkunft bringen soll. Fünf Jahre nach dem Start haben nach Angaben des Trägervereins  4 200 Produkte das Kennzeichen. Als Lizenznehmer seien 790 Anbieter registriert. Am häufigsten genutzt werden sie für Obst, Gemüse, Kartoffeln und Kräuter.

Die Verwendung des Logos ist für Hersteller und Händler freiwillig. Das Regionalfenster zeigt, woher die wichtigsten Zutaten stammen und wo sie verarbeitet wurden.  Möglich ist ein Bundesland, ein Kreis oder Angaben wie „aus der Eifel" oder „100 Kilometer um Aachen".

regionalfenster

Ute Micha, Presse Dienst Nord / Sigrid Lappe, Hannover Woche 


Jeder zehnte Landwirt setzt bei seiner Arbeit Drohnen ein

Rund neun Prozent der Landwirte arbeiten mit Drohnen

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 420 Leitern von Landwirtschaftsbetrieben im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes in Zusammenarbeit mit dem Digitalisierungsverband Bitkom.

Demnach sind die Einsatzgebiete vielfältig: 33 Prozent gaben an, die Drohnen zur Wildrettung zu nutzen: Rehe, Hasen, Rebhühner, Fasane etc. vor Mähdreschern zu schützen. 32 Prozent erklärten, damit den Zustand der Böden und Pflanzen zu messen. Und 31 Prozent der Bauern setzen sie zum Schutz der Pflanzenbestände ein.

Dieser Oktokopter erreicht eine Geschwindigkeit von ca. 50 km/h. Dank Wankausgleich liefert er präzise Luftaufnahmen. (c) proplanta

Ute Micha, Presse Dienst Nord/Sigrid Lappe, Hannover Woche